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No. 148 ·u. 149
'148.
Im Kassationsvet·faht·en kõnnen dem unterliegenden Rekur-
renten }{eine Kosten aufei .. legt we1·den.
11 n'est pas possible de condamner aux frais de la procédure
de eassation celui dont le reeours est rejeté.
Le spese della procedn1·a di eassazione non possono ea1·icarsi
al ricorrente nemmeno in caso di 1·ejezione del rieorso.
·
C. Das .-Kassationsgericht kann dem Antrag des Oberauditors, es
seien de1n Rekurrenten > aufzuerlegen, nicht entsprechen.
Di e Kosten des \T erfahrens vor Divisionsgericht bleiben infolge Abwei-
sung des Kassationsbegehrens dern Angeklagten auferlegt, wie es das in
Rechtskraft erwachsende Urteil bestimmt hat .. In bezug auf die Kosten
des Kassationserfahrens enthalt das Gesetz keine Bestimmung; es wird
also in dieser Beziehung dabei bleiben, dass die Kosten der 1\'Iilitar,.
strafrechtspflege von der Eidgenossenschaft getragen werden. Art. 163
MStGO erlaubt ausdrücklich nur, dem Verurteilten die l{osten der Vor-
untersuchung und der Hauptverhandlung aufzuerlegen. Es ist zun1
mindesten keine Interpreta-tian anzuwenden, die das Kassationsgericht
verpjlichten würde, Art. 163 lVIStGO zuungunsten der unterliegenden
Rekurrenten ausdehnend zu interpretieren. Das Verfahren vor Kas-
sationsgericht ist keine I-Iauptverhandlung, sondern eine Beratung über
Rechtsfragen unter Ausschluss d er Parteien. Di e \T erordnung über das
Rechnungswesen der lVIilitarjustiz vom 24. f.,ebruar 1922 berührt auch
n ur di e Kosten d er \T oruntérsuchung un d d er Hauptverhandlung un d ware
über den Rahmen des Gesetzes hinaus auch nicht anwendbar. -
Das
Kassationsgericht sieht sich aus diesen Gründen nicht veranlasst, In
der Kostenfrage von seiner stets befolgten Praxis abzugehen.
(5. Juni 1925, Rosenfe~d e. D. G. 3.)
149.
Die Entscl1eide, die der Bundesrat gemãss Art. 113 MStGO
über die Zustandiglíeit der 1\llilitargerichtsbarlíeit iiillt, sind für die
Gerichte verbindliel1. -
Der Pras_ident eines Militai·schiessvereins,
der sicl1 gegenübe1· einem den Schiessbetrieb beaufsichtigenden
Mitglied der Schiesslíommission verletzende .Ãusserungen erlaubt,
unterstebt der Militiirgeriehtsbarkeit (MO Art. 9, MStGO Art. l,
Ziif. 5).
Les prononcés du Conseil fédéral, I~elatifs à la eompétenee de
la ju1·idietion militaire, 1·endus en applieation de l'art. 113 OJM,