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UV.2025.00116

Schulter-, Hüft- und Fussbeschwerden eines 69 jährigen im AHV-Alter noch erwerbstätigen Versicherten sind nicht auf den Unfall zurückzuführen. Kausalität nicht gegeben. Lediglich vorübergehende Verschlimmerung eines Vorzustandes.

Zürich SozVersG · 2026-02-06 · Deutsch ZH
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Sachverhalt

1.

Der 1954 geborene X.___ war seit

1. Oktober 202 1 als persönlicher Assisten t bei einer Privatperson angestellt u nd dadurch bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Unfallmeldung vom

19. Dezember 2022

wurde der Allianz ein Unfallereignis vom

13. Dezember 2022

angezeigt, bei welchem der Versicherte auf der eisigen Strasse ausgerutscht sei (Urk. 1 2 /1). Im Frageblatt zur Verletzung gab der Versicherte am 21. April 2023 an, dass er auf Glatteis gestürzt und auf die Schulter und Hüfte gefallen sei (Urk. 12/30). Im B ericht der Universitätsklinik Y.___ vom 27. Februar 2023 wurde n eine irre parable Rotatorenmanschettenruptur mit Pseudoparalyse rechts (adominant) bei Status nach Sturz auf Glatteis am 13.

Dezember 2022, ein Status nach Rotatoren manschettenrekonstruktion links im Jahr 1984 sowie weitere somatische Diag nosen festgestellt (Urk. 12/18). Die Allianz erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlungen und Taggeldleistungen (Urk. 12/3), stell t e diese per 31. Januar 2023 zufolge Erreichens des Status quo sine jedoch wieder ein (Schreiben vom 19. Juli 2023 [ Urk. 12/43 ], 12/46) .

Am

23. Januar 2023 teilte der Versicherte der Allianz mit, dass er am 21. Januar 2023 ein en weitere n Unfall erlitten habe (Unfallmeldung [ Urk. 12/ 81 ]). Im Frage blatt zum Unfallhergang gab er an, er sei die Treppe hinunter gelaufen und habe sich dabei vertreten und eine Sehne eingeklemmt . Der Fuss sei angeschwollen, und er habe zwei Wochen nicht laufen können (Urk. 12/86) . Die Ärzte der Universitätsklinik Y.___ diagnostizierten mit Bericht vom 20. April 2023 eine Distorsion des oberen Sprunggelenkes (OSG) des rechten Fuss es mit/bei Zerrung der vorderen Syndesmose, Ruptur des lateralen Bandapparates sowie Tendino pathie

Tibialis

posterior und Peronealsehnen bei Peronealsehnensplit (Urk. 12/95). Mit Schreiben vom 10. August 2023 teilte die Allianz dem Versicherten mit, dass weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädi gung vorliege, weshalb keine Leistungspflicht bestehe (Urk. 12/106).

Mit Verfügung vom 18.

Juni 2024 stellte die Allianz die Leistungen für

das Ereignis vom 13. Dezember 2022 infolge Eintritts des Status quo ante per 31.

Januar 2023 ein (Urk. 12/48) . Gleichentags verneinte sie eine Leistungspflicht für das Ereignis vom 21. Januar 2023 mit der Begründung, da ss zwar eine Listenverletzung im Sinne einer u nfallähnlichen Körperschädigung vorliege, die Körperschädigung aber vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurück zuführen sei (Urk. 12/114). Die dagegen erhobene Einsprache (Urk. 12/52, 12/119) hiess die Allianz mit Einspracheentscheid vom 23. April 2025 insofern gut, als sie für die Fussbeschwerden infolge des Unfallereignisses vom 21. Januar 2023

– bezüglich welchem der Unfallbegriff nunmehr als erfüllt betrachtet wurde – bis zum 3 . März 2023 Versicherungsleistungen erbrachte. Darüber hinaus wies sie

die Einsprache ab (Urk. 2 = Urk. 12/76, 12/148) . 2.

Dagegen erhob X.___ am 26. Mai 2025 Beschwerde mit den Anträgen, es sei der Einspracheentscheid vom 23. April 2025 aufzu h eben und die Beschwerde gegnerin anzuweisen, ihm die gesetzlichen Leistungen nach UVG auszurichten. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den entscheidrelevanten Sachverhalt rechtsgenüglich abzuklären. Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die Kosten für den medizinischen Bericht der Universitätsklinik Y.___ vom 16. Mai 2025 zurückzuerstatten (Urk. 1 S. 2). Am 16. Juni 2025 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ein (Urk. 7, 8/1-2). Mit Eingabe vom 3. Juli 2025 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11), wovon der Beschwerdeführer mit Verfügung vom

4. Juli 2025 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 1 3). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1.1

Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes üb er die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3). 1.2

Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 E. 3.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118

V

286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3

Praxisgemäss entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krank haften Vorzustand erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und aus schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schick salsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfall versicherer (BGE 150 V 188 E. 4.2, 146 V 51 E. 5.1, je mit Hinweisen). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundes gerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinweisen).

Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen). 1. 4

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_16/2025 vom 24. April 2025 E. 4.3.1).

Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee; Urteil des Bundesgerichts 8C_381/2024 vom 14. Februar 2025 E. 2.3). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2.

2.1

Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid (Urk. 2) gestützt auf die versicherungsmedizinischen Aktenbeurteilungen im We sent lichen damit, dass es durch die beiden Ereignisse, welche den Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) erfüllen würden, zu einer vorübergehenden Verschlimmerung von unfall fremden, degenerativ bedingten Vorzust ä nde n gekommen sei . D er Status quo sine vel ante sei beim

Unfalle reignis vom 13. Dezember 2022 (Schulter- und Hüft beschwerden) spätestens am

31. Januar 2023 und beim Ereignis vom 2 1 . Ja nuar 2023 (Fussbeschwerden) am

4. März 2023 eingetreten . Daran würden die Berichte der behandelnden Ärzte sowie die Ausführungen de s Beschwerdeführer s keine Zweifel erwecken. 2.2

Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) zusammen gefasst

geltend, die Berichte der Universitätsklinik Y.___

begründeten nach vollziehbar, weshalb sowohl die Schulter

- und Hüftbeschwerden als auch die Fussbeschwerden auf die genannten Unfallereignisse zurückzuführen seien. Die vertrauensärztliche n Stellungnahme n

würden sich demgegenüber nicht als bewei s tauglich erweisen und sei en grundlegend in Zweifel zu ziehen . 3.

Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Einspracheentscheid vom 23. April 2025 vorwiegend auf die nachfolgenden Stellungnahmen ihrer Vertrauensärzte: 3.1

Dr.

med. Z.___, Fachärztin FMH für Prävention und Public Health, stellte in ihrer Einschätzung vom 12. Juli 2023 (Urk. 12/41) fest, beim Unfallereignis vom 13. Dezember 2022 sei es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung bei Vorzust ä nd en an der linken Hüfte (Degeneration Labrum anterior links, geringe Insertionstendinopathie

Hamstring am Tuber ischiadicum links, geringe Coxar thr o se) und der rechten Schulter (AC-Gelenkarthrose sowie fettige Degeneration und Ruptur Rotatorenmanschette Schulter rechts) gekommen. Der Status quo sine vel

ante sei nach etwa drei bis fünf Wochen erreicht gewesen. Die Implantation einer inversen Schulterprothese sei überwiegend wahrscheinlich nicht ereignis kausal. 3.2

Dr.

med. A.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappar at es, führte in seiner Beurteilung vom 10. Dezember 2024 (Urk. 12/75) aus, keine der radiologisch und tomographisch genannten strukturellen Läsionen sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Es würden ausschliesslich unfallfremde Faktoren vorliegen, die überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich degenerativ bedingt seien. So seien d ie AC-Arthrose und die beginnende Coxarthrose auf einen chronischen degenerativ bedingten Prozess zurückzuführen. Gleiches gelte für die irreparable, weil ver fettete, Rotatorenmanschettenläsion . Die Verfettung der Muskulatur und die Retraktion der Sehne des Supraspinatus würden zweifelsfrei darauf hinweisen, dass diese Läsionen auf einen seit Jahren bestehenden Prozess zurückzuführen seien und sich unmöglich im Zeitraum zwischen gemeldetem Ereignis und MR-Nachweis entwickelt haben könnten. Zudem sei der

gemeldete Mechanismus, der einer Kontusion der Schulter respektive der Hüfte entspr o chen habe, ganz sicher nicht geeignet, die radiologisch/tomographisch objektivierten Läsionen bewirk t zu haben . Das Unfallereignis habe zu einer vorübergehenden Aktivierung eines degenerativ bedingten Vorzustandes ohne richtungsweisende Verschlimmerung geführt . Im Bereich der rechten Schulter sei der Status quo sine mit dem MRT vom 27.

Dezember 2022 und im Bereich der rechten Hüfte mit dem MRT vom 12. Januar 2023 erreicht gewesen, in welchen Zeitpunkten sich keine frischen traumatischen, sondern ausschliesslich unfallfremde Läsionen gezeigt hätten. 3.3

Dr.

med. B.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau matologie des Bewegungsapparates, hielt am 15.

