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MKGE 4 Nr. 73

MKGE 4 Nr. 73

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165 - No. 73 à statuer et ordonner un complén1ent d'information. En revanche et comme la remarque en a été faite sous a, il ne lui appartenait pas de se dispenser d'apprécier certaines affaires au regard de l'art. 16 OM interprété comme il est dit ci-dessus. 5° De ce qui précede, il résulte que le Tribunal de division a méconnu la notion juste de la <<vie privée)) qui peut entrainer l'exclusion du service personnel en vertu de l'art. 16 OM. (15 octobre l 942, auditeur e. T. D. l B dans l'affaire du major C.) Beschin1piung ciner 1\:lilitat·person (Art. 101 1\!IStG) : lin Ver- haltnis zu de n « El1rverletzungen » ist di e Bestimmung (les ·Art. 101 MStG eine lex specialis, die irn1ner dann anzulvenden ist, \Venn der dariu umscltriebene Tatbestand objel{tiv lJnd subjelítiv eriüllt ist (Erw. B). - Geschütztes Recbtsgut ist di e militarische Siel1erbeit (Er\v. D). - De1· « animus iniuriandi » ist uicbt eriorderlicl1 (Erw. E). Injures à un militaire (art. 101 CPl\1) : L'art. 101 constitue, relativement aux atteintes à Pltonucur visées llar les at·t. 145 sq. CPJ\11, une lex specialis {tui (loit toujours être appliquée quand les élétnents, objectifs et subjectifs, constitutiis du délit sont 1·éalisés (cons. B et C). - Cet article teud à protéger la sécurité Inilitaire (cons. D). - « Animus injuriandi » (cons. E). Ingiurie a d un militai·e (art. 101 CPl\1) : J}art. 101 CPl\1 costi- tuisce, p er rapporto ai 1·eati · contro l'ouore, una «le x specialis » cl1e deve sempre cssere applicata quando se ne verificano gli ele- menti oggettivi e soggettivi (cons. B). - Ciõ eh e detto artieolo in- tende proteggcre e la sicu1·ezza militare (cons. D). - Non occorre l'« anhnus iniu1·iandi » (cons. E). A. Der Verteidiger des Beschwerdeführers beruft sich auf den Kassa- tionsgrund von Art. 188, Abs. l, Ziff. l, MStGO und macht geltend, das lJrteil des Territorialgerichtes verletze das Strafgesetz dadurch, dass es den Tatbestand von Art. 101 l\1StG als erfüllt ansehe, wãhrend nach der Auffassung des Beschwerdeführers ein wesentliches Merkmal des gesetzlichen Tatbestandes der Beschimpfung nicht vorliege. Beschimpfung sei qualifizierte ~~hrbeleidigung. Zum beleidigenden Ausdruck müsse hinzukommen, dass die Form des Ausdruckes besonders roh oder ver- letzend sei. Sonst konne nicht wegen Beschimpfung, sondern nur even- tuell vvegen übler Nachrede (Art. 145 MStG) oder ganz eventuell wegen Verleu1ndung (Art. 146 MStG) bestraft werden. Ferner bringt cler Ver-

No. 73 166 - teidiger vor, bei den in Frage stehenden Flugblãttern handle es sich um politische Kampfschriften, deren Zweck nicht darin bestehe, den Ober- befehlshaber oder di e Armee zu beschimpfen oder di e W ehrkraft des Landes zu schãdigen. Der Beschwerdeführer habe nicht den Willen gehabt, den General zu beschimpfen, weshalb es an der subjektiven Voraussetzung für die Anwendung von Art. 101 MStG fehle. B. Gemãss Art. 101, Abs. l, MStG ist strafbar, wer eine Militãr- person, die im aktiven Dienste steht, offentlich beschimpft. Diese Be- stimmung steht im fünften Abschnitt des MStG unter den cc Verbrechen oder Vergehen gegen di e Landesverteidigung un d gegen di e W ehrkraft des l .. andes >> un d unter d em Marginale Ziff. 4 cc Storung d er militãrischen Sicherheit)), Gegenüber d en Vorschriften des zehnten Abschnittes des MStG über die «Ehrverletzungen)) ist Art. 101 MStG als die lex specialis zu betrachten. Diese Bestimmung ist immer anzuwenden, wenn der darin umschriebene Tatbestand objektiv und subjektiv erfüllt ist. C. Die Auffassung des Verteidigers, class von einer Beschimpfung im Sinne von Art. 101 MStG nur gesprochen werclen konne, wenn die ehrverletzende Áusserung in besonders roher F"'orm erfolge, ist nicht zutreffend. Als Beschimpfung gemãss Art. 101 MStG ist jeder Angriff auf die Ehre einer im aktiven Dienst stehenden Militãrperson zu be- trachten, wenn er offentlich erfolgt. Dass eine Beschimpfung nur vor- liege, wenn dieser Angriff in besonders krasser oder herabwürdigender \Veise geschehe, ist in Art. 101 MStG nicht gesagt. Es ist ohne weiteres kiar- und es wird dies übrigens vom Verteidiger auch nicht in Abrede gestellt -, dass die in der Anklage hervorgehobenen Stellen der in ~~rage stehenden Flugblãtter Angriffe auf die Ehre des Oberbefehlshabers der Armee, also auf eine im aktiven Dienste stehende Militãrperson, ent- hielten und dass diese Angriffe durch die Versendung der Flugblãtter an Hunderte von Adressen offentlich geschahen. Daran vermag die Tatsache, dass diese Flugblãtter politische Ziele verfolgten, nichts zu ãndern. D. Unbegründet ist auch die Einwendung des Verteidigers, dass sich die F1ugblãtter nicht gegen das durch Art. 101 MStG geschützte I1echtsgut gerichtet hãtten. Die of~entliche Beschimpfung einer im ak- tiven l)ienste stehenden Militãrperson ist im Sinne von Art. 101 MStG, da diese Bestimmung im fünften Abschnitt des MStG- steht, in1mer als ein Vergehen gegen di e Landesverteidigung un d gegen di e W ehrkraft des L,andes und im Hinblick auf Marginale Ziff. 4 als Storung der mili- tãrischen Sicherheit zu betrachten. E. Ebenfalls unbehelflich ist schliesslich die Behauptung des Ver- teidigers, der Wille zur Beschimpfung sei subjektiv beim Beschwerde- führer nicht vorhanden gewesen. Wie der Verteidiger selbst ausführt, hat der Beschwerdeführer den Inhalt der Flugblãtter gekannt und ge- billigt. Indem er den Text dieser Flugblãtter entgegennahm und an Dritte