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No. 18
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18.
Das Presseprivileg des Art. 27 StGB gilt nicht für die unter Militar·
strafrecht fallenden Handlungen, worunter auch die Gerüchtemacherei
fallt (Art. 2 des BRB vom 4. August 1942 über Straf- und Verfahrensbe-
stimmungen zum Schutze der Landesverteidigung und der Sicherheit der
Eidgenossenschaft).
Le droit spfcial pour les infractions commises par la v.oie de la presse
avec les privileges que Ini confere l'art. 27 CP S ne v aut p as p o ur les actes
punissables en vertu du droit pénal militaire, au nombre desquels il faut
également ranger le délit de propagation de faux hruits (art. 2 de l'ACF
du 4 aofit 1942, édictant des dispositions pénales et de procédure pour
assurer la défense nati onal e et la sécurité de la Confédération).
I privilegi riconosciuti alia stampa dall'art. 27 CP S no n son o invo-
cabili per atti ebe soggiaciono al diritto penale militare: in tali atti rientra
an eh e la diffusione di voci tali da tur bare la popolazione (art. 2 del · DCF
4 agosto 1942, emanante disposizioni penali e di procedura per garantire
la difesa nazionale e la sicurezza della Confederazione).
Die Beschimpfung von Militãrpersonen ist ein V ergehen des Militãr-
strafrechts (Art. 101 MStG). Diesem gehõrt auch das Vergehen der Ge-
rüchtemacherei an, wie es in Art. 2 des BRB vom 4. August 1942 über
Straf- und Verfahrensbestimmungen zum Schutze der Landesverteidi-
gung und der Sicherheit der Eidgenossenschaft geregelt ist.
Wie das l(assationsgericht am 28. November 1945 in Sachen l(ürzi
erkannt hat, gilt Art. 27 StGB für die unter Militãrstrafrecht fallenden
Handlungen nicht. Das Sonderrecht für Presseleute wurde im Militãr-
strafgesetz bewusst abgelehnt, und beim spãteren Erlass des bürgerlichen
Strafgesetzbuches wurde daran nichts geãndert, erklãrt doch dessen
Art. 8 ausdrücklich, dass es auf Personen, die nach dem Militãrstrafrecht
zu beurteilen sin d, ni eh t anwendbar sei. Übrigens schrãnkt Art. 27, Ziff. 7
StGB sogar für gewisse Verbrechen und Vergehen des bürgerlichen Straf-
rechts, welche militãrische Interessen berühren, das Privileg der Presse-
leute ein. Auch aus Art. 7 des BRB vom 4. August 1942 kann nicht
herausgelesen werden, dass Art. 27 für die dem Militãrstrafgesetz unter-
stehenden Handlungen gelte. W ohl zãhlt erstere Bestimmung neben
einer Reihe von V ergehen und V erbrechen des bürgerlichen Strafrechts
auch solche des Militãrstrafrechts (Art. 86-108 MStG) auf, für deren
Ahndung drei Sondervorschriften eingeführt werden, wovon die erste
(Ziff. l) die Nichtanwendbarkeit des Art. 27, Ziff. 3, Abs. 2 StGB sta-
tuiert. Allein Art. 86-108 M S t G werden im einleitenden Absatz des
Art. 7 des BRB vom 4. August 1942 nicht wegen der Sondervorschrift
der Ziffer l, sondern wegen den Sondervorschriften der Ziffern 2 und 3,
die sich auf den bedingten Strafvollzug und auf die Strafschãrfung bei