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MKGE 5 Nr. 27

MKGE 5 Nr. 27 — Bühler ~·D. G. 7 A

Mkg · 1946-05-14 · Deutsch CH
Erwägungen (3 Absätze)

E. 34 wichen und illegal nach Deutschland ausgereist ist, wegen Nichtbefol-

gung von Dienstvorschriften na eh Art. 72 M S t G verletzt daher das

Gesetz nicht.

(3. Aprill946, Gisi e. D. G. 4)

27.

Art. 189., Abs. 3 MStGO schliesst nicht aus., dass schon vor der Frist-

ansetzung durch den Grossrichter Eingaben zur Begründung der l{assa-

tionsbeschwerde gemacht werden., welche dann nach Fristansetzung er-

gãnzt oder abgeãndert werden konnen. (Erw. l)- Art. 121 MStGO muss

nicht angewendet werden., wenn der Beschuldigte nach der Schlusseinver-

nahme in d er V oruntersuchung auf Beweisergãnzung verzichtet. Im

Stadium der Voruntersuchung müssen nicht alle Moglichkeiten der Be-

'\veisführung erschopft werden (Art. 114 MStGO)., da dem Beschuldigten

gemass Art. 126, Ahs. 4 MStGO nochmals Frist angesetzt wird (Erw. 2).

-

Di e Frist zur Akteneinsicht an d en V erteidíger kann kurz angesetzt

werden., da das Verfahren rasch sein muss (Erw. 3).- Die Revision setzf

ein rechtskraftiges Urteil voraus (Art. 199., Abs. l MStGO) (Erw. lO).

Les dispositions de l'art. 189., al. 3 PPM n"excluent pas la possibilité

de présenter des mémoires motivant la déclaration de recours en cassation

déjà avant la fixation par le grand juge du délai de trois jours au plus

pour la rédaction définitive du recours. Ce délai une fois fixé., le recourant

peut alot~s compléter ou modifier., en s'y référant., les mémoires produits

déjà avant d'avoir eu connaissance du texte du jugement attaqué (cons. l).

-

L'art. 121 PPM n'a pas à être appliqué quand le prévenu., au terme de

son interrogatoire final par le juge d'instruction., a renoncé à un complé-

ment d'enquête. Le but de cette derniere n'est pas d'épuisertoutesles possi-

bilités de l'administration des preuves (art. 114 PPM)., ce d'autant moins

qu'apres la constitution de la défense (art. 126., al. 4 PPM) un nouveau

délai est imparti au prévenu pour indiquer les moyens de preuve donfil se

propose de faire usage dans les débats (cons. 2). -La célérité qui doit

être de regle en procédure pénale militaire pet~met de fixer au défenseur un

délai relativement court pour prendre connaissance du dossier (cons. 3). -

11 ne peut être question de revision tant qu'on ne s~ trouve pas en pré-

sence d'un jugement passé en force (art. 199, al. l PPM) (cons. 10).

Le disposizioni dell" art. 189., al. 3 PPM non escludono che, già prima

dell'assegnazione del termine da parte del Gran Giudice., le parti presen-

tino delle domande o delle motivazioni., le quali potranno esser comple-

tate od anche modificate dopo la fissazione del termine (cons. l) .. -

11

prevenuto non puo piu invocare il diritto conferitogli dall'art. 121 PPM se,

al momento dell'interrogatorio finale da parte del Giudice istruttore, ha

E. 35 No. 27 dichiarato di rinunciare a chiedere un completamento dell'inchiesta. L 'istruzione preparatoria no n e tenuta a d esaurire tutte le possihilità di somministrazione delle prove (art. 114 PPM), poiche l'art. 126, cif. 4 PPM lascia ancora all'accusato un termine conveniente per indicare i mezzi di prova di cui intende far uso al dihattimento (cons. 2). - Il terntine assegnato al difensore per l'esame degli atti puo essere di breve dura ta, poiche la procedura penale militare deve attenersi a norme di celerità (cons. 3).- Una domanda di revisione (art. 199, cif. l PPM) presuppone sempre una sentenza cresciuta in giudicato (cons. lO).

