Sachverhalt
1.
1.1
Am 10. August 2018 meldete sich X.___ , welcher vom 1. Oktober 1999 bis zum 3 1. Oktober 2017 für die Z.___
( Urk. 7/287-288) und vom 1. November
2017 ( Urk. 7/247-248) bis zum 3 0. Septem ber 2018 ( Urk. 7/232) für die A.___ tätig war, beim zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) B.___ zur Stellenvermittlung an und erhob Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Oktober 2018 (Urk. 7/292-293, Urk. 7/283-286). Mit Verfügung vom 8. Februar 2019 wurde der Versicherte von der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich ab dem 1. Oktober 2018 in Folge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 36 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt (Urk. 7/122-124). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache vom 5. April 2019 (Urk. 7/104
106) wies die Arbeitslosen kasse des Kantons Zürich mit Entscheid vom 17. Oktober 2019 ab (Urk. 2). 1.2
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 6. November 2019 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte, in Aufhebung der
Ver fügung vom 8. Februar 2019 seien ihm die vollen Leistungen aus der Arbeits losenversicherung auszurichten, eventualiter sei die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu reduzieren (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 22. November 2019 (Urk. 6) beantragte die Beschwerde gegnerin, das Verfahren sei bis zur rechtskräftigen Festsetzung des versicherten Verdienstes zu sistieren, e ventualiter sei die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen (Urk. 6). Mit Verfü gung vom 27. November 2019 ordnete das Gericht einen zweiten Schriften wechsel an (Urk. 9), in dessen Rahmen sich beide Parteien äusserten (Replik des Be schwerdeführers vom 24. Dezember 2019 [Urk. 10] und Duplik der Beschwer de gegnerin vom 14. Januar 2020 [Urk. 13]). 1.3
Mit Verfügung vom 2 9. Januar 2020 ordnete das Gericht die Sistierung des Verfahrens an, bis die Beschwerdegegnerin im Verfahren betreffend versicherter Verdienst, in dem der Beschwerdeführer Einsprache erhoben hatte (Einsprache vom 1 1. bzw. 1 6. Dezember 2019 [ Urk. 11/2, 18/7/51-53]), einen Einspracheent scheid erlassen habe und dieser unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei oder bis eine allfällige Beschwerde gegen den zu erlassenden Einspracheentscheid am hiesigen Gericht erhoben worden sei, längstens jedoch bis am 3 0. Juni 2020 ( Urk. 14). 2. 2.1
Mit Einspracheentscheid vom 2 4. März 2020 wies die Beschwerdegegnerin die gegen die Verfügung vom 2 1. November 2019, mit welcher sie den versicherten Verdienst auf Fr. 9'572.-- festgesetzt hatte ( Urk. 7/4/7), am 1 1. beziehungsweise 1 6. Dezember 2019 erhobene Einsprache betreffend versicherter Verdienst ab ( Urk. 18/2). 2.2
Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 1 6. April 2020 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht ( Urk. 18/1) und beantragte, die Verfügung vom 2 1. November 2019 sei aufzuheben und der versicherte Verdienst sei neu zu berechnen. Ferner sei eine Verfahrensvereinigung mit dem bereits hängigen Verfahren AL.2019.00274 vorzunehmen. Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. April 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 18/6), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 7. August 2020 in Kenntnis gesetzt wurde ( Urk. 18/9).
Mit separater Verfügung ordnete das Gericht gleichentags im Verfahren betref fen d die verfügten Einstelltage eine Fortführung desselben an ( Urk. 16). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.
Nachdem den Beschwerden vom 6. November 2019 ( Urk. 1, Verfahren betreffend verfügte Einstelltage [ AL.2019.00274 ] ) und vom 1 6. April 2020 ( Urk. 18/1, Ver fah ren betreffend versicherter Verdienst [ AL.2020.00113 ] ) derselbe Lebenssach verhalt zugrunde liegt und die Voraussetzungen der objektiven Klagehäufung erfüllt sind (vgl. Art. 125 lit . c und Art. 90 der Zivilprozessordnung [ZPO]), rechtfertigt es sich, den Prozess Nr. AL.2020.00113 in Sachen X.___ gegen die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich mit dem vorliegenden Prozess Nr. AL.2019.00274 zu vereinigen und unter dieser Prozess nummer weiter zuführen (§ 28 lit . a des Gesetzes über das Sozial ver sicherungs gericht [ GSVGer ] in Ver bindung mit Art. 125 lit . c ZPO).
Der Prozess Nr. AL.2020.00113 ist als dadurch erledigt abzuschreiben; dessen Akten werden im vorliegenden Prozess als Urk. 18/0-9 geführt. 2.
2.1 2.1.1
Nach Art. 23 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen nor malerweise erzielt wurde. Art. 37 der Verordnung über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) regelt den Bemes sungs zeitraum. Nach Abs. 1 bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durch schnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Nach Abs. 2 bemisst er sich dann nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rahmen frist für den Leistungsbezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als derje nige nach Absatz 1.
Der Bemessungszeitraum beginnt nach Abs. 3, unabhängig vom Zeitpunkt der Anmeldung zum Taggeldbezug, am Tag vor dem Eintritt eines anrechenbaren Ver dienstausfalls. Voraussetzung ist, dass vor diesem Tag mindestens zwölf Bei trags monate innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit liegen. 2.1.2
Nach der Rechtsprechung gehört der Lohn, der mit Überzeit oder Überstunden erzielt wird, nicht zum normalerweise erzielten Lohn im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG. Darüber hinaus ist jegliches Entgelt für Arbeit, die über die arbeitsver tragliche Arbeitszeit oder über die im Betrieb geltende Normalarbeitszeit hinaus geleistet wird, vom versicherten Verdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG ausgenommen. Dies hat zur Folge, dass bei Verlust eines von zwei Hauptver diensten lediglich die Differenz zu dem mit einer normalen üblichen Arbeitszeit erzielbaren Lohn den versicherten Verdienst bildet (BGE 129 V 105 E. 3).
Zum massgebenden Lohn gehören unter anderem insbesondere der Grundlohn (Monats-, Stunden- oder Akkordlohn), der 13. Monatslohn und die Gratifikation, sofern sie ausgerichtet worden sind oder die versicherte Person ihre glaubhaft gemachte Forderung gerichtlich durchzusetzen versucht, sowie Provisionen und Bonuszahlungen. Der erzielte Verdienst wird in jenen Beitragsmonaten angerech net, in welchen die Arbeitsleistung erbracht worden ist (Entstehungsprinzip). Unerheblich ist somit, zu welchem Zeitpunkt die Zahlungen ausgerichtet werden (beispielsweise 13. Monatslohn, Provisionen, Bonuszahlungen, Dienstaltersge schenke, Treueprämien; AVIG-Praxis ALE, Rz . C2). 2.2 2.2.1
Nach Art. 30 Abs. 1 lit .
a AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchs berechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbst verschuldet, wenn die versi cherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gege ben hat ( Art. 44 Abs. 1 lit .
a AVIV).
Unter diesen Einstellungstatbestand fällt auch die zu einer Kündigung führende Ablehnung einer zumutbaren Vertragsänderung (Nussbaumer, Arbeitslosenversi cherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 3. Auflage 2015, S.
2515 Rz 837; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E. 2c und 8C_872/2011 vom 6. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen). 2.2.2
Analog zur freiwilligen Stellenaufgabe gemäss Art. 44 Abs. 1 lit . b AVIV kann die Arbeitslosigkeit nur dann im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit . a AVIV als selbst verschuldet gelten, wenn das Beibehalten der Stelle unter den geänderten vertraglichen Bedingungen für die versicherte Person zumutbar war. Zur Beur teilung der Frage der Zumutbarkeit des Verbleibens an der bisherigen Stelle ist Art. 16 AVIG heranzuziehen, wonach grundsätzlich jede Arbeit zumutbar ist (Abs. 1), es sei denn, einer der in Art. 16 Abs. 2 lit . a bis i AVIG abschliessend aufgezählten Ausnahmetatbestände ist gegeben (Urteil des Bundesgerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E. 1a und E. 2d; AVIG-Praxis ALE, Rz . D19). Die Zumutbarkeit des Verbleibens an der bisherigen Stelle wird strenger beurteilt als die Zumutbarkeit des Antritts einer neuen Stelle (Urteil des Bundes gerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E. 2d; Nussbaumer, a.a.O., S. 2428 Rz 832), weil der versicherten Person aufgrund der ihr obliegenden Schadenminde rungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) im Regelfall zugemutet werden darf, für eine begrenzte Zeit im unbefriedigenden Arbeitsverhältnis zu verbleiben und sich aus diesem heraus um eine neue Stelle zu bemühen. 3. 3.1 3.1.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid betreffend versicherter Verdienst fest, dass die ausbezahlten Schichtzulagen in tatsächlicher Hinsicht Überstundenauszahlungen für Mehrarbeit seien. Dies gehe aus den Lohnabrech nungen der vormaligen Arbeitgeberin Z.___ hervor. So seien diese jeweils als «Extraentschädigung 25 % » und «Extraentschädigung 50 % » bezeichnet worden. Andere als Überstunden bezeichnete Beträge seien in den Lohnabrechnungen der Z.___ nicht ausgewiesen. Sodann ergebe sich aus den Unterlagen der späteren Arbeitgeberin A.___ , dass der Beschwerdeführer jeden Monat umfangreiche Überstunden geleistet und die vereinbarte Arbeitszeit massiv überschritten habe. Ein Teil dieser Überstunden sei jeweils monatlich ausbezahlt und entsprechend auf den Lohnabrechnungen als Überstunden ausgewiesen worden. Die auf der Monatsleistungsübersicht aufgelisteten, monatlich ausbezahlten Überstunden korrelierten exakt mit den auf den Lohnabrechnungen ausgewiesenen Über stunden «50 %» und «25 %». Was eine tatsächliche Schichtzulage betreffe, sei eine solche nur im Oktober 2018 in der Endabrechnung im Umfang von Fr. 3'473.95 deklariert worden. Dies habe zur Folge, dass ab dem 1. Oktober 2018 von einem versicherten Verdienst von Fr. 9'572.-- auszugehen sei ( Urk. 18/2). 3.1.2
Der Beschwerdeführer macht geltend, die als Überstunden deklarierten Ein nahmen seien als Schichtzulagen für Nacht- und Wochenendarbeit zu qualifi zieren. Dass es sich um «echte» Schichtzulagen handle, ergebe sich aus den Bestätigungen seiner Arbeitgeberin vor und nach dem Betriebsübergang. Unzu treffend sei deshalb die Annahme der Beschwe rdegegnerin, die im Oktober 2018 erfolgte Zahlung von Fr. 3'473.95 stelle die einzig erhaltene Schichtzulage dar. Vielmehr sei diese Zahlung im Rahmen einer zusätzlich ausgerichteten Schicht zulage für Ferien- und Krankheitstage als sogenannte « Inkonvenienzzulage » erfolgt ( Urk. 18/1). 3.2 3.2.1
Was die verfügten Einstelltage anbelangt, hielt die Beschwerdegegnerin im ange fochtenen Entscheid fest, dass dem Beschwerdeführer am 14. Juni 2018 ein neuer Arbeits vertrag, gültig ab dem 1. Oktober 2018, vorgelegt worden sei. Diesen Vertrags änderungen habe der Beschwerdeführer nicht zugestimmt, weshalb ihm die Arbeitsstelle per 30. Sep tember 2018 gekündigt worden sei. Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers sei der neu angebotene Lohn nicht geringer als 70 % respektive 80 % des früheren Gehalts gewesen, seien doch die im Rahmen des früheren Arbeitsverhältnisses erfolgten Überstundenzahlungen als solche und nicht als Schichtzulagen zu qualifizieren. Davon ausgenommen sei einzig die im Oktober 2018 erfolgte Zahlung von Fr. 3'473.9 5. Nachdem mit der vorgesehenen Erhöhung der Arbeitszeit um 6 % der Rahmen der Zumutbarkeitsgrenze von 20 % nicht überschritten worden sei, hätte der Beschwerdeführer die Vertrags änderung bis zum Finden einer neuen Stelle als Beitrag zur Schaden minderung akzeptieren müssen. Indem er dies nicht getan habe, habe er die Arbeitslosigkeit selbst ver schuldet, weshalb eine Einstellung in der Anspruchs berechtigung zu erfolgen habe. Da von einem mittelschweren bis schweren Verschulden auszugehen sei, betrage die Einstellungsdauer 36 Tage ( Urk. 2). 3.2.2
Der Beschwerdeführer bringt vor, die mit der Änderungskündigung verbundene Lohneinbusse hätte mehr als 30 % betragen. So habe die Beschwerdegegnerin bei Ermittlung des versicherten Verdienstes die an ihn entrichteten Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit ausser Acht gelassen respektive habe sie diese als Überstunden qualifiziert. Sodann sei die im Oktober 2018 an ihn entrichtete Zahlung von Fr. 3'473.95 zu berücksichtigen, stelle diese eine bei Ermittlung des versicherten Verdienstes zu berücksichtigende Inkonvenienzzulage dar ( Urk. 1). 3.2.3
In der Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin aus , der Beschwer de führer wäre selbst dann zur Annahme der neuen Konditionen verpflichtet ge wesen, wenn der neue Lohn weniger als 70 % respektive 80 % des versicherten Verdienstes betragen hätte. So wäre das Einkommen aus der Anstellung als Zwischenverdienst anzurechnen gewesen und hätte der Beschwerdeführer An spruch auf Kompensationszahlungen gehabt ( Urk. 6). 3.2.4
Replicando führte der Beschwerdeführer dazu aus, dass ihm gerade keine Kom pensationszahlung zugestanden hätte. So hätte die Änderungskündigung eine effektive Lohnkürzung bei Erhöhung der Arbeitszeit zur Folge gehabt ( Urk. 10). 3.2.5
Duplicando verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme und verwies auf ihre Beschwerdeantwort ( Urk. 13). 4.
