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50_II_63

BGE 50 II 63

Bundesgericht (BGE) · 1924-01-01 · Deutsch CH
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62 Obligationenrecht. N0 12. affeetation particuliere de cette quote-part, soit sa dis- tribution a un groupe determine d'actionnaires; la Com- mission n'a pas souscrit a une condition semblable et elle n'aurait pu valablement y souscrire puisqu'en ce faisant elle aurait viole le principe de l'egalite des droits de tous les actionnaires, elle aurait consenti a priver certains d'entre eux des droits qu'ils tiennent de la loi suisse, elle aurait favorise l'application a leur prejudice de mesures exceptionnelles de guerre qui, ainsi qu'on l'a dit, ne peuvent produire des effets juridiques en Suisse.

5. - En resume, les fonds dont il s'agit font partie de l'actif net de la Societe en liquidation et doivent donc, en vertu de la regle formelle de l'art. 629 al. 2 CO, etre repartis proportionnel1ement entre tous les actionnaires. Il est evident que les demandeurs, actionnaires alle- mands et autrichiens, ne peuvent etre exclus de cette repartition sous pretexte qu'ils sont la cause de la perte subie par la Societe sur les biens situes en France, car le simple fait de leur appartenance a des Etats bellige- rants (pas plus d'ail1eurs que leur refus de sortir de la Societe en vendant leurs actions) ne saurait naturelle- ment etre considere comme une faute de nature a engager leur responsabilite envers la Societe; aussi bien n'est-ce pas uniquement la nationalite allemande ou autrichienne d'un groupe d'actionnaires. qui a motive les mesures prises au cours de la guerre en France a l'egard de la Societe. Et enfin c'est a tort que la defenderesse soutient que, devant recevoir de l'office fran~ais de compensation des bons sur les tresors allemand et autrichien a concur- rence du montant total des sommes saisies a leur pre- judice, les demandeurs seraient enrichis il1egitimement s'ils participaient en outre a la repartition des fonds litigieux. Sans qu'il soit necessaire de rechercher si, envers qui et pour quel montant les gouvernements allemand et autrichien peuvent en l'espece etre tenus a indemnite en vertu des Traites de Paix, il suffit de Prozessrecht. N° 13. 63 constater et de donner acte a la defenderesse que les demandeurs se sont engages expressement (Replique

p. 13) a rapporter a la Societe toutes sommes qu:ils pourraient toucher de leurs gouvernements respectifs. Le Tribunal fideral prononce : Les conclusions de la demande sont admises. La defenderesse est deboutee de ses conclusions. IV. PROZESSRECHT PROCEDURE

13. tTrteU aer IL ZlvilabteUung Tom as. Januar 19a4

i. S. Chlodera gegen August Webers Söhne und Lieb. OG Art. 59, 60. Streitwertberechnung bei .. der Be: rufung. Keine Zusammenrechnung der Ans?ruehe bel objektiver Klagenhäufung mit Eventualanträ~en, s~!bst wenn erst vor der letzten kantonalen Instanz die ursprung- liehe Klagenhäufung mit Kumulation der AnsprücHe in eine solche mit Eventualanträgen reduziert wurde. A. - Mit beim Bezirksgericht Zürich anhängig ge- machter Klage verlangten die Kläger als Zessionare der Konkursmasse des Eugen Friedländer Verurteilung des Beklagten zur Bezahlung von 3600 Fr. nebst 5% Zins seit 1. Oktober 1920, sowie des Bankzinses von 10,000 Fr. vom 8. Juli 1918 an bis 1. Juli 1920 (welch~n sie im Laufe des Prozesses auf mindestens 884 Fr. beZif- ferten), abzüglich 300 Fr. Als das Bezirksgericht. die Klage abwies, appellierten die Kläger an das Obergencht mit dem Antrag, die Klage sei in vollem Umfang gu~­ zuheissen. Im Replikvortrag vor Obergericht gaben sie jedoch die Erklärung ab, .« sofern das Geri~ht die Klage auf 3600 Fr. nebst Zins schütze, werde die Forderung