l. Der Auditor nimmt n ur zur Begründungsschrift vom 17. Mãrz Stellung, da Art. 189 MStGO nur eine einzige, uud zwar auf Fristan- setzung des Grossrichters einzureichende Eingabe vorsehe. Allein wenn es auch wünschenswert ist, dass die Beschwerdebegründung in einer ein- zigen Schrift zusammengefa~st werde, schliesst doch das Gesetz den vom V erteidiger gewãhlten umstãndlicheren W eg, schon vor der Zustellung des U rteils Begründungen einzureichen un d di ese nachher binnen d er angesetzten Frist von hõchstens drei Tagen (Art. 189, Abs. 3 MStGO) abzuãndern und zu ergãnzen, nicht aus. _Daher ist auf sãmtliche drei Eingaben einzutreten.

2. Mit der Beschwerde wird geltend gemacht, die Verteidigung sei dadurch in einem für die Entscheidung wesentlichen Punkte unzulãssig beschrãnkt worden (Art. 188, Ziff. 6 MStGO), dass dem V erteidiger in Missachtung von Art. 121 MStGO nach Schluss der Voruntersuchung nicht Frist gesetzt worden sei, deren Ergãnzung zu verlangen. Der Ver- teidiger hat indessen unterlassen, den behaupteten Mangel in der Haupt- verhandlung zu rügen. Daher ist er mit seiner Rüge im l(assationsver- fahren nicht zu hõren (Art. 188, Abs. 2 MStGO). Zudem ist sie unbe- gründet. Ida Bühler hat nach der letzten Einvernahme in der V orunter- suchung in l(enntnis der V orhalte, die ihr gemacht wurden, auf Beweis- ergãnzung verzichtet. Es bestand somit kein Anlass, ihr oder ihrem Verteidiger gemãss Art. 121 MStGO Frist anzusetzen. Selbst wenn dies geschehen wãre und der V erteidiger Ergãnzungsantrãge gestellt hãtte, hãtte es im Ermessen des Untersuchungsrichters gestanden, zu entschei- den, ob der Zweck der Voruntersuchung es erfordere, diesen Antrãgen Folge zu geben. Gemãss Art. 114 MStGO ist die Voruntersuchung nicht weiter auszudehnen, als erfo1~derlich ist, um entscheiden zu kõnnen, ob das Hauptverfahren zu erõffnen oder der Beschuldigte ausser V erfolgung zu setzen ist. W enn in diesem Stadium des V erfahre-ns nicht alle Mõg- lichkeiten der Beweisführung erschõpft werden, so bed~utet das nicht eine V erletzung der V erteidigungsrechte, denn gemãss Art. 126, Abs. 4 lVI S t GO wird de m Beschuldigten na eh Erhebung d er Anklage Frist gesetzt, die Bev1eismittel zu bezeichnen, von denen er in der Hauptverhandlung Gebrauch machen will. Das ist auch im vorliegenden Falle geschehen.

No. 28

E. 36 3. Unbegründet ist auch die schon in der Hauptverhandlung er-

hobene Rüge, die Einsicht ·in die Akten sei dem V erteidiger absichtlich

bis wenige Tage vor der Hauptverhandlung verweigert worden, 'vodurch

es ihm unmõglich gewesen sei, in verschiedenen nãh'er bezeichneten

Punkten Beweis anzubieten. Dass die Akten nicht schon vom Schluss der

V oruntersuchung an ausschliesslich zur Verfügung des V erteicligers

stehen konnten, liegt in der N a tur der Sache. Die kurze Frist, vrãhrend

welcher sie ihm wenige T~ge vor der Hauptverhandlung übe1lassen

wurden, war angesichts der Raschheit, mit der sich das Militãrstrafver-

fahren abwickeln muss, angemessen.

