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UV.2025.00037

Gutheissung bei übereinstimmenden Parteianträgen in Übereinstimmung mit der Rechts- und Aktenlage.

Zürich SozVersG · 2025-04-04 · Deutsch ZH
Quelle Original Export Word PDF BibTeX RIS
Sachverhalt

1.

D ie 19 65 geborene X.___

war seit dem 1. Juli 2022 bei der Y.___ AG als Büro -A ssistentin angestellt und als solche bei der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend :

VAUDOISE) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 31. Mai 2023 auf dem nassen Boden ihres Badezimmers ausrutschte und sich eine Weber - B-Fraktur der Fibula rechts zuzog (Urk. 7/ 1, 2). Am 8. Juni 2023 wurde eine Platten osteosynthese im Stadtspital Z.___

durchgeführt (Urk. 7/7 - 9) . Die VAUDOISE trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Versiche rungsleistungen. Gestützt auf die Aktenbeurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (insbesondere Urk. 7 / 19, 24, 30), stellte sie mit Verfügung vom

9. September 2024

(Urk. 7 / 3 3) das Erreichen des Endzu standes per

31. August 2024 — bei Übernahme der Taggelder sowie der Heilbe handlungskosten bis zu diesem Zeitpunkt — fest. Gleichzeitig verneinte sie ein en natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den nach dem 31. August 2024 vorhandenen Beschwerden sowie ein en Anspruch auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung. Am 26. September 2024 wurde die operative Metallentfernung (OSME) im Stadtspital Z.___

durchgeführt (Urk. 7/37) . Am

30. September 2024 (Urk. 7/35) – mit Begründung vom 7.

Oktober 2024 (Urk. 7/44) – erhob die Versicherte Einsprache gegen die Verfügung vom 9. Sep tember 202 4. Nachdem die VAUDOISE weitere Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt hatte (insbesondere Urk. 7/50, 54 und 55), hiess sie die Einsprache der Versicherten am 8. Januar 2025 teilweise gut und änderte die Verfügung vom 9.

September 2024 insofern ab, als sie die UVG-Leistungen erst am 5. Januar 2025 einstellte . D e n Anspruch auf eine UVG-Rente sowie eine Integritätsentschä digung verneint e sie weiterhin (Urk. 2) . 2.

Gegen den Einspracheentscheid vom 8. Januar 20 25 erhob d ie

Versicherte mit Eingabe vom

14. Februar 2025 Beschwerde beim hiesigen Sozialversiche rungs gericht und beantragte sinngemäss, es sei der angefochtene Einspracheentscheid abzu ändern und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten für die Heil behandlung sowie die Unfalltaggelder zu 50 % bis zum 31. Januar 2025 auszu richten (Urk. 1) . Mit Beschwerdeantwort vom

11. März 2025

teilte die Beschwer degegne rin mit, dass sie das Taggeld (zu 50 %) sowie die Heilungskosten bis zum 31. Januar 2025 übernehme, obwohl sie die über den 5. Januar 2025 hinausge henden Beschwerden weiterhin nicht als unfallkausal erachte (Urk. 6). Das Gericht zieht in Erwägung: 1 .

1 .1

Die Beschwerdegegnerin vertrat in ihrem Einspracheentscheid den Standpunkt, es sei gestützt auf die versicherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. A.___ sowie die Berichte von Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, davon aus zugehen, dass die Fraktur am rechten Malleolus vollständig knöchern verheilt sei und der Endzustand drei Monate nach der am 26. September 2024 durchgeführ ten OSME beziehungsweise am 5. Januar 2025 erreicht worden sei. Spätestens ab diesem Datum sei keine namhafte oder erhebliche Besserung des Gesundheitszu standes in Bezug auf die Malleolarfraktur mehr zu erwarten. Damit sei auch dem durch die Adipositas per m agna verzögerten Heilungsverlauf weitgehend Rech nung getragen worden (Urk. 2). 1 .2

Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend, dass sie gemäss der ausführlichen Abschlussuntersuchung im Stadtspital Z.___

durch Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma tologie des Bewegungsapparates, erst per 31. Januar 2025 vollständig genesen sei. Dr. A.___ habe sie demgegenüber nie persönlich untersucht und le diglich theoretische, auf Statistiken beruhende Stellungnahmen abgegeben. So wohl die Adipositas per magna als auch die « Fallsucht » habe sich erst nach dem Unfallereignis in Folge der damit verbundenen Unbeweglichk e it und den erheb lichen körperlichen Einschränkungen ergeben (Urk. 1) . 1 . 3

Die Beschwerdegegnerin führte in der Beschwerdeantwort aus, dass sie nach wie vor daran festhalte, dass die über den 5.