4.1
Gemäss Arbeitgeberbescheinigung der Z.___ , für welche der Beschwerdeführer vom 1. Oktober 1999 bis zum 3 1. Oktober 2017 tätig war, betrug die Normal arbeitszeit im Betrieb und die vertragliche Normalarbeitszeit im erwähnten Zeit raum jeweils 40 Stunden pro Woche ( Urk. 7/287-288). Die Z.___ hielt fest, dass die Arbeitszeiten in der den Beschwerdeführer betreffenden Abteilung fix vorgegeben seien. Sie hätten im Wochenturnus gewechselt und sich wie folgt zusammen ge setzt: Frühschicht von 06:00 bis 14:30 Uhr, Spätschicht von 14:00 bis 22:30 Uhr, Nach t schicht von 22:00 bis 06:30 Uhr, Wochenend-W1 von Samstag 06:00 bis Sonntag 18:00 Uhr und Wochenende-W2 von Samstag 18:00 bis Montag 06:00 Uhr. Diese Arbeitszeiten seien für den Beschwerdeführer die «ganze Zeit» ver pflichtend gewesen (Schreiben vom 1 5. Januar 2017, Urk. 18/3/6).
Auf Nachfrage, ob die ausbezahlten Schichtzulagen von Fr. 12'859.-- und Fr. 4'483.-- den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 3 1. Oktober 2017 beträfen, teilte die Z.___ mit, dass die «Auszahlung Schichtzulage 2013-2017» eine spezielle Nachzahlung von Schichtzulagen gewesen sei. Zur Frage, was der Unterschied zwischen Extraentschädigungen und einer Schichtzulage sei, hielt sie fest, dass mit «Extraentschädigungen» sämtliche Auszahlungen für ausserhalb der norma len Arbeitszeit geleistete Arbeit (z.B. Überzeit, Mehrarbeit, Pikett etc.) bezeichnet worden seien (E-Mail vom 2 7. November 2018, Urk. 7/160-161). 4.2
Anlässlich des Betriebsüber gangs von
der vormaligen Arbeitgeberin Z.___ des Beschwerdeführers
zur A.___
legte ihm letztere einen neuen Arbeitsvertrag vor ( Urk. 7/247-248). Diesem
stimmte der Beschwerdeführer gemäss Angaben der A.___
jedoch nicht zu ( Urk. 7/93).
Ge mäss vorgelegtem Arbeitsvertrag wäre ein Jahresgehalt von brutto Fr. 104'644.-- vereinbart ( Ziff. 2), d ie wöchentliche Arbeitszeit auf 42.5 Stunden veranschlagt ( Ziff.
6) und der Arbeitsbeginn auf den 1. November 2017 gelegt worden ( Ziff. 1). Sodann hätte sich der Beschwerdeführer verpflichtet , bei betrieb licher Notwendigkeit auf Anordnung hin Überstunden zu leisten ( Ziff. 6 ). Bei dringendem Bedarf des Kunden hätte der Beschwerdeführer zu Piketteinsätzen, Nachtarbeit sowie zu Samstags- und Sonntagsarbeit herangezogen werden kö nne n ( Ziff. 4). Ferner hätte sich der Beschwerdeführer verpflichtet , bei entsprechend betrieblichem Bedarf Nacht-, Schicht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Arbeits- und Ru fbereitschaft zu leisten (Ziff. 7). 4.3
Am 2 2. Juni 2018 sprach die A.___ gegenüber dem Beschwerdeführer eine Ände rungskündigung aus ( Urk. 7/164, 7/232).
Der dabei unterbreitete Arbeitsvertrag ( Urk. 7/135-136) sah ein Jahresfixgehalt von Fr. 104'652.-- ( Ziff.
2) und eine wöchentliche Arbeitszeit von 42.5 Stunden vor ( Ziff. 6). Sodann hätte der Be schwerdeführer bei entsprechend betrieblichem Bedarf in gesetzlich zulässige m Umfang Nacht-, Schicht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Arbeits- und Rufbereitschaft zu leisten gehabt. Bei dauernder oder regelmässig wiederkehrender Nachtarbeit wäre ihm ein Zeitzuschlag von 10 % der Arbeitszeit für die geleistete Nachtarbeit angerechnet worden. Die Kompensation hätte dabei innerhalb eines Jahres durch Freizeit zu erfolgen gehabt ( Ziff. 9). 5.
Es hat als ausgewiesen zu gelten, dass die A.___ den Beschwerdeführer grund sätzlich weiter beschäftigen wollte und der Grund für die Auflösung des Arbeits verhältnisses - und damit der Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers - war, dass der Beschwerdeführer sich mit den neuen Ver tragsbedingungen ( Urk. 7/135-136) gemäss Änderungskündigung vom 2 2. Juni 2018 nicht einverstanden erklärte ( Urk. 7/164, 7/232) . Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer durch sein Ver halten - nämlich das Nichtakzeptieren der Änderungskündigung und das Zurück weisen des revidierten Arbeitsvertrages - die Auflö sung des Arbeitsverhältnisses verursacht hat. Für den Beschwerdeführer war es ohne Wei teres ersichtlich und wird von ihm auch nicht in Abrede gestellt, dass die Ablehnung der Vertrags änderung die Kündigung und damit die Auflösung des bisherigen Arbeits ver hältnisses per 3 0. September 2018 ( Urk. 7/232) bedeutete, was er in Kauf nahm. Damit hat der Beschwerdeführer zumindest eventualvorsätzlich gehandelt. 6.
Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer aufgrund der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht die Annahme der Änderungskündigung vom 2 2. Juni 2018 ( Urk. 7/164, 7/232), mithin die Aufrechterhaltung des Arbeits verhältnisses mit der A.___ , ab Oktober 2018 ( Urk. 7/135-136) zumutbar gewe sen wäre.
Die Beschwerdegegnerin hat von den Unzumutbarkeitsgründen im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit . a bis i AVIG zu Recht lit . i in Betracht gezogen. Für weitere Gründe, welche die Unzumutbarkeit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 AVIG begrün den könnten, liefern die Akten keine Anhaltspunkte. Gemäss Art. 16 Abs. 2 lit . i AVIG ist eine Arbeit unzumutbar, wenn sie dem Versicherten einen Verdienst einbringt, der geringer ist als 70 % des versicherten Verdienstes, es sei denn, der Versicherte erhalte Kompensationsleistungen nach Art. 24 AVIG (Zwischenver dienst). 6.1
Umstritten ist die Gesamthöhe des versicherten Verdienstes, zu deren Ermittlung insbesondere die Lohnabrechnungen des letzten Arbeitsverhältnisses heranzuzie hen sind ( Urk. 7/58-68, 7/218-229). 6.1.1
Kein Anlass zur Diskussion und soweit unumstritten ist , dass die als «Ausbil dungszulagen» und «Allgemeine Spesen fix» bezeichneten Positionen nicht zu berücksichtigen sind, hingegen der monatliche Bruttolohn von Fr. 8'720.35 (vgl. Urk. 7/218-229) zum versicherten Verdienst zu zählen ist .
Was den monatlichen Bruttolohn von Fr. 8'720.35
anbelangt, ist zu berück sich tigen, dass die wöchentliche Arbeitszeit des Beschwerdeführers 40 Stunden be trug, während bei der A.___ eine wöchentliche Arbeitszeit von 42.5 Stunden ( Urk. 7/ 167 ) galt . Ausgehend von einem Stundenlohn von Fr. 49.34 ( Urk. 7/220) und 21.7 durchschnittlichen Arbeitstage n pro Monat ( Art. 40a AVIV)
ergibt dies ein Total von Fr. 535.30 (21.7 / 5 x 2.5 x 49.34).
In diesem Umfang hat die Be schwerdegegnerin zugunsten des Beschwerdeführers von ihm geleistete «Gleit zeit/ Überstunden» dem versicherten Verdienst angerechnet, was nicht weiter zu beanstanden ist. 6.1.2
Strittig und zu prüfen ist demgegenüber insbesondere , ob die in den Lohn ab rech nungen als «Überstunden 25 % » und «Überstunden 50 % » bezeichneten Posi tio nen ( Urk. 7/218-229) als solche oder als Schichtzulagen zu qualifizieren und entsprechend (nicht) zu berücksichtigen sind (vgl. dazu auch E. 2.1.2, AVIG-Praxis ALE, Rz . C2 ).
Aus den Akten ergibt sich,
dass der Beschwerdeführer jeweils
in einem erheb lichen Umfang Überstunden geleistet hat , welche ihm zu einem wesentlichen Teil
im Folgemonat
vergütet wurden . Letzteres ist daran zu erkennen, dass der Wert der geleisteten Überstunden (vgl. Urk. 7/58-68) mit der S umme der jeweils ent schädigten «Überstunden 50 %» und «Überstunden 25 % » grundsätzlich korreliert ( vgl. Urk. 7/218-229 ). Ferner hielt die A.___ fest, dass es sich bei «Überstunden 50 % » und «Überstunden 25 % » um tatsächlich geleistete Überstunden handle (Schreiben vom 2 7. Juni 2019, Urk. 7/70). Alsdann vermerkte sie, die vielen Überstunden in der «kurzen» Zeitspanne seien darauf zurückzuführen, dass der Be schwerdeführer zu den Konditionen des früheren Arbeitgebers Z.___ angestellt ge we sen sei . M ithin habe für ihn keine 42.5 - , sondern eine 40-Stundenwoche gegol ten ( Urk. 7/167). Sodann ist zu berücksichtigen, dass die frühere Arbeit ge berin Z.___ zu den in ihren Lohnabrechnungen als «Extraentschädigungen» bezeichneten Positionen (vgl. Urk. 7/252-278) festhielt, damit seien alle Auszah lungen für Arbeitszeit bezeichnet worden, die ausserhalb der normalen Arbeits zeit geleistet worden seien. A ls Beispiel führte sie Überzeit, Mehrarbeit und Pikett an (E. 4.1).
