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Familienrecht. N° 20.
20. Auszug aus dem Urteil der n. Zivilabteilung
vom 18. Mai 1927 i. S. Xünzli gegen XünzlL
Ehe s c h eid u n g: Verhältnis zwischen den Art. 140
und 142 ZGB: Wenn bei Verlassung die Voraussetzungen
des Art. 140 ZGB nicht erfüllt sind, darf sie wohl als Indiz
der tiefen Zerrüttung im Sinne des Art. 142 ZGB gewürdigt
werden; sie genügt aber für sich allein nicht für deren
Annahme; es müssen vielmehr noch andere die Zerrüttung
offenbarende Umstände hinzukommen, damit auf Grund
von Art. 142 ZGB geschieden werden darf.
Mit Recht hat zwar die Vorinstanz den Umstand,
dass die Beklagte den Kläger verlassen hat, nicht etwa
als selbständigen Scheidungsgrund im Sinne des Art. 140
ZGB, sondern lediglich als Indiz für die tiefe Zerrüt-
tung des ehelichen Verhältnisses der Parteien im Sinne
des Art. 142 ZGB aufgefasst : nicht nur wäre die zur
Klage aus Art. 140 ZGB erforderliche Frist von 2 %
Jahren seit der Verlassung noch nicht abgelaufen; es
hat auch keine richterliche Aufforderung an die Be-
klagte zur Rückkehr binnen 6 Monaten stattgefunden
(BGE 52 II 411 f.). Allein auch als bIosses Indiz eines
bestehenden ehelichen Zerwürfnisses darf die längere
Abwesenheit eines Ehegatten vom ehelichen 'Vohnsitz
nicht derart gewürdigt werden, dass die Annahme des
al1gemeinen Scheidungsgrundes der tiefen Zerrüttung
auf eine Umgehung der in Art. 140 ZGB für die Scheidung
wegen Verlassung aufgestellten Voraussetzungen hin-
ausläuft. Die Verlassung für sich allein genügt daher
grundsätzlich nicht für die Annahme der tiefen Zer-
rüttung der Ehe; es müssen vielmehr noch andere Um-
stände festgestellt sein, die den Schluss auf die unheilbare
Zerrüttung der Ehe rechtfertigen, es sei denn, der Ver-
lassende sei bei wiederholten Verlassungen jeweilen nur
zu dem Zwecke zurückgekehrt, um die Erfüllung der
Bedingungen des Art. 140 ZGB zu verhindern, so dass
angenommen werden muss, es fehle ihm der ernstliche
Wille zur 'Viederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft.
Erbrecht. N° 21.
II. ERBRECHT
DROIT DES SUCCESSIONS
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21. Extra.it da l'arrit de 1& IIe Seotion oivile du 4 mai 1927
dans la cause Vonlanthen CO!ltre Vonlanthen.
L'action en nullite des pactes successoraux est regie par les
art. 519 et suiv. Ce. -
Point de depart du delai de pres-
cription de l'art. 521 Cc a l'egard de pactes de renonciation
(cons 1). -
Conditions de forme essentielles pour les pactes
successoraux (cons 2 et 4). -
Nullite d'un pretendu pacte
successoral se caracterisant comme une donation immo-
biliere entre vifs deguisee sous un contrat de vente (cons 3).
Resume des laUs:
Ulrich Vonlanthen, qui est decede le 18 juin 1925,
avait passe avec certains de ses enfants les ades sui-
vants:
1. en 1914 un pacte successoral par lequel SOll fils
Etienne renonvuit a la succession paternelle;
2. en ao11t 1921 un contrat intituIe ({ pacte successo-
ral», par lequel il transferait en toute propriete a trois
de ses enfants SOll immeuble de la Gralld'Rue a Fribourg,
pour le prix de 24,000 fr. regle comme suit: les acque-
re urs reprenaient une dette hypothecaire de 1539 fr. 10;
le solde de 22,460 fr. 90 etait compense avec une somme
de meme valeur qu'Ulrich Vonlanthen reconnaissait
devoir a ses trois enfants presents « a titre d'indemnite
pour leur travail et leurs revenus consacres a la familIe
depuis leur majorite »;
3. en decembre 1921 un pacte successoral par lequel
sa fine Philomene Bader nee Vonlallthen declarait re-
noncer a la succession de ses pere et mere.
Des difficultes surgirent au sujet de la liquidation et
du partage de la succession.
Les trois enfants non signataires du contrat d'ao11t