Sachverhalt
1.
X.___ , geboren 1970 , war ab 1. Juli 2017 als Aussendienstmitarbeiterin bei der Y.___ GmbH tätig ( Urk. 6/19). Im August 2017 wurde bei ihr ein Brust krebs diagnostiziert ( Urk. 6/5 , Urk. 6/23 ). Am 7. Februar 2018 meldete sie sich unter Hinweis auf diese Erkrankung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle , zum Leistungsbezug (berufliche Integration, Invaliden rente) an ( Urk. 6/11). Diese tätigte erwerbliche und medizinische A bklärungen, zog (wiederholt) die Akten des Krankentaggeldversicherers bei und veranlasste das polydiszip linäre ( Allgemeine Innere Medizin/Neurologie/ Gynäkologie/ Neuropsychologie/ Psychiatrie) Gutachten der Z.___ AG, MEDAS A.___ , vom 2 1. September 2020 ( Urk. 6/94; Urk. 6/19, Urk. 6/21, Urk. 6/23, Urk. 6/28, Urk. 6/31, Urk. 6/33-35, Urk. 6/37-38, Urk. 6/41, Urk. 6/56, Urk. 6/64 , Urk. 6/70, Urk. 6/74-77). Mit Vorbescheid vom 1 3. Oktober 2020 kündigte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens an ( Urk. 6/97) ,
wogegen die Versicherte unter Beilage eines ärztlichen Berichts ( Urk. 6/105) Einwand erhob ( Urk. 6/98+101,
Urk. 6/106). Mit Verfügung vom 2 0. Dezember 2021 wies die IV-Stelle wie vorbeschieden das Leistungsbegehren ab ( Urk. 2). 2.
Dagegen liess X.___ mit Eingabe vom 3 1. Januar 2022 Beschwerde erheben und beantragen, ihr seien die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, ins besondere Rentenleistungen ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 7. März 2022 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was der Beschwerdeführer in zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 7, vgl. auch Urk. 8-10). Mit Eingabe vom 2 0. Juni 2022 liess sich die Beschwerdeführerin nochmals verlauten ( Urk. 11). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur tei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähig keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer seits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundes gerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines renten begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchs frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente , bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen). 2. 2.1
Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheids im Wesent lichen ( Urk. 2), aus dem Z.___ -Gutachten ergebe sich, dass die Beschwerdefüh rerin unter einer leichtgradigen depressiven Episode leide . Eine solche sei per Definition nicht invalidisierend. Die Krebserkrankung habe nur vorübergehend eine Arbeitsunfähigkeit ausgelöst. Das Leistungsbegehren sei deshalb abzuweisen. 2.2
Die Beschwerdeführerin liess dagegen im Wese ntlichen einwenden ( Urk. 1), das Z.___ -Gutachten sei nicht beweiskräftig. Es sei unter Verletzung der Zuteilungsvorschriften zustande gekommen.
Im Gutachten werde aufgrund einer leichtgradigen depressiven Episode eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 20 % attestiert. Eine Indikatorenprüfung enthalte es jedoch nicht und genüge daher schon deshalb den bundesgerichtlichen Anforderungen nicht. Sie , die Beschwerdeführerin, leide an einer persistierenden Erschöpfungssymptomatik. Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ hätten die Diagnose einer Cancer- related
F atigue gestellt. Mit dieser auf der Hand liegenden Diagnose hätten sich die Z.___ -Gutachter nicht beziehungsweise nicht hinreichend auseinanderge setzt. Bei der Begutachtung sei kein Onkologe beteiligt gewesen, was aber notwendig gewesen wäre. Im Weiteren sei sie insbesondere mit Tamoxifen behandelt worden. Dieses Medikament verursache die Art von Einschränkungen und Beschwerden, unter welchen sie leide. Darauf werde im Gutachten nicht eingegangen. Schliesslich erweise sich die im Gutachten enthaltene Konsens beurteilung als Farce, weil sie auch vom Neurochirurgen Prof. Dr. med. C.___ unterzeichnet worden sei, obschon dieser an der Begutachtung gar nicht mitge wirkt habe. Soweit der RAD-Arzt Dr. med. D.___ das Z.___ -Gutachten als beweiswertig beurteile, sei festzuhalten, dass ihm als Facharzt für Neurologie die hierfür notwendige Fachkompetenz abgehe. Aufgrund der Berichte der behan delnden Ärzte sei eine seit August 2017 durchgehende volle Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. 3. 3.1
Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für G ynäkologie, diagnostizierten im Bericht vom 1 1. August 2017 (1 . ) ein duktales Mammakarzinom rechts periareolär bei 2-3 Uhr (2 .) eine paraureth r ale
plattenepitheliale Zyste rechts posterior und (3.) ein en Status nach vier Spontangeburten. Nach operativer Segmentresektion der Mamma rechts am 1 1. August 2017 wurde eine adjuvante Chemotherapie in die Wege geleitet ( Urk. 6/ 21/ 18-19, vgl. auch Urk. 6/5/1). Eine Arbeitsunfähigkeit wurde bis auf Weiteres attestiert (vgl. Urk. 6/21/17, Urk. 6/21/19). 3.2
Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik, stellten im Bericht vom 1 3. April 2018 die Diagnose einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt bei onkologischer Erkrankung (ICD-10 F43.22). Sie führten aus,
ihnen sei die Beschwerdeführer in wegen Zukunftsängsten, Vertrau ensverlust in den eigenen Körper und einer Belastung durch ein Fatigue -Syndrom zugewiesen worden. Die Beschwerdeführer in habe mit den Folgen der Erkrankung und den Therapien zu kämpfen. Sie klage über Parästhesien an Hände n und Füsse n . Sie sei sehr müde, vergesse viel, habe Blackouts und könne sich schlecht konzentrieren.
Seit August habe sie kein Geschmacksempfinden mehr. Die Ärzte bestätigten, dass sich im Rahmen der Exploration gelegentlich Gedächtnislücken (Blackouts) gezeigt hätten. Ansonsten sei das Denken formal und inha ltlich geordnet, d ie Aufmerksamkeit und Kon zentration unauffällig gewesen . Zur diagnostischen Beurteilung erklärten sie, vor dem Hintergrund der onkologischen Erkrankung und des psychopathologischen Befunds lasse sich das affektive Zustandsbild im Zuge der Krankheitsverarbeitung als Anpassungsstörung mit Angst und D epression interpretieren ( Urk. 6/34, vgl. auch Urk. 6/23 ) . Im Bericht vom 2 9. September 2018 wiesen die nämlichen Ärzte darauf hin, dass die Konsultationen alle drei Monate stattfänden. Als Diagnosen nannten sie eine Anpassungsstörung mit depressiver Symptomatik (ICD-10 F43.22) sowie ein Fatigue -Syndrom. Sie bejahten eine Belastbarkeit für Wiedereingliederungsmass nahmen im Umfang von mindestens zwei Stunden pro Tag , konnten aber keine Aussagen zum genauen Umfang machen ( Urk. 6/28). Im Bericht vom 1 9. Dezem ber 2018 präzisierten sie die gestellten Diagnosen insofern, als sie das Fatigue -Syndrom als C ancer- related
Fatigue qualifizierten ( Urk. 6/41). 3.3
Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie , hielten im Bericht vom 3 0. Oktober 2018 ein Mammakarzinom (gemeint wohl: ein Status nach Ma mmakarzinom) eine Chemotherapie- assoziierte Fatigue , eine Polyneuropathie und eine Anpas sungsstörung fest. Der Gesundheitszustand habe sich leicht gebessert. Die Kontrollen würden alle drei Monate stattfinden. Die Ärzte bescheinigten eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit, quantifizierten diese aber nicht ( Urk. 6/31). Im Bericht vom 1 6. Juli 2019 erklärten sie , dass keine Anhaltspunkte für ein Rez i div oder ein Zweitkarzinom bestünden. Aus gynäkologischer Sicht bestehe ein guter Verlauf. Eine Arbeitsaufnahme sei denkbar. Zum Umfang der Arbeitsfähigkeit äusserten sie sich indessen nicht ( Urk. 6/56). 3.4
Dr. med. E.___ , Fachärztin für Neurologie, diagnostizierte im Bericht vom 1 4. August 2019 ein Karpaltunnelsyndrom beidseits (Erstmanifestation 2018 ), eine leichte distal-symmetrische sensible PNP toxischer Genese (mit geringer Hypästhesie an Fingerspitzen und Zehen, nach Chemotherapie), ein en Status nach Mammaka rzinom rechts (Erstdiagnose 2017 ), eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion sowie eine Cancer- related
Fatigue (übernommene Diagnose) sowie kognitive Störungen mit Gedächtnis und Konzentrationsstörun gen, vermutlich im Rahmen einer Anpassungsstörung. Die Beschwerdeführerin gebe an, dass sie seit der Chemotherapie Taubheitsgefühle in den Händen und F üsse habe. Die letzte Chemotherapie habe sie im April 2018 erhalten. Klinisch und neurographisch liessen sich die Beschwerden an den Händen eindeutig auf das Karpaltunnelsyndrom zurückführen mit Manifestation durch die chemo therapeutische Behandlung. Da die Beschwerdeführerin verspätet zum Termin erschienen sei, habe bei vermutlich vorliegende r toxischer sensibler PNP keine Neurographie der Beinnerven durchgeführt werden können. Vor allem das Medikament Paclitaxel (Taxol) habe eine hohe neurotoxische Wirkung. Moto rische Ausfälle der Beine seien nicht nachweisbar. Die von der Beschwerdeführe rin geschilderten Gedächtnis- und Konzentration sstörungen seien am ehesten durch die Anpassungsstörung beziehungsweise eine depressive Entwicklung erklärbar ( Urk. 6/64). 3.5
Dr. med. F.___ , Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 2 8. Oktober 2019 eine Anpassungsstörung mit depressiver Reak tion (F42.3), einen Verdac ht auf eine C ancer- related
Fatigue , ein en Status nach Mammakarzinom rechts, ein Karpaltunnelsyndrom beidseits, eine leichte distal-sym metrische PNP toxischer Genese und einen Verdacht auf kognitive Störung mit Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen (Differenzi aldiagnose unklar). Er attestierte eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 80 % ( Urk. 6/70). 3.6
Auf Zuweisung von Dr. E.___ hin erfolgte bei Dr. med. G.___ , Verhaltens neurologin, und l ic . phil. H.___ , Neuropsychologin/Psychologin, am 2 9. November 2019 eine verhaltensneurologische-neuropsychologische Unter suchung. Diese ergab eine leicht
- bis mittelgradige Funktionsstörung , die im Rahmen der vordiagnostizierten affektpathologischen Symptomatik sowie der Cancer- related
Fatigue als gut erklärbar beurteilt wurde. Differentialdiagnostisch wurde eine diskrete Befundaggravation durch die Fremdsprachigkeit als möglich erachtet. Aus rein neurokognitiver Sicht wurde eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit von 30 bis 50 % bescheinigt ( Urk. 6/77). 3.7
Die Gutachter der Z.___ AG nannten in ihrem Gutachten vom 2 1. September 2020 als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 6/94/11-12) : • leichtgradig depressive Episode im Rahmen einer depressiven Entwicklung (ICD-10 F32.01)
Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit massen sie folgenden Diagnosen zu: • zwei Schilddrüsenknoten links, Erstdiagnose 01/2018, FNP: benigne • Nikotinabusus, kum . 34 py • Spannungs typ kopfschmerzen • leichtes Carpaltunnelsyndrom beidseits • Riechstörung, am ehesten Chemotherapie-bedingt • Duktales Mammakarzinom rechts periareolär bei 2-3 Uhr • 3 1. Juli 2017 Mammographie • Segmentresekt i on Mamma rechts bei 2h mittels periareoläre
Mastoplexie , onkoplastische Rekonstruktion und Sentinellymphono dektomie ( Dr. I.___ ) am 9. August 2017 • 2 3. August 2017 PET-CT: in erster Linie postoperative Veränderung Mamma rechts sowie Serom axillar rechts nach Lymphknotendissek tion . Zwei nicht pathologisch vergrösserte, zum Teil schwach metabolische aktive Lymphknoten axilläres Level rechts I, DD post operativ , DD Metastasen möglich. Ansonsten kein Hinweis auf anderweitige Metastasen . • August 2017 bis Januar 2018 Chemotherapie mit 4xAC, 12xTaxol • Februar 2018 Start Femara • 5. März 201 8 bis 9. Mai 2018 Perkutane adjuvante Radiotherapie der Mamma rechts • Fatigue -Symptomatik ( pharmakogen ) • Paraurethrale
p lattenepitheliale Zyste rechts posterior • MRI Becken vom 7. August 2017: Verdacht auf Urethraldivertikel rechts posterior , DD Gartner gang zyste • Bio ps ie paurarethral : keine Malignität • Status nach vier Spontangeburten • Belastungsinkontinenz • Descensus
urogentalis
Die internistische Gutachterin hielt fest, auf dem allgemein-internistischen Fachgebiet ergäben sich keine IV-relevanten Diagnosen oder entsprechende Funktionseinschränkung en . Die Tumorerkrankung selbst scheine nach Angaben der Beschwerdeführerin und gemäss Akten rezidivfrei zu sein .
Die Beschwerde führerin klage über Geschmacks- und Riechstörungen, Ameisenlaufen in den Fingern und Zehen, Gelenkschmerzen, ein Carpaltunnelsyndrom, psychische Störungen und Schlafstörungen. Ob die beklagte Beschwerdesymptomatik als Nebenwirkung der Chemotherapie, einer vielleicht etablierten Therapie mit einem Aromatashemmer , eines in den Akt en geäusserten Verdachts einer C ancer- related
Fatigue oder eine r ebenfalls diskutierten depressiven Erkrankung zu interpretie ren sei, sei nicht aus internistischer Sicht zu beurteilen ( Urk. 6/94/56-57).
D er neu rologische Teilgutachter erklärte , dass die Beschwerdeführerin aus neuro logischer Sicht voll arbeitsfähig sei. Was die Gefühlsstörungen an beiden Händen anbelange, hätten die bisherigen Abklärungen Hinweise auf ein leichtgradig ausgeprägtes Carpaltunnelsyndrom ergeben. Die klinische Symptomatik sei jedoch aufgrund der ungenauen Angaben der Beschwerdeführer in nicht eindeutig zuordenbar. Möglich erscheine auch eine polyneuropathische Symptomatik aufgrund der Chemotherapie, obschon sich an den Füssen hierzu klinisch kein hinreichender Anhalt ergebe. Des Weiteren gebe die Beschwerdeführerin Riech störungen an, was vor dem Hintergrund der Chemotherapie gut nachvollziehbar sei ( Urk. 6/94/73) .
