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IV.2013.01142

Renteneinstellung; Rückweisung zu weiteren Sachverhaltsabklärungen unter Weiterausrichtung der Rente.

Zürich SozVersG · 2014-06-25 · Deutsch ZH
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Sachverhalt

1.

1.1

X.___, geboren 1982, meldete sich am 28. Februar 2001 unter Hin weis auf einen am 30. Oktober 1999 erlittenen Verkehrsunfall mit commotio cerebri, neuropsychologischen Defizite n und psychische n Unfallfolgen,

e ventuell einer posttraumatische n Belastungsstörung (PTBS), bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Y.___, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle Y.___), sprach ihm mit Ver fügung vom 6. März 2003 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente ab

1. Oktober 2000 zu (Urk. 8/33). Die Unfallversicherung richtete dem Versicherten sodann mit Verfügung vom 16. Dezember 2003 (Urk. 8/54) für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 30. Oktobe r 1999 ab 1. De - zember 2003 eine ganze Invalidenrente als Komplementärrente aus .

Mit Mitteilungen vom 21. August 2003 (Urk. 8/45) und vom 20. Januar 2009 (Urk. 8/72) teilte n die IV-Stelle Y.___ und - zufolge Wechsels des Wohnsitzes des Versicherten - die Sozialversicherungsanstal t des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle) dem Versicherten mit, der Rentenanspruch sei unver ändert. 1.2

Im Juni 2011 wurde aufgr und von Observationsmaterial des für den Schadenfall vom 30. Oktober 1999 zuständigen Haftpflichtversicherers (Urk. 8/89) ein Ren tenrevisionsverfahren eingeleitet (Urk. 8/92) und im Anschluss der Befragung des Versicherte n durch die IV-Stelle (Urk. 8/93 /4-13) mit Zwischenverfügung vom 15. Juli 2011 (Urk. 8/101) die vorsorgliche Einstellung der Invalidenrente verfügt . Sodann holte die IV-Stelle einen medizinischen Bericht (Urk. 8/102) ein und veranlasste ein polydisziplinäres Gutachten mit Evaluation der funktionel len Leistungsfähigkeit (EFL), welches am 30. August 2012 (Urk. 8/127) erstattet wurde. Mit Mitteilung vom 8. Januar 2013 (Urk. 8/135) wurde dem Versicherten eine Schadenminderungspflicht (adäquate psychiatrische und psychopharma kologische Behan dlung) auferlegt.

G egen dies e Auflage opponierte der Versi cherte mit der Begründung, er unterziehe sich bereits seit September 2012 der auferlegten Behandlung, was bei der IV -Stelle aktenkundig sei (Urk. 8/136). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/148, Urk. 8/152) stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. November 2013 die Rente ab dem Zeitpunkt der Sistierung ein (Urk. 7/157 = Urk. 2). 2.

Der Versicherte erhob am 10. Dezember 2013 Beschwerde (Urk. 1) gegen die Verfügung vom 7. November 2013 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuhe ben (S. 2 Ziff. 1), die Rentenzahlungen seien ab Einstellung (1. August 2011) wieder aufzunehmen, und es sei ihm einstweilen weiterhin eine ganze IV-Rente auszurich ten (S. 2 Ziff. 2). Ferner seien ihm Eingliederungsmassnahmen, eine Berufsberatung und ein berufliches Aufbautraining zu gewähren (S. 2 Ziff. 3).

Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2014 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 15. April 2014 zur Kenntnis gebracht (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1.1

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder tei lweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, K rankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden au sgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Si cht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2

Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.3

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au - gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heits - zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi sionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin weisen). 1.4

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.5

Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu - stel len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor - liegen einander widersprechender medizinischer Be richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma terial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent scheidend, ob es für die Beant wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt was vor allem bei psychischen Fehlent wicklungen nö tig ist, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be antwortung der Fragen erschweren oder ver unmöglichen, gegebe nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialver sicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gut achten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.). 1.6

Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger haben gemäss Art. 8a Abs. 1 IVG An spruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung, sofern: a. die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert werden kann; und b. die Massnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern. Diese Massnahmen beinhalten gemäss Abs. 2 diese r Bestimmung Integrations massnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Artikel 14a Abs. 2 IVG (lit. a), Massnahmen beruflicher Art (lit. b), die Abgabe von Hilfsmitteln (lit. c) und die Beratung und Begleitung der Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger und ihrer Arbeitgeber (lit. d). 1.7

Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69). Von der Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann ab zusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 116 V 182 E. 3c und d; Urteil des Bundesgerichts I 30/00 vom 19. April 2000 E. 3).

Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be - schwer deinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungs verfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gut achtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der - anschliessend refor matorisch entscheidenden - Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E ine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstel lung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210

E. 4.4.1. 4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3) . 2.

2.1

Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige ganze Rente zu Recht einge stellt hat. Zu prüfen ist zunächst, ob die vorhandenen medizinischen Ak ten eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zulassen, oder ob es weiterer Abklärungen des rechtserheblichen Sachverhalts bedarf. 2.2

Nach Ansich t der Beschwerdegegnerin bestehe

gemäss dem interdisziplinären Gutachten der Z.___ seit mindestens 2008 keine posttraumatische Belastungsstörung mehr und die depressive Problematik habe sich bis zum Sommer 2001 auf das Niveau einer Dysthymie verbessert mit aktuell einer mit telgradigen depressiven Episode, wobei der Versicherte mit grosser Wahrschein lichkeit zur Zeit der Observation deutlich weniger depressiv gewesen sei und die Verschlechterung im Kontext der Konfrontation mit den Observationsergebnis sen zu sehen sei . Neurologisch/somatisch seien keine Be einträchtigungen ausge - wiesen. Somit bestehe für den Beschwerdeführer eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer Hilfsarbeitertätigkeit (Urk. 2 S. 1 f.). 2.3

Der Besch werdeführer machte geltend, im Untersuchungszeitpun kt (April 2012) sei er zu etwa 7 0 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen beziehungs weise gemäss den Gutachtern bestehe mindestens eine 30%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 1 S. 5 f f .). 3. 3.1

Der ursprüngliche n Rentenzusprache vom

6. März 2003 (Urk. 8/33) lagen die folgenden wesentlichen A rztberichte zu Grunde : 3.2

Der Beschwerdeführer zog sich anlässlich eines am 30. Oktober 1999 erlittenen Verkehrsunfalls ei ne Commotio cerebri, eine nicht dislozierte Radi us schaftfrak tur links, eine Rissquetschwunde (RQW) an Stirn und Augenbraue links, eine Nierenkontusion, eine Schulterkontusion links sowie Schürfwunden an beiden Knien zu (vgl. Bericht A.___ vom

5. November 1999, Urk. 8/27/208-210). 3.3

Am 26. März 2000 berichtete Dr. med. B.___, Spezialarzt FMH für Neurolo gie, der Unfallversicherung des Beschwerdeführers (Urk. 8/27/67-72) und führte aus, neben den übrigen Weichteilverletzungen inklusive dem Knochenbruch sei neurologisch aus dem ganzen Verlauf sicherlich eine Stirnkontusion vorhanden gewesen (S. 5). Heute finde er bei der Untersuchung keine von der Norm abwei chenden Befunde. Insbesondere könne er keine Parese des linken Armes fest stellen und es gebe auch keine Hinweise für traumatisch bedingte Nervenein klemmungen mit sensiblen oder motorischen Funktionsstörungen. Therapeu tisch würde er versuchen, die Kopfwehtendenz

mit einem niedrig zu dosieren den trizyklischen Antidepressivum zu behandeln. Zum weiteren sei sicher eine psychologische Betreuung und Unterstützung zwecks rascher Wiedereingliede rung in die Arbeitswelt sinnvoll. Weitere Therapien seien aus neurologischer Sicht nicht nötig. Ganz sicher sei es nicht zu einer namhaften Hirnverletzung gekommen und es bestünden auch keine Hinweise für eine sich entwickelnde posttraumatische Epilepsie (S. 6). 3.4

Eine am 12. September 2000 am Radiologischen Institut des C.___ durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRT) ergab eine unauffällige Darstellung des Gross- und Kleinhirnes, keine eindeutigen posttraumatischen Veränderungen und insbesondere keinen Hinweis für Hämo siderin-Artefakte oder malazische Veränderungen (Urk. 8/10/5). 3.5

A m 22. Juni 2001 wurde der Beschwerdeführer in der Z.___ von Dr. med. D.___, Leitender Arzt, FMH Psychiatrie und Psychothera pie, untersucht. In seinem Bericht vom 4. Juli 2001 (Urk. 8/20/3-10) diagnosti zierte Dr. D.___ eine PTBS

(ICD-10 F43.1) in Kombination mit einem depressive n Syndrom (ICD-10 F32.1) und führte aus, einerseits konzentriere sich die psy chische Störung auf die typischen drei Hauptsachen (Symptomkomplexe) einer PTBS, nämlich einerseits auf Albträume und inneres Wiedererleben bei Exposi tion gegenüber Triggersituationen, die mit dem Unfallort oder Unfällen zu tun hätten, andererseits auf Vermeidungsverhalten. Ferner bestehe der Symptom komplex von innerer Erregung und Reizbarkeit. Daneben gebe es noch ein deutliches depressives Syndrom, i n dem der Beschwerdeführer zurückgezogen, in sich gekehrt, innerlich verzweifelt sei, suizidale Gedanken, Libidoverlust, Inte resselosigkeit und Antriebsstörung habe (S. 7). Der Beschwerdeführer bedürfe dringend einer fachpsychiatrischen Behandlung. Zur Zeit sei er sicher arbeits unfähig (S. 7 unten). 3.6

Dr. med. E.___, Assistenzarzt in der psychiatrischen Klinik F.___, welcher den Beschwerdeführer am 21. September 2001 in G.___ Sprache untersuchte, nannte in seinem Bericht vom 26. Oktober 20 0 1 (Urk. 8/27/39 -40) als psychiatrische Diagnose eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) kombiniert mit einer posttraumatischen Belastungsstö rung (ICD-10 F43.1). 3. 7

Anlässlich einer Untersuchung in der Z.___ vom 8. Juli 2002 (Be richt vom 10. Juli 2002, Urk. 8/24/8-9 = Urk. 8/27/8-9) hielt Dr. med. H.___, Leitender Arzt, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin, fest, von Seiten des Bewegungsapparates fänden sich nur noch mässiggradige Rest beschwerden. Lumbal würden diese lumbosakral auf Höhe L4/L5 und L5/S1 an gegeben. Es dürfte sich hier am wahrscheinlichsten um wirbelsäulennahe mus kuloligamentäre Beschwerden handeln. Zervikal fänden sich ebenfalls mässige Restbeschwerden im Bereiche der mi ttleren Halswirbelsäule, welche den Be schwerdeführer in Ruhe und auch unter normaler Belastung nicht mehr wesent lich stören würden . Er empfehle noch einige Sitzungen Physiotherapie durch zuführen mit dem Ziel, lumbal zu stabilisieren (S. 2). 4.

4.1

Zwischen der rentenzusprechenden Verfügung vom

6. März 2003 und der nun strittigen Verfügung liegen im Rahmen der zwei Rentenrevisionen (im Jahr 2003; Urk. 8/41 und im Jahr 200 8; Urk. 8/63) im Wesentlichen die folgenden medizinischen Berichte vor: 4.2

Im bei der IV-Stelle Y.___ am 2. Juni 2003 eingegangenen Verlaufsbericht von Dr. med. I.___, Praktische Ärztin, C.___ (Urk. 8/42), wurde ein stationärer Gesundheitszustand geschildert. Der Be schwerdeführer sei we iterhin in der Belastbarkeit, im Antrieb und Motivation und damit in der Arbeitsfähigkeit deutlich eingeschränkt (Ziff. 5). 4.3

Am 25. Juni 2008 wurde in der Z.___ eine ambulante psychiatri sche Abklärung durchgeführt. Im Bericht vom

17. Juli 2008 (Urk. 8/70/8-19) nannte Dr. D.___ die folgenden psychiatrischen Diagnosen (S. 1): - d epressive Störung von zeitlich schwankendem Schweregrad, am ehes ten dem Begriff einer sogenannten Double Depression entsp re chend, zu codieren am ehesten als rezidivierende affektive Störungen (ICD-10 F38.1) - Kriterien für eine fortbestehende PTBS nicht mehr erfüllt Er führte aus, sein letzter Kontakt mit dem Beschwerdeführer habe im März 2006 stattgefunden. Es hab e sich insofern eine leichte Befundänderung ergeben, als jetzt eigentlich keine Hinweise auf eine immer noch bestehende wirklich re levante psychotraumatologische Störung mit Erlebnisdruck und spezifischer Vermeidung vorlägen. In gewisser Hinsicht bestehe aber weiter eine früher be sc hriebene leichte depressive Verstimmung beziehungsweise eine anhaltende depressive Episode, welche versicherungsmedizinisch zu leicht für eine Ein schränkung der Zumutbarkeit erachtet werde (S. 10). Am ehesten leide der Be schwerdeführer an dem, was Double Depression genannt werde (S. 11 Mitte). Die vorliegende depressive Störung habe sich zwar insofern gebessert, als im Intervall zwischen einzelnen, anscheinend deutlich stärker en, depressiven Pha sen ein Zustand vorliege mit deutlich stabilerer Stimmung, der einer Arbeits leistung (zum Beispiel leichte Arbeiten) nicht mehr im Wege stehe. Das Problem seien die einzelnen Einbrüche, die begreiflicherweise bald zu einer Auflösung eines Arbeitsverhältnisses führen würden, wenn der Versicherte zu Hause bliebe (S. 11 unten). Insgesamt müsse man also von einer doch fassbaren Besserung auf psychiatrischem Gebiet sprechen, die allgemeine Lebenssituation bleibe je doch unbefriedigend, mit Blick auf die Zukunft auch ungewiss und hinsichtlich der Frage der Arbeitsfähigkeit würden Fragen offen bleiben (S. 12). 4. 4

Dr. med. J.___, Fachärztin für Allgemeine Medizin, hielt im Verlaufs bericht vom 12. Dezember 2008 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/69) bei gleichbleibendem Gesundheitszustand aber geänderter Diagnose (Urk. 8/69/1) fest, der Beschwerdeführer leide an einer schweren Depression und sei seit 2003 zu 100 % arbeitsunfähig. Er sei durch die affektive Störung schwer eingeschränkt in seinen täglichen Aktivitäten. Auf kleinste Belastungen wie Er ledigung von mehreren Alltagsgeschäften und quengelnde Kinder reagiere er mit schwersten Kopfwehattacken, die mit einem Rückzug in ein verdunkeltes Zimmer bewältig t werden könnten (Urk. 8/69/3).