Angesichts dieser Gegebenheiten hat die Beschwerdegegnerin die streitigen Zahlungen zu Recht als Überstunden qualifiziert. Hieran vermag die «Bestäti gung» der A.___ vom 9. Dezember 2019, wonach es sich bei den Positionen «Überstunden 50 %» sowie «Überstunden 25 %» um Schichtzulagen handle, welche nach der Betrieb steilübernahme durch die A.___ weiterhin ausbezahlt worden seien (Urk. 8/3/5), nichts zu ändern. Die im Beschwerdeverfahren ge machte Angabe widerspricht sämtlichen übrigen hierzu ergangenen Darlegungen. Insbesondere lässt sie sich nicht mit der eigenen Stellungnahme der A.___ vom 27. Juni 2019, welche auf die detaillierte Fragestellung der Beschwerdegegnerin vom 27. Mai 2019 erging (Urk. 7/91), vereinbaren. Von der Beschwerdegegnerin ausdrücklich darum ersucht, den Unterschied zwischen den Auszahlungen «Über stunden 50 %» und «Überstunden 25 %» sowie «Schichtzulagen» zu erklären, hatte die frühere Arbeitgeberin ausgeführt, beim Beschwerdeführer seien die tatsäch lichen Stunden abgerechnet worden und bei den Überstunden 50 % sowie 25 % handle es sich um die tatsächlich geleisteten Überstunden (Urk. 7/70). Wie vor stehend dargelegt, findet diese Aussage ihr Korrelat in den aufliegenden Akten, während demgegenüber die unbegründete «Bestätigung» im Lichte der getätigten Abklärungen wenig glaubwürdig erscheint. Nachdem die A.___ zu den Fragen der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/91) hinreichend Stellung genommen und die Arbeitsrapporte aufgelegt hatte (Urk. 7/58-69), sind entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers von weiteren Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist. 6.1.3
Was die in der Lohnabrechnung von Oktober 2018 als «Gleitzeit/Überstunden» bezeichnete Position anbelangt ( Urk. 7/220), ist diese bei Ermittlung des versi cherten Verdienstes ausser Acht zu lassen (vgl. aber E. 6.1.1 ,
2. Abschnitt ) . So wurden damit die bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorhandenen Über stunden entschädigt (E. 2.1.1). Dies geht auch aus dem Schreiben des Beschwerde führers vom 5. Januar 2019 hervor, worin dieser festhielt, in den letzten zehn Monaten über 200 Überstunden geleistet zu haben ( Urk. 7/137). Dieser Wert ent spricht im Wesentlichen den in der Lohnabrechnung von Oktober 2018 ange führten 244.88 Stunden ( Urk. 7/220).
Was die in der Lohnabrechnung Oktober 2018 angeführte «Ferienauszahlung» anbelangt ( Urk. 7/220), kann eine solche gemäss bundesgerichtlicher Recht sp re chung nicht berücksichtigt werden (BGE 123 V 70).
Demgegenüber
hat die Beschwerdegegnerin die im Oktober 2018 ausbezahlte
«Schichtzulage» von Fr. 3'473.95 anteilsmässig an ge rechne t ( Fr. 3'473.95 / 11 Monate [November 2017 bis September 2018, vgl. Urk. 7/218-229 ] = Fr. 315.80) , was keiner Korrektur bedarf . 6.1.4
Nach dem Gesagten und unter Berücksichtigung, dass der Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug höher ist als der der letzten zwölf (E. 2.1.1), ergibt sich somit ein versicherter Verdienst von gerundet Fr. 9'572.-- ( Fr. 8'720.35 [Bruttolohn] + Fr. 535.30 [Mehr stunden] + Fr. 315.80 [Schichtzulage] ) . 6.2
70 % des versicherten Verdienstes von Fr. 9’572 .-- entsprechen gerundet
Fr. 6’700 .--. Diesem Betrag ist der Lohn, welcher dem Beschwerdeführer an lässlich der Änderungskündigung unterbreitet wurde ( Urk. 7/135-136), gegen über zustellen.
Gemäss dem im Rahmen der Änderungskündigung unterbreiteten Arbeitsvertrag hätte der Beschwerdeführer ein Jahresfixgehalt von Fr. 104'652.-- erzielt ( Ziff. 2 , E. 4.3 ). Der Beschwerdeführer hätte sodann bei entsprechendem betrieblichem Bedarf in gesetzlich zulässigen Umfang Nacht-, Schicht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Arbeits- und Rufbereitschaft zu leisten gehabt. Eine gesonderte Entschädigung wäre dafür nicht
erfolgt. Einzig bei dauernder oder regelmässig wiederkehrender Nachtarbeit wäre ihm ein Zeitzuschlag von 10 % der Arbeitszeit für die geleistete Nachtarbeit angerechnet worden ( Ziff. 9). Somit ist von einem Monatslohn von Fr. 8'721.-- ( Fr. 104'652.-- / 12 Monate) auszu gehen.
Nach dem Gesagten hätte die vorgesehene Lohnreduktion von Fr. 9'572.-- als versicherter Verdienst auf Fr. 8’721.-- nicht dazu geführt, dass die Arbeit lohn mässig unzumutbar geworden wäre ( Art. 16 Abs. 2 lit . i AVIG, Art. 41a Abs. 2 AVIV). So hätte der dem Beschwerdeführer angebotene Lohn von Fr. 8'721.-- mehr betragen als 70 % des versicherten Verdienstes ( Fr. 6'700.-- ) , womit auch unter Berücksichtigung der
um 6 %
erhöhte n , finanziell nicht abgegoltene n Arbeitszeit von 40 au f 42.5 Wochenstunden (E. 4.3,
E. 6.1.1)
die U nzu mut bar keitsgrenze nicht erreicht war . Der Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeits losigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit . a AVIG hat deshalb als erfüllt zu gelten (vgl. auch Art. 16 Abs. 2 lit . i AVIG). 7. 7.1
Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung, insbesondere der Grad des dafür mass gebenden Verschuldens. Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens ( Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittelschwerem und 31
bis 60 Tage bei schwerem Verschulden ( Art. 45 Abs. 3 AVIV). 7.2
Im Rahmen der Überprüfung der Angemessenheit der verfügten Einstelldauer gilt es den Grundsatz zu beachten, dass das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjen igen der Verwaltung setzen darf und dass sich das Gericht auf Gegebenheiten abstützen können muss, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 362 E. 5d mit Hinweis).
Es steht fest , dass der Beschwerdeführer durch seine Weigerung, die Ände rungskündigung anzunehmen, eine ihm zumutbare Arbeit abgelehnt hat, womit gestützt auf Art. 45 Abs. 4 lit . b AVIV grundsätzlich von einem schw eren Ver schulden auszugehen ist. Die Annahme eines schweren Verschuldens erscheint mangels gegenteiliger Hinweise in den Akten als gerechtfertigt. Indem die Beschwerdegegnerin die Sanktion im unteren Bereich des schweren Verschuldens festgesetzt hat (vgl. Art. 45 Abs. 3 lit . c AVIV) , hat sie den konkreten Umständen - namentlich , dass
die Leistungen des Beschwerdeführers offenbar keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben haben ( Urk. 7/94)
- angemessen Rechnung getragen. 8.
Zusammenfassend sind
die angefochtene n
Einspracheentscheid e vom 1 7. Oktober 2019 (Urk. 2) betreffend Einstellung in der Anspruchsberech tigung ab dem 1. Oktober 2018 für 36 Tage und vom 2 4. März 2020 betreffend versicherter Ver dienst ( Urk. 18/2)
zu bestätigen und die dagegen erhobene n Beschwerde n abzu weisen . Das Gericht beschliesst: 1.
Der Prozess Nr. AL.2020.00113 in Sachen X.___ gegen die Arbeits losenkasse des Kantons Zürich wird mit dem vorliegenden Pro zess Nr. AL.2019.00274 vereinigt und unter dieser Prozessnummer weitergeführt. 2.
Der Prozess Nr. AL.2020.00113 wird als dadurch erledigt abgeschrieben, und erkennt: 1.
Die Beschwerde vom 6. November 2019 gegen den Einspracheentscheid der Arbeits losenkasse des Kantons Zürich vom 1 7. Oktober 2019 betreffend Einstellung in der Anspruchsberech tigung für die Dauer von 36 Tagen ab dem 1. Oktober 2018 wird abge wiesen. 2.
Die Beschwerde vom 1 6. April 2020
gegen
den Einspracheentscheid der Arbeitslosen kasse des Kantons Zürich vom 2 4. März 2020 betreffend versicherter Verdienst
wird abgewiesen . 3.
Das Verfahren ist kostenlos. 4 .
Zustellung gegen Empfangsschein an: - Dextra Rechtsschutz AG - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco
- Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 5 .
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber VogelWeber
Erwägungen (30 Absätze)
E. 1.1 Am 10. August 2018 meldete sich X.___ , welcher vom 1. Oktober 1999 bis zum 3 1. Oktober 2017 für die Z.___
( Urk. 7/287-288) und vom 1. November
2017 ( Urk. 7/247-248) bis zum 3 0. Septem ber 2018 ( Urk. 7/232) für die A.___ tätig war, beim zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) B.___ zur Stellenvermittlung an und erhob Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Oktober 2018 (Urk. 7/292-293, Urk. 7/283-286). Mit Verfügung vom 8. Februar 2019 wurde der Versicherte von der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich ab dem 1. Oktober 2018 in Folge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 36 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt (Urk. 7/122-124). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache vom 5. April 2019 (Urk. 7/104
106) wies die Arbeitslosen kasse des Kantons Zürich mit Entscheid vom 17. Oktober 2019 ab (Urk. 2).
E. 1.2 Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 6. November 2019 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte, in Aufhebung der
Ver fügung vom 8. Februar 2019 seien ihm die vollen Leistungen aus der Arbeits losenversicherung auszurichten, eventualiter sei die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu reduzieren (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 22. November 2019 (Urk. 6) beantragte die Beschwerde gegnerin, das Verfahren sei bis zur rechtskräftigen Festsetzung des versicherten Verdienstes zu sistieren, e ventualiter sei die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen (Urk. 6). Mit Verfü gung vom 27. November 2019 ordnete das Gericht einen zweiten Schriften wechsel an (Urk. 9), in dessen Rahmen sich beide Parteien äusserten (Replik des Be schwerdeführers vom 24. Dezember 2019 [Urk. 10] und Duplik der Beschwer de gegnerin vom 14. Januar 2020 [Urk. 13]).
E. 1.3 Mit Verfügung vom 2 9. Januar 2020 ordnete das Gericht die Sistierung des Verfahrens an, bis die Beschwerdegegnerin im Verfahren betreffend versicherter Verdienst, in dem der Beschwerdeführer Einsprache erhoben hatte (Einsprache vom 1 1. bzw. 1 6. Dezember 2019 [ Urk. 11/2, 18/7/51-53]), einen Einspracheent scheid erlassen habe und dieser unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei oder bis eine allfällige Beschwerde gegen den zu erlassenden Einspracheentscheid am hiesigen Gericht erhoben worden sei, längstens jedoch bis am 3 0. Juni 2020 ( Urk. 14).
E. 2 bemisst er sich dann nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rahmen frist für den Leistungsbezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als derje nige nach Absatz 1.
Der Bemessungszeitraum beginnt nach Abs. 3, unabhängig vom Zeitpunkt der Anmeldung zum Taggeldbezug, am Tag vor dem Eintritt eines anrechenbaren Ver dienstausfalls. Voraussetzung ist, dass vor diesem Tag mindestens zwölf Bei trags monate innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit liegen.
E. 2.1 Mit Einspracheentscheid vom 2 4. März 2020 wies die Beschwerdegegnerin die gegen die Verfügung vom
E. 2.1.1 Nach Art. 23 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen nor malerweise erzielt wurde. Art. 37 der Verordnung über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) regelt den Bemes sungs zeitraum. Nach Abs. 1 bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durch schnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Nach Abs.
E. 2.1.2 Nach der Rechtsprechung gehört der Lohn, der mit Überzeit oder Überstunden erzielt wird, nicht zum normalerweise erzielten Lohn im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG. Darüber hinaus ist jegliches Entgelt für Arbeit, die über die arbeitsver tragliche Arbeitszeit oder über die im Betrieb geltende Normalarbeitszeit hinaus geleistet wird, vom versicherten Verdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG ausgenommen. Dies hat zur Folge, dass bei Verlust eines von zwei Hauptver diensten lediglich die Differenz zu dem mit einer normalen üblichen Arbeitszeit erzielbaren Lohn den versicherten Verdienst bildet (BGE 129 V 105 E. 3).
