opencaselaw.ch

MKGE 3 Nr. 2

MKGE 3 Nr. 2 — Meier Johann e. D. G. 5a.

Mkg · 1936-01-13 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

No. 2 2 Das Divisionsgericht 5 a hat festgestellt, dass si eh d er Angeklagte schon früher ein Verkehrsdelikt hat zuschulden kommen lassen. Eines am l. Oktober 1933 veranlassten Verkehrsunfalles wegen ist M. durch Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 19. Februar 1935 mit einer Busse von Fr. 70 bestraft worden, nachdem er 1933 vom Statt- halteramt Winterthur wegen zu schnellen Autofahrens verwarnt worden war. Anschliessend an diese Feststellungen hat das Divisionsgericht wie folgt argumentiert: > Diese Überlegungen stehen mit den Grundgedanken und Zwecken des Art. 32 MStG durchaus im Einklang. Das Divisionsgericht 5a hat, indem es so argumentierte, den Rahmen des freien richterlichen Ermessens nicht überschritten, und seine Entscheidung kann daher nicht abgeãndert werden. B. In der Zumessung der Strafe innerhalb des gesetzlichen Rahmens sind die Divisionsgerichte frei (vgl. Stooss, Kommentar zur MStGO, S.163, Ziff. 3, li t. e, un d die dortigen Hinweise; ferner d en Entscheid des Militãr- kassationsgerichtes in Sachen J õrg un d Vischer vom 22. J uli 1935 1), S. 10 f.). Auch auf die Beanstandung der Hõhe der Strafe kann daher nicht eingetreten werden. (13. Januar 1936, Meier Johann e. D. G. 5a.) 2. Kassationsbescb\vei·de, l\lass der «einlasslicben Begründung» (1\IIStGO A1·t. 189, Abs. 3, 192). Recou1·s en cassation. Quand peut-il être considéré co1nme suffisamment motivé? (art. 189, al. 3, 192 PPM).

l) A. a. O. No. 59.