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MKGE 5 Nr. 15

MKGE 5 Nr. 15 — Rehabilitationsgesueh Eggenberger e. D. G. 8

Mkg · 1946-02-05 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

No. 15

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lassung an gerechnet wi1·d., hat das Militãrkassationsgericht in seinem

Urteil vom 5. Februar 1946 i. S. De Bernadis entschieden., dass auch die

zweijãhrige Frist des Art. 57 MStG bei Bewãhrung des hedingt Entlas-

senen vom Entlassungstage hinweg zu rechnen ist. Eggenberger wird

daher im Falle seiner Bewãhrung wãhrend der ihm auferlegten Probezeit

ein Rehabilitationsgesuch frühestens am 30. September 1946 stellen

kõnnen.

(5. Februar 1946, Rehabilitationsgesueh Eggenberger e. D. G. 8)

15.

Als fremder Militiirdienst (Art. 94 MStG) gilt auch der Dienst in

einer dem Heere angegliederten Organisation, wie z. B. in einer Armeewerk-

stiitte, in einer W erhestelle für d en Arbeitseinsatz, aber n ur dann, wenn d er

Dienstleistende der militãrischen Befehlsgewalt unterworfen ist.

Est également considéré comme un service militaire étranger au sens

de l'art. 94 CPM le service accompli dans une organisation affiliée à

l'armée, telle que p. ex. un atelier de l'armée ou un office de propagande

pour l'affectation des travailleurs, à la condition toutefois que celui qui

a pris du service dans une telle organisation y soit soumis au pouvoir

militaire.

Servizio straniero nel senso dell'art. 94 CPM e considerato anche

quello prestato in un' organizzazione affiliata all'esercito, come ad es.: in

un' officina militare, in un ufficio d'ingaggio e collocamento di mano

d'opera, ma so lo quando la persona eh e presta il servizio resta soggetta

al potere militare.

l. Art. 94., Abs. l MStG hedroht mit Strafe den Schweizer., der ohne

Erlauhnis des Bundesrates in fremden Militãrdienst eintritt. Als fremder

Militãrdienst im Sinne dieser Bestimmung gilt nach der Rechtsprechung

des Militãrkassationsgerichts nicht nur der Dienst in einem fremden

Heere., sondern auch der Dienst in einer dem Heere angegliederten Orga-

nisation (Armeewerkstãtte., Werbestelle für Arbeitseinsatz usw.)., falls er

den Dienstleistenden der militãrischen Befehlsgewalt unterwirft (MI(G3.,

Nr. 24 und Urteile i. S. Wasem vom 6. Mãrz 1945., Wasmuth vom 29. No-

vember 1945 und Brückner vom 28. Dezember 1945). Dass der Beschwer-

deführer als Angestellter von Bauunternehmern., welche für die Organi-

sation To d t arheiteten., d er Befehlsgewalt der deutschen W ehrmacht

unterworfen gewesen sei., ist nicht festgestellt. Stampfli ist daher von der

Anldage des Eintritts in fremden Militãrdienst freizusprechen., ohne dass

entschieden zu werden hraucht., ob die Organisation Todt üherhaupt der

deutschen W ehrmacht angegliedert w ar.

(5. Februar 1946, Stampfli e. T. G. 2 B)