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No. 139
139.
Unzulassiglíeit der Êrgãnzung der Belveisführung im Kassa-
tionsverfahren (Erw. 1). -
Die Feststellung, o b sich ein Angelílagter
im Rechtsirrtum (Art. 17 MStG) befunden hat, ist tatsachlicher
Natur und der Überprüfung durch das MKG entzogen (Er\v. 2). -
Eine Disziplinarstrafe, ob vollzogen oder nicht vollzogen, schliesst
die nacbtrãgliche kriminelle Bestrafung nicht aus (Ausscbluss der
res iudicata) (Erw. 3).
Les p1·euves ne peuvent être comtllétées au cours de la procédure
de cassation (cons. 1). -
La constatation, sel o n laquelle Paccusé
a agi so us le coup d'une erreur de droit (art. 17 CPl\1), est un e
constatation de fait; elle est par conséquent soust1·aite à Pexa1nen
du TMC (cons. 2). -
Qu'elle ai t été subie ou no n, un e punition
disciplinaire n'empêche pas une condamnation pénale pour le même
fai t: la 1·egle «ne bis in idem » n'a i ei aucune application (cons .. 3).
N ella procedu1·a di cassazione le prove no n possono essere coin-
pletate (cons. l). -
La questione a sapere se l'in1putato si e o no n
si e trovato in un Cl'l'Ore di diritto (art. 17 CPl\1) e una constata-
zione di fatto; in conseguenza essa no n e soggetta all'esame de l
TMC (cons. 2). -
U na punizione disciplinare, che sia già eseguita
o meno, non esclude un' ulte1·iore condanna penale giudiziaria per
il medesimo fatto (no n e an11nessa~ in tale caso, Pexceptio re i
iudicatae) (cons. 3).
l. J)ie Beweisführung wird im Kassationsverfahren ni eh t ergãnzt;
das Militãrkassationsgericht hat auf Grund der von der Vorinstanz er-
hobenen Beweise zu urteilen. Daher kann weder die vom Beschwerde-
führer eingereichte Erklãrung des Kommandanten der Ortswehr Amsteg
berücksichtigt noch dieser Mann als Zeuge einvernommen werden. Auf
diese Beweismittel wãre nicht einmal im Revisionsverfahren abzustellen,
da d er Verurteilte de n erwãhnten Zeugen schon vor d em Terri torial-
gericht hãtte anrufen konnen; er hat dies aus eigenem Verschulden nicht
g etan.
2. Das Militãrkassationsgericht ist an die tatsãchlichen l'1'eststel-
lungen der Vorinstanz gebunden, denn die Begründung, mit welcher
sie gestützt werden, ist nicht willkürlich. Das gilt sowohl für die Fest-
stellung, der Beschwerdeführer sei sich bewusst gewesen, dass er den
Dienst in einer Unteroffiziersschule leisten müsse, als auch für die J'1'est-
stellung, dass er aus dem Schreiben des Obersten Brenni vom 15. Januar
1942 nicht herausgelesen habe, er sei bis 5. Oktober 1942 beurlaubt.