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Entscheidungen der Schuldbeuelbungs-
tonale de surveillance du 2 jmn 1915 annulee; en conse-
quence la recourante est admise a faire opposition . au
commandement de payer.
43. Entscheid vom 16. Juni 1916 i. S. Zollinger.
Die Abtretung bezw. Verpfändung der Rechte aus einem ein-
getragenen Eigentumsvorbehalte ist nicht im Eigentums-
vorbehaltsregister vorzumerken.
A. -
Die Firma J. Lüde's Witwe in Zürich hat in den
Jahren 1912-1914 beim Betreibungsamt Zürich 2 eine
Anzahl von Eigentumsvorbehalten zu ihren Gunsten
eintragen lassen. In der Folge trat sie ihre sämtlichen
Rechte aus einem Teil der bezüglichen Verträge an den
heutigen Rekurrenten Zollinger ab. Gestützt hierauf
stellte dieser an das Betreibungsamt Zürich 2 das Be-
gehren, die erfolgte Abtretung im Register über die
Eigentumsvorbehalte einzutragen, bezw. ihn unter der
Rubrik « V eräusserer)) bei den betreffenden Einträgen als
Rechtsnachfolger der Firma Lüde's Witwe vorzumerken.
Das Amt lehnte jedoch die verlangte Vormerkung als
überflüssig und unzulässig ab: Die von Zollinger hier-
über erhobene Beschwerde wurde von bei den kantonalen
Instanzen abgewiesen, von der oberen Aufsichtsbehörde
mit der Begründung: Der Rekurrent wolle nach seiner
Erklärung verhüten, dass in einem späteren Streite der
Richter zu seinen Ungunsten davon ausgehe, die Vor-
merkung im Register sei ein konstitutives Erfordernis
der Abtretung und mangels ihrer Vornahme die letztere
ungiltig. Al'ein nicht darauf komme es an, ob die Ein-
tragung von diesem Gesichtspunkt aus (! nützlich », son-
dern ob sie notwendig oder doch sonst vorgesehen sei.
Dies sei mit der ersten Instanz zu· verneinen. Die Ein-
tragung des Eigentumsvorbehalts sei allerdings not-
wendig, damit er wirksam werde und das Eigentum. das
. 'und Konk1l1'lkammer. N° 43.
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nur bedingt übertragen werden wolle, nicht sofort mit
der Übertragung des Besitzes übergehe. Dagegen habe
sie nicht die Bedeutung, dass derjenige, zu dessen Gunsten
der Vorbehalt laute. der Eigentümer sei und nur er. Sie
sei daher auch in keiner Weise entscheidend für die Be-
antwortung der Frage, ob das vorgemerkte Eigentum
sich noch beim Vorgemerkten oder bei einem Rechts-
nachfolger desselben befinde. Massgebend hiefür erscheine
einzig, ob das Eigentumsrecht in einer Weise übertragen
. worden sei, wie Eigentum an Sachen, die sich im Besitze
Dritter befinden, übertragen werden könne (Art. 714 und
924 ZGB). Die Weigerung des Amtes, die verlangte Vor-
merkung vorzunehmen, sei demnach begründet.
B. -
Gegen diesen Entscheid rekurriert Zollinger an
das Bundesgericht, indem er sein Beschwerdebegehren
erneuert.
Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht
in Erwägung:
Die Frage, ob die Abtretung bezw. Verpfändung der
Rechte aus einem Eigentumsvorbehalte im Eigentums-
vorbehaltsregister vorzumerken sei, ist vom Bundes-
gericht bereits vor einiger Zeit im Anschluss an eine
Anregung der baselstädtischen Aufsichtsbehörde auf
entsprechende Ergänzung der bestehenden Verordnung
vom 19. Dezember 1910 behandelt worden. Die Schuld-
betreibungs- und Konkurskammer hat sie damals in
ablehnendem Sinne beantwortet, indem sie in ihre~
Bescheide vom 20. Mai 1915 an die genannte Aufsichts-
behörde ausführte: die Zulassung solcher Vormerkungen
würde einE:'n präjudiziellen Entscheid darüber voraus-
setzen, ob und inwiefern überhaupt die Rechte aus dem
Eigentumsvorbehalt abgetreten bezw. verpfändet werden
könnten, da ie nach den Voraussetzungen, die für die
Giltigkeit einer solchen Abtretung bezw. Verpfändung
verlangt werden, sich natürlich auch die Formalien,
welche für die Bewilligung ihrer Vormerkung im Register
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Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
ZU erfüllen wären, verschieden gestalten müssten. Nun
sei aber jene Vorfrage keineswegs ohne weiteres liquid
und könne, weil nicht dem Verfahrens- sondern dem
materiellen Recht angehörend, nicht vOn den Aufsichts-
behörden, sondern nur von den ordentlichen Gerichten
gelöst werden. Es erscheine daher geboten, mit der Er-
gänzung der Verordnung nach der angedeuteten Rich-
tung zuzuwarten, bis durch die Gerichtspraxis hierüber
Klarheit geschaffen sei. Wesentliche Nachteile dürften
sich daraus kaum ergeben. Denn wenn die Rechte aus
dem Eigentumsvorbehalt überhaupt abgetreten bezw.
