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- 261 No. 127 ment illégitime>>. Il est vrai que, comme l'a televé le jugement, l'opération devait avoir en définitive pour effet d'éviter aux hommes de l'unité un prélevement s ur le ur solde. Mais e' était là un hu t éloigné. Peut-être serait-on plus pres de la vérité en admettant que M. a agi non pour pro- curer à lui-même et à ses camarades un enrichissement illégitime d'ail- leurs minime, mais simplem·ent pour mettre fin à une affaire désagréable en donnant satisfaction à ses supérieurs. Cette question peut toutefois demeurer ouverte, car une autre raison exclut I'application de I'art. 129 CPM. L'Auditeur recourant fai t erreur en écrivant dans son mémoire: >. En réalité, le CPM - de même que le CP S (cf. par ex. Hajier, Besonderer Teil, p. 228 et ss.)- fait du yol, de l'abus de confiance et de l'escroquerie des délits d'appropriation. Le voleur, en particulier, >, c'est-à-dire s'approprie sans droit une chose mobiliere ap- partenant à autrui, alors que cette chose se trouvait en la possession d'autrui. Or, contrairement à ce que soutient encore le recourant, M. ne s'est pas approprié les couvertures par lui enlevées. En effet, les circons- tances de la cause ne permettent pas d'admettre que M. ait enlevé ces couvertures pour en faire, comme le dit le recourant, >; ii n'était p as question que M. put > des- di tes couvertures. Le se ul but de > à laquelle M. a pris part était de faire en sorte que des couvertures qui n'appartenaient ni à l'une ni à I'autre des deux compagnies intéressées et devaient donc être rendues, le fussent p ar l'u ne plutôt que p ar l'autre. Cela étant, on ne saurait adrnettre que M. se soit emparé de ces cou- vertures pour,en disposer librement, comme un propriétaire aurait pu le faire. Par conséquent, M. n'a pas commis le délit de vol au sens de l'art. 129 CPM.
3. L'art. 133 CPM pourrait être éventuellement applicable dans des cas tels que celui qui a donné lieu au présent recours. En I'espece, toute- fois, une des conditions d'application de cette disposition légale (le dom- mage causé à I'ayant droit) parait n'avoir pas été réalisée (cf. supra, état de faits, eh. l, dernier alinéa). Il convient donc d'écarter purement et simplement le recours. (7 février· 1941, Auditeur e. T. D. l b dans l'affaire de Lavallaz, Baud, Martin.) 127. Gegen richterliche Entscheide, durch die eine Disziplina1·strafe ausgesprochen wurde, gibt es nur die Kassationsbeschwerde (MStGO Art. 160 a) (Erw. A). - Die Annahme von Geschenken (MStG
No. 127 - 262 - Art. 143) ist nur dann strafbar, wenn der Vorteil dem Tãter selbst, nieht wenn er einem Dritten, z. B. der Einheit, zukommt (Erw. B). - Übertretung des Befehls Nr. 121 des Generaladjutanten·betreffend das Verbot von Geschenken ete. Strafloserklarung wegen Reehts- irrtum (MStG Art. 17) (Erw. C, D)" Seule la voie du recours en cassation est ouve1·te contre les jugements qui prononcent une peine disciplinaire (art. 160 a PPM) (eons. A).