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MKGE 4 Nr. 133

MKGE 4 Nr. 133

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No. 133 - 292 - füt au eourant des earaetéristiques de eet ouvrage. Des lors, et quand bien même on pourrait interpréter l'art. 106 nouveau CPM dans le sens indiqué p ar le reeourant, o n devrait eonelure à l'existenee d'une tentative au sens de l'art. 20 CPM; or, e'est bien à eette eonelusion que le Tribunal de Division l A est parvenu, en retenant- sur ee point, à la eharge du S. C. Junod, un délit impossible (art. 106, eh. l, al. 2, et 20 CPM). Le dernier moyen soulevé par le reeourant est done, eomme les préeédents, dénué de fondement. (16. November 1943, Junod e. T. D. l A.) 133. Fahrlassigkeit (Art. 15, Abs. 3, l\IStG): Die militariscben Koin- mando- und Übei·oi·dnungsverhaltnisse iühren zu }{einer milllei·n . Beurteilung de1· Sorgialts- un d Auisiehtspflicht (E1·w. 3). - Ada- quater l(ausalzusammenllang. - Unterbrecl1ung desselben du1·cb das Dazwischentreten eines ungewohnlicl1en Ereignisses, mit \ivel- chem de1· Tater bei der ihm zu1nutbaren Vo1·sicht nicl1t l1at rechnen müssen, un d durch das mitlvirl{eude Verhalten Drittcr ? (Erw. 5.) Négligence (art. 15, al. 3, CPl\1) : On ne saut·ait app1·écie.r de iaçon plus iavo1·able les devoirs d'attention et de sui·veillance qui incombent à un cltef pou1· le motif qu'il dev1·ait, à t•aison de sa position, s'en 1·emetti·e dans une certaine mesu1·e à ses subordonnés p o ur l'exéeution des o1·dres (cons. 3). - Rapport de causalité adé- quate. - Il ne peut être 1·éputé inte1·rompu que par la survenue d'un événement peu ordinaire qu'avec l'attention qu'on pouvait attendre de l'auteur, celui-ci ne devait pas p1·évoir. - Importance des a ete s e t omissions coneomitants de tie1·s (cons. 5). Negligenza (art.15, cp. 3, CPl\1): Nou si possono giudicare meno severamente i dove1·i di attenzione e di sorveglianza inco1nbenti ad un capo per il motivo che egli dov1·ebbe, iu ragione della sua posizione, potet·e rimettersi iu una ce1·ta misura ai suoi subordiuati per l'esecuzione degli ordini (cons. 3). - Rappo1·to di causalità adeguata. - Interruzione dello stesso, dovuta alia sopravvenienza di un avvenimento straordina1·io ebe, con la diligenza ehe si poteva aspetta1·e dall'atttore, questi non (\oveva prevedere, ed interruzione dovuta all'azione concomitante di terzi (cons. 5).

3. Als weitere Verletzung des Strafgesetzes rügt Oberstlt. K., das Divisionsgerieht habe den Begriff des hier in Frage kommenden Ver- schuldens verkannt. Für die Beurteilung der Frage der Fahrlãssjgkeit

-- 293 No. 133 komme nicht die jedermann obliegende Sorgfaltspflicht in' Betracht, wie di e V orinstanz annehme, sondern n ur di e einem militãrischen Komman- danten kraft seiner inilitãrischen Stellungund seinermilitãrischenPflichten obliegende Sorgfalt. Dabei sei zu berücksichtigen, dass der Truppen- kommandant berechtigt sei, die ihm obliegenden Aufsichtspflichten, die er unmõglich alle selber ausüben kõnne, in weitgehendem Masse auf U ntergebéne zu verteilen. Nach Art. 15, Abs. 3, MStG liegt Fahrlãssigkeit vor, wenn der Tãter die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder nicht berücksichtigt hat. Diesen gesetzlichen Fahrlãssig- keitsbegriff hat das Divisionsgericht nicht verkannt. Wenn es etwas missverstãndlich von der Vorsicht spricht, die ((jedermann, ob Techniker oder nicht)) unter den gegebenen lJmstãnden hãtte beobachten müssen, so wollte e s ni eh t di e Sorgfaltspflich t des «j edermann)) derj enigen eines hohern Ko1nmandanten gegenüberstellen. lJnter ausdrücklicher Berufung auf Art. 15 MStG stellt es nãmlich fest, es sei zu prüfen, ob der Angeklagte die Vorsicht nicht bebachtet habe, zu der er nach den Umstãnden und nach seinen persõnlichen Verhãltnissen verpflichtet 'var. Zu diesen lJm- stãnden und personlichen Verhãltnissen gehõrt auch die militãrische Stellung des Angeklagten. Die Vorinstanz hat mithin zutreffend auf die individuellen Verhãltnisse abgestellt. Dafür, dass die militãrischen Kom- manda- und Überordnungsverhãltnisse zu einer Entlastung, d. h. zu einer mildern Beurteilung d er Sorgfalts- un d Aufsichtspflicht eines hõhern Kom- mandanten führen müssten, bietet Art. 15, Abs. 3, MStG keine Stütze.

5. Der Kassationsklãger behauptet weiter, die Vorinstanz habe das Gesetz dadurch verletzt, dass sie den Kausalzusammenhang zwischen dem Verschulden und dem eingetretenen Erfolg bejaht hat. Ausser sein em Verhalten habe no eh das fehlerhafte V erhalten ei n er l1eihe weiterer I)ersonen zum F:rfolg beigetragen. Das J)ivisionsgericht habe selber an- genominen, dass auch andere Personen schuldhaft (fahrlãssig) gehandelt hãtten, ohne aber diese andern auch zu bestrafen. Richtig ist, dass die Vorinshinz davon ausgeht, dass ausser d em Kassa- tionsklãger auch noch eine Anzahl weiterer Personen durch ihr fehler- haftes Verhalten zum Erfolg beigetragen haben. Ob dieses Verhalten anderer Beteiligter auch schuldhaft und strafbar war oder nicht, ist im Kassationsverfahren nicht zu erõrtern, da das Kassationsgericht sich nur mit dem Kassationsklãger K. zu hefassen hat. Sollten weitere Be- teiligte zu lJnrecht nicht hestraft worden sein, wie der Kassationsklãger hehauptet, so hãtte das keinen Einfluss auf die Frage, ob zwischen seinem eigenen Verschulden und dem Erfolg ein ursãchlicher Zusammenhang besteht oder nicht. Nach der auch für das Strafrecht geltenden Lehre von der adãquaten Verursachung ist eine Handlung oder Unterlassung dann als rechts- erhebliche Ursache eines Erfolges anzusehen, wenn sie eine notwendige,