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MKGE 4 Nr. 100

MKGE 4 Nr. 100

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No. 100 - 218 - aux art. 58 Sff. PPM (cons. A). -La décision du tribunal écartant un e t•é quisition en complétnent (}e preuves ue 11eut êtt·c revue en pt·océdure de cassation que sous l'angle de l'arbitraire. 11 n'y a d'entrave inadmissible à la défense (a1·t. 188, al. 1, eh. 6, PPl\11) f{ Ue si le rejet est arbitraire (cons. B). li verbale del dibattimento dev' essere t•edatto in conformità delle disposizioni delP art. 165 OGPPM e non degli a1·t. 58 ss. OGPPM (cons. A). - La reiezione di una do manda di completazione di prove puõ essere esaminata (lai Tribunale di cassazione solo dai punto di vista dell'a1·bitrio. Un' indebita limitazione della difesa (art. 188, e p. 1, cif. 6, O G PPJ\11) csiste so lo qttando tale reiezione sia arbitra1·ia (cons. B). A. Das Protokoll über die Hauptverhandlung muss den Erforder- nissen des Art. 165 MStGO entsprechen, nicht denjenigen der Art. 58 und 59 MStGO. Diese Bestimmungen sind daher nicht verletzt, und dass gegen Art. 165 MStGO verstossen worden sei, behauptet der Beschwerde- führer mit Recht selber nicht. B. Der Beschwerdeführer hat in der Hauptverhandlung nicht be- antragt, dass Frau Germann abzuhõren sei. In der Nichtabhõrung dieser Zeugin liegt daher keine unzulassige Beschrankung de r V erteidigung (Art. 188, Abs. 2, MStGO). Die Einvernahme der Ehefrau und der Stieftochter des Angeklagten hielt das Territorialgericht für unerheblich, weil es sich über die Glaub- würdigkeit des Zeugen Germann auf Grund des in der I-Iauptverhandlung ge,vonnenen Eindrucks und aus der Vergleichung seiner Aussagen mit den in der Voruntersuchung gernachten und denjenigen des Angeklagten ein Bild machen konnte, das sich nach seiner Auffassung auch dann nicht verãndert hatte, wenn die beiden Zeuginnen Germann für einen Schwatzer gehalten hatten. Di ese Beweiswürdigung ist ni eh t willkürlich. U nter einem anderen Gesichtspunkt als dem der Willkür kann sie vom Kassa- tionsgericht nicht überprüft werden. Der Beschwerdeführer ist in seinen Verteidigungsrechten nicht unzulãssig beschrankt worden. (13. Ma r z 1943, Truninger ·e. T. G. 3 A.) 100. Det· Vertei<liger eines Angel{lagten ist selbstãndig zur Ein- reicllung der Kassationsbesch\verde legitin1iert (Art. 189, Abs. 1, MStGO). Sofern er nicht gegen den Willen oder die Instt·uktionen des Angeklagten handelt, kanu er seine Beschwerde zurücl{ziehen. Eine nach Ablauf det· BesclllVerdefrist von1 Angel{lagten selbst ve1·-

- 219 - No. 100 fasste Eingabe, die sieb als Begründung des Kassationsbegehrens des Verteidigers darstellt, l1at nicht dic Wit·kung einer selbstandigen Kassationsbesclllverde. I~e défenseur a qualité pour introduit·e, de son- propre cbef, un recours en cassation en faveur de l'accusé (art. 189, al. 1, PPl\1). - Le défenseur peut retirer ce t•ecours, à condition toutefois de ne pas agir contrairement à la volonté ou aux instructions de l'ac- cusé. - Un mémoire, déposé de son côté par l'accusé, ap1·es écoule- ment du délai de 24 lteures, pour motiver le recours du défenseur, n'a pas la valeur d'une déclaration de t·ecours de l'accusé lui-même. Il ne peut donc être entré en matiere sur ce mémoire (art. 189, al. 2, PPl\1), lot·sque le (léfenseur a valablement retiré le t·ecours qu'il avait formé. Il difensore puõ ricorrere per conto proprio in cassazione (art. 189, cp. 1, O GPPl\1). Egli puõ t·itit·are il su o t•icorso in quanto non agisca coutrat·iamente alia volo11tà O(l alle istruzioni dell'im- putato. U no scritto de li' imputato, i11oltrato do p o trascot·so il termi11e per ricorrere, pet· Inotivat·e il ricorso del dife11sore 11011 puõ valere . ~ come tin I'Icorso a se. A. Gemãss Art. 189, Abs. l, MStGO kann die Kassation vom Audi- tor, vom Angeklagten oder dessen Verteidiger verlangt werden. B. lin vorliegenden Falle hat der amtliche Verteidiger das Kassa- tionsbegehren am 11. Dezember 1942 rechtzeitig angemeldet. Dieses Kassationsbegehren hat er am 7. Januar 1943 zurückgezogen. Aus seiner Vernehmlassung vom 23. Januar 1943 ergibt sich, dass er damit nicht gegen die Instruktionen oder gegen den Willen des Verurteilten gehandelt hat. Das Kassationsbegehren des amtlichen Verteidigers ist als durch Rückzug erledigt abzuschreiben. C. Ein selbstãndiges Kassationsbegehren des Verurteilten liegt nicht vor. In der Eingabe des Verurteilten vom 12. Dezember 1942 kann nicht die Anmeldung eines eigenen Kassationsbegehrens erblickt werden. Nach ihrem Inhalte erscheint diese Eingabe vielmehr lediglich als der Versuch einer Begründung zu dem vom amtlichen Verteidiger angemeldeten Kassationsbegehren. Wollte man jedoch die Eingabe des Verurteilten vom 12. Dezember 1942 als eigenes Kassationsbegehren betrachten, so konnte darauf nicht eingetreten werden, da es erst nach Ablauf der Kassationsfrist von vier- undzwanzig Stunden nach der Urteilserõffnung (Art. 189, Abs. 2, MStGO), also zu spãt, eingereicht worden ist. (13. Mãrz 1943, Hogger e. D. G. 8.)