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51_III_57

BGE 51 III 57

Bundesgericht (BGE) · 1925-01-01 · Deutsch CH
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56 Schuldbetreibungs- und Konkursreeht. N0 14. solidairement pour Ia meme dette avec des ilnmeubles appartenant a des tiers, de graves consequences pour les creanciers inserits en rangs posterieurs sur les im- o meubles du failli ainsi que pour la masse; enfin elle n'est pas sans presenter des inconvenients pour les cau- tions . de la dette, ainsi que le demontre la presente espece. Mais ces inconvenients sont inevitables. La liquidation d'un gage dans la faillite suppose une decision de l'administration de la masse sur l'existence du droit de gage. Or l'administration de la masse n'a pas qualite pour decider de l'existence d'un droit de gage sur les biens d'un tiers; aussi bien ce dernier ne serait pas lie par sa decision. D'autre part le creancier nanti de l'objet du gage n'a l'obligation de le remettre a l'administration que s'il s'agit d'un bien du failli. Ces raisons s'opposent donc a ce qu'un droit de gage portant sur les biens d'un tiers se realise dans la faHlite, alors meme que ces biens auraient He donnes en gage avec d'autres biens appartenant au failli. De ce qui precede il resulte ainsi que l' office des fail- lites a procede correctement en l'espece. Il n'etait pas en son pouvoir de liquider dans son ensemble le nantisse- ment de l'Union de Banques Suisses; il ne pouvait realiser que les titres appartenant a la succession. Il y. a lieu par consequent, comme l' a fait l'instance cantonale, de renvoyer les recourants a faire valoir leurs droits contre la banque creanciere si cette derniere refuse de les faire beneficier, dans la mesure OU Hs y ont droit, de la realisation de ses divers gages. C'est d'ail- leurs egalement par la voie judiciaire qu'ils doivent procMer s'ils s' estiment subroges aux droits de la banque sur le dividende afferent a la production N0 28, en pr()- vaquant la consignation de ce dividende. Enfin il est a remarquer que le second alinea de l'art. 61 de l'ordonnance ne prevoit pas le cas OU la dette garantie fait en meme temps l'objet d'un cautionnement. Il ne prejuge en rien par consequent la question de savoir Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 15. 57 si, en pareil cas, le dividende revient a la caution, par reffet de la subrogation, ou bien au tiers propriHaire du gage r~alise. C'est 1a une question de droit materiel qu'il appartient aux interesses de faire trancher juri- -diquement, en cas de conflit. La Chambre des poursuites et des faillites prononce: Le recours est rejete.

15. Entscheid vom 6. Kirz 1925

i. S. Gebt. !teller Ä.-G. und Xonsorten. SchKG Art. 67 Ziff. 1. Eine im Namen einer Gemeinderschaft ohne ausdrückliche Anführung der einzelnen betreibenden Gemeinder angehobene Betreibung ist a b sol u t n ich t i g und daher jederzeit anfechtbar. A. - In den Betreibungen Nr. 7175 u. 7179 der Gebr. Keller A.-G. in Luzern resp. des Josef Nigg in Luzern gegen Emil Sickert, Frau Burckhardt, Frau Zielke, Hans und Anny Spillmann wurden den betreibenden Gläubigern am 2. September 1924 die Pfändungsur- kunden zugestellt, auf denen u. a. Hodel-Bösch & 0·, namens Fra u Aue r - S P i 11m a n n s Erb e n , Luzern, vertreten durch Charly Auer, Philadelphia, sowie Dr. Grüter und Dr. Arnold, Advokat, Luzern, namens Erb eng e m ein s c h a f t Fis ehe r- Pet e r sen, vertreten durch Schweiz. Treuhandgesell- schaft, Zürich, als weitere Gruppengläubiger aufge- führt waren. B. - Am 12. September 1924 verlangten Nigg und die Gebr. Keller A.-G. mit einer an die untere kantonale Aufsiebtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs gerichteten Beschwerde die Aufhebung der Betreibungen der genannten Grnppengläubiger (Nr. 5934/5 und 6657/9 wegen ungenügender Gläubigerbezeichnung. C. - Die Beschwerde wurde erstinstanzlieh abge-

