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253 - No. 145 dutch Urkundenfãlschung im Sinne des Art. 155 l\fStG macht sich aber 1iur schuldig: 1. wer eine õffentliche Urkunde nachahmt (>, >),-
d. h. eine falsche Ur kun de herstellt un d sie als eine echte ausgibt; 2. wer eine õffentliche Urkunde verfiilschi (>, >), d. h. eine echte Ur kun de inhaltlich ãndert; 3. wer eine Privaturkunde fãlschlich ausstellt, betrüglich nachahmt, an einer solchen Urkunde etwas Betrãchtliches verãndert, zusetzt, auslõscht - > - >. - In dieser Aufzãhlung d er verschiedenen Bege- hungsformen des Betruges durch Fãlschung findet sich nirgends die blosse Falschbeurkundung, also die Herstellung einer echten Urkunde, die etwas Unwahres enthalt. Das Gesetz berücksichtigt in allen Variationen, die in Art~ 155 a und b MStG enthalten sind, nur den sogenannten faux matériel, dagegen nicht den faux imrnatériel, also die durch die zustandige Ur- kundsperson in derechten Form der Urkunde dokumentierte Unwahrheit, die sogenannte Lugurkunde. - Daraus folgt nun allerdings nicht, wie der Rekurrent folgert, dass eine Falschbeurkundung dern Betrugsbegriff nicht unterstellt werden kõnne, vielmehr fallt bloss das Qualifikations- n1on1ent des Art. 155 MStG weg und es bleibt beim einfachen Betrug. - Das Divisionsgericht hat gestützt auf den Umstand, dass die Tãuschung schliesslich nicht gelungen ist, angenornmen, es sei beim Versuch ge- blieben. Das Urteil ist demnach in dem Sinne zu korrigieren, dass die Rekurrenten wegen Versuchs des einfachen Betruges schuldig zu erklãren sind. An der Schwere des Vergehens andert diese Ãnderung tatsachlich nichts; es liegt daher au eh kein Grund v o r, di e ausgesprochenen Strafen herabzusetzen. (28. Februar 1925, Weidmann und Frei e. D. G. 5a.) 145. Das MStGB macht keinen Unterschied zwischen «Tater» und « Urheber» (Art. 21). - Bei Handlungen im Komplott (Art. 22) ist derjenige als Urheber strafbar, der das Verbrechen mit vei·ab- redet hat; es. ist nicht erforderlieh, dass er sieh bei der Ausführung des V erbreehens korperlieh betatigte. Le CPM ne fait pas de différenee entt·e «auteur» et «instigateur» (art. 21). -En eas de eomplot (art. 22), celui qui a pris part à la déeision de commettre le délit est punissable eomme auteur; il n'est pas néeessaire qu'il ait coopéré matériellement à l'exéeution du délit.
No. 145 254 11 CPM non distingue fi~a l'esecutore materiale e l'istigatore di un delitto (art. 21). In caso di complotto (art. 22) colui eh e lia eoncertato il delitto e punibile eon1e autore. - Non e necessario che abbia preso parte materialmente alia esecuzione. W. war wãhrend des Wiederholungskurses 1924 mit andern Fahrern, woruriter M. und L., in einer Scheune kantonniert, wo vorher Soldaten einer andern Batterie untergebracht waren, von denen einer aus Versehen ein Paar Marschschuhe zurückgelassen hatte. M. ent- deckte diese Schuhe, die unter einem Wagen standen und fragte, wem sie gehõren. Da sich niemand meldete, bemerkte er zu W. und L., es wãre das Gescheiteste, wenn einer si e heimschicken würde; wer si e nehme, solle den aildern etwas geben. W. und L. stimmten diesem Vorschlag zu, M. erklãrte sich bereit, die Schuhe zu übernehmen und bot den andern je Fr. 3. 50 an. W. verlangte für sich und L. je Fr. 4 und M. stimmte zu. Am folgenden Tage nahm M. die Schuhe weg, verpackte sie mit Papier und Schnur voh l~. und trug das Paket abends in Begleitung von W. und L. z ur Post; dan n gingen di e drei in d en >, w o M. de n bei d en andern je Fr. 4 auszahlte. Diese nahmen das Geld an und erklãrten si eh damit zufrieden. W., L .. un d M. wurden wegen Diebstahls verur- teilt. W. verlangt Kassation. A. Der Rekurrent scheint einen Unterschied zwischen > und > Inachen zu \Vollen, indem er ausführt, zum Begriff des Ur- hebers gehõre das eigene Handeln o d er das Anstiften anderer; Tãter sei, wer durch seine kõrperliche Tãtigkeit die Tatbestandsmerkmale des Verbrechens verwirkliche. Diese Unterscheidung liegt nicht im Gesetz. Alle drei Texte brauchen in1 4. Titel des I. Teils, l. Abschn. (Allgemeine Bestimmungen), den Ausdruck >, >, > zur Bezeichnung dessen, der in andern Gesetzen als > bezeichnet ist; im deutschen Text des Art. 25 erscheint ausnahmsweise d er Ausdruck >, aber genau im Sinne von >, wie aus dem franzõsischen und dem italienischen Text hervorgeht, die hier wieder die Worte >, > a ufweisen. B. Die Frage, ob ein Angeklagter als > (oder nach der Sprache des Gesetzes als >) zu betrachten sei, beantwortet sich also in erster Linie nach .A..rt. 21 MStG. Es kommt darauf an, ob er (durch eigenes Handeln o d er durch Anstiften anderer Personen) >. Eine vorhergegangene, auf das Verbrechen abzielende Verabredung behandelt das Gesetz (sofern diese Verabredung die Hauptursache des Deliktes ist) wie eine gegenseitige Anstiftung; jeder, d er das Verbrechen mitverabredet hat, wird als Urheber, also als primãr verantwortlich erklãrt (Art. 22). Davon ist derjenige, der zur Ausführung der Verabredung kõrperlich weiter nichts getan hat, nicht ausgenommen. Es genügt, dass er zur gemeinsamen deliktischeh