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MKGE 4 Nr. 7

MKGE 4 Nr. 7

Mkg · · Deutsch CH
Erwägungen (4 Absätze)

E. 12 -- B. Nach der für das Kassationsgericht verbindlichen Feststellung der Vorinstanz wàren die Beschwerdeführer Angehorige einer militãrisch organisierten Arheitskompagnie. Sie bildeten daher den Bestandteil eines auslãndischen l-Ieeres und sind infolgedessen nach ihrem Übertritt in die Schweiz mit Recht dem gleichen I-i.egime wie regulãre Soldaten unterworfen worden. Übrigens hãtten sie nach Gutdünken der eidgenos- sischen Behorden auch als reine Zivilpersonen interniert werden konnen, wobei sie gemãss Art. 3, Ziff. 2, MStG in gleicher Weise dem Militãr- strafgesetz unterstanden wãren. C. W en n di e Vorinstanz das Ausreissen de r Beschwerdeführer als eine Nichtbefolgung von Dienstvorschriften im Sinne von Art. 72 MStG ahndete, so entsprach dies der stãndigen Rechtsprechung des Kassations- gerichtes (vgl. die Urteile i. S. Tabaka vom 28. September 1940, i. S. Musielak vom 21. Oktober 1940, i. S. Opiola und Kons. vom 30. No- vember 1940, i. S. Bocage vom 30. Nove1nber 1940). Der abweichenden Auffassung des Territorialgerichtes l kann nicht zugestimmt werden . .,: (14. Juni 1941, Baudoux e. T. G. 3 A.) 7. Di e Feststell1tng des objel{tiven Tatbestandes und des atis aussern Vot~gangcn uud Umstãnden siclt ergebcnden Willens des Tatet·s ist Sache dcr Be\veis\vürdigung, welche - Willl{Ür vot·belialten - in die ausscbliessliche l(ompetenz de1· Divisions- und Territorial- get·icbte fallt (Et·\v. A) .. - Die Vet·lnttreuung (Art .. 131, Ziff. 1, l\IStG) umfasst sowohl die Ancignung ciner anvert1·auten fremden Saclte in Bereicherungsabsicht (Abs. 1) als au eh di e eigenmachtige un(l }lfliclttlvidt·ige V er\vendung anvertrauten Gu tes, \Velcl1es ni eh t in fremdem Eigeutum zu sein bt·aucbt (Abs. 2). Der Tatbestand d er V eruntt·euung ist imtner daun et·füllt, wenn (lei· Tate1~ e ine ihm mit d er W eis un g zu einet· bestimmt.en V erwcndung anvertraute Sache eigenmachtig und 11flicbtlvidrig in seinem oder eines andern Nutzen verwendet. - In der eigenmacbtigen llei·absetzung des Preises des von einem Dienstpflicbtigen aus Bestandeu der Armee er\vorbenen uud ihm dienstlicl1 anvertrauten llolzes liegt eine un- getreue Geschaftsführung (Art .. 144 l\IIStG) (Er\v. B). La constatation des éléments (objectifs) de fai t e t de la culpa- bilité intentionnelle qui appat~ait t~ésulter des conditions et circons- tances données est affait·e d'app~·éciatiou des }lreuves, laquelle, sous réserve de l'arbitt·aire, rentt~e {\aus la compétence exclusive du