4.5

Dr. J.___ berichtete am 12. Juli 2011 der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/102/5-6) und diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Major De pression seit 2003 und eine schwere Migräne (Ziff. 1.1). Sie führte aus, bezüg lich Depression und Migräne bestehe ein unveränderter Verlauf. Der Beschwer deführer komme in ihre Sprechstunde wenn er wieder Medikamente gegen die Migräne oder gegen die Schlafstörungen brauche. Wegen durchschnittlich zwei schweren Migräne-Attacken pro Woche gebe es keine Tätigkeit, die er während längerer Zeit ausüben könne (Ziff. 1.4). Die Prognose für eine Verbesserung sei sehr schlecht (Ziff. 1.5). 4.6

Dr. D.___, Z.___, und Dr. med. K.___, Facharzt für Neuro logie FMH, erstellten am 30. August 2012 im Auftrag der Beschwerdegeg nerin ein interdisziplinäres Gutachten (Urk. 8/127/1-11), wofür der Beschwer deführer neurologisch (Urk. 8/127/12-30) und psychiatrisch (Urk. 8/127/31-77) untersucht worden war und am 26./27. April 2012 an einer EFL (Urk. 8/127/78-86) teilgenommen hatte. Zusammenfassend führten die Gutachter aus, aus psy chiatrischer Sicht liege nunmehr wieder eine relevant verstärkte Depressivität vor, aktuell zu klassifizieren als mitteschwere depressive Episode (ICD-10 F32.1), intensitätsmässig eher an der Grenze zu „schwer“, jedoch keine post traumatische Belastungsstörung mehr (Urk. 8/127/1-11 S. 1). Parallel dazu hät ten bestanden und bestünden weiterhin auf der Ebene der Persönlichkeitsstruk tur wahrscheinlich in die Jugend zurückreichende emotionale Entwicklungsdefi zite mit Beziehungsvermeidung und Rückzugstendenz, diese im Rahmen einer akzentuierten Persönlichkeitsvariante (ICD-10 Z73.1). Zusammenfassend na nn ten die Gutachter als psychiatrische Diagnosen (S. 2): - m omentan mindestens mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - a namnestisch zurückreichend depressive Episoden, wahrscheinlich rezi - di vierend (ICD-10 F32, F33.1), zuletzt bis im Sommer 2011 auf das Niveau einer lediglichen Dysthymie (ICD-10 F34.1) im Sinne einer Bes serung zurückgebildet - m aladap tiver Umgang mit der Kopfschmerzsymptomatik im Sinne einer so genannten Symptomausweitung, allenfalls auch zu codieren als chro nische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41) - a kzentuierte Persönlichkeitszüge Aus neurologischer Sicht könne im Rückblick eine durch den Unfall bedingte initiale leichte traumatische Hirnverletzung ohne residuelle Läsion festgestellt werden. Angesichtes der im Vordergrund stehenden psychiatrischen Diagnosen könne gemäss neurologischer Beurteilung ein chronischer posttraumatischer Kopfschmerz nicht diagnostiziert werden. Somit liege ein Spannungstyp-Kopf schmerz vor, welcher auf eine psychiatrische Erkrankung zurückzuführen sei. Die diagnostischen Kriterien einer Migräne seien nicht erfüllt (S. 2). Eine volle Arbeitsunfähigkeit könne aufgrund der aktuell angegebenen Intensität des ge mäss den Angaben des Beschwerdeführers täglich bestehenden Dauerkopf schmerzes und der Frequenz der Kopfschmerzattacken nicht begründet werden (S. 3 oben). Zusammenfassend und interdisziplinär hielten die Gutachter fest, dass der Be schwerdeführer unter keinen aufweisbaren körperlichen Einschränkungen leide. Psychiatrisch sei mindestens momentan durch die erhebliche Depressivität (und von dieser abhängig die Kopfschmerzproblematik) eine Einschränkung ausge wiesen, die ungefähr 60 % eines Pensums einer leichten bis mittelschweren Ar beit ausmache. Durch eine fachgerechte psychiatrische antidepressive Therapie inkl. Psychopharmaka könne der psychische Zustand mit hoher Wahrschein lichkeit relevant verbessert werden, so

dass mittelfristig vom Erreichen der Zu mutbarkeit einer vollen Arbeitsleistung ausgegangen werden könne (S. 4). 4.7

Im Arztbericht vom 18. März 2013 (Urk. 8/138) nannte med. pract.

L.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, folgende psychiatrische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1): - anhaltende mittelgradige und stark angstgeprägte depressive Störung (ICD-10 F32.1) - anamnestisch vor 2011 zurückreichende rezidivierende depressive Stö rung (ICD-10 F33.1) - anamnestisch Dysthymie (ICD-10 F34.1) und rezidivierende kurzdau ernde depressive Episoden (ICD-10 F38.1) kom biniert mit einer soge nannten „Double D epression“ - Status nach durchgemachter PTBS (ICD-10 F43.1) - a nam n estisch maladaptiver Umgang mit Kopfschmerzproblematik, allen falls im Sinne einer chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41); Differentialdiagnose: Im Rahmen somatisierter Anteile der oben erwähnten Depression zu sehen. Betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in dessen zuletzt ausge übten Tätigkeiten im Autoisolation s

- und Autoreinigungsbereich attestierte er eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit 11. Oktober 2012 (Ziff. 1.6). Für ver gleichbare berufliche Tätigkeiten und selbst für behinderungsangepasste Ver weistätigkeiten gelte, dass aufgrund der noch anhaltenden erheblichen depressi ven und Angstproblematik, mit aktuell nur basaler psychophysischer Belastbar keit, zum jetzigen Zeitpunkt eine berufliche Tätigkeit auf dem offenen Stellen markt nicht realistisch sei (Ziff. 1.7). Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit sei im Umfang von 50 % zu rechnen, allerdings sei der Zeitpunkt ak tuell nicht vorhersehbar (Ziff. 1.9). 4.8

Im Vorbescheid verfahren beantwortete med. pract. L.___ mit Schreiben vom 16. September 2013 (Urk. 8/151) Fragen des Beschwerdeführers. Darin hielt er es für fraglich, dass es sich bei der aktuellen depressiven Störung lediglich und ausschliesslich um eine Reaktion auf psychosoziale Faktoren handle und ver wies auf seine – näher ausgeführten – Berichte (S. 2). Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wies er darauf hin, dass bei günstigem Verlauf beziehungs weise erfolgreicher psychiatrisch-psychotherapeutischer und psychopharmako logischer Behandlung das Erreichen einer 50%igen Arbeitsfähigkeit erwartet werden dürfte. Eine Halbtagstätigkeit in geschütztem Rahmen im Sinne eines Arbeitstrainings sei ab sofort zumutbar. Eine berufliche Integrationsmassnahme dränge sich auf und werde im Übrigen auch bereits im Gutachten D.___ / K.___ (vgl. vorstehend E. 4.6) empfoh len (S. 3). 5. 5.1

Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 8. Oktober 2013 (Urk. 8/158) . Darin führte dieser aus, der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Gutachtens der Z.___, wo nach der Beschwerdeführer in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu etwa 40 % arbeitsfähig sei, könne nicht gefolgt werden. Ein Nachweisbares Korrelat für die Kopfschmerzsymptomatik bestehe nicht, denn es sei insgesamt keine neurologische-somatische Beeinträchtigung festzustellen. Eine depressive Symptomatik im Sinne der Dysthymie führe rechtsprechungsgemäss zu keiner Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit . Gleiches gelte für die akzentuierten Per sönlichkeitszüge. Als invaliditätsfremd seien lange Stellenlosigkeit und auch die finanziellen Probleme nach der Rentensistierung zu betrachten. Schliesslich finde eine rein mit psychosozialen Faktoren begründete Verschlechterung der Dysthymie ab Sommer 2011 auf eine mindestens mittelgradige Depression aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht keine Beachtung (S. 3 oben). 5.2

Dieser Ansicht kann aus den nachstehenden Gründen nicht gefolgt werden:

Gestützt auf das umfangreiche Gutachten der Z.___ vom 30. August 2012 (vgl. vorstehend E. 4.6), auf welches abgestellt werden kann, da es den erforderlichen Kriterien vollumfänglich entspricht (vgl. vorstehend E. 1. 5) und auf die medizinischen Berichte von med. pract.

L.___ (vgl. vorste hend E. 4.7-8) besteht für eine Einstellung der Rente keine Grundlage. Es trifft nicht zu, dass die gestellten Diagnosen keine Erwerbsunfähigkeit zu begründen vermögen. Die gegenwärtige depressive Episode wurde zwar unbestrittener massen durch psychosoziale Faktoren, das heisst durch die Observation, d ie Sis t ierung der Rente und d ie d amit verbundenen Zukunftsängste getriggert. Die di agnostizierte mittelgradige depressive Episode (an der Grenze zu schwer) ist je doch als verselbständigte psychische Störung neben den psychosozialen Belas tungsmomenten diagnostiziert und damit existent . So hielt med. pract .

L.___ fest, es stehe psychiatrisch ausser Zweifel, dass einem solchen psychischen Zu standsbild eigenständiger Krankheitswert beizumessen sei (Urk. 8/151 S. 2) . Ob die chronischen Kopfschmerzen des Beschwerdeführers unter den Begriff einer chronischen Schmerzstörung fallen (vgl. vorstehend E. 4.7) oder lediglich als Begleiterscheinung zur Depression zu betrachten sind (vgl. vorstehend E. 4.6), ist aufgrund der Akten nicht gesichert. Es beste ht somit auch keine Grundlage, die Kopfschmerzproblematik isoliert zu betrachten und darauf die Überwindbar keitsrechtsprechung anzuwenden, wie dies die Beschwerdegegnerin tat (Urk. 2 S. 3, Urk. 8/158 S. 4) .

Zusammenfassend ist damit auf das in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtende Gutachten der Z.___ abzustellen, wonach von einer momentanen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Umfang von 40 % in einer leichten bis mittelschweren ange passten Tätigkeit auszugehen ist, welche durch entsprechende Massnahmen allenfalls bis zu einer vollen Ar beitsfähigkeit gesteigert werden kann. Diese Einschätzung wurde auch von med. pract. L.___ geteilt, welcher von einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätig keit im Umfang von 50

% aus ging und berufliche Integrationsmassnahmen vo raus setzte (vgl. vorstehend E. 4.7). Damit ist aber auch gesagt, dass im Verfü gungszeitpunkt keine abschliessende Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers möglich gewesen wäre . 5.3

Die Beurteilungen der Ärzte der Z.___ (vgl. vorstehend E. 4.6) und von med. pract . L.___ (vgl. vorstehend E. 4.7-8) betreffen d

die attestierte medi zinisch-theoretische

Arbeitsfähigkeit lassen erkennen, dass die grundsätzlich zumutbaren leichten bis mittelschweren Tätigkeiten d em Beschwerdeführer nicht voraussetzungslos im Umfang einer vollen Arbeitsleistung offen stehen und dass es zwecks Erreichen dieses Pensums vorgängig ein es Arbeitstraining s beziehungsweise Integrationsmassnahmen bedarf, mithin nur unter Vorbehalt von Eingliederungsmassnahmen die Steigerung der Arbeitsfähigkeit und Ein gliederung ins Erwerbsleben erfolgsversprechend sind . So führten die Gutachter der Z.___ aus, berufliche Beschäftigungsprogramme würden nach psychischer Besserung infolge fachpsychiatrischer Therapie einen wichtigen Stellenwert erlangen, da der Beschwerdeführer mittlerweile über 12

Jahre vom Arbeitsmarkt distanziert gewesen sei beziehungsweise in seinem jungen Alter zur Zeit des Unfalles im Arbeitsmarkt erst ungenügend Fuss gefasst habe (Urk. 8/127/8). Diese Einschätzung wurde von med. pract. L.___ bestätigt, wel cher zur F estlegung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ein Belastbar keitstraining im geschützten Rahmen voraussetzte (Urk. 8/138 Ziff. 1.7, Ziff. 1.9). Die Gutachter nannten als Massnahmen beispielsweise ein Belastbar keitstraining, ein Aufbautraining sowie wirtschaftliche Integration mit Support am Arbeitsplatz (Urk. 8/127/9). Sodann dokumentierte die EFL-Testung auch mässige Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsi stenz des Be schwerdeführers trotz fehlenden objektivierbaren pathologischen Befunden (Urk. 8/127/80), und es wurde im Bericht auf ein hohes Ausmass an ungünsti gen Überzeugungen betreffend den Umgang mit Schmerzen und auf Rehabilita tions- beziehungs weise Eingliederungshindernisse hingewiesen (Urk. 8/127/79-80). So mit wird die Notwendigkeit eines eigentl ichen Aufbautrainings mit Ein gliederungsmassnahmen bestätigt, zumal der Beschwerdeführer nicht selbst in der Lage ist, seine Arbeitskraft wiederherzustellen. Dies liegt auch auf der Hand: Dem Beschwerdeführer fehlt es nicht nur an einer Ausbildung, sondern auch an relevanten beruflichen Erfahrungen, auf die er bei der Selbsteingliederung zu rückgreifen könnte. Der invalidisierende Unfall ereignete sich, als er 17 Jahre alt war.

Schliesslich ist nach Durchführung der vorgenannten geeigneten Massnahmen nicht ohne weiteres von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen, da der Aus gang der Massnahmen noch offen ist. Bei der entsprechenden Einschätzung der Gutachter handelte es sich um eine Prognose, die nach den erfolgten Massnah men

einer Nachbeurteilung unterzogen werden muss (Urk. 8/127/4), was auch von med. pract .

L.___ in seine n Bericht en

bestätigt wurde (Urk. 8/138 Ziff. 1.9, Urk. 8/151 S. 3) .

Unter diesen Umständen ist der rechtserhebliche Sachverhalt ungenügend abge klärt und die Beschwerdegegnerin durfte nicht von einer Selbsteingliederungs fähigkeit des Beschwerdeführers ausgehen .

Entsprechend ist die Sache an sie zurückzuweisen, damit sie das im Sinne des Gesagten Notwendige veranlass e und hernach erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ent scheide. Die angefochtene Verfügung ist aufzuheben und die Beschwerde in diesem Sinne gutzuheissen. 6.

Wird der Beschwerde gegen eine Verfügung, mit der die Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben wird, die aufschiebende Wirkung entzogen, so dauert dieser Entzug des Suspensiveffekts bei Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur Vornahme weiterer Abklärungen grundsätzlich auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neuen Verfügung (BGE 129 V 370). Eine Rente kann jedoch revisionsweise erst aufgehoben oder herabgesetzt werden, wenn der Rentenbezüger hinreichend eingegliedert ist. Dies ist gemäss dem vorliegend zu fällenden Entscheid offensichtlich nicht der Fall (vgl. vorstehend E. 5.3) . Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. November 2013 ist deshalb wieder herzustellen und die ganze IV-Rente ab Sistierungsdatum, das heisst ab Juli 2011 (Urk. 8/101), einstweilen weiterauszurichten. 7. 7.1

Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 7 00.-- festzulegen und, da die Rückwei sung an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsie gen gilt (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versich erungsgerichts U 199/02 vom 10. Februar 2004 E. 6, mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3), ausgangsgemäss von der Bes chwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis

IVG). 7.2

Der anwaltli ch vertretene Beschwerdeführer hat sodann a usgangsgemäss ge stützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) Anspruch auf eine Prozessent schädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schw ierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘900 .-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen. Das Gericht erkennt: 1.

