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No. 66 - 184 - de recrues n'interrompt pas le rapport de service militaire. Le Tribunal de cassation militaire l'a reconnu même p o ur les congés de p l us longu e durée pendant le service (Rec. des arrêts no. 82). F. était au surplus en uniforme lorsqu'il déroba l'argent. li releverait donc de la justice mili- taire mê:rhe s'il n'avait p as été au service militaire. L'art. 2, eh. 3 CPM le statue expressément. L'assujetissement de F. à la juridiction militaire suppose, d'autre part, que le délit qui lui est reproché soit réprimé par le CPM. Cette con- dition est réalisée. L'art. 129 p uni t le V'ol. Le conflit de compétence doit par conséquent être tranché en faveur de la juridiction militaire, ce qui entraine l'annulation de l'instruction pénale et du jugement du Tribunal correctionnel de la Veveyse, car iis constituent un empiétement de la juridiction civile sur la juridiction militaire, se ul e compétente en l'espece. (Arrêt du Tribunal fédéral du 15 juillet 1931 dans la cause Département militaire fédéral et Auditeur en Chef de l'Armée contre Tribunal correc- tionnel de la Veveyse, (affaire Fischer); publié dans RO 57 I p. 213 et suiv.) 66. Ein negativer Kompetenzkonflikt zwischen bürgerlicher und militãrischer Gerichtsba1·keit liegt nu1· daun vor, wenn die beid- seitigen Beboi·den die Behandlung der Strafsaclle abgelehnt haben, jede mit der Begründung, die ande1·e sei zustãndig. 11 n'y a conflit ·de compétence négatii entre la juridiction ordinaire et ]a juridiction militaire fJUe dans le cas ou Pautorité militaire reiuse de s'occuper d'une aiiaire pénale pour le motii fJUe l'autorité civile serait compétente alors fJU'inversément cette der- niere fait de même en invorJuant la compétence de l'autorité militaire. Esiste conilitto negativo di competenza fra la giu1·isdizione civile e fJUella militare solo rtuando ambedue riiiutano di occuparsi di un afiare, aiiermando la competenza dell'altra. M. erhob beim Bundesgericht Kompetenzkonfliktsbeschwerde, mii der Behauptung, weder die bürgerliche noch die militiirische Untersuchungsbehorde habe seiner .wegen Ehrverletzung durch Oberst B. erstatteten Strafanzeige Folge geleistet.
l. Der Rekurrent scheint sich wegen eines Kompetenzkonfliktes zwischen eidgenossischen und kantonalen Behorden im Sinne von Art.
- 185 No. 66 113, Abs. 1 BV beschweren zu wollen. In Wirklichkeit hat man es, nach der Begründung der Beschwerde, mit einem Anstand über die Zustãn- digkeit der militãrischen und der bürgerlichen Gerichtsbarkeit im Sinne von Art. 223 MStG von 1927 zu tun, der die Losung· solcher Konflikte dem Bundesgericht zuweist. 2~ Es handelt sich um eine Ehrverletzungsklage, die der Rekurrent als Geschãdigter erhoben hat oder erheben mõchte. Es würde sich frageh, ob der Geschãdigte legitimiert ist, den Kompetenzkonflikt im Sinne von Art. 223l.c. zu erheben. (S. hierüber: Kirchhofer, Der Kompetenzkonflikt zwischen militãrischer und bürgerlicher Gerichtsbarkeit, SZStR 46, 33ff.). Doch braucht die Frage hier nicht gelost zu werden, weil ein Kompetenzkonflikt überhaupt nicht besteht.
3. Es würde sich nach den Ausführungen des Rekurrenten um einen negativen Kompetenzkonflikt handeln ·zwischen den bernischen und den eidgeriõssischen militãrischen Strafbehorden (di e waadtlãndischen un d neuenburgischen Strafbehorden kommen nicht in Betracht, weil sie aus Gründen auf die Klage des Rekurrenten nicht eingetreten sind, die mit der Frage, bürgerliche oder militãrische Kompetenz, nichts zu tu.n haben). Zu einem negativen Kompetenzkonflikt gehort, dail die beidseitigen Be- hõrden die Behandlung der Strafsache abgelehnt haben, jede mit der Be- gründung, die andere sei kompetent, Das trifft zu für die bernischen Be,... hõrden, die sich in der Tat inkompetent erklãrt haben, weil die Sache in die Militãrgerichtsbarkeit falle. Es trifft aber nicht zu für die eidge- nossischen Militãrbehõrden. Die militãrische U ntersuchung, di e geführt worden ist, war administrativer N atu r; sie hatte es au eh nu r mit d er Frage zu tun, Qb gegen den Rekurrenten irgendwelche Sanktionen am Platze seien, und sie richtete sich in l{einer Weise gegen Oberst B. Zur Erteilung des Befehls zu einer militãrgerichtlichen Voruntersuchung gegen Oberst B. wãre das Eidg. Militãrdepartement zustãndig (MStGO Art. 110, Abs. 4, s. MStG, Art. 224), das dabei gegebenenfalls von Amtes wegen zu handeln hat, auch bei Ehrverletzungen (MStG Art. 145ff.), da das MStG keine Antragsdelikte kennt. Ein negativer Kompetenzkon- flikt lãge daher vor, wenn das Eidg. Mi1itãrdepartement es abgelehnt hãtte, die Voruntersuchung gegen Oberst B. zu verfügen, und zwar des- halb, weil es sich urn eine bürgerliche Strafsache handle. Das ist aber nach der Vernehmlassung des Oberauditors nicht der Sinn des Schreibens des Eidg. Militãrdepartements vom 31. Juli 1931 an das Untersuchungs- richteramt von Bern. Wenn dás Departement hier erklãrt hat, dail es sich zu keinen weitern Ma13nahmen in der Angelegenheit veranlaf3t sehe, so wollte es damit zur Fr~ge der zustãndigen Gerichtsbarkeit nicht Stellung nehmen. Mangels Vorhandenseins eines negativen Kompetenz- konflikts kann daher a_uf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
4. Es ist immerhin Vormerk zu nehmen von der Erklãrung des Eidg. Militãrdepartements la u t V ernehmlassung des Oberauditors, daB