April 2025 fest (Urk. 12/147), das Ereignis vom

21. Januar 2023 habe

leichte degenerative Veränderungen im OSG vorübergehend verschlimmert. Durch das Ereignis seien auch g emäss MRI vom 8. März 2023 keine klar als unfallkausal festzulegenden strukturellen Läsionen gesetzt worden. Alle bildgebenden Befunde im Bereich OSG/ Rückfuss rechts, welche als pathologisch bezeichnet worden seien, seien allesamt als degenerativ vorbestehend einzuordnen . Der Status quo ante sei spätestens sechs Wochen nach dem Ereignis eingetreten. Die behauptete OSG - Instabilität sei weder bildgebend (keine ligamentären Schäden feststellbar) noch klinisch (seitengleiche Befundung ohne seitendifferente Aufklappbarkeiten oder seitendifferente Schubladen-Testungen) nachgewiesen. Die Diagnose «Ruptur des lateralen Band apparates» sei zudem falsch. Die Ha u ptdiagnose sei schliesslich ein « ventrales OSG - Impingement » (2.

Juni 2023), wobei die Frage erlaubt sein müsse, wie ein solches ohne pathologische intraartikuläre Befunde überhaupt zustande kommen könne . Im Bericht vom 12.

Dezember 2023 sei dieses als « unspezifisches Beschwerdemuster » bezeichnet worden, was nichts anderes bedeute, als dass die Unfallkausalität entfalle. 4. 4.1

Die Stellungnahmen der Dres . Z.___, A.___ und B.___ (E. 3.1 bis 3.3) vermögen die an eine beweis kräftige ärzt liche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E. 1. 4). D ie se Fachärzte erstellten zwar nur Akten beurteilungen, untersuchten den Versicherten also nicht, jedoch berück sichtigten sie dabei die Mechanismen der ursprünglichen Ereignisse, die vorgebrachten Beschwerden, die beschriebenen und bildgebend belegten Befunde und begrün deten ihre Einschätzungen in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinander setzung mit den Vorakten . Sie legten namentlich unter Berücksichtigung der in den Arztberichten der Universitätsklinik Y.___ sowie den MRI-Untersuchungen genannten Befunde und Diag nosen schlüssig dar, dass

die beim Beschwerdeführer bestehenden

Schulter -, Hüft

- und Fuss beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die Unfallereignisse vom 13. Dezember 2022 und 21. Ja nuar 2023 zurückgeführt werden können, zumal sich bildgebend keinerlei Hinweise auf frische strukturelle Schäden ergaben, welche als unfallkausal

einzuordnen

wären . Vielmehr führten die genannten Ereignisse lediglich zu einer vorübergehenden Aktivierung von degenerativ bedingten Vorzust änden an rechter Schulter, linker Hüfte und rechtem Fuss ohne richtung s gebende Verschlimmerung, wobei der Status quo sine vel

ante nach wenigen Wochen erreicht war. 4.2

Bei den Beurteilungen der Dres . Z.___, A.___ und B.___ schadet nicht, dass diese den Beschwerdeführer nicht selbst unter sucht haben, da auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukommt, sofern – wie im konkreten Fall – ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die Beur teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Bundes gerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Mit den durchge führten Bildgebungen sowie den Befunder hebungen und der Diagnose stellung durch die Fachärzte der Universitätsklinik Y.___

wurde der medizi nische Sachverhalt eingehend abgeklärt. Ausgehend von dieser Grundlage haben die Versicherungs mediziner lediglich die Ursache der Beschwerden im Vergleich zu den behandeln den Ärzten unterschiedlich beurteilt, ohne sich dabei über die erhobenen Befunde oder die Diagnosestellung hinwegzusetzen. 4.3

D er Beschwerdeführer stützte sich zur Begründung seines Standpunktes nament lich auf die aktuellsten

Berichte der Universitätsklinik Y.___ vom 16.

u nd 30. Mai 2025

(Urk. 3, 8/2). Von der Erfahrungstatsache abgesehen, dass behan delnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens stellung in Zweifels fällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), vermögen diese Einschät zungen auch aus ande ren Gründen die medizinischen Beurteilungen der Dres . Z.___, A.___ und B.___

nicht in Frage zu stellen: 4.3.1

M ed. pract . C.___, Assistenzär z tin Orthopädie,

notierte in ihrem

B ericht vom

16. Mai 2025 (Urk. 3), dass die bildgebenden Untersuchungen eine posttraumatische Destruktion des Glenohumeralgelenks mit fortgeschrittener Omarthrose sowie Zeichen einer irreparablen Rotatorenman schettenruptur zeigen würden und solche Befunde typisch für ein sogenanntes « cuff

tear

arthropathy »-Bild seien, wie es nach einem Trauma mit Ruptur der Rotatorenmanschette entstehen könne. Diesbezüglich legte Dr. A.___

in seiner Stellungnahme vom 24. Juni 2025 (Urk. 12/80) nachvollziehbar dar, dass es zwar zutrifft, dass eine traumatisch bedingte Ruptur der Rotatorenmanschette zu einer Cuffarthropathy führen kann . Aber erstens kann auch eine degenerativ bedingte Zerstörung der Rotatorenmanschette zu einer Cuffarthropathy führen, wie dies hier der Fall ist . Und zweitens lieg en

zwischen dem Zeitpunkt einer unfallbe dingten Zerstörung der Rotatorenmanschette und der folgenden Entwicklung einer Cuff a rthropathy

mehrer e

Jahre und nicht 14

Tage.

Die Entwicklung einer Arthrose (Zerstörung des Knorpels eines Gelenkes)

nimmt mehrere Jahre in Anspruch, und eine Verfettung der Muskulatur nimmt mindestens viele Monate, wenn nicht gar Jahre in Anspruch, insbesondere wenn alle vier Muskel der Rotatorenmanschette von dieser Verfettung und in dem nachgewiesenen Ausmass betroffen sind . Ebenso nimmt e ine Sehnenretraktion (Supraspinatus) viele Monate wenn nicht gar Jahre in Anspruch (vgl. Urk. 12/80 S. 3) .

Zu den Ausführungen von med.

pract . C.___, wonach

in Zusammenschau der unauffälligen prämorbiden Anamnese, des dokumentierten Unfallmechanismus und der objektiv i erbaren strukturellen Gelenkschäden aus medizinischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer (Teil-)

Kausalität zwischen dem Unfallereignis und den nun bestehenden Beschwerden sowie der Indikation zur endoprothetischen Versorgung der Schulter auszugehen sei (Urk. 3), legte Dr.

A.___ einerseits zutreffend dar, dass sich die Begründung der Kausalität nicht auf subjektive Angaben stützen kann. Namentlich kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass er vor dem Unfall offenbar unter keinen Beschwerden a n der Schulter

beziehungsweise Hüfte gelitten hat, nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. hierzu E. 4. 4) . Andererseits führte Dr.

A.___

schlüssig aus, dass der

geschilderte Unfallmechanismus einer Prellung/ Kontusion der Schulter entsprochen hat, welcher

traum a biologische Mechanismus nicht geeignet ist, eine Verletzung der Rotatorenmanschette zu verursachen. In diesem Zusammenhang legte Dr. A.___ überzeugend dar, dass es nicht plausibel ist, dass ein Ereignis, welches gemäss dem Bericht von Dr. D.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 6. März 2023 (Urk. 12/17) keine äusseren Verletzungsmerkmale und gemäss dem MRT vom 27. Dezember 2022 (Urk. 12/16) nicht die geringsten Verletzungszeichen des Weichteilmantels der Schulter bewirkt hat, geeignet gewesen sein soll, die ausgedehnten Läsionen der viel tiefer gelegenen und durch den Weichteilmantel und die umgebenden Knochen gut geschützten intraartikulären Strukturen zu verletzen. Die strukturell objektivierten Gelenkschäden sind gemäss Dr . A.___

alle chronischer Natur und bestehen seit Jahren, was auch med. pract . C.___ insofern selbst einzuräumen scheint, als sie auf einen degenerativ bedingte n Vorzustand hinweist (vgl. Urk. 3) . Zudem hätte man bei einer frischen traumatisch bedingten Rotatorenmanschettenläsion zwingend eine Naht und damit eine Rekonstruktion der Manschette angestrebt und nicht die Implantation einer Prothese im Sinne einer Endlösung, was nach der Beurteilung von Dr . A.___ ein weiterer klarer Beleg dafür ist, dass es sich bei den nach gewiesenen Läsionen um chronische, seit Jahren bestehende Läsionen gehandelt hat

(Urk. 12/80 S. 3

f f.). 4.3.2

Soweit der behandelnde Arzt Dr.

med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in seinem Bericht vom 30. Mai 2025 (Urk. 8/2) konstatierte, dass die Fussbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis der Distorsion vom 21. Ja nuar 2023 zurückzuführen sei en, da der Beschwerdeführer zuvor keine Beschwer den am Fuss gehabt

habe und

zudem subjektive als auch objektivierbare Anhaltspunkte für eine persistierende Instabilität mit assoziierten Verletzungen und Entzündungen vorliegen würden, vermag er ebenfalls nicht zu überzeugen . Dr.

