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47_II_106

BGE 47 II 106

Bundesgericht (BGE) · 1920-12-14 · Deutsch CH
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lUG

Prozessrecht. N° 19.

de 9592 fr. 95 c. que la defenderesse aurait du payer

en 1913 et non pas 6000 fr. seulement. Elle est par con~

sequent mal venue de n'offrirque ce dernier montant

aujourd'hui ou, par suite des evenements de la guerre,

le cout de la construction a augment~ dans une teile

proportion qu'on ne saurait raisonnablement exiger

que le demandeur rebätisse son chalet. Le nouvel etat

de chose n'etant pas imputable au preneur, celui-ci a

droit a Ja somme que I'assureur aurait du lui verser a

1'0rigine.

Le Tribunal fMeral prononce:

Le recours est reiete et I'arret cantonal ~st confirme.

VI. PROZESSRECHT

PROCEDURE

19. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung

vom 17. Janua.r 1921 i. S. « Union» .1.-0.. gegen Lawetzky.

Re v i s ion s ver f a h ren. Ein auf Art. 192 Ziff. 1 c BZP

gestütztes Revisionsgesuch kann erst nach Zustellung des

motivierten Urteils gültig erhoben werden.

A. -

Durch Urteil vom 14. Dezember 1920 ist das

Bundesgericht auf die Berufung der Beklagten gegen das

die Klage gutheissende Urteil des Handelsgerichts des

Kantons Beru vom 16. Juni 1920 nicht eingetreten. Die

vollständige Ausfertigung dieses Urteils ist den Parteien

noch nicht zugestellt worden.

B. -

Mit Eingabe vom 7. Januar 1921 hat die Be-

. klagte ein Revisionsgesuch gegen das Urteil vom 14.

Dezember 1920 eingereicht, mit dem Antrag, «das

Prozessrecht. N° 20.

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Gesuch sei gestützt auf Art. 192 Ziff. 1 litt. c BZP als

zulässig zu erklären. l)

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

Ein Gesuch um Revision eines vom Bundesgericht

:ausgefällten Zivilurteils kann nicht erhoben werden,

bevor der Revisi<?nskläger von einem Revisionsgrund

Kenntnis erlangt hat. Das vorliegende Gesuch stützt

sich darauf, dass das Gelicht in den Akten liegende.

erhebliche Tatsachen aus Versehen gar nicht oder auf

irrtümliche Weise gewürdigt habe (Art. 192 Ziff. 1 c

BZP). Dass ein solches Versehen stattgefunden habe,

kann aber nur damit bewiesen werden, dass c:lie Begrün-

dung des Urteils die betreffenden Tatsachen nicht er-

wähnt. Es ist daher unter allen Umständen zunächst

die schriftliche Redaktion des Urteils abzuwarten, und

es kann auf das gegenwärtige Gesuch, als verfrüht, nicht

eingetreten werden.

20. Urteil der 11. Zivilabteilung vom 14. April 1921

i. S. Biirgi gegen Itrommes.

OG Art. 58 : Die Entscheidung über eine prozessuale Vortrage

ist nicht Haupturteil (Erw. 1).

ZGB Art. 308: Begriff der Klageanhebung. Welche vorberei-

tenden Handlungen der Kläger der gerichtlichen Klage

vorgängig vorzunehmen hat, bestimmt ausschliesslich das

kantonale Recht (Erw. 2).

Ä.. -

Durch « Urteil » vom 31. Januar hat das Ober-

gericht des Kantons Appenzell A.-Rh. in dem von den

Klägerinnen. gegen den Beklagten angehobenen Vater-

schaftsprozess ({ beschlossen »: « Die Vorfrage der Be-

klagtschaft, sie habe sich mangels rechtsgültiger Prozess-

einleitung auf den Prozess nicht einzulassen, ist ge-

schützt », mit der Begründung, die Klage sei im Wider-