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oder Steigerung der Mõglichkeit einer Anwerbung -
getroffen werden,
wobei gleichgültig ist~ o b derj enige~ de m V orschub geleistet wird~ zum
Eintritt in den fremden Militãrdienst bereits entschlossen war oder nicht
(MKG 3~ S. 19).
(17. Dezember 1947, Eberhard e. D. G. 5)
68.
Falsche Anschuldigung (Art. 178 MStG): Die Feststellung., ob der
Tater die Strafverfolgung des unrichtig Beschuldigten wollte., ist als Tat-
frage vom Kassationsgericht nur im Rahmen der Willkür zu üherpriifen.
Denonciation calomnieuse (art. 178 CPM): La question de savoit· si
l'auteur a agi «en vue de faire ouvrir une poursuite pénale» contre la per-
sonne qu'il savait innocente., est considérée par le tribunal militaire de cas-
sation comme une constatation de fait qui ne peut être revue que sous
r angle de r arbitraire.
Denuncia mendace (art.l78 CPM): La questione di sapere se l'autore
effettivamente tendeva a far aprire un procedimento penale contro la per-
sona ch'egli sapeva innocente., e una costatazione di fatto ebe il tribunale
di cassazione puo riesaminare unicamente sotto l'aspetto dell'arbitrio.
Der l(assationsklãger bestreitet~ im Sinne von Art. 178 MStG die
Absicht gehabt zu haben, eine Strafverfolgung gegen einen Nichtschul-
digen herbeizuführen. Der Umstand, dass eine Strafverfolgung gegen
Suter durchgeführt wurde, sei nicht Zweck, sondern Folge seiner
(Toblers) Aussagen vor den Behõrden und vor Gericht gewesen.
N ach seiner systematischen Stellung unter den V erbrechen oder
Vergehen gegen die Rechtspflege ist Schutzobjekt des Art. 178 MStG in
erster Linie di e J ustiz selber: si e so li ni eh t irregeführt un d veranlasst
werden, gegen einen Unschuldigen ein sachlich nicht gerechtfertigtes
V erfahren durchzuführen. N eh en d er Gefãhrdung d er Rechtspflege liegt
aber auch noch ein verleumdungsãhnlicher Angriff auf eine Person vor
(vgl. Hafter, Besonderer Teil, S. 7, und Thormann/Üverbeck~ Art. 303,
N. l, sowie das franzõsische Marginale zu Art. 178 MStG: «Dénonciation
calomnieuse»).
In subjektiver Hinsicht ist erforderlich einerseits die positive l(ennt-
nis der Unwahrheit der Anschuldigung uud anderseits die Ahsicht~ gegen
den V erdãchtigten eine Strafverfolgung herbeizuführe:o.. Die erstere V or-
aussetzung ist hier nicht streitig. W as die Absicht betrifft, fragt es sich,
ob Tobler den Erfolg einer Strafuntersuchung gegen Suter als wün-
schenswert erstrebt hat (MI(G 2, S. 55). Hiebei handelt es sich um eine
Tatfrage, deren Eutscheidung durch die V orinstanz vom l(assationsge-