Die gynäkologische Teilgutachterin attestierte der Beschwerdeführerin gestützt auf die Untersuchungsbefunde eine volle Arbeitsfähigkeit aus gynäkologischer Sicht, wies aber darauf hin, dass die Gedächtnisstörungen die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiterin beeinträchtigen könnten ( Urk. 6/94/98).
Die neuropsychologische Teilgutachterin führte aus, im Rahmen der neuropsy chologischen Untersuchung seien drei verschiedene Verfahren zur Beschwerde validierung durchgeführt worden. Auf dieser Grundlage seien wiederholt negative Antwortverzerrungen objektiviert worden. Das Leistungsverhalten sei daher als nicht authentisch zu werten und die Testergebnisse würden keine verwertbaren Aussagen
zur Überprüfung der kognitiven Funktionen liefern. Bei Vorliegen eines nicht authentischen Leistungsverhalte ns sei das Ausmass der diagnostisch festgestellten Leistungseinbussen in Frage zu stellen. Folglich besitze auch die von lic .
phil. H.___ und Dr. G.___ durchgeführte neuropsychologische Untersuchung vom 2 9. November 2019 nur geringe Aussagekraft. Auf der Grund lage der eigenen Befunderhebung könne keine positive Aussage dazu gemacht werden, ob eine krankheitsbezogene kognitive Funktionsstörung vorliege. Einige der geltend gemachten Beschwerden liessen sich widerlegen. Positiv belegbar und überwiegend wahrscheinlich seien negative Antwortverzerrungen von Seiten der Beschwerdeführerin. Es sei zwar überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass eine krankheitswertige kognitive S törung vorhanden sei, aufgrund der eingeschränkten Mitwirkung der Beschwerdeführerin lasse sich jedoch das Ausmass des tatsächlichen Ausfallsmusters nicht abschätzen ( Urk. 6/115-118).
Der psychiatrische Gutachter hielt fest, im Rahmen der Untersuchung habe sich keine Beeinträchtigung der Bewusstseinsklarheit gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei in allen Qualitäten (Ort, Zeit, Person und Situation) voll orientiert gewesen . Sie habe die Aufme rksamkeit für die Dauer des Gesprächs durchgehend aufrecht erhalten können, dies bei subjektiv erlebter Konzentrationsminderung und Alltagsvergesslichkeit. Das Langzeitgedächtnis habe sich klinisch als unauffällig erwiesen. Die Beschwerdeführerin habe mit vernehmlicher Stimme gesprochen, deutlich artikuliert, mit leicht viskösem Redefluss. Die persönliche Geschichte habe sie nachfühlbar zum Ausdruck gebracht ( Urk. 6/94/139-140) . Als Haupt symptom habe eine leichtgradig depressive Verstimmung (leicht gedrückte, ängstlich-besorgte Stimmung sowie eine vermehrte Erschöpfbarkeit im Sinne einer lei chten Antriebsminderung) vorgelegen . Als sogenannte Zusatzsymptome seien ein vermindertes Selbstwertgefühl und Insuff izienzgefühle und als «soma tische Symptome» eine leichte Antriebsminderung, Schlafstörungen sowie ein Morgentief eruierbar gewesen. Den Berichten des Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsiliarpsy chiatrie und Psychosomatik , und des behandelnden Psychiater s
Dr. F.___ sei die Diagnose einer Anpassungsstörung zu entnehmen. Eine Anpassungsstörung sei definiert als eine leichtgradige, vorübergehende Störung. Aus rein psychiat rischer Sicht könne deshalb eine langandauernde volle Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollzogen werden. Angesichts des Zeitkriteriums sei nun zum Un ter suchungszeitpunkt die Diagnose einer Anpassungsstörung nicht mehr zu stellen. Zu bevorzugen sei die Diagnose einer leichten depressiven E pisode. Eine schwergradige depressive Symptomatik könne nicht festgestellt werden, Damit wäre auch das von der Beschwerdeführerin geschilderte Aktivitätsniveau (Tages ablauf) nicht in Einklang zu bringen ( Urk. 6/94/144). Das Ergebnis des neuropsy chologischen Teilgutachtens lasse sich durch die vorliegende leichtgradige depressive Symptomatik nicht erklären. Aus psychiatrischer Sicht sei eine valide Beurteilung möglich ( Urk. 6/94/146). Aufgrund der leichtgradig depressiven Symptomatik sei von einer Leistungsminderung von 20 % bei einer zumutbaren ganztägigen Präsenz auszugehen ( Urk. 6/94/148+150).
Die Gutachter attestierten in der Gesamtbeurteilung a ufgrund der psychiatrischen Diagnose einer leichtgradig depressive n Episode eine Einschränkung der A rbeits fähigkeit von 20 % in der angestammte n Tätigkeit als Aussend ienstmitarbeiter i n sowie in einer Verweistätigkeit ( Urk. 6/94/14-15). Zum Verlauf der Arbeitsfähig keit hielten sie fest, dass eine retrospektiv e Beurteilung schwierig sei. Die bescheinigte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit habe ab dem Unter suchungsdatum, also ab August 2020 ( Urk. 6/94/5), die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ab Januar 2018 Gültigkeit ( Urk. 6/94/15-16). Die Gutachter betonten jedoch, dass aufgrund der mangelnden Mitwirkung der Beschwerde führerin im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung die Testergebnisse nicht verwertbar gewesen seien. Es habe deshalb nicht abschliessend abgeklärt werden können, ob allenfalls kognitive Defizite bestünden, die eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hätten ( Urk. 6/94/12+16). 3.8
Im (im Einwandverfahren eingereichten) Bericht vom 2 4. Februar 2021 diagnos tizierten die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Konsiliarpsychiatr i e und Psychosomatik, eine Cancer- related
Fatigue und eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1). Dazu hielten sie fest, bei der Beschwerdeführerin lasse sich seit 2018 mit dem Beginn der Chemotherapie eine persistierende Erschöpfungssymptomatik eruieren, begleitet von Schmerzen in den Händen und Füssen, ausgeprägten Sorgen und eine r depressive n Symptomatik seit ein paar Monaten. Für das chronische Müdigkeitssyndrom beziehungsweis e die Neurasthenie spräche die wiederkehrende körperliche Erschöpfung und damit verbunden die substantiell beeinträchtigte Fähigkeit, alltägliche, soziale, berufliche und private Angelegen heiten oder Aktivitäten zu absolvieren . Die Kriterien für ein Chronic
Fatigue Syndrom respektive eine myalgische
Enzephalomyelitis seien derzeit nicht hinreichend erfüllt. Das erstmalige Auftreten der Symptomatik im Rahmen der Chemotherapie, die substantielle Einschränkung im Alltag und die initiale Beur teilung im Ers tgespräch vom 1 3. April 2018, anlässlich welchem die Kriterien für eine depressive Episode nicht als erfüllt gesehen worden seien, so dass die Fatigue nicht ausschliesslich durch eine psychische Störung habe erklärt werden können, sprächen am ehesten für eine Cancer - related
Fatigue . Dies indizierten auch die Auswertungsergebnisse im diagnostischen Interview nach Kiss. Zudem lasse sich nun nebenbefundlich eine mittelgradig e depressive Episode feststellen. Im Rahmen der Befunderhebung wiesen die Ärzte unter anderem darauf hin, dass subjektiv Konzentrationsstörunge n bestünden, erklärten aber gleichzeitig , dass in der Untersuchungssituation keine Hinweise für manifeste Auffassungs-, Konzentrations - oder Gedächtnisstörungen vorgelegen hätten. Zur Arbeits fähigkeit hielten sie fest, dass die Konzentrationsstörungen und die Fatigue zu einer ausgeprägten Beeinträchtigung von Aktivitäten aus verschi edenen Fähigkeits bereichen führten , so dass eine volle Arbeitsunfähigkeit für die früher ausgeübte Tätigkeit bestehe ( Urk. 6/105). 4. 4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid im Wesentlichen auf das Gutachten der Z.___ A G vom 2 1. September 2020 (E. 3.7 ; Urk. 6/94) und ging in Übereinstimmung mit dem Gutachten von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus. 4.2
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen).
Vorliegend bestehen keine Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit des Gut achtens der Z.___ AG vom 2 1. September 2020 sprächen. Vielmehr beruht das Gutachten auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet, berück sichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinander. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge zudem einleuchtend dargelegt und ihre Schluss folgerungen nachvollziehbar begründet (vgl. E. 1.5). Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt , vermag nicht zu überzeugen. 4.3
Zunächst ist auf die formellen Rügen einzugehen. In diesem Zusammenhang macht die Beschwerdeführerin geltend , dass das Gutachten unter Verletzung der Zuteilungsvorschriften nach Art. 72 bis IVV zustande gekommen sei ( Urk. 1 S. 13 u. 15). Diese Rüge ist unbegründet . Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Vergabe des Gutachtens nach dem Zufallsprinzip erfolgte ( Urk. 6/82-83). Daran ändert nichts, dass der zuständigen Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Auftragserteilung insofern ein Fehler unterlief, als sie zunächst im System die Fachrichtung Neurochirurgie statt Neuropsychologie eingab, was dann im Nachhinein korrigiert werden musste ( Urk. 6/87).
Die Beschwerdeführerin bemerkt richtig ( Urk. 1 S. 13) , dass die Konsensbeurtei lung auch von Prof. Dr. med. C.___ , Facharzt für Neurochirurgie, unterzeichnet wurde , der an der Begutachtung gar nicht mitgewirkt hatte ( Urk. 6/94/17 ). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin vermag dieser Umstand das Gutachten nicht in Frage zu stellen, fanden doch die auf umfassender Unter suchung der Beschwerdeführerin fussenden und von den Untersuchern persönlich unterzeichneten Teilgutachten Eingang in die Konsensbeurteilung. Dass die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung und deren Ergebnis mit den Teilgutachten nicht in Übereinstimmung stünde, macht die Beschwerdeführerin denn zu recht nicht geltend. Eine fehlende Unterschrift - oder wie hier von einem nicht beteiligten Experten - vermag mithin unter diesen Umständen keinen Mangel zu begründen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_114/2017 vom 21. August 2018 E. 7.2.1) .
Nicht gefolgt werde n kann der Beschwerdeführer in sodann , soweit sie dem Gutachten die Beweiskraft abspricht, weil kein Onkologe beigezogen wurde ( Urk. 1 S. 7 f.). Rechtsprechungsgemäss entscheidet die Gutachterstelle auf Grund der konkreten Fragestellung und der erforderlichen Untersuchungen abschliessend darüber, welche Fachdisziplinen - neben den von der IV-Stelle gewünschten - im Einzelf all zu begutachten sind (BGE 139 V 349 E. 3.3., Urteil des Bundes gerichts 9C_474/2013 vom 2 0. Februar 2014 E. 5.2.1). Vorliegend erfolgte die Begutachtung in den Disziplinen Innere Medizin, Neurologie , Gynäkologie, Neuropsychologie und Psychiatrie. Der RAD-Arzt Dr. D.___
hielt dafür , es sei davon auszugehen, dass die gynäkologische Fachgutachterin die sich stellenden Diagnostik - und Therapi efragen eines Mammakarzinoms als onkologisches Geschehen umfassend beurteilen könne ( Urk. 6/114/5). Dem ist beizupflichten.
Zum Gutachten wurde seitens der Beschwerdegegnerin von RAD-Arzt Dr. D.___
Stellung genommen (vgl.
Urk. 6/114) . Entgegen de m Einwand der Beschwerde führerin begründe t die Tatsache, dass Dr. D.___ kein Facharzt für Psychiatrie respektive Gynäkologie, sondern für Neurologie ist, keine n Anlass, seine Stellungnah m e in F rage zu stellen, ist ein Arzt doch unabhängig von seiner Fachrichtung grundsätzlich in der Lage, die Kohärenz des Berichts eines Kollegen zu beurteilen (Meyer/ Reichmuth , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, IVG, 3. Auflage, Zürich 2014, Art. 59 N 5 mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_149/2008 vom 2 7. Oktober 2008 E. 3.2; ferner: Urteil des Bundesgerichts 9C_582/2020 vom 8. September 2021 E. 3.3). 4.4
Als massgebend für die gutachterlich attestierte Einschränkung der Arbeitsfähig keit von 20 % erweist sich die psychiatrische Diagnose einer leichtgradigen depressiven Episode im Rahmen einer depressiven Entwicklung. In Bezug auf das psychiatrische Teilgutachten moniert die Beschwerdeführerin, dass keine respek tive keine hinreichende Indikatorenprüfung erfolgt sei ( Urk. 1 S. 4 f.). Dieser Vorwurf trifft nicht zu. Zum Komplex «Gesundheitsschädigung» legte der psychiatrische G utachter dar, dass der Ausprägungsgrad der diagnoserelevanten Befunde im Untersuchungszeitpunkt als leichtgradig zu beurteilen sei. In Bezug auf einen Behandlungserfolg respektive -resistenz sei anzumerken, dass mit fortgeführter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung mittlerweile eine deutliche Besserung des depressiven Zustandsbilds erreicht worden sei. Ange sichts des leichtgradig ausgeprägte n psychische n Störungsbild s bestehe grund sätzlich eine Eingliederungsfähigkeit. Wesentliche Eingliederungshemmnisse lägen nicht vor. Es bestehe eine Komorbidität zwischen der somatischen Erkran kung und der leichten depressiven Störung. In Hinblick auf den Komplex «Persönlichkeit» sei zu bemerken, dass keine Persönlichkeitsstörung im engeren Sinne vorliege. Betreffend den sozialen Kontext bestünden keine schwerwiegen den Beeinträchtigungen. Aus der Schilderung der Beschwerdeführerin sei auf ein e bloss leichte Beeinträchtigung im Tagesverlauf zu schliessen (Reisefähigkeit, regelmässige soziale Kontakte). Zur Kategorie «Konsistenz» führte der psychiat rische G utachter aus, es zeige sich keine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen, bei einerseits leichten Einschränkungen im privaten Bereich und einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit im ber uflichen Umfeld. Anamnestisch fi nde sich ein relevanter Leidensdruck, was sich anhand der regelmässigen medizinischen Betreuung belegen lasse ( Urk. 6/94/ 147- 148). D amit wurde den normativen Vorgaben (im Rahmen einer Indikatorenprüfung )
hinreichend Rechnung getragen und die funktionellen Auswirkungen respektive die attestierte Einschränkung von 20 % schlüssig begründet (vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
An dieser St elle ist daran zu erinnern, dass eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferen zen durch psyc hiatrische Komorbiditäten sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren lässt . Besteht dazu noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, was im Falle der Beschwerdeführerin bejaht wurde ( Urk. 6/94/151), so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundh eits schadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erk rankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2, 143 V 409 E. 4.5.2). Solches wurde vorliegend nachvollziehbar verneint. 4.5
Die behandelnden Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychoso matik, stellten die Diagnose einer Cancer- Fatigue und attestierten im Bericht vom 2 4. Februar 2021 primär gestützt darauf eine v olle Arbeitsunfähigkeit (E. 3.8 hiervor, Urk. 6/105). Darauf beruft sich die Beschwerdeführerin und macht geltend, mit dieser Diagnose hätten sich die Z.___ -Gutachter nicht auseinan dergesetzt ( Urk. 1 S. 6). Dazu i st festzuhalten, dass die Gutachter die Diagnose einer Fatigue -Symptomatik ( pharmakogen ) stellten ( Urk. 6/94/12). Damit inter pretierten sie die Symptomatik als eine Nebenwirkung der Medikamente. Zu einem vergleichbaren Schluss waren die Ärzte des
Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie, gelangt, die von einer Chemotherapie- assozierten
Fatigue sprachen (E. 3. 3 , Urk. 6/56). Es trifft jedoch zu, dass im Gutachten die Diagnose einer Cancer- related
Fatigu e nicht diskutiert wurde. Allerdings setzten sich die Gutachter sehr wohl mit der Müdigkeit respektive der körperlichen Erschöpfung, mit welchen Symptomen die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Konsiliarpsychiatrie und P sychosoma tik , ihre Diagnose eine r Cancer- related
Fatigue begründeten, auseinander.
