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IV.2017.00671

Zwischenverfügung Gutachtensanordnung; der medizinische Sachverhalt ist noch nicht umfassend abgeklärt; keine unzulässige Einholung einer „second opinion“; Abweisung.

Zürich SozVersG · 2017-11-28 · Deutsch ZH
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Sachverhalt

1.

1.1

X.___ , geboren 1970, hat eine Ausbildung zur Bürokauffrau sowie zur diplomierten Finanzanalytikerin und Vermögensverwalterin absol viert ( Urk. 8/2/4). Ab Oktober 1985 war sie bei der Y.___ AG, angestellt, zuletzt als Investment Advisor ( Urk. 8/5/1). Am 1. April 2001 verunfallte die Versicherte mit dem Fahrrad ( Urk. 8/9/66). Unter Hinweis auf diverse gesund heitliche Einschränkungen meldete sie sich sodann am 2 1. Januar 2003 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (medizinische Eingliederungs massnahmen und Rente; Urk. 8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog in der Folge nebst einem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 8/4) einen Arbeitgeberfragebogen ( Urk. 8/5), die Akten des Unfallversicherers ( Urk. 8/9) sowie verschiedene Arztberichte ( Urk. 8/6 und 8/11 f.) bei. Zuhanden des Unfallversicherers erstattete die MEDAS Z.___

am 2. Juni 2004 ein polydisziplinäres Gutachten (MEDAS-Gutachten, Urk. 8/ 24). Gestützt hierauf sprach die IV-Stelle der Versicherten m it Verfügun gen vom 2 4. November 2005

- welche unangefochten blieben - mit Wirkung ab 1. April 2002 eine halbe und ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente der Inva lidenversicherung zu ( Urk. 8/41 bis 8/43). 1.2

Nachdem die Versicherte zwischenzeitlich zwei Töchter geboren ( Urk. 8/52/2) und ihre Tätigkeit bei der Y.___ AG aufgegeben hatte ( Urk. 8/49/4 und 8/50/2), holte die IV-Stelle im Rahmen einer von Amtes wegen durchgeführten Renten revision ab Dezember 2010 einen von der Versicherten ausgefüllten Fragebogen ( Urk. 8/49), einen aktuellen IK-Auszug ( Urk. 8/50) sowie einen Arztbericht ( Urk. 8/54) ein. Mit Schreiben vom 1 9. Januar 2011 teilte sie der Versicherten mit , sie habe weiterhin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente ( Urk. 8/57).

Ferner sprach ihr die IV-Stelle mit Verfügungen vom 4. März 2011 mit Wirkung ab Dezember 2006 respektive September 2008 Kinderrenten für die beiden Töchter zu ( Urk. 8/60 f.). 1.3

Ab März 2016 leitete die IV-Stelle eine erneute Rentenrevision ein. Wiederum zog sie einen Versichertenfragebogen ( Urk. 8/68) sowie einen aktuellen IK-Aus zug ( Urk. 8/73) bei. Nach Durchführung eines Standortgesprächs ( Urk. 8/70) und Eingang von Akten des Unfallversicherers ( Urk. 8/76) teilte sie der Versicherten am 3 1. Oktober 2016 mit, dass sie beabsichtige, eine polydisziplinäre Unter suchung in Auftrag zu geben ( Urk. 8/79). Unter Beilage zweier Arztberichte ( Urk. 8/84) stellte die Versicherte mit Schreiben vom 1 4. November 2016 den Antrag, auf eine polydisziplinäre Begutachtung sei zu verzichten ( Urk. 8/85). Die IV-Stelle hielt in der Folge indes an ihrem Vorhaben fest ( Urk. 8/86) und beauftragte am 2 2. Dezember 2016 die über SuisseMED@P zugeteilte

A.___ AG mit der Begutachtung ( Urk. 8/91). D ie Versicherte erhob dage gen mit Eingaben vom 2 8. Februar und 1 6. März 2017 erneut Einwendungen ( Urk. 8/96 und 8/99). Mit Schreiben vom 2 1. März 2017 wurde die Versicherte über die zugeteilte Begutachtungsstelle sowie die verantwortlichen Gutachter orientiert ( Urk. 8/101). Mit Schreiben vom 3. April 2017 beharrte jene darauf, das keine Notwendigkeit für ein e medizinische

Expertise bestehe und ersuchte um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung respektive um Verzicht auf die Begutachtung ( Urk. 8/102). Die IV-Stelle hielt in der Folge mit Zwischenverfü gung vom 1 0. Mai 2017 an der Abklärung durch die A.___ AG fest ( Urk. 8/104 = Urk. 2 ). 2.

Hiergegen erhob X.___ am 9. Juni 2017 Beschwerde ( Urk.

1) mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle sei anzuweisen, von einer Begutachtung abzusehen beziehungsweise die gesetzlichen Leistungen auch ohne die Begutachtung weiterhin auszurichten. Mit Beschwerdeantwort vom 2 2. August 2017 schloss die IV-Stelle auf Abwei sung der Beschwerde ( Urk. 7), worüber die Versicherte mit Verfügung vom 2 3. August 2017 in Kenntnis gesetzt wurde ( Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1

Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 1 0. Mai 2017 ( Urk. 2) , mit welcher die Beschwerdegegnerin die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung durch die A.___ AG unter Nennung der angege benen Fachdisziplinen und Gutachterpersonen an ordnete . Hierbei handelt es sich um eine Zwischenverfügung im Sinne von Art. 55 Abs. 1 des Bundesge setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Ver bindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwal tungsverfahren ( VwVG ), welche bei Bejahung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils ( Art. 46 Abs. 1 lit . a VwVG ; BGE 132 V 93 E. 6.1) grundsätzlich selb ständig mit Beschwerde angefochten werden kann. 1.2

Im Kontext der Gutachtensanordnung ist in Nachachtung der einschlägigen Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7) die Eintretensvoraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils für das erstinstanzliche Beschwerde verfahren zu bejahen, zumal die nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen tatsächlichen Nachteil bewirken wird. 1.3

Beschwerdeweise geltend gemacht werden können unter anderem materielle Einwendungen beispielsweise des Inhalts, die in Aussicht genommene Begut achtung sei nicht no twendig, weil sie mit Blick auf einen bereits um fassend abgeklärten Sachverhalt

bloss einer Zweitmeinung entspreche (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 , 141 V 330 E. 5.2 ). Sodann können personenbezogene Ausstands gründe gerügt werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts gelten für medizinische Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangen heit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen an der Unparteilichkeit zu erwecken (Urteil des Bundesgerichts 8C_665/2015 vom 21. Januar 2016 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 132 V 93 E. 7.1, SVR 2013 IV Nr. 35 S. 105 E. 2.2 und BGE 137 V 210 E. 2.1.3). Ferner zählen dazu auch weitere Aspekte wie etwa die fehlende Sachkenntnis (vgl. Kieser , ATSG-Kom mentar, 3. Auflage, Zürich 2015, N 38 zu Art. 44 ATSG; vgl. auch BGE 132 V 93 E. 6.4-5). 2. 2.1

In der angefochtenen Verfügung vom 1 0. Mai 2017 ( Urk.

2) stellte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass der aktuelle Gesundheitszustand der Versicherten und folglich insbesondere auch deren Arbeitsfähigkeit nicht rechtsgenügend beurteilt werden könne, weshalb eine polydisziplinäre medizinische Begutachtung durch die A.___

AG nötig sei. Entgegen den seitens der Beschwerdeführerin im V erwaltungs verfahren vorgebrachten Einwänden bestünden Hinweise für das Bestehen von Revisionsgründen im Sinne von Art. 17 ATSG. Einerseits sei ein anderes Invali deneinkommen als im Zeitpunkt der Rentenzusprechung anzurechnen, da die Versicherte ihre Arbeitsstelle zwischenzeitlich aufgegeben habe. Andererseits würden in den aktuellen Arztberichten keine psychischen Einschränkungen mehr erwähnt. Diese Berichte würden sich ausserdem entweder nicht zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer angepassten Tätigkeit äussern oder diese nicht näher begründen. Schliesslich erweise sich das Gutachten von 2004 hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit als nicht nachvollziehbar. 2.2

Die Versicherte brachte demgegenüber in ihrer Beschwerdeschrift vom 9. Juni 2017 ( Urk. 1) zur Hauptsache vor, ihr Gesundheitszustand habe sich seit der Rentenzusprechung nicht verändert. Folglich sei kein Revisionsgrund gegeben. Es lägen vollständige und nachvollziehbare ärztliche Berichte vor, weshalb die Notwendigkeit weiterer Abklärungen - namentlich einer Beguta chtung - nicht bestehe (S. 5). Auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsstelle bei der Bank zwischenzeitlich aufgegeben habe, stelle angesichts der speziellen Verhältnisse keinen Revisionsgrund dar ( Urk. 7 f.). Verfehlt sei im Übrigen die Annahme der IV-Stelle, wonach hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit nicht auf das Gutachten aus dem Jahr 2004 abgestellt werden könne. An der damals festge stellten generellen Leistungsverminderung von 40 % habe sich seither nach weislich nichts verändert. Daran vermöge auch der Umstand, dass seit de r letz ten Begutachtung bereits zwölf Jahre vergangen seien, nichts zu ändern (S. 9 f.). 3. 3.1

Die Rentenzusprechung im Jahr 2005 basierte auf dem polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 2. Juni 2004, welchem die folgenden Diagnosen zu entnehmen sind ( Urk. 8/24/24): - Status nach Sturz vom Velo unklarer Ursache am 1. April 2001 mit konse kutiv: - Schädelhirntrauma mit Contusio cerebri - Clavikulafraktur rechts - Stabilen Kompressionsfrakturen Brustwirbelkörper 11 und Lenden-wir belkörper 1, inzwischen knöchern verheilt - Fortbestehendes Cerviko - Thorako -Lumbalsyndrom - Minimale neuropsychologische Störung im Sinne leicht erhöhter Schwan kungen sowie multifaktoriell leicht verminderte Belastbarkeit - Ängstlich-depressive Anpassungsstörung (ICD-10 F43.23), unter Behand lung weitgehend remittiert, bei fortbestehender psychischer Komponente (ICD-10 F54) im Beschwerdebild vor allem mit fortbe ste henden vegetativen Affektäquivalenten, auf dem Boden einer leis tungs orientierten Persönlichkeit (ICD-10 Z73.1) - Mischkopfschmerz bei vorbestehender episodischer Migräne ohne Aura - Status nach Sturz am 6. Februar 2002 mit Schädelprellung und Riss quetschwunde an der linken Augenbraue, offenbar komplikationslos ausgeheilt - Fragliche frühere Zöliakie, seit Jahren beschwerdefrei - Osteodensitometrisch laut Akten leichte Osteopenie