Zum massgebenden Lohn gehören unter anderem insbesondere der Grundlohn (Monats-, Stunden- oder Akkordlohn), der 13. Monatslohn und die Gratifikation, sofern sie ausgerichtet worden sind oder die versicherte Person ihre glaubhaft gemachte Forderung gerichtlich durchzusetzen versucht, sowie Provisionen und Bonuszahlungen. Der erzielte Verdienst wird in jenen Beitragsmonaten angerech net, in welchen die Arbeitsleistung erbracht worden ist (Entstehungsprinzip). Unerheblich ist somit, zu welchem Zeitpunkt die Zahlungen ausgerichtet werden (beispielsweise 13. Monatslohn, Provisionen, Bonuszahlungen, Dienstaltersge schenke, Treueprämien; AVIG-Praxis ALE, Rz . C2).
E. 2.2 Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 1 6. April 2020 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht ( Urk. 18/1) und beantragte, die Verfügung vom 2 1. November 2019 sei aufzuheben und der versicherte Verdienst sei neu zu berechnen. Ferner sei eine Verfahrensvereinigung mit dem bereits hängigen Verfahren AL.2019.00274 vorzunehmen. Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. April 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 18/6), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 7. August 2020 in Kenntnis gesetzt wurde ( Urk. 18/9).
Mit separater Verfügung ordnete das Gericht gleichentags im Verfahren betref fen d die verfügten Einstelltage eine Fortführung desselben an ( Urk. 16). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.
Nachdem den Beschwerden vom 6. November 2019 ( Urk. 1, Verfahren betreffend verfügte Einstelltage [ AL.2019.00274 ] ) und vom 1 6. April 2020 ( Urk. 18/1, Ver fah ren betreffend versicherter Verdienst [ AL.2020.00113 ] ) derselbe Lebenssach verhalt zugrunde liegt und die Voraussetzungen der objektiven Klagehäufung erfüllt sind (vgl. Art. 125 lit . c und Art. 90 der Zivilprozessordnung [ZPO]), rechtfertigt es sich, den Prozess Nr. AL.2020.00113 in Sachen X.___ gegen die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich mit dem vorliegenden Prozess Nr. AL.2019.00274 zu vereinigen und unter dieser Prozess nummer weiter zuführen (§ 28 lit . a des Gesetzes über das Sozial ver sicherungs gericht [ GSVGer ] in Ver bindung mit Art. 125 lit . c ZPO).
Der Prozess Nr. AL.2020.00113 ist als dadurch erledigt abzuschreiben; dessen Akten werden im vorliegenden Prozess als Urk. 18/0-9 geführt.
E. 2.2.1 Nach Art. 30 Abs. 1 lit .
a AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchs berechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbst verschuldet, wenn die versi cherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gege ben hat ( Art. 44 Abs. 1 lit .
a AVIV).
Unter diesen Einstellungstatbestand fällt auch die zu einer Kündigung führende Ablehnung einer zumutbaren Vertragsänderung (Nussbaumer, Arbeitslosenversi cherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 3. Auflage 2015, S.
2515 Rz 837; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E. 2c und 8C_872/2011 vom 6. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
E. 2.2.2 Analog zur freiwilligen Stellenaufgabe gemäss Art. 44 Abs. 1 lit . b AVIV kann die Arbeitslosigkeit nur dann im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit . a AVIV als selbst verschuldet gelten, wenn das Beibehalten der Stelle unter den geänderten vertraglichen Bedingungen für die versicherte Person zumutbar war. Zur Beur teilung der Frage der Zumutbarkeit des Verbleibens an der bisherigen Stelle ist Art. 16 AVIG heranzuziehen, wonach grundsätzlich jede Arbeit zumutbar ist (Abs. 1), es sei denn, einer der in Art. 16 Abs. 2 lit . a bis i AVIG abschliessend aufgezählten Ausnahmetatbestände ist gegeben (Urteil des Bundesgerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E. 1a und E. 2d; AVIG-Praxis ALE, Rz . D19). Die Zumutbarkeit des Verbleibens an der bisherigen Stelle wird strenger beurteilt als die Zumutbarkeit des Antritts einer neuen Stelle (Urteil des Bundes gerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E. 2d; Nussbaumer, a.a.O., S. 2428 Rz 832), weil der versicherten Person aufgrund der ihr obliegenden Schadenminde rungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) im Regelfall zugemutet werden darf, für eine begrenzte Zeit im unbefriedigenden Arbeitsverhältnis zu verbleiben und sich aus diesem heraus um eine neue Stelle zu bemühen.
E. 3.1.1 Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid betreffend versicherter Verdienst fest, dass die ausbezahlten Schichtzulagen in tatsächlicher Hinsicht Überstundenauszahlungen für Mehrarbeit seien. Dies gehe aus den Lohnabrech nungen der vormaligen Arbeitgeberin Z.___ hervor. So seien diese jeweils als «Extraentschädigung 25 % » und «Extraentschädigung 50 % » bezeichnet worden. Andere als Überstunden bezeichnete Beträge seien in den Lohnabrechnungen der Z.___ nicht ausgewiesen. Sodann ergebe sich aus den Unterlagen der späteren Arbeitgeberin A.___ , dass der Beschwerdeführer jeden Monat umfangreiche Überstunden geleistet und die vereinbarte Arbeitszeit massiv überschritten habe. Ein Teil dieser Überstunden sei jeweils monatlich ausbezahlt und entsprechend auf den Lohnabrechnungen als Überstunden ausgewiesen worden. Die auf der Monatsleistungsübersicht aufgelisteten, monatlich ausbezahlten Überstunden korrelierten exakt mit den auf den Lohnabrechnungen ausgewiesenen Über stunden «50 %» und «25 %». Was eine tatsächliche Schichtzulage betreffe, sei eine solche nur im Oktober 2018 in der Endabrechnung im Umfang von Fr. 3'473.95 deklariert worden. Dies habe zur Folge, dass ab dem 1. Oktober 2018 von einem versicherten Verdienst von Fr. 9'572.-- auszugehen sei ( Urk. 18/2).
E. 3.1.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die als Überstunden deklarierten Ein nahmen seien als Schichtzulagen für Nacht- und Wochenendarbeit zu qualifi zieren. Dass es sich um «echte» Schichtzulagen handle, ergebe sich aus den Bestätigungen seiner Arbeitgeberin vor und nach dem Betriebsübergang. Unzu treffend sei deshalb die Annahme der Beschwe rdegegnerin, die im Oktober 2018 erfolgte Zahlung von Fr. 3'473.95 stelle die einzig erhaltene Schichtzulage dar. Vielmehr sei diese Zahlung im Rahmen einer zusätzlich ausgerichteten Schicht zulage für Ferien- und Krankheitstage als sogenannte « Inkonvenienzzulage » erfolgt ( Urk. 18/1).
E. 3.2.1 Was die verfügten Einstelltage anbelangt, hielt die Beschwerdegegnerin im ange fochtenen Entscheid fest, dass dem Beschwerdeführer am 14. Juni 2018 ein neuer Arbeits vertrag, gültig ab dem 1. Oktober 2018, vorgelegt worden sei. Diesen Vertrags änderungen habe der Beschwerdeführer nicht zugestimmt, weshalb ihm die Arbeitsstelle per 30. Sep tember 2018 gekündigt worden sei. Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers sei der neu angebotene Lohn nicht geringer als 70 % respektive 80 % des früheren Gehalts gewesen, seien doch die im Rahmen des früheren Arbeitsverhältnisses erfolgten Überstundenzahlungen als solche und nicht als Schichtzulagen zu qualifizieren. Davon ausgenommen sei einzig die im Oktober 2018 erfolgte Zahlung von Fr. 3'473.9 5. Nachdem mit der vorgesehenen Erhöhung der Arbeitszeit um 6 % der Rahmen der Zumutbarkeitsgrenze von 20 % nicht überschritten worden sei, hätte der Beschwerdeführer die Vertrags änderung bis zum Finden einer neuen Stelle als Beitrag zur Schaden minderung akzeptieren müssen. Indem er dies nicht getan habe, habe er die Arbeitslosigkeit selbst ver schuldet, weshalb eine Einstellung in der Anspruchs berechtigung zu erfolgen habe. Da von einem mittelschweren bis schweren Verschulden auszugehen sei, betrage die Einstellungsdauer 36 Tage ( Urk. 2).
E. 3.2.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, die mit der Änderungskündigung verbundene Lohneinbusse hätte mehr als 30 % betragen. So habe die Beschwerdegegnerin bei Ermittlung des versicherten Verdienstes die an ihn entrichteten Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit ausser Acht gelassen respektive habe sie diese als Überstunden qualifiziert. Sodann sei die im Oktober 2018 an ihn entrichtete Zahlung von Fr. 3'473.95 zu berücksichtigen, stelle diese eine bei Ermittlung des versicherten Verdienstes zu berücksichtigende Inkonvenienzzulage dar ( Urk. 1).
E. 3.2.3 In der Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin aus , der Beschwer de führer wäre selbst dann zur Annahme der neuen Konditionen verpflichtet ge wesen, wenn der neue Lohn weniger als 70 % respektive 80 % des versicherten Verdienstes betragen hätte. So wäre das Einkommen aus der Anstellung als Zwischenverdienst anzurechnen gewesen und hätte der Beschwerdeführer An spruch auf Kompensationszahlungen gehabt ( Urk. 6).
E. 3.2.4 Replicando führte der Beschwerdeführer dazu aus, dass ihm gerade keine Kom pensationszahlung zugestanden hätte. So hätte die Änderungskündigung eine effektive Lohnkürzung bei Erhöhung der Arbeitszeit zur Folge gehabt ( Urk. 10).
E. 3.2.5 Duplicando verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme und verwies auf ihre Beschwerdeantwort ( Urk. 13).
E. 4.1 Gemäss Arbeitgeberbescheinigung der Z.___ , für welche der Beschwerdeführer vom 1. Oktober 1999 bis zum 3 1. Oktober 2017 tätig war, betrug die Normal arbeitszeit im Betrieb und die vertragliche Normalarbeitszeit im erwähnten Zeit raum jeweils 40 Stunden pro Woche ( Urk. 7/287-288). Die Z.___ hielt fest, dass die Arbeitszeiten in der den Beschwerdeführer betreffenden Abteilung fix vorgegeben seien. Sie hätten im Wochenturnus gewechselt und sich wie folgt zusammen ge setzt: Frühschicht von 06:00 bis 14:30 Uhr, Spätschicht von 14:00 bis 22:30 Uhr, Nach t schicht von 22:00 bis 06:30 Uhr, Wochenend-W1 von Samstag 06:00 bis Sonntag 18:00 Uhr und Wochenende-W2 von Samstag 18:00 bis Montag 06:00 Uhr. Diese Arbeitszeiten seien für den Beschwerdeführer die «ganze Zeit» ver pflichtend gewesen (Schreiben vom 1 5. Januar 2017, Urk. 18/3/6).
Auf Nachfrage, ob die ausbezahlten Schichtzulagen von Fr. 12'859.-- und Fr. 4'483.-- den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 3 1. Oktober 2017 beträfen, teilte die Z.___ mit, dass die «Auszahlung Schichtzulage 2013-2017» eine spezielle Nachzahlung von Schichtzulagen gewesen sei. Zur Frage, was der Unterschied zwischen Extraentschädigungen und einer Schichtzulage sei, hielt sie fest, dass mit «Extraentschädigungen» sämtliche Auszahlungen für ausserhalb der norma len Arbeitszeit geleistete Arbeit (z.B. Überzeit, Mehrarbeit, Pikett etc.) bezeichnet worden seien (E-Mail vom 2 7. November 2018, Urk. 7/160-161).
E. 4.2 Anlässlich des Betriebsüber gangs von
der vormaligen Arbeitgeberin Z.___ des Beschwerdeführers
zur A.___
legte ihm letztere einen neuen Arbeitsvertrag vor ( Urk. 7/247-248). Diesem
stimmte der Beschwerdeführer gemäss Angaben der A.___
jedoch nicht zu ( Urk. 7/93).
Ge mäss vorgelegtem Arbeitsvertrag wäre ein Jahresgehalt von brutto Fr. 104'644.-- vereinbart ( Ziff. 2), d ie wöchentliche Arbeitszeit auf 42.5 Stunden veranschlagt ( Ziff.
