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No. 112~ 113
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Rehahilitation. (Art. 59 MStG): Massgehend für die Frist ist di e urteils-
Inassige Strafe., nicht die auf dem W ege der teilweisen Begnadigung um-
gewandelte Strafe (Erw. 2). -
Die Frist heginnt am Tage, an welchem
der Verurteilte in Freiheit gesetzt wurde (Erw. 3).
Réhahilitation (art. 59 CPM). C'est la peine telle qu'elle figure dans
le jugement qui est déterminante pour le calcul du délai, et non pas celle
qui 1·ésulte d'une mesure de grâce parti,elle (cons. 2). -
Le délai court
du jour ou le condamné a été mis en liberté (cons. 3).
Riahilitazione (arto 59 CPM): Determinante per il computo del ter-
mine e la pena contemplata dalla sentenza, non quella modificata da un
provvedimento di grazia parziale (cons. 2). -
11 ter1nine decorre dai
giorno in cui l'accusato e stato rimesso in libertà (cons. 3).
2. Fãssler scheint nach der Begründung seines Lõsehungsgesuches
davon auszugehen~ dass die zehnjãhrige Frist zur Anwendung komme
und dass diese vom Datum der Verurteilung an zu laufen beginneo Diese
Berechnungsweise ist mit dem Gesetz nicht vereinbar. Allerdings wurde
die Zuchthausstrafe auf dem Gnadenwege in eine Gefãngnisstrafe um-
ge,vandelt. Di e U mwandlung bezog si eh aber bloss auf d en V ollzug un d
ãnderte am Urteil selber nichts. Das Gesetz stellt bei der Bemessung de1·
Frist auf die Strafart ah~ zu der der Tãter verurteilt wurde~ unberück-
sichtigt darum~ oh die Strafe wegen Begnadigung~ Straferstehungsun-
fãhigkeit oder aus einem andern Grunde nicht oder nur teilweise voll-
zogen wurde. lm Falle einer gãnzlichen Begnadigung wãre der Straf-
registereintrag nicht ipso iure dahingefallen~ sondern es wãre die für die
Zuchthausstrafe vorgesehene fünfzehnjãhrige Frist zur An,vendung ge-
kommen. Im Falle einer bloss teilweisen Begnadigung~ wie sie hier in
Frage steht~ kann di e Frist j edenfalls nicht küi~zer sein.
3. Die Frist beginnt nicht mit der Verurteilung, sondern von der
Beendigung der Strafverbüssung an zu laufen. Massgebend ist dabei
nicht das Ende des Zuchthausaufenthalts~ sondern das Ende der gnaden-
weise bewilligten Ersatzstrafe, d. h. der Tag~ an dem der V erurteilte in
Freiheit gesetzt wird. Denn in der Frist bis zur Stellung des Rehabili-
tationsbegehrens muss sich der V erurteilte bewãhren. Das setzt voraus,
dass er sich in Freiheit hefindet.
(13. Juni 1950~ Fãssler e. D. G. 7 A)
113.
Verfall von Geschenken (Art .. 42 MStG): Die VerfallerkHirung durch
das Divisionsgericht ist durch Kassationsbeschwerde anfechthar, unah·