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- 349 - No.l62 de détaehments de travailleurs p o ur la défense nationale) (cons. A à C). - L'homme no n astreint au se1·vice, qui refuse de rejoindre ou qui abandonne définitivement un détachement de ti·availleurs, encourt simplement des sanctions administratives. En revanche, s'il s'éloigne de façon momentanée du détacl1ement, il est punissable pour désobéissance à des ~rdres généraux (art. 107 CPM) (cons. D). Competenza dei tribunali Inilitari a giudicare gli appartenenti a compagnie di lavoro, anche uon obbligati al servizio, per i reati compiuti iu danno di militat·i o di inco1·porati uei servizi comple- meutari facenti pa1·te de Ue stesse compagnie di lavoro.- G li obbligati al servizio e gli obbligati ai servizi complementari, che fanno parte di compagnie di lavoro, appartengono all'esercito (at·t. 1 dell'Ord. del 28 maggio 1940 che modifica e co1npleta il CPM; art. 2 del DCF del 15 dicembre 1939 concei~nente la formazione di distacca- menti di lavorato1·i p er la difesa nazionale) (cons. A, B, C). - Alle pe1·sone non obbligate al servizio milita1·e ebe non si presentano per il se1·vizio di lavpro o che l'abbandonano definitivamente senza perinesso, son o applicabili so lo provvedimenti amministrativi; l'assenza tempoi·anea e, iuvece, punibile quale disobbedienza ad ordiui generali (art. 107 CPM) (cous. D). Zur Begründung der Kassationsbeschwerde bringt der Beschwerde- führer vor: Die Militãrgerichte seien für di e Behandlung d er Sa eh e nicht zustãndig, da er dienstfrei sei. Bertschi sei bei Vollendung des 60. Alters- jahres (26. Juni 1941) wegen Krankheit aus der Armee ausgeschieden; seither sei er nicht mehr dienstpflichtig oder hilfsdienstpflichtig gewesen. Der ihm (Tschudin) von Bertschi erteilte Auftrag und die Abrechnung hierüber seien rein zivilrechtlicher Natur. Im übrigen beanstandet der Beschwerdeführer eine Reihe von Feststellungen des angefochtenen lJrteils über den Sachverhalt, über sein Vorleben und seinen Charakter. D er V erteidiger beruft si eh auf d en Kassationsgrund von Art. 188, Abs. l, Ziff. 3, MStGO und macht geltend, die Zustãndigkeit der Militãr- gerichte sei auf Grund von Art. l, Abs. l, lit. a, der VO des BR vom
28. Mai 1940 betreffend Abãnderung und Ergãnzung des MStG nur gegeben: a) bei Delikten gegen Leib un d Leben, wenn si e si eh gegen Personen oder Stellen richten, di e zur Armee gehõren; b) bei Vermõgens- delikten, wenn sie an Sachen begangen werden, die der Armee dienen. Dagegen seien die Militãrgerichte nicht zustãndig zur Beurteilung von Delikten, die von einem Dienstfreien, d. h. von einer Zivilperson, gegen das private Vermõgen eines Angehõrigen der Armee begangen wurden. B. Der Verteidiger hat zu Beginn der Hauptverhandlung vor Territorialgericht gemãss Art. 142, Abs. l, MStGO die Einrede der Un- 23
No. 162 .-- 350 -=o> zustãndigkeit d er Militãrgerichte erhoben. Die Voraussetzung von Art.188 Abs. 2, MStGO ist somit gegeben, um auf die Kassationsbeschwerde, die sich auf den Kassationsgrund von Art. 188, Abs. 1, Ziff. 3, MStGO beruft, einzutreten. Übrigens müsste in der Bestreitung der Zustãndigkeit des Territorialgerichtes die Geltendmachung einer Verletzung des Straf- gesetzes im Sinne von Art. 188, Abs. 1, Ziff. 1, MStGO erblickt werden, da die Vorschriften über die personliche und sachliche Geltung des Militãrstrafrechtes dem materiellen Strafrecht angehoren. Unter diesem Gesichtspunkte wãre daher auf die Kassationsbeschwerde auch ein- zutreten, wenn die Erfordernisse von Art. 188, Abs. 2, MStGO nicht erfüll t wãren. C. Zu Recht hat sich das Territorialgericht für die Beurteilung der V eruntreu un g al s zustãndig erklãrt. Allerdings muss der Beschwerdeführer, da er dienstfrei ist, als Zivilperson betrachtet werden, obschon er einer Arb. Kp. zugeteilt war. Denn nach Art. 2 des BRB vom 15. Dezember 1939 über die Bildung von Arbeitsdetachementen für die Landesverteidigung unterstehen nur die militãrdienstpflichtigen und die hilfsdienstpflichten Arbeitslosen, die ge- mãss Art. l dieses BRB zur Arbeit herangezogen werden, dem Militãr- strafrecht. - Dagegen gehorte Bertschi der Armee an. Na eh Art. 1, Abs. 2, d er VO des ER vom 3. A pril 1919 über die Hilfsdienste werden Militãr- dienstpflichtige, die aus sanitarischen Gründen für keine der drei I--Ieeres- klassen mehr tauglich, jedoch noch arbeitsfãhig und somit in einer Hilfsdienstgattung noch verwendungsfãhig sind, den I--Iilfsdiensten zu- geteilt. Im Sinne von Art. 2, Abs. l, lit. d, dieser VO kann die Zuteilung zu den Hilfsdiensten auch ohne Rücksicht auf das Lebensalter erfolgen. Bertschi war eingeteilt beim San. HD; er leistete als HD ·w m. bei der Arb. Kp. 233 Dienst und gehorte damit zur Armee. Die Veruntreuung des Beschwerdeführers wurde niçht an Sachen begangen, di e d er Armee dienen; si e verletzte vielmehr nu r di e privaten Vermogensinteressen des Bertschi. Sie war aber gegen eine Person ge- richtet, die zur Armee gehorte und die sich im Dienste befand, und erfolgte am Standorte der Einheit und in der unmittelbaren personlichen Sphãre des Geschãdigten. Angesichts dieses Sachverhaltes muss die Frage der Anwendbarkeit des Militãrstrafrechtes und damit gemãss Art. 218 MStG auch die Frage der Zustãndigkeit des Territorialgerichtes für die vom Beschwerdeführer begangene Veruntreuung (Art. 131, Ziff. 2, MStG) im Sin ne von Art. l, Abs. 1, li t. a, d er VO betreffend Abãnderung un d Er- gãnzung des MStG bejaht werden. D. Die Zustãndigkeit des Territorialgerichtes für die Beurteilung des dem Beschwerdeführer zur Last fallenden Ungehorsams gegen allgemeine Anordnungen (Art. 107 MStG) ergibt sich aus Art. 3, Ziff. l, MStG. Dieses Vergehens hat sich aber der Beschwerdeführer nur dadurch schuldig gemacht, dass er sich vom 6. Dezember 1943 um 10.30 Uhr