6) und der Arbeitsbeginn auf den 1. November 2017 gelegt worden ( Ziff. 1). Sodann hätte sich der Beschwerdeführer verpflichtet , bei betrieb licher Notwendigkeit auf Anordnung hin Überstunden zu leisten ( Ziff.
E. 4.3 Am 2 2. Juni 2018 sprach die A.___ gegenüber dem Beschwerdeführer eine Ände rungskündigung aus ( Urk. 7/164, 7/232).
Der dabei unterbreitete Arbeitsvertrag ( Urk. 7/135-136) sah ein Jahresfixgehalt von Fr. 104'652.-- ( Ziff.
2) und eine wöchentliche Arbeitszeit von 42.5 Stunden vor ( Ziff. 6). Sodann hätte der Be schwerdeführer bei entsprechend betrieblichem Bedarf in gesetzlich zulässige m Umfang Nacht-, Schicht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Arbeits- und Rufbereitschaft zu leisten gehabt. Bei dauernder oder regelmässig wiederkehrender Nachtarbeit wäre ihm ein Zeitzuschlag von 10 % der Arbeitszeit für die geleistete Nachtarbeit angerechnet worden. Die Kompensation hätte dabei innerhalb eines Jahres durch Freizeit zu erfolgen gehabt ( Ziff. 9). 5.
Es hat als ausgewiesen zu gelten, dass die A.___ den Beschwerdeführer grund sätzlich weiter beschäftigen wollte und der Grund für die Auflösung des Arbeits verhältnisses - und damit der Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers - war, dass der Beschwerdeführer sich mit den neuen Ver tragsbedingungen ( Urk. 7/135-136) gemäss Änderungskündigung vom 2 2. Juni 2018 nicht einverstanden erklärte ( Urk. 7/164, 7/232) . Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer durch sein Ver halten - nämlich das Nichtakzeptieren der Änderungskündigung und das Zurück weisen des revidierten Arbeitsvertrages - die Auflö sung des Arbeitsverhältnisses verursacht hat. Für den Beschwerdeführer war es ohne Wei teres ersichtlich und wird von ihm auch nicht in Abrede gestellt, dass die Ablehnung der Vertrags änderung die Kündigung und damit die Auflösung des bisherigen Arbeits ver hältnisses per 3 0. September 2018 ( Urk. 7/232) bedeutete, was er in Kauf nahm. Damit hat der Beschwerdeführer zumindest eventualvorsätzlich gehandelt.
E. 6 Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer aufgrund der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht die Annahme der Änderungskündigung vom 2 2. Juni 2018 ( Urk. 7/164, 7/232), mithin die Aufrechterhaltung des Arbeits verhältnisses mit der A.___ , ab Oktober 2018 ( Urk. 7/135-136) zumutbar gewe sen wäre.
Die Beschwerdegegnerin hat von den Unzumutbarkeitsgründen im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit . a bis i AVIG zu Recht lit . i in Betracht gezogen. Für weitere Gründe, welche die Unzumutbarkeit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 AVIG begrün den könnten, liefern die Akten keine Anhaltspunkte. Gemäss Art. 16 Abs. 2 lit . i AVIG ist eine Arbeit unzumutbar, wenn sie dem Versicherten einen Verdienst einbringt, der geringer ist als 70 % des versicherten Verdienstes, es sei denn, der Versicherte erhalte Kompensationsleistungen nach Art. 24 AVIG (Zwischenver dienst).
E. 6.1 Umstritten ist die Gesamthöhe des versicherten Verdienstes, zu deren Ermittlung insbesondere die Lohnabrechnungen des letzten Arbeitsverhältnisses heranzuzie hen sind ( Urk. 7/58-68, 7/218-229).
E. 6.1.1 Kein Anlass zur Diskussion und soweit unumstritten ist , dass die als «Ausbil dungszulagen» und «Allgemeine Spesen fix» bezeichneten Positionen nicht zu berücksichtigen sind, hingegen der monatliche Bruttolohn von Fr. 8'720.35 (vgl. Urk. 7/218-229) zum versicherten Verdienst zu zählen ist .
Was den monatlichen Bruttolohn von Fr. 8'720.35
anbelangt, ist zu berück sich tigen, dass die wöchentliche Arbeitszeit des Beschwerdeführers 40 Stunden be trug, während bei der A.___ eine wöchentliche Arbeitszeit von 42.5 Stunden ( Urk. 7/ 167 ) galt . Ausgehend von einem Stundenlohn von Fr. 49.34 ( Urk. 7/220) und 21.7 durchschnittlichen Arbeitstage n pro Monat ( Art. 40a AVIV)
ergibt dies ein Total von Fr. 535.30 (21.7 / 5 x 2.5 x 49.34).
In diesem Umfang hat die Be schwerdegegnerin zugunsten des Beschwerdeführers von ihm geleistete «Gleit zeit/ Überstunden» dem versicherten Verdienst angerechnet, was nicht weiter zu beanstanden ist.
E. 6.1.2 Strittig und zu prüfen ist demgegenüber insbesondere , ob die in den Lohn ab rech nungen als «Überstunden 25 % » und «Überstunden 50 % » bezeichneten Posi tio nen ( Urk. 7/218-229) als solche oder als Schichtzulagen zu qualifizieren und entsprechend (nicht) zu berücksichtigen sind (vgl. dazu auch E. 2.1.2, AVIG-Praxis ALE, Rz . C2 ).
Aus den Akten ergibt sich,
dass der Beschwerdeführer jeweils
in einem erheb lichen Umfang Überstunden geleistet hat , welche ihm zu einem wesentlichen Teil
im Folgemonat
vergütet wurden . Letzteres ist daran zu erkennen, dass der Wert der geleisteten Überstunden (vgl. Urk. 7/58-68) mit der S umme der jeweils ent schädigten «Überstunden 50 %» und «Überstunden 25 % » grundsätzlich korreliert ( vgl. Urk. 7/218-229 ). Ferner hielt die A.___ fest, dass es sich bei «Überstunden 50 % » und «Überstunden 25 % » um tatsächlich geleistete Überstunden handle (Schreiben vom 2 7. Juni 2019, Urk. 7/70). Alsdann vermerkte sie, die vielen Überstunden in der «kurzen» Zeitspanne seien darauf zurückzuführen, dass der Be schwerdeführer zu den Konditionen des früheren Arbeitgebers Z.___ angestellt ge we sen sei . M ithin habe für ihn keine 42.5 - , sondern eine 40-Stundenwoche gegol ten ( Urk. 7/167). Sodann ist zu berücksichtigen, dass die frühere Arbeit ge berin Z.___ zu den in ihren Lohnabrechnungen als «Extraentschädigungen» bezeichneten Positionen (vgl. Urk. 7/252-278) festhielt, damit seien alle Auszah lungen für Arbeitszeit bezeichnet worden, die ausserhalb der normalen Arbeits zeit geleistet worden seien. A ls Beispiel führte sie Überzeit, Mehrarbeit und Pikett an (E. 4.1).
Angesichts dieser Gegebenheiten hat die Beschwerdegegnerin die streitigen Zahlungen zu Recht als Überstunden qualifiziert. Hieran vermag die «Bestäti gung» der A.___ vom 9. Dezember 2019, wonach es sich bei den Positionen «Überstunden 50 %» sowie «Überstunden 25 %» um Schichtzulagen handle, welche nach der Betrieb steilübernahme durch die A.___ weiterhin ausbezahlt worden seien (Urk. 8/3/5), nichts zu ändern. Die im Beschwerdeverfahren ge machte Angabe widerspricht sämtlichen übrigen hierzu ergangenen Darlegungen. Insbesondere lässt sie sich nicht mit der eigenen Stellungnahme der A.___ vom 27. Juni 2019, welche auf die detaillierte Fragestellung der Beschwerdegegnerin vom 27. Mai 2019 erging (Urk. 7/91), vereinbaren. Von der Beschwerdegegnerin ausdrücklich darum ersucht, den Unterschied zwischen den Auszahlungen «Über stunden 50 %» und «Überstunden 25 %» sowie «Schichtzulagen» zu erklären, hatte die frühere Arbeitgeberin ausgeführt, beim Beschwerdeführer seien die tatsäch lichen Stunden abgerechnet worden und bei den Überstunden 50 % sowie 25 % handle es sich um die tatsächlich geleisteten Überstunden (Urk. 7/70). Wie vor stehend dargelegt, findet diese Aussage ihr Korrelat in den aufliegenden Akten, während demgegenüber die unbegründete «Bestätigung» im Lichte der getätigten Abklärungen wenig glaubwürdig erscheint. Nachdem die A.___ zu den Fragen der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/91) hinreichend Stellung genommen und die Arbeitsrapporte aufgelegt hatte (Urk. 7/58-69), sind entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers von weiteren Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist.
E. 6.1.3 Was die in der Lohnabrechnung von Oktober 2018 als «Gleitzeit/Überstunden» bezeichnete Position anbelangt ( Urk. 7/220), ist diese bei Ermittlung des versi cherten Verdienstes ausser Acht zu lassen (vgl. aber E. 6.1.1 ,
2. Abschnitt ) . So wurden damit die bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorhandenen Über stunden entschädigt (E. 2.1.1). Dies geht auch aus dem Schreiben des Beschwerde führers vom 5. Januar 2019 hervor, worin dieser festhielt, in den letzten zehn Monaten über 200 Überstunden geleistet zu haben ( Urk. 7/137). Dieser Wert ent spricht im Wesentlichen den in der Lohnabrechnung von Oktober 2018 ange führten 244.88 Stunden ( Urk. 7/220).
Was die in der Lohnabrechnung Oktober 2018 angeführte «Ferienauszahlung» anbelangt ( Urk. 7/220), kann eine solche gemäss bundesgerichtlicher Recht sp re chung nicht berücksichtigt werden (BGE 123 V 70).
Demgegenüber
hat die Beschwerdegegnerin die im Oktober 2018 ausbezahlte
«Schichtzulage» von Fr. 3'473.95 anteilsmässig an ge rechne t ( Fr. 3'473.95 / 11 Monate [November 2017 bis September 2018, vgl. Urk. 7/218-229 ] = Fr. 315.80) , was keiner Korrektur bedarf .
E. 6.1.4 Nach dem Gesagten und unter Berücksichtigung, dass der Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug höher ist als der der letzten zwölf (E. 2.1.1), ergibt sich somit ein versicherter Verdienst von gerundet Fr. 9'572.-- ( Fr. 8'720.35 [Bruttolohn] + Fr. 535.30 [Mehr stunden] + Fr. 315.80 [Schichtzulage] ) .
E. 6.2 70 % des versicherten Verdienstes von Fr. 9’572 .-- entsprechen gerundet
Fr. 6’700 .--. Diesem Betrag ist der Lohn, welcher dem Beschwerdeführer an lässlich der Änderungskündigung unterbreitet wurde ( Urk. 7/135-136), gegen über zustellen.
Gemäss dem im Rahmen der Änderungskündigung unterbreiteten Arbeitsvertrag hätte der Beschwerdeführer ein Jahresfixgehalt von Fr. 104'652.-- erzielt ( Ziff. 2 , E. 4.3 ). Der Beschwerdeführer hätte sodann bei entsprechendem betrieblichem Bedarf in gesetzlich zulässigen Umfang Nacht-, Schicht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Arbeits- und Rufbereitschaft zu leisten gehabt. Eine gesonderte Entschädigung wäre dafür nicht
erfolgt. Einzig bei dauernder oder regelmässig wiederkehrender Nachtarbeit wäre ihm ein Zeitzuschlag von 10 % der Arbeitszeit für die geleistete Nachtarbeit angerechnet worden ( Ziff. 9). Somit ist von einem Monatslohn von Fr. 8'721.-- ( Fr. 104'652.-- / 12 Monate) auszu gehen.
