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53 No. 44 Entscheid nur auf Willkür hin überprüfen dürfte, sondern es ist, wie die neuere Rechtsprechung ausführt (Urteil S. vom 18. Juli 1946), eine Rechtsfrage, die freilich der Auffassung des Gerichts einen gewissen Spielraum lãsst, der als Ermessen in der Ausleg."':lng hezeichnet werden kann. Als Rechtsfrage unterliegt sie der freien Uherprüfung durch das J(assationsgericht.
3. Wie das l(assationsgericht in Sachen S. erkannt hat, hãngt die Unwürdigkeit des Tãters zur Bekleidung seines Grades nicht allein von der hegangenen Tat ab. Die Degradation, ohwohl sie vorwiegend der Reinhaltung der Armee dient, gilt als Strafe (N ehenstrafe, vgl. Randtite1 z u Art. 36 ff.) un d darf deshalh n ur un t er Mitberücksichtigung d er allge- meinen Grundsãtze des Art. 44 MStG über die Strafzumessung verhãngt werden. Ob der Tãter sich durch die Tat seines Grades unwürdig ge- macht hat,· kann somit n ur gesagt werden, wenn sein V erschulden in di e W agschale geworfen, seinen Beweggründen, seinem V orlehen, seinen persõnlichen V erhãltnissen und seiner militãrischen Führung Rechnung getragen wird. Das hat das Divisionsgericht in einer Art un d W eise getan, die den Begriff der Unwürdigkeit nicht verletzt. W ohl legt es die erwãhnten Ums.tãnde nur andeutungs,veise dar. Namentlich aus seinem Hinweis auf das psychiatrische Gutachten, die verfehlte Erziehung und den kürzlich erfolgten Entzug der Handlungsfãhigkeit des Beschwerdeführers ergibt si eh aber, das s e s si e dennoch eingehend berücksichtigt hat. Es besteht kein Zweifel, dass die V ergehen des Beschwerdeführers nicht auf vorübergehende U nüberlegtheit, sondern auf tiefer sitzende Charakterfehler zurückzufüh:t;en sind. Sie lassen ihn als unwürdig er- scheinen, seinen Grad weiterhin zu bekleiden. Daran ãndert die Einsicht nichts, 'velche er in der Hauptverhandlung kundgetan hat und auf welche die Beschwerde besonderes Gewicht legt. Die V eranlagung des BesclT\Verdeführers und sein im psychiatrischen Gutachten betontes gros- ses Anpassungsvermõgen, das ihm erlaubt, sich in jeder Lage zweck- mãssig zu verhalten, lãsst die nachhaltige Wirkung seines augenblick- lichen Besserungswillens bezweifeln.
4. Die Degradation eines Offiziers schliesst den militãrischen V ollzug der Gefãngnisstrafe aus (Art. 2 der Verordnung vom 17. April1946 übe1· de n militãrischen V ollzug d er Gefãngnisstrafe). (27. November 1946, Wãffler e. D. G. 6) 44. W er wegen Trunkenheit die Pflichten als W a eh e ni eh t erfüllen kanu, ist nach Art. 76, Ziff. l, Abs. l, nicht 80, Ziff. 2 MStG strafbar.
No. 45 54 Tomhe sous le coup de l'art. 76, eh. l, al. l et non de r'art. 80, eh. 2 CPM l'infraction commise par celui qui, e~ raison de son ivresse, s~est mis hors d'état d'accomplir les devoirs que lui impose le service de garde. E punibile secondo J'art. 76, cif. l e non secondo l'art. 80, cif. 2 CPM, colui che, a cagione di ebbrezza, si mette in istato di non poter piu adem- piere i suoi doveri di servizio come guardia. Le recourant critique uniquement le fait que le Tribunal de clivision n'a pas indiqué pour quels motifs il faisait ahstraction, en l'espece, des art. 80, eh. 2 CPM ou 11 CPM. Ce grief est dépourvu de fondement, car le Tribunal a p uni le cpl. Affolter uniquement en vertu de l'art. 7 6 CPM. Ce faisant, le Tribunal a correctement appliqué cette disposition légale, laquelle réprime le fait de se mettre hors d'état (par un moyen quel- conque) · d'accomplir son service de garde. Le Tribunal n'avait clonc pas à rechercher si, dans son ivresse, le cpl. Affolter était conscient ou non de ses actes lorsqu 'il a cessé de faire son devoir de eh e f de poste. 11 lui suf- fisait de constater que, p ar sa faute, le cpl. Affolter s'était - au sens de l'art. 76 - mis hors d'état d'accomplir son service. ~ (28 décembre 1946, Affolter e. T. D. l A) 45. Art .. 142 ·MStGO schliesst nicht aus, dass Beweisantrãge "\vabrend der ganzen Hauptverhandlung (bis inkl. Schlussparteivortrag) gestellt werden konnen (Art. 154 MStGO). Les dispositions de r'art. 142 PPM n'excluent pas la possihilité de formuler pendant toute la durée des déhats (même encore à r'occasion des plaidoiries finales) des réquisitions tendant à compléter les preuves (art. 154 PPM) .. L'art. 142 PPM non esclude la possibilità di formulare don1ande di completa1nento de i mezzi di p1~ova (n ei senso dell'art. 154 PPM) ne l corso di tutto íl dihattimento, ivi compreso lo stadio delle arringhe. Es kommt nicht darauf an, dass der V erteidiger die Beweisergãnri zung nicht gemãss Art. 142 MStGO unmittelhar nach Verlesung der Anklageschrift, sondern erst im Schlussvortrag beantragt hat. Wie das l(assationsgericht wiederholt ausgeführt hat, dürfen solche Antrãge im Verlaufe der Hauptverhandlung jederzeit gestellt werden (vgl. z. B. MI(G 4, Nr. 41). lm Anschluss an die Vorschriften über die Be"\veis- führung in der Hauptverhandlung bestimmt denn auch Art. 154, Abs. l MStGO, dass das Gericht von sich aus oder auf Antrag einer Partei die Unterbrechung oder Vertagung der Verhandlung zum z,vecke neuer