- L'aeceptation de dons (art. 143 CPM) n'est punissable 'que si ceux-ci constituent un avantage pour le prévenu lui-même, mais non lorsqu'ils doivent revenir à un tiers, par exemple à l'unité à laquelle appartient le prévenu (cons. B). - Désobéissanee à l'ordre n° 121 de l'Adjridánt général de l'Armée s ur l'interdietion 'd.es dons, ete. Prévenu exempté de toute peine pour cause d'erreur de droit (art. 17 MCP) (cons. C, D). Contro sentenze, ebe hanno p1·onunciato una punizione disci- plinare, e a~messo' solo il rieorso in cassazione (art. 160 a OGM) (cons. A). - L'aecettazione di doni (art. 143 CPM) e punibile solo quando profitti al p1·evenuto stesso, non_ ad un terzo, per esempio, _alia sua unità (cons. B). - Inosservanza dell'ordine no. 121 del- 1' Ajutante generale, relativo al divieto di do ni eee. lmpunità p er errore di diritto (art. 17 CPM) (cons. C, D). Dem Beispiel einer andern Einheii folgend, veransialteie die Mannschajt des Schanzzeugdepois ... einen Kompagnieabend mii N achiessen. Z u dessen Finanzierung führie si e mii ausdrücklicher Bewilligung ihres Kommandanten, Oblt. J., eine Sammlung durch, die sich auch auf die bisherigen Lieferanten des Schanzzeugdepois ersireckie. Die Sammlung, die von Leuien des Depois anhand einer von Oblt. J. unierzeichneien Lisie durchgeführi wurde, ergab Fr. 749.50 in bar und Fr. 26 in Naiuralien. Davon wurden für den Kompagnie- abend Fr. 428.90 verbrauchi. Der Resi wurde unier die Mannschaft, in der es viel bedürfiige Leuie hatte, verieilt. Gesiüizi hierauf wurde Anklage gegen Oblt. J. erhoben wegen un- zuliissiger Annahme von Geschenken im Sinne von Ari. 143, Zijj. 1 2, MSiG sowie wegen Zuwiderhandlung gegen den Befehl Nr. 121 des Generaladjuianten vom 6. April 1~40 betreffend das Verboi von Ge- schenken oder Zugaben an Truppenkorper und Einheiien oder deren Funkiioniire Zll V erbindung mii Liejerungen oder andern Rechis- geschüfien.
- 263 No. 127 Mit Urteil vom 30. November 1940 sprach das Divisionsgericht 5 Oblt. J. von der gegen ihn erhobenen gerichtlichen Anklage frei, unter Überbindung der Kosten auf die Eidgenossenschaft. Dagegen bestrafte es ihn wegen eines leichten Falles der Annahme von Ge- schenken in Anwendung von Art. 143, Ziff. 2, 180 ff. MStG und Art. 160a MStGO disziplinarisch mit zehn Tagen scharfen Arrestes. Die von Oblt. J. erhobene Kassationsbeschwerde wurde gut- geheissen. A. Der Grossrichter begründet seinen Antrag auf Nichteintreten damit, dass gegen die Verhãngung einer blossen Disziplinarstrafe eine Kassationsbeschwerde ihrem Wesen nach nicht moglich sei. Diese Auf- fassung geht fehl. Art. 160 a, Abs. 3, MStGO schreibt ausdrücklich vor, dass gegen richterliche Entscheide, durch die eine Disziplinarstrafe ver- hãngt wird, die Kassationsbeschwerde - und nur diese - zulãssig ist. Es muss daher auf die Beschwerde eingetreten werden. B. Der Beschwerdeführer_ bestreitet, sich gegen Art. 143, Ziff. l, Abs. 2, MStG vergangen zu haben, weil er aus der fraglichen Sammlung keinerlei Vorteil für sich gezogen habe. Demgegenüber vertritt die Vor- instanz die Auffassung, die Bestimmung verbiete einem militãrischen Funktionãr nicht nur, für sich selber, sondern auch zugunsten eines an- dern, also vor allem auch für seine Einheit, Geschenke anzunehmen. Dern kann nicht beigetreten werden. Nach Art. 143, Ziff. l, Abs. 2, MStG ist strafbar, >. Daraus ergibt sich, dass es sich um einen dem Tiiter zukommenden Vorteil handeln muss. Das Geschenk muss also für den Tãter selber und nicht für einen Dritten bestimmt sein. Diese Auslegung wird auch dadurch unterstützt, dass dieselbe Aus- drucksweise in dem im Gesetz unmittelbar vorgehenden Bestechungs- tatbestand verwendet wurde, wãhrend überall da, wo auch die für Dritte rechtswidrig erworbenen Vorteile strafrechtlich von Bedeutung sind, der Gesetzgeber dies ausdrücklich bemerkte. So findet sich beim Diebstahl (Art. 129), bei der Veruntreuung (Art. 131), bei der Unterschlagung (Art. 132), beim Betrug (Art. 