Nach dem Gesagten hätte die vorgesehene Lohnreduktion von Fr. 9'572.-- als versicherter Verdienst auf Fr. 8’721.-- nicht dazu geführt, dass die Arbeit lohn mässig unzumutbar geworden wäre ( Art. 16 Abs. 2 lit . i AVIG, Art. 41a Abs. 2 AVIV). So hätte der dem Beschwerdeführer angebotene Lohn von Fr. 8'721.-- mehr betragen als 70 % des versicherten Verdienstes ( Fr. 6'700.-- ) , womit auch unter Berücksichtigung der
um 6 %
erhöhte n , finanziell nicht abgegoltene n Arbeitszeit von 40 au f 42.5 Wochenstunden (E. 4.3,
E. 6.1.1)
die U nzu mut bar keitsgrenze nicht erreicht war . Der Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeits losigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit . a AVIG hat deshalb als erfüllt zu gelten (vgl. auch Art. 16 Abs. 2 lit . i AVIG).
E. 7.1 Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung, insbesondere der Grad des dafür mass gebenden Verschuldens. Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens ( Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittelschwerem und 31
bis 60 Tage bei schwerem Verschulden ( Art. 45 Abs. 3 AVIV).
E. 7.2 Im Rahmen der Überprüfung der Angemessenheit der verfügten Einstelldauer gilt es den Grundsatz zu beachten, dass das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjen igen der Verwaltung setzen darf und dass sich das Gericht auf Gegebenheiten abstützen können muss, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 362 E. 5d mit Hinweis).
Es steht fest , dass der Beschwerdeführer durch seine Weigerung, die Ände rungskündigung anzunehmen, eine ihm zumutbare Arbeit abgelehnt hat, womit gestützt auf Art. 45 Abs. 4 lit . b AVIV grundsätzlich von einem schw eren Ver schulden auszugehen ist. Die Annahme eines schweren Verschuldens erscheint mangels gegenteiliger Hinweise in den Akten als gerechtfertigt. Indem die Beschwerdegegnerin die Sanktion im unteren Bereich des schweren Verschuldens festgesetzt hat (vgl. Art. 45 Abs. 3 lit . c AVIV) , hat sie den konkreten Umständen - namentlich , dass
die Leistungen des Beschwerdeführers offenbar keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben haben ( Urk. 7/94)
- angemessen Rechnung getragen.
E. 8 Zusammenfassend sind
die angefochtene n
Einspracheentscheid e vom 1 7. Oktober 2019 (Urk. 2) betreffend Einstellung in der Anspruchsberech tigung ab dem 1. Oktober 2018 für 36 Tage und vom 2 4. März 2020 betreffend versicherter Ver dienst ( Urk. 18/2)
zu bestätigen und die dagegen erhobene n Beschwerde n abzu weisen . Das Gericht beschliesst: 1.
Der Prozess Nr. AL.2020.00113 in Sachen X.___ gegen die Arbeits losenkasse des Kantons Zürich wird mit dem vorliegenden Pro zess Nr. AL.2019.00274 vereinigt und unter dieser Prozessnummer weitergeführt. 2.
Der Prozess Nr. AL.2020.00113 wird als dadurch erledigt abgeschrieben, und erkennt: 1.
Die Beschwerde vom 6. November 2019 gegen den Einspracheentscheid der Arbeits losenkasse des Kantons Zürich vom 1 7. Oktober 2019 betreffend Einstellung in der Anspruchsberech tigung für die Dauer von 36 Tagen ab dem 1. Oktober 2018 wird abge wiesen. 2.
Die Beschwerde vom 1 6. April 2020
gegen
den Einspracheentscheid der Arbeitslosen kasse des Kantons Zürich vom 2 4. März 2020 betreffend versicherter Verdienst
wird abgewiesen . 3.
Das Verfahren ist kostenlos. 4 .
Zustellung gegen Empfangsschein an: - Dextra Rechtsschutz AG - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco
- Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 5 .
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber VogelWeber
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2019.00274 damit vereinigt: AL.2020.00113
V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiber Weber Urteil vom
9. Februar 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Dextra Rechtsschutz AG Y.___ Hohlstrasse 556, 8048 Zürich gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1.
1.1
Am 10. August 2018 meldete sich X.___ , welcher vom 1. Oktober 1999 bis zum 3 1. Oktober 2017 für die Z.___
( Urk. 7/287-288) und vom 1. November
2017 ( Urk. 7/247-248) bis zum 3 0. Septem ber 2018 ( Urk. 7/232) für die A.___ tätig war, beim zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) B.___ zur Stellenvermittlung an und erhob Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Oktober 2018 (Urk. 7/292-293, Urk. 7/283-286). Mit Verfügung vom 8. Februar 2019 wurde der Versicherte von der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich ab dem 1. Oktober 2018 in Folge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 36 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt (Urk. 7/122-124). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache vom 5. April 2019 (Urk. 7/104
106) wies die Arbeitslosen kasse des Kantons Zürich mit Entscheid vom 17. Oktober 2019 ab (Urk. 2). 1.2
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 6. November 2019 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte, in Aufhebung der
Ver fügung vom 8. Februar 2019 seien ihm die vollen Leistungen aus der Arbeits losenversicherung auszurichten, eventualiter sei die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu reduzieren (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 22. November 2019 (Urk. 6) beantragte die Beschwerde gegnerin, das Verfahren sei bis zur rechtskräftigen Festsetzung des versicherten Verdienstes zu sistieren, e ventualiter sei die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen (Urk. 6). Mit Verfü gung vom 27. November 2019 ordnete das Gericht einen zweiten Schriften wechsel an (Urk. 9), in dessen Rahmen sich beide Parteien äusserten (Replik des Be schwerdeführers vom 24. Dezember 2019 [Urk. 10] und Duplik der Beschwer de gegnerin vom 14. Januar 2020 [Urk. 13]). 1.3
Mit Verfügung vom 2 9. Januar 2020 ordnete das Gericht die Sistierung des Verfahrens an, bis die Beschwerdegegnerin im Verfahren betreffend versicherter Verdienst, in dem der Beschwerdeführer Einsprache erhoben hatte (Einsprache vom 1 1. bzw. 1 6. Dezember 2019 [ Urk. 11/2, 18/7/51-53]), einen Einspracheent scheid erlassen habe und dieser unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei oder bis eine allfällige Beschwerde gegen den zu erlassenden Einspracheentscheid am hiesigen Gericht erhoben worden sei, längstens jedoch bis am 3 0. Juni 2020 ( Urk. 14). 2. 2.1
Mit Einspracheentscheid vom 2 4. März 2020 wies die Beschwerdegegnerin die gegen die Verfügung vom 2 1. November 2019, mit welcher sie den versicherten Verdienst auf Fr. 9'572.-- festgesetzt hatte ( Urk. 7/4/7), am 1 1. beziehungsweise 1 6. Dezember 2019 erhobene Einsprache betreffend versicherter Verdienst ab ( Urk. 18/2). 2.2
Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 1 6. April 2020 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht ( Urk. 18/1) und beantragte, die Verfügung vom 2 1. November 2019 sei aufzuheben und der versicherte Verdienst sei neu zu berechnen. Ferner sei eine Verfahrensvereinigung mit dem bereits hängigen Verfahren AL.2019.00274 vorzunehmen. Mit Beschwerdeantwort vom 2 4. April 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 18/6), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 7. August 2020 in Kenntnis gesetzt wurde ( Urk. 18/9).
Mit separater Verfügung ordnete das Gericht gleichentags im Verfahren betref fen d die verfügten Einstelltage eine Fortführung desselben an ( Urk. 16). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.
Nachdem den Beschwerden vom 6. November 2019 ( Urk. 1, Verfahren betreffend verfügte Einstelltage [ AL.2019.00274 ] ) und vom 1 6. April 2020 ( Urk. 18/1, Ver fah ren betreffend versicherter Verdienst [ AL.2020.00113 ] ) derselbe Lebenssach verhalt zugrunde liegt und die Voraussetzungen der objektiven Klagehäufung erfüllt sind (vgl. Art. 125 lit . c und Art. 90 der Zivilprozessordnung [ZPO]), rechtfertigt es sich, den Prozess Nr. AL.2020.00113 in Sachen X.___ gegen die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich mit dem vorliegenden Prozess Nr. AL.2019.00274 zu vereinigen und unter dieser Prozess nummer weiter zuführen (§ 28 lit . a des Gesetzes über das Sozial ver sicherungs gericht [ GSVGer ] in Ver bindung mit Art. 125 lit . c ZPO).
Der Prozess Nr. AL.2020.00113 ist als dadurch erledigt abzuschreiben; dessen Akten werden im vorliegenden Prozess als Urk. 18/0-9 geführt. 2.
2.1 2.1.1
Nach Art. 23 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen nor malerweise erzielt wurde. Art. 37 der Verordnung über die obligatorische Arbeits losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) regelt den Bemes sungs zeitraum. Nach Abs. 1 bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durch schnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Nach Abs. 2 bemisst er sich dann nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rahmen frist für den Leistungsbezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als derje nige nach Absatz 1.
Der Bemessungszeitraum beginnt nach Abs. 3, unabhängig vom Zeitpunkt der Anmeldung zum Taggeldbezug, am Tag vor dem Eintritt eines anrechenbaren Ver dienstausfalls. Voraussetzung ist, dass vor diesem Tag mindestens zwölf Bei trags monate innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit liegen. 2.1.2
Nach der Rechtsprechung gehört der Lohn, der mit Überzeit oder Überstunden erzielt wird, nicht zum normalerweise erzielten Lohn im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG. Darüber hinaus ist jegliches Entgelt für Arbeit, die über die arbeitsver tragliche Arbeitszeit oder über die im Betrieb geltende Normalarbeitszeit hinaus geleistet wird, vom versicherten Verdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG ausgenommen. Dies hat zur Folge, dass bei Verlust eines von zwei Hauptver diensten lediglich die Differenz zu dem mit einer normalen üblichen Arbeitszeit erzielbaren Lohn den versicherten Verdienst bildet (BGE 129 V 105 E. 3).
Zum massgebenden Lohn gehören unter anderem insbesondere der Grundlohn (Monats-, Stunden- oder Akkordlohn), der 13. Monatslohn und die Gratifikation, sofern sie ausgerichtet worden sind oder die versicherte Person ihre glaubhaft gemachte Forderung gerichtlich durchzusetzen versucht, sowie Provisionen und Bonuszahlungen. Der erzielte Verdienst wird in jenen Beitragsmonaten angerech net, in welchen die Arbeitsleistung erbracht worden ist (Entstehungsprinzip). Unerheblich ist somit, zu welchem Zeitpunkt die Zahlungen ausgerichtet werden (beispielsweise 13. Monatslohn, Provisionen, Bonuszahlungen, Dienstaltersge schenke, Treueprämien; AVIG-Praxis ALE, Rz . C2). 2.2 2.2.1
Nach Art. 30 Abs. 1 lit .
a AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchs berechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbst verschuldet, wenn die versi cherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gege ben hat ( Art. 44 Abs. 1 lit .
a AVIV).
Unter diesen Einstellungstatbestand fällt auch die zu einer Kündigung führende Ablehnung einer zumutbaren Vertragsänderung (Nussbaumer, Arbeitslosenversi cherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 3. Auflage 2015, S.
