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MKGE 1 Nr. 148

MKGE 1 Nr. 148 — Rosenfe~d e. D. G. 3.

Mkg · 1925-06-05 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

261'

No. 148 ·u. 149

'148.

Im Kassationsvet·faht·en kõnnen dem unterliegenden Rekur-

renten }{eine Kosten aufei .. legt we1·den.

11 n'est pas possible de condamner aux frais de la procédure

de eassation celui dont le reeours est rejeté.

Le spese della procedn1·a di eassazione non possono ea1·icarsi

al ricorrente nemmeno in caso di 1·ejezione del rieorso.

·

C. Das .-Kassationsgericht kann dem Antrag des Oberauditors, es

seien de1n Rekurrenten > aufzuerlegen, nicht entsprechen.

Di e Kosten des \T erfahrens vor Divisionsgericht bleiben infolge Abwei-

sung des Kassationsbegehrens dern Angeklagten auferlegt, wie es das in

Rechtskraft erwachsende Urteil bestimmt hat .. In bezug auf die Kosten

des Kassationserfahrens enthalt das Gesetz keine Bestimmung; es wird

also in dieser Beziehung dabei bleiben, dass die Kosten der 1\'Iilitar,.

strafrechtspflege von der Eidgenossenschaft getragen werden. Art. 163

MStGO erlaubt ausdrücklich nur, dem Verurteilten die l{osten der Vor-

untersuchung und der Hauptverhandlung aufzuerlegen. Es ist zun1

mindesten keine Interpreta-tian anzuwenden, die das Kassationsgericht

verpjlichten würde, Art. 163 lVIStGO zuungunsten der unterliegenden

Rekurrenten ausdehnend zu interpretieren. Das Verfahren vor Kas-

sationsgericht ist keine I-Iauptverhandlung, sondern eine Beratung über

Rechtsfragen unter Ausschluss d er Parteien. Di e \T erordnung über das

Rechnungswesen der lVIilitarjustiz vom 24. f.,ebruar 1922 berührt auch

n ur di e Kosten d er \T oruntérsuchung un d d er Hauptverhandlung un d ware

über den Rahmen des Gesetzes hinaus auch nicht anwendbar. -

Das

Kassationsgericht sieht sich aus diesen Gründen nicht veranlasst, In

der Kostenfrage von seiner stets befolgten Praxis abzugehen.

(5. Juni 1925, Rosenfe~d e. D. G. 3.)

149.

Die Entscl1eide, die der Bundesrat gemãss Art. 113 MStGO

über die Zustandiglíeit der 1\llilitargerichtsbarlíeit iiillt, sind für die

Gerichte verbindliel1. -

Der Pras_ident eines Militai·schiessvereins,

der sicl1 gegenübe1· einem den Schiessbetrieb beaufsichtigenden

Mitglied der Schiesslíommission verletzende .Ãusserungen erlaubt,

unterstebt der Militiirgeriehtsbarkeit (MO Art. 9, MStGO Art. l,

Ziif. 5).

Les prononcés du Conseil fédéral, I~elatifs à la eompétenee de

la ju1·idietion militaire, 1·endus en applieation de l'art. 113 OJM,