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass d ie angefochtene Verfügung vom

7. November 2013 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese unter Weiterausrich tung der bisherigen ganzen Rente im Sinne der Erwägungen verfahre . 2.

Die Gerichtskosten von Fr. 700 .-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3.

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent - schä digung von Fr. 1‘900. -- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4.

Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kurt Pfändler - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis - mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent - halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber MosimannBrühwiler

Erwägungen (23 Absätze)

E. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder tei lweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, K rankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden au sgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Si cht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs.

E. 1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

E. 1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au - gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heits - zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi sionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin weisen).

E. 1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

E. 1.5 Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu - stel len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor - liegen einander widersprechender medizinischer Be richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma terial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent scheidend, ob es für die Beant wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt was vor allem bei psychischen Fehlent wicklungen nö tig ist, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be antwortung der Fragen erschweren oder ver unmöglichen, gegebe nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialver sicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gut achten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).

E. 1.6 Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger haben gemäss Art. 8a Abs. 1 IVG An spruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung, sofern: a. die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert werden kann; und b. die Massnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern. Diese Massnahmen beinhalten gemäss Abs. 2 diese r Bestimmung Integrations massnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Artikel 14a Abs. 2 IVG (lit. a), Massnahmen beruflicher Art (lit. b), die Abgabe von Hilfsmitteln (lit. c) und die Beratung und Begleitung der Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger und ihrer Arbeitgeber (lit. d).

E. 1.7 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69). Von der Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann ab zusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 116 V 182 E. 3c und d; Urteil des Bundesgerichts I 30/00 vom 19. April 2000 E. 3).

Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be - schwer deinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungs verfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gut achtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der - anschliessend refor matorisch entscheidenden - Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E ine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstel lung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210

E. 4.4.1.

E. 2 ATSG).

E. 2.1 Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige ganze Rente zu Recht einge stellt hat. Zu prüfen ist zunächst, ob die vorhandenen medizinischen Ak ten eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zulassen, oder ob es weiterer Abklärungen des rechtserheblichen Sachverhalts bedarf.

E. 2.2 Nach Ansich t der Beschwerdegegnerin bestehe

gemäss dem interdisziplinären Gutachten der Z.___ seit mindestens 2008 keine posttraumatische Belastungsstörung mehr und die depressive Problematik habe sich bis zum Sommer 2001 auf das Niveau einer Dysthymie verbessert mit aktuell einer mit telgradigen depressiven Episode, wobei der Versicherte mit grosser Wahrschein lichkeit zur Zeit der Observation deutlich weniger depressiv gewesen sei und die Verschlechterung im Kontext der Konfrontation mit den Observationsergebnis sen zu sehen sei . Neurologisch/somatisch seien keine Be einträchtigungen ausge - wiesen. Somit bestehe für den Beschwerdeführer eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer Hilfsarbeitertätigkeit (Urk. 2 S. 1 f.).

E. 2.3 Der Besch werdeführer machte geltend, im Untersuchungszeitpun kt (April 2012) sei er zu etwa 7 0 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen beziehungs weise gemäss den Gutachtern bestehe mindestens eine 30%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 1 S. 5 f f .). 3. 3.1

Der ursprüngliche n Rentenzusprache vom

6. März 2003 (Urk. 8/33) lagen die folgenden wesentlichen A rztberichte zu Grunde : 3.2

Der Beschwerdeführer zog sich anlässlich eines am 30. Oktober 1999 erlittenen Verkehrsunfalls ei ne Commotio cerebri, eine nicht dislozierte Radi us schaftfrak tur links, eine Rissquetschwunde (RQW) an Stirn und Augenbraue links, eine Nierenkontusion, eine Schulterkontusion links sowie Schürfwunden an beiden Knien zu (vgl. Bericht A.___ vom

5. November 1999, Urk. 8/27/208-210). 3.3

Am 26. März 2000 berichtete Dr. med. B.___, Spezialarzt FMH für Neurolo gie, der Unfallversicherung des Beschwerdeführers (Urk. 8/27/67-72) und führte aus, neben den übrigen Weichteilverletzungen inklusive dem Knochenbruch sei neurologisch aus dem ganzen Verlauf sicherlich eine Stirnkontusion vorhanden gewesen (S. 5). Heute finde er bei der Untersuchung keine von der Norm abwei chenden Befunde. Insbesondere könne er keine Parese des linken Armes fest stellen und es gebe auch keine Hinweise für traumatisch bedingte Nervenein klemmungen mit sensiblen oder motorischen Funktionsstörungen. Therapeu tisch würde er versuchen, die Kopfwehtendenz

mit einem niedrig zu dosieren den trizyklischen Antidepressivum zu behandeln. Zum weiteren sei sicher eine psychologische Betreuung und Unterstützung zwecks rascher Wiedereingliede rung in die Arbeitswelt sinnvoll. Weitere Therapien seien aus neurologischer Sicht nicht nötig. Ganz sicher sei es nicht zu einer namhaften Hirnverletzung gekommen und es bestünden auch keine Hinweise für eine sich entwickelnde posttraumatische Epilepsie (S. 6). 3.4

Eine am 12. September 2000 am Radiologischen Institut des C.___ durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRT) ergab eine unauffällige Darstellung des Gross- und Kleinhirnes, keine eindeutigen posttraumatischen Veränderungen und insbesondere keinen Hinweis für Hämo siderin-Artefakte oder malazische Veränderungen (Urk. 8/10/5). 3.5

A m 22. Juni 2001 wurde der Beschwerdeführer in der Z.___ von Dr. med. D.___, Leitender Arzt, FMH Psychiatrie und Psychothera pie, untersucht. In seinem Bericht vom 4. Juli 2001 (Urk. 8/20/3-10) diagnosti zierte Dr. D.___ eine PTBS

(ICD-10 F43.1) in Kombination mit einem depressive n Syndrom (ICD-10 F32.1) und führte aus, einerseits konzentriere sich die psy chische Störung auf die typischen drei Hauptsachen (Symptomkomplexe) einer PTBS, nämlich einerseits auf Albträume und inneres Wiedererleben bei Exposi tion gegenüber Triggersituationen, die mit dem Unfallort oder Unfällen zu tun hätten, andererseits auf Vermeidungsverhalten. Ferner bestehe der Symptom komplex von innerer Erregung und Reizbarkeit. Daneben gebe es noch ein deutliches depressives Syndrom, i n dem der Beschwerdeführer zurückgezogen, in sich gekehrt, innerlich verzweifelt sei, suizidale Gedanken, Libidoverlust, Inte resselosigkeit und Antriebsstörung habe (S. 7). Der Beschwerdeführer bedürfe dringend einer fachpsychiatrischen Behandlung. Zur Zeit sei er sicher arbeits unfähig (S. 7 unten). 3.6

Dr. med. E.___, Assistenzarzt in der psychiatrischen Klinik F.___, welcher den Beschwerdeführer am 21. September 2001 in G.___ Sprache untersuchte, nannte in seinem Bericht vom 26. Oktober 20 0 1 (Urk. 8/27/39 -40) als psychiatrische Diagnose eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) kombiniert mit einer posttraumatischen Belastungsstö rung (ICD-10 F43.1). 3.

E. 4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3) . 2.

E. 4.1 Zwischen der rentenzusprechenden Verfügung vom

6. März 2003 und der nun strittigen Verfügung liegen im Rahmen der zwei Rentenrevisionen (im Jahr 2003; Urk. 8/41 und im Jahr 200

E. 4.2 Im bei der IV-Stelle Y.___ am 2. Juni 2003 eingegangenen Verlaufsbericht von Dr. med. I.___, Praktische Ärztin, C.___ (Urk. 8/42), wurde ein stationärer Gesundheitszustand geschildert. Der Be schwerdeführer sei we iterhin in der Belastbarkeit, im Antrieb und Motivation und damit in der Arbeitsfähigkeit deutlich eingeschränkt (Ziff. 5).

E. 4.3 Am 25. Juni 2008 wurde in der Z.___ eine ambulante psychiatri sche Abklärung durchgeführt. Im Bericht vom

17. Juli 2008 (Urk. 8/70/8-19) nannte Dr. D.___ die folgenden psychiatrischen Diagnosen (S. 1): - d epressive Störung von zeitlich schwankendem Schweregrad, am ehes ten dem Begriff einer sogenannten Double Depression entsp re chend, zu codieren am ehesten als rezidivierende affektive Störungen (ICD-10 F38.1) - Kriterien für eine fortbestehende PTBS nicht mehr erfüllt Er führte aus, sein letzter Kontakt mit dem Beschwerdeführer habe im März 2006 stattgefunden. Es hab e sich insofern eine leichte Befundänderung ergeben, als jetzt eigentlich keine Hinweise auf eine immer noch bestehende wirklich re levante psychotraumatologische Störung mit Erlebnisdruck und spezifischer Vermeidung vorlägen. In gewisser Hinsicht bestehe aber weiter eine früher be sc hriebene leichte depressive Verstimmung beziehungsweise eine anhaltende depressive Episode, welche versicherungsmedizinisch zu leicht für eine Ein schränkung der Zumutbarkeit erachtet werde (S. 10). Am ehesten leide der Be schwerdeführer an dem, was Double Depression genannt werde (S. 11 Mitte). Die vorliegende depressive Störung habe sich zwar insofern gebessert, als im Intervall zwischen einzelnen, anscheinend deutlich stärker en, depressiven Pha sen ein Zustand vorliege mit deutlich stabilerer Stimmung, der einer Arbeits leistung (zum Beispiel leichte Arbeiten) nicht mehr im Wege stehe. Das Problem seien die einzelnen Einbrüche, die begreiflicherweise bald zu einer Auflösung eines Arbeitsverhältnisses führen würden, wenn der Versicherte zu Hause bliebe (S. 11 unten). Insgesamt müsse man also von einer doch fassbaren Besserung auf psychiatrischem Gebiet sprechen, die allgemeine Lebenssituation bleibe je doch unbefriedigend, mit Blick auf die Zukunft auch ungewiss und hinsichtlich der Frage der Arbeitsfähigkeit würden Fragen offen bleiben (S. 12). 4. 4

Dr. med. J.___, Fachärztin für Allgemeine Medizin, hielt im Verlaufs bericht vom 12. Dezember 2008 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/69) bei gleichbleibendem Gesundheitszustand aber geänderter Diagnose (Urk. 8/69/1) fest, der Beschwerdeführer leide an einer schweren Depression und sei seit 2003 zu 100 % arbeitsunfähig. Er sei durch die affektive Störung schwer eingeschränkt in seinen täglichen Aktivitäten. Auf kleinste Belastungen wie Er ledigung von mehreren Alltagsgeschäften und quengelnde Kinder reagiere er mit schwersten Kopfwehattacken, die mit einem Rückzug in ein verdunkeltes Zimmer bewältig t werden könnten (Urk. 8/69/3).

E. 4.5 Dr. J.___ berichtete am 12. Juli 2011 der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/102/5-6) und diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Major De pression seit 2003 und eine schwere Migräne (Ziff. 1.1). Sie führte aus, bezüg lich Depression und Migräne bestehe ein unveränderter Verlauf. Der Beschwer deführer komme in ihre Sprechstunde wenn er wieder Medikamente gegen die Migräne oder gegen die Schlafstörungen brauche. Wegen durchschnittlich zwei schweren Migräne-Attacken pro Woche gebe es keine Tätigkeit, die er während längerer Zeit ausüben könne (Ziff. 1.4). Die Prognose für eine Verbesserung sei sehr schlecht (Ziff. 1.5).

E. 4.6 Dr. D.___, Z.___, und Dr. med. K.___, Facharzt für Neuro logie FMH, erstellten am 30. August 2012 im Auftrag der Beschwerdegeg nerin ein interdisziplinäres Gutachten (Urk. 8/127/1-11), wofür der Beschwer deführer neurologisch (Urk. 8/127/12-30) und psychiatrisch (Urk. 8/127/31-77) untersucht worden war und am 26./27. April 2012 an einer EFL (Urk. 8/127/78-86) teilgenommen hatte. Zusammenfassend führten die Gutachter aus, aus psy chiatrischer Sicht liege nunmehr wieder eine relevant verstärkte Depressivität vor, aktuell zu klassifizieren als mitteschwere depressive Episode (ICD-10 F32.1), intensitätsmässig eher an der Grenze zu „schwer“, jedoch keine post traumatische Belastungsstörung mehr (Urk. 8/127/1-11 S. 1). Parallel dazu hät ten bestanden und bestünden weiterhin auf der Ebene der Persönlichkeitsstruk tur wahrscheinlich in die Jugend zurückreichende emotionale Entwicklungsdefi zite mit Beziehungsvermeidung und Rückzugstendenz, diese im Rahmen einer akzentuierten Persönlichkeitsvariante (ICD-10 Z73.1). Zusammenfassend na nn ten die Gutachter als psychiatrische Diagnosen (S. 2): - m omentan mindestens mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - a namnestisch zurückreichend depressive Episoden, wahrscheinlich rezi - di vierend (ICD-10 F32, F33.1), zuletzt bis im Sommer 2011 auf das Niveau einer lediglichen Dysthymie (ICD-10 F34.1) im Sinne einer Bes serung zurückgebildet - m aladap tiver Umgang mit der Kopfschmerzsymptomatik im Sinne einer so genannten Symptomausweitung, allenfalls auch zu codieren als chro nische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41) - a kzentuierte Persönlichkeitszüge Aus neurologischer Sicht könne im Rückblick eine durch den Unfall bedingte initiale leichte traumatische Hirnverletzung ohne residuelle Läsion festgestellt werden. Angesichtes der im Vordergrund stehenden psychiatrischen Diagnosen könne gemäss neurologischer Beurteilung ein chronischer posttraumatischer Kopfschmerz nicht diagnostiziert werden. Somit liege ein Spannungstyp-Kopf schmerz vor, welcher auf eine psychiatrische Erkrankung zurückzuführen sei. Die diagnostischen Kriterien einer Migräne seien nicht erfüllt (S. 2). Eine volle Arbeitsunfähigkeit könne aufgrund der aktuell angegebenen Intensität des ge mäss den Angaben des Beschwerdeführers täglich bestehenden Dauerkopf schmerzes und der Frequenz der Kopfschmerzattacken nicht begründet werden (S. 3 oben). Zusammenfassend und interdisziplinär hielten die Gutachter fest, dass der Be schwerdeführer unter keinen aufweisbaren körperlichen Einschränkungen leide. Psychiatrisch sei mindestens momentan durch die erhebliche Depressivität (und von dieser abhängig die Kopfschmerzproblematik) eine Einschränkung ausge wiesen, die ungefähr 60 % eines Pensums einer leichten bis mittelschweren Ar beit ausmache. Durch eine fachgerechte psychiatrische antidepressive Therapie inkl. Psychopharmaka könne der psychische Zustand mit hoher Wahrschein lichkeit relevant verbessert werden, so

dass mittelfristig vom Erreichen der Zu mutbarkeit einer vollen Arbeitsleistung ausgegangen werden könne (S. 4).