Gegenüber

der Gutachterin Dr. med. B.___ , Fachärztin für Orthopä dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, habe sich die Beschwerdeführerin dahingehend geäussert, dass sie bei körperlicher Belastung - etwa bei der Hausarbeit - noch starke Rückenbeschwerden habe. Ausserdem habe die Versicherte über starke Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und ein allgemeines Nachlassen der Leistungsfähigkeit geklagt. Diese Beschwerden bestünden unabhängig von therapeutischen Massnahmen wie Physiotherapie oder Medikamenten ( Urk. 8/24/38). Anlässlich der Untersuchung sei ein mässi ger Hohlrundrücken aufgefallen. Im Bereich der Trapeziusmuskulatur sowie am thorako -lumbalen Übergang sei eine Druckdolenz feststellbar gewesen. Die Halswirbelsäule sei vorsichtig bewegt worden, im Bewegungsausmass aber frei gewesen. Die Inklination sei mit mässigen Beschwerden im Bereich des thorako -lumbalen Übergangs verbunden gewesen. Am lateralen Claviculadrittel habe eine leicht druckdolente Stufe ertastet werden können. Im Weiteren sei die Beweglichkeit der Schultern beidseits frei gewesen. Im Bereich der oberen Ext remitäten hätten sich weder Schonungszeichen noch neurologische Auffällig keiten gezeigt . Radiologisch seien die Frakturen an der Clavicula sowie am Brustwirbelkörper 11 und am Lendenwirbelkörper 1 bei diskreter Keilbildung knöchern konsolidiert ( Urk. 8/24/42). Aus orthopädischer Sicht bestehe eine Belastungsverminderung bezüglich längerem Sitzen sowie vornübergebeugten Haltungen. In der Tätigkeit als Associate

Director sei wünschenswert, dass die Versicherte wechselnde Körperpositionen einnehmen könne ( Urk. 8/24/43). Sowohl für die angestammte als auch für eine angepasste Tätigkeit sei von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen ( Urk. 8/24/44 f.).

Dr. phil. C.___ hielt in seiner neuropsychologischen Teilexpertise fest, die Explorandin habe insbesondere von Schwierigkeiten mit Stress und Druck am Arbeitsplatz berichtet. Ausserdem sei ihre Belastbarkeit eingeschränkt und sie ermüde übermässig schnell. Hinzu komme, dass sie keinen Lärm mehr ertrage und unter einem Druck im Kopf leide, wenn sie mal länger arbeiten müsse. Sodann bewirke langes Sitzen Rückenschmerzen im Bereich der Brust wirbelsäule. Es würden auch noch Stimmungsschwankungen bestehen, wobei sich die Versicherte diesbezüglich zurzeit relativ stabil fühle ( Urk. 8/24/47). Bei einem durchschnittlichen Testleistungsniveau hätten sich leichte Leistungs schwankungen im Gebiet der Aufmerksamkeit und Konzentration eruieren las sen. Mehrheitlich hätten die diesbezüglichen Leistungen jedoch der Norm ent sprochen. Die Reaktionszeiten seien erhöht gewesen, ausser bei einfachen visu ellen Reizen. Die visuell-figuralen Lern- und Gedächtnis - funktionen seien intakt gewesen. In der verbalen Modalität sei es wahrscheinlich weitgehend infolge einer leichten psychischen Blockierung zu leichten Schwankungen gekommen ( Urk. 8/24/49). Stimmungsmässig habe die Versicherte während der Unter suchung einen angespannten, mehrheitlich eher ernst-besorgten Eindruck hin terlassen. Zu depressiven Reaktionen sei es allerdings nicht gekommen. Die Belastbarkeit erscheine leicht eingeschränkt, einerseits aufgrund der Kopf schmerzen, andererseits infolge psychischer Faktoren. Im Vergleich zum Vor befund aus dem Jahr 2002 hätten sich Verbesserungen feststellen lassen, wobei die Explorandin auch subjektiv Fortschritte be stätigt habe ( Urk. 8/24/50). In Anbetracht der Untersuchungsbefunde lasse sich von neuropsychologischer Seite her lediglich eine geringe Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Unter Beachtung der qualifizierten Tätigkeit der Versicherte n belaufe sich diese auf bis zu 15 % ( Urk. 8/24/51).

Gegenüber Dr. med. D.___ , Fachärztin für Neurologie, habe die Versicherte ebenfalls ihre Beschwerden wie namentlich die rasche Ermüdbarkeit und Erschöpfung, den bei Anstrengung oder Lärm zunehmenden Druck im Kopf sowie die Schmerzen im Bereich der mittleren Brustwirbelsäule geschildert ( Urk. 8/24/54). Sie habe weder über im Vordergrund stehende Schmerzen noch über neurologische Ausfallsymptome geklagt. Der klinisch-neurologische Befund sei ebenfalls unauffällig gewesen ( Urk. 8/24/55 f.) . In einem cranio-cerebralen

Kernspintomogramm habe sich noch eine minimale Hämosiderin -Ablagerung rechts an der Stelle der vormals vermuteten Kontusionsblutung gezeigt. Der übrige Befund sei normal gewesen ( Urk. 8/24/61) . Die Beschwer deführerin sei sowohl im angestammten Beruf als auch in vergleichbaren Tätig keiten aus rein neurologischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig ( Urk. 8/24/57).

Dr. med. E.___ , Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psy chotherapie sowie Allgemeine Innere Medizin, untersuchte die Beschwerde führerin insbesondere in psychiatrischer Hinsicht. Sie sei bewusstseinsklar und voll orientiert gewesen. Bis auf anfängliche Mühe mit zeitlichen Angaben beziehungsweise Rechenaufgaben seien die Aufmerksamkeit und die Konzent rationsfähigkeit sowie die Auffassung regelrecht gewesen. Zudem hätten sich im Gespräch keine Störungen der mnestischen und kognitiven Funktionen eruieren lassen. Das Denken sei logisch, kohärent und rational betont gewesen, ohne formale oder inhaltliche Denk- oder Wahrnehmungsstörungen. Die Stimmung sei ernst, besorgt, aber nicht eigentlich depressiv gewesen , wobei die Versicherte einmal kurz in Tränen ausgebrochen sei. Diverse psychovegetative Symptome wie Kopf- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfbarkeit, Konzentrations störungen, Lärmempfindlichkeit, Leistungsminderung und Gereiztheit würden im Vordergrund stehen ( Urk. 8/24/18).

Im psychischen Bereich würden deutliche Einschränkungen bestehen. Aktuell lasse sich zwar klinisch-psychopathologisch keine Depression und auch keine Angststörung diagnostizieren, da die hierfür geforderte subjektive Beeinträchtigung des Affektes nicht vorliege. Die Ver sicherte empfinde ihre Beschwerden vielmehr als körperlicher Natur und ver dränge respektive verleugne psychische Affekte aufgrund ihrer leistungsorien tierten Persönlichkeitsstruktur . Aus gutachterlicher Sicht würden aber weiterhin vegetative Äquivalente von Depression und vor allem Angst bestehen ( Urk. 8/24/27).

Im interdisziplinären Konsens vertraten die Gutachter die Auffassung, es sei generell von einer etwa 40%igen Leistungsverminderung auszugehen. Aufgrund der leistungsorientieren Persönlichkeitsstruktur, die „gemütliches“ Arbeiten nicht zulasse, könne die Arbeitsfähigkeit nicht in Form vollzeitiger Präsenz mit einer um 40 % verminderten Leistung, sondern in Form 60%iger Präsenz mit voller Leistung umgesetzt werden. Besonders stressreiche Tätigkeiten innerhalb des erlernten Berufs - beispielsweise Börsenhandel - seien nicht mehr zumutbar. Diesbezüglich bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 8/24/31 f.). 3.2

Anlässlich des ersten Rentenrevisionsverfahrens führte Dr. med. F.___ , Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in seinem Bericht vom 1 3. Dezember 2010 aus, der Gesundheitszustand sei unverändert. Nach wie vor seien bei der Versicherten Müdigkeit, Stressintoleranz, Schlafstörungen, Muskelschmerzen, Verspannungen und Depressivität vorhanden. Sie sei absolut nicht belastbar. Zurzeit sei in Bezug auf eine Tätigkeit als Bankkauffrau von eine r Arbeitsfähigkeit von 4 0-60 % mit verminderter Leistungsfähigkeit auszu gehen ( Urk. 8/54/3 f. ) . 3.3

3.3.1

Die medizinische Aktenlage des im März 2016 eingeleiteten Revi sionsverfahrens ( Urk. 8/68 ff.), welches zur angefochtenen Verfügung vom 1 0. Mai 2017 ( Urk.

2) führte, stellt sich sodann im Wesentlichen wie folgt dar:

G.___ , Psychologin, tätigte am 2 6. Januar 2011 neuropsychologische Abklärungen. Gemäss Bericht vom 4. Mai 2011 würden die aktuellen Leistun gen der Versicherten denjenigen entsprechen, welche im Rahmen der Begut achtung im Jahr 2004 festgestellt worden seien. Es sei von einer leichten bis mittelschweren neuropsychischen Störung bei Status nach Schädelhirntrauma auszugehen. Im MEDAS-Gutachten seien die Defizite in Relation zum früheren Leistungsniveau indes zu wenig gewichtet worden. Die objektivierten Minder leistungen, die eingeschränkte Belastbarkeit sowie die Leistungsschwankungen würden eher einer mindestens 35%igen Einschränkung im angestammten Beruf entsprechen ( Urk. 8/76/10 f. = Urk. 8/84/9 f.). 3.3.2

Infolge rezidivierender Schmerzschübe an der rechten Schulter wurde die Ver sicherte am 8. Juni 2015 in der H.___ Klinik radiologisch untersucht. Hier bei hätten eine grosse Tendinitis calcarea mit Herd im Supraspinatussehnenbe reich sowie eine konsekutive Bewegungseinschränkung an der rechten Schulter, vermutlich bei mitigiert abgelaufener retraktiler

Capsulitis rechts, festgestellt werden können. Der Versicherte n sei eine arthroskopische Kalkentfernung an der rechten Schulter mit gleichzeitiger Teilarthrolyse empfohlen worden ( Urk. 8/80/5 f.). 3.3.3

Dr. med. I.___ , Fachärztin für Radiologie, untersuchte den Schädel der Beschwerdeführerin am 2 4. Juni 2016 mittels Magnetresonanztomographie (MRI). Es hätten sich nebst einer kleinfleckigen Enzephalomalazie respektive Gliose eine Hämosiderinablagerung im Gyrus

supramarginalis rechts sowie vier weitere kleinfleckige zerebrale Hämosiderinablagerungen als traumabedingte Veränderungen gezeigt ( Urk. 8/84/1). 3.3.4