-

E. 13 No. 7 tribunal de jugement (cons. A). - L'abus de confiance (art. 131, eh. 1, CPJ\11) existe aus si b i en dans le e as ou l'auteur s'appi~opt·ie, pour se procurer u11 enrichissement, une chose appartenant à autrui et qui Ini est co11fiée (al. 1) que dans le cas ou il emploie, de son propt·e chef et en violation de ses obligations, une cl1ose qui Ini a été confiée et qui peut ne pas être la propriété d'autrui (al. 2). Les éléments de iait de l'abus de confiance sont réalisés sitôt que l'auteur utilise, à son profit ou au profit de tiers, de son propre chef et en violation (le ses obligations, une chose qui lui a été confiée à charge d'en faire un emploi détertniné~ - Le fait de consentir de son propre cl1ef un rabais sur le prix de quantités de hois, acquises de l'armée par un militaire et à lui confiées à raison des rapports de set·vice, constitue le délit de gestion ~léloyale (art. 144 CPl\1) (cons. B). L'accertamento dell'oggettivo stato di fatto e della volontà del prevenuto, quale risulta da circostanze esteriori, costituisce ap- prezzamento delle prove, che - salvo il caso di at~bitrio -. rientra nella esclusiva competenza del tribunale di divisione o territot~iale (cons. A). - L'appt·opriazione indebita (art. 131, cif. 1, CPJ\!1) com- prende tan to l'appi·opt·iazione, a scopo di illecito art·icchim ~n to, (li una cosa altrui, affidata all'imputato (e p. 1), quanto l'at.-bitrario ed illecito uso di un oggetto, ricevuto in consegna, che non occorre apparteuga a terzi (cp. 2). La fattispecie della appropriazione indcbita esiste ogni qualvolta il p1·evenuto nsa arbitra1·iamente ed illecita- mente, a suo ·profitto od a profitto di un terzo, una cosa affidatagli ad un detet·minato dive1·so scopo. - L'arbit1·aria riduzione di prezzo, concessa da un milite su Iegnami, acquistati per conto dell'esercito, C(l a lui affidati, costituisce gestione infedele (art. 144 CPM) (cons.B). A. Der Verteidiger macht eine Verletzung des Strafgesetzes mit der Behauptung geltend, das Divisionsgericht habe hinsichtlich der von· Hptm. B. vorgenommenen Holzverkãufe an die f"'orstverwaltung Oftringen, an die Sãgerei Burger, l~upperswil, an Gebr. Meyer, Brugg, sowie hinsichtlich des Mehrverkaufs von 3 Ster Brennholz an Privat- personen den Tatbestand des vollendeten Delikts der Veruntreuung ilh Sinne von Art. 131 MStG angenommen, trotzdem weder~ine Aneignung des Holzes in unrechtmãssiger Bereicherungsabsicht noch eine unrecht- mãssige V erwendung des Erloses erfolgt sei. Diese Anfechtung ist unbegründet. Die Frage, welche Absicht beim Kassationsklãger im Zeitpunkte der Vornahme der Holzverkãufe be- standen hat, ist eine Tatfrage. Wie die Feststellung des ãussern, so ist 2

No. 7

E. 14 auch die des innern Tatbestandes, d. h. des aus ãussern Vorgãngen und

Umstãnden sich ergebenden Willens des Tãters Sache des Beweises und

der Beweiswürdigung, die in die ausschliessliche Kompetenz der Vor-

instanz fãllt. Wenn daher das Divisionsgericht zur Annahme gelangt

ist, Hptm. B. habe sich das verãusserte Holz angeeignet in der Absicht,

sich unrechtmãssig zu bereichern, so liegt darin eine vom Kassations-

gericht nur aus dem Gesichtspunkte der Willkür nachprüfbare Fest-

stellung tatsãchlicher Natur. Von Willkür kann aber nur dann die Rede

sein, wenn e ine Feststellung na eh La g e de r Ak te n al s widersinnig bzw.

aus der Luft gegriffen bezeichnet werden muss. Dies trifft hier nicht zu.

Mit der Einwendung, I-Iptm. B. habe beim Holzverkauf an Gebr.