Es besteht grundsätzlich keine Korrelation zwischen ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit (BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195). Vielmehr ergibt sich letztere aus den vorhandenen - objektivierten oder plausibilisierten - Funktions einschränkungen (vg
l. BGE 140 V 290 E. 3.3.1 ; Urteil des Bundesgerichts 9C_474/2017 vom 4. Oktober 2017 E. 4.1) . E s ist daher nicht zu beanstanden , dass die Gutachter die geklagten Funktionseinschr änkungen, soweit fest - stellbar , diagnostisch der leichtgradigen depressiven Episode zuordneten ( Urk. 9/94/140+144) und gestützt auf den von ihnen erhobenen Befund eine Arbeitsfähigkeit von 80 % annahmen . Der Bericht des
Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsi l iarpsychiatrie und Psychosomatik, vom 2 4. Februar 2021 ( Urk. 6/105)
vermag diese Beurteilung nicht in Zweifel zu ziehen . Für die darin attestier te volle Arbeitsunfähigkeit sind primär die von der Beschwerdeführerin geklagten Konzentrationsstörungen massgebend . In der Untersuchung vermochten die Klinikärzte jedoch, wie übrigens die anderen Ärzte auch, keine Hinweise für manifeste Auffassungs-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen finden. Ihre Einschätzung beruht damit weit gehend auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführer in . In diesem Zusammenhang fällt ins Gewicht, dass die kogni tiven Ress ourcen respektive Defizite der Beschwerdeführer in im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung
aufgrund mangelnder Leistungsbereitschaft nicht hinreichend eruierba r waren . Es war der Beschwerdeführerin trotz der von ihr geklagten Erschöpfungssymptomatik gegenteils möglich, die Belastbarkeit und Daueraufmerksamkeit während der Untersuchung über 3 ¼ Stunden hinweg aufrecht zu erhalten ( Urk. 6/94/113). 4.6
Soweit die Beschwerdeführerin die von ihr geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen der Leistungsfähigkeit mit dem Medikament Tamoxifen begründet ( Urk. 1 S. 10 u. S. 12), übersieht sie, dass dieses Medikament vier bis zwei Wochen vor der Begutachtung abgesetzt worden war ( Urk. 6/94/69, Urk. 6/94/91 ). Auch im Bericht des Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik , vom 2 4. Februar 2021 ist dieses Medikament nicht mehr aufge listet ( Urk. 6/105/2). Hingegen wird im Bericht de s
Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie, vom 2 0. Mai 2022 – bei im Wesentlichen unveränderten Befunden – die Abgabe von Tamoxifen erwähnt ( Urk. 12), was darauf schliessen lässt, dass im weiteren Verlauf dieses Medikament wieder verabreicht wurde. Der gynäkologischen Z.___ - G utachterin war bekannt, dass die Beschwerdeführerin das Medikament Tamoxifen eingenommen respektive später wieder abgesetzt hatte ( Urk. 6/94/91). D ie Z.___ -Gutachter
- wie auch die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie - gingen von einer Medikamenten- assozierten
Fatigue aus, ohne jedoch konkret einen Zusammenhang zum Medikament Tamoxifen herzustellen. Massgebend ist indessen , dass die Gutachter dieser Fatigue
alleine keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit be i massen ( Urk. 6/94/12 ) , sondern wie bereits dargelegt, im Rahmen der depressiven Erkrankung berücksichtigten (E. 4.5) . Diese fachärztliche Einschätzung vermag die Beschwerdeführerin ( respektive ihr R echtsvertreter) mit ihren Ausführungen, die sie als Laie zu diesem Thema macht ( Urk. 1 S. 10 ff.) , nicht in Zweifel zu ziehen. 4.7
Zusammenfassend ist somit gestützt auf das Gutachten der Z.___ AG vom 2 1. September 2020 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Diese Einschätzung hat in Bezug auf eine Verweistätigkeit ab Januar 2018 und in Bezug auf die bisherige Tätigkeit ab August 2020 Bestand (E. 3.7 am Ende) . Es ist zwar nicht auszuschliessen, dass aus neuropsychologischer Sicht eine krankheitswer tige Symptomatik besteht, die allenfalls eine weitergehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet. Aufgrund der Aggravation und den gezeigten Inkon sistenzen im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung liess sich ein erhebliches krankhei tsmässiges Geschehen nicht mit ausreichender Wahrschein lic hkeit feststellen . Diese Beweislosigkeit geht zu Lasten der Beschwerdeführerin (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 ; Urteil
des Bundesgerichts 9C_659/2017 vom 2 0. Sep tember 2018 E. 4.4). 5. 5.1
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothe tischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invali deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174). 5.2 5.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 5.2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (vgl. BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1; vgl. auch Art. 26 Abs. 1 IVV).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht sprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeit punkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwen den (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevi sionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/ Reichmuth , Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung). Wird das Invaliden einkommen auf der Grundlage von statistischen Durch schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/ aa ). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnitt lichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemäs sem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/ aa -cc). 5.2.3
Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, er übrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück sichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1 ). 5 .3
Nachdem die Beschwerdeführerin im August 2017 arbeitsunfähig geworden war und sich im Februar 2018 zum Leistungsbezug angemeldet hat ( Urk. 6/11), ist der frühestmögliche Rentenbeginn im August 2018 ( Art. 28 Abs. 1 lit . b IVG, Art. 29 IVG ).
Ab Januar 2018 bestand in einer Verweistätigkeit wieder eine Arbeitsfähigkeit von 80 % , jedoch noch keine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 80 % ist ab August 2020 anzunehmen. Der Invaliditätsgrad ist bis zu diesem Zeitpunkt gestützt auf den allgemeinen Einkommensvergleich zu berechnen. Ab diesem Zeitpunkt entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. 5.4
Im Rahmen des allgemeinen Einkommensvergleich s ist gestützt a uf die Angaben der Arbeitgeberin von einem Valideneinkommen von Fr. 54'799.-- ( Fr. 4'500.-- x 12 x 108.2 : 109.8; unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung [Bundesamt f ür Statistik, Nominallohnindex , Frauen, Tabelle T1.2.10, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen ;
Urk. 6/19/5 ) auszugehen .
Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne gemäss LSE heranzuziehen
(BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1) , konkret auf die LSE 201 8. Gemäss Tabelle TA1 beläuft sich der Bruttolohn für Frauen beim Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten) auf der Bas is des Total wertes auf Fr. 4'371 .--. In B erücksichtigung der im Jahr 2018 betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden (vgl. Bun desamt für Statistik, Tabelle T 03.02.03.01.04.01 Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaft sabteilungen, „Total“, Jahr 2018 ) resultiert ein Bet rag von Fr. 54'681.-- ( Fr. 4’371 .-- x 12 : 40 x 41.7). Entsprechend einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ergib t dies Fr. 43'745.-- ( Fr. 54'681. -- : 100 x 8 0).
Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur unterdurch schnittlich verwerten könnte, sind nicht aktenkundig und wurden denn beschwerdeweise auch nicht vorgetragen. Selbst wenn aber zugunsten der Beschwerdeführerin ein leidensbedingter Abzug von 10 % gewährt würde, resultierte ein massgebliches Inval ideneinkommen von Fr. 39'371.-- und damit in Gegenüberstellung zum Valideneinkommen ein (rentenausschliessender) Invaliditätsgrad von 28 % . 5.5
Ab August 2020 ist der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit zu 80 % zumutbar . Da die Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit gegeben ist, rechtfertigt sich ein Abzug vom Tabellenlohn nicht. Damit entspricht der Grad der Arbeits unfähigkeit dem Invaliditätsgrad, mithin 20 % . Diese Verbesserung ist ab Dezem ber 2020 zu berücksichtigen ( Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. Urteile des Bundesgerichts I 569/06 vom 2 0. November 2006 E. 3.3 und I 792/06 vom 2 6. September 2007 E. 8.2). 6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente besteht. Da spätestens ab August 2020 wieder eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit besteht, sind auch keine beruflichen Massnahmen angezeigt. Die Beschwerdeführerin machte denn auch keine konkreten Ausführungen dazu. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 7 .
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind a uf Fr. 8 00.-- festzu setzen und ausga ngsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800 .-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3.
Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kaspar Gehring - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle , unter Beilage einer Kopie von Urk. 11 und Urk. 12 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4.
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber VogelSonderegger
Erwägungen (12 Absätze)
E. 1 X.___ , geboren 1970 , war ab 1. Juli 2017 als Aussendienstmitarbeiterin bei der Y.___ GmbH tätig ( Urk. 6/19). Im August 2017 wurde bei ihr ein Brust krebs diagnostiziert ( Urk. 6/5 , Urk. 6/23 ). Am 7. Februar 2018 meldete sie sich unter Hinweis auf diese Erkrankung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle , zum Leistungsbezug (berufliche Integration, Invaliden rente) an ( Urk. 6/11). Diese tätigte erwerbliche und medizinische A bklärungen, zog (wiederholt) die Akten des Krankentaggeldversicherers bei und veranlasste das polydiszip linäre ( Allgemeine Innere Medizin/Neurologie/ Gynäkologie/ Neuropsychologie/ Psychiatrie) Gutachten der Z.___ AG, MEDAS A.___ , vom
E. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
E. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur tei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähig keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
E. 1.3 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer seits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundes gerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines renten begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchs frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4).
E. 1.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art.
E. 1.5 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen). 2.
E. 2 Dagegen liess X.___ mit Eingabe vom 3 1. Januar 2022 Beschwerde erheben und beantragen, ihr seien die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, ins besondere Rentenleistungen ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 7. März 2022 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was der Beschwerdeführer in zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 7, vgl. auch Urk. 8-10). Mit Eingabe vom 2 0. Juni 2022 liess sich die Beschwerdeführerin nochmals verlauten ( Urk. 11). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.
E. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheids im Wesent lichen ( Urk. 2), aus dem Z.___ -Gutachten ergebe sich, dass die Beschwerdefüh rerin unter einer leichtgradigen depressiven Episode leide . Eine solche sei per Definition nicht invalidisierend. Die Krebserkrankung habe nur vorübergehend eine Arbeitsunfähigkeit ausgelöst. Das Leistungsbegehren sei deshalb abzuweisen.
E. 2.2 Die Beschwerdeführerin liess dagegen im Wese ntlichen einwenden ( Urk. 1), das Z.___ -Gutachten sei nicht beweiskräftig. Es sei unter Verletzung der Zuteilungsvorschriften zustande gekommen.
Im Gutachten werde aufgrund einer leichtgradigen depressiven Episode eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 20 % attestiert. Eine Indikatorenprüfung enthalte es jedoch nicht und genüge daher schon deshalb den bundesgerichtlichen Anforderungen nicht. Sie , die Beschwerdeführerin, leide an einer persistierenden Erschöpfungssymptomatik. Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ hätten die Diagnose einer Cancer- related
F atigue gestellt. Mit dieser auf der Hand liegenden Diagnose hätten sich die Z.___ -Gutachter nicht beziehungsweise nicht hinreichend auseinanderge setzt. Bei der Begutachtung sei kein Onkologe beteiligt gewesen, was aber notwendig gewesen wäre. Im Weiteren sei sie insbesondere mit Tamoxifen behandelt worden. Dieses Medikament verursache die Art von Einschränkungen und Beschwerden, unter welchen sie leide. Darauf werde im Gutachten nicht eingegangen. Schliesslich erweise sich die im Gutachten enthaltene Konsens beurteilung als Farce, weil sie auch vom Neurochirurgen Prof. Dr. med. C.___ unterzeichnet worden sei, obschon dieser an der Begutachtung gar nicht mitge wirkt habe. Soweit der RAD-Arzt Dr. med. D.___ das Z.___ -Gutachten als beweiswertig beurteile, sei festzuhalten, dass ihm als Facharzt für Neurologie die hierfür notwendige Fachkompetenz abgehe. Aufgrund der Berichte der behan delnden Ärzte sei eine seit August 2017 durchgehende volle Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. 3. 3.1
Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für G ynäkologie, diagnostizierten im Bericht vom 1 1. August 2017 (1 . ) ein duktales Mammakarzinom rechts periareolär bei 2-3 Uhr (2 .) eine paraureth r ale
plattenepitheliale Zyste rechts posterior und (3.) ein en Status nach vier Spontangeburten. Nach operativer Segmentresektion der Mamma rechts am 1 1. August 2017 wurde eine adjuvante Chemotherapie in die Wege geleitet ( Urk. 6/ 21/ 18-19, vgl. auch Urk. 6/5/1). Eine Arbeitsunfähigkeit wurde bis auf Weiteres attestiert (vgl. Urk. 6/21/17, Urk. 6/21/19). 3.2
Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik, stellten im Bericht vom 1 3. April 2018 die Diagnose einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt bei onkologischer Erkrankung (ICD-10 F43.22). Sie führten aus,
ihnen sei die Beschwerdeführer in wegen Zukunftsängsten, Vertrau ensverlust in den eigenen Körper und einer Belastung durch ein Fatigue -Syndrom zugewiesen worden. Die Beschwerdeführer in habe mit den Folgen der Erkrankung und den Therapien zu kämpfen. Sie klage über Parästhesien an Hände n und Füsse n . Sie sei sehr müde, vergesse viel, habe Blackouts und könne sich schlecht konzentrieren.