Im Weiteren ergibt sich aus dem Bericht von Dr. med. J.___ , Fachärz tin für Neurologie, vom 1 5. Juli 2016, dass die Beschwerdeführerin nach wie vor davon berichtet habe , auf mentale und physische Beanspruchung mit Kopfschmerzen und Schlafstörungen zu reagieren. Weiterhin bestehe ausserdem eine verlangsamte Auffassungsgabe und verminderte Konzentrationsfähigkeit. Die Schulterproblematik (vgl. E. 3.3.2) sei mittels aufwändiger Therapie behan delt worden ( Urk. 8/80/7 = Urk. 8/84/3 ). Im Gespräch und Verhalten habe sich die Versicherte unauffällig gezeigt. Aus neurologischer Sicht hätten insbeson dere eine Einschränkung der Seitwärtsneigung der Halswirbelsäule nach links sowie ein Schulterhochstand links festgestellt werden können. Im Übrigen hät ten sich weder in Bezug auf das Gangbild noch auf die Funktion der Hirnnerven und die Muskeleigenreflexe bedeutsame Auffälligkeiten ergeben. Auch die Sen sibilität an Armen und Beinen sei normal ausgeprägt gewesen ( Urk. 8/80/9 = Urk. 8/84/5 ). Unter weiterer Berücksichtigung der mit der leichten bis mittel schweren neuropsychischen Störung einhergehenden kognitiven Leistungsmin derungen (vgl. E. 3.3.1), der nachhaltigen posttraumatischen Veränderungen gemäss MRI (vgl. E. 3.3.3) sowie der von der Versicherten geschilderten - seit 2011 gleichgeblie benen - Alltagseinschränkungen sei auch zukünftig keine relevante Änderung des Gesundheitszustandes zu erwarten ( Urk. 8/80/8 = Urk. 8/84/4 ). 3.3.5

Dr. F.___ hielt in seinem Verlaufsbericht vom 7. November 2016 (Eingangs da tum) fest, dass die Versicherte weiterhin durch chronische Müdig keit, Belastungs- und Stressintoleranz, Lärmempfindlichkeit sowie Schlaf- und Kon zen trationsstörungen eingeschränkt sei. Die Ausübung der angestammten Tätig keit sei ihr nicht möglich. Für eine einfache Tätigkeit - etwa als Sekretärin - bestehe eine 50-60%ige Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/80/1 f.). 4. 4.1

Die Beschwerdeführerin hegt weder Zweifel an der Sachkenntnis der beigezoge nen Gutachter der A.___ AG, noch bringt sie konkrete perso nenbezogene Ablehnungsgründe vor (vgl. E. 1.3) . Zwischen den Parteien ist ein zig umstritten, ob die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung not wendig ist

oder ob sich der medizinische Sachverhalt bereits zum jetzigen Zeit punkt als umfassend abgeklärt erweist (vgl. E. 2.1 f.). 4.2

Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versiche rungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die not wendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Zu Abklärungen besteht vorliegend Anlass, nachdem die Beschwerdeführerin bei der letzten Überprüfung der Rente per Januar 2016 eine erneute amtliche Revision in Aussicht genommen hatte ( Urk. 8/56/2; vgl. Art. 87 Abs. 1 lit . a der Verordnung über die Invalid enversicherung; IVV). Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessens spielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzufüh renden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen recht spre chungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine „ second

opinion “ zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271 E. 1.1; Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). Entscheidend dafür, ob weitere Abklä run gen angeordnet werden können und müssen, ist, ob die bereits vorliegenden Gut achten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). 4.3

Die Rentenzusprechung im November 2005 ( Urk. 8/41 bis 8/43) erfolgte auf der Grundlage des MEDAS-Gutachtens vom 2. Juni 2004 ( Urk. 8/24). Von orthopä discher Seite wurde zum damaligen Zeitpunkt eine 90%ige Arbeitsfähigkeit für jedwede Tätigkeit attestiert. Unter Beachtung der geistig anspruchsvollen ange stammten Tätigkeit der Versicherten wurde aus Sicht der Neuropsychologie von einer 85%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Dr. D.___ erachtete die Arbeitsfähigkeit in rein neurologischer Hinsicht als nicht eingeschränkt . Im interdisziplinären Konsens schlossen die Gutachter auf eine 100%ige Arbeits unfähigkeit in der angestammten sowie auf eine 40%ige Arbeits unfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (E. 3.1).

D ie Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS-Gutachter beruhte damit massgeblich auf der psychiatrischen Beurteilung von Dr. E.___ . Entgegen der Argumentation der Versicherten ( Urk. 1 S. 8 Ziff.

12) sind die einschränken den Funktionsstörungen nicht vorwiegend neuropsychologischer Natur . Nichts zu ändern vermag in diesem Kontext der Umstand, dass Dr. E.___ die Unter scheidung zwischen psychischen und körperlichen Symptomen für nicht ange zeigt erachtete ( Urk. 1 S. 8 f. Ziff. 13; Urk. 8/24/28). Er hielt klar fest, dass im psychischen Bereich deutlichere Einschränkungen vorliegen würden als aus Sicht der übrigen Fachdisziplinen ( Urk. 8/24/27 f.).

Es bestehen durchaus Anzei chen dafür, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Versicherten zwi schenzeitlich verändert hat, zumal sie sich im Gegensatz zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht mehr in entsprechender Behandlung befindet (vgl. Urk. 8/24/47 und 8/70/2). Es fehlt in dieser Hinsicht denn auch an einer aktuel len fachärztlichen Beurteilung (vgl. E. 3.3.1 ff.) , weshalb sich der medizinische Sachverhalt nur schon unter diesem Gesichtspunkt als nicht umfassend abge klärt erweist.

Im Weiteren ist anzumerken, dass sich allein aus den vorliegenden Arztberich ten keine schlüssige Erklärung für die nach wie vor von Seiten der Versicherten geschilderten Beschwerden wie unter anderem Konzentrationsprobleme, rasche Ermüdbarkeit sowie Belastungs- und Stressintoleranz und deren konkrete Aus wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ergibt. Abgesehen davon, dass die letzte neuropsychologische Abklärung bei Erlass der angefochtenen Verfügung bereits sechs Jahre zurücklag (E. 3.3.1) , sind d eren

E rgebnisse gemäss bundesgericht licher Praxis stets im Kontext der übrigen medizinischen Untersuchungs resul tate zu würdigen (BGE 119 V 341 E. 2b/ bb ). Dr. J.___ konnte indes aus neurolo gischer Sicht keine wesentlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen feststellen (E. 3.3.4). Dem Bericht von Dr. F.___ vom 7. November 2016 kann sodann keine objektive Befunderhebung entnommen werden (vgl. Urk. 8/80/1-4).

Überdies besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ( 50-60 % in einer angepassten Tätigkeit [ Urk. 8/80/2]) und derjenigen der Psychologin G.___

(65%ige Arbeits fähig keit in der ange stammten Tätigkeit [ Urk. 8/76/11 = Urk. 8/84/10 ]) . Auch in Anbetracht dieser Gegebenheiten leuchtet ein, dass die Beschwerdegegnerin eine aktuelle polydis ziplinäre Begutachtung für notwendig erachtet.

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die IV-Stelle die polydisziplinäre Exper tise bei der A.___ AG nicht in Auftrag gab, um eine „ second

opinion “ zu einem bereits im Rahmen einer früheren Begutachtung festgestellten Sachverhalt einzuholen. Jene der MEDAS Z.___ vom 2. Juni 2004 ( Urk. 8/24) lag im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung bereits knapp 13 Jahre zurück und kann folglich nicht mehr als Grundlage für eine aktuelle Beurteilung des Gesundheitszustandes der Versicherten herange zogen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_551/2015 vom 1 7. März 2016 E. 6 mit Hinweis). 4.4

Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt entgegen der Sicht weise der Beschwerdeführerin nicht als bereits umfassend abgeklärt . Nach dem Gesagten besteht seitens des Gerichtes in Anbetracht des erheblichen Ermessensspielraums des Versicherungsträgers in Bezug auf die Notwendigkeit, den Umfang und die Zweckmässigkeit medizinischer Erhebungen (vgl. E. 4.2) keine Veranlassung, in die der Beschwerdegegnerin obliegende Verfahrenslei tung einzugreifen.

Abschliessend bleibt der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass die Beschwerde gegnerin die Gutachterstelle korrekt im Sinne von Art. 72 bis IVV bestimmt hat (vgl. Urk. 8/79 und 8/91 f.), was denn auch von der Beschwerde führerin nicht bestritten wird. Die Wahl der konkreten Untersuchungsmethoden, was auch die Auswahl der vorzu nehmenden fachärztlichen Abklärungen bein haltet, liegt im Übrigen in erster Linie im Ermessen der Gutachter (Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2014 vom 2 5. März 2015 E. 5.1), und ist vorliegend nicht in Zweifel zu ziehen.

Angesichts der obigen Ausführungen ist d ie von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung ( Urk.

2) angeordnete polydisziplinäre Begutachtung durch die A.___ AG somit nicht zu beanstanden . Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 5.

Da vorliegend nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung zu prüfen war, ist das Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 lit . a ATSG - in Abweichung von Art. 69 Abs. 1 bis IVG - kostenlos. Das Gericht erkennt: 1.

Die Beschwerde

wird abgewiesen. 2.

Das Verfahren ist kostenlos. 3.

Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kaspar Gehring - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen 4.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GrünigWürsch

Erwägungen (8 Absätze)

E. 1.1 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 1 0. Mai 2017 ( Urk. 2) , mit welcher die Beschwerdegegnerin die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung durch die A.___ AG unter Nennung der angege benen Fachdisziplinen und Gutachterpersonen an ordnete . Hierbei handelt es sich um eine Zwischenverfügung im Sinne von Art. 55 Abs. 1 des Bundesge setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Ver bindung mit Art.

E. 1.2 Im Kontext der Gutachtensanordnung ist in Nachachtung der einschlägigen Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7) die Eintretensvoraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils für das erstinstanzliche Beschwerde verfahren zu bejahen, zumal die nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen tatsächlichen Nachteil bewirken wird.

E. 1.3 Beschwerdeweise geltend gemacht werden können unter anderem materielle Einwendungen beispielsweise des Inhalts, die in Aussicht genommene Begut achtung sei nicht no twendig, weil sie mit Blick auf einen bereits um fassend abgeklärten Sachverhalt

bloss einer Zweitmeinung entspreche (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 , 141 V 330 E. 5.2 ). Sodann können personenbezogene Ausstands gründe gerügt werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts gelten für medizinische Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangen heit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen an der Unparteilichkeit zu erwecken (Urteil des Bundesgerichts 8C_665/2015 vom 21. Januar 2016 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 132 V 93 E. 7.1, SVR 2013 IV Nr. 35 S. 105 E. 2.2 und BGE 137 V 210 E. 2.1.3). Ferner zählen dazu auch weitere Aspekte wie etwa die fehlende Sachkenntnis (vgl. Kieser , ATSG-Kom mentar, 3. Auflage, Zürich 2015, N 38 zu Art. 44 ATSG; vgl. auch BGE 132 V 93 E. 6.4-5). 2.

