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Nr. 29, 30
insbesondere angesichts der Aussage des Beschwerdeführers, wonach er den
Militãrdienst auch weiterhin verweigern würde, die Voraussetzungen zu
einer dauernden Besserung und damit zu einer günstigen Prognose nicht für
gegeben hielt, so ist diese Würdigung w ei t davon entfernt, willkürlich zu sein.
Wer sich wie der Beschwerdeführer vorsãtzlich nicht an den verfassungs-
mãssig verankerten Grundsatz d er allgemeinen W ehrpflicht halt un d damit
eine gegen den Staat und die Landesverteidigung gerichtete Gesinnung
zeigt, erscheint auch bereit, gegen andere Gebote der Rechtsordnung zu ver-
stossen, die seiner Auffassung und seinem individuellen Empfinden nicht
entsprechen (vgl. MKGE vom 3.10.70 i.S. K.).
Die Kassationsbeschwerde erweist sich mithin auch in diesem Punkt als
unbegründet und muss abgewiesen werden.
4.- ... (Gerichtsgebühr)
(22. November 1973, M. e. DG 4)
30.
Verfahrenskosten (Art. 163 MStGO): Gesetzeslücke betreffend die Ver-
teilung der Verfahrenskosten bei einer Mehrheit von Angeklagten; Umfang
der solidarischen Haftbarkeit.
Kassationsbeschwerde (Art. 188 Abs. l Ziff. 5 MStGO): unrichtige Verle-
gung der Kosten als Kassationsgrund (Verletzung wesentlicher Vorschriften
über das Verfahren).
Frais de la procédure (art.l63 OJPPM): lacune de laloi quant à la réparti-
tion des frais de la procédure entre plusieurs accusés; étendue de la responsa-
bilité solidaire.
Recours en cassation (art. 188, l er al., eh. 5 OJPPM): un e répartition des
frais erronée peut être attaquée en cassation à titre de violation d'une disposi-
tion essentielle de la procédure.
Spese procedurali (art. 163 OGPPM): lacuna della legge per quanto ri-
guarda la ripartizione delle spese procedurali in caso di piu accusati; portata
della responsabilità solidale.
Ricorso per cassazione (art. 188 cpv. l n. 5 OGPPM): errata ripartizione
delle spese come motivo di cassazione della violazione di disposizioni essen-
ziali di procedura.
Aus den Erwãgungen:
2.- Die Kassationsbeschwerde von Motf R. und San Sdt S. bezieht sich
auf den Kostenentscheid. Im Gegensatz zu neueren Strafprozessordnungen
enthãlt die MStGO keine Vorschriften darüber, wie bei einer Mehrheit von
Angeklagten di e V erfahrenskosten zu verteilen sin d. Es liegt e ine Gesetzes-