Seit August habe sie kein Geschmacksempfinden mehr. Die Ärzte bestätigten, dass sich im Rahmen der Exploration gelegentlich Gedächtnislücken (Blackouts) gezeigt hätten. Ansonsten sei das Denken formal und inha ltlich geordnet, d ie Aufmerksamkeit und Kon zentration unauffällig gewesen . Zur diagnostischen Beurteilung erklärten sie, vor dem Hintergrund der onkologischen Erkrankung und des psychopathologischen Befunds lasse sich das affektive Zustandsbild im Zuge der Krankheitsverarbeitung als Anpassungsstörung mit Angst und D epression interpretieren ( Urk. 6/34, vgl. auch Urk. 6/23 ) . Im Bericht vom 2 9. September 2018 wiesen die nämlichen Ärzte darauf hin, dass die Konsultationen alle drei Monate stattfänden. Als Diagnosen nannten sie eine Anpassungsstörung mit depressiver Symptomatik (ICD-10 F43.22) sowie ein Fatigue -Syndrom. Sie bejahten eine Belastbarkeit für Wiedereingliederungsmass nahmen im Umfang von mindestens zwei Stunden pro Tag , konnten aber keine Aussagen zum genauen Umfang machen ( Urk. 6/28). Im Bericht vom 1 9. Dezem ber 2018 präzisierten sie die gestellten Diagnosen insofern, als sie das Fatigue -Syndrom als C ancer- related
Fatigue qualifizierten ( Urk. 6/41). 3.3
Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie , hielten im Bericht vom 3 0. Oktober 2018 ein Mammakarzinom (gemeint wohl: ein Status nach Ma mmakarzinom) eine Chemotherapie- assoziierte Fatigue , eine Polyneuropathie und eine Anpas sungsstörung fest. Der Gesundheitszustand habe sich leicht gebessert. Die Kontrollen würden alle drei Monate stattfinden. Die Ärzte bescheinigten eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit, quantifizierten diese aber nicht ( Urk. 6/31). Im Bericht vom 1 6. Juli 2019 erklärten sie , dass keine Anhaltspunkte für ein Rez i div oder ein Zweitkarzinom bestünden. Aus gynäkologischer Sicht bestehe ein guter Verlauf. Eine Arbeitsaufnahme sei denkbar. Zum Umfang der Arbeitsfähigkeit äusserten sie sich indessen nicht ( Urk. 6/56). 3.4
Dr. med. E.___ , Fachärztin für Neurologie, diagnostizierte im Bericht vom 1 4. August 2019 ein Karpaltunnelsyndrom beidseits (Erstmanifestation 2018 ), eine leichte distal-symmetrische sensible PNP toxischer Genese (mit geringer Hypästhesie an Fingerspitzen und Zehen, nach Chemotherapie), ein en Status nach Mammaka rzinom rechts (Erstdiagnose 2017 ), eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion sowie eine Cancer- related
Fatigue (übernommene Diagnose) sowie kognitive Störungen mit Gedächtnis und Konzentrationsstörun gen, vermutlich im Rahmen einer Anpassungsstörung. Die Beschwerdeführerin gebe an, dass sie seit der Chemotherapie Taubheitsgefühle in den Händen und F üsse habe. Die letzte Chemotherapie habe sie im April 2018 erhalten. Klinisch und neurographisch liessen sich die Beschwerden an den Händen eindeutig auf das Karpaltunnelsyndrom zurückführen mit Manifestation durch die chemo therapeutische Behandlung. Da die Beschwerdeführerin verspätet zum Termin erschienen sei, habe bei vermutlich vorliegende r toxischer sensibler PNP keine Neurographie der Beinnerven durchgeführt werden können. Vor allem das Medikament Paclitaxel (Taxol) habe eine hohe neurotoxische Wirkung. Moto rische Ausfälle der Beine seien nicht nachweisbar. Die von der Beschwerdeführe rin geschilderten Gedächtnis- und Konzentration sstörungen seien am ehesten durch die Anpassungsstörung beziehungsweise eine depressive Entwicklung erklärbar ( Urk. 6/64). 3.5
Dr. med. F.___ , Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 2 8. Oktober 2019 eine Anpassungsstörung mit depressiver Reak tion (F42.3), einen Verdac ht auf eine C ancer- related
Fatigue , ein en Status nach Mammakarzinom rechts, ein Karpaltunnelsyndrom beidseits, eine leichte distal-sym metrische PNP toxischer Genese und einen Verdacht auf kognitive Störung mit Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen (Differenzi aldiagnose unklar). Er attestierte eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 80 % ( Urk. 6/70). 3.6
Auf Zuweisung von Dr. E.___ hin erfolgte bei Dr. med. G.___ , Verhaltens neurologin, und l ic . phil. H.___ , Neuropsychologin/Psychologin, am 2 9. November 2019 eine verhaltensneurologische-neuropsychologische Unter suchung. Diese ergab eine leicht
- bis mittelgradige Funktionsstörung , die im Rahmen der vordiagnostizierten affektpathologischen Symptomatik sowie der Cancer- related
Fatigue als gut erklärbar beurteilt wurde. Differentialdiagnostisch wurde eine diskrete Befundaggravation durch die Fremdsprachigkeit als möglich erachtet. Aus rein neurokognitiver Sicht wurde eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit von 30 bis 50 % bescheinigt ( Urk. 6/77). 3.7
Die Gutachter der Z.___ AG nannten in ihrem Gutachten vom 2 1. September 2020 als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 6/94/11-12) : • leichtgradig depressive Episode im Rahmen einer depressiven Entwicklung (ICD-10 F32.01)
Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit massen sie folgenden Diagnosen zu: • zwei Schilddrüsenknoten links, Erstdiagnose 01/2018, FNP: benigne • Nikotinabusus, kum . 34 py • Spannungs typ kopfschmerzen • leichtes Carpaltunnelsyndrom beidseits • Riechstörung, am ehesten Chemotherapie-bedingt • Duktales Mammakarzinom rechts periareolär bei 2-3 Uhr • 3 1. Juli 2017 Mammographie • Segmentresekt i on Mamma rechts bei 2h mittels periareoläre
Mastoplexie , onkoplastische Rekonstruktion und Sentinellymphono dektomie ( Dr. I.___ ) am 9. August 2017 • 2 3. August 2017 PET-CT: in erster Linie postoperative Veränderung Mamma rechts sowie Serom axillar rechts nach Lymphknotendissek tion . Zwei nicht pathologisch vergrösserte, zum Teil schwach metabolische aktive Lymphknoten axilläres Level rechts I, DD post operativ , DD Metastasen möglich. Ansonsten kein Hinweis auf anderweitige Metastasen . • August 2017 bis Januar 2018 Chemotherapie mit 4xAC, 12xTaxol • Februar 2018 Start Femara • 5. März 201
E. 6 ATSG) gewesen sind; und c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art.
E. 8 bis 9. Mai 2018 Perkutane adjuvante Radiotherapie der Mamma rechts • Fatigue -Symptomatik ( pharmakogen ) • Paraurethrale
p lattenepitheliale Zyste rechts posterior • MRI Becken vom 7. August 2017: Verdacht auf Urethraldivertikel rechts posterior , DD Gartner gang zyste • Bio ps ie paurarethral : keine Malignität • Status nach vier Spontangeburten • Belastungsinkontinenz • Descensus
urogentalis
Die internistische Gutachterin hielt fest, auf dem allgemein-internistischen Fachgebiet ergäben sich keine IV-relevanten Diagnosen oder entsprechende Funktionseinschränkung en . Die Tumorerkrankung selbst scheine nach Angaben der Beschwerdeführerin und gemäss Akten rezidivfrei zu sein .
Die Beschwerde führerin klage über Geschmacks- und Riechstörungen, Ameisenlaufen in den Fingern und Zehen, Gelenkschmerzen, ein Carpaltunnelsyndrom, psychische Störungen und Schlafstörungen. Ob die beklagte Beschwerdesymptomatik als Nebenwirkung der Chemotherapie, einer vielleicht etablierten Therapie mit einem Aromatashemmer , eines in den Akt en geäusserten Verdachts einer C ancer- related
Fatigue oder eine r ebenfalls diskutierten depressiven Erkrankung zu interpretie ren sei, sei nicht aus internistischer Sicht zu beurteilen ( Urk. 6/94/56-57).
D er neu rologische Teilgutachter erklärte , dass die Beschwerdeführerin aus neuro logischer Sicht voll arbeitsfähig sei. Was die Gefühlsstörungen an beiden Händen anbelange, hätten die bisherigen Abklärungen Hinweise auf ein leichtgradig ausgeprägtes Carpaltunnelsyndrom ergeben. Die klinische Symptomatik sei jedoch aufgrund der ungenauen Angaben der Beschwerdeführer in nicht eindeutig zuordenbar. Möglich erscheine auch eine polyneuropathische Symptomatik aufgrund der Chemotherapie, obschon sich an den Füssen hierzu klinisch kein hinreichender Anhalt ergebe. Des Weiteren gebe die Beschwerdeführerin Riech störungen an, was vor dem Hintergrund der Chemotherapie gut nachvollziehbar sei ( Urk. 6/94/73) .
Die gynäkologische Teilgutachterin attestierte der Beschwerdeführerin gestützt auf die Untersuchungsbefunde eine volle Arbeitsfähigkeit aus gynäkologischer Sicht, wies aber darauf hin, dass die Gedächtnisstörungen die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiterin beeinträchtigen könnten ( Urk. 6/94/98).
Die neuropsychologische Teilgutachterin führte aus, im Rahmen der neuropsy chologischen Untersuchung seien drei verschiedene Verfahren zur Beschwerde validierung durchgeführt worden. Auf dieser Grundlage seien wiederholt negative Antwortverzerrungen objektiviert worden. Das Leistungsverhalten sei daher als nicht authentisch zu werten und die Testergebnisse würden keine verwertbaren Aussagen
zur Überprüfung der kognitiven Funktionen liefern. Bei Vorliegen eines nicht authentischen Leistungsverhalte ns sei das Ausmass der diagnostisch festgestellten Leistungseinbussen in Frage zu stellen. Folglich besitze auch die von lic .
phil. H.___ und Dr. G.___ durchgeführte neuropsychologische Untersuchung vom 2 9. November 2019 nur geringe Aussagekraft. Auf der Grund lage der eigenen Befunderhebung könne keine positive Aussage dazu gemacht werden, ob eine krankheitsbezogene kognitive Funktionsstörung vorliege. Einige der geltend gemachten Beschwerden liessen sich widerlegen. Positiv belegbar und überwiegend wahrscheinlich seien negative Antwortverzerrungen von Seiten der Beschwerdeführerin. Es sei zwar überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass eine krankheitswertige kognitive S törung vorhanden sei, aufgrund der eingeschränkten Mitwirkung der Beschwerdeführerin lasse sich jedoch das Ausmass des tatsächlichen Ausfallsmusters nicht abschätzen ( Urk. 6/115-118).
Der psychiatrische Gutachter hielt fest, im Rahmen der Untersuchung habe sich keine Beeinträchtigung der Bewusstseinsklarheit gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei in allen Qualitäten (Ort, Zeit, Person und Situation) voll orientiert gewesen . Sie habe die Aufme rksamkeit für die Dauer des Gesprächs durchgehend aufrecht erhalten können, dies bei subjektiv erlebter Konzentrationsminderung und Alltagsvergesslichkeit. Das Langzeitgedächtnis habe sich klinisch als unauffällig erwiesen. Die Beschwerdeführerin habe mit vernehmlicher Stimme gesprochen, deutlich artikuliert, mit leicht viskösem Redefluss. Die persönliche Geschichte habe sie nachfühlbar zum Ausdruck gebracht ( Urk. 6/94/139-140) . Als Haupt symptom habe eine leichtgradig depressive Verstimmung (leicht gedrückte, ängstlich-besorgte Stimmung sowie eine vermehrte Erschöpfbarkeit im Sinne einer lei chten Antriebsminderung) vorgelegen . Als sogenannte Zusatzsymptome seien ein vermindertes Selbstwertgefühl und Insuff izienzgefühle und als «soma tische Symptome» eine leichte Antriebsminderung, Schlafstörungen sowie ein Morgentief eruierbar gewesen. Den Berichten des Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsiliarpsy chiatrie und Psychosomatik , und des behandelnden Psychiater s
Dr. F.___ sei die Diagnose einer Anpassungsstörung zu entnehmen. Eine Anpassungsstörung sei definiert als eine leichtgradige, vorübergehende Störung. Aus rein psychiat rischer Sicht könne deshalb eine langandauernde volle Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollzogen werden. Angesichts des Zeitkriteriums sei nun zum Un ter suchungszeitpunkt die Diagnose einer Anpassungsstörung nicht mehr zu stellen. Zu bevorzugen sei die Diagnose einer leichten depressiven E pisode. Eine schwergradige depressive Symptomatik könne nicht festgestellt werden, Damit wäre auch das von der Beschwerdeführerin geschilderte Aktivitätsniveau (Tages ablauf) nicht in Einklang zu bringen ( Urk. 6/94/144). Das Ergebnis des neuropsy chologischen Teilgutachtens lasse sich durch die vorliegende leichtgradige depressive Symptomatik nicht erklären. Aus psychiatrischer Sicht sei eine valide Beurteilung möglich ( Urk. 6/94/146). Aufgrund der leichtgradig depressiven Symptomatik sei von einer Leistungsminderung von 20 % bei einer zumutbaren ganztägigen Präsenz auszugehen ( Urk. 6/94/148+150).