E. 2 Hiergegen erhob X.___ am 9. Juni 2017 Beschwerde ( Urk.

1) mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle sei anzuweisen, von einer Begutachtung abzusehen beziehungsweise die gesetzlichen Leistungen auch ohne die Begutachtung weiterhin auszurichten. Mit Beschwerdeantwort vom 2 2. August 2017 schloss die IV-Stelle auf Abwei sung der Beschwerde ( Urk. 7), worüber die Versicherte mit Verfügung vom 2 3. August 2017 in Kenntnis gesetzt wurde ( Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

E. 2.1 In der angefochtenen Verfügung vom 1 0. Mai 2017 ( Urk.

2) stellte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass der aktuelle Gesundheitszustand der Versicherten und folglich insbesondere auch deren Arbeitsfähigkeit nicht rechtsgenügend beurteilt werden könne, weshalb eine polydisziplinäre medizinische Begutachtung durch die A.___

AG nötig sei. Entgegen den seitens der Beschwerdeführerin im V erwaltungs verfahren vorgebrachten Einwänden bestünden Hinweise für das Bestehen von Revisionsgründen im Sinne von Art. 17 ATSG. Einerseits sei ein anderes Invali deneinkommen als im Zeitpunkt der Rentenzusprechung anzurechnen, da die Versicherte ihre Arbeitsstelle zwischenzeitlich aufgegeben habe. Andererseits würden in den aktuellen Arztberichten keine psychischen Einschränkungen mehr erwähnt. Diese Berichte würden sich ausserdem entweder nicht zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer angepassten Tätigkeit äussern oder diese nicht näher begründen. Schliesslich erweise sich das Gutachten von 2004 hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit als nicht nachvollziehbar.

E. 2.2 Die Versicherte brachte demgegenüber in ihrer Beschwerdeschrift vom 9. Juni 2017 ( Urk. 1) zur Hauptsache vor, ihr Gesundheitszustand habe sich seit der Rentenzusprechung nicht verändert. Folglich sei kein Revisionsgrund gegeben. Es lägen vollständige und nachvollziehbare ärztliche Berichte vor, weshalb die Notwendigkeit weiterer Abklärungen - namentlich einer Beguta chtung - nicht bestehe (S. 5). Auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsstelle bei der Bank zwischenzeitlich aufgegeben habe, stelle angesichts der speziellen Verhältnisse keinen Revisionsgrund dar ( Urk.

E. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwal tungsverfahren ( VwVG ), welche bei Bejahung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils ( Art. 46 Abs. 1 lit . a VwVG ; BGE 132 V 93 E. 6.1) grundsätzlich selb ständig mit Beschwerde angefochten werden kann.

E. 7 f.). Verfehlt sei im Übrigen die Annahme der IV-Stelle, wonach hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit nicht auf das Gutachten aus dem Jahr 2004 abgestellt werden könne. An der damals festge stellten generellen Leistungsverminderung von 40 % habe sich seither nach weislich nichts verändert. Daran vermöge auch der Umstand, dass seit de r letz ten Begutachtung bereits zwölf Jahre vergangen seien, nichts zu ändern (S. 9 f.). 3. 3.1

Die Rentenzusprechung im Jahr 2005 basierte auf dem polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 2. Juni 2004, welchem die folgenden Diagnosen zu entnehmen sind ( Urk. 8/24/24): - Status nach Sturz vom Velo unklarer Ursache am 1. April 2001 mit konse kutiv: - Schädelhirntrauma mit Contusio cerebri - Clavikulafraktur rechts - Stabilen Kompressionsfrakturen Brustwirbelkörper 11 und Lenden-wir belkörper 1, inzwischen knöchern verheilt - Fortbestehendes Cerviko - Thorako -Lumbalsyndrom - Minimale neuropsychologische Störung im Sinne leicht erhöhter Schwan kungen sowie multifaktoriell leicht verminderte Belastbarkeit - Ängstlich-depressive Anpassungsstörung (ICD-10 F43.23), unter Behand lung weitgehend remittiert, bei fortbestehender psychischer Komponente (ICD-10 F54) im Beschwerdebild vor allem mit fortbe ste henden vegetativen Affektäquivalenten, auf dem Boden einer leis tungs orientierten Persönlichkeit (ICD-10 Z73.1) - Mischkopfschmerz bei vorbestehender episodischer Migräne ohne Aura - Status nach Sturz am 6. Februar 2002 mit Schädelprellung und Riss quetschwunde an der linken Augenbraue, offenbar komplikationslos ausgeheilt - Fragliche frühere Zöliakie, seit Jahren beschwerdefrei - Osteodensitometrisch laut Akten leichte Osteopenie

Gegenüber

der Gutachterin Dr. med. B.___ , Fachärztin für Orthopä dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, habe sich die Beschwerdeführerin dahingehend geäussert, dass sie bei körperlicher Belastung - etwa bei der Hausarbeit - noch starke Rückenbeschwerden habe. Ausserdem habe die Versicherte über starke Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und ein allgemeines Nachlassen der Leistungsfähigkeit geklagt. Diese Beschwerden bestünden unabhängig von therapeutischen Massnahmen wie Physiotherapie oder Medikamenten ( Urk. 8/24/38). Anlässlich der Untersuchung sei ein mässi ger Hohlrundrücken aufgefallen. Im Bereich der Trapeziusmuskulatur sowie am thorako -lumbalen Übergang sei eine Druckdolenz feststellbar gewesen. Die Halswirbelsäule sei vorsichtig bewegt worden, im Bewegungsausmass aber frei gewesen. Die Inklination sei mit mässigen Beschwerden im Bereich des thorako -lumbalen Übergangs verbunden gewesen. Am lateralen Claviculadrittel habe eine leicht druckdolente Stufe ertastet werden können. Im Weiteren sei die Beweglichkeit der Schultern beidseits frei gewesen. Im Bereich der oberen Ext remitäten hätten sich weder Schonungszeichen noch neurologische Auffällig keiten gezeigt . Radiologisch seien die Frakturen an der Clavicula sowie am Brustwirbelkörper 11 und am Lendenwirbelkörper 1 bei diskreter Keilbildung knöchern konsolidiert ( Urk. 8/24/42). Aus orthopädischer Sicht bestehe eine Belastungsverminderung bezüglich längerem Sitzen sowie vornübergebeugten Haltungen. In der Tätigkeit als Associate

Director sei wünschenswert, dass die Versicherte wechselnde Körperpositionen einnehmen könne ( Urk. 8/24/43). Sowohl für die angestammte als auch für eine angepasste Tätigkeit sei von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen ( Urk. 8/24/44 f.).

Dr. phil. C.___ hielt in seiner neuropsychologischen Teilexpertise fest, die Explorandin habe insbesondere von Schwierigkeiten mit Stress und Druck am Arbeitsplatz berichtet. Ausserdem sei ihre Belastbarkeit eingeschränkt und sie ermüde übermässig schnell. Hinzu komme, dass sie keinen Lärm mehr ertrage und unter einem Druck im Kopf leide, wenn sie mal länger arbeiten müsse. Sodann bewirke langes Sitzen Rückenschmerzen im Bereich der Brust wirbelsäule. Es würden auch noch Stimmungsschwankungen bestehen, wobei sich die Versicherte diesbezüglich zurzeit relativ stabil fühle ( Urk. 8/24/47). Bei einem durchschnittlichen Testleistungsniveau hätten sich leichte Leistungs schwankungen im Gebiet der Aufmerksamkeit und Konzentration eruieren las sen. Mehrheitlich hätten die diesbezüglichen Leistungen jedoch der Norm ent sprochen. Die Reaktionszeiten seien erhöht gewesen, ausser bei einfachen visu ellen Reizen. Die visuell-figuralen Lern- und Gedächtnis - funktionen seien intakt gewesen. In der verbalen Modalität sei es wahrscheinlich weitgehend infolge einer leichten psychischen Blockierung zu leichten Schwankungen gekommen ( Urk. 8/24/49). Stimmungsmässig habe die Versicherte während der Unter suchung einen angespannten, mehrheitlich eher ernst-besorgten Eindruck hin terlassen. Zu depressiven Reaktionen sei es allerdings nicht gekommen. Die Belastbarkeit erscheine leicht eingeschränkt, einerseits aufgrund der Kopf schmerzen, andererseits infolge psychischer Faktoren. Im Vergleich zum Vor befund aus dem Jahr 2002 hätten sich Verbesserungen feststellen lassen, wobei die Explorandin auch subjektiv Fortschritte be stätigt habe ( Urk. 8/24/50). In Anbetracht der Untersuchungsbefunde lasse sich von neuropsychologischer Seite her lediglich eine geringe Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Unter Beachtung der qualifizierten Tätigkeit der Versicherte n belaufe sich diese auf bis zu 15 % ( Urk. 8/24/51).

Gegenüber Dr. med. D.___ , Fachärztin für Neurologie, habe die Versicherte ebenfalls ihre Beschwerden wie namentlich die rasche Ermüdbarkeit und Erschöpfung, den bei Anstrengung oder Lärm zunehmenden Druck im Kopf sowie die Schmerzen im Bereich der mittleren Brustwirbelsäule geschildert ( Urk. 8/24/54). Sie habe weder über im Vordergrund stehende Schmerzen noch über neurologische Ausfallsymptome geklagt. Der klinisch-neurologische Befund sei ebenfalls unauffällig gewesen ( Urk. 8/24/55 f.) . In einem cranio-cerebralen

Kernspintomogramm habe sich noch eine minimale Hämosiderin -Ablagerung rechts an der Stelle der vormals vermuteten Kontusionsblutung gezeigt. Der übrige Befund sei normal gewesen ( Urk. 8/24/61) . Die Beschwer deführerin sei sowohl im angestammten Beruf als auch in vergleichbaren Tätig keiten aus rein neurologischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig ( Urk. 8/24/57).

Dr. med. E.___ , Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psy chotherapie sowie Allgemeine Innere Medizin, untersuchte die Beschwerde führerin insbesondere in psychiatrischer Hinsicht. Sie sei bewusstseinsklar und voll orientiert gewesen. Bis auf anfängliche Mühe mit zeitlichen Angaben beziehungsweise Rechenaufgaben seien die Aufmerksamkeit und die Konzent rationsfähigkeit sowie die Auffassung regelrecht gewesen. Zudem hätten sich im Gespräch keine Störungen der mnestischen und kognitiven Funktionen eruieren lassen. Das Denken sei logisch, kohärent und rational betont gewesen, ohne formale oder inhaltliche Denk- oder Wahrnehmungsstörungen. Die Stimmung sei ernst, besorgt, aber nicht eigentlich depressiv gewesen , wobei die Versicherte einmal kurz in Tränen ausgebrochen sei. Diverse psychovegetative Symptome wie Kopf- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfbarkeit, Konzentrations störungen, Lärmempfindlichkeit, Leistungsminderung und Gereiztheit würden im Vordergrund stehen ( Urk. 8/24/18).

Im psychischen Bereich würden deutliche Einschränkungen bestehen. Aktuell lasse sich zwar klinisch-psychopathologisch keine Depression und auch keine Angststörung diagnostizieren, da die hierfür geforderte subjektive Beeinträchtigung des Affektes nicht vorliege. Die Ver sicherte empfinde ihre Beschwerden vielmehr als körperlicher Natur und ver dränge respektive verleugne psychische Affekte aufgrund ihrer leistungsorien tierten Persönlichkeitsstruktur . Aus gutachterlicher Sicht würden aber weiterhin vegetative Äquivalente von Depression und vor allem Angst bestehen ( Urk. 8/24/27).