Meyer in Brugg und beim Mehrverkauf der 3 Ster Brennholz nicht die

V orstellung gehabt, das s er eine fremde Sa eh e si eh aneigne, sondern si eh

a~s rechtmãssigen Eigentümer zufolge Kaufs betrachtet, setzt sich der

Verteidiger mit den Aussagen B., in Widerspruch, der in der Vorunter-

suchung sowohl als in der Hauptverhandlung zugegeben hat, dass das

verkaufte Holz von ihm nicht ersteigert worden sei, sondern Eigentum

des Genieparks war. Wenn übrigens Hptm. B. bona fide gehandelt

hãtte, wie sein Verteidiger behauptet, so konnte er auch nicht, wie be-

antragt, des Vorsatzdelikts der ungetreuen Geschãftsführung gemãss

Art. 144 MStG schuldig erklãrt werden.

Richtig ist dagegen, dass Hptm. B. die Holzverkãufe an die Forst-

verwaltung Oftringen und an die Sãgerei Burger in Rupperswil nicht

auf seinen Namen tãtigte. Nach den Akten hat er den Holzverkauf

mit der Forstverwaltung Oftringen an Ort und Stelle im Walde ab-

geschlossen, und zwar als Verwalter des Genieparks. Die Rechnung hat

er, wenn auch nicht auf einem vorgedruckten Formular, so doch im

Namen des Geniep~rks ausgestellt. Offenbar ist dies in gleicher Weise

auch gegenüber der Sãgerei Burger, Rupperswil, geschehen. Jedenfalls

haben beide Kãufer den Geniepark als Vertragspartei betrachtet und den

Kaufpreis an dessen Adresse durch Posteinzahlu-ng überwiesen. Diese

ãussere Abwicklung der Kaufgeschãfte schliesst indessen, namentlich

im Hinblick auf die Tatsache, dass llptm. B. die beiden Geschãfte nicht

durch das Rechnungsbureau des Genieparks verbuchen liess, sondern

die Rechnungstellung selber besorgte, sowie im Hinblick auf sein nach-

trãgliches Verhalten die Annahme nicht aus, dass er die Absicht, sich

das Holz rech tswidrig anzueignen, bereits im Zeitpunkte d er Kaufs-

abschlüsse hatte, die Holzverkãufe also, wenn auch nicht formell, so

doch materiell auf eigene Rechnung vornahm, wie die Vorinstanz fest-

stellt.

Aber auch wenn man rnit der Verteidigung davon ausgeht, er habe

erst bei Ausstellung der Rechnungen für diese beiden Holzverkãufe den

Entschluss gefasst, si eh di e eingehenden Geldbetrãge anzueignen, so,

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No. 7

ãndert sich dadurch an der rechtlichen Qualifikation seiner Hancpung~­

weise als einer vollendeten Veruntreuung nichts.

Art. 131 MStG umfasst nach Ziff. l zwei Tatbestãnde, nãmlich die

Veruntreuung als Aneignung anvertrauter fremder beweglicher Sachen

in unrechtmãssiger Bereicherungsabsicht (Abs. 1) und die Veruntreuung

als unrechtmassige Verzvendung anvertrauten Gutes (Abs. 2). Letztere

ist auch an· einer Sache moglich, die sich im Eigentum des Tãters be-

findet. Die Frage des zivilrechtlichen Eigentumsverhaltnisses spielt hier

ke ine Rolle; ausschlaggebend ist vielmehr, o b es si eh bei d em anver-

trauten Gut wirtschaftlich um fremdes Vermogen handelt. Der Ver-

untreuungstatbestand ist immer dann erfüllt,. wenn der Tãter eine ihm

mit der Weisung zu einer bestimmten Verwendung anvertraute Sache

eigenmãchtig und pflichtwidrig in seinem eigenen oder eines andern

Nutzen verwendet (vgl. Entsch. MKG. 1936-1940, S. 90 f.).