Die Gutachter attestierten in der Gesamtbeurteilung a ufgrund der psychiatrischen Diagnose einer leichtgradig depressive n Episode eine Einschränkung der A rbeits fähigkeit von 20 % in der angestammte n Tätigkeit als Aussend ienstmitarbeiter i n sowie in einer Verweistätigkeit ( Urk. 6/94/14-15). Zum Verlauf der Arbeitsfähig keit hielten sie fest, dass eine retrospektiv e Beurteilung schwierig sei. Die bescheinigte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit habe ab dem Unter suchungsdatum, also ab August 2020 ( Urk. 6/94/5), die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ab Januar 2018 Gültigkeit ( Urk. 6/94/15-16). Die Gutachter betonten jedoch, dass aufgrund der mangelnden Mitwirkung der Beschwerde führerin im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung die Testergebnisse nicht verwertbar gewesen seien. Es habe deshalb nicht abschliessend abgeklärt werden können, ob allenfalls kognitive Defizite bestünden, die eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hätten ( Urk. 6/94/12+16). 3.8
Im (im Einwandverfahren eingereichten) Bericht vom 2 4. Februar 2021 diagnos tizierten die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Konsiliarpsychiatr i e und Psychosomatik, eine Cancer- related
Fatigue und eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1). Dazu hielten sie fest, bei der Beschwerdeführerin lasse sich seit 2018 mit dem Beginn der Chemotherapie eine persistierende Erschöpfungssymptomatik eruieren, begleitet von Schmerzen in den Händen und Füssen, ausgeprägten Sorgen und eine r depressive n Symptomatik seit ein paar Monaten. Für das chronische Müdigkeitssyndrom beziehungsweis e die Neurasthenie spräche die wiederkehrende körperliche Erschöpfung und damit verbunden die substantiell beeinträchtigte Fähigkeit, alltägliche, soziale, berufliche und private Angelegen heiten oder Aktivitäten zu absolvieren . Die Kriterien für ein Chronic
Fatigue Syndrom respektive eine myalgische
Enzephalomyelitis seien derzeit nicht hinreichend erfüllt. Das erstmalige Auftreten der Symptomatik im Rahmen der Chemotherapie, die substantielle Einschränkung im Alltag und die initiale Beur teilung im Ers tgespräch vom 1 3. April 2018, anlässlich welchem die Kriterien für eine depressive Episode nicht als erfüllt gesehen worden seien, so dass die Fatigue nicht ausschliesslich durch eine psychische Störung habe erklärt werden können, sprächen am ehesten für eine Cancer - related
Fatigue . Dies indizierten auch die Auswertungsergebnisse im diagnostischen Interview nach Kiss. Zudem lasse sich nun nebenbefundlich eine mittelgradig e depressive Episode feststellen. Im Rahmen der Befunderhebung wiesen die Ärzte unter anderem darauf hin, dass subjektiv Konzentrationsstörunge n bestünden, erklärten aber gleichzeitig , dass in der Untersuchungssituation keine Hinweise für manifeste Auffassungs-, Konzentrations - oder Gedächtnisstörungen vorgelegen hätten. Zur Arbeits fähigkeit hielten sie fest, dass die Konzentrationsstörungen und die Fatigue zu einer ausgeprägten Beeinträchtigung von Aktivitäten aus verschi edenen Fähigkeits bereichen führten , so dass eine volle Arbeitsunfähigkeit für die früher ausgeübte Tätigkeit bestehe ( Urk. 6/105). 4. 4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid im Wesentlichen auf das Gutachten der Z.___ A G vom 2 1. September 2020 (E. 3.7 ; Urk. 6/94) und ging in Übereinstimmung mit dem Gutachten von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus. 4.2
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen).
Vorliegend bestehen keine Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit des Gut achtens der Z.___ AG vom 2 1. September 2020 sprächen. Vielmehr beruht das Gutachten auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet, berück sichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinander. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge zudem einleuchtend dargelegt und ihre Schluss folgerungen nachvollziehbar begründet (vgl. E. 1.5). Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt , vermag nicht zu überzeugen. 4.3
Zunächst ist auf die formellen Rügen einzugehen. In diesem Zusammenhang macht die Beschwerdeführerin geltend , dass das Gutachten unter Verletzung der Zuteilungsvorschriften nach Art. 72 bis IVV zustande gekommen sei ( Urk. 1 S.
E. 13 u. 15). Diese Rüge ist unbegründet . Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Vergabe des Gutachtens nach dem Zufallsprinzip erfolgte ( Urk. 6/82-83). Daran ändert nichts, dass der zuständigen Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Auftragserteilung insofern ein Fehler unterlief, als sie zunächst im System die Fachrichtung Neurochirurgie statt Neuropsychologie eingab, was dann im Nachhinein korrigiert werden musste ( Urk. 6/87).
Die Beschwerdeführerin bemerkt richtig ( Urk. 1 S. 13) , dass die Konsensbeurtei lung auch von Prof. Dr. med. C.___ , Facharzt für Neurochirurgie, unterzeichnet wurde , der an der Begutachtung gar nicht mitgewirkt hatte ( Urk. 6/94/17 ). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin vermag dieser Umstand das Gutachten nicht in Frage zu stellen, fanden doch die auf umfassender Unter suchung der Beschwerdeführerin fussenden und von den Untersuchern persönlich unterzeichneten Teilgutachten Eingang in die Konsensbeurteilung. Dass die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung und deren Ergebnis mit den Teilgutachten nicht in Übereinstimmung stünde, macht die Beschwerdeführerin denn zu recht nicht geltend. Eine fehlende Unterschrift - oder wie hier von einem nicht beteiligten Experten - vermag mithin unter diesen Umständen keinen Mangel zu begründen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_114/2017 vom 21. August 2018 E. 7.2.1) .
Nicht gefolgt werde n kann der Beschwerdeführer in sodann , soweit sie dem Gutachten die Beweiskraft abspricht, weil kein Onkologe beigezogen wurde ( Urk. 1 S. 7 f.). Rechtsprechungsgemäss entscheidet die Gutachterstelle auf Grund der konkreten Fragestellung und der erforderlichen Untersuchungen abschliessend darüber, welche Fachdisziplinen - neben den von der IV-Stelle gewünschten - im Einzelf all zu begutachten sind (BGE 139 V 349 E. 3.3., Urteil des Bundes gerichts 9C_474/2013 vom 2 0. Februar 2014 E. 5.2.1). Vorliegend erfolgte die Begutachtung in den Disziplinen Innere Medizin, Neurologie , Gynäkologie, Neuropsychologie und Psychiatrie. Der RAD-Arzt Dr. D.___
hielt dafür , es sei davon auszugehen, dass die gynäkologische Fachgutachterin die sich stellenden Diagnostik - und Therapi efragen eines Mammakarzinoms als onkologisches Geschehen umfassend beurteilen könne ( Urk. 6/114/5). Dem ist beizupflichten.
Zum Gutachten wurde seitens der Beschwerdegegnerin von RAD-Arzt Dr. D.___
Stellung genommen (vgl.
Urk. 6/114) . Entgegen de m Einwand der Beschwerde führerin begründe t die Tatsache, dass Dr. D.___ kein Facharzt für Psychiatrie respektive Gynäkologie, sondern für Neurologie ist, keine n Anlass, seine Stellungnah m e in F rage zu stellen, ist ein Arzt doch unabhängig von seiner Fachrichtung grundsätzlich in der Lage, die Kohärenz des Berichts eines Kollegen zu beurteilen (Meyer/ Reichmuth , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, IVG, 3. Auflage, Zürich 2014, Art. 59 N 5 mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_149/2008 vom 2 7. Oktober 2008 E. 3.2; ferner: Urteil des Bundesgerichts 9C_582/2020 vom 8. September 2021 E. 3.3). 4.4
Als massgebend für die gutachterlich attestierte Einschränkung der Arbeitsfähig keit von 20 % erweist sich die psychiatrische Diagnose einer leichtgradigen depressiven Episode im Rahmen einer depressiven Entwicklung. In Bezug auf das psychiatrische Teilgutachten moniert die Beschwerdeführerin, dass keine respek tive keine hinreichende Indikatorenprüfung erfolgt sei ( Urk. 1 S. 4 f.). Dieser Vorwurf trifft nicht zu. Zum Komplex «Gesundheitsschädigung» legte der psychiatrische G utachter dar, dass der Ausprägungsgrad der diagnoserelevanten Befunde im Untersuchungszeitpunkt als leichtgradig zu beurteilen sei. In Bezug auf einen Behandlungserfolg respektive -resistenz sei anzumerken, dass mit fortgeführter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung mittlerweile eine deutliche Besserung des depressiven Zustandsbilds erreicht worden sei. Ange sichts des leichtgradig ausgeprägte n psychische n Störungsbild s bestehe grund sätzlich eine Eingliederungsfähigkeit. Wesentliche Eingliederungshemmnisse lägen nicht vor. Es bestehe eine Komorbidität zwischen der somatischen Erkran kung und der leichten depressiven Störung. In Hinblick auf den Komplex «Persönlichkeit» sei zu bemerken, dass keine Persönlichkeitsstörung im engeren Sinne vorliege. Betreffend den sozialen Kontext bestünden keine schwerwiegen den Beeinträchtigungen. Aus der Schilderung der Beschwerdeführerin sei auf ein e bloss leichte Beeinträchtigung im Tagesverlauf zu schliessen (Reisefähigkeit, regelmässige soziale Kontakte). Zur Kategorie «Konsistenz» führte der psychiat rische G utachter aus, es zeige sich keine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen, bei einerseits leichten Einschränkungen im privaten Bereich und einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit im ber uflichen Umfeld. Anamnestisch fi nde sich ein relevanter Leidensdruck, was sich anhand der regelmässigen medizinischen Betreuung belegen lasse ( Urk. 6/94/ 147- 148). D amit wurde den normativen Vorgaben (im Rahmen einer Indikatorenprüfung )
hinreichend Rechnung getragen und die funktionellen Auswirkungen respektive die attestierte Einschränkung von 20 % schlüssig begründet (vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
An dieser St elle ist daran zu erinnern, dass eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferen zen durch psyc hiatrische Komorbiditäten sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren lässt . Besteht dazu noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, was im Falle der Beschwerdeführerin bejaht wurde ( Urk. 6/94/151), so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundh eits schadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erk rankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2, 143 V 409 E. 4.5.2). Solches wurde vorliegend nachvollziehbar verneint. 4.5
Die behandelnden Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychoso matik, stellten die Diagnose einer Cancer- Fatigue und attestierten im Bericht vom 2 4. Februar 2021 primär gestützt darauf eine v olle Arbeitsunfähigkeit (E. 3.8 hiervor, Urk. 6/105). Darauf beruft sich die Beschwerdeführerin und macht geltend, mit dieser Diagnose hätten sich die Z.___ -Gutachter nicht auseinan dergesetzt ( Urk. 1 S. 6). Dazu i st festzuhalten, dass die Gutachter die Diagnose einer Fatigue -Symptomatik ( pharmakogen ) stellten ( Urk. 6/94/12). Damit inter pretierten sie die Symptomatik als eine Nebenwirkung der Medikamente. Zu einem vergleichbaren Schluss waren die Ärzte des
Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie, gelangt, die von einer Chemotherapie- assozierten
Fatigue sprachen (E. 3. 3 , Urk. 6/56). Es trifft jedoch zu, dass im Gutachten die Diagnose einer Cancer- related
Fatigu e nicht diskutiert wurde. Allerdings setzten sich die Gutachter sehr wohl mit der Müdigkeit respektive der körperlichen Erschöpfung, mit welchen Symptomen die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Konsiliarpsychiatrie und P sychosoma tik , ihre Diagnose eine r Cancer- related
Fatigue begründeten, auseinander.
Es besteht grundsätzlich keine Korrelation zwischen ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit (BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195). Vielmehr ergibt sich letztere aus den vorhandenen - objektivierten oder plausibilisierten - Funktions einschränkungen (vg
l. BGE 140 V 290 E. 3.3.1 ; Urteil des Bundesgerichts 9C_474/2017 vom 4. Oktober 2017 E. 4.1) . E s ist daher nicht zu beanstanden , dass die Gutachter die geklagten Funktionseinschr änkungen, soweit fest - stellbar , diagnostisch der leichtgradigen depressiven Episode zuordneten ( Urk. 9/94/140+144) und gestützt auf den von ihnen erhobenen Befund eine Arbeitsfähigkeit von 80 % annahmen . Der Bericht des
Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsi l iarpsychiatrie und Psychosomatik, vom 2 4. Februar 2021 ( Urk. 6/105)
vermag diese Beurteilung nicht in Zweifel zu ziehen . Für die darin attestier te volle Arbeitsunfähigkeit sind primär die von der Beschwerdeführerin geklagten Konzentrationsstörungen massgebend . In der Untersuchung vermochten die Klinikärzte jedoch, wie übrigens die anderen Ärzte auch, keine Hinweise für manifeste Auffassungs-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen finden. Ihre Einschätzung beruht damit weit gehend auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführer in . In diesem Zusammenhang fällt ins Gewicht, dass die kogni tiven Ress ourcen respektive Defizite der Beschwerdeführer in im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung
aufgrund mangelnder Leistungsbereitschaft nicht hinreichend eruierba r waren . Es war der Beschwerdeführerin trotz der von ihr geklagten Erschöpfungssymptomatik gegenteils möglich, die Belastbarkeit und Daueraufmerksamkeit während der Untersuchung über 3 ¼ Stunden hinweg aufrecht zu erhalten ( Urk. 6/94/113). 4.6
Soweit die Beschwerdeführerin die von ihr geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen der Leistungsfähigkeit mit dem Medikament Tamoxifen begründet ( Urk. 1 S. 10 u. S. 12), übersieht sie, dass dieses Medikament vier bis zwei Wochen vor der Begutachtung abgesetzt worden war ( Urk. 6/94/69, Urk. 6/94/91 ). Auch im Bericht des Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik , vom 2 4. Februar 2021 ist dieses Medikament nicht mehr aufge listet ( Urk. 6/105/2). Hingegen wird im Bericht de s
Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie, vom 2 0. Mai 2022 – bei im Wesentlichen unveränderten Befunden – die Abgabe von Tamoxifen erwähnt ( Urk. 12), was darauf schliessen lässt, dass im weiteren Verlauf dieses Medikament wieder verabreicht wurde. Der gynäkologischen Z.___ - G utachterin war bekannt, dass die Beschwerdeführerin das Medikament Tamoxifen eingenommen respektive später wieder abgesetzt hatte ( Urk. 6/94/91). D ie Z.___ -Gutachter
- wie auch die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie - gingen von einer Medikamenten- assozierten
Fatigue aus, ohne jedoch konkret einen Zusammenhang zum Medikament Tamoxifen herzustellen. Massgebend ist indessen , dass die Gutachter dieser Fatigue
alleine keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit be i massen ( Urk. 6/94/12 ) , sondern wie bereits dargelegt, im Rahmen der depressiven Erkrankung berücksichtigten (E. 4.5) . Diese fachärztliche Einschätzung vermag die Beschwerdeführerin ( respektive ihr R echtsvertreter) mit ihren Ausführungen, die sie als Laie zu diesem Thema macht ( Urk. 1 S. 10 ff.) , nicht in Zweifel zu ziehen. 4.7
Zusammenfassend ist somit gestützt auf das Gutachten der Z.___ AG vom 2 1. September 2020 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Diese Einschätzung hat in Bezug auf eine Verweistätigkeit ab Januar 2018 und in Bezug auf die bisherige Tätigkeit ab August 2020 Bestand (E. 3.7 am Ende) . Es ist zwar nicht auszuschliessen, dass aus neuropsychologischer Sicht eine krankheitswer tige Symptomatik besteht, die allenfalls eine weitergehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet. Aufgrund der Aggravation und den gezeigten Inkon sistenzen im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung liess sich ein erhebliches krankhei tsmässiges Geschehen nicht mit ausreichender Wahrschein lic hkeit feststellen . Diese Beweislosigkeit geht zu Lasten der Beschwerdeführerin (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 ; Urteil
des Bundesgerichts 9C_659/2017 vom 2 0. Sep tember 2018 E. 4.4). 5. 5.1
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothe tischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invali deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174). 5.2 5.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 5.2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (vgl. BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1; vgl. auch Art. 26 Abs. 1 IVV).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht sprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeit punkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwen den (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevi sionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/ Reichmuth , Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung). Wird das Invaliden einkommen auf der Grundlage von statistischen Durch schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/ aa ). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnitt lichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemäs sem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/ aa -cc). 5.2.3
Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, er übrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück sichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1 ). 5 .3
Nachdem die Beschwerdeführerin im August 2017 arbeitsunfähig geworden war und sich im Februar 2018 zum Leistungsbezug angemeldet hat ( Urk. 6/11), ist der frühestmögliche Rentenbeginn im August 2018 ( Art. 28 Abs. 1 lit . b IVG, Art. 29 IVG ).
