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No. 127 - 278 - bührende Lehre ziehen und keine weiteren Verfehlungen mehr begehen>>, ist als willkürlich zu bezeichnen. Das Divisionsgericht hat somit durch die Gewãhrung des bedingten Strafvollzuges auch Art. 32, Ziff. l, Abs. 2, MStG verletzt. Das angefochtene Urteil ist daher gemãss Art. 193 MStGO insoweit a ufzuheben, als e s d em V erurteilten de n bedingten Strafvollzug zu- billigt. Im Sinne von Art. 194 MStGO hat das Kassationsgericht das dem Gesetze entsprechende Urteil zu fãllen. Das Kassationsgericht ist der Auffassung, dass das Vorleben, der Charakter und die militãrische Führung des Richenberger nicht erwarten lassen, er werde d ur eh de n bedingten Strafvollzug von weiteren V er- brechen o d er V ergehen abgehalten. D er bedingte Strafvollzug kann ihm daher im Hinblick auf Art. 32, Ziff. l, Abs. 2 MStG nicht gewãhrt werden. Demnach kann dahingestellt bleiben, ob die Voraussetzung von Art. 32, Ziff. 1, Abs. 4, MStG als gegeben zu betrachten wãre. .. (24. September 1943, Auditor e. D. G. 8 in Sachen Richenberger.) 127. Hehlei~ei (Art. 134., Abs. t, 1\IStG): lJnter dem «Er\Vei·ben » einer durch sti·aibai~e llandlung erlangten Sacl1e }{ann nur die Er- langung des Besitzes verstanden sein~~ Der Abschluss eines obliga- toi~ischen Vertrages, \Velcl1er die Verpflichtung zur Übertragung des Eigentums zum Gegenstande hat, geuügt nicl1t (Erlv. C, a). - Abgrenzung vom Versuch uud der straflosen Vorbereitungshandlung (A1·t. 19, Abs .. l, 1\tiSt G) (E1·w. e, b) .. - Rücl{tritt vom V ersuch (Art. 19, Abs. 2, l\tiStG) (Erw. e, e).- EI·folglose und misslungene Anstiftung (AI~t. 22, Abs. 2, J\íiStG) (Erw. D). Recel (a1·t. 134, al. 1, CPl\1): P o ur que l'auteur soi t réputé avoir «acqtiis » une cl1ose obtenue au moyen d'une infraction, il faut qu'il en ait obtenu la possession. La shnple conclusion d'un contrat, qui comporte l'obligation de ti·ansféi'ei~ la cl1ose, ne suffit p as (cons. C, a). - Limite s de la tentative e t des a ete s préparatoi1·es no n punissables (ai~t. 19, al. 1, ePJ\íl) (cons .. e, b). - Désistement (art. 19, al. 2, ePM) (cons. C, e). - l1istigation achevée, restée sans I~ésultat e t instigation tentée qui a échoué (ai~t. 22, al. 2, CPl\1) (cons. D). Ricettazione (a1·t. 134, cp. 1, ePl\il) : P er « acquistare » una cosa proveniente da un 1·eato bisogna ottenei~e il llossesso. N o n b as ta la conclusione di un contratto ebe }lrevede il trasferhnento (\t'lla
- 279 - No. 127 proprietà de lia cosa (eons. e, a). - Differenza fra tentativo e > habe. Unter diesem Erwerben kann nur die Erlangung des Besitzes, nicht schón d er Abschluss eines obligatorischen V ertrages über di e Sae h e verstanden werden. Im vorliegenden Falle schon deshalb nicht, weil der Abschluss des Kaufvertrages der Veruntreuung der verkauften Sache vorangegangen ist. Den Besitz aber hat der Beschwerdeführer nie erworben. Die Verbringung des Kãses in den Kohlenkeller des Gasthofes durch St. genügte hiezu nicht, denn der Keller gehorte nicht dem Beschwerde- führer, noch hatte er darüber ein Verfügungsrecht. Die tatsãchliche Gewa~t über den Kãse erlangte der Beschwerdeführer erst, als er ihn an sich nahm. In diese1n Augenblick hatte er indessen den Willen, den Kãse als Eigentümer zu besitzen, nicht mehr, vielmehr nahm er ihn bloss in der Ahsicht an sich, ihn, weil von einem Tier angefressen, St. zurückzubringen. Er ist daher zu Unrecht cler vollendeten Hehlerei schuldig erklãrt worclen. b J Anderseits geht d er Beschwercleführer fehl, wenn er in1 Gang in den Keller bloss eine straflose Vorhereitungshancllung erblickt. Die heahsichtigte I-Iehlerei war objektiv un d subjektiv zur Ta t reif; der Gang in de n Keller vvar d er entscheidende Schritt z u ihrer V erwirklichung un d damit d er Beginn d er Ausführung (vgl. Germann, Das V erbrechen im neuen Strafrecht, S. 71 f.). Der I3eschwerdeführer hat sieh des Ver- suchs der Hehlerei sehuldig gemacht. Da er die begonnene strafbare Tãtigkeit nicht zu Ende führte, blieb dieser Versuch im Sinne des Art. 19, Abs. l, lVIStG- unvollendet.
e) Von einer Bestrafung wegen Versuchs kann Umgang genommen "\Verden, vvenn d er 'Tãter di e strafbare 'Iãtigkeit > nicht zu Ende führt (Art. 19, Abs. 2, MStG). Nicht aus eigenem Antrieb tritt er dann zurück, wenn seine Umkehr auf tatsãchliche oder vermeint- liehe Schwierigkeiten, die sich der Vollendung in den Weg stellen, zurüek- zuführen ist. Ob sie auf sittliehen I3eweggründen beruhe oder nieht, ist dagegen unerheblich (Germann, S. 193); d er I"lüektritt kann aus eigenem Antrieh erfolgen, ohne dass er von einer moralisehen lJmkehr des Tãters diktiert zu sein braucht. Den I3evveggründen kann indes Bedeutung zuko1n1nen, wenn der l1ichter die in seinerr1 Ermessen liegende I~rage