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E s ergibt si eh so1nit, das s das Territorialgerich t Art. 63, Ziff. 1,
Abs. 1, MStG nicht verletzt hat, indem es die Beschwerdeführer der
Meuterei schuldig erklãrte. Demgemãss war für die Anwendung von
Art. 61 MStG kein Raum.
(30. Dezember 1942, Soltysik und l{ons. e. T. G. 2 B.)
90.
Der in bürgerlichen Eht·en steltende Ehemaun einer Verut·teilten
ist zur Einreichung einer Kassationsbescll\Vet·de für die Ehefrau
legitimiert, wenn e t· bierzu geltõrig bevollmachtigt ist. Di e V ollmacht
lvird nicht vermutet (Art. 107 MStGO).
En tan t que « personne honot·able de condition civile » (art. 107
PPM), Pépoux d'une condamnée a qualité pour former un recout·s
en cassation au nom de sa femme, moyennant qu'il soit duetnent
mandaté pat· celle-ci. Un tel pouvoir ne peut être pt·ésumé.
Il marito di uua condannata, se egli e persona onot·ata di
condizione civile (art. 107 O GPPJ\;I), l1a facoltà di ricorrere in cassa-
zione per la tnoglie, se questa gliene dà mandato. 11 mandato non
si presunte.
Gemãss Art. 189, Abs.l, MStGO kann die Kassation von demAuditor
und von dem Angeklagten oder dessen Verteidiger verlangt werden.
Frau von W eissenfluh selbst un d ihr amtlicher V erteidiger haben kein
Kassationsbegehren gestellt. Mit sein em Schreiben vom l O. N ovember
1942 hat Melchior von Weissenfluh di e Kassationsbeschwerde sowohl
für sich als auch für seine Ehefrau erhoben.
Soweit Melchior von Weissenfluh die Kassationsbeschwerde für sich
eingereicht hat, kann darauf nicht eingetreten werden. Er ist durch das
Divisionsgericht nicht verurteilt worden.
Es ist dagegen zu prüfen, ob auf die Kassationsbeschwerde einzu-
treten ist, soweit Melchior von W eissenfluh di e Kassation für sein e Ehefrau
begehrt hat. Gemãss Art. 107 MStGO kann der Beschuldigte als seinen
Verteidiger eine Militãrperson oder einen nicht im Militãrdienst be-
findlichen, in bürgerlichen Ehren stehenden Bürger wãhlen. Danach
kann der Ehemann, wenn er in bürgerlichen Ehren steht, als Verteidiger
sein er Ehefrau auftreten. E ine gesetzliche V ertretungsbefugnis des Ehe-
mannes besteht jedoch in dieser Beziehung nicht. Der Ehemann muss
vielmehr von seiner Ehefrau bevollmãchtigt sein, um als ihr Verteidiger
handeln zu konnen. Eine Vermutung für das Vorhandensein einer solchen
Bevollmãchtigung besteht nicht. Eine schriftliche Volln1acht der Frau
von Weissenfluh für ihren Ehemann liegt nicht vor. Dass sie ihn aus-