10. Die Revision ist gemãss Art. 199,· Abs. l MStGO nur zulãssig,

wenn das V ~rfahren durch ein rechtskrãftiges U rteil geschlossen ist. E in

solches liegt ni eh t vor, solange das l(assationsbegehren ni eh t beurteilt

ist (Art. 189, Abs. 4 MStGO). Daher hat da~ l(assationsgericht bishe1· die

V erbindung von l(assationsbeschwerde und Revisionsgesuch als unzu-

lãssig erklãrt (MI(G 4, Nr. 13). Man kann sich fragen, ob diese Rechts-

sprechung richtig ist, wenn das Revisionsgesuch bloss für den Fali der

Abweisung der l(assationsbeschwerde gestellt wird, denn mit dieser Ab-

weisung wird das U rteil, gegen das si eh das Revisionsgesuch ri eh tet,

rechtskrãftig un d d ami t revidierbar. Diese Frage kann j edoch offen

bleiben, da im vorliegenden Falle jedenfalls die materiellen Voraus-

setzungen der Revision nicht gegeben sind.

(14. Mai 1946, Bühler ~·D. G. 7 A)

28.

MStGO Art. 95: Voraussetzungen für Anordnung einer psychiatri-

schen Begutachtung; darauf besteht kein Parteirecht. -

Art.l88, Ziff. 6

MStGO ist nicht verletzt, wenn der Angeklagte in der Hauptverhandlung

hinsichtlich der hehaupteten erhlichen Belastung keine Beweiserganzung

beantragt und das Gericht daun keine Beweise erhebt.

Art. 95 PPM: Conditions dans ]esquelles une expertise psychiatrique

est ordonnée; les parties n"ont pas de «droit à l"expertise».-- Le chiffre 6 de

l"art. 188 PPM n'a pas été violé lorsqu'aux déhats l'accusé n"a demandé

aucun complérnent de preuves relatif à sa prétendue tare héréditaire et

que des Iors le tribunal n"a pas étendu la procédure probatoire à cette

question.

Art. 95 PPM: Presupposti per l'allestimento di una perizia psichia-

trica. -Le parti non hanno il diritto di esigerla. -

L"art. 188, cif. l~ No. 6

no n e stato viola to se, in relazione a pretese tare ereditarie, r accusato non

ha chiesto e ottenuto, al dihattimento, un regolare completamento dei

mezzi di prova, ed il trihunale non ne ha quindi tenuto conto.

Volltext (verifizierbarer Originaltext)

No. 27 34 wichen und illegal nach Deutschland ausgereist ist, wegen Nichtbefol- gung von Dienstvorschriften na eh Art. 72 M S t G verletzt daher das Gesetz nicht. (3. Aprill946, Gisi e. D. G. 4) 27. Art. 189., Abs. 3 MStGO schliesst nicht aus., dass schon vor der Frist- ansetzung durch den Grossrichter Eingaben zur Begründung der l{assa- tionsbeschwerde gemacht werden., welche dann nach Fristansetzung er- gãnzt oder abgeãndert werden konnen. (Erw. l)- Art. 121 MStGO muss nicht angewendet werden., wenn der Beschuldigte nach der Schlusseinver- nahme in d er V oruntersuchung auf Beweisergãnzung verzichtet. Im Stadium der Voruntersuchung müssen nicht alle Moglichkeiten der Be- '\veisführung erschopft werden (Art. 114 MStGO)., da dem Beschuldigten gemass Art. 126, Ahs. 4 MStGO nochmals Frist angesetzt wird (Erw. 2). - Di e Frist zur Akteneinsicht an d en V erteidíger kann kurz angesetzt werden., da das Verfahren rasch sein muss (Erw. 3).- Die Revision setzf ein rechtskraftiges Urteil voraus (Art. 199., Abs. l MStGO) (Erw. lO). Les dispositions de l'art. 189., al. 3 PPM n"excluent pas la possibilité de présenter des mémoires motivant la déclaration de recours en cassation déjà avant la fixation par le grand juge du délai de trois jours au plus pour la rédaction définitive du recours. Ce délai une fois fixé., le recourant peut alot~s compléter ou modifier., en s'y référant., les mémoires produits déjà avant d'avoir eu connaissance du texte du jugement attaqué (cons. l). - L'art. 121 PPM n'a pas à être appliqué quand le prévenu., au terme de son interrogatoire final par le juge d'instruction., a renoncé à un complé- ment d'enquête. Le but de cette derniere n'est pas d'épuisertoutesles possi- bilités de l'administration des preuves (art. 114 PPM)., ce d'autant moins qu'apres la constitution de la défense (art. 126., al. 4 PPM) un nouveau délai est imparti au prévenu pour indiquer les moyens de preuve donfil se propose de faire usage dans les débats (cons. 2). -La célérité qui doit être de regle en procédure pénale militaire pet~met de fixer au défenseur un délai relativement court pour prendre connaissance du dossier (cons. 3). - 11 ne peut être question de revision tant qu'on ne s~ trouve pas en pré- sence d'un jugement passé en force (art. 199, al. l PPM) (cons. 10). Le disposizioni dell" art. 189., al. 3 PPM non escludono che, già prima dell'assegnazione del termine da parte del Gran Giudice., le parti presen- tino delle domande o delle motivazioni., le quali potranno esser comple- tate od anche modificate dopo la fissazione del termine (cons. l) .. - 11 prevenuto non puo piu invocare il diritto conferitogli dall'art. 121 PPM se, al momento dell'interrogatorio finale da parte del Giudice istruttore, ha

