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Nr. 6
Perturbamento della circolazione pubblica (art.169bis cpv.l CPM):
nozione di circolazione pubblica, in particolare quella nell'aria.
Aus den Erwagungen:
2. - Gemass Art. 169bis Ziff. l MStG wird bestraft, >.
> ist > (Schwander,
Schweiz. Strafgesetzbuch, 2.Aufl.,Zürich 1966, N r. 680; vgl. Hafter, Schweiz.
Strafrecht, Bes. Teil, 2. Halfte, B er lin 1943, S. 523 f.; Delaquis, Bemerkungen
zu den gemeingefáhrlichen Verbrechen und Vergehen des Schweiz. StrGB,
ZStR 57 l 1943 S. 106 ff., 120; Peter Hasler, Strafrechtliche Haftung für man-
gelhafte Sportanlagen, insbesondere Skipisten, Diss. Zürich 1971, S. 55).
D er Begriff des > V erkehrs wird von d er herrschenden Mei-
nung als > aufgefasst (Schwan-
der N r. 680; Delaquis S. 120; Hasler S. 55; Karl Dannegger, Ist Art. 237
StrG B (Stõrung des õffentlichen Verkehrs) auf d er Skipiste anwendbar?
ZBN 108/1972 S.433ff., 437). Die abweichende Meinung von Schultz
(ZBJV 100/1964 S. 81 f.; auch Padrutt, Strafrechtliche Aspekte des Skilaufs
und des Lawinenunfalls in schweiz. Sicht, SJZ 63 l 1964 S. 333 ff., 338),
wonach es sich um > han-
deln müsse, wird mehrheitlich abgelehnt (Hasler S. 55 ff.; Dannegger
S.435f.; vgl. ZR 62/1963 Nr.122 S.374, BGE88 IV1). Diese Auffassung
müsste dazu führen, selbst den Strassenverkehr nur auf Strassen, die
von õffentlichen V erkehrsmitteln benützt werden, zu erfassen. Hasler
(l.c.) widerlegt auch die gesetzgebungsgeschichtlichen Argumente von
Schultz.
Wahrend auf dem festen Lande nur Strassen (gelegentlich Allmenden,
Festplatze usw.) allgemein für den Verkehr zuganglich sind, ist der Verkehr
zu W asser un d in d er Luft ni eh t notwendig kanalisiert, wovon auch d er
Gesetzestext ausgeht. Die Benützung des Luftraums über der Schweiz ist im
Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen frei (Art. l des Luftfahrtgesetzes
vom 21.12.1948), namentlich unter Vorbehalt der V erkehrsregeln für Luft-
fahrzeuge (Verfügung des EVED vom 20.5.1967 aufGrund von Art. 12 Luft-
fahrtgesetz und Art. 84 Luftfahrtverordnung vom 5.6.1950; vgl. auch die Ver-
fügung der Abteilung für Flugwesen und Fliegerabwehr über die Anwen-
dung der Verkehrsregeln aufMilitarluftfahrzeuge vom 16.6.1967). Die soge-
nannten Luftstrassen ha ben nicht die Aufgabe, allen Luftverkehr zu kanali-
sieren; d.h. nicht n ur sie sind >. Deshalb beschrãnkt sich Art. 169bis
MStG entgegen der Meinung der V erteidigung nicht auf Luftstrassen (vgl.
Frédéric Schaerer, Le droit pénal aérien suisse, ZStrR 70/1955 S. 167: >).
·
Die Vorinstanz hat Art. 169bis MStG somit zu Recht angewandt und
durfte dies auch zusãtzlich zur fahrlãssigen Kõrperverletzung tun (MKGE
vom 31.5.1965 i.S. L.; MKGE6 Nr.65; BGE83 IV39, 76IV 125).
3.- ...
(26. Januar 1973, St. e. DG 6)
7.
Dienstverweigerung (Art.81 Ziff.l Abs.l MStG): Strafrahmen und Straf-
zumessung beim Tatbestand der Dienstverweigerung.
Refus de servir (art.81, eh. l, 1er al. CPM): cadre légal de la peine et fixa-
tion de la peine pour le délit de refus de servir.
Rifiuto del servizio (art.81 n. l cpv.l CPM): limiti legali e commisurazione
della pena in caso di rifiuto del servizio~~
Aus den Erwãgungen:
4.- Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, er sei zu streng
bestraft worden. Das Strafmass kann im Kassationsverfahren n ur angefoch-
ten werden, wenn das Gericht den gesetzlichen Strafrahmen überschritten,
eine Bestimmung über die Strafzumessung, insbesondere Art. 44 MStG, ver-
letzt oder willkürlich streng oder milde geurteilt hat (Haefliger, Kommentar
zu Art.l88 MStGO N.6, MKGE5 Nr.20 E.3 und 3 Nr.6). Der gesetzliche
Strafrahmen für die Dienstverweigerer im Sinne von Art. 81 Ziff. l Abs. l
MStG reicht von 3 Tagen bis zu 3 Jahren Gefángnis. Mit der Bemessung der
Strafe auf 6 Monate Gefángnis ist der Strafrahmen nicht überschritten w or-
den. Das Divisionsgericht hat die Strafe auch nicht nach falschen Grundsãt-
zen zugemessen. Die Rüge des Beschwerdeführers, das Gericht habe sein
Vorleben und seine persõnlichen Verhãltnisse zu wenig berücksichtigt, geht
fehl. Das Divisionsgericht stellte fest, der Angeklagte sei nicht vorbestraft
und habe einen sehr guten Leumund. Es hat zudem bei der Strafzumessung
das jugendliche Alter des Beschwerdeführers in Betracht gezogen. Es hat
anderseits zu Recht festgestellt, dass die Dienstverweigerung als ein gegen
Armee und Sicherheit des Landes gerichtetes Delikt nach strengen Massstã-
ben ruft. In Berücksichtigung aller Strafzumessungsgründe ist die auf 6
Monate Gefángnis festgesetzte Strafe nicht als willkürlich hart zu bezeich-
nen, weshalb im Kassationsverfahren daran nichts zu ãndern ist.
5.- (Gerichtsgebühr) ...
(2. Mãrz 1973, B. e. DG6)