B.___ legt e in seiner Stellungnahme vom 29. Juni 2025 (Urk. 12/153) diesbezüglich schlüssig dar, dass sich im MRI vom 8. März 2023 (Urk. 12/90) keine strukturellen, als unfallkausal einzuordnenden Schäden gezeigt haben und

sich auch klinisch kein Nachweis einer Instabilität ergeben hat . Im Gegenteil haben sich in wiederholten klinischen Untersuchungen seitengleiche Stabilitäts-Testungen präsentiert . Es liegen folglich k eine Verletzungen vor, welche auf den Treppensturz zurückzuführen sind, sondern vielmehr eine Vielzahl von als degenerativ zu beurteilende n Befunde n, welche durch das genannte Ereignis vorübergehend aktiviert/traumatisiert wurden, mit einem Status quo sine vel

ante sechs Wochen später. Weiter zeigte Dr. B.___ auf, dass d ie Behandlungen im Übrigen gar nicht auf die behauptete n Unfallfolgen

der Bänderproblematik abzielen, sondern auf die Fuss-Statik (Einlagenversorgung, Stabilschuhe) und auf den angeblichen Schwellungszustand des OSG (vgl. Urk. 12/153) . Und schliesslich kann aus einer allfälligen Trauma-Assoziation bezüglich der Abflachungen der Peronealsehnen (vgl. Urk. 8/2) nicht auf eine effektive Unfallkausalität im vorliegenden Fall geschlossen werden. 4.4

Der Vollständigkeit halber ist zu ergänzen, dass auch aus dem Umstand, dass d er Beschwer deführer vor dem Unfall offenbar unter keinen Beschwerden a n

der rechten Schulter, der linken Hüfte und dem

rechten Fuss gelitten hat, nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden kann. Denn die Argumen ta tion nach der Formel « post hoc ergo propter hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natür licher Kausalzusam menhänge nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/ bb, Urteil des Bundesgerichts 8C_86/2023 vom 30. Juni 2023 E. 5.3). 4.5

Gemäss den vorstehenden Erwägungen vermögen die Berichte der behandelnden Ärzte der Universitätsklinik Y.___

keine Zweifel an den Einschätzungen von Dr. Z.___, Dr. A.___ und Dr. B.___

zu begründen. Vielmehr steht aufgrund der überzeugenden Beurteilungen der Vertrauensärzte fest, dass nach den Ereig nissen vom

13. Dezember 2022 und

21. Januar 2023 keine Zeichen für eine unfallbedingte Verursachung der Verletzungen an Schulter, Hüfte und Knie nachweisbar waren. Mit de n MRT-Untersuchung en vom 27. Dezember 2022 (Schulter rechts [12/16]) und vom

12. Januar 2023 (Hüfte

links [Urk. 12/22]), aus welche n ausschliesslich unfallfremde Pathologien hervorgingen, ist damit der Status quo sine vel ante

in B ezug auf den Unfall vom 13. Dezember 2022 belegt und die Einstellung der Leistungen per 3 1 . Januar 2023 folglich nicht zu bean standen. Hinsichtlich der Fussbeschwerden ist der Status quo sine vel ante sechs Wochen nach dem Ereignis vom 21. Januar 2023 ebenfalls erstellt . 4. 6

Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus seinem Einwand, wonach die versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr . med . F.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 21. Juli 2023 (Urk. 12/101) nicht beweistauglich sei und der Versicherungsmediziner

befangen erscheine (Urk. 1 S. 8 f.), nichts zu seinen Gunsten ableiten. Insbesondere scheint er dabei zu verkennen, dass die Beschwerdegegnerin ihren Einspracheentscheid

gar nicht auf die Einschätzung

von Dr. F.___

stützte. Vielmehr holte sie im Nachgang der Einsprache eine Beurteilung bei Dr. B.___

ein (Stellungnahme vom

15. April 2025 [ Urk. 12/147 ]), mit welcher sie ihren Entscheid nachvollziehbar begründete.

5.

5.1

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Status quo sine vel ante

bezüglich der Schulter- und Hüftbeschwerden aus dem Unfallereignis vom 13. Dezember 2022 auf den 31. Januar 2023 und

bezüglich der Fussbeschwerden aus dem Ereignis vom 21. Januar 2023 zu Recht auf den 4. März 2023 festge legt und die jeweiligen Leistungen auf diese Zeitpunkte hin eingestellt. 5.2

Nachdem die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines Unfalls im Sinne von Art. 4 ATSG in Bezug auf die Ereignis se vom 13. Dezember 2022 und

21. Januar 2023 – zu Recht – anerkannt hat, erübrigt sich die Prüfung einer Leistungspflicht des Unfallversicherers unter dem Titel einer Listenverletzung nach Art.

6 Abs.

2 UVG (vgl. E. 1.1), zumal die

– weitere – Leistungspflicht mangels eines Kausalzu sammenhangs zu einem anerkannten Unfall nicht gegeben ist und kein anderes initiales Ereignis als Verletzungsursache zur Diskussion steht (BGE 146 V 51 E.

9.2). 5.3

Auch für weitere medi zini sche Ab klä rungen besteht kein Anlass, zumal davon keine anderen entscheid re le van ten Erkennt nisse zu erwar ten sind (antizipierte Beweis würdi gung; BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 6.

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind die Kosten eines von einer ver sicherten Person veranlassten Gutachtens vom Versicherungsträger dann zu übernehmen, wenn sich der medizinische Sachverhalt erst aufgrund des neu bei gebrachten Untersuchungsergebnisses schlüssig feststellen lässt und dem Unfall versicherer insoweit eine Verletzung der ihm im Rahmen des Untersuchungs grundsatzes obliegenden Pflicht zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung vorzuwerfen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_62/2016 vom 7. Juli 2016 E. 6.1 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall, da bereits die vor dem Einspracheentscheid

verfassten Stellungnahmen der Versicherungsmediziner (Urk. 12/41, 12/75, 12/ 147) eine abschliessende Beur teilung des vorliegenden Sachverhaltes zulassen und de n Einschätzung en de r Universitätsklinik Y.___ in ihren Berichten vom 16. und 30. Mai 2025

nicht gefolgt werden kann (E. 4). Eine Auferlegung der Berichtsk osten an die Beschwer degegnerin (Urk. 1 S. 10) fällt daher ausser Betracht. Das Gericht erkennt: 1.

Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.

Das Verfahren ist kostenlos. 3.

Dem Beschwerdeführer

wird keine Entschädigung für die Kosten de r Bericht e der Universitätsklinik Y.___ vom 16. und 30. Mai 2025 zugesprochen. 4 .

Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Aurelia Jenny - Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit 5 .

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art.

46

BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung

zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin PhilippSchilling

Erwägungen (15 Absätze)

E. 1 als persönlicher Assisten t bei einer Privatperson angestellt u nd dadurch bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Unfallmeldung vom

19. Dezember 2022

wurde der Allianz ein Unfallereignis vom

13. Dezember 2022

angezeigt, bei welchem der Versicherte auf der eisigen Strasse ausgerutscht sei (Urk.

E. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes üb er die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).

E. 1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 E. 3.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118

V

286 E. 1b, je mit Hinweisen).

E. 1.3 Praxisgemäss entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krank haften Vorzustand erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und aus schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schick salsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfall versicherer (BGE 150 V 188 E. 4.2, 146 V 51 E. 5.1, je mit Hinweisen). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundes gerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinweisen).

Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen). 1. 4

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_16/2025 vom 24. April 2025 E. 4.3.1).

Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee; Urteil des Bundesgerichts 8C_381/2024 vom 14. Februar 2025 E. 2.3). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2.

E. 2 /1). Im Frageblatt zur Verletzung gab der Versicherte am 21. April 2023 an, dass er auf Glatteis gestürzt und auf die Schulter und Hüfte gefallen sei (Urk. 12/30). Im B ericht der Universitätsklinik Y.___ vom 27. Februar 2023 wurde n eine irre parable Rotatorenmanschettenruptur mit Pseudoparalyse rechts (adominant) bei Status nach Sturz auf Glatteis am 13.

Dezember 2022, ein Status nach Rotatoren manschettenrekonstruktion links im Jahr 1984 sowie weitere somatische Diag nosen festgestellt (Urk. 12/18). Die Allianz erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlungen und Taggeldleistungen (Urk. 12/3), stell t e diese per 31. Januar 2023 zufolge Erreichens des Status quo sine jedoch wieder ein (Schreiben vom 19. Juli 2023 [ Urk. 12/43 ], 12/46) .

Am

23. Januar 2023 teilte der Versicherte der Allianz mit, dass er am 21. Januar 2023 ein en weitere n Unfall erlitten habe (Unfallmeldung [ Urk. 12/ 81 ]). Im Frage blatt zum Unfallhergang gab er an, er sei die Treppe hinunter gelaufen und habe sich dabei vertreten und eine Sehne eingeklemmt . Der Fuss sei angeschwollen, und er habe zwei Wochen nicht laufen können (Urk. 12/86) . Die Ärzte der Universitätsklinik Y.___ diagnostizierten mit Bericht vom 20. April 2023 eine Distorsion des oberen Sprunggelenkes (OSG) des rechten Fuss es mit/bei Zerrung der vorderen Syndesmose, Ruptur des lateralen Bandapparates sowie Tendino pathie

Tibialis

posterior und Peronealsehnen bei Peronealsehnensplit (Urk. 12/95). Mit Schreiben vom 10. August 2023 teilte die Allianz dem Versicherten mit, dass weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädi gung vorliege, weshalb keine Leistungspflicht bestehe (Urk. 12/106).

Mit Verfügung vom 18.

