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MKGE 3 Nr. 67

MKGE 3 Nr. 67

Mkg · · Deutsch CH
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No. 67 - 142 IIs doivent en conséquence être condamnés confor1nément à l'art. 129, eh. 1, CPM. Vu l'importance du vol, il se justifie sans autre de maintenir pour chacun des deux accusés la peine de 90 jours d'emprisonnement. Comme l'a fait le Tribunal de division, il y a lieu d'ajouter, en vertu de l'art. 29, eh. 2, à cette peine principale la peine accessoire de la privation des droits civiques, tout en réduisant sa durée à deux ans. La dégradation de l'ap- pointé E. doit également être maintenue. lJes accusés ayant formellement demandé, aux débats, d'être mis au bénéfice du sursis, le Tribunal de cassation doit statuer sur cette demande, ce que le Tribunal de division, en ce qui le concerne, avait négligé de faire. Au vu des renseignements fournis sur le compte des recourants et, notamment, s ur le ur conduite au service, les conditions auxquelles l'art. 32 CPM autorise le juge à accorder le sursis peuvent être considérées comme remplies et il parait indiqué, en l'occurrence, de faire application de cette mesure en faveur des deux accusés en fixant le délai d'épreuve à trois ans. Ainsi que le 'TribuJlal militaire de cassation l'a jugé (v. Rec. 1926 à 1935, N o. 9), le sursis doit étendre ses effets à la privation des droits civiques et il doit en être de même, par identité de ITtotifs, pour la dégra- dation 1). (6 1nars 1940, Blanchoud et Estoppey e. T. D. l a.) 67, Das Recbtsinittel de1· Revision stebt auch t~inem Freigespro- chenen, aber nach 1\!IStG Art. 12, Abs. 1, aus de1n llcere Ausgescblos- senen zu (Er\v. A). - Revisionsgründe, Bestatigung (le1· l 1raxis (Erw. B). - Ablehnung eiues Revisionsgesucltes. Geistige od~r psycbiscbc Anormalitat ist nicht gleicltbe{leutend Init võlliger lJn- fahigkeit, überhaupt ve:rnunftgemass zu handeln (Erlv. C). - D er Ausschluss aus de1n lleere nacll l\!IStG Art. 12, Abs. 1, kann unter Un1stauden auf administrativen1 \Vege wieder rücl{gangig gen1acht \Verde n (Er\v. D). Le prévenu qui a été acquitté mais exclu de Par111ée en vertu de Pa1·t. 12, al. 1, CPl\tl peut (lemander la revisiou du jugen1ent ({~ons. A). - 1\lotifs de revision. Confirmation de la jurispt·udence (cons. B). - Rejet d'une demande de revision. Le fait d'admettre qu'il existe chez le prévenu une anomalie intellectuelle ou psy- chique ne signifie pas nécessairement que ce (lernier soit considéré

1) Voir, par contre, l'arrêt du Tl\1C du 2 mai 1938 dans l'affaire Baltensberger, ci-dessus n o 19.

-- 143 No. 67 co1nme to u t à fai t incapable d'agir 1·aisonnablement (cons. C). - L'exclusion de r'armée ordonnée en vertu de l'art. 12, al. 1, CPM peut, suivant les circonstances, être révo quée p ar voie admiuistrative (cons. D). La revisione di una sentenza puõ essere cl1iesta ancbe da chi venne assolto colla esclusione dall'armata, a nor1na dell'art. 12, alinea 1, del CPM (cons. A). - 1\!Iotivi di revisione. Conferma della Giurisprudenza (cons. B). - Rigetto di una domanda di revisione. Anoi·Inalità mentale o psicbica non e la stessa cosa che la coinpleta incapacità di agire ragiouevolmente (cons. C). - L'esclusione dall" armata in base alr'art. 12, alinea 1, del CPM, puõ, in date circostanze, essere revocata in via amministrativa (cons. D). D er zvegen Dienstverzveigerung angeklagte S eh. zvar clurch Urte i l des Divisionsgerichtes 7~ aut Grund eines psychiatrischen Gutachtens, zvegen Unzurechnungstahigkeit treigesprochen und nach Art. 12, . Abs. l, A1StG aus dem Heere ausgeschlossen zvorden. Aut ein an1

4. September 1939 von Sch. eingereichies Reuisionsgesuch trat das JJ:1KG nicht e in, zveil di e vom Revisionskliiger erhobenen Einzvendungen ke ine ne uen Taisaclzen im Sinne des Art. 199 M StGO darstellten. Daraufhin reichte Sch. am 8. Februar 1940 erneui beim Militar- kassationsgericht ein Revisionsgesuch ein unter Beilage verschiedener Zeugnisse, in welclzen uan zalzlreichen Bekannien Sch.s sozvie vom Gemeinderat sein er H eiinatgemeinde bescheinigt luurde, das s cler Revisionskliiger immer ein solider Arbeiter und ~,amilienuater gezvesen sei uncl class nie Anzeichen einer Geisteskrankheit bei ihm lziitten walzrgenommen luerden konnen . . A_. Wie das Kassationsgericht schon in seinem Beschlusse vom