Im interdisziplinären Konsens vertraten die Gutachter die Auffassung, es sei generell von einer etwa 40%igen Leistungsverminderung auszugehen. Aufgrund der leistungsorientieren Persönlichkeitsstruktur, die „gemütliches“ Arbeiten nicht zulasse, könne die Arbeitsfähigkeit nicht in Form vollzeitiger Präsenz mit einer um 40 % verminderten Leistung, sondern in Form 60%iger Präsenz mit voller Leistung umgesetzt werden. Besonders stressreiche Tätigkeiten innerhalb des erlernten Berufs - beispielsweise Börsenhandel - seien nicht mehr zumutbar. Diesbezüglich bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 8/24/31 f.). 3.2

Anlässlich des ersten Rentenrevisionsverfahrens führte Dr. med. F.___ , Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in seinem Bericht vom 1 3. Dezember 2010 aus, der Gesundheitszustand sei unverändert. Nach wie vor seien bei der Versicherten Müdigkeit, Stressintoleranz, Schlafstörungen, Muskelschmerzen, Verspannungen und Depressivität vorhanden. Sie sei absolut nicht belastbar. Zurzeit sei in Bezug auf eine Tätigkeit als Bankkauffrau von eine r Arbeitsfähigkeit von 4 0-60 % mit verminderter Leistungsfähigkeit auszu gehen ( Urk. 8/54/3 f. ) . 3.3

3.3.1

Die medizinische Aktenlage des im März 2016 eingeleiteten Revi sionsverfahrens ( Urk. 8/68 ff.), welches zur angefochtenen Verfügung vom 1 0. Mai 2017 ( Urk.

2) führte, stellt sich sodann im Wesentlichen wie folgt dar:

G.___ , Psychologin, tätigte am 2 6. Januar 2011 neuropsychologische Abklärungen. Gemäss Bericht vom 4. Mai 2011 würden die aktuellen Leistun gen der Versicherten denjenigen entsprechen, welche im Rahmen der Begut achtung im Jahr 2004 festgestellt worden seien. Es sei von einer leichten bis mittelschweren neuropsychischen Störung bei Status nach Schädelhirntrauma auszugehen. Im MEDAS-Gutachten seien die Defizite in Relation zum früheren Leistungsniveau indes zu wenig gewichtet worden. Die objektivierten Minder leistungen, die eingeschränkte Belastbarkeit sowie die Leistungsschwankungen würden eher einer mindestens 35%igen Einschränkung im angestammten Beruf entsprechen ( Urk. 8/76/10 f. = Urk. 8/84/9 f.). 3.3.2

Infolge rezidivierender Schmerzschübe an der rechten Schulter wurde die Ver sicherte am 8. Juni 2015 in der H.___ Klinik radiologisch untersucht. Hier bei hätten eine grosse Tendinitis calcarea mit Herd im Supraspinatussehnenbe reich sowie eine konsekutive Bewegungseinschränkung an der rechten Schulter, vermutlich bei mitigiert abgelaufener retraktiler

Capsulitis rechts, festgestellt werden können. Der Versicherte n sei eine arthroskopische Kalkentfernung an der rechten Schulter mit gleichzeitiger Teilarthrolyse empfohlen worden ( Urk. 8/80/5 f.). 3.3.3

Dr. med. I.___ , Fachärztin für Radiologie, untersuchte den Schädel der Beschwerdeführerin am 2 4. Juni 2016 mittels Magnetresonanztomographie (MRI). Es hätten sich nebst einer kleinfleckigen Enzephalomalazie respektive Gliose eine Hämosiderinablagerung im Gyrus

supramarginalis rechts sowie vier weitere kleinfleckige zerebrale Hämosiderinablagerungen als traumabedingte Veränderungen gezeigt ( Urk. 8/84/1). 3.3.4

Im Weiteren ergibt sich aus dem Bericht von Dr. med. J.___ , Fachärz tin für Neurologie, vom 1 5. Juli 2016, dass die Beschwerdeführerin nach wie vor davon berichtet habe , auf mentale und physische Beanspruchung mit Kopfschmerzen und Schlafstörungen zu reagieren. Weiterhin bestehe ausserdem eine verlangsamte Auffassungsgabe und verminderte Konzentrationsfähigkeit. Die Schulterproblematik (vgl. E. 3.3.2) sei mittels aufwändiger Therapie behan delt worden ( Urk. 8/80/7 = Urk. 8/84/3 ). Im Gespräch und Verhalten habe sich die Versicherte unauffällig gezeigt. Aus neurologischer Sicht hätten insbeson dere eine Einschränkung der Seitwärtsneigung der Halswirbelsäule nach links sowie ein Schulterhochstand links festgestellt werden können. Im Übrigen hät ten sich weder in Bezug auf das Gangbild noch auf die Funktion der Hirnnerven und die Muskeleigenreflexe bedeutsame Auffälligkeiten ergeben. Auch die Sen sibilität an Armen und Beinen sei normal ausgeprägt gewesen ( Urk. 8/80/9 = Urk. 8/84/5 ). Unter weiterer Berücksichtigung der mit der leichten bis mittel schweren neuropsychischen Störung einhergehenden kognitiven Leistungsmin derungen (vgl. E. 3.3.1), der nachhaltigen posttraumatischen Veränderungen gemäss MRI (vgl. E. 3.3.3) sowie der von der Versicherten geschilderten - seit 2011 gleichgeblie benen - Alltagseinschränkungen sei auch zukünftig keine relevante Änderung des Gesundheitszustandes zu erwarten ( Urk. 8/80/8 = Urk. 8/84/4 ). 3.3.5

Dr. F.___ hielt in seinem Verlaufsbericht vom 7. November 2016 (Eingangs da tum) fest, dass die Versicherte weiterhin durch chronische Müdig keit, Belastungs- und Stressintoleranz, Lärmempfindlichkeit sowie Schlaf- und Kon zen trationsstörungen eingeschränkt sei. Die Ausübung der angestammten Tätig keit sei ihr nicht möglich. Für eine einfache Tätigkeit - etwa als Sekretärin - bestehe eine 50-60%ige Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/80/1 f.). 4. 4.1

Die Beschwerdeführerin hegt weder Zweifel an der Sachkenntnis der beigezoge nen Gutachter der A.___ AG, noch bringt sie konkrete perso nenbezogene Ablehnungsgründe vor (vgl. E. 1.3) . Zwischen den Parteien ist ein zig umstritten, ob die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung not wendig ist

oder ob sich der medizinische Sachverhalt bereits zum jetzigen Zeit punkt als umfassend abgeklärt erweist (vgl. E. 2.1 f.). 4.2

Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versiche rungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die not wendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Zu Abklärungen besteht vorliegend Anlass, nachdem die Beschwerdeführerin bei der letzten Überprüfung der Rente per Januar 2016 eine erneute amtliche Revision in Aussicht genommen hatte ( Urk. 8/56/2; vgl. Art. 87 Abs. 1 lit . a der Verordnung über die Invalid enversicherung; IVV). Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessens spielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzufüh renden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen recht spre chungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine „ second

opinion “ zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271 E. 1.1; Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). Entscheidend dafür, ob weitere Abklä run gen angeordnet werden können und müssen, ist, ob die bereits vorliegenden Gut achten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). 4.3

Die Rentenzusprechung im November 2005 ( Urk. 8/41 bis 8/43) erfolgte auf der Grundlage des MEDAS-Gutachtens vom 2. Juni 2004 ( Urk. 8/24). Von orthopä discher Seite wurde zum damaligen Zeitpunkt eine 90%ige Arbeitsfähigkeit für jedwede Tätigkeit attestiert. Unter Beachtung der geistig anspruchsvollen ange stammten Tätigkeit der Versicherten wurde aus Sicht der Neuropsychologie von einer 85%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Dr. D.___ erachtete die Arbeitsfähigkeit in rein neurologischer Hinsicht als nicht eingeschränkt . Im interdisziplinären Konsens schlossen die Gutachter auf eine 100%ige Arbeits unfähigkeit in der angestammten sowie auf eine 40%ige Arbeits unfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (E. 3.1).

D ie Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS-Gutachter beruhte damit massgeblich auf der psychiatrischen Beurteilung von Dr. E.___ . Entgegen der Argumentation der Versicherten ( Urk. 1 S. 8 Ziff.

12) sind die einschränken den Funktionsstörungen nicht vorwiegend neuropsychologischer Natur . Nichts zu ändern vermag in diesem Kontext der Umstand, dass Dr. E.___ die Unter scheidung zwischen psychischen und körperlichen Symptomen für nicht ange zeigt erachtete ( Urk. 1 S. 8 f. Ziff. 13; Urk. 8/24/28). Er hielt klar fest, dass im psychischen Bereich deutlichere Einschränkungen vorliegen würden als aus Sicht der übrigen Fachdisziplinen ( Urk. 8/24/27 f.).

Es bestehen durchaus Anzei chen dafür, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Versicherten zwi schenzeitlich verändert hat, zumal sie sich im Gegensatz zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht mehr in entsprechender Behandlung befindet (vgl. Urk. 8/24/47 und 8/70/2). Es fehlt in dieser Hinsicht denn auch an einer aktuel len fachärztlichen Beurteilung (vgl. E. 3.3.1 ff.) , weshalb sich der medizinische Sachverhalt nur schon unter diesem Gesichtspunkt als nicht umfassend abge klärt erweist.

Im Weiteren ist anzumerken, dass sich allein aus den vorliegenden Arztberich ten keine schlüssige Erklärung für die nach wie vor von Seiten der Versicherten geschilderten Beschwerden wie unter anderem Konzentrationsprobleme, rasche Ermüdbarkeit sowie Belastungs- und Stressintoleranz und deren konkrete Aus wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ergibt. Abgesehen davon, dass die letzte neuropsychologische Abklärung bei Erlass der angefochtenen Verfügung bereits sechs Jahre zurücklag (E. 3.3.1) , sind d eren

E rgebnisse gemäss bundesgericht licher Praxis stets im Kontext der übrigen medizinischen Untersuchungs resul tate zu würdigen (BGE 119 V 341 E. 2b/ bb ). Dr. J.___ konnte indes aus neurolo gischer Sicht keine wesentlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen feststellen (E. 3.3.4). Dem Bericht von Dr. F.___ vom 7. November 2016 kann sodann keine objektive Befunderhebung entnommen werden (vgl. Urk. 8/80/1-4).

Überdies besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ( 50-60 % in einer angepassten Tätigkeit [ Urk. 8/80/2]) und derjenigen der Psychologin G.___

(65%ige Arbeits fähig keit in der ange stammten Tätigkeit [ Urk. 8/76/11 = Urk. 8/84/10 ]) . Auch in Anbetracht dieser Gegebenheiten leuchtet ein, dass die Beschwerdegegnerin eine aktuelle polydis ziplinäre Begutachtung für notwendig erachtet.

