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No. 19
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19.
Zustiindigl{eit der J\ililitiirgerichte gemiiss Art. 2, Ziff. 4, MStG.
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Zur Unterstellung eines nicht im Dienste befindlichen Dienst-
pflichtigen unter die Militiirgerichtsbarkeit wegen ehrvei~Ietzenden
Aussei~ungen über Vorgesetzte, geuügt es uicl1t, dass sich diese auf
deren dienstliche Stellung beziehen. Erforderlich ist viehnehr auch,
dass sicl1 das Verhalten des Tiitcrs aus seinei~ eigenen dienstlicl1en
Stellung crgebe.
Compétence des tribunaux militaires en vertu de l'art. 2, eh. 4,
CPl\1. -
Po11r qu'une Jlei~sonne, astreinte au service personnel mais
qui n'est pas au service, releve de la justice militaire à raison de
propos diffamatoil~es tenus par elle sur des supérieurs, il n'est pas
suffisant que ces propos se ra11portent à la situation militaire de
ces supérieurs. 11 faut bien plutôt, aussi, que la conduite de l'auteur
I~ésulte de sa propre situation n1ilitaire; c'est le cas, lorsque les
propos diffamatoires ont leur cause dans le rapport de service ou
l'auteur se trouvait lui-même vis-à-vis des supérieurs visés.
Competeriza dei tribunali militari in virtu dell'art. 2, cif. 4,
CPl\11. -
Affincl1e un milite possa essere considcrato soggetto alia
giurisdizione militare a cagionc di offese all'onore di superiori, di
cui si e I~eso colpevole fuori di se1·vizio, no n basta eh e essc si riferiscano
alia posizione militare dei supei~iori. Occorre inoltre che la condottà
dell'autoi~e sia in t~elazione con la sua posizione militare.
Der Beschwerdeführer hestreitet die Zustãndigkeit der Militãr-
geri~hte, weil er sich, als er die ihm vorgeworfenen Aussprüche getan,
in Zivil befunden habe und die Voraussetzungen des Art. 2, Ziff. 4,
MStG nicht gegeben seien. Das Divisionsgericht hat seine Zustãndigkeit
deshalb 'hejaht, weil die Àusserungen des Angeklagten mit d er mili-
tãrischen Stellung des Angegriffenen im Zusamn1enhang stehen. Diese
Begründung is t in d er T at ni eh t schlüssig; de n n na eh Art. 2, Ziff. 4,
MStG unterstehen dem Militãrstrafrecht Dienstpflichtige ausserhalb des
Dienstes mit Bezug auf ihre, d. h. ihre eigene militãrische Stellung und
ihre dienstlichen Pflichten. Trotzdem kann die l(assationsbeschwerde
nicht gutgeheissen werden. Brechbühl hat in seiner Vernehmung durch
den Untersuchungsrichter selber zugegeben, dass er die ihm vorgeworfenen
Àusserungen aus Unmut über die ihm von I-Iptm. L. im Militãr-
dienst zuteil gewordene· Behandlung getan habe. Es steht somit fest,
das s das dienstliche V erhãltnis, in welchen1 d er Beschwerdeführer zum
Angegriffenen stand, die Ursache der zur Beurteihtng stehenden Áusse-