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No. 45 64 krank und Iniiiellos zvaren, unierstüizte. Er versaumie deshalb ei nen A blosungsdienst sein er Einheii. Quoique u ne prolongaiion de son congé lui ai t éié refusée, B. resia à París. Il y enireienait une belle-sreur ei ses- deux enfants qui étaieni to us trois malades ei sans ressources. C'est pour ce moiif qu'i l ne se présenia p as à un service de releve de son unité. B., nonoslante gli fosse stata negata la proroga di un congedo, restà a Parigi, dove soccorreva una cognata e due figli di essa, tutti ammalati e senza mezzi. E per quesio motivo che egli non si pre- .sentà ad un servizio di sostituzione della sua unità. B. (Feststellung, dass Rechtfertigungsgríinde nach Art. 94 nicht vor- liegen) ... Toutefois la question se complique du fai t que le tribunal tout en reconnaissant ·que B. a commis une faute, a déclaré que cette faute ne pouvait être retenue co1nme constitutive de la désertion par la raison que la désertion implique la notion de l'intention coupable d'abandonner son corps, et que l'inculpé en conséquence devait être frappé d'une punition disciplinaire. l\iais cette distinction n'est pas fondée. C'est précisément le fait par B. d'avoir simplement attendu au lieu d'agir quand il savait que le congé était déjà refusé, qui exclut la justification suffisante. D'ailleurs la peine disciplinaire prévue en cas de désertion n'est admis- sible que si la désertion est commise dans un service d'instruction (ar- ticle 96, lettre e, CPl\1) ... C. Il y a lieu d'exa1niner également si le proble1ne de conscience qui s'est posé à B. peut être considéré comn1e un fait de nature à établir la justification suffisante. A cet égard l'explication du grand juge disant qu'il ne s'agit que d'une interprétation des actes de B., pourrait, sj elle était fondée, dispenser d'entrer plus avant dans l'examen de cette argu1nentation. Il y a lieu toutefois de remarquer qu'aux termes de l'arrêt Andreoli, les circonstances de cette nature ne peuvent constituer la justification suffisante prévue par laloi. Or, la justification en l'espece n'est ni d'ordre légal, ni d'ordre 1noral impératif. En effet l'obligation légale n'existe pas pour 'le beau-frere d'entretenir sa beUe-smur et les enfants de celle-ci lorsque le chef de famille est mobilisé en France; e t l'on sait que la famille des soldats mobilisés en France reçoit une In- demnité d'entretien ... (30. April 1917, Auditor e. T. G-. l i. S. Blanc.) 45. Bei der fabrHissigen Tõtung (MStGB Art. 106) ist zurechen- bar ein solcher Eriolg, den der fahrlassig Handelnde bei pflicht- .gemasser Aufmerksamkeit hatte vo1·aussehen müssen.
65 No. 45 Art. 106 CPl\11 (Homicide par im.prudence): On ne peut im- puter au délinquant que le résultat qu'il aurait du prévoir s'il .avait apporté à son acte l'attention que son devoir commandait. Art. 106 CPM (Omicidio colposo) : Imputabile e quella con- seguenza ebe il prevenuto avrebbe dovuto prevedere usando della attenzione e prudenza richieste nell'adempimento dei suoi doveri. Korporal K. stellte aus Fahrliissigkeit sein n.icht enlladenes und ungesichertes Gewehr in ele n Gewehrrechen i m K anionnement. A ls s piiier bei cler GeLvehr;reinigung Füsilier W. das Gewehr des K., das er für llas seinige hielt, ergriff, losie sich ein Schuss, Lvelcher den Füsilier .~). · totete. K. wurcle 1o0egen fahrliissiger Totung uerurteili. Sein Kassaiionsbegehren zvurcle abgeLviesen. Le caporal K. commit l'impruclence de placer son fusil chargé ei no n ossuré au râtelier d'armes du canionnement. P l us tard, lors du neiioyage,fles armes, le fusilier W. prii le fusil ele K. le confonclani auec le .sien. Un coup pariit ei tua le fusilier S. K. a été conclamné pour .homicicle par imprudence; son recours en cassaiion a éié rejeié. Il caporale ·K. commise l'impruclenza di posare alla restrelliera dell'accantonamenio il suo fucile carico e montato. Piil iardi, al momento della pulitura delle armi il fuciliere W. lo prese in mano, credendolo il proprio, un colpo parti educcise il fuciliere S. K. venne condannaio per omicidio colposo. Il