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die IV-Stelle die polydisziplinäre Exper tise bei der A.___ AG nicht in Auftrag gab, um eine „ second

opinion “ zu einem bereits im Rahmen einer früheren Begutachtung festgestellten Sachverhalt einzuholen. Jene der MEDAS Z.___ vom 2. Juni 2004 ( Urk. 8/24) lag im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung bereits knapp 13 Jahre zurück und kann folglich nicht mehr als Grundlage für eine aktuelle Beurteilung des Gesundheitszustandes der Versicherten herange zogen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_551/2015 vom 1 7. März 2016 E. 6 mit Hinweis). 4.4

Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt entgegen der Sicht weise der Beschwerdeführerin nicht als bereits umfassend abgeklärt . Nach dem Gesagten besteht seitens des Gerichtes in Anbetracht des erheblichen Ermessensspielraums des Versicherungsträgers in Bezug auf die Notwendigkeit, den Umfang und die Zweckmässigkeit medizinischer Erhebungen (vgl. E. 4.2) keine Veranlassung, in die der Beschwerdegegnerin obliegende Verfahrenslei tung einzugreifen.

Abschliessend bleibt der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass die Beschwerde gegnerin die Gutachterstelle korrekt im Sinne von Art. 72 bis IVV bestimmt hat (vgl. Urk. 8/79 und 8/91 f.), was denn auch von der Beschwerde führerin nicht bestritten wird. Die Wahl der konkreten Untersuchungsmethoden, was auch die Auswahl der vorzu nehmenden fachärztlichen Abklärungen bein haltet, liegt im Übrigen in erster Linie im Ermessen der Gutachter (Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2014 vom 2 5. März 2015 E. 5.1), und ist vorliegend nicht in Zweifel zu ziehen.

Angesichts der obigen Ausführungen ist d ie von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung ( Urk.

2) angeordnete polydisziplinäre Begutachtung durch die A.___ AG somit nicht zu beanstanden . Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 5.

Da vorliegend nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung zu prüfen war, ist das Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 lit . a ATSG - in Abweichung von Art. 69 Abs. 1 bis IVG - kostenlos. Das Gericht erkennt: 1.

Die Beschwerde

wird abgewiesen. 2.

Das Verfahren ist kostenlos. 3.

Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kaspar Gehring - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen 4.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GrünigWürsch

Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.00671

I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiber Würsch Urteil vom

28. November 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1.

1.1

X.___ , geboren 1970, hat eine Ausbildung zur Bürokauffrau sowie zur diplomierten Finanzanalytikerin und Vermögensverwalterin absol viert ( Urk. 8/2/4). Ab Oktober 1985 war sie bei der Y.___ AG, angestellt, zuletzt als Investment Advisor ( Urk. 8/5/1). Am 1. April 2001 verunfallte die Versicherte mit dem Fahrrad ( Urk. 8/9/66). Unter Hinweis auf diverse gesund heitliche Einschränkungen meldete sie sich sodann am 2 1. Januar 2003 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (medizinische Eingliederungs massnahmen und Rente; Urk. 8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog in der Folge nebst einem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 8/4) einen Arbeitgeberfragebogen ( Urk. 8/5), die Akten des Unfallversicherers ( Urk. 8/9) sowie verschiedene Arztberichte ( Urk. 8/6 und 8/11 f.) bei. Zuhanden des Unfallversicherers erstattete die MEDAS Z.___

am 2. Juni 2004 ein polydisziplinäres Gutachten (MEDAS-Gutachten, Urk. 8/ 24). Gestützt hierauf sprach die IV-Stelle der Versicherten m it Verfügun gen vom 2 4. November 2005

- welche unangefochten blieben - mit Wirkung ab 1. April 2002 eine halbe und ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente der Inva lidenversicherung zu ( Urk. 8/41 bis 8/43). 1.2

Nachdem die Versicherte zwischenzeitlich zwei Töchter geboren ( Urk. 8/52/2) und ihre Tätigkeit bei der Y.___ AG aufgegeben hatte ( Urk. 8/49/4 und 8/50/2), holte die IV-Stelle im Rahmen einer von Amtes wegen durchgeführten Renten revision ab Dezember 2010 einen von der Versicherten ausgefüllten Fragebogen ( Urk. 8/49), einen aktuellen IK-Auszug ( Urk. 8/50) sowie einen Arztbericht ( Urk. 8/54) ein. Mit Schreiben vom 1 9. Januar 2011 teilte sie der Versicherten mit , sie habe weiterhin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente ( Urk. 8/57).

Ferner sprach ihr die IV-Stelle mit Verfügungen vom 4. März 2011 mit Wirkung ab Dezember 2006 respektive September 2008 Kinderrenten für die beiden Töchter zu ( Urk. 8/60 f.). 1.3

Ab März 2016 leitete die IV-Stelle eine erneute Rentenrevision ein. Wiederum zog sie einen Versichertenfragebogen ( Urk. 8/68) sowie einen aktuellen IK-Aus zug ( Urk. 8/73) bei. Nach Durchführung eines Standortgesprächs ( Urk. 8/70) und Eingang von Akten des Unfallversicherers ( Urk. 8/76) teilte sie der Versicherten am 3 1. Oktober 2016 mit, dass sie beabsichtige, eine polydisziplinäre Unter suchung in Auftrag zu geben ( Urk. 8/79). Unter Beilage zweier Arztberichte ( Urk. 8/84) stellte die Versicherte mit Schreiben vom 1 4. November 2016 den Antrag, auf eine polydisziplinäre Begutachtung sei zu verzichten ( Urk. 8/85). Die IV-Stelle hielt in der Folge indes an ihrem Vorhaben fest ( Urk. 8/86) und beauftragte am 2 2. Dezember 2016 die über SuisseMED@P zugeteilte

A.___ AG mit der Begutachtung ( Urk. 8/91). D ie Versicherte erhob dage gen mit Eingaben vom 2 8. Februar und 1 6. März 2017 erneut Einwendungen ( Urk. 8/96 und 8/99). Mit Schreiben vom 2 1. März 2017 wurde die Versicherte über die zugeteilte Begutachtungsstelle sowie die verantwortlichen Gutachter orientiert ( Urk. 8/101). Mit Schreiben vom 3. April 2017 beharrte jene darauf, das keine Notwendigkeit für ein e medizinische

Expertise bestehe und ersuchte um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung respektive um Verzicht auf die Begutachtung ( Urk. 8/102). Die IV-Stelle hielt in der Folge mit Zwischenverfü gung vom 1 0. Mai 2017 an der Abklärung durch die A.___ AG fest ( Urk. 8/104 = Urk. 2 ). 2.

Hiergegen erhob X.___ am 9. Juni 2017 Beschwerde ( Urk.

1) mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle sei anzuweisen, von einer Begutachtung abzusehen beziehungsweise die gesetzlichen Leistungen auch ohne die Begutachtung weiterhin auszurichten. Mit Beschwerdeantwort vom 2 2. August 2017 schloss die IV-Stelle auf Abwei sung der Beschwerde ( Urk. 7), worüber die Versicherte mit Verfügung vom 2 3. August 2017 in Kenntnis gesetzt wurde ( Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1

Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 1 0. Mai 2017 ( Urk. 2) , mit welcher die Beschwerdegegnerin die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung durch die A.___ AG unter Nennung der angege benen Fachdisziplinen und Gutachterpersonen an ordnete . Hierbei handelt es sich um eine Zwischenverfügung im Sinne von Art. 55 Abs. 1 des Bundesge setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Ver bindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwal tungsverfahren ( VwVG ), welche bei Bejahung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils ( Art. 46 Abs. 1 lit . a VwVG ; BGE 132 V 93 E. 6.1) grundsätzlich selb ständig mit Beschwerde angefochten werden kann. 1.2

Im Kontext der Gutachtensanordnung ist in Nachachtung der einschlägigen Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7) die Eintretensvoraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils für das erstinstanzliche Beschwerde verfahren zu bejahen, zumal die nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen tatsächlichen Nachteil bewirken wird. 1.3

Beschwerdeweise geltend gemacht werden können unter anderem materielle Einwendungen beispielsweise des Inhalts, die in Aussicht genommene Begut achtung sei nicht no twendig, weil sie mit Blick auf einen bereits um fassend abgeklärten Sachverhalt

bloss einer Zweitmeinung entspreche (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 , 141 V 330 E. 5.2 ). Sodann können personenbezogene Ausstands gründe gerügt werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts gelten für medizinische Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangen heit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen an der Unparteilichkeit zu erwecken (Urteil des Bundesgerichts 8C_665/2015 vom 21. Januar 2016 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 132 V 93 E. 7.1, SVR 2013 IV Nr. 35 S. 105 E. 2.2 und BGE 137 V 210 E. 2.1.3). Ferner zählen dazu auch weitere Aspekte wie etwa die fehlende Sachkenntnis (vgl. Kieser , ATSG-Kom mentar, 3. Auflage, Zürich 2015, N 38 zu Art. 44 ATSG; vgl. auch BGE 132 V 93 E. 6.4-5). 2. 2.1

In der angefochtenen Verfügung vom 1 0. Mai 2017 ( Urk.

2) stellte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass der aktuelle Gesundheitszustand der Versicherten und folglich insbesondere auch deren Arbeitsfähigkeit nicht rechtsgenügend beurteilt werden könne, weshalb eine polydisziplinäre medizinische Begutachtung durch die A.___

AG nötig sei. Entgegen den seitens der Beschwerdeführerin im V erwaltungs verfahren vorgebrachten Einwänden bestünden Hinweise für das Bestehen von Revisionsgründen im Sinne von Art. 17 ATSG. Einerseits sei ein anderes Invali deneinkommen als im Zeitpunkt der Rentenzusprechung anzurechnen, da die Versicherte ihre Arbeitsstelle zwischenzeitlich aufgegeben habe. Andererseits würden in den aktuellen Arztberichten keine psychischen Einschränkungen mehr erwähnt. Diese Berichte würden sich ausserdem entweder nicht zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer angepassten Tätigkeit äussern oder diese nicht näher begründen. Schliesslich erweise sich das Gutachten von 2004 hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit als nicht nachvollziehbar. 2.2

Die Versicherte brachte demgegenüber in ihrer Beschwerdeschrift vom 9. Juni 2017 ( Urk. 1) zur Hauptsache vor, ihr Gesundheitszustand habe sich seit der Rentenzusprechung nicht verändert. Folglich sei kein Revisionsgrund gegeben. Es lägen vollständige und nachvollziehbare ärztliche Berichte vor, weshalb die Notwendigkeit weiterer Abklärungen - namentlich einer Beguta chtung - nicht bestehe (S. 5). Auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsstelle bei der Bank zwischenzeitlich aufgegeben habe, stelle angesichts der speziellen Verhältnisse keinen Revisionsgrund dar ( Urk. 7 f.). Verfehlt sei im Übrigen die Annahme der IV-Stelle, wonach hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit nicht auf das Gutachten aus dem Jahr 2004 abgestellt werden könne. An der damals festge stellten generellen Leistungsverminderung von 40 % habe sich seither nach weislich nichts verändert. Daran vermöge auch der Umstand, dass seit de r letz ten Begutachtung bereits zwölf Jahre vergangen seien, nichts zu ändern (S. 9 f.). 3. 3.1