Juni 2024 stellte die Allianz die Leistungen für

das Ereignis vom 13. Dezember 2022 infolge Eintritts des Status quo ante per 31.

Januar 2023 ein (Urk. 12/48) . Gleichentags verneinte sie eine Leistungspflicht für das Ereignis vom 21. Januar 2023 mit der Begründung, da ss zwar eine Listenverletzung im Sinne einer u nfallähnlichen Körperschädigung vorliege, die Körperschädigung aber vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurück zuführen sei (Urk. 12/114). Die dagegen erhobene Einsprache (Urk. 12/52, 12/119) hiess die Allianz mit Einspracheentscheid vom 23. April 2025 insofern gut, als sie für die Fussbeschwerden infolge des Unfallereignisses vom 21. Januar 2023

– bezüglich welchem der Unfallbegriff nunmehr als erfüllt betrachtet wurde – bis zum

E. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid (Urk. 2) gestützt auf die versicherungsmedizinischen Aktenbeurteilungen im We sent lichen damit, dass es durch die beiden Ereignisse, welche den Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) erfüllen würden, zu einer vorübergehenden Verschlimmerung von unfall fremden, degenerativ bedingten Vorzust ä nde n gekommen sei . D er Status quo sine vel ante sei beim

Unfalle reignis vom 13. Dezember 2022 (Schulter- und Hüft beschwerden) spätestens am

31. Januar 2023 und beim Ereignis vom 2 1 . Ja nuar 2023 (Fussbeschwerden) am

4. März 2023 eingetreten . Daran würden die Berichte der behandelnden Ärzte sowie die Ausführungen de s Beschwerdeführer s keine Zweifel erwecken.

E. 2.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) zusammen gefasst

geltend, die Berichte der Universitätsklinik Y.___

begründeten nach vollziehbar, weshalb sowohl die Schulter

- und Hüftbeschwerden als auch die Fussbeschwerden auf die genannten Unfallereignisse zurückzuführen seien. Die vertrauensärztliche n Stellungnahme n

würden sich demgegenüber nicht als bewei s tauglich erweisen und sei en grundlegend in Zweifel zu ziehen . 3.

Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Einspracheentscheid vom 23. April 2025 vorwiegend auf die nachfolgenden Stellungnahmen ihrer Vertrauensärzte:

E. 3 . März 2023 Versicherungsleistungen erbrachte. Darüber hinaus wies sie

die Einsprache ab (Urk. 2 = Urk. 12/76, 12/148) . 2.

Dagegen erhob X.___ am 26. Mai 2025 Beschwerde mit den Anträgen, es sei der Einspracheentscheid vom 23. April 2025 aufzu h eben und die Beschwerde gegnerin anzuweisen, ihm die gesetzlichen Leistungen nach UVG auszurichten. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den entscheidrelevanten Sachverhalt rechtsgenüglich abzuklären. Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die Kosten für den medizinischen Bericht der Universitätsklinik Y.___ vom 16. Mai 2025 zurückzuerstatten (Urk. 1 S. 2). Am 16. Juni 2025 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ein (Urk.

E. 3.1 Dr.

med. Z.___, Fachärztin FMH für Prävention und Public Health, stellte in ihrer Einschätzung vom 12. Juli 2023 (Urk. 12/41) fest, beim Unfallereignis vom 13. Dezember 2022 sei es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung bei Vorzust ä nd en an der linken Hüfte (Degeneration Labrum anterior links, geringe Insertionstendinopathie

Hamstring am Tuber ischiadicum links, geringe Coxar thr o se) und der rechten Schulter (AC-Gelenkarthrose sowie fettige Degeneration und Ruptur Rotatorenmanschette Schulter rechts) gekommen. Der Status quo sine vel

ante sei nach etwa drei bis fünf Wochen erreicht gewesen. Die Implantation einer inversen Schulterprothese sei überwiegend wahrscheinlich nicht ereignis kausal.

E. 3.2 Dr.

med. A.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappar at es, führte in seiner Beurteilung vom 10. Dezember 2024 (Urk. 12/75) aus, keine der radiologisch und tomographisch genannten strukturellen Läsionen sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Es würden ausschliesslich unfallfremde Faktoren vorliegen, die überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich degenerativ bedingt seien. So seien d ie AC-Arthrose und die beginnende Coxarthrose auf einen chronischen degenerativ bedingten Prozess zurückzuführen. Gleiches gelte für die irreparable, weil ver fettete, Rotatorenmanschettenläsion . Die Verfettung der Muskulatur und die Retraktion der Sehne des Supraspinatus würden zweifelsfrei darauf hinweisen, dass diese Läsionen auf einen seit Jahren bestehenden Prozess zurückzuführen seien und sich unmöglich im Zeitraum zwischen gemeldetem Ereignis und MR-Nachweis entwickelt haben könnten. Zudem sei der

gemeldete Mechanismus, der einer Kontusion der Schulter respektive der Hüfte entspr o chen habe, ganz sicher nicht geeignet, die radiologisch/tomographisch objektivierten Läsionen bewirk t zu haben . Das Unfallereignis habe zu einer vorübergehenden Aktivierung eines degenerativ bedingten Vorzustandes ohne richtungsweisende Verschlimmerung geführt . Im Bereich der rechten Schulter sei der Status quo sine mit dem MRT vom 27.

Dezember 2022 und im Bereich der rechten Hüfte mit dem MRT vom 12. Januar 2023 erreicht gewesen, in welchen Zeitpunkten sich keine frischen traumatischen, sondern ausschliesslich unfallfremde Läsionen gezeigt hätten.

E. 3.3 Dr.

med. B.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau matologie des Bewegungsapparates, hielt am 15.

April 2025 fest (Urk. 12/147), das Ereignis vom

21. Januar 2023 habe

leichte degenerative Veränderungen im OSG vorübergehend verschlimmert. Durch das Ereignis seien auch g emäss MRI vom 8. März 2023 keine klar als unfallkausal festzulegenden strukturellen Läsionen gesetzt worden. Alle bildgebenden Befunde im Bereich OSG/ Rückfuss rechts, welche als pathologisch bezeichnet worden seien, seien allesamt als degenerativ vorbestehend einzuordnen . Der Status quo ante sei spätestens sechs Wochen nach dem Ereignis eingetreten. Die behauptete OSG - Instabilität sei weder bildgebend (keine ligamentären Schäden feststellbar) noch klinisch (seitengleiche Befundung ohne seitendifferente Aufklappbarkeiten oder seitendifferente Schubladen-Testungen) nachgewiesen. Die Diagnose «Ruptur des lateralen Band apparates» sei zudem falsch. Die Ha u ptdiagnose sei schliesslich ein « ventrales OSG - Impingement » (2.

Juni 2023), wobei die Frage erlaubt sein müsse, wie ein solches ohne pathologische intraartikuläre Befunde überhaupt zustande kommen könne . Im Bericht vom

E. 7 , 8/1-2). Mit Eingabe vom 3. Juli 2025 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.

E. 11 ), wovon der Beschwerdeführer mit Verfügung vom

4. Juli 2025 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 1 3). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

E. 12 Dezember 2023 sei dieses als « unspezifisches Beschwerdemuster » bezeichnet worden, was nichts anderes bedeute, als dass die Unfallkausalität entfalle. 4. 4.1

Die Stellungnahmen der Dres . Z.___, A.___ und B.___ (E. 3.1 bis 3.3) vermögen die an eine beweis kräftige ärzt liche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E. 1. 4). D ie se Fachärzte erstellten zwar nur Akten beurteilungen, untersuchten den Versicherten also nicht, jedoch berück sichtigten sie dabei die Mechanismen der ursprünglichen Ereignisse, die vorgebrachten Beschwerden, die beschriebenen und bildgebend belegten Befunde und begrün deten ihre Einschätzungen in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinander setzung mit den Vorakten . Sie legten namentlich unter Berücksichtigung der in den Arztberichten der Universitätsklinik Y.___ sowie den MRI-Untersuchungen genannten Befunde und Diag nosen schlüssig dar, dass

die beim Beschwerdeführer bestehenden

Schulter -, Hüft

- und Fuss beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die Unfallereignisse vom 13. Dezember 2022 und 21. Ja nuar 2023 zurückgeführt werden können, zumal sich bildgebend keinerlei Hinweise auf frische strukturelle Schäden ergaben, welche als unfallkausal

einzuordnen

wären . Vielmehr führten die genannten Ereignisse lediglich zu einer vorübergehenden Aktivierung von degenerativ bedingten Vorzust änden an rechter Schulter, linker Hüfte und rechtem Fuss ohne richtung s gebende Verschlimmerung, wobei der Status quo sine vel

ante nach wenigen Wochen erreicht war. 4.2

Bei den Beurteilungen der Dres . Z.___, A.___ und B.___ schadet nicht, dass diese den Beschwerdeführer nicht selbst unter sucht haben, da auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukommt, sofern – wie im konkreten Fall – ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die Beur teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Bundes gerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Mit den durchge führten Bildgebungen sowie den Befunder hebungen und der Diagnose stellung durch die Fachärzte der Universitätsklinik Y.___

wurde der medizi nische Sachverhalt eingehend abgeklärt. Ausgehend von dieser Grundlage haben die Versicherungs mediziner lediglich die Ursache der Beschwerden im Vergleich zu den behandeln den Ärzten unterschiedlich beurteilt, ohne sich dabei über die erhobenen Befunde oder die Diagnosestellung hinwegzusetzen. 4.3

