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MKGE 4 Nr. 142

MKGE 4 Nr. 142

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- •309 - No. 142 nahme zuzuführen, musste er damit rechnen, mit ihm allein fertig zu werden. Wãhrend er den dritten Schuss auf die Füsse des Fliehenden gezielt hat, mit d er Folge einer V erletzung des Rusch über d em innern Knochel des rechten Fusses, will er denn auch den letzten Schuss hoher, auf den Oberschenkel des Fliehenden gezielt haben, also auf eine Korper- partie, die unter den gegebenen Umstãnden von vorneherein eine schwere Verletzung als moglich, wenn nicht wahrscheinlich, voraussehen liess. Dass Konig dann durch den in der Aufregung nicht gezielten Schuss den Tod des Fliehenden verursachte, ist ihm, wie er selber anerkennt, zur Fahrlãssigkeit anzurechnen, da er diese ihm als moglich bewusste Folge aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht berücksichtigt hat. Er hat sich daher einer schw~ren Korperverletzung gemãss Art. 121, Ziff. 2, MStG schuldig gemacht. (17. Januar 1944, Konig e. 'T. G. 3 B.) 142. Die Ausserung eines Vorgesetzten gegenüber seinen Untei·- gegebenen, es sei scbade, dass sie die Unifornt trügen, ~r wür(le sie sonst win(lel\veicb scblagen, cntbalt selbst keine bloss bedingte Drol1ung (Art. 71 1\IStG), \VOlll aber einc Nicbtbeiolgung vou Dienst- vorscllriften (Art. 72 l\IStG; DR Ziff. 33). - Art. 160, Abs. 2, J\IIStG O, \vonach (le1· Angeli:lagte bei Ve1·ãnderung des reclitlichen Gesicbtspunl{tes zuerst auf diese aufmerli:sam gemacht wcrden muss, gilt im Kassationsverfahren nicbt. - Das V er bot d er 1·eformatio in peius steltt, \Venn einzig der Angeklagte die l(assation verlangt hat, der Sclluldigerli:lai·ung \vegen eines sch.wercren Delili:tes nicht entgegen, wohl aber eine1· strengeren Bestrafung. U n eh e f qui, lor s d'une altercation avec un subordonné, di t à celui-ci qu'il est (lominage qu'ils soient tous deux en uniforme, que sans cela, il le battrait comme plâtre, ne se 1·end pas coupable de menaces (at·t. 71 CPl\1), mais d'inobservatiou de p1·esc1·iptions de se1·vice (a1·t. 72 CPl\1; eh. 33 RS). - L'art. 160, al. 2, PPl\:1 ne concerne pas la 1n·océdure (le cassation ou il pcut êtt·e fait a}lplica- tion (le dispositions légales non 1nentionnées (lans l'acte d'accusa- tion, et cela même si ces (lispositions légales permettcnt de pronoucer une peine plus grave. - La regle qui s'oppose à la « t·eformatio in peius» signifie simplement que le condamné - lorsqu'il est seul à avoir recou1·u - ne peut être plus séveremcut puni pa1· l'auto1·ité de recout·s.

No. 142 310 - Il s·uperiore, ebe durante un alterco con un subordinato, si espprime nel senso che e peccato eh' essi si trovino in uniforme, altrimenti lo bastonerebbe di santa ragione non commette una minaccia nernmeno condizionale (art. 71 CPM), ma una inosservanza di prescrizioni di servizio (art. 72 CPM; cif. 33 RS).- 1./art, 160, cp. 2, OGPPM, secondo il quale l'accusato non puõ essei~e condan- nato in virtu di disposizioni penali non indicate nelP atto di accusa, se prima non e stato avvertito espressamente del muta- mento avvenuto nello stato giuridico dell'affare, non e applicabile nella procedura di cassazione. - La proibizione di una refo1·matio in peius non impedisce, alloi·che e ricorrente solo il condannato, di dichiararlo colpevole di un reato {liu grave, ma esclude solo la pronuneia di una maggiore pena.

3. Die Anklage hat eine Drohung darin erblickt, dass der Beschwerde- führer dem Kan. Arnold gesagt habe, er werde ihn windelweich schlagen, er wãre nicht de r erste. N a eh de n tatsãchlichen Feststellungen de r V or- instanz lautete indessen der Ausspruch des Beschwerdeführers dahin, es sei schade, dass sie die Uniform trügen und er (Oblt. D.) ihn nicht windel\veich schlagen konne, er wãre nicht der erste. Das ist nicht eine Drohung, auch nicht eine bloss bedingte, denn der Beschwerdeführer hat nicht seinem Untergebenen für den Fall des Eintretens einer 'Tat- sache (Entlassung aus dem Dienst) Schlãge in Aussicht gestellt, sondern bloss sein Bedauern ausgedrückt, dass im Augenblick der Áusserung, in welchem er Kan. Arnold gerne geschlagen hãtte, die Voraussetzungen, unter denen er dies getan hãtte, nicht erfüllt seien. Der Ausspruch des Beschwerdeführers verstiess aber gegen Ziff. 33, Abs. 3, des Dienstreglementes, wonach der Vorgesetzte die Personlichkeit des Untergebenen zu achten und sich verãchtlicher, niederdrückender Behandlung desselben zu enthalten hat und nicht poltern und schreien, vielrnehr Vornehmheit der Gesinnung, Selbstbeherrschung und Ehr- gefühl zeigen soll. Der Beschwerdeführer ist der Nichtbefolgung dieser Dienstvorschrift schuldig (Art. 72 MStG). Da er durch den Ungehorsam und die Áusserungen des Kan. Arnold stark provoziert wurde, ist der Fall leicht und daher bloss disziplinarisch zu ahnden. Der Anwendung der erwãhnten Bestimmung steht nichts im Wege, denn Art. 160, Abs. 2, MStGO, wonach der Angeklagte zuerst auf die Verãnderung des rechtlichen Gesichtspunktes aufmerksam gemacht werden müsste, gilt im Kassationsverfahren nicht (MKGE 3, No. 88), sonst konnte das Kassationsgericht nicht das der Sachlage entsprechende Urteil selbst fãllen, wie es Art. 194 MStGO haben will. Der Anwendung einer von der Anklage nicht angerufenen Bestimmung steht im Kassa- tionsverfahren selbst dann nichts im W ege, wenn si e eine strengere Strafe