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MKGE 3 Nr. 92

MKGE 3 Nr. 92

Mkg · · Deutsch CH
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No. 92

wand geht fehl. K. war nicht für eine bestimmte Anzahl Tage, sondern

his zu einem bestimmten, kalendermãssig festgesetzten Zeitpúnkt dis-

pensiert worden. Wenn es daher au eh zutreffen sollte, dass er aus Gründen,

die dahingestellt hleiben mõgen, seinerzeit nicht an dem in der Dispensa-

tionsverfügung festgesetzten Tage nach Hause zurückgekehrt ist, so he-

rechtigte ihn dies nicht, das Ende der Dispensationszeit von sich aus,

eigenmãchtig, entsprechend hiilauszuschiehen. Wãre übrigens der Be-

schwerdeführer wirklich, wie er behauptet, dieser Meinung gewesen, dann ·

hãtte er spãtestens am l. April 1940 einrücken müssen, was nicht ge-

schehen ist. Aus all diesen Gründen erfolgte daher seine Verurteilung

durch die Vorinstanz zu Jlecht.

(2. August ~940, Kuster e. D. G. 5.)

92.

Die Geltendmachung neuei~ Tatsachen im Kassationsverfahren

ist unzuHissig (Erw. A). -

Ein «auf Tauschung berechnetes Mittel»

im Sinne vou MStG At~t. 96 (Dienstpflichtbetrug) ist jede Vorlíehr,

welche getroffen wir(l, um bei der betreffenden Bebõrde einen be-

züglicben Irrtum zu erregen; darunter fãllt auch die falscl1e Aus-

kunftserteilung (E1·w. B).

On ne peut pas faire valoir des faits nouveaux dans la procédure

de cassation (cons. A). -

Les «moyens destinés à tromper>> au sens

de l'art. 96 CPM (fraude pou1· e s quiver le service) son t to us les

agissements auxquels on recourt pour induire en erreur Pautorité

en cause; constitue, par conséquent, un tel moyen le fait de donner

dans cette intention un renseignement inexact (cons. B).

La produzione di nuovi fatti non e an1missibile nella pi~ocedura

di cassazione (cons. A). -

Mezzo des tina to a trarre in inganno

ne l senso dell'a1·t. 96 de l CPM (frode p ei~ liberarsi dai servizio) e

qualunque atto compiuto per indui~re in errore il SU}leriore di cui

si tratta: ad esempio una falsa informazione (cons. B).

A. Der Verteidiger hehauptet, die Vorinstanz hahe den Art. 15

lVIStG verletzt, da nicht erwiesen sei, dass E. mit Wissen und Willen

unwahre Angaben üher seine Sehschãrfe gemacht hahe. Dieser Einwand

kann nicht gehõrt werden. Das Territorialgerieht hat keineswegs über-

sehen, dass es sich hier um ein Vorsatzdelikt handelt. Es hat aber den

Vorsatz als gegeben erachtet, indem es auf Grund des Untersuchungs-

befundes der Universitãts-Augenklinik als erstellt annahm, dass E. der

Untersuchungskommission wissentlich falsche Angaben über seine Seh-

schãrfe gemacht habe. Hiebei handelt es sich um eine in die ausschliess-