Ab Januar 2018 bestand in einer Verweistätigkeit wieder eine Arbeitsfähigkeit von 80 % , jedoch noch keine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 80 % ist ab August 2020 anzunehmen. Der Invaliditätsgrad ist bis zu diesem Zeitpunkt gestützt auf den allgemeinen Einkommensvergleich zu berechnen. Ab diesem Zeitpunkt entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. 5.4
Im Rahmen des allgemeinen Einkommensvergleich s ist gestützt a uf die Angaben der Arbeitgeberin von einem Valideneinkommen von Fr. 54'799.-- ( Fr. 4'500.-- x 12 x 108.2 : 109.8; unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung [Bundesamt f ür Statistik, Nominallohnindex , Frauen, Tabelle T1.2.10, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen ;
Urk. 6/19/5 ) auszugehen .
Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne gemäss LSE heranzuziehen
(BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1) , konkret auf die LSE 201 8. Gemäss Tabelle TA1 beläuft sich der Bruttolohn für Frauen beim Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten) auf der Bas is des Total wertes auf Fr. 4'371 .--. In B erücksichtigung der im Jahr 2018 betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden (vgl. Bun desamt für Statistik, Tabelle T 03.02.03.01.04.01 Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaft sabteilungen, „Total“, Jahr 2018 ) resultiert ein Bet rag von Fr. 54'681.-- ( Fr. 4’371 .-- x 12 : 40 x 41.7). Entsprechend einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ergib t dies Fr. 43'745.-- ( Fr. 54'681. -- : 100 x 8 0).
Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur unterdurch schnittlich verwerten könnte, sind nicht aktenkundig und wurden denn beschwerdeweise auch nicht vorgetragen. Selbst wenn aber zugunsten der Beschwerdeführerin ein leidensbedingter Abzug von 10 % gewährt würde, resultierte ein massgebliches Inval ideneinkommen von Fr. 39'371.-- und damit in Gegenüberstellung zum Valideneinkommen ein (rentenausschliessender) Invaliditätsgrad von 28 % . 5.5
Ab August 2020 ist der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit zu 80 % zumutbar . Da die Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit gegeben ist, rechtfertigt sich ein Abzug vom Tabellenlohn nicht. Damit entspricht der Grad der Arbeits unfähigkeit dem Invaliditätsgrad, mithin 20 % . Diese Verbesserung ist ab Dezem ber 2020 zu berücksichtigen ( Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. Urteile des Bundesgerichts I 569/06 vom 2 0. November 2006 E. 3.3 und I 792/06 vom 2 6. September 2007 E. 8.2). 6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente besteht. Da spätestens ab August 2020 wieder eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit besteht, sind auch keine beruflichen Massnahmen angezeigt. Die Beschwerdeführerin machte denn auch keine konkreten Ausführungen dazu. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 7 .
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind a uf Fr. 8 00.-- festzu setzen und ausga ngsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800 .-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3.
Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kaspar Gehring - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle , unter Beilage einer Kopie von Urk. 11 und Urk. 12 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4.
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber VogelSonderegger
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00066
V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Curiger Gerichtsschreiber Sonderegger Urteil vom 2 8. Juni 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring KSPartner Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1.
X.___ , geboren 1970 , war ab 1. Juli 2017 als Aussendienstmitarbeiterin bei der Y.___ GmbH tätig ( Urk. 6/19). Im August 2017 wurde bei ihr ein Brust krebs diagnostiziert ( Urk. 6/5 , Urk. 6/23 ). Am 7. Februar 2018 meldete sie sich unter Hinweis auf diese Erkrankung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle , zum Leistungsbezug (berufliche Integration, Invaliden rente) an ( Urk. 6/11). Diese tätigte erwerbliche und medizinische A bklärungen, zog (wiederholt) die Akten des Krankentaggeldversicherers bei und veranlasste das polydiszip linäre ( Allgemeine Innere Medizin/Neurologie/ Gynäkologie/ Neuropsychologie/ Psychiatrie) Gutachten der Z.___ AG, MEDAS A.___ , vom 2 1. September 2020 ( Urk. 6/94; Urk. 6/19, Urk. 6/21, Urk. 6/23, Urk. 6/28, Urk. 6/31, Urk. 6/33-35, Urk. 6/37-38, Urk. 6/41, Urk. 6/56, Urk. 6/64 , Urk. 6/70, Urk. 6/74-77). Mit Vorbescheid vom 1 3. Oktober 2020 kündigte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens an ( Urk. 6/97) ,
wogegen die Versicherte unter Beilage eines ärztlichen Berichts ( Urk. 6/105) Einwand erhob ( Urk. 6/98+101,
Urk. 6/106). Mit Verfügung vom 2 0. Dezember 2021 wies die IV-Stelle wie vorbeschieden das Leistungsbegehren ab ( Urk. 2). 2.
Dagegen liess X.___ mit Eingabe vom 3 1. Januar 2022 Beschwerde erheben und beantragen, ihr seien die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, ins besondere Rentenleistungen ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 7. März 2022 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was der Beschwerdeführer in zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 7, vgl. auch Urk. 8-10). Mit Eingabe vom 2 0. Juni 2022 liess sich die Beschwerdeführerin nochmals verlauten ( Urk. 11). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur tei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähig keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer seits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundes gerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines renten begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchs frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente , bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1 0. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen). 2. 2.1
Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheids im Wesent lichen ( Urk. 2), aus dem Z.___ -Gutachten ergebe sich, dass die Beschwerdefüh rerin unter einer leichtgradigen depressiven Episode leide . Eine solche sei per Definition nicht invalidisierend. Die Krebserkrankung habe nur vorübergehend eine Arbeitsunfähigkeit ausgelöst. Das Leistungsbegehren sei deshalb abzuweisen. 2.2
Die Beschwerdeführerin liess dagegen im Wese ntlichen einwenden ( Urk. 1), das Z.___ -Gutachten sei nicht beweiskräftig. Es sei unter Verletzung der Zuteilungsvorschriften zustande gekommen.
Im Gutachten werde aufgrund einer leichtgradigen depressiven Episode eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 20 % attestiert. Eine Indikatorenprüfung enthalte es jedoch nicht und genüge daher schon deshalb den bundesgerichtlichen Anforderungen nicht. Sie , die Beschwerdeführerin, leide an einer persistierenden Erschöpfungssymptomatik. Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ hätten die Diagnose einer Cancer- related
F atigue gestellt. Mit dieser auf der Hand liegenden Diagnose hätten sich die Z.___ -Gutachter nicht beziehungsweise nicht hinreichend auseinanderge setzt. Bei der Begutachtung sei kein Onkologe beteiligt gewesen, was aber notwendig gewesen wäre. Im Weiteren sei sie insbesondere mit Tamoxifen behandelt worden. Dieses Medikament verursache die Art von Einschränkungen und Beschwerden, unter welchen sie leide. Darauf werde im Gutachten nicht eingegangen. Schliesslich erweise sich die im Gutachten enthaltene Konsens beurteilung als Farce, weil sie auch vom Neurochirurgen Prof. Dr. med. C.___ unterzeichnet worden sei, obschon dieser an der Begutachtung gar nicht mitge wirkt habe. Soweit der RAD-Arzt Dr. med. D.___ das Z.___ -Gutachten als beweiswertig beurteile, sei festzuhalten, dass ihm als Facharzt für Neurologie die hierfür notwendige Fachkompetenz abgehe. Aufgrund der Berichte der behan delnden Ärzte sei eine seit August 2017 durchgehende volle Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. 3. 3.1
Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für G ynäkologie, diagnostizierten im Bericht vom 1 1. August 2017 (1 . ) ein duktales Mammakarzinom rechts periareolär bei 2-3 Uhr (2 .) eine paraureth r ale
plattenepitheliale Zyste rechts posterior und (3.) ein en Status nach vier Spontangeburten. Nach operativer Segmentresektion der Mamma rechts am 1 1. August 2017 wurde eine adjuvante Chemotherapie in die Wege geleitet ( Urk. 6/ 21/ 18-19, vgl. auch Urk. 6/5/1). Eine Arbeitsunfähigkeit wurde bis auf Weiteres attestiert (vgl. Urk. 6/21/17, Urk. 6/21/19). 3.2
Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik, stellten im Bericht vom 1 3. April 2018 die Diagnose einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt bei onkologischer Erkrankung (ICD-10 F43.22). Sie führten aus,
ihnen sei die Beschwerdeführer in wegen Zukunftsängsten, Vertrau ensverlust in den eigenen Körper und einer Belastung durch ein Fatigue -Syndrom zugewiesen worden. Die Beschwerdeführer in habe mit den Folgen der Erkrankung und den Therapien zu kämpfen. Sie klage über Parästhesien an Hände n und Füsse n . Sie sei sehr müde, vergesse viel, habe Blackouts und könne sich schlecht konzentrieren.
Seit August habe sie kein Geschmacksempfinden mehr. Die Ärzte bestätigten, dass sich im Rahmen der Exploration gelegentlich Gedächtnislücken (Blackouts) gezeigt hätten. Ansonsten sei das Denken formal und inha ltlich geordnet, d ie Aufmerksamkeit und Kon zentration unauffällig gewesen . Zur diagnostischen Beurteilung erklärten sie, vor dem Hintergrund der onkologischen Erkrankung und des psychopathologischen Befunds lasse sich das affektive Zustandsbild im Zuge der Krankheitsverarbeitung als Anpassungsstörung mit Angst und D epression interpretieren ( Urk. 6/34, vgl. auch Urk. 6/23 ) . Im Bericht vom 2 9. September 2018 wiesen die nämlichen Ärzte darauf hin, dass die Konsultationen alle drei Monate stattfänden. Als Diagnosen nannten sie eine Anpassungsstörung mit depressiver Symptomatik (ICD-10 F43.22) sowie ein Fatigue -Syndrom. Sie bejahten eine Belastbarkeit für Wiedereingliederungsmass nahmen im Umfang von mindestens zwei Stunden pro Tag , konnten aber keine Aussagen zum genauen Umfang machen ( Urk. 6/28). Im Bericht vom 1 9. Dezem ber 2018 präzisierten sie die gestellten Diagnosen insofern, als sie das Fatigue -Syndrom als C ancer- related
Fatigue qualifizierten ( Urk. 6/41). 3.3
Die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie , hielten im Bericht vom 3 0. Oktober 2018 ein Mammakarzinom (gemeint wohl: ein Status nach Ma mmakarzinom) eine Chemotherapie- assoziierte Fatigue , eine Polyneuropathie und eine Anpas sungsstörung fest. Der Gesundheitszustand habe sich leicht gebessert. Die Kontrollen würden alle drei Monate stattfinden. Die Ärzte bescheinigten eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit, quantifizierten diese aber nicht ( Urk. 6/31). Im Bericht vom 1 6. Juli 2019 erklärten sie , dass keine Anhaltspunkte für ein Rez i div oder ein Zweitkarzinom bestünden. Aus gynäkologischer Sicht bestehe ein guter Verlauf. Eine Arbeitsaufnahme sei denkbar. Zum Umfang der Arbeitsfähigkeit äusserten sie sich indessen nicht ( Urk. 6/56). 3.4
Dr. med. E.___ , Fachärztin für Neurologie, diagnostizierte im Bericht vom 1 4. August 2019 ein Karpaltunnelsyndrom beidseits (Erstmanifestation 2018 ), eine leichte distal-symmetrische sensible PNP toxischer Genese (mit geringer Hypästhesie an Fingerspitzen und Zehen, nach Chemotherapie), ein en Status nach Mammaka rzinom rechts (Erstdiagnose 2017 ), eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion sowie eine Cancer- related
Fatigue (übernommene Diagnose) sowie kognitive Störungen mit Gedächtnis und Konzentrationsstörun gen, vermutlich im Rahmen einer Anpassungsstörung. Die Beschwerdeführerin gebe an, dass sie seit der Chemotherapie Taubheitsgefühle in den Händen und F üsse habe. Die letzte Chemotherapie habe sie im April 2018 erhalten. Klinisch und neurographisch liessen sich die Beschwerden an den Händen eindeutig auf das Karpaltunnelsyndrom zurückführen mit Manifestation durch die chemo therapeutische Behandlung. Da die Beschwerdeführerin verspätet zum Termin erschienen sei, habe bei vermutlich vorliegende r toxischer sensibler PNP keine Neurographie der Beinnerven durchgeführt werden können. Vor allem das Medikament Paclitaxel (Taxol) habe eine hohe neurotoxische Wirkung. Moto rische Ausfälle der Beine seien nicht nachweisbar. Die von der Beschwerdeführe rin geschilderten Gedächtnis- und Konzentration sstörungen seien am ehesten durch die Anpassungsstörung beziehungsweise eine depressive Entwicklung erklärbar ( Urk. 6/64). 3.5
Dr. med. F.___ , Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 2 8. Oktober 2019 eine Anpassungsstörung mit depressiver Reak tion (F42.3), einen Verdac ht auf eine C ancer- related
Fatigue , ein en Status nach Mammakarzinom rechts, ein Karpaltunnelsyndrom beidseits, eine leichte distal-sym metrische PNP toxischer Genese und einen Verdacht auf kognitive Störung mit Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen (Differenzi aldiagnose unklar). Er attestierte eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 80 % ( Urk. 6/70). 3.6
Auf Zuweisung von Dr. E.___ hin erfolgte bei Dr. med. G.___ , Verhaltens neurologin, und l ic . phil. H.___ , Neuropsychologin/Psychologin, am 2 9. November 2019 eine verhaltensneurologische-neuropsychologische Unter suchung. Diese ergab eine leicht
- bis mittelgradige Funktionsstörung , die im Rahmen der vordiagnostizierten affektpathologischen Symptomatik sowie der Cancer- related
Fatigue als gut erklärbar beurteilt wurde. Differentialdiagnostisch wurde eine diskrete Befundaggravation durch die Fremdsprachigkeit als möglich erachtet. Aus rein neurokognitiver Sicht wurde eine Einschränkung der Arbeits fähigkeit von 30 bis 50 % bescheinigt ( Urk. 6/77). 3.7
Die Gutachter der Z.___ AG nannten in ihrem Gutachten vom 2 1. September 2020 als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ( Urk. 6/94/11-12) : • leichtgradig depressive Episode im Rahmen einer depressiven Entwicklung (ICD-10 F32.01)
Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit massen sie folgenden Diagnosen zu: • zwei Schilddrüsenknoten links, Erstdiagnose 01/2018, FNP: benigne • Nikotinabusus, kum . 34 py • Spannungs typ kopfschmerzen • leichtes Carpaltunnelsyndrom beidseits • Riechstörung, am ehesten Chemotherapie-bedingt • Duktales Mammakarzinom rechts periareolär bei 2-3 Uhr • 3 1. Juli 2017 Mammographie • Segmentresekt i on Mamma rechts bei 2h mittels periareoläre
Mastoplexie , onkoplastische Rekonstruktion und Sentinellymphono dektomie ( Dr. I.___ ) am 9. August 2017 • 2 3. August 2017 PET-CT: in erster Linie postoperative Veränderung Mamma rechts sowie Serom axillar rechts nach Lymphknotendissek tion . Zwei nicht pathologisch vergrösserte, zum Teil schwach metabolische aktive Lymphknoten axilläres Level rechts I, DD post operativ , DD Metastasen möglich. Ansonsten kein Hinweis auf anderweitige Metastasen . • August 2017 bis Januar 2018 Chemotherapie mit 4xAC, 12xTaxol • Februar 2018 Start Femara • 5. März 201 8 bis 9. Mai 2018 Perkutane adjuvante Radiotherapie der Mamma rechts • Fatigue -Symptomatik ( pharmakogen ) • Paraurethrale
p lattenepitheliale Zyste rechts posterior • MRI Becken vom 7. August 2017: Verdacht auf Urethraldivertikel rechts posterior , DD Gartner gang zyste • Bio ps ie paurarethral : keine Malignität • Status nach vier Spontangeburten • Belastungsinkontinenz • Descensus
urogentalis
Die internistische Gutachterin hielt fest, auf dem allgemein-internistischen Fachgebiet ergäben sich keine IV-relevanten Diagnosen oder entsprechende Funktionseinschränkung en . Die Tumorerkrankung selbst scheine nach Angaben der Beschwerdeführerin und gemäss Akten rezidivfrei zu sein .