2515 Rz 837; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E. 2c und 8C_872/2011 vom 6. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen). 2.2.2
Analog zur freiwilligen Stellenaufgabe gemäss Art. 44 Abs. 1 lit . b AVIV kann die Arbeitslosigkeit nur dann im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit . a AVIV als selbst verschuldet gelten, wenn das Beibehalten der Stelle unter den geänderten vertraglichen Bedingungen für die versicherte Person zumutbar war. Zur Beur teilung der Frage der Zumutbarkeit des Verbleibens an der bisherigen Stelle ist Art. 16 AVIG heranzuziehen, wonach grundsätzlich jede Arbeit zumutbar ist (Abs. 1), es sei denn, einer der in Art. 16 Abs. 2 lit . a bis i AVIG abschliessend aufgezählten Ausnahmetatbestände ist gegeben (Urteil des Bundesgerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E. 1a und E. 2d; AVIG-Praxis ALE, Rz . D19). Die Zumutbarkeit des Verbleibens an der bisherigen Stelle wird strenger beurteilt als die Zumutbarkeit des Antritts einer neuen Stelle (Urteil des Bundes gerichts C 348/00 vom 21. Februar 2001 E. 2d; Nussbaumer, a.a.O., S. 2428 Rz 832), weil der versicherten Person aufgrund der ihr obliegenden Schadenminde rungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) im Regelfall zugemutet werden darf, für eine begrenzte Zeit im unbefriedigenden Arbeitsverhältnis zu verbleiben und sich aus diesem heraus um eine neue Stelle zu bemühen. 3. 3.1 3.1.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid betreffend versicherter Verdienst fest, dass die ausbezahlten Schichtzulagen in tatsächlicher Hinsicht Überstundenauszahlungen für Mehrarbeit seien. Dies gehe aus den Lohnabrech nungen der vormaligen Arbeitgeberin Z.___ hervor. So seien diese jeweils als «Extraentschädigung 25 % » und «Extraentschädigung 50 % » bezeichnet worden. Andere als Überstunden bezeichnete Beträge seien in den Lohnabrechnungen der Z.___ nicht ausgewiesen. Sodann ergebe sich aus den Unterlagen der späteren Arbeitgeberin A.___ , dass der Beschwerdeführer jeden Monat umfangreiche Überstunden geleistet und die vereinbarte Arbeitszeit massiv überschritten habe. Ein Teil dieser Überstunden sei jeweils monatlich ausbezahlt und entsprechend auf den Lohnabrechnungen als Überstunden ausgewiesen worden. Die auf der Monatsleistungsübersicht aufgelisteten, monatlich ausbezahlten Überstunden korrelierten exakt mit den auf den Lohnabrechnungen ausgewiesenen Über stunden «50 %» und «25 %». Was eine tatsächliche Schichtzulage betreffe, sei eine solche nur im Oktober 2018 in der Endabrechnung im Umfang von Fr. 3'473.95 deklariert worden. Dies habe zur Folge, dass ab dem 1. Oktober 2018 von einem versicherten Verdienst von Fr. 9'572.-- auszugehen sei ( Urk. 18/2). 3.1.2
Der Beschwerdeführer macht geltend, die als Überstunden deklarierten Ein nahmen seien als Schichtzulagen für Nacht- und Wochenendarbeit zu qualifi zieren. Dass es sich um «echte» Schichtzulagen handle, ergebe sich aus den Bestätigungen seiner Arbeitgeberin vor und nach dem Betriebsübergang. Unzu treffend sei deshalb die Annahme der Beschwe rdegegnerin, die im Oktober 2018 erfolgte Zahlung von Fr. 3'473.95 stelle die einzig erhaltene Schichtzulage dar. Vielmehr sei diese Zahlung im Rahmen einer zusätzlich ausgerichteten Schicht zulage für Ferien- und Krankheitstage als sogenannte « Inkonvenienzzulage » erfolgt ( Urk. 18/1). 3.2 3.2.1
Was die verfügten Einstelltage anbelangt, hielt die Beschwerdegegnerin im ange fochtenen Entscheid fest, dass dem Beschwerdeführer am 14. Juni 2018 ein neuer Arbeits vertrag, gültig ab dem 1. Oktober 2018, vorgelegt worden sei. Diesen Vertrags änderungen habe der Beschwerdeführer nicht zugestimmt, weshalb ihm die Arbeitsstelle per 30. Sep tember 2018 gekündigt worden sei. Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers sei der neu angebotene Lohn nicht geringer als 70 % respektive 80 % des früheren Gehalts gewesen, seien doch die im Rahmen des früheren Arbeitsverhältnisses erfolgten Überstundenzahlungen als solche und nicht als Schichtzulagen zu qualifizieren. Davon ausgenommen sei einzig die im Oktober 2018 erfolgte Zahlung von Fr. 3'473.9 5. Nachdem mit der vorgesehenen Erhöhung der Arbeitszeit um 6 % der Rahmen der Zumutbarkeitsgrenze von 20 % nicht überschritten worden sei, hätte der Beschwerdeführer die Vertrags änderung bis zum Finden einer neuen Stelle als Beitrag zur Schaden minderung akzeptieren müssen. Indem er dies nicht getan habe, habe er die Arbeitslosigkeit selbst ver schuldet, weshalb eine Einstellung in der Anspruchs berechtigung zu erfolgen habe. Da von einem mittelschweren bis schweren Verschulden auszugehen sei, betrage die Einstellungsdauer 36 Tage ( Urk. 2). 3.2.2
Der Beschwerdeführer bringt vor, die mit der Änderungskündigung verbundene Lohneinbusse hätte mehr als 30 % betragen. So habe die Beschwerdegegnerin bei Ermittlung des versicherten Verdienstes die an ihn entrichteten Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit ausser Acht gelassen respektive habe sie diese als Überstunden qualifiziert. Sodann sei die im Oktober 2018 an ihn entrichtete Zahlung von Fr. 3'473.95 zu berücksichtigen, stelle diese eine bei Ermittlung des versicherten Verdienstes zu berücksichtigende Inkonvenienzzulage dar ( Urk. 1). 3.2.3
In der Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin aus , der Beschwer de führer wäre selbst dann zur Annahme der neuen Konditionen verpflichtet ge wesen, wenn der neue Lohn weniger als 70 % respektive 80 % des versicherten Verdienstes betragen hätte. So wäre das Einkommen aus der Anstellung als Zwischenverdienst anzurechnen gewesen und hätte der Beschwerdeführer An spruch auf Kompensationszahlungen gehabt ( Urk. 6). 3.2.4
Replicando führte der Beschwerdeführer dazu aus, dass ihm gerade keine Kom pensationszahlung zugestanden hätte. So hätte die Änderungskündigung eine effektive Lohnkürzung bei Erhöhung der Arbeitszeit zur Folge gehabt ( Urk. 10). 3.2.5
Duplicando verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme und verwies auf ihre Beschwerdeantwort ( Urk. 13). 4.
4.1
Gemäss Arbeitgeberbescheinigung der Z.___ , für welche der Beschwerdeführer vom 1. Oktober 1999 bis zum 3 1. Oktober 2017 tätig war, betrug die Normal arbeitszeit im Betrieb und die vertragliche Normalarbeitszeit im erwähnten Zeit raum jeweils 40 Stunden pro Woche ( Urk. 7/287-288). Die Z.___ hielt fest, dass die Arbeitszeiten in der den Beschwerdeführer betreffenden Abteilung fix vorgegeben seien. Sie hätten im Wochenturnus gewechselt und sich wie folgt zusammen ge setzt: Frühschicht von 06:00 bis 14:30 Uhr, Spätschicht von 14:00 bis 22:30 Uhr, Nach t schicht von 22:00 bis 06:30 Uhr, Wochenend-W1 von Samstag 06:00 bis Sonntag 18:00 Uhr und Wochenende-W2 von Samstag 18:00 bis Montag 06:00 Uhr. Diese Arbeitszeiten seien für den Beschwerdeführer die «ganze Zeit» ver pflichtend gewesen (Schreiben vom 1 5. Januar 2017, Urk. 18/3/6).
Auf Nachfrage, ob die ausbezahlten Schichtzulagen von Fr. 12'859.-- und Fr. 4'483.-- den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 3 1. Oktober 2017 beträfen, teilte die Z.___ mit, dass die «Auszahlung Schichtzulage 2013-2017» eine spezielle Nachzahlung von Schichtzulagen gewesen sei. Zur Frage, was der Unterschied zwischen Extraentschädigungen und einer Schichtzulage sei, hielt sie fest, dass mit «Extraentschädigungen» sämtliche Auszahlungen für ausserhalb der norma len Arbeitszeit geleistete Arbeit (z.B. Überzeit, Mehrarbeit, Pikett etc.) bezeichnet worden seien (E-Mail vom 2 7. November 2018, Urk. 7/160-161). 4.2
Anlässlich des Betriebsüber gangs von
der vormaligen Arbeitgeberin Z.___ des Beschwerdeführers
zur A.___
legte ihm letztere einen neuen Arbeitsvertrag vor ( Urk. 7/247-248). Diesem
stimmte der Beschwerdeführer gemäss Angaben der A.___
jedoch nicht zu ( Urk. 7/93).
Ge mäss vorgelegtem Arbeitsvertrag wäre ein Jahresgehalt von brutto Fr. 104'644.-- vereinbart ( Ziff. 2), d ie wöchentliche Arbeitszeit auf 42.5 Stunden veranschlagt ( Ziff.
6) und der Arbeitsbeginn auf den 1. November 2017 gelegt worden ( Ziff. 1). Sodann hätte sich der Beschwerdeführer verpflichtet , bei betrieb licher Notwendigkeit auf Anordnung hin Überstunden zu leisten ( Ziff. 6 ). Bei dringendem Bedarf des Kunden hätte der Beschwerdeführer zu Piketteinsätzen, Nachtarbeit sowie zu Samstags- und Sonntagsarbeit herangezogen werden kö nne n ( Ziff. 4). Ferner hätte sich der Beschwerdeführer verpflichtet , bei entsprechend betrieblichem Bedarf Nacht-, Schicht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Arbeits- und Ru fbereitschaft zu leisten (Ziff. 7). 4.3
Am 2 2. Juni 2018 sprach die A.___ gegenüber dem Beschwerdeführer eine Ände rungskündigung aus ( Urk. 7/164, 7/232).
Der dabei unterbreitete Arbeitsvertrag ( Urk. 7/135-136) sah ein Jahresfixgehalt von Fr. 104'652.-- ( Ziff.
2) und eine wöchentliche Arbeitszeit von 42.5 Stunden vor ( Ziff. 6). Sodann hätte der Be schwerdeführer bei entsprechend betrieblichem Bedarf in gesetzlich zulässige m Umfang Nacht-, Schicht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Arbeits- und Rufbereitschaft zu leisten gehabt. Bei dauernder oder regelmässig wiederkehrender Nachtarbeit wäre ihm ein Zeitzuschlag von 10 % der Arbeitszeit für die geleistete Nachtarbeit angerechnet worden. Die Kompensation hätte dabei innerhalb eines Jahres durch Freizeit zu erfolgen gehabt ( Ziff. 9). 5.
Es hat als ausgewiesen zu gelten, dass die A.___ den Beschwerdeführer grund sätzlich weiter beschäftigen wollte und der Grund für die Auflösung des Arbeits verhältnisses - und damit der Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers - war, dass der Beschwerdeführer sich mit den neuen Ver tragsbedingungen ( Urk. 7/135-136) gemäss Änderungskündigung vom 2 2. Juni 2018 nicht einverstanden erklärte ( Urk. 7/164, 7/232) . Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer durch sein Ver halten - nämlich das Nichtakzeptieren der Änderungskündigung und das Zurück weisen des revidierten Arbeitsvertrages - die Auflö sung des Arbeitsverhältnisses verursacht hat. Für den Beschwerdeführer war es ohne Wei teres ersichtlich und wird von ihm auch nicht in Abrede gestellt, dass die Ablehnung der Vertrags änderung die Kündigung und damit die Auflösung des bisherigen Arbeits ver hältnisses per 3 0. September 2018 ( Urk. 7/232) bedeutete, was er in Kauf nahm. Damit hat der Beschwerdeführer zumindest eventualvorsätzlich gehandelt. 6.
Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer aufgrund der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht die Annahme der Änderungskündigung vom 2 2. Juni 2018 ( Urk. 7/164, 7/232), mithin die Aufrechterhaltung des Arbeits verhältnisses mit der A.___ , ab Oktober 2018 ( Urk. 7/135-136) zumutbar gewe sen wäre.
Die Beschwerdegegnerin hat von den Unzumutbarkeitsgründen im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit . a bis i AVIG zu Recht lit . i in Betracht gezogen. Für weitere Gründe, welche die Unzumutbarkeit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 AVIG begrün den könnten, liefern die Akten keine Anhaltspunkte. Gemäss Art. 16 Abs. 2 lit . i AVIG ist eine Arbeit unzumutbar, wenn sie dem Versicherten einen Verdienst einbringt, der geringer ist als 70 % des versicherten Verdienstes, es sei denn, der Versicherte erhalte Kompensationsleistungen nach Art. 24 AVIG (Zwischenver dienst). 6.1
Umstritten ist die Gesamthöhe des versicherten Verdienstes, zu deren Ermittlung insbesondere die Lohnabrechnungen des letzten Arbeitsverhältnisses heranzuzie hen sind ( Urk. 7/58-68, 7/218-229). 6.1.1
Kein Anlass zur Diskussion und soweit unumstritten ist , dass die als «Ausbil dungszulagen» und «Allgemeine Spesen fix» bezeichneten Positionen nicht zu berücksichtigen sind, hingegen der monatliche Bruttolohn von Fr. 8'720.35 (vgl. Urk. 7/218-229) zum versicherten Verdienst zu zählen ist .
