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MKGE 4 Nr. 75

MKGE 4 Nr. 75

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No. 75 168 D. E invece fondata l'eccezione sollevata d al difensore contro la condanna del ricorrente per piu omissioni del servizio e, in questo senso, contro l'applicazione dell'art. 49 CPM. I due ordini di marcia in parola si riferivano al medesimo servizio di cambio dell'unità del ricorrente. Per il fatto di avere disubbidito al primo ordine di marcia, il ricorrente si e re so colpevole di omissione del servizio. N o n dan do seguito al secondo ordine di marcia, relativo non alla prestazione di un altro servizio ma del medesimo servizio, il ricorrente non ha commesso una nuova omissione del servizio, ma continuata l'omissione già iniziata. Il reato continuato consiste appunto nel commettere ripetutamente, in modo identico o simile, il medesimo delitto (vedi Hafter: Lehrbuch des schweizerischen Strafrechtes, Allg. Teil, S. 347; Logoz: Commentaire du CPS, p. 269/270). Il modo di comportarsi del ricorrente corrisponde a questa definizione. La sentenza querelata ha dunque erronea1nente applicato l'art. 49 CPM (in relazione all'art. 82 CPM) in quanto dichiara colpevole e condanna il ricorrente per due omissioni del servizio invece che per un' omissione del servizio continuata. (16 ottobre 1942, Maggetti e. T. D. 9 B.) 75. Aucl1 beim Vorliegen der in Art. 32 J\iStG er\vahnten Voraus- setzungen ist die Zubilligung des bedingten Strafvollzuges immer nocl1 Ermessenssacl1e. Es dürfen jedoch nicht übei~ die gesetzlichen Anfo1·derungen l1inaus Bedingungen gestellt vtTerden, die zu einer \Vesentlichen Besclirãnliung des Anwendungsgebietes führen müssten uud damit de111 Grundgedanlien des Art. 32 ~IStG \videi·Sili'acben. - Die Rechtswobltat liann nicl1t einzig desbalb vei~weigert we1·den, \veil dei~ Angelilagte die Tat in der Voruntersuchung leugnete. Lor s que les conditions prévues p ar l'a1·t. 32 CPl\íl son t réalisées, l'octr~i du sursis n~en demeure pas moins affah~e d'appréciation. Toutefois, le juge ne saurait ajouter aux conditions légales d~autres exigences qui restreind1·aient au fond le cbamp d~application du sursis et seraient par conséquent inconciliables avec l'esp1·it de la lo i. - En particulier, le sursis ne peut être refusé p o ur le se ul motif que l'accusé a menti au cou1·s de l'enquête. La coucessione della sospensione condizionale della 11ena e {1uestione di appi~ezzameuto, anche quando ricot~rauo le ~oudizioni previste dall'art. 32 CPl\1. N ou devono perõ poi~si delle esigenze ebe esorbitino dallc condizioni fissate dalla legge, tali da limitare

16~) - No. 75 essenzialmente il campo d'applicazione della stessa, in contraddi- zione col senso dell'art. 32 CPJ\tl. - La soS}lensione condizionale della pena non puõ rifiutarsi solo percl1~ l'imputato, dtirante l'in- chiesta, ha contestato d'aver co1nmesso il reato. E. Nach der stãndigen Rechtsprechung des Kassationsgerichtes (vgl. Entscheidungen MKG 1936-1940, No. l, No. 4, No. 6, No. 81, No. 105) ist auch beim Vorliegen der in Art. 32, Ziff. l, MStG erwãhnten Voraussetzungen die Zubilligung des bedingten Strafvollzuges immer noch Ermessensfrage. Das hat aber nicht die Bedeutung, dass der Richter in der Gewãhrung oder Verweigerung dieser Rechtswohltat võllig frei wãre. Er soll dem Sinn und dem Zweck des bedingten Strafvollzuges, der der Spezialprãvention dient, gerecht werden und darf nicht über die gesetzlichen Voraussetzungen hinaus Anforderungen stellen, die zu einer wesentlichen Beschrãnkung des Anwendungsgebietes des bedingten Strafvollzugs führen müssten un d somit d em Grundgedanken von Art. 32 MStG und den Absichten des Gesetzgebers nicht entsprechen würden. F. Im vorliegenden Falle 'ergibt sich aus der Begründung des an- gefochtenen Urteils (S. 5), dass die Vorinstanz, trotzdem sie feststellte, dass der Beschwerdeführer über einen guten militãrischen Führungs- bericht verfügte, den bedingten Strafvollzug besonders rnit Rücksicht auf sein unwürdiges Verhalten anlãsslich der Voruntersuchung ver- weigerte. Bei der Würdigung der Frage, ob der bedingte Strafvollzug gewãhrt werden solle oder nicht, konnte das Divisionsgericht die Tat- sache, dass sich der Beschwerdeführer in der Voruntersuchung anfãnglich auf das Leugnen verlegte, wohl in Erwãgung ziehen. Diese T'atsache konnte aber in casu angesichts aller übrigen zugunsten des nicht vor- bestraften Beschwerdeführers sprechenden Umstãnde nicht genügen, um ihn dieser Rechtswohltat nicht würdig zu befinden. Aus dem Bericht des Gemeinderates seines Heimat- und Wohnortes Oberãgeri (act. 33) ergibt sich, dass der Beschwerdeführer einer ehrbaren Familie entstammt und dass er einen untadeligen Leuniund hatte. Der Kdt. der Geb. Mitr. K p. IV /48, in d er d er Beschwerdeführer eingeteilt ist, erklãrt in seinem Führungsbericht (act. 37), der Beschwerdeführer sei als Soldat in der Einheit, als lJnteroffizier in der l={ekrutenschule und als l{orporal in der Einheit immer gut qualifiziert und sei lediglich wegen allzu beschei- dener Schulbilclung bis jetzt als Offiziersanwãrter abgelehnt worden; er hal te d en Mann für charakterlich durchaus einwandfrei; er führe gut, instruiere gut, sei strebsam und fleissig. Der Kp. Kdt. fügt bei, es sei ihm schlechterdings unverstãndlich, dass Kpl. N. mit dem Divisionsgericht zu tun bekommen habe. Ausser diesen günstigen Zeug- nissen ist auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer noch ver- hãltnismãssig jung ist und dass die lJmstãnde, unter denen er den Dieb- . stahl beging, eher den Schluss auf eine augenblickliche Verirrung als