Dass hier der Erlos aus dem Verkaufe des der Eidgenossenschaft

gehorenden Holzes I--I ptm. B. in sein er Eigenschaft al s Verwalter des

Genieparks 5. Div. anvertraut war, und zwar, wie die Vorinstanz annimmt,

dienstlich, bestreitet der Verteidiger mit Recht nicht. Wenn daher der

Beschwerdeführer das Geld an sich nahm und seinem Vermogen zu-

führte, indem er es wie ein Eigentümer in seiner Bureaukiste eine Zeit-

lang verwahrte, so hat er es dadurch unrechtlnassig zu seinem Nutzen

verwendet. In einem ahnlich liegenden Falle, da ein Einheitskomman-

dant aus der Vermietung von Pferden an Private vereinnahmte Gelder

befehlswidrig einer der Einheit gehorenden Spezialkasse statt der dem

Bunde gehorenden allgemeinen Kasse zuführte, hat das Kassationsgericht

ausgesprochen, dass die unrechtmassige Verwendung in dem Momente

vollendet war, als das Mietgeld in die Spezialkasse gelegt und damit ins

Eigentum der Kompagnie übergeführt wurde. Die nachtrãgliche Rück-

übertragung des ·Geldes auf den rechtmassigen Eigentümer habe hieran

nichts zu andern vermocht (vgl. Entsch. MKG 1936-1940, S. 178).

Grundsãtzlich gleich wie bei der einfachen Veruntreuung im Sinne

von Ziff. l liegen selbstverstãndlich di e V erhãltnisse au eh bei d er lediglich

durch eine erhohte Strafbarkeit sich unterscheidenden qualifizierten Ver-

untreuung dienstlich anvertrauter Sachen im Sinne von Ziff. 2 des

Art. 131 MStG, welche Bestimmung die Vorinstanz zur Anwendung

gebracht hat, ohne jedoch von der Môglichkeit, auf eine Zuchthausstrafe

zu erkennen, Gebrauch zu machen.

B. In der von 'Hptm. B. vorgenommenen eigenmãchtigen Herab-

setzung des Preises für die von ihm gekauften 23 Ster Holz von Fr. 430

auf Fr. 375 erblickt die Vorinstanz eine ungetreue Geschãftsführung

gemãss Art. 144, Abs. 2, MStG. Eine Verletzung des Strafgesetzes kann

hierin, entgegen der Behauptung des Verteidigers, dass der Nachweis

eines Verschuldens fehle, nicht gefunden werden. Darüber, dass Hptm. B.

Volltext (verifizierbarer Originaltext)

No. 7 -- 12 -- B. Nach der für das Kassationsgericht verbindlichen Feststellung der Vorinstanz wàren die Beschwerdeführer Angehorige einer militãrisch organisierten Arheitskompagnie. Sie bildeten daher den Bestandteil eines auslãndischen l-Ieeres und sind infolgedessen nach ihrem Übertritt in die Schweiz mit Recht dem gleichen I-i.egime wie regulãre Soldaten unterworfen worden. Übrigens hãtten sie nach Gutdünken der eidgenos- sischen Behorden auch als reine Zivilpersonen interniert werden konnen, wobei sie gemãss Art. 3, Ziff. 2, MStG in gleicher Weise dem Militãr- strafgesetz unterstanden wãren. C. W en n di e Vorinstanz das Ausreissen de r Beschwerdeführer als eine Nichtbefolgung von Dienstvorschriften im Sinne von Art. 72 MStG ahndete, so entsprach dies der stãndigen Rechtsprechung des Kassations- gerichtes (vgl. die Urteile i. S. Tabaka vom 28. September 1940, i. S. Musielak vom 21. Oktober 1940, i. S. Opiola und Kons. vom 30. No- vember 1940, i. S. Bocage vom 30. Nove1nber 1940). Der abweichenden Auffassung des Territorialgerichtes l kann nicht zugestimmt werden . .,: (14. Juni 1941, Baudoux e. T. G. 3 A.) 7. Di e Feststell1tng des objel{tiven Tatbestandes und des atis aussern Vot~gangcn uud Umstãnden siclt ergebcnden Willens des Tatet·s ist Sache dcr Be\veis\vürdigung, welche - Willl{Ür vot·belialten - in die ausscbliessliche l(ompetenz de1· Divisions- und Territorial- get·icbte fallt (Et·\v. A) .. - Die Vet·lnttreuung (Art .. 131, Ziff. 1, l\IStG) umfasst sowohl die Ancignung ciner anvert1·auten fremden Saclte in Bereicherungsabsicht (Abs. 1) als au eh di e eigenmachtige un(l }lfliclttlvidt·ige V er\vendung anvertrauten Gu tes, \Velcl1es ni eh t in fremdem Eigeutum zu sein bt·aucbt (Abs. 2). Der Tatbestand d er V eruntt·euung ist imtner daun et·füllt, wenn (lei· Tate1~ e ine ihm mit d er W eis un g zu einet· bestimmt.en V erwcndung anvertraute Sache eigenmachtig und 11flicbtlvidrig in seinem oder eines andern Nutzen verwendet. - In der eigenmacbtigen llei·absetzung des Preises des von einem Dienstpflicbtigen aus Bestandeu der Armee er\vorbenen uud ihm dienstlicl1 anvertrauten llolzes liegt eine un- getreue Geschaftsführung (Art .. 144 l\IIStG) (Er\v. B). La constatation des éléments (objectifs) de fai t e t de la culpa- bilité intentionnelle qui appat~ait t~ésulter des conditions et circons- tances données est affait·e d'app~·éciatiou des }lreuves, laquelle, sous réserve de l'arbitt·aire, rentt~e {\aus la compétence exclusive du