Januar 2025 hinausgehenden Beschwer den nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall zurückgeführt werden könnten. Da aber der Anspruch auf eine Rente sowie eine Integritätsentschädi gung z u rückgezogen worden sei und Dr. C.___ bei der Abschlusskonsulta t i on vom 31. Januar 2025 eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert habe, welche von der Beschwerdeführerin bestätigt worden sei, übernehme sie das Taggeld zu 50 % sowie die Heilungskosten bis zum 3 1. Januar 2025 (Urk. 6). 1.4

Mit der Beschwerde wurde die Abweisung einer UVG-Rente sowie einer Integri tätsentschädigung nicht länger in Frage gestellt (Urk. 1 S. 2). Im Streit stehen damit lediglich der Zeitpunkt der Einstellung der Taggelder sowie der Heilbe handlung skosten beziehungsweise der damit verbundene Fallabschluss. 2 . 2.1

Dr.

A.___ führte in seiner Aktenbeurteilung vom 9. April 2024 aus, dass die Adipositas per m agna eine zu erwartende frühe, zeitgemässe Mobilisation verhindere und bei konsolidierter Fraktur am rechten Malleolus der Grund einer Rollstuhl-Mobilität vor geplanter Mettallentfernung im Mai 2024 sei. Der Endzu stand sei unter Berücksichtigung der Adipositas etwa Mitte August 2024 (drei Monate nach OSME) erreicht (Urk. 7/24). Nachdem die Metallentfernung auf grund eines noch bestehenden Ödems und einer noch bestehenden grösseren Schwellung des rechten Sprunggelenkes sowie der Mobilisationsschwäche der Be schwerdeführerin im Mai 2024 nicht durchgeführt wurde (Urk. 7/27, 28), ergänzte Dr. A.___ am 6. Juli 2024, dass der Endzustand unter Berücksichtigung der Adipositas und des Rollstuhlrezeptes sowie des Berichts von Dr.

B.___ etwa Mitte August 2024 mit Rollstuhlentwöhnung und selbständigem Gang erreicht sei . Die Arbeitsfähigkeit (vorwiegend sitzend mit kurzen ebenerdigen ge henden Intervallen ohne grössere Treppenbelastung und unter Meiden von Ge fahrenbereichen sowie Beinbelastung) sei nach der Rollstuhlentwöhnung zu er warten (Urk. 7/30). 2.2

Nachdem die Metallentfernung am 26. September 2024 durchgeführt w e rden konnte (Urk. 7/37), berichteten Dr.

B.___ und Dr.

C.___

am 2 2. bezie hungsweise

31. Januar 2025, dass sich bezüglich der lateralen Malleolarfraktur klinisch-radiologisch ein erfreulicher Verlauf zeige. Bis zum 31. Januar 2025 sei die B eschwerdeführerin aufgrund der verlängerten Rekonvaleszenz bei Adipositas nach der Operation noch zu 50 % krankgeschrieben. Ab

1. Februar 2025 sei sie aus unfallchirurgischer Sicht wieder zu 100 % arbeitsfähig. Es seien keine weite ren Verlaufskontrollen geplant (Urk. 7/5 4, 55) . 3 . 3 .1

Da sich die Beschwerdegegnerin nunmehr bereit erklärt e, die Heilungskosten sowie das Taggeld (zu 50 %) bis zum 31.

Januar 2025 zu übernehmen (Urk. 6), und damit sinngemäss die Gutheissung der Beschwerde beantragt e, liegen dies bezüglich überein stimmende Parteianträge vor (vorstehend E.