Die Rentenzusprechung im Jahr 2005 basierte auf dem polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 2. Juni 2004, welchem die folgenden Diagnosen zu entnehmen sind ( Urk. 8/24/24): - Status nach Sturz vom Velo unklarer Ursache am 1. April 2001 mit konse kutiv: - Schädelhirntrauma mit Contusio cerebri - Clavikulafraktur rechts - Stabilen Kompressionsfrakturen Brustwirbelkörper 11 und Lenden-wir belkörper 1, inzwischen knöchern verheilt - Fortbestehendes Cerviko - Thorako -Lumbalsyndrom - Minimale neuropsychologische Störung im Sinne leicht erhöhter Schwan kungen sowie multifaktoriell leicht verminderte Belastbarkeit - Ängstlich-depressive Anpassungsstörung (ICD-10 F43.23), unter Behand lung weitgehend remittiert, bei fortbestehender psychischer Komponente (ICD-10 F54) im Beschwerdebild vor allem mit fortbe ste henden vegetativen Affektäquivalenten, auf dem Boden einer leis tungs orientierten Persönlichkeit (ICD-10 Z73.1) - Mischkopfschmerz bei vorbestehender episodischer Migräne ohne Aura - Status nach Sturz am 6. Februar 2002 mit Schädelprellung und Riss quetschwunde an der linken Augenbraue, offenbar komplikationslos ausgeheilt - Fragliche frühere Zöliakie, seit Jahren beschwerdefrei - Osteodensitometrisch laut Akten leichte Osteopenie

Gegenüber

der Gutachterin Dr. med. B.___ , Fachärztin für Orthopä dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, habe sich die Beschwerdeführerin dahingehend geäussert, dass sie bei körperlicher Belastung - etwa bei der Hausarbeit - noch starke Rückenbeschwerden habe. Ausserdem habe die Versicherte über starke Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und ein allgemeines Nachlassen der Leistungsfähigkeit geklagt. Diese Beschwerden bestünden unabhängig von therapeutischen Massnahmen wie Physiotherapie oder Medikamenten ( Urk. 8/24/38). Anlässlich der Untersuchung sei ein mässi ger Hohlrundrücken aufgefallen. Im Bereich der Trapeziusmuskulatur sowie am thorako -lumbalen Übergang sei eine Druckdolenz feststellbar gewesen. Die Halswirbelsäule sei vorsichtig bewegt worden, im Bewegungsausmass aber frei gewesen. Die Inklination sei mit mässigen Beschwerden im Bereich des thorako -lumbalen Übergangs verbunden gewesen. Am lateralen Claviculadrittel habe eine leicht druckdolente Stufe ertastet werden können. Im Weiteren sei die Beweglichkeit der Schultern beidseits frei gewesen. Im Bereich der oberen Ext remitäten hätten sich weder Schonungszeichen noch neurologische Auffällig keiten gezeigt . Radiologisch seien die Frakturen an der Clavicula sowie am Brustwirbelkörper 11 und am Lendenwirbelkörper 1 bei diskreter Keilbildung knöchern konsolidiert ( Urk. 8/24/42). Aus orthopädischer Sicht bestehe eine Belastungsverminderung bezüglich längerem Sitzen sowie vornübergebeugten Haltungen. In der Tätigkeit als Associate

Director sei wünschenswert, dass die Versicherte wechselnde Körperpositionen einnehmen könne ( Urk. 8/24/43). Sowohl für die angestammte als auch für eine angepasste Tätigkeit sei von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen ( Urk. 8/24/44 f.).

Dr. phil. C.___ hielt in seiner neuropsychologischen Teilexpertise fest, die Explorandin habe insbesondere von Schwierigkeiten mit Stress und Druck am Arbeitsplatz berichtet. Ausserdem sei ihre Belastbarkeit eingeschränkt und sie ermüde übermässig schnell. Hinzu komme, dass sie keinen Lärm mehr ertrage und unter einem Druck im Kopf leide, wenn sie mal länger arbeiten müsse. Sodann bewirke langes Sitzen Rückenschmerzen im Bereich der Brust wirbelsäule. Es würden auch noch Stimmungsschwankungen bestehen, wobei sich die Versicherte diesbezüglich zurzeit relativ stabil fühle ( Urk. 8/24/47). Bei einem durchschnittlichen Testleistungsniveau hätten sich leichte Leistungs schwankungen im Gebiet der Aufmerksamkeit und Konzentration eruieren las sen. Mehrheitlich hätten die diesbezüglichen Leistungen jedoch der Norm ent sprochen. Die Reaktionszeiten seien erhöht gewesen, ausser bei einfachen visu ellen Reizen. Die visuell-figuralen Lern- und Gedächtnis - funktionen seien intakt gewesen. In der verbalen Modalität sei es wahrscheinlich weitgehend infolge einer leichten psychischen Blockierung zu leichten Schwankungen gekommen ( Urk. 8/24/49). Stimmungsmässig habe die Versicherte während der Unter suchung einen angespannten, mehrheitlich eher ernst-besorgten Eindruck hin terlassen. Zu depressiven Reaktionen sei es allerdings nicht gekommen. Die Belastbarkeit erscheine leicht eingeschränkt, einerseits aufgrund der Kopf schmerzen, andererseits infolge psychischer Faktoren. Im Vergleich zum Vor befund aus dem Jahr 2002 hätten sich Verbesserungen feststellen lassen, wobei die Explorandin auch subjektiv Fortschritte be stätigt habe ( Urk. 8/24/50). In Anbetracht der Untersuchungsbefunde lasse sich von neuropsychologischer Seite her lediglich eine geringe Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Unter Beachtung der qualifizierten Tätigkeit der Versicherte n belaufe sich diese auf bis zu 15 % ( Urk. 8/24/51).

Gegenüber Dr. med. D.___ , Fachärztin für Neurologie, habe die Versicherte ebenfalls ihre Beschwerden wie namentlich die rasche Ermüdbarkeit und Erschöpfung, den bei Anstrengung oder Lärm zunehmenden Druck im Kopf sowie die Schmerzen im Bereich der mittleren Brustwirbelsäule geschildert ( Urk. 8/24/54). Sie habe weder über im Vordergrund stehende Schmerzen noch über neurologische Ausfallsymptome geklagt. Der klinisch-neurologische Befund sei ebenfalls unauffällig gewesen ( Urk. 8/24/55 f.) . In einem cranio-cerebralen

Kernspintomogramm habe sich noch eine minimale Hämosiderin -Ablagerung rechts an der Stelle der vormals vermuteten Kontusionsblutung gezeigt. Der übrige Befund sei normal gewesen ( Urk. 8/24/61) . Die Beschwer deführerin sei sowohl im angestammten Beruf als auch in vergleichbaren Tätig keiten aus rein neurologischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig ( Urk. 8/24/57).

Dr. med. E.___ , Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psy chotherapie sowie Allgemeine Innere Medizin, untersuchte die Beschwerde führerin insbesondere in psychiatrischer Hinsicht. Sie sei bewusstseinsklar und voll orientiert gewesen. Bis auf anfängliche Mühe mit zeitlichen Angaben beziehungsweise Rechenaufgaben seien die Aufmerksamkeit und die Konzent rationsfähigkeit sowie die Auffassung regelrecht gewesen. Zudem hätten sich im Gespräch keine Störungen der mnestischen und kognitiven Funktionen eruieren lassen. Das Denken sei logisch, kohärent und rational betont gewesen, ohne formale oder inhaltliche Denk- oder Wahrnehmungsstörungen. Die Stimmung sei ernst, besorgt, aber nicht eigentlich depressiv gewesen , wobei die Versicherte einmal kurz in Tränen ausgebrochen sei. Diverse psychovegetative Symptome wie Kopf- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfbarkeit, Konzentrations störungen, Lärmempfindlichkeit, Leistungsminderung und Gereiztheit würden im Vordergrund stehen ( Urk. 8/24/18).

Im psychischen Bereich würden deutliche Einschränkungen bestehen. Aktuell lasse sich zwar klinisch-psychopathologisch keine Depression und auch keine Angststörung diagnostizieren, da die hierfür geforderte subjektive Beeinträchtigung des Affektes nicht vorliege. Die Ver sicherte empfinde ihre Beschwerden vielmehr als körperlicher Natur und ver dränge respektive verleugne psychische Affekte aufgrund ihrer leistungsorien tierten Persönlichkeitsstruktur . Aus gutachterlicher Sicht würden aber weiterhin vegetative Äquivalente von Depression und vor allem Angst bestehen ( Urk. 8/24/27).

Im interdisziplinären Konsens vertraten die Gutachter die Auffassung, es sei generell von einer etwa 40%igen Leistungsverminderung auszugehen. Aufgrund der leistungsorientieren Persönlichkeitsstruktur, die „gemütliches“ Arbeiten nicht zulasse, könne die Arbeitsfähigkeit nicht in Form vollzeitiger Präsenz mit einer um 40 % verminderten Leistung, sondern in Form 60%iger Präsenz mit voller Leistung umgesetzt werden. Besonders stressreiche Tätigkeiten innerhalb des erlernten Berufs - beispielsweise Börsenhandel - seien nicht mehr zumutbar. Diesbezüglich bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ( Urk. 8/24/31 f.). 3.2

Anlässlich des ersten Rentenrevisionsverfahrens führte Dr. med. F.___ , Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in seinem Bericht vom 1 3. Dezember 2010 aus, der Gesundheitszustand sei unverändert. Nach wie vor seien bei der Versicherten Müdigkeit, Stressintoleranz, Schlafstörungen, Muskelschmerzen, Verspannungen und Depressivität vorhanden. Sie sei absolut nicht belastbar. Zurzeit sei in Bezug auf eine Tätigkeit als Bankkauffrau von eine r Arbeitsfähigkeit von 4 0-60 % mit verminderter Leistungsfähigkeit auszu gehen ( Urk. 8/54/3 f. ) . 3.3

3.3.1

Die medizinische Aktenlage des im März 2016 eingeleiteten Revi sionsverfahrens ( Urk. 8/68 ff.), welches zur angefochtenen Verfügung vom 1 0. Mai 2017 ( Urk.