- 13 - No. 7 tribunal de jugement (cons. A). - L'abus de confiance (art. 131, eh. 1, CPJ\11) existe aus si b i en dans le e as ou l'auteur s'appi~opt·ie, pour se procurer u11 enrichissement, une chose appartenant à autrui et qui Ini est co11fiée (al. 1) que dans le cas ou il emploie, de son propt·e chef et en violation de ses obligations, une cl1ose qui Ini a été confiée et qui peut ne pas être la propriété d'autrui (al. 2). Les éléments de iait de l'abus de confiance sont réalisés sitôt que l'auteur utilise, à son profit ou au profit de tiers, de son propre chef et en violation (le ses obligations, une chose qui lui a été confiée à charge d'en faire un emploi détertniné~ - Le fait de consentir de son propre cl1ef un rabais sur le prix de quantités de hois, acquises de l'armée par un militaire et à lui confiées à raison des rapports de set·vice, constitue le délit de gestion ~léloyale (art. 144 CPl\1) (cons. B). L'accertamento dell'oggettivo stato di fatto e della volontà del prevenuto, quale risulta da circostanze esteriori, costituisce ap- prezzamento delle prove, che - salvo il caso di at~bitrio -. rientra nella esclusiva competenza del tribunale di divisione o territot~iale (cons. A). - L'appt·opriazione indebita (art. 131, cif. 1, CPJ\!1) com- prende tan to l'appi·opt·iazione, a scopo di illecito art·icchim ~n to, (li una cosa altrui, affidata all'imputato (e p. 1), quanto l'at.-bitrario ed illecito uso di un oggetto, ricevuto in consegna, che non occorre apparteuga a terzi (cp. 2). La fattispecie della appropriazione indcbita esiste ogni qualvolta il p1·evenuto nsa arbitra1·iamente ed illecita- mente, a suo ·profitto od a profitto di un terzo, una cosa affidatagli ad un detet·minato dive1·so scopo. - L'arbit1·aria riduzione di prezzo, concessa da un milite su Iegnami, acquistati per conto dell'esercito, C(l a lui affidati, costituisce gestione infedele (art. 144 CPM) (cons.B). A. Der Verteidiger macht eine Verletzung des Strafgesetzes mit der Behauptung geltend, das Divisionsgericht habe hinsichtlich der von· Hptm. B. vorgenommenen Holzverkãufe an die f"'orstverwaltung Oftringen, an die Sãgerei Burger, l~upperswil, an Gebr. Meyer, Brugg, sowie hinsichtlich des Mehrverkaufs von 3 Ster Brennholz an Privat- personen den Tatbestand des vollendeten Delikts der Veruntreuung ilh Sinne von Art. 131 MStG angenommen, trotzdem weder~ine Aneignung des Holzes in unrechtmãssiger Bereicherungsabsicht noch eine unrecht- mãssige V erwendung des Erloses erfolgt sei. Diese Anfechtung ist unbegründet. Die Frage, welche Absicht beim Kassationsklãger im Zeitpunkte der Vornahme der Holzverkãufe be- standen hat, ist eine Tatfrage. Wie die Feststellung des ãussern, so ist 2