1 .2 und 1 .3). 3 .2

Auf die Einschätzung en

der Dres . B.___ und C.___ vom 2 2. und 31. Januar 2025 (vorstehend E. 2.2) kann vorliegend abgestellt werden, zumal sie mit der Akten- und Rechtslage im Einklang steh en und gegenüber der Einschät zung des Vertrauensarztes, welcher von einem Endzustand drei Monate nach der M et al l entfernung ausgegangen war, lediglich um einen Monat abweichen, was mit den anfangs Januar noch leicht bestehenden Beschwerden begründet wurde .

Entsprechend ist in Gutheissung der Beschwerde der vorliegend angefochtene Einspracheentscheid insoweit aufzuheben, als die Leistungen aus UVG (Heilbe handlung und Taggelder) per 5. Januar 2025 eingestellt werden und die Be schwerdegegnerin ist zu verpflichten, die Versicherungsleistungen betreffend das Unfallereignis vom

31. Mai 2023 (Heilbehandlungskosten und Taggelder [50 %]) bis zum

31. Januar 2025 zu übernehmen. 4 .

Das Verfahren ist kostenlos. Das Gericht erkennt: 1.

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG

vom

8. Januar 2025 insoweit aufgehoben, als die Leistungen aus UVG (Heilbehandlung und Taggelder) per 5. Januar 2025 einge stellt werden und die VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG wird ver pflichtet, für die Folgen des Unfallereignisses vom 31. Mai 2023 bis zum 31. Januar 2025 die Heilbehandlungskosten zu übernehmen und Taggelder (50 %) zu erbringen. 2.

Das Verfahren ist kostenlos. 3.

Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ unter Beilage eines Doppels von Urk. 6 - VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit 4.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin PhilippSchilling

Erwägungen (6 Absätze)

E. 1 D ie 19 65 geborene X.___

war seit dem 1. Juli 2022 bei der Y.___ AG als Büro -A ssistentin angestellt und als solche bei der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend :

VAUDOISE) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 31. Mai 2023 auf dem nassen Boden ihres Badezimmers ausrutschte und sich eine Weber - B-Fraktur der Fibula rechts zuzog (Urk. 7/ 1,

E. 1.4 Mit der Beschwerde wurde die Abweisung einer UVG-Rente sowie einer Integri tätsentschädigung nicht länger in Frage gestellt (Urk. 1 S. 2). Im Streit stehen damit lediglich der Zeitpunkt der Einstellung der Taggelder sowie der Heilbe handlung skosten beziehungsweise der damit verbundene Fallabschluss. 2 .

E. 2 ). Am 8. Juni 2023 wurde eine Platten osteosynthese im Stadtspital Z.___

durchgeführt (Urk. 7/7 - 9) . Die VAUDOISE trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Versiche rungsleistungen. Gestützt auf die Aktenbeurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (insbesondere Urk.

E. 2.1 Dr.

A.___ führte in seiner Aktenbeurteilung vom 9. April 2024 aus, dass die Adipositas per m agna eine zu erwartende frühe, zeitgemässe Mobilisation verhindere und bei konsolidierter Fraktur am rechten Malleolus der Grund einer Rollstuhl-Mobilität vor geplanter Mettallentfernung im Mai 2024 sei. Der Endzu stand sei unter Berücksichtigung der Adipositas etwa Mitte August 2024 (drei Monate nach OSME) erreicht (Urk. 7/24). Nachdem die Metallentfernung auf grund eines noch bestehenden Ödems und einer noch bestehenden grösseren Schwellung des rechten Sprunggelenkes sowie der Mobilisationsschwäche der Be schwerdeführerin im Mai 2024 nicht durchgeführt wurde (Urk. 7/27, 28), ergänzte Dr. A.___ am 6. Juli 2024, dass der Endzustand unter Berücksichtigung der Adipositas und des Rollstuhlrezeptes sowie des Berichts von Dr.

B.___ etwa Mitte August 2024 mit Rollstuhlentwöhnung und selbständigem Gang erreicht sei . Die Arbeitsfähigkeit (vorwiegend sitzend mit kurzen ebenerdigen ge henden Intervallen ohne grössere Treppenbelastung und unter Meiden von Ge fahrenbereichen sowie Beinbelastung) sei nach der Rollstuhlentwöhnung zu er warten (Urk. 7/30).

