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103 Nr. 41 qu"elle s"in1pose à lui comme un impératif de la conscience. Ce n"est pas là l"intention du législateur. Les conditions objectives de l'application de l"art. 29., al. 3 CPM sont certainement réalisées en l'espece. Il appartient donc au TMC de décider s"il veut en faire hénéficier Z. puisque la loi donne au juge une simple faculté. Or., on ne peut douter qu"on se trouve en présence d\m homme dont les convictions religieuses sont sinceres et profondes. Si l'on con- sidere que l'art. 29 al. 3 a été introduit p o ur éviter que les objecteurs de conscience., vu l'honorabilité de leurs mobiles, ne soient astreints à accomplir leur peine avec des condamnés de droit commun, le bénéfice de cette disposition ne doit être refusé que si des raisons particulieres s"y opposent. Il n"y en a pas en l'occurrence. (24 mars 1953, Z. e. T. D. 10) 41. Art. 80 Ziff. 2 MStG ist auch dann anzuwenden, wenn die in d er Trunkenheit verübte Ta t n ur ein V ersuch ist. P ar a ete réprimé comrne crime ou délit (art. 80 eh. 2 CPM) il faut entendre aussi hien la tentative que l'infraction consommée. L'art. 80 cif. 2 CPM e applicahile anche se il fatto commesso in istato d'ehhrezza e solo un tentativo. Der in,der Rekrutenschule stehende L. war am Abend des 27. Ok- tober 1952 infolge selbstverschuldeter Trunkenheit unzurechnungsfiihig. Als er sich um 2120 in diesem Zustande im Vorraum des J(antonnements aufhielt und J(pl. M. sich anschickte, durch die Eingangstüre diesen Raum zu betreten, zog L. blitzartig das Bajonett und stiess es so gegen ihn und die Türe, dass er M. verletzt hiitte, wenn dieser nicht reflexartig aus- gewichen wiire. Das Bajonett drang in die Türe ein. N ach Art. 80, Ziff. 2, Abs. l MStG ist strafbar, « wer infolge selbst- verschuldeter Trunkenheit oder Betaubung unzurechn1mgsfahig ist und in diesen1 Zustand eine als Verbrechen oder V ergehen bedrohte T at verübt ». Gemass Art. 80, Ziff. 2., Abs. 2 ist der Tater schwerer zu be- strafen., wenn er'« in diesem selbstversch.uldeten Zustand eine mit dem Tode oder mit Zuchthaus als einziger Strafe bedrohte Tat verübt ». Der Wortlaut dieser Bestimmungen verlangt nicht., dass die in der Trtmkenheit oder Betauhung begangene Tat ein vollendetes Verhrechen oder Vergehen sei. Er lasst eine als Verbrechen oder Vergehen bedrohte Tat schlechthin genügen, und unter Verbrechen und Vergehen ver-
Nr. 41 104 steht das Gesetz auch blosse V ersuchshandlungen, wenn si e mit dem Tode oder mit Zuchthaus (Verhrechen) hzw. mit Gefangnis als Hochst- strafe (Vergehen) bedroht sind (Art. 9 bis MStG). Auch das Wort « verühen » bedeutet nicht, · dass einer der im zweiten Teil des Militar- strafgesetzes als Verhrechen oder Vergehen unter Strafe gestellten Tat- hestande vollendet sein müsse; au eh ein hlosser V ersuch wird « verübt » oder '« hegangen »., was sich daraus ergiht, dass das Gesetz überall da, wo es diese Ausdrücke verwendet, nicht heifügt « oder zu verühen versucht » hzw. « oder zu hegehen versucht »., ohschon es den V ersuch gleich he- handelt haben will wie die vollendete Tat, z. B. in Art. 3 Ziff. 3, Art. 4 Ziff. 3., Art. 8., 9., 11 his, 13, 15, 18., 22., 26. Auch sachliche überlegungen führen nicht dazu, Art. 80, Ziff. 2 nicht anzuwenden, wenn die in der Trunkenheit verühte Tat ein blosser V ersuch ist. Z w ar ist der Versuch dadurch gekennzeichnet, dass d er Wille des Taters (seine Ahsicht) üher den ohjektiv erreichten Erfolg hinausgeht. Das schliesst aber nicht aus, dass auch ein infolge selbstver- schuldeter Trunkenheit oder Betaubung unzurechnungsfahiger Tater einen V ersuch begehen kann. Auch der Unzurechnungsfahige kann einen Willen haben, und zwar nicht nur, wenn bloss seine Fahigkeit, das Unrecht der Tat einzusehen, aufgehohen ist, sondern auch, wenn er nicht mehr imstande ist, gemass dieser Einsicht zu handeln (vgl. Art. 10 MStG). Bloss ist im letzteren Falle der Wille., der das Verhalten des Taters hestimmt, d. h. diesen auf das ohjektiv verbrecherische Ziel hin- treiht, nicht mehr frei. So kann ein Unzurechnungsfahiger z. B. versu- chen, eine Frau zu notzüchtigen, einen Brand zu legen, den Eisenbahn- verkehr zu storen, und zwar auch dann, wenn Trunkenheit oder Be- taubung die Ursache der Unzurechnungsfahigkeit ist. Dass der Unzu- rechnungsfahige unter Umstanden infolge Beeintrachtigung oder Auf- hebung des Bewusstseins ausserstande ist, sein eigenes Vorhahen fest- zuhalten und darüber ein Gestandnis ahzulegen, andert nichts. Art. 80, Ziff. 2 MStG setzt nicht voraus, dass der Tater sich der als Verhrechen oder Vergehen hedrohten Tat bewusst sei und sie eingestehen konne. Wie der Richter aus objektiven Vorgangen (Indizien) auf das Vorhaben des leugnenden Zureclmungsfahigen schliesst, z. B. aus dem Einsteigen in ein Haus auf Diebstahlabsicl1t, kann er auch aus clem ohjektiven Ver- halten eines unzurechnungsfal1igen Betr1mkenen oder Betaubten den Schluss ziehen, dass Íln Tater l(rafte entfesselt waren, die auf Begehung eines V erbrechens oder V ergehens l1inzielten. Schwierigkeiten in der Beweiswürdigung kommen dem Angeklagten zugute., wenn sie im Rich- ter Zweifel übrig lassen. Ist der Richter dagegen üherzeugt., dass der Be- trunkene oder Betaubte einen verhrecherischen Erfolg herbeizuführen hestrebt war, so besteht kein Grund., Art. 80., Ziff. 2 nicht anzuwenden., hloss weil die Tat im Stadium des Versuchs stecken geblieben ist. Wie