E. 4.7 Im Arztbericht vom 18. März 2013 (Urk. 8/138) nannte med. pract.

L.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, folgende psychiatrische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1): - anhaltende mittelgradige und stark angstgeprägte depressive Störung (ICD-10 F32.1) - anamnestisch vor 2011 zurückreichende rezidivierende depressive Stö rung (ICD-10 F33.1) - anamnestisch Dysthymie (ICD-10 F34.1) und rezidivierende kurzdau ernde depressive Episoden (ICD-10 F38.1) kom biniert mit einer soge nannten „Double D epression“ - Status nach durchgemachter PTBS (ICD-10 F43.1) - a nam n estisch maladaptiver Umgang mit Kopfschmerzproblematik, allen falls im Sinne einer chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41); Differentialdiagnose: Im Rahmen somatisierter Anteile der oben erwähnten Depression zu sehen. Betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in dessen zuletzt ausge übten Tätigkeiten im Autoisolation s

- und Autoreinigungsbereich attestierte er eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit 11. Oktober 2012 (Ziff. 1.6). Für ver gleichbare berufliche Tätigkeiten und selbst für behinderungsangepasste Ver weistätigkeiten gelte, dass aufgrund der noch anhaltenden erheblichen depressi ven und Angstproblematik, mit aktuell nur basaler psychophysischer Belastbar keit, zum jetzigen Zeitpunkt eine berufliche Tätigkeit auf dem offenen Stellen markt nicht realistisch sei (Ziff. 1.7). Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit sei im Umfang von 50 % zu rechnen, allerdings sei der Zeitpunkt ak tuell nicht vorhersehbar (Ziff. 1.9).

E. 4.8 Im Vorbescheid verfahren beantwortete med. pract. L.___ mit Schreiben vom 16. September 2013 (Urk. 8/151) Fragen des Beschwerdeführers. Darin hielt er es für fraglich, dass es sich bei der aktuellen depressiven Störung lediglich und ausschliesslich um eine Reaktion auf psychosoziale Faktoren handle und ver wies auf seine – näher ausgeführten – Berichte (S. 2). Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wies er darauf hin, dass bei günstigem Verlauf beziehungs weise erfolgreicher psychiatrisch-psychotherapeutischer und psychopharmako logischer Behandlung das Erreichen einer 50%igen Arbeitsfähigkeit erwartet werden dürfte. Eine Halbtagstätigkeit in geschütztem Rahmen im Sinne eines Arbeitstrainings sei ab sofort zumutbar. Eine berufliche Integrationsmassnahme dränge sich auf und werde im Übrigen auch bereits im Gutachten D.___ / K.___ (vgl. vorstehend E. 4.6) empfoh len (S. 3). 5. 5.1

Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 8. Oktober 2013 (Urk. 8/158) . Darin führte dieser aus, der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Gutachtens der Z.___, wo nach der Beschwerdeführer in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu etwa 40 % arbeitsfähig sei, könne nicht gefolgt werden. Ein Nachweisbares Korrelat für die Kopfschmerzsymptomatik bestehe nicht, denn es sei insgesamt keine neurologische-somatische Beeinträchtigung festzustellen. Eine depressive Symptomatik im Sinne der Dysthymie führe rechtsprechungsgemäss zu keiner Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit . Gleiches gelte für die akzentuierten Per sönlichkeitszüge. Als invaliditätsfremd seien lange Stellenlosigkeit und auch die finanziellen Probleme nach der Rentensistierung zu betrachten. Schliesslich finde eine rein mit psychosozialen Faktoren begründete Verschlechterung der Dysthymie ab Sommer 2011 auf eine mindestens mittelgradige Depression aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht keine Beachtung (S. 3 oben). 5.2

Dieser Ansicht kann aus den nachstehenden Gründen nicht gefolgt werden:

Gestützt auf das umfangreiche Gutachten der Z.___ vom 30. August 2012 (vgl. vorstehend E. 4.6), auf welches abgestellt werden kann, da es den erforderlichen Kriterien vollumfänglich entspricht (vgl. vorstehend E. 1. 5) und auf die medizinischen Berichte von med. pract.

L.___ (vgl. vorste hend E. 4.7-8) besteht für eine Einstellung der Rente keine Grundlage. Es trifft nicht zu, dass die gestellten Diagnosen keine Erwerbsunfähigkeit zu begründen vermögen. Die gegenwärtige depressive Episode wurde zwar unbestrittener massen durch psychosoziale Faktoren, das heisst durch die Observation, d ie Sis t ierung der Rente und d ie d amit verbundenen Zukunftsängste getriggert. Die di agnostizierte mittelgradige depressive Episode (an der Grenze zu schwer) ist je doch als verselbständigte psychische Störung neben den psychosozialen Belas tungsmomenten diagnostiziert und damit existent . So hielt med. pract .

L.___ fest, es stehe psychiatrisch ausser Zweifel, dass einem solchen psychischen Zu standsbild eigenständiger Krankheitswert beizumessen sei (Urk. 8/151 S. 2) . Ob die chronischen Kopfschmerzen des Beschwerdeführers unter den Begriff einer chronischen Schmerzstörung fallen (vgl. vorstehend E. 4.7) oder lediglich als Begleiterscheinung zur Depression zu betrachten sind (vgl. vorstehend E. 4.6), ist aufgrund der Akten nicht gesichert. Es beste ht somit auch keine Grundlage, die Kopfschmerzproblematik isoliert zu betrachten und darauf die Überwindbar keitsrechtsprechung anzuwenden, wie dies die Beschwerdegegnerin tat (Urk. 2 S. 3, Urk. 8/158 S. 4) .

Zusammenfassend ist damit auf das in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtende Gutachten der Z.___ abzustellen, wonach von einer momentanen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Umfang von 40 % in einer leichten bis mittelschweren ange passten Tätigkeit auszugehen ist, welche durch entsprechende Massnahmen allenfalls bis zu einer vollen Ar beitsfähigkeit gesteigert werden kann. Diese Einschätzung wurde auch von med. pract. L.___ geteilt, welcher von einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätig keit im Umfang von 50

% aus ging und berufliche Integrationsmassnahmen vo raus setzte (vgl. vorstehend E. 4.7). Damit ist aber auch gesagt, dass im Verfü gungszeitpunkt keine abschliessende Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers möglich gewesen wäre . 5.3

Die Beurteilungen der Ärzte der Z.___ (vgl. vorstehend E. 4.6) und von med. pract . L.___ (vgl. vorstehend E. 4.7-8) betreffen d

die attestierte medi zinisch-theoretische

Arbeitsfähigkeit lassen erkennen, dass die grundsätzlich zumutbaren leichten bis mittelschweren Tätigkeiten d em Beschwerdeführer nicht voraussetzungslos im Umfang einer vollen Arbeitsleistung offen stehen und dass es zwecks Erreichen dieses Pensums vorgängig ein es Arbeitstraining s beziehungsweise Integrationsmassnahmen bedarf, mithin nur unter Vorbehalt von Eingliederungsmassnahmen die Steigerung der Arbeitsfähigkeit und Ein gliederung ins Erwerbsleben erfolgsversprechend sind . So führten die Gutachter der Z.___ aus, berufliche Beschäftigungsprogramme würden nach psychischer Besserung infolge fachpsychiatrischer Therapie einen wichtigen Stellenwert erlangen, da der Beschwerdeführer mittlerweile über 12

Jahre vom Arbeitsmarkt distanziert gewesen sei beziehungsweise in seinem jungen Alter zur Zeit des Unfalles im Arbeitsmarkt erst ungenügend Fuss gefasst habe (Urk. 8/127/8). Diese Einschätzung wurde von med. pract. L.___ bestätigt, wel cher zur F estlegung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ein Belastbar keitstraining im geschützten Rahmen voraussetzte (Urk. 8/138 Ziff. 1.7, Ziff. 1.9). Die Gutachter nannten als Massnahmen beispielsweise ein Belastbar keitstraining, ein Aufbautraining sowie wirtschaftliche Integration mit Support am Arbeitsplatz (Urk. 8/127/9). Sodann dokumentierte die EFL-Testung auch mässige Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsi stenz des Be schwerdeführers trotz fehlenden objektivierbaren pathologischen Befunden (Urk. 8/127/80), und es wurde im Bericht auf ein hohes Ausmass an ungünsti gen Überzeugungen betreffend den Umgang mit Schmerzen und auf Rehabilita tions- beziehungs weise Eingliederungshindernisse hingewiesen (Urk. 8/127/79-80). So mit wird die Notwendigkeit eines eigentl ichen Aufbautrainings mit Ein gliederungsmassnahmen bestätigt, zumal der Beschwerdeführer nicht selbst in der Lage ist, seine Arbeitskraft wiederherzustellen. Dies liegt auch auf der Hand: Dem Beschwerdeführer fehlt es nicht nur an einer Ausbildung, sondern auch an relevanten beruflichen Erfahrungen, auf die er bei der Selbsteingliederung zu rückgreifen könnte. Der invalidisierende Unfall ereignete sich, als er 17 Jahre alt war.

Schliesslich ist nach Durchführung der vorgenannten geeigneten Massnahmen nicht ohne weiteres von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen, da der Aus gang der Massnahmen noch offen ist. Bei der entsprechenden Einschätzung der Gutachter handelte es sich um eine Prognose, die nach den erfolgten Massnah men

einer Nachbeurteilung unterzogen werden muss (Urk. 8/127/4), was auch von med. pract .

L.___ in seine n Bericht en

bestätigt wurde (Urk. 8/138 Ziff. 1.9, Urk. 8/151 S. 3) .

Unter diesen Umständen ist der rechtserhebliche Sachverhalt ungenügend abge klärt und die Beschwerdegegnerin durfte nicht von einer Selbsteingliederungs fähigkeit des Beschwerdeführers ausgehen .

Entsprechend ist die Sache an sie zurückzuweisen, damit sie das im Sinne des Gesagten Notwendige veranlass e und hernach erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ent scheide. Die angefochtene Verfügung ist aufzuheben und die Beschwerde in diesem Sinne gutzuheissen. 6.

Wird der Beschwerde gegen eine Verfügung, mit der die Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben wird, die aufschiebende Wirkung entzogen, so dauert dieser Entzug des Suspensiveffekts bei Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur Vornahme weiterer Abklärungen grundsätzlich auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neuen Verfügung (BGE 129 V 370). Eine Rente kann jedoch revisionsweise erst aufgehoben oder herabgesetzt werden, wenn der Rentenbezüger hinreichend eingegliedert ist. Dies ist gemäss dem vorliegend zu fällenden Entscheid offensichtlich nicht der Fall (vgl. vorstehend E. 5.3) . Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. November 2013 ist deshalb wieder herzustellen und die ganze IV-Rente ab Sistierungsdatum, das heisst ab Juli 2011 (Urk. 8/101), einstweilen weiterauszurichten. 7.

E. 7 Anlässlich einer Untersuchung in der Z.___ vom 8. Juli 2002 (Be richt vom 10. Juli 2002, Urk. 8/24/8-9 = Urk. 8/27/8-9) hielt Dr. med. H.___, Leitender Arzt, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin, fest, von Seiten des Bewegungsapparates fänden sich nur noch mässiggradige Rest beschwerden. Lumbal würden diese lumbosakral auf Höhe L4/L5 und L5/S1 an gegeben. Es dürfte sich hier am wahrscheinlichsten um wirbelsäulennahe mus kuloligamentäre Beschwerden handeln. Zervikal fänden sich ebenfalls mässige Restbeschwerden im Bereiche der mi ttleren Halswirbelsäule, welche den Be schwerdeführer in Ruhe und auch unter normaler Belastung nicht mehr wesent lich stören würden . Er empfehle noch einige Sitzungen Physiotherapie durch zuführen mit dem Ziel, lumbal zu stabilisieren (S. 2). 4.

E. 7.1 Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 7 00.-- festzulegen und, da die Rückwei sung an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsie gen gilt (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versich erungsgerichts U 199/02 vom 10. Februar 2004 E. 6, mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3), ausgangsgemäss von der Bes chwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis

IVG).

E. 7.2 Der anwaltli ch vertretene Beschwerdeführer hat sodann a usgangsgemäss ge stützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) Anspruch auf eine Prozessent schädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schw ierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘900 .-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen. Das Gericht erkennt: 1.

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass d ie angefochtene Verfügung vom

7. November 2013 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese unter Weiterausrich tung der bisherigen ganzen Rente im Sinne der Erwägungen verfahre . 2.

Die Gerichtskosten von Fr. 700 .-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3.

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent - schä digung von Fr. 1‘900. -- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4.

Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kurt Pfändler - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis - mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent - halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber MosimannBrühwiler

E. 8 ; Urk. 8/63) im Wesentlichen die folgenden medizinischen Berichte vor:

Dispositiv
  1. 1.1      X.___ , geboren 1982, meldete sich am 28. Februar 2001 unter Hin weis auf einen am 30. Oktober 1999 erlittenen Verkehrsunfall mit commotio cerebri, neuropsychologischen Defizite n und psychische n Unfallfolgen , e ventuell einer posttraumatische n Belastungsstörung (PTBS) , bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Y.___ , IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle Y.___ ), sprach ihm mit Ver fügung vom 6. März 2003 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente ab
  2. Oktober 2000 zu (Urk. 8/33). Die Unfallversicherung richtete dem Versicherten sodann mit Verfügung vom 16. Dezember 2003 (Urk. 8/54) für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 30. Oktobe r 1999 ab 1. De - zember 2003 eine ganze Invalidenrente als Komplementärrente aus .      Mit Mitteilungen vom 21. August 2003 (Urk. 8/45) und vom 20. Januar 2009 (Urk. 8/72) teilte n die IV-Stelle Y.___ und - zufolge Wechsels des Wohnsitzes des Versicherten - die Sozialversicherungsanstal t des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle) dem Versicherten mit, der Rentenanspruch sei unver ändert. 1.2      Im Juni 2011 wurde aufgr und von Observationsmaterial des für den Schadenfall vom 30. Oktober 1999 zuständigen Haftpflichtversicherers (Urk. 8/89) ein Ren tenrevisionsverfahren eingeleitet (Urk. 8/92) und im Anschluss der Befragung des Versicherte n durch die IV-Stelle (Urk. 8/93 /4-13 ) mit Zwischenverfügung vom 15. Juli 2011 (Urk. 8/101) die vorsorgliche Einstellung der Invalidenrente verfügt . Sodann holte die IV-Stelle einen medizinischen Bericht (Urk. 8/102) ein und veranlasste ein polydisziplinäres Gutachten mit Evaluation der funktionel len Leistungsfähigkeit (EFL) , welches am 30. August 2012 (Urk. 8/127) erstattet wurde. Mit Mitteilung vom 8. Januar 2013 (Urk. 8/135) wurde dem Versicherten eine Schadenminderungspflicht (adäquate psychiatrische und psychopharma kologische Behan dlung) auferlegt. G egen dies e Auflage opponierte der Versi cherte mit der Begründung, er unterziehe sich bereits seit September 2012 der auferlegten Behandlung, was bei der IV -Stelle aktenkundig sei (Urk. 8/136). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/148, Urk. 8/152) stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. November 2013 die Rente ab dem Zeitpunkt der Sistierung ein (Urk. 7/157 = Urk. 2).
  3. Der Versicherte erhob am 10. Dezember 2013 Beschwerde (Urk. 1) gegen die Verfügung vom 7. November 2013 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuhe ben (S. 2 Ziff. 1) , die Rentenzahlungen seien ab Einstellung (1. August 2011) wieder aufzunehmen , und es sei ihm einstweilen weiterhin eine ganze IV-Rente auszurich ten (S. 2 Ziff. 2). Ferner seien ihm Eingliederungsmassnahmen, eine Berufsberatung und ein berufliches Aufbautraining zu gewähren (S. 2 Ziff. 3).      Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2014 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 15. April 2014 zur Kenntnis gebracht (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung:
  4. 1.1      Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder tei lweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs.  1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, K rankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs.  1 des Bun desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden au sgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs.  1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Si cht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs.  2 ATSG). 1.2      Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs.  1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.3      Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs.  1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au - gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heits - zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi sionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs.  1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin weisen). 1.4      Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.5      Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu - stel len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor - liegen einander widersprechender medizinischer Be richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma terial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent scheidend, ob es für die Beant wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt was vor allem bei psychischen Fehlent wicklungen nö tig ist , in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be antwortung der Fragen erschweren oder ver unmöglichen, gegebe nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialver sicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gut achten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.). 1.6      Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger haben gemäss Art. 8a Abs. 1 IVG An spruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung, sofern: a. die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert werden kann; und b. die Massnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern. Diese Massnahmen beinhalten gemäss Abs. 2 diese r Bestimmung Integrations massnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Artikel 14a Abs. 2 IVG (lit. a), Massnahmen beruflicher Art (lit. b), die Abgabe von Hilfsmitteln (lit. c) und die Beratung und Begleitung der Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger und ihrer Arbeitgeber (lit. d). 1.7      Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde ( §  26 Abs.  1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69). Von der Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann ab zusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 116 V 182 E. 3c und d; Urteil des Bundesgerichts I 30/00 vom 19. April 2000 E. 3).      Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be - schwer deinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein , wenn sie einen (im Verwaltungs verfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gut achtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der - anschliessend refor matorisch entscheidenden - Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E ine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstel lung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E.  4.4.1. 4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21.  Oktober 2013 E.  3.4 , publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S.  3) .
  5. 2.1      Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige ganze Rente zu Recht einge stellt hat. Zu prüfen ist zunächst, ob die vorhandenen medizinischen Ak ten eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zulassen, oder ob es weiterer Abklärungen des rechtserheblichen Sachverhalts bedarf. 2.2      Nach Ansich t der Beschwerdegegnerin bestehe gemäss dem interdisziplinären Gutachten der Z.___ seit mindestens 2008 keine posttraumatische Belastungsstörung mehr und die depressive Problematik habe sich bis zum Sommer 2001 auf das Niveau einer Dysthymie verbessert mit aktuell einer mit telgradigen depressiven Episode , wobei der Versicherte mit grosser Wahrschein lichkeit zur Zeit der Observation deutlich weniger depressiv gewesen sei und die Verschlechterung im Kontext der Konfrontation mit den Observationsergebnis sen zu sehen sei . Neurologisch/somatisch seien keine Be einträchtigungen ausge - wiesen. Somit bestehe für den Beschwerdeführer eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer Hilfsarbeitertätigkeit (Urk. 2 S. 1 f.). 2.3      Der Besch werdeführer machte geltend, im Untersuchungszeitpun kt (April 2012) sei er zu etwa 7 0 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen beziehungs weise gemäss den Gutachtern bestehe mindestens eine 30%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 1 S. 5 f f .).
  6. 3.1      Der ursprüngliche n Rentenzusprache vom
  7. März 2003 (Urk. 8/33) lagen die folgenden wesentlichen A rztberichte zu Grunde : 3.2      Der Beschwerdeführer zog sich anlässlich eines am 30. Oktober 1999 erlittenen Verkehrsunfalls ei ne Commotio cerebri, eine nicht dislozierte Radi us schaftfrak tur links, eine Rissquetschwunde (RQW) an Stirn und Augenbraue links, eine Nierenkontusion, eine Schulterkontusion links sowie Schürfwunden an beiden Knien zu (vgl. Bericht A.___ vom
  8. November 1999, Urk. 8/27/208-210). 3.3      Am 26. März 2000 berichtete Dr. med. B.___ , Spezialarzt FMH für Neurolo gie, der Unfallversicherung des Beschwerdeführers (Urk. 8/27/67-72) und führte aus, neben den übrigen Weichteilverletzungen inklusive dem Knochenbruch sei neurologisch aus dem ganzen Verlauf sicherlich eine Stirnkontusion vorhanden gewesen (S. 5). Heute finde er bei der Untersuchung keine von der Norm abwei chenden Befunde. Insbesondere könne er keine Parese des linken Armes fest stellen und es gebe auch keine Hinweise für traumatisch bedingte Nervenein klemmungen mit sensiblen oder motorischen Funktionsstörungen. Therapeu tisch würde er versuchen, die Kopfwehtendenz mit einem niedrig zu dosieren den trizyklischen Antidepressivum zu behandeln. Zum weiteren sei sicher eine psychologische Betreuung und Unterstützung zwecks rascher Wiedereingliede rung in die Arbeitswelt sinnvoll. Weitere Therapien seien aus neurologischer Sicht nicht nötig. Ganz sicher sei es nicht zu einer namhaften Hirnverletzung gekommen und es bestünden auch keine Hinweise für eine sich entwickelnde posttraumatische Epilepsie (S. 6). 3.4      Eine am 12. September 2000 am Radiologischen Institut des C.___ durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRT) ergab eine unauffällige Darstellung des Gross- und Kleinhirnes, keine eindeutigen posttraumatischen Veränderungen und insbesondere keinen Hinweis für Hämo siderin-Artefakte oder malazische Veränderungen (Urk. 8/10/5). 3.5      A m 22. Juni 2001 wurde der Beschwerdeführer in der Z.___ von Dr. med. D.___ , Leitender Arzt, FMH Psychiatrie und Psychothera pie, untersucht. In seinem Bericht vom 4. Juli 2001 (Urk. 8/20/3-10) diagnosti zierte Dr.  D.___ eine PTBS ( ICD-10 F43.1) in Kombination mit einem depressive n Syndrom (ICD-10 F32.1) und führte aus, einerseits konzentriere sich die psy chische Störung auf die typischen drei Hauptsachen (Symptomkomplexe) einer PTBS, nämlich einerseits auf Albträume und inneres Wiedererleben bei Exposi tion gegenüber Triggersituationen, die mit dem Unfallort oder Unfällen zu tun hätten, andererseits auf Vermeidungsverhalten. Ferner bestehe der Symptom komplex von innerer Erregung und Reizbarkeit. Daneben gebe es noch ein deutliches depressives Syndrom, i n dem der Beschwerdeführer zurückgezogen, in sich gekehrt, innerlich verzweifelt sei, suizidale Gedanken, Libidoverlust, Inte resselosigkeit und Antriebsstörung habe (S. 7). Der Beschwerdeführer bedürfe dringend einer fachpsychiatrischen Behandlung. Zur Zeit sei er sicher arbeits unfähig (S. 7 unten). 3.6      Dr. med. E.___ , Assistenzarzt in der psychiatrischen Klinik F.___ , welcher den Beschwerdeführer am 21. September 2001 in G.___ Sprache untersuchte, nannte in seinem Bericht vom 26. Oktober 20 0 1 (Urk. 8/27/39 -40 ) als psychiatrische Diagnose eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) kombiniert mit einer posttraumatischen Belastungsstö rung (ICD-10 F43.1).
  9. 7      Anlässlich einer Untersuchung in der Z.___ vom 8. Juli 2002 (Be richt vom 10. Juli 2002, Urk. 8/24/8-9 = Urk. 8/27/8-9 ) hielt Dr. med. H.___ , Leitender Arzt, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin , fest, von Seiten des Bewegungsapparates fänden sich nur noch mässiggradige Rest beschwerden. Lumbal würden diese lumbosakral auf Höhe L4/L5 und L5/S1 an gegeben. Es dürfte sich hier am wahrscheinlichsten um wirbelsäulennahe mus kuloligamentäre Beschwerden handeln. Zervikal fänden sich ebenfalls mässige Restbeschwerden im Bereiche der mi ttleren Halswirbelsäule, welche den Be schwerdeführer in Ruhe und auch unter normaler Belastung nicht mehr wesent lich stören würden . Er empfehle noch einige Sitzungen Physiotherapie durch zuführen mit dem Ziel, lumbal zu stabilisieren (S. 2).
  10. 4.1      Zwischen der rentenzusprechenden Verfügung vom
  11. März 2003 und der nun strittigen Verfügung liegen im Rahmen der zwei Rentenrevisionen ( im Jahr 2003; Urk. 8/41 und im Jahr 200 8 ; Urk. 8/63) im Wesentlichen die folgenden medizinischen Berichte vor: 4.2      Im bei der IV-Stelle Y.___ am 2. Juni 2003 eingegangenen Verlaufsbericht von Dr. med. I.___ , Praktische Ärztin, C.___ (Urk. 8/42) , wurde ein stationärer Gesundheitszustand geschildert. Der Be schwerdeführer sei we iterhin in der Belastbarkeit, im Antrieb und Motivation und damit in der Arbeitsfähigkeit deutlich eingeschränkt (Ziff. 5). 4.3      Am 25. Juni 2008 wurde in der Z.___ eine ambulante psychiatri sche Abklärung durchgeführt. Im Bericht vom
  12. Juli 2008 (Urk. 8/70/8-19) nannte Dr.  D.___ die folgenden psychiatrischen Diagnosen (S. 1): - d epressive Störung von zeitlich schwankendem Schweregrad, am ehes ten dem Begriff einer sogenannten Double Depression entsp re chend, zu codieren am ehesten als rezidivierende affektive Störungen (ICD-10 F38.1) - Kriterien für eine fortbestehende PTBS nicht mehr erfüllt Er führte aus, sein letzter Kontakt mit dem Beschwerdeführer habe im März 2006 stattgefunden. Es hab e sich insofern eine leichte Befundänderung ergeben, als jetzt eigentlich keine Hinweise auf eine immer noch bestehende wirklich re levante psychotraumatologische Störung mit Erlebnisdruck und spezifischer Vermeidung vorlägen. In gewisser Hinsicht bestehe aber weiter eine früher be sc hriebene leichte depressive Verstimmung beziehungsweise eine anhaltende depressive Episode, welche versicherungsmedizinisch zu leicht für eine Ein schränkung der Zumutbarkeit erachtet werde (S. 10). Am ehesten leide der Be schwerdeführer an dem, was Double Depression genannt werde (S. 11 Mitte). Die vorliegende depressive Störung habe sich zwar insofern gebessert, als im Intervall zwischen einzelnen , anscheinend deutlich stärker en , depressiven Pha sen ein Zustand vorliege mit deutlich stabilerer Stimmung, der einer Arbeits leistung (zum Beispiel leichte Arbeiten) nicht mehr im Wege stehe. Das Problem seien die einzelnen Einbrüche, die begreiflicherweise bald zu einer Auflösung eines Arbeitsverhältnisses führen würden, wenn der Versicherte zu Hause bliebe (S. 11 unten). Insgesamt müsse man also von einer doch fassbaren Besserung auf psychiatrischem Gebiet sprechen, die allgemeine Lebenssituation bleibe je doch unbefriedigend, mit Blick auf die Zukunft auch ungewiss und hinsichtlich der Frage der Arbeitsfähigkeit würden Fragen offen bleiben (S. 12).
