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Nr. 38 96 eu dénoneiation., ear il n'a fait qu'exprimer des soupçons; il n'a laissé soupçonner R . ., lorsqu'il a été lui-même entendu par le juge d'instruetion, que pour se défendre et n'avait pas l'intention de faire poursuivre péna- lement R. Il ne s'est pas non plus rendu eoupahle de maehination astu- cieuse au sens de l'art. 178., eh. l, al. 2 CPM. Ces arguments ne sauraient être retenus. Il ne résulte à vrai dire pas clairement du jugement attaqué si le Trib. de div. 2 A a eonsidéré que les f aits tomhaient so us le eoup de l'al. l ou de l'al. 2 de l'art. 178, cl1. l CPM. Mais il suffit de eonstater que les éléments exigés par l'art. 178, eh. l, l er al. sont en tout eas réalisés. Il résulte en effet du jugemeut que le epl. Q. a imagiué de toutes pieees le vol dont il s'est donné eomme ]a vietin1e; il a eommeneé par diriger les soupçons sur son eamarade R . ., puis, entendu par le juge d'iustruetion dans l'enquête en eomplén1ent de preuves, il a préeisé et motivé les soupçons qu'il disait avoir en inventant les éléments propres· à f aire ineulper R. Sans doute voulait-il par là avant tout détourner les soupçons de sa propre personne, mais eela même impliquait de faire retomber l'aeeusation sur un autre. Déposant devant un juge d'instruetion militaire., Q. savait que l'aeeusation non déguisée qu'il portait eontre son eamarade R. était propre à faire ouvrir une enquête eontre ee dernier. Tout au moins devait-il s'y attendre, eomn1e le ferait tout homme raisonnable en pareil eas. Il a aeeepté délibérément eette éventualité et a voulu ee résultat pour le eas ou il se produirait. Le dol éventuel doit des lors être retenu (ATMC 5., No 23). (16 décembre 1952, Q. e. T. D. 2 A) 38. Art. 78 MStGO verbietet., den Beschuldigten wegen der 'tüge., rnit der er sich vor dem l(ompagniekommandanten verteidigt., ge- mass Art. 72 MStG zu hestrafen. Celui qui ment .à son commandant d'unité., pour se défendre d"une accusation au cours d"une enquête préliminaire., ne peut être puni pour inohservation de prescriptions de service (art. 72 CPM). L'art. 78 OJPPM s"y oppose. L"ar~ .. 78 OGPPM vieta di punire per inosservanza di prescri- zioni di servizio (art. 72 CPM) l"imputato che., per difendersi., ha meittito davanti al suo comandante di compagnia. Die Füsiliere E. und H. hatten die Zimmerordnung zu erstellen. Statt sich nach Erledigung dieser Arbeit zur Truppe zu begeben, wie ihnen befohlen war, hielten sie sich bis Mittag bei Bier und ]ass in einer
97 Nr. 38 Gaststube auf. Als der l(ompagniekommandant sie am Abend fragte, warum sie am V ormittag nicht ausgerückt seien, erkliirten ihm beide bewusst wahrheitswidrig, sie hiitten nach der Erstellung der Zimmer- ordnung den verstopften Abort gereinigt. Das Divisionsgericht würdigte diese Lüge als Nichtbefolgung von Dienstvorschriften. Es warf den An- geklagten vor, sie hiitten durch sie die Pflicht zum Gehorsam und An- stan~d verletzt, die zur soldatischen Disziplin gehore (Ziff. 24 DR 1933); ein solches Auftreten gegenuber dem Einheitskommandanten untergrabe das gegenseitige V ertrauen, ohne das ein erfolgreicher Militiirbetrieb ausgeschlossen sei. H. halt der Verurteilung wegen Nichthefolgnng von Dienstvor- schriften entgegen, er habe sich im Strafuntersuch hefunden, als er den l(onipagniekommandanten angelogen habe, und auch E. beruft sich darauf, er habe hinter der Lüge Schutz gesucht, weil er sich der voraus- gegangenen V erf ehlung bewusst gewesen sei. Die Beschwerdeführer haben sich in der Tat wegen des Ungehor- sanis, den sie sich am Vorn1ittag hatten zuschulden kommen lassen, in besonderer Lage befunden, in d er sie si eh durch V erletzung der allge- meinen Pflicht, gegenüber Vorgesetzten in dienstlichen Angelegenheiten die W ahrheit zu sagen, nicht strafbar machen konnten. Sie haben sich als Beschuldigte vor dem l(ompagniekonunandanten zu verantworten gehabt, dem ge1nass Art. 108, Ahs. l MStGO zur Sicherung des Beweises die Befugnisse des Untersuchungsrichters zugestanden l1aben. Es kame einem Zwang zur Wahrheit gleich, wie ihn Art. 78 MStGO ausdrücklich verhietet, wenn der Be-schuldigte wegen einer Lüge, mit der er sich in dieser Lage vor dem Vorgesetzten verteidigt, hestraft werden dürfte. Das Leugnen vor dem Vorgesetzten kann je nach Umstanden gleich wie das Leugnen in der Voruntersuchung oder vor Gericht ein schlechtes Licht auf dem Charakter des Beschuldigten werfen und im Rahmen des Art. 44 MStG hei der Strafzumessung zu seinen Ungunsten herücksich- tigt werden, nicht aher eine Nichthefolgung von Dienstvorschriften oder auch hloss ein Disziplinarfehler sein. Im vorliegenden Falle bildet es entgegen der Auffassung des Verteidigers H.s auch keine Begünstigung im Sinne des Art. 176 MStG., und zwar schon deshalb nicht, weil jeder Beschwerdeführer um seiner selbst willen gelogen hat, nicht um den andern der Strafverfolgung zu entziehen. Die Beschwerdeführer sind daher in diesem Punkte freizusprechen. (16. Dezember 1952, E. und H. e. D. G. 7 A)