D er Beschwerdeführer stützte sich zur Begründung seines Standpunktes nament lich auf die aktuellsten

Berichte der Universitätsklinik Y.___ vom 16.

u nd 30. Mai 2025

(Urk. 3, 8/2). Von der Erfahrungstatsache abgesehen, dass behan delnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens stellung in Zweifels fällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), vermögen diese Einschät zungen auch aus ande ren Gründen die medizinischen Beurteilungen der Dres . Z.___, A.___ und B.___

nicht in Frage zu stellen: 4.3.1

M ed. pract . C.___, Assistenzär z tin Orthopädie,

notierte in ihrem

B ericht vom

16. Mai 2025 (Urk. 3), dass die bildgebenden Untersuchungen eine posttraumatische Destruktion des Glenohumeralgelenks mit fortgeschrittener Omarthrose sowie Zeichen einer irreparablen Rotatorenman schettenruptur zeigen würden und solche Befunde typisch für ein sogenanntes « cuff

tear

arthropathy »-Bild seien, wie es nach einem Trauma mit Ruptur der Rotatorenmanschette entstehen könne. Diesbezüglich legte Dr. A.___

in seiner Stellungnahme vom 24. Juni 2025 (Urk. 12/80) nachvollziehbar dar, dass es zwar zutrifft, dass eine traumatisch bedingte Ruptur der Rotatorenmanschette zu einer Cuffarthropathy führen kann . Aber erstens kann auch eine degenerativ bedingte Zerstörung der Rotatorenmanschette zu einer Cuffarthropathy führen, wie dies hier der Fall ist . Und zweitens lieg en

zwischen dem Zeitpunkt einer unfallbe dingten Zerstörung der Rotatorenmanschette und der folgenden Entwicklung einer Cuff a rthropathy

mehrer e

Jahre und nicht 14

Tage.

Die Entwicklung einer Arthrose (Zerstörung des Knorpels eines Gelenkes)

nimmt mehrere Jahre in Anspruch, und eine Verfettung der Muskulatur nimmt mindestens viele Monate, wenn nicht gar Jahre in Anspruch, insbesondere wenn alle vier Muskel der Rotatorenmanschette von dieser Verfettung und in dem nachgewiesenen Ausmass betroffen sind . Ebenso nimmt e ine Sehnenretraktion (Supraspinatus) viele Monate wenn nicht gar Jahre in Anspruch (vgl. Urk. 12/80 S. 3) .

Zu den Ausführungen von med.

pract . C.___, wonach

in Zusammenschau der unauffälligen prämorbiden Anamnese, des dokumentierten Unfallmechanismus und der objektiv i erbaren strukturellen Gelenkschäden aus medizinischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer (Teil-)

Kausalität zwischen dem Unfallereignis und den nun bestehenden Beschwerden sowie der Indikation zur endoprothetischen Versorgung der Schulter auszugehen sei (Urk. 3), legte Dr.

A.___ einerseits zutreffend dar, dass sich die Begründung der Kausalität nicht auf subjektive Angaben stützen kann. Namentlich kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass er vor dem Unfall offenbar unter keinen Beschwerden a n der Schulter

beziehungsweise Hüfte gelitten hat, nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. hierzu E. 4. 4) . Andererseits führte Dr.

A.___

schlüssig aus, dass der

geschilderte Unfallmechanismus einer Prellung/ Kontusion der Schulter entsprochen hat, welcher

traum a biologische Mechanismus nicht geeignet ist, eine Verletzung der Rotatorenmanschette zu verursachen. In diesem Zusammenhang legte Dr. A.___ überzeugend dar, dass es nicht plausibel ist, dass ein Ereignis, welches gemäss dem Bericht von Dr. D.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 6. März 2023 (Urk. 12/17) keine äusseren Verletzungsmerkmale und gemäss dem MRT vom 27. Dezember 2022 (Urk. 12/16) nicht die geringsten Verletzungszeichen des Weichteilmantels der Schulter bewirkt hat, geeignet gewesen sein soll, die ausgedehnten Läsionen der viel tiefer gelegenen und durch den Weichteilmantel und die umgebenden Knochen gut geschützten intraartikulären Strukturen zu verletzen. Die strukturell objektivierten Gelenkschäden sind gemäss Dr . A.___

alle chronischer Natur und bestehen seit Jahren, was auch med. pract . C.___ insofern selbst einzuräumen scheint, als sie auf einen degenerativ bedingte n Vorzustand hinweist (vgl. Urk. 3) . Zudem hätte man bei einer frischen traumatisch bedingten Rotatorenmanschettenläsion zwingend eine Naht und damit eine Rekonstruktion der Manschette angestrebt und nicht die Implantation einer Prothese im Sinne einer Endlösung, was nach der Beurteilung von Dr . A.___ ein weiterer klarer Beleg dafür ist, dass es sich bei den nach gewiesenen Läsionen um chronische, seit Jahren bestehende Läsionen gehandelt hat

(Urk. 12/80 S. 3

f f.). 4.3.2

Soweit der behandelnde Arzt Dr.

med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in seinem Bericht vom 30. Mai 2025 (Urk. 8/2) konstatierte, dass die Fussbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis der Distorsion vom 21. Ja nuar 2023 zurückzuführen sei en, da der Beschwerdeführer zuvor keine Beschwer den am Fuss gehabt

habe und

zudem subjektive als auch objektivierbare Anhaltspunkte für eine persistierende Instabilität mit assoziierten Verletzungen und Entzündungen vorliegen würden, vermag er ebenfalls nicht zu überzeugen . Dr.

B.___ legt e in seiner Stellungnahme vom 29. Juni 2025 (Urk. 12/153) diesbezüglich schlüssig dar, dass sich im MRI vom 8. März 2023 (Urk. 12/90) keine strukturellen, als unfallkausal einzuordnenden Schäden gezeigt haben und

sich auch klinisch kein Nachweis einer Instabilität ergeben hat . Im Gegenteil haben sich in wiederholten klinischen Untersuchungen seitengleiche Stabilitäts-Testungen präsentiert . Es liegen folglich k eine Verletzungen vor, welche auf den Treppensturz zurückzuführen sind, sondern vielmehr eine Vielzahl von als degenerativ zu beurteilende n Befunde n, welche durch das genannte Ereignis vorübergehend aktiviert/traumatisiert wurden, mit einem Status quo sine vel

ante sechs Wochen später. Weiter zeigte Dr. B.___ auf, dass d ie Behandlungen im Übrigen gar nicht auf die behauptete n Unfallfolgen

der Bänderproblematik abzielen, sondern auf die Fuss-Statik (Einlagenversorgung, Stabilschuhe) und auf den angeblichen Schwellungszustand des OSG (vgl. Urk. 12/153) . Und schliesslich kann aus einer allfälligen Trauma-Assoziation bezüglich der Abflachungen der Peronealsehnen (vgl. Urk. 8/2) nicht auf eine effektive Unfallkausalität im vorliegenden Fall geschlossen werden. 4.4

Der Vollständigkeit halber ist zu ergänzen, dass auch aus dem Umstand, dass d er Beschwer deführer vor dem Unfall offenbar unter keinen Beschwerden a n

der rechten Schulter, der linken Hüfte und dem

rechten Fuss gelitten hat, nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden kann. Denn die Argumen ta tion nach der Formel « post hoc ergo propter hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natür licher Kausalzusam menhänge nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/ bb, Urteil des Bundesgerichts 8C_86/2023 vom 30. Juni 2023 E. 5.3). 4.5

Gemäss den vorstehenden Erwägungen vermögen die Berichte der behandelnden Ärzte der Universitätsklinik Y.___

keine Zweifel an den Einschätzungen von Dr. Z.___, Dr. A.___ und Dr. B.___

zu begründen. Vielmehr steht aufgrund der überzeugenden Beurteilungen der Vertrauensärzte fest, dass nach den Ereig nissen vom

13. Dezember 2022 und

21. Januar 2023 keine Zeichen für eine unfallbedingte Verursachung der Verletzungen an Schulter, Hüfte und Knie nachweisbar waren. Mit de n MRT-Untersuchung en vom 27. Dezember 2022 (Schulter rechts [12/16]) und vom

12. Januar 2023 (Hüfte

links [Urk. 12/22]), aus welche n ausschliesslich unfallfremde Pathologien hervorgingen, ist damit der Status quo sine vel ante

in B ezug auf den Unfall vom 13. Dezember 2022 belegt und die Einstellung der Leistungen per 3 1 . Januar 2023 folglich nicht zu bean standen. Hinsichtlich der Fussbeschwerden ist der Status quo sine vel ante sechs Wochen nach dem Ereignis vom 21. Januar 2023 ebenfalls erstellt . 4. 6

Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus seinem Einwand, wonach die versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr . med . F.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 21. Juli 2023 (Urk. 12/101) nicht beweistauglich sei und der Versicherungsmediziner

befangen erscheine (Urk. 1 S. 8 f.), nichts zu seinen Gunsten ableiten. Insbesondere scheint er dabei zu verkennen, dass die Beschwerdegegnerin ihren Einspracheentscheid

gar nicht auf die Einschätzung

von Dr. F.___

stützte. Vielmehr holte sie im Nachgang der Einsprache eine Beurteilung bei Dr. B.___

ein (Stellungnahme vom

15. April 2025 [ Urk. 12/147 ]), mit welcher sie ihren Entscheid nachvollziehbar begründete.

5.