  13. 4      Dr. med. J.___ , Fachärztin für Allgemeine Medizin, hielt im Verlaufs bericht vom 12. Dezember 2008 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/69) bei gleichbleibendem Gesundheitszustand aber geänderter Diagnose (Urk. 8/69/1) fest, der Beschwerdeführer leide an einer schweren Depression und sei seit 2003 zu 100 % arbeitsunfähig. Er sei durch die affektive Störung schwer eingeschränkt in seinen täglichen Aktivitäten. Auf kleinste Belastungen wie Er ledigung von mehreren Alltagsgeschäften und quengelnde Kinder reagiere er mit schwersten Kopfwehattacken, die mit einem Rückzug in ein verdunkeltes Zimmer bewältig t werden könnten (Urk. 8/69/3). 4.5      Dr.  J.___ berichtete am 12. Juli 2011 der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/102/5-6) und diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Major De pression seit 2003 und eine schwere Migräne (Ziff. 1.1). Sie führte aus, bezüg lich Depression und Migräne bestehe ein unveränderter Verlauf. Der Beschwer deführer komme in ihre Sprechstunde wenn er wieder Medikamente gegen die Migräne oder gegen die Schlafstörungen brauche. Wegen durchschnittlich zwei schweren Migräne-Attacken pro Woche gebe es keine Tätigkeit, die er während längerer Zeit ausüben könne (Ziff. 1.4). Die Prognose für eine Verbesserung sei sehr schlecht (Ziff. 1.5). 4.6      Dr.  D.___ , Z.___ , und Dr. med. K.___ , Facharzt für Neuro logie FMH, erstellten am 30. August 2012 im Auftrag der Beschwerdegeg nerin ein interdisziplinäres Gutachten (Urk. 8/127/1-11) , wofür der Beschwer deführer neurologisch (Urk. 8/127/12-30) und psychiatrisch (Urk. 8/127/31-77) untersucht worden war und am 26./27. April 2012 an einer EFL ( Urk.  8/127/78-86 ) teilgenommen hatte. Zusammenfassend führten die Gutachter aus, aus psy chiatrischer Sicht liege nunmehr wieder eine relevant verstärkte Depressivität vor, aktuell zu klassifizieren als mitteschwere depressive Episode (ICD-10 F32.1), intensitätsmässig eher an der Grenze zu „schwer“, jedoch keine post traumatische Belastungsstörung mehr (Urk. 8/127/1-11 S. 1). Parallel dazu hät ten bestanden und bestünden weiterhin auf der Ebene der Persönlichkeitsstruk tur wahrscheinlich in die Jugend zurückreichende emotionale Entwicklungsdefi zite mit Beziehungsvermeidung und Rückzugstendenz, diese im Rahmen einer akzentuierten Persönlichkeitsvariante (ICD-10 Z73.1). Zusammenfassend na nn ten die Gutachter als psychiatrische Diagnosen (S. 2): - m omentan mindestens mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - a namnestisch zurückreichend depressive Episoden, wahrscheinlich rezi - di vierend (ICD-10 F32, F33.1), zuletzt bis im Sommer 2011 auf das Niveau einer lediglichen Dysthymie (ICD-10 F34.1) im Sinne einer Bes serung zurückgebildet - m aladap tiver Umgang mit der Kopfschmerzsymptomatik im Sinne einer so genannten Symptomausweitung, allenfalls auch zu codieren als chro nische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41) - a kzentuierte Persönlichkeitszüge Aus neurologischer Sicht könne im Rückblick eine durch den Unfall bedingte initiale leichte traumatische Hirnverletzung ohne residuelle Läsion festgestellt werden. Angesichtes der im Vordergrund stehenden psychiatrischen Diagnosen könne gemäss neurologischer Beurteilung ein chronischer posttraumatischer Kopfschmerz nicht diagnostiziert werden. Somit liege ein Spannungstyp-Kopf schmerz vor, welcher auf eine psychiatrische Erkrankung zurückzuführen sei. Die diagnostischen Kriterien einer Migräne seien nicht erfüllt (S. 2). Eine volle Arbeitsunfähigkeit könne aufgrund der aktuell angegebenen Intensität des ge mäss den Angaben des Beschwerdeführers täglich bestehenden Dauerkopf schmerzes und der Frequenz der Kopfschmerzattacken nicht begründet werden (S. 3 oben). Zusammenfassend und interdisziplinär hielten die Gutachter fest, dass der Be schwerdeführer unter keinen aufweisbaren körperlichen Einschränkungen leide. Psychiatrisch sei mindestens momentan durch die erhebliche Depressivität (und von dieser abhängig die Kopfschmerzproblematik) eine Einschränkung ausge wiesen, die ungefähr 60 % eines Pensums einer leichten bis mittelschweren Ar beit ausmache. Durch eine fachgerechte psychiatrische antidepressive Therapie inkl. Psychopharmaka könne der psychische Zustand mit hoher Wahrschein lichkeit relevant verbessert werden, so dass mittelfristig vom Erreichen der Zu mutbarkeit einer vollen Arbeitsleistung ausgegangen werden könne (S. 4). 4.7      Im Arztbericht vom 18.  März 2013 (Urk. 8/138) nannte med.  pract. L.___ , FMH Psychiatrie und Psychotherapie, folgende psychiatrische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1): - anhaltende mittelgradige und stark angstgeprägte depressive Störung (ICD-10 F32.1) - anamnestisch vor 2011 zurückreichende rezidivierende depressive Stö rung (ICD-10 F33.1) - anamnestisch Dysthymie (ICD-10 F34.1) und rezidivierende kurzdau ernde depressive Episoden (ICD-10 F38.1) kom biniert mit einer soge nannten „Double D epression“ - Status nach durchgemachter PTBS (ICD-10 F43.1) - a nam n estisch maladaptiver Umgang mit Kopfschmerzproblematik, allen falls im Sinne einer chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41); Differentialdiagnose: Im Rahmen somatisierter Anteile der oben erwähnten Depression zu sehen. Betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in dessen zuletzt ausge übten Tätigkeiten im Autoisolation s - und Autoreinigungsbereich attestierte er eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit 11. Oktober 2012 (Ziff. 1.6). Für ver gleichbare berufliche Tätigkeiten und selbst für behinderungsangepasste Ver weistätigkeiten gelte, dass aufgrund der noch anhaltenden erheblichen depressi ven und Angstproblematik, mit aktuell nur basaler psychophysischer Belastbar keit, zum jetzigen Zeitpunkt eine berufliche Tätigkeit auf dem offenen Stellen markt nicht realistisch sei (Ziff. 1.7). Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit sei im Umfang von 50 % zu rechnen, allerdings sei der Zeitpunkt ak tuell nicht vorhersehbar (Ziff. 1.9). 4.8      Im Vorbescheid verfahren beantwortete med. pract. L.___ mit Schreiben vom 16. September 2013 (Urk. 8/151) Fragen des Beschwerdeführers. Darin hielt er es für fraglich, dass es sich bei der aktuellen depressiven Störung lediglich und ausschliesslich um eine Reaktion auf psychosoziale Faktoren handle und ver wies auf seine – näher ausgeführten – Berichte (S. 2). Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wies er darauf hin, dass bei günstigem Verlauf beziehungs weise erfolgreicher psychiatrisch-psychotherapeutischer und psychopharmako logischer Behandlung das Erreichen einer 50%igen Arbeitsfähigkeit erwartet werden dürfte. Eine Halbtagstätigkeit in geschütztem Rahmen im Sinne eines Arbeitstrainings sei ab sofort zumutbar. Eine berufliche Integrationsmassnahme dränge sich auf und werde im Übrigen auch bereits im Gutachten D.___ / K.___ (vgl. vorstehend E. 4.6) empfoh len (S. 3).
  14. 5.1      Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 8. Oktober 2013 (Urk. 8/158) . Darin führte dieser aus, der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Gutachtens der Z.___ , wo nach der Beschwerdeführer in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu etwa 40 % arbeitsfähig sei, könne nicht gefolgt werden. Ein Nachweisbares Korrelat für die Kopfschmerzsymptomatik bestehe nicht, denn es sei insgesamt keine neurologische-somatische Beeinträchtigung festzustellen. Eine depressive Symptomatik im Sinne der Dysthymie führe rechtsprechungsgemäss zu keiner Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit . Gleiches gelte für die akzentuierten Per sönlichkeitszüge. Als invaliditätsfremd seien lange Stellenlosigkeit und auch die finanziellen Probleme nach der Rentensistierung zu betrachten. Schliesslich finde eine rein mit psychosozialen Faktoren begründete Verschlechterung der Dysthymie ab Sommer 2011 auf eine mindestens mittelgradige Depression aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht keine Beachtung (S. 3 oben). 5.2      Dieser Ansicht kann aus den nachstehenden Gründen nicht gefolgt werden:      Gestützt auf das umfangreiche Gutachten der Z.___ vom 30. August 2012 (vgl. vorstehend E. 4.6 ) , auf welches abgestellt werden kann, da es den erforderlichen Kriterien vollumfänglich entspricht (vgl. vorstehend E. 1. 5 ) und auf die medizinischen Berichte von med. pract. L.___ (vgl. vorste hend E. 4.7-8) besteht für eine Einstellung der Rente keine Grundlage. Es trifft nicht zu, dass die gestellten Diagnosen keine Erwerbsunfähigkeit zu begründen vermögen. Die gegenwärtige depressive Episode wurde zwar unbestrittener massen durch psychosoziale Faktoren, das heisst durch die Observation, d ie Sis t ierung der Rente und d ie d amit verbundenen Zukunftsängste getriggert. Die di agnostizierte mittelgradige depressive Episode (an der Grenze zu schwer) ist je doch als verselbständigte psychische Störung neben den psychosozialen Belas tungsmomenten diagnostiziert und damit existent . So hielt med. pract . L.___ fest, es stehe psychiatrisch ausser Zweifel, dass einem solchen psychischen Zu standsbild eigenständiger Krankheitswert beizumessen sei (Urk. 8/151 S. 2) . Ob die chronischen Kopfschmerzen des Beschwerdeführers unter den Begriff einer chronischen Schmerzstörung fallen (vgl. vorstehend E. 4.7) oder lediglich als Begleiterscheinung zur Depression zu betrachten sind (vgl. vorstehend E. 4.6) , ist aufgrund der Akten nicht gesichert. Es beste ht somit auch keine Grundlage, die Kopfschmerzproblematik isoliert zu betrachten und darauf die Überwindbar keitsrechtsprechung anzuwenden , wie dies die Beschwerdegegnerin tat (Urk. 2 S. 3 , Urk. 8/158 S. 4 ) .      Zusammenfassend ist damit auf das in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtende Gutachten der Z.___ abzustellen, wonach von einer momentanen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Umfang von 40 % in einer leichten bis mittelschweren ange passten Tätigkeit auszugehen ist , welche durch entsprechende Massnahmen allenfalls bis zu einer vollen Ar beitsfähigkeit gesteigert werden kann. Diese Einschätzung wurde auch von med. pract. L.___ geteilt, welcher von einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätig keit im Umfang von 50   % aus ging und berufliche Integrationsmassnahmen vo raus setzte (vgl. vorstehend E. 4.7). Damit ist aber auch gesagt, dass im Verfü gungszeitpunkt keine abschliessende Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers möglich gewesen wäre . 5.3      Die Beurteilungen der Ärzte der Z.___ (vgl. vorstehend E. 4.6) und von med. pract .  L.___ (vgl. vorstehend E. 4.7-8 ) betreffen d die attestierte medi zinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit lassen erkennen, dass die grundsätzlich zumutbaren leichten bis mittelschweren Tätigkeiten d em Beschwerdeführer nicht voraussetzungslos im Umfang einer vollen Arbeitsleistung offen stehen und dass es zwecks Erreichen dieses Pensums vorgängig ein es Arbeitstraining s beziehungsweise Integrationsmassnahmen bedarf , mithin nur unter Vorbehalt von Eingliederungsmassnahmen die Steigerung der Arbeitsfähigkeit und Ein gliederung ins Erwerbsleben erfolgsversprechend sind . So führten die Gutachter der Z.___ aus, berufliche Beschäftigungsprogramme würden nach psychischer Besserung infolge fachpsychiatrischer Therapie einen wichtigen Stellenwert erlangen, da der Beschwerdeführer mittlerweile über 12   Jahre vom Arbeitsmarkt distanziert gewesen sei beziehungsweise in seinem jungen Alter zur Zeit des Unfalles im Arbeitsmarkt erst ungenügend Fuss gefasst habe (Urk. 8/127/8). Diese Einschätzung wurde von med. pract. L.___ bestätigt, wel cher zur F estlegung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ein Belastbar keitstraining im geschützten Rahmen voraussetzte ( Urk.  8/138 Ziff.  1.7, Ziff.  1.9). Die Gutachter nannten als Massnahmen beispielsweise ein Belastbar keitstraining, ein Aufbautraining sowie wirtschaftliche Integration mit Support am Arbeitsplatz (Urk. 8/127/9). Sodann dokumentierte die EFL-Testung auch mässige Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsi stenz des Be schwerdeführers trotz fehlenden objektivierbaren pathologischen Befunden (Urk. 8/127/80) , und es wurde im Bericht auf ein hohes Ausmass an ungünsti gen Überzeugungen betreffend den Umgang mit Schmerzen und auf Rehabilita tions- beziehungs weise Eingliederungshindernisse hingewiesen (Urk. 8/127/79-80). So mit wird die Notwendigkeit eines eigentl ichen Aufbautrainings mit Ein gliederungsmassnahmen bestätigt, zumal der Beschwerdeführer nicht selbst in der Lage ist, seine Arbeitskraft wiederherzustellen. Dies liegt auch auf der Hand: Dem Beschwerdeführer fehlt es nicht nur an einer Ausbildung, sondern auch an relevanten beruflichen Erfahrungen, auf die er bei der Selbsteingliederung zu rückgreifen könnte. Der invalidisierende Unfall ereignete sich, als er 17 Jahre alt war.      Schliesslich ist nach Durchführung der vorgenannten geeigneten Massnahmen nicht ohne weiteres von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen , da der Aus gang der Massnahmen noch offen ist. Bei der entsprechenden Einschätzung der Gutachter handelte es sich um eine Prognose, die nach den erfolgten Massnah men einer Nachbeurteilung unterzogen werden muss (Urk. 8/127/4) , was auch von med. pract . L.___ in seine n Bericht en bestätigt wurde (Urk. 8/138 Ziff. 1.9 , Urk. 8/151 S. 3 ) .      Unter diesen Umständen ist der rechtserhebliche Sachverhalt ungenügend abge klärt und die Beschwerdegegnerin durfte nicht von einer Selbsteingliederungs fähigkeit des Beschwerdeführers ausgehen . Entsprechend ist die Sache an sie zurückzuweisen, damit sie das im Sinne des Gesagten Notwendige veranlass e und hernach erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ent scheide. Die angefochtene Verfügung ist aufzuheben und die Beschwerde in diesem Sinne gutzuheissen.
  15. Wird der Beschwerde gegen eine Verfügung, mit der die Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben wird, die aufschiebende Wirkung entzogen, so dauert dieser Entzug des Suspensiveffekts bei Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur Vornahme weiterer Abklärungen grundsätzlich auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neuen Verfügung (BGE 129 V 370). Eine Rente kann jedoch revisionsweise erst aufgehoben oder herabgesetzt werden, wenn der Rentenbezüger hinreichend eingegliedert ist. Dies ist gemäss dem vorliegend zu fällenden Entscheid offensichtlich nicht der Fall (vgl. vorstehend E. 5.3) . Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. November 2013 ist deshalb wieder herzustellen und die ganze IV-Rente ab Sistierungsdatum , das heisst ab Juli 2011 (Urk. 8/101), einstweilen weiterauszurichten.
  16. 7.1      Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 7 00.-- festzulegen und, da die Rückwei sung an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsie gen gilt (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versich erungsgerichts U 199/02 vom 10.  Februar 2004 E.  6, mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E.  3), ausgangsgemäss von der Bes chwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs.  1 bis IVG ). 7.2      Der anwaltli ch vertretene Beschwerdeführer hat sodann a usgangsgemäss ge stützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs.  1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) Anspruch auf eine Prozessent schädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schw ierigkeit des Prozesses auf Fr.  1‘900 .-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen. Das Gericht erkennt:
  17. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass d ie angefochtene Verfügung vom
  18. November 2013 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese unter Weiterausrich tung der bisherigen ganzen Rente im Sinne der Erwägungen verfahre .
  19. Die Gerichtskosten von Fr.  700 .-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt.
  20. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent - schä digung von Fr.  1‘900. -- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.
  21. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kurt Pfändler - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
  22. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art.  82 ff. in Verbindung mit Art.  90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
  23. Juli bis und mit 1
  24. August sowie vom 1
  25. Dezember bis und mit dem
  26. Januar ( Art.  46 BGG).      Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.      Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis - mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent - halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art.  42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber MosimannBrühwiler
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2013.01142 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiber Brühwiler Urteil vom

