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MKGE 4 Nr. 172

MKGE 4 Nr. 172

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No. 172 - 374 - Fehlt somit schon diese Voraussetzung, so braucht nicht entschieden zu werden, ob die Aufgaben des Flieger-Beobachtungs- und -Meldedienstes überhaupt als Bewachungsaufgaben betrachtet werden kõnnen. (12. Juli 1944, Diem e. D. (i-. 7 A). 172. Urkundenfalsehung (Art. 172 MStG); Der dttreh die Falschung beabsiehtigte Vot~teil bt~aueht kein V ermõgensvorteil zu sein. Die Absicht,,si eh e in er Bestrafung zu entziehen, genügt (Et·\v. 1) .. __,__. Veruntt·euung und Untet~schlagung (Art. 131 ff. MStG): Begt~iff der «Aneignung » (Erw. 2). · . Faux dans les .titres (art. 172 CPM): L'avantage quc I~ech~rcbe l'auteur d'llll f.aux au sens de cet at~ticle n'est pas nécessairement d 'o1~d1·e matéi~iel ou pécuniaire. L'intention de se soustraire à un e punition 11ar e e moyen suffit (cons. 1). - A b us de confiance e t détournement (ai~t. 131 sq. CPl\1). - Définition de l'« appropt·ia..; tion »: Celui-là s'approprie une chose déjà lorsqu'il s'en saisit ou Ja conserve daus l'intention d'en disposer comme de son bien prop1·e (cons. 2). Falsità in documenti (art. l72 CPl\1): No n occorre eh e il profitto cui si mira con la falsifi~azione sia economico; basta l'in- tenzione di sottrat~si ad una punizione (cons. 1). - Appropriazionc indebita e defraudamento (art. 131 ss. CPl\1) ·: Concetto di «appro- priazione » (cons. 2). Alois Müller, welcher der Arbeitskompagnie 401 u. a. Obst ent- wendet hatte, liess sich Lviihrend der · Voruntersuchung uon einem privaten Obs,flieferanten eine Bescheinigung ausstellen, Lvonach er uon ihm ca. 100 kg Apfel gekaufi habe. Er qnderte daraufhin die Waren- menge in ca. 200 kg ab und legte die Bescheinigung dem Untersuchungs- richter als AusLveis vor. - Müller nahm ausserdem, ohne aur den Irrtum aufmerksam zu machen, den für einen Kameraden gleichen Familiennamens bestimmien Sold entgegen und lieferte ihn dem Be- rechtigten nicht ab. Er uerwahrte das Geld in der Westentasche. A. Müller, alors aide de cuisine, a soustrait notamment.des fruits dan s le magasin de la e p~ Durant l'enquête ouverte au· sujet de cett.ê dispa_rition, i l s'est fai t délivrer p ar un fournisseur privé une décla- ration selon laquelle il aurait passé avec celui-ci un marché pour

- 375 - No. 172 environ 100 kg. de pommes. Il a porté·de 100 à 200 kg .. la quantité indiquée sur cette déclaration qu'il a préseniée, ainsi modifiée, au juge d'insiruction pour se jusiifier. De plus, Müller a, sans sígnaler l'erreur, accepié la so l de deslinée à un camarade de même no m que lui; au lieu de le faire paruenir au deslinataire, il a mis cet argent clans sa poche. Alo i s M üller, che aueva sottratto, tra altro della frutta alla com- pagnia di lauoro 401, si fece rilasciare, durante l'inchiesta, da un fornitore privato di frutta, una dichiarazione, attesiante che egli aveva comperato da lui circa 100 k g. di m ele. E g li modificà poi la indicazione de l quantitativo della merce in circa 200 k g. e produsse, come prova, la dichiarazione al giudice istrutiore. - Inoltré i l M üller incassà il soldo destinato ad un camerata, avente il n1edesimo cognome, senza f ar presente l'er ro re e senza rimettere i l danaro a eh i di diritto. Lo tenne in tasca.

1. Der subjektive 'ratbestand der Urkundenfãlschung ist nach dem Wortlaut des Art. 172 MStG unter anderem dann erfüllt, wenn der Tãter in der Absicht handelt, sich einen unrechtmãssigen Vorteil zu ver- schaffen. Dass dieser Vorteil ein Ver1nõgensvorteil sei, ist nicht notig. Daher ko1nmt nichts darauf an, ob der Beschwerdeführer, wie die Vorinstanz angenommen hat, unter anderem auch den Willen gehabt hat, der Schadenersatzpflicht für die Veruntreuung des Obstes zu ent- gehen. Es genügt, dass er sich durch die Verfãlschung der ·Bescheinigung der Strafe hat entziehen wollen. Dass seine Absicht auf diesen unrecht~ mãssigen Vorteil gerichtet war, kann nach dem Beweisergebnis nicht zweifelhaft sein. Der Beschwerdeführer wirft det Vorinstanz mit Recht nicht willkürliche Würdigung des Beweises vor.

2. Art. 131 und 132 MStG zãhlen im Gegensatz zu gewissen früheren kantonalen Strafgesetzen die Handlungen, welche als ein «Aneignen)) zu betrachten sind, nicht auf. Nicht erforderlich ist daher, dass der Tãter di e Sa eh e z. B. verbraucht; er eignet si eh dieselbe schon an, wenn er sie annimn1t oder behãlt in der Absicht, sie wie eine eigene zu hehandeln. Welche Umstãnde den Schluss auf diese Absicht zulassen, ist eine Frage der Beweiswürdigung. Die Vorinstanz hat den Beweis im vorliegenden Fali als erbracht angesehen, weil der Beschwerdeführer kurze Zeit, nach- dem er seinen eigenen Sold erhalten hatte, auch noch denjenigen des Kari Müller annahm, ohne auf den Irrtum aufmerksam zu machen, obschon er sich an den Bezug des eigenen Soldes habe erinnern müssen, ferner weil er trotz der geraumen Zeit, die ihm zur Verfügung stand, den Sold des Kari Müller nicht zurückerstattete. Diese Beweisführung ist nicht nur nicht willkürlich, sondern erscheint als richtig, besonders wenn mit- berücksichtigt wird, dass der Beschwerdeführer in der Voruntersuchung