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- 63 - No. 34 presuppone ebe il prevenuto nou abbia egli stesso dovuto sci·utare il segreto militare. In den Urteilserwãgungen nimmt die Vorinstanz auch Stellung zur Frage, ob Abs. 1 oder Abs. 2 von Ziff. l dieser Bestimmung zutreffe, wãhrend im lTrteilsdispositiv Art. 86 ohne nãhere Unterscheidung an- geführt wird. Sie ist der Auffassung, dass Abs. 2 der Ziff. l anzuwenden sei. Wenn auch vermutet werden 1nüsse, dass Gautschi die Tatsachen und Vorkehren ausgespãht habe, um sie den auslãndischen Agenten be- kanntzugeben, so sei doch der Beweis hiefür nicht erbracht. Diese Auf- fassung ist widerspruchsvoll und wird dem Verhãltnis von Abs. l und 2 des Art. 86, Ziff. l, MStG nicht gerecht. Nach Abs. l macht sich der Verletzung militãrischer Geheimnisse schuldig, wer mit Rücksicht auf die Landesverteidigung geheimgehaltene Tatsachen, Vorkehren, Verfahren oder Gegenstãnde ausspiiht, um sie einem fre1nden Staate, dessen Agenten oder der Offentlichkeit hekannt oder zugãnglich zu machen, und nach Ahs. 2, wer sie vorsãtzlich bekannt oder zugiinglich macht. Die letztere Bestimmung, geht also davon aus, das s d er V errãter di e hekanntgegehenen militãrischen Geheimnisse ni eh t erst noch ausspãhen muss, sondern von ihnen auf anderem Wege, sei es zufolge seiner militãrischen oder zivilen Stellung oder zufãllig, Kenntnis erlangt hat. Nach Ahs. l dagegen ist entscheidend die Tãtigkeit des Aus- spãhens zwecks Bekanntgabe. Giht d er V errãter das Ausgespãhte an- schliessend hekannt, so bleiht er nur nach Abs. l strafbar. Der Bekannt- gabe kommt neben der Tãtigkeit des Ausspãhens im Rahmen von Abs. l keine selbstãndige Bedeutung zu, weil sie sich gegen das gleiche Rechts- gut wie die Haupttat des Ausspãhens richtet und lediglich die Verwirk- lichung der für diese gesetzlich erfor.derlichen Absicht darstellt. Da Gautschi die mitgeteilten militãrischen Geheimnisse gemãss den er- haltenen besondern Instruktionen erst auszuspãhen hatte, trifft daher Abs. l auf ihn zu. Abgesehen davon, dass das vorinstanzliche Urteil wegen dieses Punktes nicht angefochten ist, kommt eine Kassation auch deshalb nicht in Frage, weil es sich bei Abs. l und 2 der Ziff. l von Art. 86 MStG um unter der gleichen Strafandrohung stehende Erscheinungsformen ein und desselben Delikts der Verletzung militãrischcr Geheimnisse handelt. (30. Dezember 1941, Gautschi e. T. G. 2 A.) 34. Der Entscheid darüber, ob ein leichter Fali eines Vei~gehens vorliege oder ob die Strafe nach A1·t. 45 ff. MStG zu milderu sei, ist Ermessenssache des urteilenden Ge1·ichtes. Er kann nur unte1·
No. 34 - 64 - dem Gesichtspunli:te (\er \Villl{Ür überpi~üft \verden (Erw. A und B).- Die Anoi~dnung des Strafvollzuges vor Ablauf dei~ l(assations· frist ist nur untei~ den in Art. 7 Verorduung vom 28. 1\ilai 1940 betreffend Abande1·ung un{l EI~ganzung des J\llilitarstrafgesetzes ge· nannten Voraussetzungen zulassig (Art. 189, Abs. 4, J\iiStGO) (Erw. C). I~a question de savoir si uu 1nanquen1ent constitue un cas de « peu de gravité » ou bien si la peine doit être atténttée en vertu des a1·t. 45 sq. CPl\11. est laissée à la libre appréciation du tribunal (le jugement .. Le tribunal de cassation ne peut revoir cette apprécia- tion que so us Pangle de Pai~bitraire (cons. A et B). - 11 n'est permis d'o1·donner l'exécution de la peine avant l'écoulement du (lélai de recours en cassation que dans les conditions pt·évues par l'art. 7 de P 01·d. du 28 mai 1940 modifiant e t co1nplétant le CPl\11 (art. 189, al. 4, PPJ\11) (cons. C). E questione di a11prezza1nento il decidere se si tratta di un caso poco grave di tin rcato o se la }lena debba essei~e attenuata a norma degli a1·t. 45 ss. CPJ\11. - Non se ne puõ discutere in cassa- zione cl1e dal p un to (\i vista delP arbitrio (cons. A e B). - L'o1·dine (\i ese~uzione della pena prima che sia decorso il tet~mine per I'i- correi·e in cassazione 11nÕ essere dato solo nelle condizioni previste (lalP art. 7 delP 01·<l. del 28 maggio 1940 ebe modifica e completa il CPl\1 (a1·t. 189, al. 4, OGPPl\rl) (cons. C). A. Der Verteidiger ficht das Urteil des Divisionsgerichtes 7 B in erster Linie deshalb an, weil die Vorinstanz, obwohl die Voraussetzungen hiefür gegeben gewesen wãren, nicht einen leichten Fall im Sinne von Art. 84, Ziff. 2, MStG angenommen habe. Nach der stãndigen Rechtsprechung des Kassationsgerichtes (vgl. Entscheidungen MKG 1936-1940, No. 93 C und die daselbst angeführten früheren lTrteile) ist der Entscheid über Gradabstufungen innerhalb eines Delikttatbestandes Sache des freien richterlichen Ermessens, dessen Handhabung das Kassationsgericht nur unter dem Gesichtspunkte der Willkür überprüfen kann. Von Willkür - die übrigens der. Ver- teidiger selber nicht zu behaupten wagt - kann hier jedoch nicht die Rede sein, da Thoma, wie die Vorinstanz mit Recht hervorgehoben hat, si eh o h ne j e d en stichhaltigen Grund von sein er Einheit, di e wenige Ta g e spãter entlassen wurde, entfernt hat. B. Der Verteidiger macht ferner geltend, Thoma sei gestãndig ge- wesen und habe aufrichtig Reue gezeigt, so dass die Vorinstanz gemãss Art. 45 und 46 Abs. 6 MStG verpflichtet gewesen wãre, den Beschwerde- führer statt zu Gefãngnis zu scharfem Arrest oder Busse zu verurteilen.