E. 2.2 Nachdem die Metallentfernung am 26. September 2024 durchgeführt w e rden konnte (Urk. 7/37), berichteten Dr.

B.___ und Dr.

C.___

am 2 2. bezie hungsweise

31. Januar 2025, dass sich bezüglich der lateralen Malleolarfraktur klinisch-radiologisch ein erfreulicher Verlauf zeige. Bis zum 31. Januar 2025 sei die B eschwerdeführerin aufgrund der verlängerten Rekonvaleszenz bei Adipositas nach der Operation noch zu 50 % krankgeschrieben. Ab

1. Februar 2025 sei sie aus unfallchirurgischer Sicht wieder zu 100 % arbeitsfähig. Es seien keine weite ren Verlaufskontrollen geplant (Urk. 7/5 4, 55) . 3 . 3 .1

Da sich die Beschwerdegegnerin nunmehr bereit erklärt e, die Heilungskosten sowie das Taggeld (zu 50 %) bis zum 31.

Januar 2025 zu übernehmen (Urk. 6), und damit sinngemäss die Gutheissung der Beschwerde beantragt e, liegen dies bezüglich überein stimmende Parteianträge vor (vorstehend E.

1 .2 und 1 .3). 3 .2

Auf die Einschätzung en

der Dres . B.___ und C.___ vom 2 2. und 31. Januar 2025 (vorstehend E. 2.2) kann vorliegend abgestellt werden, zumal sie mit der Akten- und Rechtslage im Einklang steh en und gegenüber der Einschät zung des Vertrauensarztes, welcher von einem Endzustand drei Monate nach der M et al l entfernung ausgegangen war, lediglich um einen Monat abweichen, was mit den anfangs Januar noch leicht bestehenden Beschwerden begründet wurde .

Entsprechend ist in Gutheissung der Beschwerde der vorliegend angefochtene Einspracheentscheid insoweit aufzuheben, als die Leistungen aus UVG (Heilbe handlung und Taggelder) per 5. Januar 2025 eingestellt werden und die Be schwerdegegnerin ist zu verpflichten, die Versicherungsleistungen betreffend das Unfallereignis vom

31. Mai 2023 (Heilbehandlungskosten und Taggelder [50 %]) bis zum

31. Januar 2025 zu übernehmen. 4 .

Das Verfahren ist kostenlos. Das Gericht erkennt: 1.

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG

vom

8. Januar 2025 insoweit aufgehoben, als die Leistungen aus UVG (Heilbehandlung und Taggelder) per 5. Januar 2025 einge stellt werden und die VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG wird ver pflichtet, für die Folgen des Unfallereignisses vom 31. Mai 2023 bis zum 31. Januar 2025 die Heilbehandlungskosten zu übernehmen und Taggelder (50 %) zu erbringen. 2.

Das Verfahren ist kostenlos. 3.

Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ unter Beilage eines Doppels von Urk. 6 - VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit 4.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin PhilippSchilling

E. 7 Oktober 2024 (Urk. 7/44) – erhob die Versicherte Einsprache gegen die Verfügung vom 9. Sep tember 202 4. Nachdem die VAUDOISE weitere Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt hatte (insbesondere Urk. 7/50, 54 und 55), hiess sie die Einsprache der Versicherten am 8. Januar 2025 teilweise gut und änderte die Verfügung vom 9.

September 2024 insofern ab, als sie die UVG-Leistungen erst am 5. Januar 2025 einstellte . D e n Anspruch auf eine UVG-Rente sowie eine Integritätsentschä digung verneint e sie weiterhin (Urk. 2) . 2.

Gegen den Einspracheentscheid vom 8. Januar 20 25 erhob d ie

Versicherte mit Eingabe vom

14. Februar 2025 Beschwerde beim hiesigen Sozialversiche rungs gericht und beantragte sinngemäss, es sei der angefochtene Einspracheentscheid abzu ändern und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten für die Heil behandlung sowie die Unfalltaggelder zu 50 % bis zum 31. Januar 2025 auszu richten (Urk. 1) . Mit Beschwerdeantwort vom

11. März 2025

teilte die Beschwer degegne rin mit, dass sie das Taggeld (zu 50 %) sowie die Heilungskosten bis zum 31. Januar 2025 übernehme, obwohl sie die über den 5. Januar 2025 hinausge henden Beschwerden weiterhin nicht als unfallkausal erachte (Urk. 6). Das Gericht zieht in Erwägung: 1 .