No. 7 14 - auch die des innern Tatbestandes, d. h. des aus ãussern Vorgãngen und Umstãnden sich ergebenden Willens des Tãters Sache des Beweises und der Beweiswürdigung, die in die ausschliessliche Kompetenz der Vor- instanz fãllt. Wenn daher das Divisionsgericht zur Annahme gelangt ist, Hptm. B. habe sich das verãusserte Holz angeeignet in der Absicht, sich unrechtmãssig zu bereichern, so liegt darin eine vom Kassations- gericht nur aus dem Gesichtspunkte der Willkür nachprüfbare Fest- stellung tatsãchlicher Natur. Von Willkür kann aber nur dann die Rede sein, wenn e ine Feststellung na eh La g e de r Ak te n al s widersinnig bzw. aus der Luft gegriffen bezeichnet werden muss. Dies trifft hier nicht zu. Mit der Einwendung, I-Iptm. B. habe beim Holzverkauf an Gebr. Meyer in Brugg und beim Mehrverkauf der 3 Ster Brennholz nicht die V orstellung gehabt, das s er eine fremde Sa eh e si eh aneigne, sondern si eh a~s rechtmãssigen Eigentümer zufolge Kaufs betrachtet, setzt sich der Verteidiger mit den Aussagen B., in Widerspruch, der in der Vorunter- suchung sowohl als in der Hauptverhandlung zugegeben hat, dass das verkaufte Holz von ihm nicht ersteigert worden sei, sondern Eigentum des Genieparks war. Wenn übrigens Hptm. B. bona fide gehandelt hãtte, wie sein Verteidiger behauptet, so konnte er auch nicht, wie be- antragt, des Vorsatzdelikts der ungetreuen Geschãftsführung gemãss Art. 144 MStG schuldig erklãrt werden. Richtig ist dagegen, dass Hptm. B. die Holzverkãufe an die Forst- verwaltung Oftringen und an die Sãgerei Burger in Rupperswil nicht auf seinen Namen tãtigte. Nach den Akten hat er den Holzverkauf mit der Forstverwaltung Oftringen an Ort und Stelle im Walde ab- geschlossen, und zwar als Verwalter des Genieparks. Die Rechnung hat er, wenn auch nicht auf einem vorgedruckten Formular, so doch im Namen des Geniep~rks ausgestellt. Offenbar ist dies in gleicher Weise auch gegenüber der Sãgerei Burger, Rupperswil, geschehen. Jedenfalls haben beide Kãufer den Geniepark als Vertragspartei betrachtet und den Kaufpreis an dessen Adresse durch Posteinzahlu-ng überwiesen. Diese ãussere Abwicklung der Kaufgeschãfte schliesst indessen, namentlich im Hinblick auf die Tatsache, dass llptm. B. die beiden Geschãfte nicht durch das Rechnungsbureau des Genieparks verbuchen liess, sondern die Rechnungstellung selber besorgte, sowie im Hinblick auf sein nach- trãgliches Verhalten die Annahme nicht aus, dass er die Absicht, sich das Holz rech tswidrig anzueignen, bereits im Zeitpunkte d er Kaufs- abschlüsse hatte, die Holzverkãufe also, wenn auch nicht formell, so doch materiell auf eigene Rechnung vornahm, wie die Vorinstanz fest- stellt. Aber auch wenn man rnit der Verteidigung davon ausgeht, er habe erst bei Ausstellung der Rechnungen für diese beiden Holzverkãufe den Entschluss gefasst, si eh di e eingehenden Geldbetrãge anzueignen, so,