verpfändet werden könnten, so sei die Abtretung bezw.
Verpfändung bei Erfüllung der übrigen materiellen Vor-
aussetzungen offenbar auch ohne Vormerkung im Register
giltig, da der Eintrag im letzteren lediglich Täuschungen
über die Kreditwürdigkeit des Käufers verhindern, d. h.
publik machen sone, dass die gekauften Sachen nicht
sein Eigentum seien. Die Verweigerung Mr Vormerkung
könnte daher höchstens die nachteilige Folge haben,
dass der ursprünglich Eingetragene den Eintrag unbe-
rechtigter Weise gegen den Willen seines Zessionars
löschen lassen könnte. Derartige Unredlichkeiten dürften
aber immerhin selten vorkommen und sie zu verhindern,
könne nicht der Zweck des Registers sein.
An dieser Auffassung istfestzuhalten. Insbesondere
<\arf die Befürchtung nach wie vor als grullClloa ange-
sehen werden, dass die Abtretung mangels Vormerkung
im Eigentumsvorbehaltsregister als ungültig erklärt
werden könnte. Die Entstehungsgeschichte de& Art. 715
ZGB lässt keinen Zweifel darüber, dass die Eintragungs-
pflicht nur im Interesse der Publizität des Eigentums-
vorbehalts vorgesehen worden ist, um ihn für Dritte, die
mit dem Käufer in Verkehr treten wollen, erkennbar zu
machen und sie vor Irrtümern über die wirkliche Ver-
mögenslage des letztern zu bewahren. Die Eintragung
bezweckt demnach lediglich festzustellen, dass die Sachen,
auf die sie sich bezieht, nicht im Eigentum des Käufers
und Konkurskammer. N° 4.4.
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stehen. Eine weitere Bedeutu'ng hat sie nicht. Insbesondere
begründet sie keine Vermutung dafür, dass die als Ver-
äussel'cr bezw. Be~eraus dem Vorbehalt einge-
tragene Persorl., wirklich Eigentümer sei. Von diesem
Gesichtspunkt aus genügt es aber vollständig, wenn die
, Beg r ü n dun g des Eigentumsvorbehalts im Register
eingetragen wird, während für die Vormerkung der Ab-
tretung der Rechte aus demselben kein Bedürfnis besteht.
Nachdem andererseits auch der Text des Art. 715 keine
Anhaltspunkte dafür bietet, dass man die Eintragungg;..
pflicht auch hierauf habe erstrecken wollen, darf es da-
her füglich als ausgeschlossen gelten, dass die Gerichte
die Giltigkeit einer solchen Abtretung von der Vormer-
kung im Register abhängig machen könnten, so dass kein
Anlass besteht, die letztere trotz der ihr im übrigen
entgegenstehenden Bedenken im Sinne der Ausführungen
des Rekurrenten aus diesem Grunde -
zur Vermeidung
eines dem Zessionar andernfalls drohenden Rechtsver-
lustes -
zuzulassen.
Demnach hat die Schuldbetreibungs- u. Konkurskammer
erkannt:
Der Rekurs wird abgewiesen.
44. Entscheid vom as. Juni 1916 1. S. Chriat-Bisenring.
Art. 66 SchKG. Zulässigkeit der Zustellung von Betreibungs-
urkunden in Frankreich durch die Post.
A. -
In einer Arrestbetreibung gegen die Rekurrentin
Witwe Marie Christ-Eisen ring in Gagny bei Paris stellte
dieser das Betreibungsamt Basel-Stadt durch die Post
am 28. April 1915 die Mitteilung des Verwertungs-
bege1lfens zu.
B. - Hiegegen erhob die Rekurrentin Beschwerde mit
A8 '1 111 -
1915
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