25. Juni 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Kurt Pfändler advo5 Rechtsanwälte Waltersbachstrasse 5, Postfach, 8021 Zürich 1 gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1.

1.1

X.___, geboren 1982, meldete sich am 28. Februar 2001 unter Hin weis auf einen am 30. Oktober 1999 erlittenen Verkehrsunfall mit commotio cerebri, neuropsychologischen Defizite n und psychische n Unfallfolgen,

e ventuell einer posttraumatische n Belastungsstörung (PTBS), bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Y.___, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle Y.___), sprach ihm mit Ver fügung vom 6. März 2003 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente ab

1. Oktober 2000 zu (Urk. 8/33). Die Unfallversicherung richtete dem Versicherten sodann mit Verfügung vom 16. Dezember 2003 (Urk. 8/54) für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 30. Oktobe r 1999 ab 1. De - zember 2003 eine ganze Invalidenrente als Komplementärrente aus .

Mit Mitteilungen vom 21. August 2003 (Urk. 8/45) und vom 20. Januar 2009 (Urk. 8/72) teilte n die IV-Stelle Y.___ und - zufolge Wechsels des Wohnsitzes des Versicherten - die Sozialversicherungsanstal t des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle) dem Versicherten mit, der Rentenanspruch sei unver ändert. 1.2

Im Juni 2011 wurde aufgr und von Observationsmaterial des für den Schadenfall vom 30. Oktober 1999 zuständigen Haftpflichtversicherers (Urk. 8/89) ein Ren tenrevisionsverfahren eingeleitet (Urk. 8/92) und im Anschluss der Befragung des Versicherte n durch die IV-Stelle (Urk. 8/93 /4-13) mit Zwischenverfügung vom 15. Juli 2011 (Urk. 8/101) die vorsorgliche Einstellung der Invalidenrente verfügt . Sodann holte die IV-Stelle einen medizinischen Bericht (Urk. 8/102) ein und veranlasste ein polydisziplinäres Gutachten mit Evaluation der funktionel len Leistungsfähigkeit (EFL), welches am 30. August 2012 (Urk. 8/127) erstattet wurde. Mit Mitteilung vom 8. Januar 2013 (Urk. 8/135) wurde dem Versicherten eine Schadenminderungspflicht (adäquate psychiatrische und psychopharma kologische Behan dlung) auferlegt.

G egen dies e Auflage opponierte der Versi cherte mit der Begründung, er unterziehe sich bereits seit September 2012 der auferlegten Behandlung, was bei der IV -Stelle aktenkundig sei (Urk. 8/136). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/148, Urk. 8/152) stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. November 2013 die Rente ab dem Zeitpunkt der Sistierung ein (Urk. 7/157 = Urk. 2). 2.

Der Versicherte erhob am 10. Dezember 2013 Beschwerde (Urk. 1) gegen die Verfügung vom 7. November 2013 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuhe ben (S. 2 Ziff. 1), die Rentenzahlungen seien ab Einstellung (1. August 2011) wieder aufzunehmen, und es sei ihm einstweilen weiterhin eine ganze IV-Rente auszurich ten (S. 2 Ziff. 2). Ferner seien ihm Eingliederungsmassnahmen, eine Berufsberatung und ein berufliches Aufbautraining zu gewähren (S. 2 Ziff. 3).

Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2014 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 15. April 2014 zur Kenntnis gebracht (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1.1

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder tei lweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, K rankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden au sgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Si cht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2

Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.3

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au - gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heits - zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi sionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin weisen). 1.4

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.5

Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu - stel len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor - liegen einander widersprechender medizinischer Be richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma terial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent scheidend, ob es für die Beant wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt was vor allem bei psychischen Fehlent wicklungen nö tig ist, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be antwortung der Fragen erschweren oder ver unmöglichen, gegebe nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialver sicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gut achten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.). 1.6

Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger haben gemäss Art. 8a Abs. 1 IVG An spruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung, sofern: a. die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert werden kann; und b. die Massnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern. Diese Massnahmen beinhalten gemäss Abs. 2 diese r Bestimmung Integrations massnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Artikel 14a Abs. 2 IVG (lit. a), Massnahmen beruflicher Art (lit. b), die Abgabe von Hilfsmitteln (lit. c) und die Beratung und Begleitung der Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger und ihrer Arbeitgeber (lit. d). 1.7

Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69). Von der Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann ab zusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 116 V 182 E. 3c und d; Urteil des Bundesgerichts I 30/00 vom 19. April 2000 E. 3).

Be i ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be - schwer deinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungs verfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gut achtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der - anschliessend refor matorisch entscheidenden - Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E ine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zuweisen, wenn lediglich eine Klarstel lung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210

E. 4.4.1. 4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publi ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3) . 2.

2.1

Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige ganze Rente zu Recht einge stellt hat. Zu prüfen ist zunächst, ob die vorhandenen medizinischen Ak ten eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zulassen, oder ob es weiterer Abklärungen des rechtserheblichen Sachverhalts bedarf. 2.2

Nach Ansich t der Beschwerdegegnerin bestehe

gemäss dem interdisziplinären Gutachten der Z.___ seit mindestens 2008 keine posttraumatische Belastungsstörung mehr und die depressive Problematik habe sich bis zum Sommer 2001 auf das Niveau einer Dysthymie verbessert mit aktuell einer mit telgradigen depressiven Episode, wobei der Versicherte mit grosser Wahrschein lichkeit zur Zeit der Observation deutlich weniger depressiv gewesen sei und die Verschlechterung im Kontext der Konfrontation mit den Observationsergebnis sen zu sehen sei . Neurologisch/somatisch seien keine Be einträchtigungen ausge - wiesen. Somit bestehe für den Beschwerdeführer eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer Hilfsarbeitertätigkeit (Urk. 2 S. 1 f.). 2.3

Der Besch werdeführer machte geltend, im Untersuchungszeitpun kt (April 2012) sei er zu etwa 7 0 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen beziehungs weise gemäss den Gutachtern bestehe mindestens eine 30%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 1 S. 5 f f .). 3. 3.1

Der ursprüngliche n Rentenzusprache vom

6. März 2003 (Urk. 8/33) lagen die folgenden wesentlichen A rztberichte zu Grunde : 3.2

Der Beschwerdeführer zog sich anlässlich eines am 30. Oktober 1999 erlittenen Verkehrsunfalls ei ne Commotio cerebri, eine nicht dislozierte Radi us schaftfrak tur links, eine Rissquetschwunde (RQW) an Stirn und Augenbraue links, eine Nierenkontusion, eine Schulterkontusion links sowie Schürfwunden an beiden Knien zu (vgl. Bericht A.___ vom

5. November 1999, Urk. 8/27/208-210). 3.3

Am 26. März 2000 berichtete Dr. med. B.___, Spezialarzt FMH für Neurolo gie, der Unfallversicherung des Beschwerdeführers (Urk. 8/27/67-72) und führte aus, neben den übrigen Weichteilverletzungen inklusive dem Knochenbruch sei neurologisch aus dem ganzen Verlauf sicherlich eine Stirnkontusion vorhanden gewesen (S. 5). Heute finde er bei der Untersuchung keine von der Norm abwei chenden Befunde. Insbesondere könne er keine Parese des linken Armes fest stellen und es gebe auch keine Hinweise für traumatisch bedingte Nervenein klemmungen mit sensiblen oder motorischen Funktionsstörungen. Therapeu tisch würde er versuchen, die Kopfwehtendenz

mit einem niedrig zu dosieren den trizyklischen Antidepressivum zu behandeln. Zum weiteren sei sicher eine psychologische Betreuung und Unterstützung zwecks rascher Wiedereingliede rung in die Arbeitswelt sinnvoll. Weitere Therapien seien aus neurologischer Sicht nicht nötig. Ganz sicher sei es nicht zu einer namhaften Hirnverletzung gekommen und es bestünden auch keine Hinweise für eine sich entwickelnde posttraumatische Epilepsie (S. 6). 3.4

Eine am 12. September 2000 am Radiologischen Institut des C.___ durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRT) ergab eine unauffällige Darstellung des Gross- und Kleinhirnes, keine eindeutigen posttraumatischen Veränderungen und insbesondere keinen Hinweis für Hämo siderin-Artefakte oder malazische Veränderungen (Urk. 8/10/5). 3.5

A m 22. Juni 2001 wurde der Beschwerdeführer in der Z.___ von Dr. med. D.___, Leitender Arzt, FMH Psychiatrie und Psychothera pie, untersucht. In seinem Bericht vom 4. Juli 2001 (Urk. 8/20/3-10) diagnosti zierte Dr. D.___ eine PTBS

(ICD-10 F43.1) in Kombination mit einem depressive n Syndrom (ICD-10 F32.1) und führte aus, einerseits konzentriere sich die psy chische Störung auf die typischen drei Hauptsachen (Symptomkomplexe) einer PTBS, nämlich einerseits auf Albträume und inneres Wiedererleben bei Exposi tion gegenüber Triggersituationen, die mit dem Unfallort oder Unfällen zu tun hätten, andererseits auf Vermeidungsverhalten. Ferner bestehe der Symptom komplex von innerer Erregung und Reizbarkeit. Daneben gebe es noch ein deutliches depressives Syndrom, i n dem der Beschwerdeführer zurückgezogen, in sich gekehrt, innerlich verzweifelt sei, suizidale Gedanken, Libidoverlust, Inte resselosigkeit und Antriebsstörung habe (S. 7). Der Beschwerdeführer bedürfe dringend einer fachpsychiatrischen Behandlung. Zur Zeit sei er sicher arbeits unfähig (S. 7 unten). 3.6

Dr. med. E.___, Assistenzarzt in der psychiatrischen Klinik F.___, welcher den Beschwerdeführer am 21. September 2001 in G.___ Sprache untersuchte, nannte in seinem Bericht vom 26. Oktober 20 0 1 (Urk. 8/27/39 -40) als psychiatrische Diagnose eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) kombiniert mit einer posttraumatischen Belastungsstö rung (ICD-10 F43.1). 3. 7

Anlässlich einer Untersuchung in der Z.___ vom 8. Juli 2002 (Be richt vom 10. Juli 2002, Urk. 8/24/8-9 = Urk. 8/27/8-9) hielt Dr. med. H.___, Leitender Arzt, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin, fest, von Seiten des Bewegungsapparates fänden sich nur noch mässiggradige Rest beschwerden. Lumbal würden diese lumbosakral auf Höhe L4/L5 und L5/S1 an gegeben. Es dürfte sich hier am wahrscheinlichsten um wirbelsäulennahe mus kuloligamentäre Beschwerden handeln. Zervikal fänden sich ebenfalls mässige Restbeschwerden im Bereiche der mi ttleren Halswirbelsäule, welche den Be schwerdeführer in Ruhe und auch unter normaler Belastung nicht mehr wesent lich stören würden . Er empfehle noch einige Sitzungen Physiotherapie durch zuführen mit dem Ziel, lumbal zu stabilisieren (S. 2). 4.

4.1

Zwischen der rentenzusprechenden Verfügung vom

6. März 2003 und der nun strittigen Verfügung liegen im Rahmen der zwei Rentenrevisionen (im Jahr 2003; Urk. 8/41 und im Jahr 200 8; Urk. 8/63) im Wesentlichen die folgenden medizinischen Berichte vor: 4.2

Im bei der IV-Stelle Y.___ am 2. Juni 2003 eingegangenen Verlaufsbericht von Dr. med. I.___, Praktische Ärztin, C.___ (Urk. 8/42), wurde ein stationärer Gesundheitszustand geschildert. Der Be schwerdeführer sei we iterhin in der Belastbarkeit, im Antrieb und Motivation und damit in der Arbeitsfähigkeit deutlich eingeschränkt (Ziff. 5). 4.3

Am 25. Juni 2008 wurde in der Z.___ eine ambulante psychiatri sche Abklärung durchgeführt. Im Bericht vom

17. Juli 2008 (Urk. 8/70/8-19) nannte Dr. D.___ die folgenden psychiatrischen Diagnosen (S. 1): - d epressive Störung von zeitlich schwankendem Schweregrad, am ehes ten dem Begriff einer sogenannten Double Depression entsp re chend, zu codieren am ehesten als rezidivierende affektive Störungen (ICD-10 F38.1) - Kriterien für eine fortbestehende PTBS nicht mehr erfüllt Er führte aus, sein letzter Kontakt mit dem Beschwerdeführer habe im März 2006 stattgefunden. Es hab e sich insofern eine leichte Befundänderung ergeben, als jetzt eigentlich keine Hinweise auf eine immer noch bestehende wirklich re levante psychotraumatologische Störung mit Erlebnisdruck und spezifischer Vermeidung vorlägen. In gewisser Hinsicht bestehe aber weiter eine früher be sc hriebene leichte depressive Verstimmung beziehungsweise eine anhaltende depressive Episode, welche versicherungsmedizinisch zu leicht für eine Ein schränkung der Zumutbarkeit erachtet werde (S. 10). Am ehesten leide der Be schwerdeführer an dem, was Double Depression genannt werde (S. 11 Mitte). Die vorliegende depressive Störung habe sich zwar insofern gebessert, als im Intervall zwischen einzelnen, anscheinend deutlich stärker en, depressiven Pha sen ein Zustand vorliege mit deutlich stabilerer Stimmung, der einer Arbeits leistung (zum Beispiel leichte Arbeiten) nicht mehr im Wege stehe. Das Problem seien die einzelnen Einbrüche, die begreiflicherweise bald zu einer Auflösung eines Arbeitsverhältnisses führen würden, wenn der Versicherte zu Hause bliebe (S. 11 unten). Insgesamt müsse man also von einer doch fassbaren Besserung auf psychiatrischem Gebiet sprechen, die allgemeine Lebenssituation bleibe je doch unbefriedigend, mit Blick auf die Zukunft auch ungewiss und hinsichtlich der Frage der Arbeitsfähigkeit würden Fragen offen bleiben (S. 12). 4. 4

Dr. med. J.___, Fachärztin für Allgemeine Medizin, hielt im Verlaufs bericht vom 12. Dezember 2008 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/69) bei gleichbleibendem Gesundheitszustand aber geänderter Diagnose (Urk. 8/69/1) fest, der Beschwerdeführer leide an einer schweren Depression und sei seit 2003 zu 100 % arbeitsunfähig. Er sei durch die affektive Störung schwer eingeschränkt in seinen täglichen Aktivitäten. Auf kleinste Belastungen wie Er ledigung von mehreren Alltagsgeschäften und quengelnde Kinder reagiere er mit schwersten Kopfwehattacken, die mit einem Rückzug in ein verdunkeltes Zimmer bewältig t werden könnten (Urk. 8/69/3).