Was den monatlichen Bruttolohn von Fr. 8'720.35
anbelangt, ist zu berück sich tigen, dass die wöchentliche Arbeitszeit des Beschwerdeführers 40 Stunden be trug, während bei der A.___ eine wöchentliche Arbeitszeit von 42.5 Stunden ( Urk. 7/ 167 ) galt . Ausgehend von einem Stundenlohn von Fr. 49.34 ( Urk. 7/220) und 21.7 durchschnittlichen Arbeitstage n pro Monat ( Art. 40a AVIV)
ergibt dies ein Total von Fr. 535.30 (21.7 / 5 x 2.5 x 49.34).
In diesem Umfang hat die Be schwerdegegnerin zugunsten des Beschwerdeführers von ihm geleistete «Gleit zeit/ Überstunden» dem versicherten Verdienst angerechnet, was nicht weiter zu beanstanden ist. 6.1.2
Strittig und zu prüfen ist demgegenüber insbesondere , ob die in den Lohn ab rech nungen als «Überstunden 25 % » und «Überstunden 50 % » bezeichneten Posi tio nen ( Urk. 7/218-229) als solche oder als Schichtzulagen zu qualifizieren und entsprechend (nicht) zu berücksichtigen sind (vgl. dazu auch E. 2.1.2, AVIG-Praxis ALE, Rz . C2 ).
Aus den Akten ergibt sich,
dass der Beschwerdeführer jeweils
in einem erheb lichen Umfang Überstunden geleistet hat , welche ihm zu einem wesentlichen Teil
im Folgemonat
vergütet wurden . Letzteres ist daran zu erkennen, dass der Wert der geleisteten Überstunden (vgl. Urk. 7/58-68) mit der S umme der jeweils ent schädigten «Überstunden 50 %» und «Überstunden 25 % » grundsätzlich korreliert ( vgl. Urk. 7/218-229 ). Ferner hielt die A.___ fest, dass es sich bei «Überstunden 50 % » und «Überstunden 25 % » um tatsächlich geleistete Überstunden handle (Schreiben vom 2 7. Juni 2019, Urk. 7/70). Alsdann vermerkte sie, die vielen Überstunden in der «kurzen» Zeitspanne seien darauf zurückzuführen, dass der Be schwerdeführer zu den Konditionen des früheren Arbeitgebers Z.___ angestellt ge we sen sei . M ithin habe für ihn keine 42.5 - , sondern eine 40-Stundenwoche gegol ten ( Urk. 7/167). Sodann ist zu berücksichtigen, dass die frühere Arbeit ge berin Z.___ zu den in ihren Lohnabrechnungen als «Extraentschädigungen» bezeichneten Positionen (vgl. Urk. 7/252-278) festhielt, damit seien alle Auszah lungen für Arbeitszeit bezeichnet worden, die ausserhalb der normalen Arbeits zeit geleistet worden seien. A ls Beispiel führte sie Überzeit, Mehrarbeit und Pikett an (E. 4.1).
Angesichts dieser Gegebenheiten hat die Beschwerdegegnerin die streitigen Zahlungen zu Recht als Überstunden qualifiziert. Hieran vermag die «Bestäti gung» der A.___ vom 9. Dezember 2019, wonach es sich bei den Positionen «Überstunden 50 %» sowie «Überstunden 25 %» um Schichtzulagen handle, welche nach der Betrieb steilübernahme durch die A.___ weiterhin ausbezahlt worden seien (Urk. 8/3/5), nichts zu ändern. Die im Beschwerdeverfahren ge machte Angabe widerspricht sämtlichen übrigen hierzu ergangenen Darlegungen. Insbesondere lässt sie sich nicht mit der eigenen Stellungnahme der A.___ vom 27. Juni 2019, welche auf die detaillierte Fragestellung der Beschwerdegegnerin vom 27. Mai 2019 erging (Urk. 7/91), vereinbaren. Von der Beschwerdegegnerin ausdrücklich darum ersucht, den Unterschied zwischen den Auszahlungen «Über stunden 50 %» und «Überstunden 25 %» sowie «Schichtzulagen» zu erklären, hatte die frühere Arbeitgeberin ausgeführt, beim Beschwerdeführer seien die tatsäch lichen Stunden abgerechnet worden und bei den Überstunden 50 % sowie 25 % handle es sich um die tatsächlich geleisteten Überstunden (Urk. 7/70). Wie vor stehend dargelegt, findet diese Aussage ihr Korrelat in den aufliegenden Akten, während demgegenüber die unbegründete «Bestätigung» im Lichte der getätigten Abklärungen wenig glaubwürdig erscheint. Nachdem die A.___ zu den Fragen der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/91) hinreichend Stellung genommen und die Arbeitsrapporte aufgelegt hatte (Urk. 7/58-69), sind entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers von weiteren Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist. 6.1.3
Was die in der Lohnabrechnung von Oktober 2018 als «Gleitzeit/Überstunden» bezeichnete Position anbelangt ( Urk. 7/220), ist diese bei Ermittlung des versi cherten Verdienstes ausser Acht zu lassen (vgl. aber E. 6.1.1 ,
2. Abschnitt ) . So wurden damit die bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorhandenen Über stunden entschädigt (E. 2.1.1). Dies geht auch aus dem Schreiben des Beschwerde führers vom 5. Januar 2019 hervor, worin dieser festhielt, in den letzten zehn Monaten über 200 Überstunden geleistet zu haben ( Urk. 7/137). Dieser Wert ent spricht im Wesentlichen den in der Lohnabrechnung von Oktober 2018 ange führten 244.88 Stunden ( Urk. 7/220).
Was die in der Lohnabrechnung Oktober 2018 angeführte «Ferienauszahlung» anbelangt ( Urk. 7/220), kann eine solche gemäss bundesgerichtlicher Recht sp re chung nicht berücksichtigt werden (BGE 123 V 70).
Demgegenüber
hat die Beschwerdegegnerin die im Oktober 2018 ausbezahlte
«Schichtzulage» von Fr. 3'473.95 anteilsmässig an ge rechne t ( Fr. 3'473.95 / 11 Monate [November 2017 bis September 2018, vgl. Urk. 7/218-229 ] = Fr. 315.80) , was keiner Korrektur bedarf . 6.1.4
Nach dem Gesagten und unter Berücksichtigung, dass der Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug höher ist als der der letzten zwölf (E. 2.1.1), ergibt sich somit ein versicherter Verdienst von gerundet Fr. 9'572.-- ( Fr. 8'720.35 [Bruttolohn] + Fr. 535.30 [Mehr stunden] + Fr. 315.80 [Schichtzulage] ) . 6.2
70 % des versicherten Verdienstes von Fr. 9’572 .-- entsprechen gerundet
Fr. 6’700 .--. Diesem Betrag ist der Lohn, welcher dem Beschwerdeführer an lässlich der Änderungskündigung unterbreitet wurde ( Urk. 7/135-136), gegen über zustellen.
Gemäss dem im Rahmen der Änderungskündigung unterbreiteten Arbeitsvertrag hätte der Beschwerdeführer ein Jahresfixgehalt von Fr. 104'652.-- erzielt ( Ziff. 2 , E. 4.3 ). Der Beschwerdeführer hätte sodann bei entsprechendem betrieblichem Bedarf in gesetzlich zulässigen Umfang Nacht-, Schicht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Arbeits- und Rufbereitschaft zu leisten gehabt. Eine gesonderte Entschädigung wäre dafür nicht
erfolgt. Einzig bei dauernder oder regelmässig wiederkehrender Nachtarbeit wäre ihm ein Zeitzuschlag von 10 % der Arbeitszeit für die geleistete Nachtarbeit angerechnet worden ( Ziff. 9). Somit ist von einem Monatslohn von Fr. 8'721.-- ( Fr. 104'652.-- / 12 Monate) auszu gehen.
Nach dem Gesagten hätte die vorgesehene Lohnreduktion von Fr. 9'572.-- als versicherter Verdienst auf Fr. 8’721.-- nicht dazu geführt, dass die Arbeit lohn mässig unzumutbar geworden wäre ( Art. 16 Abs. 2 lit . i AVIG, Art. 41a Abs. 2 AVIV). So hätte der dem Beschwerdeführer angebotene Lohn von Fr. 8'721.-- mehr betragen als 70 % des versicherten Verdienstes ( Fr. 6'700.-- ) , womit auch unter Berücksichtigung der
um 6 %
erhöhte n , finanziell nicht abgegoltene n Arbeitszeit von 40 au f 42.5 Wochenstunden (E. 4.3,
E. 6.1.1)
die U nzu mut bar keitsgrenze nicht erreicht war . Der Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeits losigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit . a AVIG hat deshalb als erfüllt zu gelten (vgl. auch Art. 16 Abs. 2 lit . i AVIG). 7. 7.1
Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung, insbesondere der Grad des dafür mass gebenden Verschuldens. Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens ( Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittelschwerem und 31
bis 60 Tage bei schwerem Verschulden ( Art. 45 Abs. 3 AVIV). 7.2
Im Rahmen der Überprüfung der Angemessenheit der verfügten Einstelldauer gilt es den Grundsatz zu beachten, dass das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjen igen der Verwaltung setzen darf und dass sich das Gericht auf Gegebenheiten abstützen können muss, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 362 E. 5d mit Hinweis).
Es steht fest , dass der Beschwerdeführer durch seine Weigerung, die Ände rungskündigung anzunehmen, eine ihm zumutbare Arbeit abgelehnt hat, womit gestützt auf Art. 45 Abs. 4 lit . b AVIV grundsätzlich von einem schw eren Ver schulden auszugehen ist. Die Annahme eines schweren Verschuldens erscheint mangels gegenteiliger Hinweise in den Akten als gerechtfertigt. Indem die Beschwerdegegnerin die Sanktion im unteren Bereich des schweren Verschuldens festgesetzt hat (vgl. Art. 45 Abs. 3 lit . c AVIV) , hat sie den konkreten Umständen - namentlich , dass
die Leistungen des Beschwerdeführers offenbar keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben haben ( Urk. 7/94)
- angemessen Rechnung getragen. 8.
Zusammenfassend sind
die angefochtene n
Einspracheentscheid e vom 1 7. Oktober 2019 (Urk. 2) betreffend Einstellung in der Anspruchsberech tigung ab dem 1. Oktober 2018 für 36 Tage und vom 2 4. März 2020 betreffend versicherter Ver dienst ( Urk. 18/2)
zu bestätigen und die dagegen erhobene n Beschwerde n abzu weisen . Das Gericht beschliesst: 1.
Der Prozess Nr. AL.2020.00113 in Sachen X.___ gegen die Arbeits losenkasse des Kantons Zürich wird mit dem vorliegenden Pro zess Nr. AL.2019.00274 vereinigt und unter dieser Prozessnummer weitergeführt. 2.
Der Prozess Nr. AL.2020.00113 wird als dadurch erledigt abgeschrieben, und erkennt: 1.
Die Beschwerde vom 6. November 2019 gegen den Einspracheentscheid der Arbeits losenkasse des Kantons Zürich vom 1 7. Oktober 2019 betreffend Einstellung in der Anspruchsberech tigung für die Dauer von 36 Tagen ab dem 1. Oktober 2018 wird abge wiesen. 2.
Die Beschwerde vom 1 6. April 2020
gegen
den Einspracheentscheid der Arbeitslosen kasse des Kantons Zürich vom 2 4. März 2020 betreffend versicherter Verdienst
wird abgewiesen . 3.
Das Verfahren ist kostenlos. 4 .
Zustellung gegen Empfangsschein an: - Dextra Rechtsschutz AG - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco
- Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 5 .
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber VogelWeber