1 .1

Die Beschwerdegegnerin vertrat in ihrem Einspracheentscheid den Standpunkt, es sei gestützt auf die versicherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. A.___ sowie die Berichte von Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, davon aus zugehen, dass die Fraktur am rechten Malleolus vollständig knöchern verheilt sei und der Endzustand drei Monate nach der am 26. September 2024 durchgeführ ten OSME beziehungsweise am 5. Januar 2025 erreicht worden sei. Spätestens ab diesem Datum sei keine namhafte oder erhebliche Besserung des Gesundheitszu standes in Bezug auf die Malleolarfraktur mehr zu erwarten. Damit sei auch dem durch die Adipositas per m agna verzögerten Heilungsverlauf weitgehend Rech nung getragen worden (Urk. 2). 1 .2

Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend, dass sie gemäss der ausführlichen Abschlussuntersuchung im Stadtspital Z.___

durch Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma tologie des Bewegungsapparates, erst per 31. Januar 2025 vollständig genesen sei. Dr. A.___ habe sie demgegenüber nie persönlich untersucht und le diglich theoretische, auf Statistiken beruhende Stellungnahmen abgegeben. So wohl die Adipositas per magna als auch die « Fallsucht » habe sich erst nach dem Unfallereignis in Folge der damit verbundenen Unbeweglichk e it und den erheb lichen körperlichen Einschränkungen ergeben (Urk. 1) . 1 . 3

Die Beschwerdegegnerin führte in der Beschwerdeantwort aus, dass sie nach wie vor daran festhalte, dass die über den 5.

Januar 2025 hinausgehenden Beschwer den nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall zurückgeführt werden könnten. Da aber der Anspruch auf eine Rente sowie eine Integritätsentschädi gung z u rückgezogen worden sei und Dr. C.___ bei der Abschlusskonsulta t i on vom 31. Januar 2025 eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert habe, welche von der Beschwerdeführerin bestätigt worden sei, übernehme sie das Taggeld zu 50 % sowie die Heilungskosten bis zum 3 1. Januar 2025 (Urk. 6).

Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2025.00037 V. Kammer Sozialversicherungsrichterin Philipp, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Curiger Sozialversicherungsrichter Kübler Gerichtsschreiberin Schilling Urteil vom

4. April 2025 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG Avenue de Cour 41, 1007 Lausanne Beschwerdegegnerin Zustelladresse: VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG Place de Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne Sachverhalt: 1.

D ie 19 65 geborene X.___

war seit dem 1. Juli 2022 bei der Y.___ AG als Büro -A ssistentin angestellt und als solche bei der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend :

VAUDOISE) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 31. Mai 2023 auf dem nassen Boden ihres Badezimmers ausrutschte und sich eine Weber - B-Fraktur der Fibula rechts zuzog (Urk. 7/ 1, 2). Am 8. Juni 2023 wurde eine Platten osteosynthese im Stadtspital Z.___

durchgeführt (Urk. 7/7 - 9) . Die VAUDOISE trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Versiche rungsleistungen. Gestützt auf die Aktenbeurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (insbesondere Urk. 7 / 19, 24, 30), stellte sie mit Verfügung vom

9. September 2024

(Urk. 7 / 3 3) das Erreichen des Endzu standes per

31. August 2024 — bei Übernahme der Taggelder sowie der Heilbe handlungskosten bis zu diesem Zeitpunkt — fest. Gleichzeitig verneinte sie ein en natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den nach dem 31. August 2024 vorhandenen Beschwerden sowie ein en Anspruch auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung. Am 26. September 2024 wurde die operative Metallentfernung (OSME) im Stadtspital Z.___

durchgeführt (Urk. 7/37) . Am

30. September 2024 (Urk. 7/35) – mit Begründung vom 7.

Oktober 2024 (Urk. 7/44) – erhob die Versicherte Einsprache gegen die Verfügung vom 9. Sep tember 202 4. Nachdem die VAUDOISE weitere Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt hatte (insbesondere Urk. 7/50, 54 und 55), hiess sie die Einsprache der Versicherten am 8. Januar 2025 teilweise gut und änderte die Verfügung vom 9.

