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No. 60
jahte Frage, ob der Beschwerdeführer die Gefahr, der er durch den Erlass
des Stellungsbefehls ausgesetzt war, verschuldet habe.
Das Divisionsgericht sieht das V erschulden in einer Unterlassung
des Beschwerdeführers, nãmlich darin, dass er sich nicht an die Schwei-
zerische Gesandtschaft oder an den Schweizerkonsul wandte, als der
Ortsgruppenleiter der Deutschen Arbeitsfront dem Beschwerdeführer
den Erlass eines .. Stellungsbefehls vierzehn Tage zum voraus androhte.
Allein mit der Uberlegung, dass dem Beschwerdeführer der erwãhnte
Schritt zur Abwendung eines Stellungsbefehls mõglich und zuzumuten
w ar, ist nicht festgestellt, das s di e Bemühung au eh de n gewünschten
Erfolg gehabt hãtte. Die Akten geben denn auch keinen Anhaltspunkt,
wonach dies der Fali gewesen wãre. W eder die Gesandtschaft noch der
l(onsul sind gefragt worden, welche Aussicht ihre Intervention unter
de n damaligen V erhãltnissen un d d en besonderen U mstãnden des v o r-.
liegenden Falles gehabt hãtte. Dass sie den Stellungsbefehl hãtte ver-.
hindern kõnnen, darf umso weniger unbesehen angenommen werden, als
er schon vierzehn Tage nach der Drohung des Ortsgruppenleiters erlassen
wurde. Zudem ist nicht einmal sichet, dass ein schriftliches Schutzgesuch
des Beschwerdeführers die Gesandtschaft oder den l(onsul erreicht hãtte,
steht doch auch nicht fest, dass die Schreiben, die der Beschwerdeführer
nach seiner Einkleidung in der Wehrmacht an den Schweizerkonsul in
Elbing gerichtet haben will, am Bestimmungsort angekommen sind.
Ist demnach der l(ausalzusammenhang zwischen der Nichtanrufung
der Gesandtschaft oder des l(onsuls und dem Erlass des Stellungsbefehls
nicht dargetan, so kann Art. 26, Ziff. l, Abs. 2 MStG nicht angewendet
werden. Der Beschwerdeführer entgeht der Strafe auf Grund von Art. 26,
Ziff. l, Abs. l.
(4. Septe1nber 1947, ~ridmer e. D. G. 7 A)
Dienstverweigerung (Art. 81 MStG) begangen durch die Weigerung.,
eine Unteroffizierschule zu bestehen., um nur als Soldat Dienst zu leisten.
Der bedingte Strafvollzug ist zu verweigern., wenn der Tater erklart., in
einer neuen Lage wieder gleich zu handeln (Art. 32., Ziff. 1., Abs. 2 MStG).
Refus de servir (art. 81 CPM) commis par un militaire refusant sy-
stématiquement d"accomplir une école de sous-officiers., tout en étant dis-
posé à servir en qualité de simple soldat. Le sursis à l"exécution de la peine
ne peut pas être accordé (art. 32., eh. 1., al. 2 CPM)., quand l"accusé dé-
clare que., placé à nouveau dans la même situation., il n"hésiterait pas à
agir comme la premiere fois (en l"'espece: refus de tout ordre de marche
ultérieur pour une école de cadres).
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