35 No. 27 dichiarato di rinunciare a chiedere un completamento dell'inchiesta. L 'istruzione preparatoria no n e tenuta a d esaurire tutte le possihilità di somministrazione delle prove (art. 114 PPM), poiche l'art. 126, cif. 4 PPM lascia ancora all'accusato un termine conveniente per indicare i mezzi di prova di cui intende far uso al dihattimento (cons. 2). - Il terntine assegnato al difensore per l'esame degli atti puo essere di breve dura ta, poiche la procedura penale militare deve attenersi a norme di celerità (cons. 3).- Una domanda di revisione (art. 199, cif. l PPM) presuppone sempre una sentenza cresciuta in giudicato (cons. lO).

l. Der Auditor nimmt n ur zur Begründungsschrift vom 17. Mãrz Stellung, da Art. 189 MStGO nur eine einzige, uud zwar auf Fristan- setzung des Grossrichters einzureichende Eingabe vorsehe. Allein wenn es auch wünschenswert ist, dass die Beschwerdebegründung in einer ein- zigen Schrift zusammengefa~st werde, schliesst doch das Gesetz den vom V erteidiger gewãhlten umstãndlicheren W eg, schon vor der Zustellung des U rteils Begründungen einzureichen un d di ese nachher binnen d er angesetzten Frist von hõchstens drei Tagen (Art. 189, Abs. 3 MStGO) abzuãndern und zu ergãnzen, nicht aus. _Daher ist auf sãmtliche drei Eingaben einzutreten.

2. Mit der Beschwerde wird geltend gemacht, die Verteidigung sei dadurch in einem für die Entscheidung wesentlichen Punkte unzulãssig beschrãnkt worden (Art. 188, Ziff. 6 MStGO), dass dem V erteidiger in Missachtung von Art. 121 MStGO nach Schluss der Voruntersuchung nicht Frist gesetzt worden sei, deren Ergãnzung zu verlangen. Der Ver- teidiger hat indessen unterlassen, den behaupteten Mangel in der Haupt- verhandlung zu rügen. Daher ist er mit seiner Rüge im l(assationsver- fahren nicht zu hõren (Art. 188, Abs. 2 MStGO). Zudem ist sie unbe- gründet. Ida Bühler hat nach der letzten Einvernahme in der V orunter- suchung in l(enntnis der V orhalte, die ihr gemacht wurden, auf Beweis- ergãnzung verzichtet. Es bestand somit kein Anlass, ihr oder ihrem Verteidiger gemãss Art. 121 MStGO Frist anzusetzen. Selbst wenn dies geschehen wãre und der V erteidiger Ergãnzungsantrãge gestellt hãtte, hãtte es im Ermessen des Untersuchungsrichters gestanden, zu entschei- den, ob der Zweck der Voruntersuchung es erfordere, diesen Antrãgen Folge zu geben. Gemãss Art. 114 MStGO ist die Voruntersuchung nicht weiter auszudehnen, als erfo1~derlich ist, um entscheiden zu kõnnen, ob das Hauptverfahren zu erõffnen oder der Beschuldigte ausser V erfolgung zu setzen ist. W enn in diesem Stadium des V erfahre-ns nicht alle Mõg- lichkeiten der Beweisführung erschõpft werden, so bed~utet das nicht eine V erletzung der V erteidigungsrechte, denn gemãss Art. 126, Abs. 4 lVI S t GO wird de m Beschuldigten na eh Erhebung d er Anklage Frist gesetzt, die Bev1eismittel zu bezeichnen, von denen er in der Hauptverhandlung Gebrauch machen will. Das ist auch im vorliegenden Falle geschehen.