Die Beschwerde führerin klage über Geschmacks- und Riechstörungen, Ameisenlaufen in den Fingern und Zehen, Gelenkschmerzen, ein Carpaltunnelsyndrom, psychische Störungen und Schlafstörungen. Ob die beklagte Beschwerdesymptomatik als Nebenwirkung der Chemotherapie, einer vielleicht etablierten Therapie mit einem Aromatashemmer , eines in den Akt en geäusserten Verdachts einer C ancer- related
Fatigue oder eine r ebenfalls diskutierten depressiven Erkrankung zu interpretie ren sei, sei nicht aus internistischer Sicht zu beurteilen ( Urk. 6/94/56-57).
D er neu rologische Teilgutachter erklärte , dass die Beschwerdeführerin aus neuro logischer Sicht voll arbeitsfähig sei. Was die Gefühlsstörungen an beiden Händen anbelange, hätten die bisherigen Abklärungen Hinweise auf ein leichtgradig ausgeprägtes Carpaltunnelsyndrom ergeben. Die klinische Symptomatik sei jedoch aufgrund der ungenauen Angaben der Beschwerdeführer in nicht eindeutig zuordenbar. Möglich erscheine auch eine polyneuropathische Symptomatik aufgrund der Chemotherapie, obschon sich an den Füssen hierzu klinisch kein hinreichender Anhalt ergebe. Des Weiteren gebe die Beschwerdeführerin Riech störungen an, was vor dem Hintergrund der Chemotherapie gut nachvollziehbar sei ( Urk. 6/94/73) .
Die gynäkologische Teilgutachterin attestierte der Beschwerdeführerin gestützt auf die Untersuchungsbefunde eine volle Arbeitsfähigkeit aus gynäkologischer Sicht, wies aber darauf hin, dass die Gedächtnisstörungen die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiterin beeinträchtigen könnten ( Urk. 6/94/98).
Die neuropsychologische Teilgutachterin führte aus, im Rahmen der neuropsy chologischen Untersuchung seien drei verschiedene Verfahren zur Beschwerde validierung durchgeführt worden. Auf dieser Grundlage seien wiederholt negative Antwortverzerrungen objektiviert worden. Das Leistungsverhalten sei daher als nicht authentisch zu werten und die Testergebnisse würden keine verwertbaren Aussagen
zur Überprüfung der kognitiven Funktionen liefern. Bei Vorliegen eines nicht authentischen Leistungsverhalte ns sei das Ausmass der diagnostisch festgestellten Leistungseinbussen in Frage zu stellen. Folglich besitze auch die von lic .
phil. H.___ und Dr. G.___ durchgeführte neuropsychologische Untersuchung vom 2 9. November 2019 nur geringe Aussagekraft. Auf der Grund lage der eigenen Befunderhebung könne keine positive Aussage dazu gemacht werden, ob eine krankheitsbezogene kognitive Funktionsstörung vorliege. Einige der geltend gemachten Beschwerden liessen sich widerlegen. Positiv belegbar und überwiegend wahrscheinlich seien negative Antwortverzerrungen von Seiten der Beschwerdeführerin. Es sei zwar überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass eine krankheitswertige kognitive S törung vorhanden sei, aufgrund der eingeschränkten Mitwirkung der Beschwerdeführerin lasse sich jedoch das Ausmass des tatsächlichen Ausfallsmusters nicht abschätzen ( Urk. 6/115-118).
Der psychiatrische Gutachter hielt fest, im Rahmen der Untersuchung habe sich keine Beeinträchtigung der Bewusstseinsklarheit gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei in allen Qualitäten (Ort, Zeit, Person und Situation) voll orientiert gewesen . Sie habe die Aufme rksamkeit für die Dauer des Gesprächs durchgehend aufrecht erhalten können, dies bei subjektiv erlebter Konzentrationsminderung und Alltagsvergesslichkeit. Das Langzeitgedächtnis habe sich klinisch als unauffällig erwiesen. Die Beschwerdeführerin habe mit vernehmlicher Stimme gesprochen, deutlich artikuliert, mit leicht viskösem Redefluss. Die persönliche Geschichte habe sie nachfühlbar zum Ausdruck gebracht ( Urk. 6/94/139-140) . Als Haupt symptom habe eine leichtgradig depressive Verstimmung (leicht gedrückte, ängstlich-besorgte Stimmung sowie eine vermehrte Erschöpfbarkeit im Sinne einer lei chten Antriebsminderung) vorgelegen . Als sogenannte Zusatzsymptome seien ein vermindertes Selbstwertgefühl und Insuff izienzgefühle und als «soma tische Symptome» eine leichte Antriebsminderung, Schlafstörungen sowie ein Morgentief eruierbar gewesen. Den Berichten des Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsiliarpsy chiatrie und Psychosomatik , und des behandelnden Psychiater s
Dr. F.___ sei die Diagnose einer Anpassungsstörung zu entnehmen. Eine Anpassungsstörung sei definiert als eine leichtgradige, vorübergehende Störung. Aus rein psychiat rischer Sicht könne deshalb eine langandauernde volle Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollzogen werden. Angesichts des Zeitkriteriums sei nun zum Un ter suchungszeitpunkt die Diagnose einer Anpassungsstörung nicht mehr zu stellen. Zu bevorzugen sei die Diagnose einer leichten depressiven E pisode. Eine schwergradige depressive Symptomatik könne nicht festgestellt werden, Damit wäre auch das von der Beschwerdeführerin geschilderte Aktivitätsniveau (Tages ablauf) nicht in Einklang zu bringen ( Urk. 6/94/144). Das Ergebnis des neuropsy chologischen Teilgutachtens lasse sich durch die vorliegende leichtgradige depressive Symptomatik nicht erklären. Aus psychiatrischer Sicht sei eine valide Beurteilung möglich ( Urk. 6/94/146). Aufgrund der leichtgradig depressiven Symptomatik sei von einer Leistungsminderung von 20 % bei einer zumutbaren ganztägigen Präsenz auszugehen ( Urk. 6/94/148+150).
Die Gutachter attestierten in der Gesamtbeurteilung a ufgrund der psychiatrischen Diagnose einer leichtgradig depressive n Episode eine Einschränkung der A rbeits fähigkeit von 20 % in der angestammte n Tätigkeit als Aussend ienstmitarbeiter i n sowie in einer Verweistätigkeit ( Urk. 6/94/14-15). Zum Verlauf der Arbeitsfähig keit hielten sie fest, dass eine retrospektiv e Beurteilung schwierig sei. Die bescheinigte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit habe ab dem Unter suchungsdatum, also ab August 2020 ( Urk. 6/94/5), die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ab Januar 2018 Gültigkeit ( Urk. 6/94/15-16). Die Gutachter betonten jedoch, dass aufgrund der mangelnden Mitwirkung der Beschwerde führerin im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung die Testergebnisse nicht verwertbar gewesen seien. Es habe deshalb nicht abschliessend abgeklärt werden können, ob allenfalls kognitive Defizite bestünden, die eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hätten ( Urk. 6/94/12+16). 3.8
Im (im Einwandverfahren eingereichten) Bericht vom 2 4. Februar 2021 diagnos tizierten die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Konsiliarpsychiatr i e und Psychosomatik, eine Cancer- related
Fatigue und eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1). Dazu hielten sie fest, bei der Beschwerdeführerin lasse sich seit 2018 mit dem Beginn der Chemotherapie eine persistierende Erschöpfungssymptomatik eruieren, begleitet von Schmerzen in den Händen und Füssen, ausgeprägten Sorgen und eine r depressive n Symptomatik seit ein paar Monaten. Für das chronische Müdigkeitssyndrom beziehungsweis e die Neurasthenie spräche die wiederkehrende körperliche Erschöpfung und damit verbunden die substantiell beeinträchtigte Fähigkeit, alltägliche, soziale, berufliche und private Angelegen heiten oder Aktivitäten zu absolvieren . Die Kriterien für ein Chronic
Fatigue Syndrom respektive eine myalgische
Enzephalomyelitis seien derzeit nicht hinreichend erfüllt. Das erstmalige Auftreten der Symptomatik im Rahmen der Chemotherapie, die substantielle Einschränkung im Alltag und die initiale Beur teilung im Ers tgespräch vom 1 3. April 2018, anlässlich welchem die Kriterien für eine depressive Episode nicht als erfüllt gesehen worden seien, so dass die Fatigue nicht ausschliesslich durch eine psychische Störung habe erklärt werden können, sprächen am ehesten für eine Cancer - related
Fatigue . Dies indizierten auch die Auswertungsergebnisse im diagnostischen Interview nach Kiss. Zudem lasse sich nun nebenbefundlich eine mittelgradig e depressive Episode feststellen. Im Rahmen der Befunderhebung wiesen die Ärzte unter anderem darauf hin, dass subjektiv Konzentrationsstörunge n bestünden, erklärten aber gleichzeitig , dass in der Untersuchungssituation keine Hinweise für manifeste Auffassungs-, Konzentrations - oder Gedächtnisstörungen vorgelegen hätten. Zur Arbeits fähigkeit hielten sie fest, dass die Konzentrationsstörungen und die Fatigue zu einer ausgeprägten Beeinträchtigung von Aktivitäten aus verschi edenen Fähigkeits bereichen führten , so dass eine volle Arbeitsunfähigkeit für die früher ausgeübte Tätigkeit bestehe ( Urk. 6/105). 4. 4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid im Wesentlichen auf das Gutachten der Z.___ A G vom 2 1. September 2020 (E. 3.7 ; Urk. 6/94) und ging in Übereinstimmung mit dem Gutachten von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus. 4.2
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen).
Vorliegend bestehen keine Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit des Gut achtens der Z.___ AG vom 2 1. September 2020 sprächen. Vielmehr beruht das Gutachten auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet, berück sichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinander. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge zudem einleuchtend dargelegt und ihre Schluss folgerungen nachvollziehbar begründet (vgl. E. 1.5). Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt , vermag nicht zu überzeugen. 4.3
Zunächst ist auf die formellen Rügen einzugehen. In diesem Zusammenhang macht die Beschwerdeführerin geltend , dass das Gutachten unter Verletzung der Zuteilungsvorschriften nach Art. 72 bis IVV zustande gekommen sei ( Urk. 1 S. 13 u. 15). Diese Rüge ist unbegründet . Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Vergabe des Gutachtens nach dem Zufallsprinzip erfolgte ( Urk. 6/82-83). Daran ändert nichts, dass der zuständigen Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Auftragserteilung insofern ein Fehler unterlief, als sie zunächst im System die Fachrichtung Neurochirurgie statt Neuropsychologie eingab, was dann im Nachhinein korrigiert werden musste ( Urk. 6/87).
Die Beschwerdeführerin bemerkt richtig ( Urk. 1 S. 13) , dass die Konsensbeurtei lung auch von Prof. Dr. med. C.___ , Facharzt für Neurochirurgie, unterzeichnet wurde , der an der Begutachtung gar nicht mitgewirkt hatte ( Urk. 6/94/17 ). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin vermag dieser Umstand das Gutachten nicht in Frage zu stellen, fanden doch die auf umfassender Unter suchung der Beschwerdeführerin fussenden und von den Untersuchern persönlich unterzeichneten Teilgutachten Eingang in die Konsensbeurteilung. Dass die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung und deren Ergebnis mit den Teilgutachten nicht in Übereinstimmung stünde, macht die Beschwerdeführerin denn zu recht nicht geltend. Eine fehlende Unterschrift - oder wie hier von einem nicht beteiligten Experten - vermag mithin unter diesen Umständen keinen Mangel zu begründen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_114/2017 vom 21. August 2018 E. 7.2.1) .