15 - No. 7 ãndert sich dadurch an der rechtlichen Qualifikation seiner Hancpung~­ weise als einer vollendeten Veruntreuung nichts. Art. 131 MStG umfasst nach Ziff. l zwei Tatbestãnde, nãmlich die Veruntreuung als Aneignung anvertrauter fremder beweglicher Sachen in unrechtmãssiger Bereicherungsabsicht (Abs. 1) und die Veruntreuung als unrechtmassige Verzvendung anvertrauten Gutes (Abs. 2). Letztere ist auch an· einer Sache moglich, die sich im Eigentum des Tãters be- findet. Die Frage des zivilrechtlichen Eigentumsverhaltnisses spielt hier ke ine Rolle; ausschlaggebend ist vielmehr, o b es si eh bei d em anver- trauten Gut wirtschaftlich um fremdes Vermogen handelt. Der Ver- untreuungstatbestand ist immer dann erfüllt,. wenn der Tãter eine ihm mit der Weisung zu einer bestimmten Verwendung anvertraute Sache eigenmãchtig und pflichtwidrig in seinem eigenen oder eines andern Nutzen verwendet (vgl. Entsch. MKG. 1936-1940, S. 90 f.). Dass hier der Erlos aus dem Verkaufe des der Eidgenossenschaft gehorenden Holzes I--I ptm. B. in sein er Eigenschaft al s Verwalter des Genieparks 5. Div. anvertraut war, und zwar, wie die Vorinstanz annimmt, dienstlich, bestreitet der Verteidiger mit Recht nicht. Wenn daher der Beschwerdeführer das Geld an sich nahm und seinem Vermogen zu- führte, indem er es wie ein Eigentümer in seiner Bureaukiste eine Zeit- lang verwahrte, so hat er es dadurch unrechtlnassig zu seinem Nutzen verwendet. In einem ahnlich liegenden Falle, da ein Einheitskomman- dant aus der Vermietung von Pferden an Private vereinnahmte Gelder befehlswidrig einer der Einheit gehorenden Spezialkasse statt der dem Bunde gehorenden allgemeinen Kasse zuführte, hat das Kassationsgericht ausgesprochen, dass die unrechtmassige Verwendung in dem Momente vollendet war, als das Mietgeld in die Spezialkasse gelegt und damit ins Eigentum der Kompagnie übergeführt wurde. Die nachtrãgliche Rück- übertragung des ·Geldes auf den rechtmassigen Eigentümer habe hieran nichts zu andern vermocht (vgl. Entsch. MKG 1936-1940, S. 178). Grundsãtzlich gleich wie bei der einfachen Veruntreuung im Sinne von Ziff. l liegen selbstverstãndlich di e V erhãltnisse au eh bei d er lediglich durch eine erhohte Strafbarkeit sich unterscheidenden qualifizierten Ver- untreuung dienstlich anvertrauter Sachen im Sinne von Ziff. 2 des Art. 131 MStG, welche Bestimmung die Vorinstanz zur Anwendung gebracht hat, ohne jedoch von der Môglichkeit, auf eine Zuchthausstrafe zu erkennen, Gebrauch zu machen. B. In der von 'Hptm. B. vorgenommenen eigenmãchtigen Herab- setzung des Preises für die von ihm gekauften 23 Ster Holz von Fr. 430 auf Fr. 375 erblickt die Vorinstanz eine ungetreue Geschãftsführung gemãss Art. 144, Abs. 2, MStG. Eine Verletzung des Strafgesetzes kann hierin, entgegen der Behauptung des Verteidigers, dass der Nachweis eines Verschuldens fehle, nicht gefunden werden. Darüber, dass Hptm. B.