64 Prozessrecht. N0 13. der Bankzinse fallen gelassen, um Beweisverfahren zu vermeiden ». B. - Am 24. April 1923 hat das Obergericht des Kantons Zürich beschlossen, von dem Rückzug der Klage hinsichtlich des Bankzinses von 10,000 Fr. vom

8. Juli 1918 bis 1. Juli 1920, abzüglich 300 Fr., Vor- Iilerk zu nehmen, und den Beklagten zur Bezahlung von 3600 Fr. nebst 5% Zins seit 1. Oktober 1920 verurteilt.

e. - Gegen dieses am 2. Juni 1923 zugestellte Urteil hat der Beklagte am 22. Juni die Berufung erklärt mit dem Antrag auf Abweisung der Klage. D. und E . ....................... . Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. - Die Berufungssumme von wenigstens 4000 Fr. wird nur erreicht, wenn die beiden in der Klage geltend gemachten Ansprüche zusammengerechnet werdenkön- nen. Der Zusammenrechnung stünde es nun jedenfalls entgegen, wenn die Klage hinsichtlich des zweiten An- spruchs zurückgezogen worden wäre, wie die Vorinstanz angenommen hat. Ob dies zutreffend war - oder ob es sich hiebei nicht überhaupt um eine der Überprüfung durch das Bundesgericht entzogene Frage des kan- tonalen . Prozess rechts handelt -, kann indes· da- hingestellt bleiben. Denn die Zusammenrechnung er- weist sich schon deswegen als unzulässig, weil sich die beiden Ansprüche gegenseitig ausschliessen (Art. 60 OG). Zunächst freilich lag eine objektive, Klagenhäu- fung mit Kumulation der Ansprüche vor, indem die Kläger die beiden Ansprüche als selbständig neben- einander bestehende geltend machten. Allein für die Berechnung der Berufungssumme sind nicht die ur- sprünglichen, sondern die vor der letzten kantonalen Instanz noch streitigen Rechtsbegehren massgebend (Art. 59 OG). Und zwar sind entgegen der Ansicht des Berufungsklägers alle bis zur Urteilsfällung nach kan- tonalem Prozessrecht zulässigerweise vorgenommenen Prozessrecht. NG 13. 65 Modifikationen der RechtsbegehreIi zu berüc~sicht~gen AS 45 11 S. 100; 48 11 S. 484). Nun .haben dIe Klager ~ kantonalen Appellationsverfahren die - von der V ~r­ ~mta . ht· etwa als verspätet und daher unbeachtlich ms nz mc d . zurückgewiesene - Erklärung abgegeben, ass SIe . 'ter Linie geltend gemachten Anspruch nur den m zwei d t· ht noch für den Fall aufrechterhalten, dass er ers e. mc I begründet erscheinen sollte, m. a. W. : dass SIe nur ::ch mit dem einen oder mit dem andern Anspruch du~?h:- . . dringen wollen. Nach dieser Ausgestaltung der Ant?ge mindestens im vorliegenden Prozess - mcht warh es -=-glich dass die Kläger mit bei den Ansprüchen me r mo, . h I di hätten durchdringen können, schlossen SIC a ~o e beiden Ansprüche gegenseitig aus. Davon, .dass die .. Zu- h g nur dann nicht stattfmden durfe, sammenrec nun 1 d hten wenn sich die mehreren in einer Klage ge ten g~~ac Ansprüche nach materiellem Recht gegens~ltIg aus- . il dies· Ja voraus- schliessen. kann keine Rede sem, we . setzen würde, dass vorerst in die materi~lle Beurtt:il~ng der Berufung eingetreten werden musste, lediglich um zu entscheiden, ob die Berufungssumm~ gegeben . Übrigens hat das Bundesgericht be~elts festge- :::nt, dass bei objektiver Klagenhäufung. mit Eventual- anträgen für die Streitwertberechnung el~e zusam:e~i rechnung der Ansprüche nicht stattha~t Ist (AS S.597 E. 7). Ein solche Fall liegt aber hIer vor, nachdem .. Art 59 OG nichts mehr darauf ankommen ka.nn, ~:=as~rsp~ngliCh die beiden Ansprüche kumuliert i geltend gemacht worden waren. . . . . . 2 .................. . Demnach erkennt das Bundesgericht : Auf die Berufung wird nicht eingetreten. AS 50 II - 1924. 5