5.1

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Status quo sine vel ante

bezüglich der Schulter- und Hüftbeschwerden aus dem Unfallereignis vom 13. Dezember 2022 auf den 31. Januar 2023 und

bezüglich der Fussbeschwerden aus dem Ereignis vom 21. Januar 2023 zu Recht auf den 4. März 2023 festge legt und die jeweiligen Leistungen auf diese Zeitpunkte hin eingestellt. 5.2

Nachdem die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines Unfalls im Sinne von Art. 4 ATSG in Bezug auf die Ereignis se vom 13. Dezember 2022 und

21. Januar 2023 – zu Recht – anerkannt hat, erübrigt sich die Prüfung einer Leistungspflicht des Unfallversicherers unter dem Titel einer Listenverletzung nach Art.

6 Abs.

2 UVG (vgl. E. 1.1), zumal die

– weitere – Leistungspflicht mangels eines Kausalzu sammenhangs zu einem anerkannten Unfall nicht gegeben ist und kein anderes initiales Ereignis als Verletzungsursache zur Diskussion steht (BGE 146 V 51 E.

9.2). 5.3

Auch für weitere medi zini sche Ab klä rungen besteht kein Anlass, zumal davon keine anderen entscheid re le van ten Erkennt nisse zu erwar ten sind (antizipierte Beweis würdi gung; BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 6.

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind die Kosten eines von einer ver sicherten Person veranlassten Gutachtens vom Versicherungsträger dann zu übernehmen, wenn sich der medizinische Sachverhalt erst aufgrund des neu bei gebrachten Untersuchungsergebnisses schlüssig feststellen lässt und dem Unfall versicherer insoweit eine Verletzung der ihm im Rahmen des Untersuchungs grundsatzes obliegenden Pflicht zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung vorzuwerfen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_62/2016 vom 7. Juli 2016 E. 6.1 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall, da bereits die vor dem Einspracheentscheid

verfassten Stellungnahmen der Versicherungsmediziner (Urk. 12/41, 12/75, 12/ 147) eine abschliessende Beur teilung des vorliegenden Sachverhaltes zulassen und de n Einschätzung en de r Universitätsklinik Y.___ in ihren Berichten vom

E. 16 und 30. Mai 2025

nicht gefolgt werden kann (E. 4). Eine Auferlegung der Berichtsk osten an die Beschwer degegnerin (Urk. 1 S. 10) fällt daher ausser Betracht. Das Gericht erkennt: 1.

Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.

Das Verfahren ist kostenlos. 3.

Dem Beschwerdeführer

wird keine Entschädigung für die Kosten de r Bericht e der Universitätsklinik Y.___ vom 16. und 30. Mai 2025 zugesprochen. 4 .

Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Aurelia Jenny - Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit 5 .

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art.

46

BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung

zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin PhilippSchilling

Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2025.00116 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Philipp, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Kübler Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiberin Schilling Urteil vom

6. Februar 2026 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Aurelia Jenny AMIKO Anwält:innen Nordstrasse 20, 8006 Zürich gegen Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG Richtiplatz 1, 8304 Wallisellen Beschwerdegegnerin Zustelladresse: Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG PCLHC Postfach, 8010 Zürich Sachverhalt: 1.

Der 1954 geborene X.___ war seit

1. Oktober 202 1 als persönlicher Assisten t bei einer Privatperson angestellt u nd dadurch bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Unfallmeldung vom

19. Dezember 2022

wurde der Allianz ein Unfallereignis vom

13. Dezember 2022

angezeigt, bei welchem der Versicherte auf der eisigen Strasse ausgerutscht sei (Urk. 1 2 /1). Im Frageblatt zur Verletzung gab der Versicherte am 21. April 2023 an, dass er auf Glatteis gestürzt und auf die Schulter und Hüfte gefallen sei (Urk. 12/30). Im B ericht der Universitätsklinik Y.___ vom 27. Februar 2023 wurde n eine irre parable Rotatorenmanschettenruptur mit Pseudoparalyse rechts (adominant) bei Status nach Sturz auf Glatteis am 13.

Dezember 2022, ein Status nach Rotatoren manschettenrekonstruktion links im Jahr 1984 sowie weitere somatische Diag nosen festgestellt (Urk. 12/18). Die Allianz erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlungen und Taggeldleistungen (Urk. 12/3), stell t e diese per 31. Januar 2023 zufolge Erreichens des Status quo sine jedoch wieder ein (Schreiben vom 19. Juli 2023 [ Urk. 12/43 ], 12/46) .

Am

23. Januar 2023 teilte der Versicherte der Allianz mit, dass er am 21. Januar 2023 ein en weitere n Unfall erlitten habe (Unfallmeldung [ Urk. 12/ 81 ]). Im Frage blatt zum Unfallhergang gab er an, er sei die Treppe hinunter gelaufen und habe sich dabei vertreten und eine Sehne eingeklemmt . Der Fuss sei angeschwollen, und er habe zwei Wochen nicht laufen können (Urk. 12/86) . Die Ärzte der Universitätsklinik Y.___ diagnostizierten mit Bericht vom 20. April 2023 eine Distorsion des oberen Sprunggelenkes (OSG) des rechten Fuss es mit/bei Zerrung der vorderen Syndesmose, Ruptur des lateralen Bandapparates sowie Tendino pathie

Tibialis

posterior und Peronealsehnen bei Peronealsehnensplit (Urk. 12/95). Mit Schreiben vom 10. August 2023 teilte die Allianz dem Versicherten mit, dass weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädi gung vorliege, weshalb keine Leistungspflicht bestehe (Urk. 12/106).

Mit Verfügung vom 18.

Juni 2024 stellte die Allianz die Leistungen für

das Ereignis vom 13. Dezember 2022 infolge Eintritts des Status quo ante per 31.

Januar 2023 ein (Urk. 12/48) . Gleichentags verneinte sie eine Leistungspflicht für das Ereignis vom 21. Januar 2023 mit der Begründung, da ss zwar eine Listenverletzung im Sinne einer u nfallähnlichen Körperschädigung vorliege, die Körperschädigung aber vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurück zuführen sei (Urk. 12/114). Die dagegen erhobene Einsprache (Urk. 12/52, 12/119) hiess die Allianz mit Einspracheentscheid vom 23. April 2025 insofern gut, als sie für die Fussbeschwerden infolge des Unfallereignisses vom 21. Januar 2023

– bezüglich welchem der Unfallbegriff nunmehr als erfüllt betrachtet wurde – bis zum 3 . März 2023 Versicherungsleistungen erbrachte. Darüber hinaus wies sie

die Einsprache ab (Urk. 2 = Urk. 12/76, 12/148) . 2.

Dagegen erhob X.___ am 26. Mai 2025 Beschwerde mit den Anträgen, es sei der Einspracheentscheid vom 23. April 2025 aufzu h eben und die Beschwerde gegnerin anzuweisen, ihm die gesetzlichen Leistungen nach UVG auszurichten. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den entscheidrelevanten Sachverhalt rechtsgenüglich abzuklären. Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die Kosten für den medizinischen Bericht der Universitätsklinik Y.___ vom 16. Mai 2025 zurückzuerstatten (Urk. 1 S. 2). Am 16. Juni 2025 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ein (Urk. 7, 8/1-2). Mit Eingabe vom 3. Juli 2025 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11), wovon der Beschwerdeführer mit Verfügung vom

4. Juli 2025 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 1 3). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1.1

Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes üb er die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3). 1.2

Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 E. 3.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118

V

286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3

Praxisgemäss entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krank haften Vorzustand erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und aus schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schick salsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfall versicherer (BGE 150 V 188 E. 4.2, 146 V 51 E. 5.1, je mit Hinweisen). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundes gerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinweisen).

Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen). 1. 4

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_16/2025 vom 24. April 2025 E. 4.3.1).

Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee; Urteil des Bundesgerichts 8C_381/2024 vom 14. Februar 2025 E. 2.3). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2.

2.1

Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid (Urk. 2) gestützt auf die versicherungsmedizinischen Aktenbeurteilungen im We sent lichen damit, dass es durch die beiden Ereignisse, welche den Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) erfüllen würden, zu einer vorübergehenden Verschlimmerung von unfall fremden, degenerativ bedingten Vorzust ä nde n gekommen sei . D er Status quo sine vel ante sei beim

Unfalle reignis vom 13. Dezember 2022 (Schulter- und Hüft beschwerden) spätestens am

31. Januar 2023 und beim Ereignis vom 2 1 . Ja nuar 2023 (Fussbeschwerden) am

4. März 2023 eingetreten . Daran würden die Berichte der behandelnden Ärzte sowie die Ausführungen de s Beschwerdeführer s keine Zweifel erwecken. 2.2

Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) zusammen gefasst

geltend, die Berichte der Universitätsklinik Y.___

begründeten nach vollziehbar, weshalb sowohl die Schulter

- und Hüftbeschwerden als auch die Fussbeschwerden auf die genannten Unfallereignisse zurückzuführen seien. Die vertrauensärztliche n Stellungnahme n

würden sich demgegenüber nicht als bewei s tauglich erweisen und sei en grundlegend in Zweifel zu ziehen . 3.

Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Einspracheentscheid vom 23. April 2025 vorwiegend auf die nachfolgenden Stellungnahmen ihrer Vertrauensärzte: 3.1

Dr.

med. Z.___, Fachärztin FMH für Prävention und Public Health, stellte in ihrer Einschätzung vom 12. Juli 2023 (Urk. 12/41) fest, beim Unfallereignis vom 13. Dezember 2022 sei es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung bei Vorzust ä nd en an der linken Hüfte (Degeneration Labrum anterior links, geringe Insertionstendinopathie

Hamstring am Tuber ischiadicum links, geringe Coxar thr o se) und der rechten Schulter (AC-Gelenkarthrose sowie fettige Degeneration und Ruptur Rotatorenmanschette Schulter rechts) gekommen. Der Status quo sine vel

ante sei nach etwa drei bis fünf Wochen erreicht gewesen. Die Implantation einer inversen Schulterprothese sei überwiegend wahrscheinlich nicht ereignis kausal. 3.2

Dr.

med. A.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappar at es, führte in seiner Beurteilung vom 10. Dezember 2024 (Urk. 12/75) aus, keine der radiologisch und tomographisch genannten strukturellen Läsionen sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Es würden ausschliesslich unfallfremde Faktoren vorliegen, die überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich degenerativ bedingt seien. So seien d ie AC-Arthrose und die beginnende Coxarthrose auf einen chronischen degenerativ bedingten Prozess zurückzuführen. Gleiches gelte für die irreparable, weil ver fettete, Rotatorenmanschettenläsion . Die Verfettung der Muskulatur und die Retraktion der Sehne des Supraspinatus würden zweifelsfrei darauf hinweisen, dass diese Läsionen auf einen seit Jahren bestehenden Prozess zurückzuführen seien und sich unmöglich im Zeitraum zwischen gemeldetem Ereignis und MR-Nachweis entwickelt haben könnten. Zudem sei der

gemeldete Mechanismus, der einer Kontusion der Schulter respektive der Hüfte entspr o chen habe, ganz sicher nicht geeignet, die radiologisch/tomographisch objektivierten Läsionen bewirk t zu haben . Das Unfallereignis habe zu einer vorübergehenden Aktivierung eines degenerativ bedingten Vorzustandes ohne richtungsweisende Verschlimmerung geführt . Im Bereich der rechten Schulter sei der Status quo sine mit dem MRT vom 27.

Dezember 2022 und im Bereich der rechten Hüfte mit dem MRT vom 12. Januar 2023 erreicht gewesen, in welchen Zeitpunkten sich keine frischen traumatischen, sondern ausschliesslich unfallfremde Läsionen gezeigt hätten. 3.3

Dr.

med. B.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau matologie des Bewegungsapparates, hielt am 15.

April 2025 fest (Urk. 12/147), das Ereignis vom

21. Januar 2023 habe

leichte degenerative Veränderungen im OSG vorübergehend verschlimmert. Durch das Ereignis seien auch g emäss MRI vom 8. März 2023 keine klar als unfallkausal festzulegenden strukturellen Läsionen gesetzt worden. Alle bildgebenden Befunde im Bereich OSG/ Rückfuss rechts, welche als pathologisch bezeichnet worden seien, seien allesamt als degenerativ vorbestehend einzuordnen . Der Status quo ante sei spätestens sechs Wochen nach dem Ereignis eingetreten. Die behauptete OSG - Instabilität sei weder bildgebend (keine ligamentären Schäden feststellbar) noch klinisch (seitengleiche Befundung ohne seitendifferente Aufklappbarkeiten oder seitendifferente Schubladen-Testungen) nachgewiesen. Die Diagnose «Ruptur des lateralen Band apparates» sei zudem falsch. Die Ha u ptdiagnose sei schliesslich ein « ventrales OSG - Impingement » (2.

Juni 2023), wobei die Frage erlaubt sein müsse, wie ein solches ohne pathologische intraartikuläre Befunde überhaupt zustande kommen könne . Im Bericht vom 12.

Dezember 2023 sei dieses als « unspezifisches Beschwerdemuster » bezeichnet worden, was nichts anderes bedeute, als dass die Unfallkausalität entfalle. 4. 4.1

Die Stellungnahmen der Dres . Z.___, A.___ und B.___ (E. 3.1 bis 3.3) vermögen die an eine beweis kräftige ärzt liche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E. 1. 4). D ie se Fachärzte erstellten zwar nur Akten beurteilungen, untersuchten den Versicherten also nicht, jedoch berück sichtigten sie dabei die Mechanismen der ursprünglichen Ereignisse, die vorgebrachten Beschwerden, die beschriebenen und bildgebend belegten Befunde und begrün deten ihre Einschätzungen in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinander setzung mit den Vorakten . Sie legten namentlich unter Berücksichtigung der in den Arztberichten der Universitätsklinik Y.___ sowie den MRI-Untersuchungen genannten Befunde und Diag nosen schlüssig dar, dass

die beim Beschwerdeführer bestehenden

Schulter -, Hüft

- und Fuss beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die Unfallereignisse vom 13. Dezember 2022 und 21. Ja nuar 2023 zurückgeführt werden können, zumal sich bildgebend keinerlei Hinweise auf frische strukturelle Schäden ergaben, welche als unfallkausal

einzuordnen

wären . Vielmehr führten die genannten Ereignisse lediglich zu einer vorübergehenden Aktivierung von degenerativ bedingten Vorzust änden an rechter Schulter, linker Hüfte und rechtem Fuss ohne richtung s gebende Verschlimmerung, wobei der Status quo sine vel

ante nach wenigen Wochen erreicht war. 4.2

Bei den Beurteilungen der Dres . Z.___, A.___ und B.___ schadet nicht, dass diese den Beschwerdeführer nicht selbst unter sucht haben, da auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukommt, sofern – wie im konkreten Fall – ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die Beur teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Bundes gerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Mit den durchge führten Bildgebungen sowie den Befunder hebungen und der Diagnose stellung durch die Fachärzte der Universitätsklinik Y.___

wurde der medizi nische Sachverhalt eingehend abgeklärt. Ausgehend von dieser Grundlage haben die Versicherungs mediziner lediglich die Ursache der Beschwerden im Vergleich zu den behandeln den Ärzten unterschiedlich beurteilt, ohne sich dabei über die erhobenen Befunde oder die Diagnosestellung hinwegzusetzen. 4.3

D er Beschwerdeführer stützte sich zur Begründung seines Standpunktes nament lich auf die aktuellsten

Berichte der Universitätsklinik Y.___ vom 16.

u nd 30. Mai 2025

(Urk. 3, 8/2). Von der Erfahrungstatsache abgesehen, dass behan delnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens stellung in Zweifels fällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), vermögen diese Einschät zungen auch aus ande ren Gründen die medizinischen Beurteilungen der Dres . Z.___, A.___ und B.___

nicht in Frage zu stellen: 4.3.1

M ed. pract . C.___, Assistenzär z tin Orthopädie,

notierte in ihrem

B ericht vom

16. Mai 2025 (Urk. 3), dass die bildgebenden Untersuchungen eine posttraumatische Destruktion des Glenohumeralgelenks mit fortgeschrittener Omarthrose sowie Zeichen einer irreparablen Rotatorenman schettenruptur zeigen würden und solche Befunde typisch für ein sogenanntes « cuff

tear

arthropathy »-Bild seien, wie es nach einem Trauma mit Ruptur der Rotatorenmanschette entstehen könne. Diesbezüglich legte Dr. A.___

in seiner Stellungnahme vom 24. Juni 2025 (Urk. 12/80) nachvollziehbar dar, dass es zwar zutrifft, dass eine traumatisch bedingte Ruptur der Rotatorenmanschette zu einer Cuffarthropathy führen kann . Aber erstens kann auch eine degenerativ bedingte Zerstörung der Rotatorenmanschette zu einer Cuffarthropathy führen, wie dies hier der Fall ist . Und zweitens lieg en

zwischen dem Zeitpunkt einer unfallbe dingten Zerstörung der Rotatorenmanschette und der folgenden Entwicklung einer Cuff a rthropathy

mehrer e

Jahre und nicht 14

Tage.

Die Entwicklung einer Arthrose (Zerstörung des Knorpels eines Gelenkes)

nimmt mehrere Jahre in Anspruch, und eine Verfettung der Muskulatur nimmt mindestens viele Monate, wenn nicht gar Jahre in Anspruch, insbesondere wenn alle vier Muskel der Rotatorenmanschette von dieser Verfettung und in dem nachgewiesenen Ausmass betroffen sind . Ebenso nimmt e ine Sehnenretraktion (Supraspinatus) viele Monate wenn nicht gar Jahre in Anspruch (vgl. Urk. 12/80 S. 3) .

Zu den Ausführungen von med.

pract . C.___, wonach

in Zusammenschau der unauffälligen prämorbiden Anamnese, des dokumentierten Unfallmechanismus und der objektiv i erbaren strukturellen Gelenkschäden aus medizinischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer (Teil-)

Kausalität zwischen dem Unfallereignis und den nun bestehenden Beschwerden sowie der Indikation zur endoprothetischen Versorgung der Schulter auszugehen sei (Urk. 3), legte Dr.

