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ioo Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (ZiviIabteilungen). N° 25.
fait valoir des arguments tires de considerations pratiques.
Elle soutient que la liquidation a l'amiable d'une societe
par cession de son actif deviendrait impossible si le
liquidateur ne pouvait agir au nom de la masse. A cela
il y a lieu de repondre que lorsqu'il s'agit d'une societe
commerciaIe, il existe un moyen d'eviter toutes compli-
cations, c'est de conferer aux liquidateurs designes
conventionnellement la qualite de liquidateurs de Ia
societe, par une inscription au registre du commerce.
Comme teIs, Hs auront en effet le pouvoir de plaider,
sous le nom de Ia societe, au profit des creanciers. C'est
m@me la le seul mode normal de proceder, car il n'est
pas admissible qu'une societe commerciaIe, notamment
une societe anonyme, soit liquidee sans l'observation
des mesures de publicite prescrites par la loi.
Au surplus les inconvenients qu'il peut y avoir a ne
pas mettre les liquidations amiables sur Ie m~me pied
que les liquidations concordataires ne sont pas in-
surmontables. Il n'est pas excessü' d'exiger de chaque
creancier, en meme temps qu'une adhesion a l'arrange-
ment propose, une procuration permettant aux liqui-
dateurs d'agir en son nom. Si Ia cession de biens se
conclut dans des conditions serieuses. sur la base d'une
liste de creanciers et d'adhesions conferant les pouvoirs
necessaires aux liquidateurs, ceux-ci n'auront pas de
peine a savoir au nom de qui Hs doivent proceder le cas
echeant, ni les creanciers ä. savoir contre qui il leur
faudra proceder s'ils sont dans le cas de faire valoir
leurs droits en justice.
Il resulte de ce qui precede que les demandes formees
en l'espece contre la masse en liquidation de la «Rode
Watch Co» ou pour celle-ci sont irrecevables parce
qu'elles mettent en cause une collectivite qui ne peut
pas etre partie dans un proces.
Le Tribunal Jedeml prononce :
Le recours est rejete et le jugement attaque est confirme.
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Kreisschreiben). No 26. 101
IH. KREISSCHREffiEN DES GESAMTGERICHTES
CIRCULAIRES DU TRffiUNAL FEDERAL
26. Xreisschreiben Nr. 19 vom a3. April 1926.
Gegenstand: Meldepflicht an Militärbehörden.
Einer Anregung des eidgenössischen Militärdeparte-
mentes Folge gebend, beehren wir uns, Ihre Aufmerk-
samkeit darauf zu lenken, dass die in der Amtlichen
Gesetzsammlung (Bd. 41 S. 755 ff.) veröffentlichte
und am 1. Januar 1926 in Kraft getretene bundesrät-
liche Ver 0 r d nun g übe r das m i 1 i t ä r i-
sc h e K 0 n t roll wes e n vom 7. Dezember 1925
den Betreibungs-
und Konkursämtern weitgehende
Meldepflichten auferlegt, und zwar unter Strafandro-
hung. Die einschlägigen Vorschriften lauten:
Art. 79 Abs. 1.
Die Betreibungs- und Konkursämter haben den kan-
tonalen Militärbehörden unter genauer Angabe der
Personalien jeweilen innert Monatsfrist Mitteilung zu
machen, wenn Offiziere, Unteroffiziere oder im Auszug
eingeteilte Kavalleristen in Konkurs fallen oder fruchtlos
ausgepfändet sind.
Art. 88.
Staats- und Gemeindebeamte, welche den auf sie
bezüglichen Vorschriften dieser Verordnung nicht nach-
kommen, sind bei ihrer Oberbehörde anzuzeigen und
von dieser zu bestrafen; sie sind ausserdem für all-
fällig verursachten Schaden haftbar.
Wir ersuchen Sie, die Betreibungs- und Konkurs-
ämter Ihres Kantons zur Befolgung der aufgeführten
102 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Kreisschreibr,n). N0 27.
Vorschriften anzuhalten, und empfehlen Ihnen und den
unteren Aufsichtsbehörden ein gleiches, soweit Veran-
lassung zu disziplinarischen Massnahmen gegeben ist.
Gleichzeitig machen wir Sie darauf aufmerksam. dass
das Bundesgericht den durch die neuen Vorschriften
überholten Art. 91 der Verordnung über die Geschäfts-
führung der Konkursämter vom 13. Juli 1911 aufgehoben
hat (siehe Gesetzsammlung Bd. 42 S. 252).
27. Xreisschreiben Nr. ao vom 13. Juli lSaS.
Verbot der Zustellung VOll Pfändungsanzeigell
nach Deutschland.
Einer Anregung des Eidgenössischen Politischen De-
partementes Folge gebend, sehen wir uns veranlasst,
Ihnen folgendes mitzuteilen :
Gemäss Art. 99 SchKG ist bei der Pfändung von
Forderungen oder Ansprüchen, für welche nicht eine
an den Inhaber oder an Ordre lautende Urkunde be-
steht, dem Schuldner des Betriebenen (Drittschuldner)
anzuzeigen, dass er rechtsgültig nur noch an das
Betreibungsamt leisten könne. \Vohnt der Drittschuldner
in Deutschland, so dürfte nach dem Kreisschreiben
Nr .. 4 des Bundesgerichts vo~ 12. Juni 1913 (Bundes-
blatt 1913, IU, deutsche Ausgabe S. 716, französische
Ausgabe S. 734; Taschenausgabe von Jaeger S. 283 ff.,
Kommentar von JAEGER, I. Ergänzung, S. 136 ff.) die
Zustellung einer solchen Anzeige an ihn nicht durch die
Post, sondern nur durch Vermittlung der zuständigen
deutschen Behörde bewirkt werden. In einem kürzlich
erfolgten Notenwechsel hat nun aber die Deutsche
Reichsregierung den Standpunkt eingenommen, das
an einen in Deutschland befindlichen Drittschuldner
ergehende Zahlungsverbot sei ein Akt staatlicher
Zwangsgewalt, der sich gegen ein nur der deutschen
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Kreisschreiben). N° '13.
103
Vollstreckungsgewalt
unterliegendes
Vermögensstück
richte und demgemäss von einem ausländischen Amt
nicht wirksam vorgenommen werden könne. Entspre-
chend dieser Auffassung lehnt die Reichsregierung die
Rechtshilfe zur Bewirkung von Zustellungen auslän-
discher Zahlungsverbote an in Deutschland befindliche
Drittschuldner ab. Obwohl weder das Bundesgericht
(vgl. BGE 52, IH, S. 1 ff.) noch das Eidgenössische
Justizdepartement diese Auffassung teilen, bleibt nichts
anderes übrig, als sich ihr zu unterziehen, da nach Art. 4
der Haager Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
vom 17. Juli 1905/27. April 1909 die Zustellung von der
ersuchten Behörde abgelehnt werden kann, wenn sie
nach der Auffassung des Staates, auf dessen Gebiet sie
erfolgen soll, geeignet erscheint, seine Hoheitsrechte zu
verletzen. Die Betreibungsämter werden deshalb zwecks
Vermeidung von Anständen mit der Deutschen Reichs-
regierung angewiesen, an in Deutschland wohnende
Drittschuldner keinerlei Pfändungsanzeigen zu erlassen,
weder durch die Post noch auch durch die Vermittlung
der dortigen Behörden.
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