2) führte, stellt sich sodann im Wesentlichen wie folgt dar:

G.___ , Psychologin, tätigte am 2 6. Januar 2011 neuropsychologische Abklärungen. Gemäss Bericht vom 4. Mai 2011 würden die aktuellen Leistun gen der Versicherten denjenigen entsprechen, welche im Rahmen der Begut achtung im Jahr 2004 festgestellt worden seien. Es sei von einer leichten bis mittelschweren neuropsychischen Störung bei Status nach Schädelhirntrauma auszugehen. Im MEDAS-Gutachten seien die Defizite in Relation zum früheren Leistungsniveau indes zu wenig gewichtet worden. Die objektivierten Minder leistungen, die eingeschränkte Belastbarkeit sowie die Leistungsschwankungen würden eher einer mindestens 35%igen Einschränkung im angestammten Beruf entsprechen ( Urk. 8/76/10 f. = Urk. 8/84/9 f.). 3.3.2

Infolge rezidivierender Schmerzschübe an der rechten Schulter wurde die Ver sicherte am 8. Juni 2015 in der H.___ Klinik radiologisch untersucht. Hier bei hätten eine grosse Tendinitis calcarea mit Herd im Supraspinatussehnenbe reich sowie eine konsekutive Bewegungseinschränkung an der rechten Schulter, vermutlich bei mitigiert abgelaufener retraktiler

Capsulitis rechts, festgestellt werden können. Der Versicherte n sei eine arthroskopische Kalkentfernung an der rechten Schulter mit gleichzeitiger Teilarthrolyse empfohlen worden ( Urk. 8/80/5 f.). 3.3.3

Dr. med. I.___ , Fachärztin für Radiologie, untersuchte den Schädel der Beschwerdeführerin am 2 4. Juni 2016 mittels Magnetresonanztomographie (MRI). Es hätten sich nebst einer kleinfleckigen Enzephalomalazie respektive Gliose eine Hämosiderinablagerung im Gyrus

supramarginalis rechts sowie vier weitere kleinfleckige zerebrale Hämosiderinablagerungen als traumabedingte Veränderungen gezeigt ( Urk. 8/84/1). 3.3.4

Im Weiteren ergibt sich aus dem Bericht von Dr. med. J.___ , Fachärz tin für Neurologie, vom 1 5. Juli 2016, dass die Beschwerdeführerin nach wie vor davon berichtet habe , auf mentale und physische Beanspruchung mit Kopfschmerzen und Schlafstörungen zu reagieren. Weiterhin bestehe ausserdem eine verlangsamte Auffassungsgabe und verminderte Konzentrationsfähigkeit. Die Schulterproblematik (vgl. E. 3.3.2) sei mittels aufwändiger Therapie behan delt worden ( Urk. 8/80/7 = Urk. 8/84/3 ). Im Gespräch und Verhalten habe sich die Versicherte unauffällig gezeigt. Aus neurologischer Sicht hätten insbeson dere eine Einschränkung der Seitwärtsneigung der Halswirbelsäule nach links sowie ein Schulterhochstand links festgestellt werden können. Im Übrigen hät ten sich weder in Bezug auf das Gangbild noch auf die Funktion der Hirnnerven und die Muskeleigenreflexe bedeutsame Auffälligkeiten ergeben. Auch die Sen sibilität an Armen und Beinen sei normal ausgeprägt gewesen ( Urk. 8/80/9 = Urk. 8/84/5 ). Unter weiterer Berücksichtigung der mit der leichten bis mittel schweren neuropsychischen Störung einhergehenden kognitiven Leistungsmin derungen (vgl. E. 3.3.1), der nachhaltigen posttraumatischen Veränderungen gemäss MRI (vgl. E. 3.3.3) sowie der von der Versicherten geschilderten - seit 2011 gleichgeblie benen - Alltagseinschränkungen sei auch zukünftig keine relevante Änderung des Gesundheitszustandes zu erwarten ( Urk. 8/80/8 = Urk. 8/84/4 ). 3.3.5

Dr. F.___ hielt in seinem Verlaufsbericht vom 7. November 2016 (Eingangs da tum) fest, dass die Versicherte weiterhin durch chronische Müdig keit, Belastungs- und Stressintoleranz, Lärmempfindlichkeit sowie Schlaf- und Kon zen trationsstörungen eingeschränkt sei. Die Ausübung der angestammten Tätig keit sei ihr nicht möglich. Für eine einfache Tätigkeit - etwa als Sekretärin - bestehe eine 50-60%ige Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/80/1 f.). 4. 4.1

Die Beschwerdeführerin hegt weder Zweifel an der Sachkenntnis der beigezoge nen Gutachter der A.___ AG, noch bringt sie konkrete perso nenbezogene Ablehnungsgründe vor (vgl. E. 1.3) . Zwischen den Parteien ist ein zig umstritten, ob die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung not wendig ist

oder ob sich der medizinische Sachverhalt bereits zum jetzigen Zeit punkt als umfassend abgeklärt erweist (vgl. E. 2.1 f.). 4.2

Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versiche rungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die not wendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Zu Abklärungen besteht vorliegend Anlass, nachdem die Beschwerdeführerin bei der letzten Überprüfung der Rente per Januar 2016 eine erneute amtliche Revision in Aussicht genommen hatte ( Urk. 8/56/2; vgl. Art. 87 Abs. 1 lit . a der Verordnung über die Invalid enversicherung; IVV). Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessens spielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzufüh renden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen recht spre chungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine „ second

opinion “ zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271 E. 1.1; Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). Entscheidend dafür, ob weitere Abklä run gen angeordnet werden können und müssen, ist, ob die bereits vorliegenden Gut achten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). 4.3

Die Rentenzusprechung im November 2005 ( Urk. 8/41 bis 8/43) erfolgte auf der Grundlage des MEDAS-Gutachtens vom 2. Juni 2004 ( Urk. 8/24). Von orthopä discher Seite wurde zum damaligen Zeitpunkt eine 90%ige Arbeitsfähigkeit für jedwede Tätigkeit attestiert. Unter Beachtung der geistig anspruchsvollen ange stammten Tätigkeit der Versicherten wurde aus Sicht der Neuropsychologie von einer 85%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Dr. D.___ erachtete die Arbeitsfähigkeit in rein neurologischer Hinsicht als nicht eingeschränkt . Im interdisziplinären Konsens schlossen die Gutachter auf eine 100%ige Arbeits unfähigkeit in der angestammten sowie auf eine 40%ige Arbeits unfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (E. 3.1).

D ie Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS-Gutachter beruhte damit massgeblich auf der psychiatrischen Beurteilung von Dr. E.___ . Entgegen der Argumentation der Versicherten ( Urk. 1 S. 8 Ziff.

12) sind die einschränken den Funktionsstörungen nicht vorwiegend neuropsychologischer Natur . Nichts zu ändern vermag in diesem Kontext der Umstand, dass Dr. E.___ die Unter scheidung zwischen psychischen und körperlichen Symptomen für nicht ange zeigt erachtete ( Urk. 1 S. 8 f. Ziff. 13; Urk. 8/24/28). Er hielt klar fest, dass im psychischen Bereich deutlichere Einschränkungen vorliegen würden als aus Sicht der übrigen Fachdisziplinen ( Urk. 8/24/27 f.).

Es bestehen durchaus Anzei chen dafür, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Versicherten zwi schenzeitlich verändert hat, zumal sie sich im Gegensatz zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht mehr in entsprechender Behandlung befindet (vgl. Urk. 8/24/47 und 8/70/2). Es fehlt in dieser Hinsicht denn auch an einer aktuel len fachärztlichen Beurteilung (vgl. E. 3.3.1 ff.) , weshalb sich der medizinische Sachverhalt nur schon unter diesem Gesichtspunkt als nicht umfassend abge klärt erweist.

Im Weiteren ist anzumerken, dass sich allein aus den vorliegenden Arztberich ten keine schlüssige Erklärung für die nach wie vor von Seiten der Versicherten geschilderten Beschwerden wie unter anderem Konzentrationsprobleme, rasche Ermüdbarkeit sowie Belastungs- und Stressintoleranz und deren konkrete Aus wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ergibt. Abgesehen davon, dass die letzte neuropsychologische Abklärung bei Erlass der angefochtenen Verfügung bereits sechs Jahre zurücklag (E. 3.3.1) , sind d eren

E rgebnisse gemäss bundesgericht licher Praxis stets im Kontext der übrigen medizinischen Untersuchungs resul tate zu würdigen (BGE 119 V 341 E. 2b/ bb ). Dr. J.___ konnte indes aus neurolo gischer Sicht keine wesentlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen feststellen (E. 3.3.4). Dem Bericht von Dr. F.___ vom 7. November 2016 kann sodann keine objektive Befunderhebung entnommen werden (vgl. Urk. 8/80/1-4).

Überdies besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ( 50-60 % in einer angepassten Tätigkeit [ Urk. 8/80/2]) und derjenigen der Psychologin G.___

(65%ige Arbeits fähig keit in der ange stammten Tätigkeit [ Urk. 8/76/11 = Urk. 8/84/10 ]) . Auch in Anbetracht dieser Gegebenheiten leuchtet ein, dass die Beschwerdegegnerin eine aktuelle polydis ziplinäre Begutachtung für notwendig erachtet.

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die IV-Stelle die polydisziplinäre Exper tise bei der A.___ AG nicht in Auftrag gab, um eine „ second

opinion “ zu einem bereits im Rahmen einer früheren Begutachtung festgestellten Sachverhalt einzuholen. Jene der MEDAS Z.___ vom 2. Juni 2004 ( Urk. 8/24) lag im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung bereits knapp 13 Jahre zurück und kann folglich nicht mehr als Grundlage für eine aktuelle Beurteilung des Gesundheitszustandes der Versicherten herange zogen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_551/2015 vom 1 7. März 2016 E. 6 mit Hinweis). 4.4

Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt entgegen der Sicht weise der Beschwerdeführerin nicht als bereits umfassend abgeklärt . Nach dem Gesagten besteht seitens des Gerichtes in Anbetracht des erheblichen Ermessensspielraums des Versicherungsträgers in Bezug auf die Notwendigkeit, den Umfang und die Zweckmässigkeit medizinischer Erhebungen (vgl. E. 4.2) keine Veranlassung, in die der Beschwerdegegnerin obliegende Verfahrenslei tung einzugreifen.

Abschliessend bleibt der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass die Beschwerde gegnerin die Gutachterstelle korrekt im Sinne von Art. 72 bis IVV bestimmt hat (vgl. Urk. 8/79 und 8/91 f.), was denn auch von der Beschwerde führerin nicht bestritten wird. Die Wahl der konkreten Untersuchungsmethoden, was auch die Auswahl der vorzu nehmenden fachärztlichen Abklärungen bein haltet, liegt im Übrigen in erster Linie im Ermessen der Gutachter (Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2014 vom 2 5. März 2015 E. 5.1), und ist vorliegend nicht in Zweifel zu ziehen.

Angesichts der obigen Ausführungen ist d ie von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung ( Urk.

2) angeordnete polydisziplinäre Begutachtung durch die A.___ AG somit nicht zu beanstanden . Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 5.

Da vorliegend nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung zu prüfen war, ist das Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 lit . a ATSG - in Abweichung von Art. 69 Abs. 1 bis IVG - kostenlos. Das Gericht erkennt: 1.

Die Beschwerde

wird abgewiesen. 2.

Das Verfahren ist kostenlos. 3.

Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kaspar Gehring - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen 4.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GrünigWürsch