A.___ einerseits zutreffend dar, dass sich die Begründung der Kausalität nicht auf subjektive Angaben stützen kann. Namentlich kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass er vor dem Unfall offenbar unter keinen Beschwerden a n der Schulter

beziehungsweise Hüfte gelitten hat, nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. hierzu E. 4. 4) . Andererseits führte Dr.

A.___

schlüssig aus, dass der

geschilderte Unfallmechanismus einer Prellung/ Kontusion der Schulter entsprochen hat, welcher

traum a biologische Mechanismus nicht geeignet ist, eine Verletzung der Rotatorenmanschette zu verursachen. In diesem Zusammenhang legte Dr. A.___ überzeugend dar, dass es nicht plausibel ist, dass ein Ereignis, welches gemäss dem Bericht von Dr. D.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 6. März 2023 (Urk. 12/17) keine äusseren Verletzungsmerkmale und gemäss dem MRT vom 27. Dezember 2022 (Urk. 12/16) nicht die geringsten Verletzungszeichen des Weichteilmantels der Schulter bewirkt hat, geeignet gewesen sein soll, die ausgedehnten Läsionen der viel tiefer gelegenen und durch den Weichteilmantel und die umgebenden Knochen gut geschützten intraartikulären Strukturen zu verletzen. Die strukturell objektivierten Gelenkschäden sind gemäss Dr . A.___

alle chronischer Natur und bestehen seit Jahren, was auch med. pract . C.___ insofern selbst einzuräumen scheint, als sie auf einen degenerativ bedingte n Vorzustand hinweist (vgl. Urk. 3) . Zudem hätte man bei einer frischen traumatisch bedingten Rotatorenmanschettenläsion zwingend eine Naht und damit eine Rekonstruktion der Manschette angestrebt und nicht die Implantation einer Prothese im Sinne einer Endlösung, was nach der Beurteilung von Dr . A.___ ein weiterer klarer Beleg dafür ist, dass es sich bei den nach gewiesenen Läsionen um chronische, seit Jahren bestehende Läsionen gehandelt hat

(Urk. 12/80 S. 3

f f.). 4.3.2

Soweit der behandelnde Arzt Dr.

med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in seinem Bericht vom 30. Mai 2025 (Urk. 8/2) konstatierte, dass die Fussbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis der Distorsion vom 21. Ja nuar 2023 zurückzuführen sei en, da der Beschwerdeführer zuvor keine Beschwer den am Fuss gehabt

habe und

zudem subjektive als auch objektivierbare Anhaltspunkte für eine persistierende Instabilität mit assoziierten Verletzungen und Entzündungen vorliegen würden, vermag er ebenfalls nicht zu überzeugen . Dr.

B.___ legt e in seiner Stellungnahme vom 29. Juni 2025 (Urk. 12/153) diesbezüglich schlüssig dar, dass sich im MRI vom 8. März 2023 (Urk. 12/90) keine strukturellen, als unfallkausal einzuordnenden Schäden gezeigt haben und

sich auch klinisch kein Nachweis einer Instabilität ergeben hat . Im Gegenteil haben sich in wiederholten klinischen Untersuchungen seitengleiche Stabilitäts-Testungen präsentiert . Es liegen folglich k eine Verletzungen vor, welche auf den Treppensturz zurückzuführen sind, sondern vielmehr eine Vielzahl von als degenerativ zu beurteilende n Befunde n, welche durch das genannte Ereignis vorübergehend aktiviert/traumatisiert wurden, mit einem Status quo sine vel

ante sechs Wochen später. Weiter zeigte Dr. B.___ auf, dass d ie Behandlungen im Übrigen gar nicht auf die behauptete n Unfallfolgen

der Bänderproblematik abzielen, sondern auf die Fuss-Statik (Einlagenversorgung, Stabilschuhe) und auf den angeblichen Schwellungszustand des OSG (vgl. Urk. 12/153) . Und schliesslich kann aus einer allfälligen Trauma-Assoziation bezüglich der Abflachungen der Peronealsehnen (vgl. Urk. 8/2) nicht auf eine effektive Unfallkausalität im vorliegenden Fall geschlossen werden. 4.4

Der Vollständigkeit halber ist zu ergänzen, dass auch aus dem Umstand, dass d er Beschwer deführer vor dem Unfall offenbar unter keinen Beschwerden a n

der rechten Schulter, der linken Hüfte und dem

rechten Fuss gelitten hat, nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden kann. Denn die Argumen ta tion nach der Formel « post hoc ergo propter hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natür licher Kausalzusam menhänge nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/ bb, Urteil des Bundesgerichts 8C_86/2023 vom 30. Juni 2023 E. 5.3). 4.5

Gemäss den vorstehenden Erwägungen vermögen die Berichte der behandelnden Ärzte der Universitätsklinik Y.___

keine Zweifel an den Einschätzungen von Dr. Z.___, Dr. A.___ und Dr. B.___

zu begründen. Vielmehr steht aufgrund der überzeugenden Beurteilungen der Vertrauensärzte fest, dass nach den Ereig nissen vom

13. Dezember 2022 und

21. Januar 2023 keine Zeichen für eine unfallbedingte Verursachung der Verletzungen an Schulter, Hüfte und Knie nachweisbar waren. Mit de n MRT-Untersuchung en vom 27. Dezember 2022 (Schulter rechts [12/16]) und vom

12. Januar 2023 (Hüfte

links [Urk. 12/22]), aus welche n ausschliesslich unfallfremde Pathologien hervorgingen, ist damit der Status quo sine vel ante

in B ezug auf den Unfall vom 13. Dezember 2022 belegt und die Einstellung der Leistungen per 3 1 . Januar 2023 folglich nicht zu bean standen. Hinsichtlich der Fussbeschwerden ist der Status quo sine vel ante sechs Wochen nach dem Ereignis vom 21. Januar 2023 ebenfalls erstellt . 4. 6

Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus seinem Einwand, wonach die versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr . med . F.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 21. Juli 2023 (Urk. 12/101) nicht beweistauglich sei und der Versicherungsmediziner

befangen erscheine (Urk. 1 S. 8 f.), nichts zu seinen Gunsten ableiten. Insbesondere scheint er dabei zu verkennen, dass die Beschwerdegegnerin ihren Einspracheentscheid

gar nicht auf die Einschätzung

von Dr. F.___

stützte. Vielmehr holte sie im Nachgang der Einsprache eine Beurteilung bei Dr. B.___

ein (Stellungnahme vom

15. April 2025 [ Urk. 12/147 ]), mit welcher sie ihren Entscheid nachvollziehbar begründete.

5.

5.1

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Status quo sine vel ante

bezüglich der Schulter- und Hüftbeschwerden aus dem Unfallereignis vom 13. Dezember 2022 auf den 31. Januar 2023 und

bezüglich der Fussbeschwerden aus dem Ereignis vom 21. Januar 2023 zu Recht auf den 4. März 2023 festge legt und die jeweiligen Leistungen auf diese Zeitpunkte hin eingestellt. 5.2

Nachdem die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines Unfalls im Sinne von Art. 4 ATSG in Bezug auf die Ereignis se vom 13. Dezember 2022 und

21. Januar 2023 – zu Recht – anerkannt hat, erübrigt sich die Prüfung einer Leistungspflicht des Unfallversicherers unter dem Titel einer Listenverletzung nach Art.

6 Abs.

2 UVG (vgl. E. 1.1), zumal die

– weitere – Leistungspflicht mangels eines Kausalzu sammenhangs zu einem anerkannten Unfall nicht gegeben ist und kein anderes initiales Ereignis als Verletzungsursache zur Diskussion steht (BGE 146 V 51 E.

9.2). 5.3

Auch für weitere medi zini sche Ab klä rungen besteht kein Anlass, zumal davon keine anderen entscheid re le van ten Erkennt nisse zu erwar ten sind (antizipierte Beweis würdi gung; BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 6.

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind die Kosten eines von einer ver sicherten Person veranlassten Gutachtens vom Versicherungsträger dann zu übernehmen, wenn sich der medizinische Sachverhalt erst aufgrund des neu bei gebrachten Untersuchungsergebnisses schlüssig feststellen lässt und dem Unfall versicherer insoweit eine Verletzung der ihm im Rahmen des Untersuchungs grundsatzes obliegenden Pflicht zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung vorzuwerfen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_62/2016 vom 7. Juli 2016 E. 6.1 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall, da bereits die vor dem Einspracheentscheid

verfassten Stellungnahmen der Versicherungsmediziner (Urk. 12/41, 12/75, 12/ 147) eine abschliessende Beur teilung des vorliegenden Sachverhaltes zulassen und de n Einschätzung en de r Universitätsklinik Y.___ in ihren Berichten vom 16. und 30. Mai 2025

nicht gefolgt werden kann (E. 4). Eine Auferlegung der Berichtsk osten an die Beschwer degegnerin (Urk. 1 S. 10) fällt daher ausser Betracht. Das Gericht erkennt: 1.

Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.

Das Verfahren ist kostenlos. 3.

Dem Beschwerdeführer

wird keine Entschädigung für die Kosten de r Bericht e der Universitätsklinik Y.___ vom 16. und 30. Mai 2025 zugesprochen. 4 .

Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Aurelia Jenny - Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit 5 .

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art.

46

BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung

zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin PhilippSchilling