Nicht gefolgt werde n kann der Beschwerdeführer in sodann , soweit sie dem Gutachten die Beweiskraft abspricht, weil kein Onkologe beigezogen wurde ( Urk. 1 S. 7 f.). Rechtsprechungsgemäss entscheidet die Gutachterstelle auf Grund der konkreten Fragestellung und der erforderlichen Untersuchungen abschliessend darüber, welche Fachdisziplinen - neben den von der IV-Stelle gewünschten - im Einzelf all zu begutachten sind (BGE 139 V 349 E. 3.3., Urteil des Bundes gerichts 9C_474/2013 vom 2 0. Februar 2014 E. 5.2.1). Vorliegend erfolgte die Begutachtung in den Disziplinen Innere Medizin, Neurologie , Gynäkologie, Neuropsychologie und Psychiatrie. Der RAD-Arzt Dr. D.___
hielt dafür , es sei davon auszugehen, dass die gynäkologische Fachgutachterin die sich stellenden Diagnostik - und Therapi efragen eines Mammakarzinoms als onkologisches Geschehen umfassend beurteilen könne ( Urk. 6/114/5). Dem ist beizupflichten.
Zum Gutachten wurde seitens der Beschwerdegegnerin von RAD-Arzt Dr. D.___
Stellung genommen (vgl.
Urk. 6/114) . Entgegen de m Einwand der Beschwerde führerin begründe t die Tatsache, dass Dr. D.___ kein Facharzt für Psychiatrie respektive Gynäkologie, sondern für Neurologie ist, keine n Anlass, seine Stellungnah m e in F rage zu stellen, ist ein Arzt doch unabhängig von seiner Fachrichtung grundsätzlich in der Lage, die Kohärenz des Berichts eines Kollegen zu beurteilen (Meyer/ Reichmuth , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, IVG, 3. Auflage, Zürich 2014, Art. 59 N 5 mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_149/2008 vom 2 7. Oktober 2008 E. 3.2; ferner: Urteil des Bundesgerichts 9C_582/2020 vom 8. September 2021 E. 3.3). 4.4
Als massgebend für die gutachterlich attestierte Einschränkung der Arbeitsfähig keit von 20 % erweist sich die psychiatrische Diagnose einer leichtgradigen depressiven Episode im Rahmen einer depressiven Entwicklung. In Bezug auf das psychiatrische Teilgutachten moniert die Beschwerdeführerin, dass keine respek tive keine hinreichende Indikatorenprüfung erfolgt sei ( Urk. 1 S. 4 f.). Dieser Vorwurf trifft nicht zu. Zum Komplex «Gesundheitsschädigung» legte der psychiatrische G utachter dar, dass der Ausprägungsgrad der diagnoserelevanten Befunde im Untersuchungszeitpunkt als leichtgradig zu beurteilen sei. In Bezug auf einen Behandlungserfolg respektive -resistenz sei anzumerken, dass mit fortgeführter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung mittlerweile eine deutliche Besserung des depressiven Zustandsbilds erreicht worden sei. Ange sichts des leichtgradig ausgeprägte n psychische n Störungsbild s bestehe grund sätzlich eine Eingliederungsfähigkeit. Wesentliche Eingliederungshemmnisse lägen nicht vor. Es bestehe eine Komorbidität zwischen der somatischen Erkran kung und der leichten depressiven Störung. In Hinblick auf den Komplex «Persönlichkeit» sei zu bemerken, dass keine Persönlichkeitsstörung im engeren Sinne vorliege. Betreffend den sozialen Kontext bestünden keine schwerwiegen den Beeinträchtigungen. Aus der Schilderung der Beschwerdeführerin sei auf ein e bloss leichte Beeinträchtigung im Tagesverlauf zu schliessen (Reisefähigkeit, regelmässige soziale Kontakte). Zur Kategorie «Konsistenz» führte der psychiat rische G utachter aus, es zeige sich keine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen, bei einerseits leichten Einschränkungen im privaten Bereich und einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit im ber uflichen Umfeld. Anamnestisch fi nde sich ein relevanter Leidensdruck, was sich anhand der regelmässigen medizinischen Betreuung belegen lasse ( Urk. 6/94/ 147- 148). D amit wurde den normativen Vorgaben (im Rahmen einer Indikatorenprüfung )
hinreichend Rechnung getragen und die funktionellen Auswirkungen respektive die attestierte Einschränkung von 20 % schlüssig begründet (vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
An dieser St elle ist daran zu erinnern, dass eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferen zen durch psyc hiatrische Komorbiditäten sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren lässt . Besteht dazu noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, was im Falle der Beschwerdeführerin bejaht wurde ( Urk. 6/94/151), so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundh eits schadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erk rankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2, 143 V 409 E. 4.5.2). Solches wurde vorliegend nachvollziehbar verneint. 4.5
Die behandelnden Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychoso matik, stellten die Diagnose einer Cancer- Fatigue und attestierten im Bericht vom 2 4. Februar 2021 primär gestützt darauf eine v olle Arbeitsunfähigkeit (E. 3.8 hiervor, Urk. 6/105). Darauf beruft sich die Beschwerdeführerin und macht geltend, mit dieser Diagnose hätten sich die Z.___ -Gutachter nicht auseinan dergesetzt ( Urk. 1 S. 6). Dazu i st festzuhalten, dass die Gutachter die Diagnose einer Fatigue -Symptomatik ( pharmakogen ) stellten ( Urk. 6/94/12). Damit inter pretierten sie die Symptomatik als eine Nebenwirkung der Medikamente. Zu einem vergleichbaren Schluss waren die Ärzte des
Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie, gelangt, die von einer Chemotherapie- assozierten
Fatigue sprachen (E. 3. 3 , Urk. 6/56). Es trifft jedoch zu, dass im Gutachten die Diagnose einer Cancer- related
Fatigu e nicht diskutiert wurde. Allerdings setzten sich die Gutachter sehr wohl mit der Müdigkeit respektive der körperlichen Erschöpfung, mit welchen Symptomen die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Konsiliarpsychiatrie und P sychosoma tik , ihre Diagnose eine r Cancer- related
Fatigue begründeten, auseinander.
Es besteht grundsätzlich keine Korrelation zwischen ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit (BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195). Vielmehr ergibt sich letztere aus den vorhandenen - objektivierten oder plausibilisierten - Funktions einschränkungen (vg
l. BGE 140 V 290 E. 3.3.1 ; Urteil des Bundesgerichts 9C_474/2017 vom 4. Oktober 2017 E. 4.1) . E s ist daher nicht zu beanstanden , dass die Gutachter die geklagten Funktionseinschr änkungen, soweit fest - stellbar , diagnostisch der leichtgradigen depressiven Episode zuordneten ( Urk. 9/94/140+144) und gestützt auf den von ihnen erhobenen Befund eine Arbeitsfähigkeit von 80 % annahmen . Der Bericht des
Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsi l iarpsychiatrie und Psychosomatik, vom 2 4. Februar 2021 ( Urk. 6/105)
vermag diese Beurteilung nicht in Zweifel zu ziehen . Für die darin attestier te volle Arbeitsunfähigkeit sind primär die von der Beschwerdeführerin geklagten Konzentrationsstörungen massgebend . In der Untersuchung vermochten die Klinikärzte jedoch, wie übrigens die anderen Ärzte auch, keine Hinweise für manifeste Auffassungs-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen finden. Ihre Einschätzung beruht damit weit gehend auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführer in . In diesem Zusammenhang fällt ins Gewicht, dass die kogni tiven Ress ourcen respektive Defizite der Beschwerdeführer in im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung
aufgrund mangelnder Leistungsbereitschaft nicht hinreichend eruierba r waren . Es war der Beschwerdeführerin trotz der von ihr geklagten Erschöpfungssymptomatik gegenteils möglich, die Belastbarkeit und Daueraufmerksamkeit während der Untersuchung über 3 ¼ Stunden hinweg aufrecht zu erhalten ( Urk. 6/94/113). 4.6
Soweit die Beschwerdeführerin die von ihr geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen der Leistungsfähigkeit mit dem Medikament Tamoxifen begründet ( Urk. 1 S. 10 u. S. 12), übersieht sie, dass dieses Medikament vier bis zwei Wochen vor der Begutachtung abgesetzt worden war ( Urk. 6/94/69, Urk. 6/94/91 ). Auch im Bericht des Universitätsspitals B.___ ,
Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik , vom 2 4. Februar 2021 ist dieses Medikament nicht mehr aufge listet ( Urk. 6/105/2). Hingegen wird im Bericht de s
Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie, vom 2 0. Mai 2022 – bei im Wesentlichen unveränderten Befunden – die Abgabe von Tamoxifen erwähnt ( Urk. 12), was darauf schliessen lässt, dass im weiteren Verlauf dieses Medikament wieder verabreicht wurde. Der gynäkologischen Z.___ - G utachterin war bekannt, dass die Beschwerdeführerin das Medikament Tamoxifen eingenommen respektive später wieder abgesetzt hatte ( Urk. 6/94/91). D ie Z.___ -Gutachter
- wie auch die Ärzte des Universitätsspitals B.___ , Klinik für Gynäkologie - gingen von einer Medikamenten- assozierten
Fatigue aus, ohne jedoch konkret einen Zusammenhang zum Medikament Tamoxifen herzustellen. Massgebend ist indessen , dass die Gutachter dieser Fatigue
alleine keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit be i massen ( Urk. 6/94/12 ) , sondern wie bereits dargelegt, im Rahmen der depressiven Erkrankung berücksichtigten (E. 4.5) . Diese fachärztliche Einschätzung vermag die Beschwerdeführerin ( respektive ihr R echtsvertreter) mit ihren Ausführungen, die sie als Laie zu diesem Thema macht ( Urk. 1 S. 10 ff.) , nicht in Zweifel zu ziehen. 4.7
Zusammenfassend ist somit gestützt auf das Gutachten der Z.___ AG vom 2 1. September 2020 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Diese Einschätzung hat in Bezug auf eine Verweistätigkeit ab Januar 2018 und in Bezug auf die bisherige Tätigkeit ab August 2020 Bestand (E. 3.7 am Ende) . Es ist zwar nicht auszuschliessen, dass aus neuropsychologischer Sicht eine krankheitswer tige Symptomatik besteht, die allenfalls eine weitergehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet. Aufgrund der Aggravation und den gezeigten Inkon sistenzen im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung liess sich ein erhebliches krankhei tsmässiges Geschehen nicht mit ausreichender Wahrschein lic hkeit feststellen . Diese Beweislosigkeit geht zu Lasten der Beschwerdeführerin (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 ; Urteil
des Bundesgerichts 9C_659/2017 vom 2 0. Sep tember 2018 E. 4.4). 5. 5.1
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothe tischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invali deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174). 5.2 5.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 5.2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (vgl. BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1; vgl. auch Art. 26 Abs. 1 IVV).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht sprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeit punkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwen den (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevi sionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/ Reichmuth , Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung). Wird das Invaliden einkommen auf der Grundlage von statistischen Durch schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/ aa ). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnitt lichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemäs sem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/ aa -cc). 5.2.3
Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, er übrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück sichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1 ). 5 .3
Nachdem die Beschwerdeführerin im August 2017 arbeitsunfähig geworden war und sich im Februar 2018 zum Leistungsbezug angemeldet hat ( Urk. 6/11), ist der frühestmögliche Rentenbeginn im August 2018 ( Art. 28 Abs. 1 lit . b IVG, Art. 29 IVG ).
Ab Januar 2018 bestand in einer Verweistätigkeit wieder eine Arbeitsfähigkeit von 80 % , jedoch noch keine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 80 % ist ab August 2020 anzunehmen. Der Invaliditätsgrad ist bis zu diesem Zeitpunkt gestützt auf den allgemeinen Einkommensvergleich zu berechnen. Ab diesem Zeitpunkt entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. 5.4
Im Rahmen des allgemeinen Einkommensvergleich s ist gestützt a uf die Angaben der Arbeitgeberin von einem Valideneinkommen von Fr. 54'799.-- ( Fr. 4'500.-- x 12 x 108.2 : 109.8; unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung [Bundesamt f ür Statistik, Nominallohnindex , Frauen, Tabelle T1.2.10, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen ;
Urk. 6/19/5 ) auszugehen .
Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne gemäss LSE heranzuziehen
(BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1) , konkret auf die LSE 201 8. Gemäss Tabelle TA1 beläuft sich der Bruttolohn für Frauen beim Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten) auf der Bas is des Total wertes auf Fr. 4'371 .--. In B erücksichtigung der im Jahr 2018 betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden (vgl. Bun desamt für Statistik, Tabelle T 03.02.03.01.04.01 Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaft sabteilungen, „Total“, Jahr 2018 ) resultiert ein Bet rag von Fr. 54'681.-- ( Fr. 4’371 .-- x 12 : 40 x 41.7). Entsprechend einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ergib t dies Fr. 43'745.-- ( Fr. 54'681. -- : 100 x 8 0).
Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur unterdurch schnittlich verwerten könnte, sind nicht aktenkundig und wurden denn beschwerdeweise auch nicht vorgetragen. Selbst wenn aber zugunsten der Beschwerdeführerin ein leidensbedingter Abzug von 10 % gewährt würde, resultierte ein massgebliches Inval ideneinkommen von Fr. 39'371.-- und damit in Gegenüberstellung zum Valideneinkommen ein (rentenausschliessender) Invaliditätsgrad von 28 % . 5.5
Ab August 2020 ist der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit zu 80 % zumutbar . Da die Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit gegeben ist, rechtfertigt sich ein Abzug vom Tabellenlohn nicht. Damit entspricht der Grad der Arbeits unfähigkeit dem Invaliditätsgrad, mithin 20 % . Diese Verbesserung ist ab Dezem ber 2020 zu berücksichtigen ( Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. Urteile des Bundesgerichts I 569/06 vom 2 0. November 2006 E. 3.3 und I 792/06 vom 2 6. September 2007 E. 8.2). 6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente besteht. Da spätestens ab August 2020 wieder eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit besteht, sind auch keine beruflichen Massnahmen angezeigt. Die Beschwerdeführerin machte denn auch keine konkreten Ausführungen dazu. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 7 .
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind a uf Fr. 8 00.-- festzu setzen und ausga ngsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800 .-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3.
Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kaspar Gehring - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle , unter Beilage einer Kopie von Urk. 11 und Urk. 12 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4.
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber VogelSonderegger