No. 28 36

3. Unbegründet ist auch die schon in der Hauptverhandlung er- hobene Rüge, die Einsicht ·in die Akten sei dem V erteidiger absichtlich bis wenige Tage vor der Hauptverhandlung verweigert worden, 'vodurch es ihm unmõglich gewesen sei, in verschiedenen nãh'er bezeichneten Punkten Beweis anzubieten. Dass die Akten nicht schon vom Schluss der V oruntersuchung an ausschliesslich zur Verfügung des V erteicligers stehen konnten, liegt in der N a tur der Sache. Die kurze Frist, vrãhrend welcher sie ihm wenige T~ge vor der Hauptverhandlung übe1lassen wurden, war angesichts der Raschheit, mit der sich das Militãrstrafver- fahren abwickeln muss, angemessen.

10. Die Revision ist gemãss Art. 199,· Abs. l MStGO nur zulãssig, wenn das V ~rfahren durch ein rechtskrãftiges U rteil geschlossen ist. E in solches liegt ni eh t vor, solange das l(assationsbegehren ni eh t beurteilt ist (Art. 189, Abs. 4 MStGO). Daher hat da~ l(assationsgericht bishe1· die V erbindung von l(assationsbeschwerde und Revisionsgesuch als unzu- lãssig erklãrt (MI(G 4, Nr. 13). Man kann sich fragen, ob diese Rechts- sprechung richtig ist, wenn das Revisionsgesuch bloss für den Fali der Abweisung der l(assationsbeschwerde gestellt wird, denn mit dieser Ab- weisung wird das U rteil, gegen das si eh das Revisionsgesuch ri eh tet, rechtskrãftig un d d ami t revidierbar. Diese Frage kann j edoch offen bleiben, da im vorliegenden Falle jedenfalls die materiellen Voraus- setzungen der Revision nicht gegeben sind. (14. Mai 1946, Bühler ~·D. G. 7 A) 28. MStGO Art. 95: Voraussetzungen für Anordnung einer psychiatri- schen Begutachtung; darauf besteht kein Parteirecht. - Art.l88, Ziff. 6 MStGO ist nicht verletzt, wenn der Angeklagte in der Hauptverhandlung hinsichtlich der hehaupteten erhlichen Belastung keine Beweiserganzung beantragt und das Gericht daun keine Beweise erhebt. Art. 95 PPM: Conditions dans ]esquelles une expertise psychiatrique est ordonnée; les parties n"ont pas de «droit à l"expertise».-- Le chiffre 6 de l"art. 188 PPM n'a pas été violé lorsqu'aux déhats l'accusé n"a demandé aucun complérnent de preuves relatif à sa prétendue tare héréditaire et que des Iors le tribunal n"a pas étendu la procédure probatoire à cette question. Art. 95 PPM: Presupposti per l'allestimento di una perizia psichia- trica. -Le parti non hanno il diritto di esigerla. - L"art. 188, cif. l~ No. 6 no n e stato viola to se, in relazione a pretese tare ereditarie, r accusato non ha chiesto e ottenuto, al dihattimento, un regolare completamento dei mezzi di prova, ed il trihunale non ne ha quindi tenuto conto.