4.5

Dr. J.___ berichtete am 12. Juli 2011 der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/102/5-6) und diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Major De pression seit 2003 und eine schwere Migräne (Ziff. 1.1). Sie führte aus, bezüg lich Depression und Migräne bestehe ein unveränderter Verlauf. Der Beschwer deführer komme in ihre Sprechstunde wenn er wieder Medikamente gegen die Migräne oder gegen die Schlafstörungen brauche. Wegen durchschnittlich zwei schweren Migräne-Attacken pro Woche gebe es keine Tätigkeit, die er während längerer Zeit ausüben könne (Ziff. 1.4). Die Prognose für eine Verbesserung sei sehr schlecht (Ziff. 1.5). 4.6

Dr. D.___, Z.___, und Dr. med. K.___, Facharzt für Neuro logie FMH, erstellten am 30. August 2012 im Auftrag der Beschwerdegeg nerin ein interdisziplinäres Gutachten (Urk. 8/127/1-11), wofür der Beschwer deführer neurologisch (Urk. 8/127/12-30) und psychiatrisch (Urk. 8/127/31-77) untersucht worden war und am 26./27. April 2012 an einer EFL (Urk. 8/127/78-86) teilgenommen hatte. Zusammenfassend führten die Gutachter aus, aus psy chiatrischer Sicht liege nunmehr wieder eine relevant verstärkte Depressivität vor, aktuell zu klassifizieren als mitteschwere depressive Episode (ICD-10 F32.1), intensitätsmässig eher an der Grenze zu „schwer“, jedoch keine post traumatische Belastungsstörung mehr (Urk. 8/127/1-11 S. 1). Parallel dazu hät ten bestanden und bestünden weiterhin auf der Ebene der Persönlichkeitsstruk tur wahrscheinlich in die Jugend zurückreichende emotionale Entwicklungsdefi zite mit Beziehungsvermeidung und Rückzugstendenz, diese im Rahmen einer akzentuierten Persönlichkeitsvariante (ICD-10 Z73.1). Zusammenfassend na nn ten die Gutachter als psychiatrische Diagnosen (S. 2): - m omentan mindestens mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - a namnestisch zurückreichend depressive Episoden, wahrscheinlich rezi - di vierend (ICD-10 F32, F33.1), zuletzt bis im Sommer 2011 auf das Niveau einer lediglichen Dysthymie (ICD-10 F34.1) im Sinne einer Bes serung zurückgebildet - m aladap tiver Umgang mit der Kopfschmerzsymptomatik im Sinne einer so genannten Symptomausweitung, allenfalls auch zu codieren als chro nische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41) - a kzentuierte Persönlichkeitszüge Aus neurologischer Sicht könne im Rückblick eine durch den Unfall bedingte initiale leichte traumatische Hirnverletzung ohne residuelle Läsion festgestellt werden. Angesichtes der im Vordergrund stehenden psychiatrischen Diagnosen könne gemäss neurologischer Beurteilung ein chronischer posttraumatischer Kopfschmerz nicht diagnostiziert werden. Somit liege ein Spannungstyp-Kopf schmerz vor, welcher auf eine psychiatrische Erkrankung zurückzuführen sei. Die diagnostischen Kriterien einer Migräne seien nicht erfüllt (S. 2). Eine volle Arbeitsunfähigkeit könne aufgrund der aktuell angegebenen Intensität des ge mäss den Angaben des Beschwerdeführers täglich bestehenden Dauerkopf schmerzes und der Frequenz der Kopfschmerzattacken nicht begründet werden (S. 3 oben). Zusammenfassend und interdisziplinär hielten die Gutachter fest, dass der Be schwerdeführer unter keinen aufweisbaren körperlichen Einschränkungen leide. Psychiatrisch sei mindestens momentan durch die erhebliche Depressivität (und von dieser abhängig die Kopfschmerzproblematik) eine Einschränkung ausge wiesen, die ungefähr 60 % eines Pensums einer leichten bis mittelschweren Ar beit ausmache. Durch eine fachgerechte psychiatrische antidepressive Therapie inkl. Psychopharmaka könne der psychische Zustand mit hoher Wahrschein lichkeit relevant verbessert werden, so

dass mittelfristig vom Erreichen der Zu mutbarkeit einer vollen Arbeitsleistung ausgegangen werden könne (S. 4). 4.7

Im Arztbericht vom 18. März 2013 (Urk. 8/138) nannte med. pract.

L.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, folgende psychiatrische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1): - anhaltende mittelgradige und stark angstgeprägte depressive Störung (ICD-10 F32.1) - anamnestisch vor 2011 zurückreichende rezidivierende depressive Stö rung (ICD-10 F33.1) - anamnestisch Dysthymie (ICD-10 F34.1) und rezidivierende kurzdau ernde depressive Episoden (ICD-10 F38.1) kom biniert mit einer soge nannten „Double D epression“ - Status nach durchgemachter PTBS (ICD-10 F43.1) - a nam n estisch maladaptiver Umgang mit Kopfschmerzproblematik, allen falls im Sinne einer chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41); Differentialdiagnose: Im Rahmen somatisierter Anteile der oben erwähnten Depression zu sehen. Betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in dessen zuletzt ausge übten Tätigkeiten im Autoisolation s

- und Autoreinigungsbereich attestierte er eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit 11. Oktober 2012 (Ziff. 1.6). Für ver gleichbare berufliche Tätigkeiten und selbst für behinderungsangepasste Ver weistätigkeiten gelte, dass aufgrund der noch anhaltenden erheblichen depressi ven und Angstproblematik, mit aktuell nur basaler psychophysischer Belastbar keit, zum jetzigen Zeitpunkt eine berufliche Tätigkeit auf dem offenen Stellen markt nicht realistisch sei (Ziff. 1.7). Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit sei im Umfang von 50 % zu rechnen, allerdings sei der Zeitpunkt ak tuell nicht vorhersehbar (Ziff. 1.9). 4.8

Im Vorbescheid verfahren beantwortete med. pract. L.___ mit Schreiben vom 16. September 2013 (Urk. 8/151) Fragen des Beschwerdeführers. Darin hielt er es für fraglich, dass es sich bei der aktuellen depressiven Störung lediglich und ausschliesslich um eine Reaktion auf psychosoziale Faktoren handle und ver wies auf seine – näher ausgeführten – Berichte (S. 2). Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wies er darauf hin, dass bei günstigem Verlauf beziehungs weise erfolgreicher psychiatrisch-psychotherapeutischer und psychopharmako logischer Behandlung das Erreichen einer 50%igen Arbeitsfähigkeit erwartet werden dürfte. Eine Halbtagstätigkeit in geschütztem Rahmen im Sinne eines Arbeitstrainings sei ab sofort zumutbar. Eine berufliche Integrationsmassnahme dränge sich auf und werde im Übrigen auch bereits im Gutachten D.___ / K.___ (vgl. vorstehend E. 4.6) empfoh len (S. 3). 5. 5.1

Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 8. Oktober 2013 (Urk. 8/158) . Darin führte dieser aus, der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Gutachtens der Z.___, wo nach der Beschwerdeführer in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu etwa 40 % arbeitsfähig sei, könne nicht gefolgt werden. Ein Nachweisbares Korrelat für die Kopfschmerzsymptomatik bestehe nicht, denn es sei insgesamt keine neurologische-somatische Beeinträchtigung festzustellen. Eine depressive Symptomatik im Sinne der Dysthymie führe rechtsprechungsgemäss zu keiner Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit . Gleiches gelte für die akzentuierten Per sönlichkeitszüge. Als invaliditätsfremd seien lange Stellenlosigkeit und auch die finanziellen Probleme nach der Rentensistierung zu betrachten. Schliesslich finde eine rein mit psychosozialen Faktoren begründete Verschlechterung der Dysthymie ab Sommer 2011 auf eine mindestens mittelgradige Depression aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht keine Beachtung (S. 3 oben). 5.2

Dieser Ansicht kann aus den nachstehenden Gründen nicht gefolgt werden:

Gestützt auf das umfangreiche Gutachten der Z.___ vom 30. August 2012 (vgl. vorstehend E. 4.6), auf welches abgestellt werden kann, da es den erforderlichen Kriterien vollumfänglich entspricht (vgl. vorstehend E. 1. 5) und auf die medizinischen Berichte von med. pract.

L.___ (vgl. vorste hend E. 4.7-8) besteht für eine Einstellung der Rente keine Grundlage. Es trifft nicht zu, dass die gestellten Diagnosen keine Erwerbsunfähigkeit zu begründen vermögen. Die gegenwärtige depressive Episode wurde zwar unbestrittener massen durch psychosoziale Faktoren, das heisst durch die Observation, d ie Sis t ierung der Rente und d ie d amit verbundenen Zukunftsängste getriggert. Die di agnostizierte mittelgradige depressive Episode (an der Grenze zu schwer) ist je doch als verselbständigte psychische Störung neben den psychosozialen Belas tungsmomenten diagnostiziert und damit existent . So hielt med. pract .

L.___ fest, es stehe psychiatrisch ausser Zweifel, dass einem solchen psychischen Zu standsbild eigenständiger Krankheitswert beizumessen sei (Urk. 8/151 S. 2) . Ob die chronischen Kopfschmerzen des Beschwerdeführers unter den Begriff einer chronischen Schmerzstörung fallen (vgl. vorstehend E. 4.7) oder lediglich als Begleiterscheinung zur Depression zu betrachten sind (vgl. vorstehend E. 4.6), ist aufgrund der Akten nicht gesichert. Es beste ht somit auch keine Grundlage, die Kopfschmerzproblematik isoliert zu betrachten und darauf die Überwindbar keitsrechtsprechung anzuwenden, wie dies die Beschwerdegegnerin tat (Urk. 2 S. 3, Urk. 8/158 S. 4) .

Zusammenfassend ist damit auf das in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtende Gutachten der Z.___ abzustellen, wonach von einer momentanen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Umfang von 40 % in einer leichten bis mittelschweren ange passten Tätigkeit auszugehen ist, welche durch entsprechende Massnahmen allenfalls bis zu einer vollen Ar beitsfähigkeit gesteigert werden kann. Diese Einschätzung wurde auch von med. pract. L.___ geteilt, welcher von einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätig keit im Umfang von 50

% aus ging und berufliche Integrationsmassnahmen vo raus setzte (vgl. vorstehend E. 4.7). Damit ist aber auch gesagt, dass im Verfü gungszeitpunkt keine abschliessende Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers möglich gewesen wäre . 5.3

Die Beurteilungen der Ärzte der Z.___ (vgl. vorstehend E. 4.6) und von med. pract . L.___ (vgl. vorstehend E. 4.7-8) betreffen d

die attestierte medi zinisch-theoretische

Arbeitsfähigkeit lassen erkennen, dass die grundsätzlich zumutbaren leichten bis mittelschweren Tätigkeiten d em Beschwerdeführer nicht voraussetzungslos im Umfang einer vollen Arbeitsleistung offen stehen und dass es zwecks Erreichen dieses Pensums vorgängig ein es Arbeitstraining s beziehungsweise Integrationsmassnahmen bedarf, mithin nur unter Vorbehalt von Eingliederungsmassnahmen die Steigerung der Arbeitsfähigkeit und Ein gliederung ins Erwerbsleben erfolgsversprechend sind . So führten die Gutachter der Z.___ aus, berufliche Beschäftigungsprogramme würden nach psychischer Besserung infolge fachpsychiatrischer Therapie einen wichtigen Stellenwert erlangen, da der Beschwerdeführer mittlerweile über 12

Jahre vom Arbeitsmarkt distanziert gewesen sei beziehungsweise in seinem jungen Alter zur Zeit des Unfalles im Arbeitsmarkt erst ungenügend Fuss gefasst habe (Urk. 8/127/8). Diese Einschätzung wurde von med. pract. L.___ bestätigt, wel cher zur F estlegung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ein Belastbar keitstraining im geschützten Rahmen voraussetzte (Urk. 8/138 Ziff. 1.7, Ziff. 1.9). Die Gutachter nannten als Massnahmen beispielsweise ein Belastbar keitstraining, ein Aufbautraining sowie wirtschaftliche Integration mit Support am Arbeitsplatz (Urk. 8/127/9). Sodann dokumentierte die EFL-Testung auch mässige Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsi stenz des Be schwerdeführers trotz fehlenden objektivierbaren pathologischen Befunden (Urk. 8/127/80), und es wurde im Bericht auf ein hohes Ausmass an ungünsti gen Überzeugungen betreffend den Umgang mit Schmerzen und auf Rehabilita tions- beziehungs weise Eingliederungshindernisse hingewiesen (Urk. 8/127/79-80). So mit wird die Notwendigkeit eines eigentl ichen Aufbautrainings mit Ein gliederungsmassnahmen bestätigt, zumal der Beschwerdeführer nicht selbst in der Lage ist, seine Arbeitskraft wiederherzustellen. Dies liegt auch auf der Hand: Dem Beschwerdeführer fehlt es nicht nur an einer Ausbildung, sondern auch an relevanten beruflichen Erfahrungen, auf die er bei der Selbsteingliederung zu rückgreifen könnte. Der invalidisierende Unfall ereignete sich, als er 17 Jahre alt war.

Schliesslich ist nach Durchführung der vorgenannten geeigneten Massnahmen nicht ohne weiteres von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen, da der Aus gang der Massnahmen noch offen ist. Bei der entsprechenden Einschätzung der Gutachter handelte es sich um eine Prognose, die nach den erfolgten Massnah men

einer Nachbeurteilung unterzogen werden muss (Urk. 8/127/4), was auch von med. pract .

L.___ in seine n Bericht en

bestätigt wurde (Urk. 8/138 Ziff. 1.9, Urk. 8/151 S. 3) .

Unter diesen Umständen ist der rechtserhebliche Sachverhalt ungenügend abge klärt und die Beschwerdegegnerin durfte nicht von einer Selbsteingliederungs fähigkeit des Beschwerdeführers ausgehen .

Entsprechend ist die Sache an sie zurückzuweisen, damit sie das im Sinne des Gesagten Notwendige veranlass e und hernach erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ent scheide. Die angefochtene Verfügung ist aufzuheben und die Beschwerde in diesem Sinne gutzuheissen. 6.

Wird der Beschwerde gegen eine Verfügung, mit der die Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben wird, die aufschiebende Wirkung entzogen, so dauert dieser Entzug des Suspensiveffekts bei Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur Vornahme weiterer Abklärungen grundsätzlich auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neuen Verfügung (BGE 129 V 370). Eine Rente kann jedoch revisionsweise erst aufgehoben oder herabgesetzt werden, wenn der Rentenbezüger hinreichend eingegliedert ist. Dies ist gemäss dem vorliegend zu fällenden Entscheid offensichtlich nicht der Fall (vgl. vorstehend E. 5.3) . Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. November 2013 ist deshalb wieder herzustellen und die ganze IV-Rente ab Sistierungsdatum, das heisst ab Juli 2011 (Urk. 8/101), einstweilen weiterauszurichten. 7. 7.1

Die Kost en des Verfahrens sind auf Fr. 7 00.-- festzulegen und, da die Rückwei sung an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsie gen gilt (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versich erungsgerichts U 199/02 vom 10. Februar 2004 E. 6, mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3), ausgangsgemäss von der Bes chwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis

IVG). 7.2

Der anwaltli ch vertretene Beschwerdeführer hat sodann a usgangsgemäss ge stützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) Anspruch auf eine Prozessent schädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schw ierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘900 .-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen. Das Gericht erkennt: 1.

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass d ie angefochtene Verfügung vom

7. November 2013 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese unter Weiterausrich tung der bisherigen ganzen Rente im Sinne der Erwägungen verfahre . 2.

Die Gerichtskosten von Fr. 700 .-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3.

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent - schä digung von Fr. 1‘900. -- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4.

Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Kurt Pfändler - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis - mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent - halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber MosimannBrühwiler