58 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 15. wiesen, von der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde jedoch mit Entscheid vom 16. Januar 1925 teilweise gutgeheissen in dem Sinne, dass die Betreibungen der Frau Anna Auer-Spillmanns Erben aufgehoben wurden. D. - Mit dem vorliegenden rechtzeitig dem Bundes- gericht eingereichten Rekurse verlangen Nigg und die Gebr. Keller A.-G., es seien auch die von der Erben- gemeinschaft Fischer-Petersen eingeleiteten Betreibungen nichtig zu erklären. Die Schuldbelreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung: Die Betreibung dient der Zwangsvollstreckung für eine Forderung ; sie muss also vom Inhaber einer Forderung, von einer rechtsfähigen Person ausgehen. Eine Betrei-· bung, die nicht für eine solche Person durchgeführt wird, kann den Zweck, dem sie dienen sollte, nicht er- füllen und ist daher als nichtig jederzeit von Amtes wegen aufzuheben (vgl. AS 32 I S. 573 f.). Gleich verhält es sich, wenn in einer Betreibung das Rechtssubjekt, für das die Betreibung durchgeführt wird, nicht klar und unzweideutig bezeichnet wird, also über die Person des betreibenden Gläubigers, dein das Betreibungser- gebnis zukommen soll, Unsicherheit herrscht; auch eine solche Betreibung leidet an einem unheilbaren Mangel (vgl. AS 43 III S. 177 f.). Das.Bundesgericht hat daher in ständiger Praxis die Verwendung einer Kollektiv- bezeichnung für eine Mehrheit von Gläubigern grund- sätzlich als ungenügend erachtet, ausgenommen wenn es sich um eine Gesellschaftsfirma (eine Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft) handelt, unter der die in Frage stehenden Gläubiger nach dem Zivilrecht als Inhaber eines besonderen Gesellschaftsvermögens - kraft aus- drücklicher gesetzlicher Regelung - Rechte erwerben und Verbindlichkeiten eingehen, vor Gericht klagen und verklagt werden können (vgl. AS 43 III S. 178; 35 I S. 818/9 Erw. 1; 48 III S. 97). Infolgedessen wurde auch in einer von den Mitgliedern einer Erbengemeinschaft gemäss Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 16. 59 Art. 602 ZGB angehobenen Betreibung die blosse Be- zeichnung «Erben des .... » für ungenügend erachtet (vgI. AS 41 III S. 247 f.); und es hat daher die Vor- instanz mit Recht die unter der Gläubigerbezeichnung « Frau" Auer-SpiIlmanns Erben» angehobenen Betrei- bungeI~:' aufgehoben. Dasselbe hätte nun aber auch mit den von der « Erbengemeinschaft Fischer-Petersen») durchgeführten Betreibungen geschehen sollen. Es han- delt sich zwar hiebei nach den Feststellungen der Vor- instanz um eine G e m ein der s c h a f t im Sinne der Art. 336 f. ZGB. Doch stellt auch eine solche, ent- gegen der Ansicht der Vorinstanz, keine juristische Person dar (vgl. auch JAEGER, Kommentar zu Art. 47 Note 13 S. 94), und da sie auch keine Firma hat, sie sich also ~nach dieser Richtung in keiner \Veise von einer Erb:ngemeinschaft gemäss Art. 602 ZGB unterscheidet, hätten somit auch hier die betreibenden. Gemeinder a 11 e ein z eIn aufgeführt werden müssen und zwar unbekümmert darum, ob einer derselben gemäss Art. 341 ZGB als Haupt und damit als Vertreter der Ge- meinderschaft bezeichnet worden ist und ob die Ge- meinderschaft im Handelsregister eingetragen war. Demnach erkennt die Schuldbetr.- und Konkurskammer : Der Rekurs wird gutgeheissen, und es werden dem- gemäss die Betreibungen Nr. 5934/5 des Betreibungs- amtes Luzern für nichtig erklärt.

16. Entscheid vom 30. Mä.rz 1926 i. S. 'O'rech. Art. 93 SchKG. Vorgehen des Betreibungsamtes bei Loh n- p f ä n dun gen, wenn vom Lohnschuldner (Arbeitgeber) ein Ver r e c h nun g san s p r u c h gegenüber der Lohnschuld geltend gemacht wird. A. - Das Betreibungsamt Rorschach pfändete am

31. Oktober 1924 vom Monatsgehalt des Rekurrenten von 450 Fr. für den November und die folgenden Mo- nate je 120 Fr. Der Arbeitgeber des Schuldners erklärte