September 2024 insofern ab, als sie die UVG-Leistungen erst am 5. Januar 2025 einstellte . D e n Anspruch auf eine UVG-Rente sowie eine Integritätsentschä digung verneint e sie weiterhin (Urk. 2) . 2.

Gegen den Einspracheentscheid vom 8. Januar 20 25 erhob d ie

Versicherte mit Eingabe vom

14. Februar 2025 Beschwerde beim hiesigen Sozialversiche rungs gericht und beantragte sinngemäss, es sei der angefochtene Einspracheentscheid abzu ändern und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten für die Heil behandlung sowie die Unfalltaggelder zu 50 % bis zum 31. Januar 2025 auszu richten (Urk. 1) . Mit Beschwerdeantwort vom

11. März 2025

teilte die Beschwer degegne rin mit, dass sie das Taggeld (zu 50 %) sowie die Heilungskosten bis zum 31. Januar 2025 übernehme, obwohl sie die über den 5. Januar 2025 hinausge henden Beschwerden weiterhin nicht als unfallkausal erachte (Urk. 6). Das Gericht zieht in Erwägung: 1 .

1 .1

Die Beschwerdegegnerin vertrat in ihrem Einspracheentscheid den Standpunkt, es sei gestützt auf die versicherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. A.___ sowie die Berichte von Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, davon aus zugehen, dass die Fraktur am rechten Malleolus vollständig knöchern verheilt sei und der Endzustand drei Monate nach der am 26. September 2024 durchgeführ ten OSME beziehungsweise am 5. Januar 2025 erreicht worden sei. Spätestens ab diesem Datum sei keine namhafte oder erhebliche Besserung des Gesundheitszu standes in Bezug auf die Malleolarfraktur mehr zu erwarten. Damit sei auch dem durch die Adipositas per m agna verzögerten Heilungsverlauf weitgehend Rech nung getragen worden (Urk. 2). 1 .2

Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend, dass sie gemäss der ausführlichen Abschlussuntersuchung im Stadtspital Z.___

durch Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma tologie des Bewegungsapparates, erst per 31. Januar 2025 vollständig genesen sei. Dr. A.___ habe sie demgegenüber nie persönlich untersucht und le diglich theoretische, auf Statistiken beruhende Stellungnahmen abgegeben. So wohl die Adipositas per magna als auch die « Fallsucht » habe sich erst nach dem Unfallereignis in Folge der damit verbundenen Unbeweglichk e it und den erheb lichen körperlichen Einschränkungen ergeben (Urk. 1) . 1 . 3

Die Beschwerdegegnerin führte in der Beschwerdeantwort aus, dass sie nach wie vor daran festhalte, dass die über den 5.

Januar 2025 hinausgehenden Beschwer den nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall zurückgeführt werden könnten. Da aber der Anspruch auf eine Rente sowie eine Integritätsentschädi gung z u rückgezogen worden sei und Dr. C.___ bei der Abschlusskonsulta t i on vom 31. Januar 2025 eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert habe, welche von der Beschwerdeführerin bestätigt worden sei, übernehme sie das Taggeld zu 50 % sowie die Heilungskosten bis zum 3 1. Januar 2025 (Urk. 6). 1.4

Mit der Beschwerde wurde die Abweisung einer UVG-Rente sowie einer Integri tätsentschädigung nicht länger in Frage gestellt (Urk. 1 S. 2). Im Streit stehen damit lediglich der Zeitpunkt der Einstellung der Taggelder sowie der Heilbe handlung skosten beziehungsweise der damit verbundene Fallabschluss. 2 . 2.1

Dr.