136) und bei der Erpressung (Art. 137) l durchwegs die Wendung: >. Da die im vorliegenden Falle gesammel- ten Geldbetrãge un d N aturalien festgestelltermassen nicht d em Be- schwerdeführer zugekommen sind, hat er sich somit nicht gegen Art. 143 MStG vergangen. C. Die Anklage lautete auch auf Dienstverletzung, weil Oblt. J. dem Befehl No. 121 des Generaladjutanten zuwidergehandelt habe. Es ist daher zu untersuchen, o b das V erhalten des Beschwerdeführers eventuell diesen Tatbestand erfüllt. Dies muss bejaht werden; denn der fragliche 19
No. 127 - 264 Befehl verbietet gerade Geschenke an Haushaltungs- und Wohlfahrts- kassen d er Einheiten, welche > gemacht werden. Und zwar beruht dieses Verbot nicht etwa darauf, dass der Generaladjutant, gleich wie das Divisions- gericht, den Art. 143 MStG irrtümlich ausgelegt hãtte; denn dieser Befehl enthãlt nicht nur eine Interpretation des gesetzlichen Verbotes der Annahme von Geschenken, sondern eine bewusste Erweiterung dieses Verbotes, das durch Verabreichung von Geschenken an die Ein- heitskassen > sei. Objektiv liegt somit eine Zuwider- handlung gegen diesen Befehl un d damit eine Dienstverletzung vor. D. Es bleibt somit no eh z u untersuchen, o b sich d er Beschwerde- führer, was er bestreitet, der Unrechtmãssigkeit seines Handelns bewusst gewesen war, oder ob er aus zureichenden Gründen sich zur Tat berech- tigt gehalten hat, so dass nach Art. 17 MStG eventuell die Strafe zu mildern oder von einer Bestrafung Umgang zu nehmen ist. Die Vor- instanz hat als glaubhaft erachtet, dass der Befehl des Generaladju- tanten dem Beschwerdeführer nicht bekannt gewesen sei. Sie hat aher trotzdem das Vorhandensein eines entschuldbaren Rechtsirrtums ver- neint. Da das angefochtene Urteil, wonach ()blt. J. wegen eines leichten Falles der unzulãssigen Annahme von Geschenken gemãss Art. 143 MStG bestraft wurde, aufgehoben werden muss, hat das Kassationsgericht im Hinblick auf Art. 194 MStGO von sich aus darüber zu befinden, ob hinsichtlich der vorliegenden Dienstverletzung, d. h. der Zuwiderhand- lung gegen den Befehl des Generaladjutanten, beim Beschwerdeführer . ein entschuldbarer Rechtsirrtum vorliege. Di e blosse Tatsache, das s Oblt. J. das V er bot nicht kannte, vermochte ihn no eh ni eh t o h ne weiteres zu entschuldigen. Für seine Strafbarkeit würde schon genügen, wenn ihm bei sorgfãltiger Überlegung Zweifel über die Zulãssigkeit seines Handelns hãtten aufsteigen müssen. Das muss jedoch unter den hier obwaltenden Umstãnden verneint werden. Zwar ist die Ausdehnung des in Art. 143 MStG aufgestellten Verbotes auf Geschenke an die Einheitskassen der an sich naheliegenden Überlegung entsprungen, dass auch durch solche Geschenke die Auswahl der Heereslieferanten und deren Beziehungen zur Truppe unerwünscht beeinflusst werden konnten. Aber hier ist zu berücksichtigen, dass das fragliche Schanzzeugdepot vor seiner end-,gültigen Auflosung stand, so dass mit der Hingabe und Annahme dieser .Beitrãge keinerlei Nebenzweck verbunden sein konnte. Wenn sich daher das Rechtsempfinden des Oblt. J., der von- dem Befehl . des General- adjutanten keine Kenntnis hatte, nicht regte und er bedenkenlos seine Zustimmung zu der Sammlung gab, so kann ihm dies nicht zum Vor- wurfe gemacht werden. Es ist daher in Anwendung von Art. 17 MStG vón einer Bestrafung des Beschwerdeführers Umgang. zu nehmen, weil er aus zureichenden Gründen angenommen hat, er sei zur T at berechtigt. (8 .. Februar 1941, Jost e. p. G. 5.)