suo ricorso in cassazione fu .respinto. A. Zu prüfen ist einzig, ob die Verurteilung K.s auf einer gesetz- ·widrigen Auslegung des Begriffs der strafbaren Fahrlassigkeit beruhe. Dabei ist hervorzuheben, dass der Rekurrent sich tatsachlich nicht gegen die grundsãtzliche Auffassung des Divisionsgerichts, sondern gegen die Anwendung dieser Auffassung auf den vorliegenden Fall wendet. Das Divisionsgericht geht davon aus, dass zrim gesetzlichen Tatbestand d er fahrlassigen Tõtung gehõren: l. eine V ernachlãssigung d er gebotenen ·vorsicht, wobei neben den allgemein anerkannten Lebensregeln auch die speziellen V erpflichtungen des Taters, beim Militar daher Dienstvor- schriften un d besondere Befehle, z u berücksichtigen sin d; 2. di e Tõtung eines Menschen, deren I-Iauptursache im fahrHissigen Verhalten des Taters liege. Die Richtigkeit dieser Grundlage des Urteils ist nicht bestritten und nicht zu bestreiten. Der Kassationsklager glaubt nun aber aus d er V erurteilung K.s ableiten z u sollen, das s das Gericht . sein en richtigen Grundsatz in der Anwendung zu weit gefasst habe, indem es das Erfordernis des ursachlichen Zusammenhangs zwischen dem sub- jektiven und dem objektiven Tatbestand zuungunsten des Angeklagten 5
No. 45 66 weniger streng genommen.habe, als dem Willen des Gesetzes entspreche~ Darin wird die behauptete Verletzung des Strafgesetzes (Art. 188, Ziff. l~ MStGO) gefunden. B .. Ohne auf die Frage einzutreten, o b nicht eine derart begründete Kritik über rein rechtliche Erwagungen hinausgehend ín das dem Kassa- tionsgericht verschlossene Gebiet der tatsachlichen Feststellungen ein- greifen 1nuss, Hisst sich vorab das aus den1 gesetzlichen Strafmass ge- zogene Argument der Verteidigung erledigen. Die Verteidigung führt aus,, das hohe Strafminimum des Art. 106 MStG kõnne nur die Meinung haben, dass d er Gesetzgeber ein so schweres V erschulden voraussetze, wie es K. nicht zur Last zu legen sei; es genüge nicht jeder noch so ent- fernté Kausalzusammenhang, sondern es müsse die Handlung zu1n Er-· folg in einer nahen Beziehung stehen. Diese Schlussfolgerung versagt aber schon angesichts der Schwere des Erfolges, di e das Gesetz konsequent neb en der Schwere des V erschuldens al s lVIassstab für di e Strafrah1nen heranzieht, wie es ja auch vom Ricbter verlangt, dass er innerhalb der Strafrahmen Schuld und Schaden in gleicher Weise berücksichtige (vgl. Art. 32 und 33 MStG). Wenn auf der schuldhaften Verursachung des Todes eines Menschen unter Umstanden die Todesstrafe steht, so lãsst sich kaum sagen, dass bei gleichem Erfolg eine Strafe von eine1n Mo nat Gefãngnis ni eh t de1n leichtesten strafrechtlich erfassbaren V er- schulden Rechnung trage. C. Eine der Ursachen der 1'õtung des Füsiliers S. liegt darin, dass. der Angeklagte sein Gewehr geladen und gespannt in den Gewehrrechen gestellt hatte; das ist eine Feststellung, di e ün unbestrittenen Tatbestand selber liegt. Das llandeln des Angeklagten vervvirklichte den :Erfolg freilich nicht uninittelbar, es brauchte dazu noch das lVIitwirken des Füsiliers W., der das Gewehr ergriff und unabsichtlich den Schuss lõste~ sowie des Füsiliers S., der sich in der Schussrichtung befand. Damit ist aber der ursachliche Zusam1nenhang zwischen den1 Verhalten des An- geklagten und dem Erfolg nicht unterbrochen; denn niemals ware S. getõtet worden, wenn W. ein ungeladenes oder auch nur ungespanntes. Gewehr gegen ihn gerichtet hãtte; deshalb ist ni eh t z u bestreiten, das s K. der Urheber der Tõtung im Sinne von Art. 21 MStG ist. Es kann sich al so ernstlich ni eh t un1 di e Frage einer U nterbrechung des Kausalnexus- handeln, sondern hõchstens tun die Frage, ob zwischen ·ursache und Wirkung eine derartige Diskrepanz besteht, dass dem die Ursache setzenden T'ãter nicht zugemutet werden konnte, die Wirkung voraus- zusehen. D. Zurechenbar ist, wie der Verteidiger richtig ausführt, nur ein solcher Erfolg, d en d er fahrlassig Handelnde bei pflichtgemasser Au f- 1nerksamkeit und Vorsicht hatte voraussehen müssen, nicht aber eine ausserhalb aller Erfahrung stehende Folge seines Tun s. l\1:an darf j edoch