A.___ führte in seiner Aktenbeurteilung vom 9. April 2024 aus, dass die Adipositas per m agna eine zu erwartende frühe, zeitgemässe Mobilisation verhindere und bei konsolidierter Fraktur am rechten Malleolus der Grund einer Rollstuhl-Mobilität vor geplanter Mettallentfernung im Mai 2024 sei. Der Endzu stand sei unter Berücksichtigung der Adipositas etwa Mitte August 2024 (drei Monate nach OSME) erreicht (Urk. 7/24). Nachdem die Metallentfernung auf grund eines noch bestehenden Ödems und einer noch bestehenden grösseren Schwellung des rechten Sprunggelenkes sowie der Mobilisationsschwäche der Be schwerdeführerin im Mai 2024 nicht durchgeführt wurde (Urk. 7/27, 28), ergänzte Dr. A.___ am 6. Juli 2024, dass der Endzustand unter Berücksichtigung der Adipositas und des Rollstuhlrezeptes sowie des Berichts von Dr.

B.___ etwa Mitte August 2024 mit Rollstuhlentwöhnung und selbständigem Gang erreicht sei . Die Arbeitsfähigkeit (vorwiegend sitzend mit kurzen ebenerdigen ge henden Intervallen ohne grössere Treppenbelastung und unter Meiden von Ge fahrenbereichen sowie Beinbelastung) sei nach der Rollstuhlentwöhnung zu er warten (Urk. 7/30). 2.2

Nachdem die Metallentfernung am 26. September 2024 durchgeführt w e rden konnte (Urk. 7/37), berichteten Dr.

B.___ und Dr.

C.___

am 2 2. bezie hungsweise

31. Januar 2025, dass sich bezüglich der lateralen Malleolarfraktur klinisch-radiologisch ein erfreulicher Verlauf zeige. Bis zum 31. Januar 2025 sei die B eschwerdeführerin aufgrund der verlängerten Rekonvaleszenz bei Adipositas nach der Operation noch zu 50 % krankgeschrieben. Ab

1. Februar 2025 sei sie aus unfallchirurgischer Sicht wieder zu 100 % arbeitsfähig. Es seien keine weite ren Verlaufskontrollen geplant (Urk. 7/5 4, 55) . 3 . 3 .1

Da sich die Beschwerdegegnerin nunmehr bereit erklärt e, die Heilungskosten sowie das Taggeld (zu 50 %) bis zum 31.

Januar 2025 zu übernehmen (Urk. 6), und damit sinngemäss die Gutheissung der Beschwerde beantragt e, liegen dies bezüglich überein stimmende Parteianträge vor (vorstehend E.

1 .2 und 1 .3). 3 .2

Auf die Einschätzung en

der Dres . B.___ und C.___ vom 2 2. und 31. Januar 2025 (vorstehend E. 2.2) kann vorliegend abgestellt werden, zumal sie mit der Akten- und Rechtslage im Einklang steh en und gegenüber der Einschät zung des Vertrauensarztes, welcher von einem Endzustand drei Monate nach der M et al l entfernung ausgegangen war, lediglich um einen Monat abweichen, was mit den anfangs Januar noch leicht bestehenden Beschwerden begründet wurde .

Entsprechend ist in Gutheissung der Beschwerde der vorliegend angefochtene Einspracheentscheid insoweit aufzuheben, als die Leistungen aus UVG (Heilbe handlung und Taggelder) per 5. Januar 2025 eingestellt werden und die Be schwerdegegnerin ist zu verpflichten, die Versicherungsleistungen betreffend das Unfallereignis vom

31. Mai 2023 (Heilbehandlungskosten und Taggelder [50 %]) bis zum

31. Januar 2025 zu übernehmen. 4 .

Das Verfahren ist kostenlos. Das Gericht erkennt: 1.

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG

vom

8. Januar 2025 insoweit aufgehoben, als die Leistungen aus UVG (Heilbehandlung und Taggelder) per 5. Januar 2025 einge stellt werden und die VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG wird ver pflichtet, für die Folgen des Unfallereignisses vom 31. Mai 2023 bis zum 31. Januar 2025 die Heilbehandlungskosten zu übernehmen und Taggelder (50 %) zu erbringen. 2.

Das Verfahren ist kostenlos. 3.

Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ unter Beilage eines Doppels von Urk. 6 - VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit 4.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin PhilippSchilling