21. ()ktober 1939 festgestellt hat, steht das Ilechtsmittel der Revision au eh eine1n Freigesproehenen, aber auf Grund von Art. 12, Abs. 1, lVIStG aus dem I-Ieere Ausgeschlossenen zu, so dass auf die neuen Vorbringen des Revisionsklãgers eingetreten werden muss. B. Gemass Art. 1991VIStGO kann der Verurteilte jederzeit auf Grund neuer, für die Verteicligung erheblicher Tatsachen oder Beweismittel die Revision (Wiederaufnahme) eines dureh rechtskrãftiges Urteil geschlosse- nen Inilitãrgerichtliehen Verfahrens verlangen. Neu sincl - wie das Kassationsgerieht in stãncliger Rechtspreehung entschieden hat - 1,at- sachen und Beweismittel, die das urteilende Gericht nieht kannte und von denen überdies der Revisionsklãger ohne sein Verschulden in cler IIauptverhandlung nieht Gebrauch gemacht hat; un d erheblieh sin d solehe neu angeführte Tatsaehen oder Beweismittel dann, wenn sie wiehtig

No. 67 144 genug sind, um das frühere Beweismaterial als in wesentlichen Punkten zuungunsten des Revisionsklãgers lückenhaft erscheinen zu lassen und eine neue Beurteilung des Falles zu rechtfertigen, wobei auch genügt, wenn hiedurch im Gegensati zum angefochtenen Urteil das Vorhanden- sein allgemeiner oder spezieller Milderungs- oder Minderungsgründe dar- getan wird. l)ie Revisionsinstanz muss daher die Frage prüfen, ob das Divisionsgericht, wenn e s die neuen, zugunsten des V erurteilten an- geführten Tatsachen oder vorgelegten Beweismittel gekannt hãtte, voraus- sichtlieh zu einem andern Urteil gelangt wãre (vgl. Entscheidungen MKG 1926-1935, No. 30, S. 29 ff.). C. Die vom Revisionsklãger neu eingelegten Bescheinigungen stam- men durchwegs von Personen, die Sch. schon vor der Hauptverhandlung als Zeugen für die heute geltend gemachten Tatsachen hãtte anrufen konnen. Es konnte sich daher fragen, ob nicht sehon aus diesem Grunde das Revisionsgesuch abgewiesen werden muss. Das kann indessen dahin- gestellt bleiben; denn au eh wenn,diese Bescheinigungen als neue Beweis- mittel zu würdigen waren, so konnte dem Revisionsgesuch dennoch nicht entsprochen werden, weil nicht angenommen werden kann, dass das J)ivisionsgericht, wenn es bei Fallung des Urteils deren Inhalt gekannt hatte, zu einem andern Schlusse gelangt wãre. Geistige oder psychische Abnormalitat ist nicht in jedem Falle gleichbedeutend mit volliger Un- fãhigkeit, vernunftsgemãss zu handeln. Sie kann sich auf bestimn1te Komplexe beschrãnken, wãhrend die betreffende Person im übrigen wohl in der Lage ist, ihre Angelegenheiten zu besorgen. Der Umstand, dass Sch. in seinem Bekanntenkreis als rechtschaffener und tüchtiger Arbeiter und guter Familienvater galt und heute noch gilt und dass eine Reihe von Nichtfachleuten ihn gestützt hierauf nicht für abnormal hielten, ver1nag daher das vom Divisionsgericht als zuverlãssig erachtete Gut- achten des sachkundigen Experten nicht zu erschüttern, zu1nal als diesem nicht entgangen war, dass das Verhalten Sch.s in den Dingen des tãg- lichen Lebens keine besonders abnormen Züge aufwies. Zu heachten ist übrigens, dass, soweit sich die Beobachtungen der Aussteller der fraglichen Zeugnis~e au f d en heutigen Geisteszustand Se h .s beziehen, di ese ohnehin nicht von Bedeutung sind, da eine Revision nur hãtte in ~~rage koininen konnen, wenn neue Tatsachen angeführt worden wãren, die fiir den Zeitpunkl der Tai eine andere Beurteilung gerechtfertigt hãtten. D. Da es sich, wie das Kassationsgericht schon in seinem Beschlusse vom 21. Oktober 1939 festgestellt hat, bei dem in Art. 12, Abs. l, lVIStG normierten Ausschluss aus dem Heere nicht um eine Strafe, sondern u m e ine sichernde M assnahme handelt, hesteht allerdings di e Moglichkeit, diese, sofern die Voraussetzungen hiefür nicht mehr gegeben sind, auf administrativem Wege wieder rückgãngig zu machen. Wenn daher der Revisionsklãger glaubt, dass sein Geisteszustand sich seit der Tat derart g e bessert hahe, das s si eh heute weder in sein em eigenen Interesse no eh