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MKGE 1 Nr. 11

MKGE 1 Nr. 11

Mkg · · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

No. 11

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... 11 n'est pas non plus possible au tribunal militaire de cassation de

déférer au vceu de l'auditeur recourant qui, sollicitant un arrêt de principe,

· demande que certaines questions d'ordre théorique soient tranchées à

titre purement consultatif. La pratique constante du tribunal militaire

de cassation est de n'examiner que les arguments destinés à faire ad-

mettre ou rejeter le recours présenté. En agissant ainsi, il ne fait que

. se conformer à l'art. 192 loi OJM.

(9. Dezember 1915, Auditor e. 1'. G. l i. S. lVIorel.)

11.

Zum Tatbestand der Veruntreuung (MStGB Art. 150) gel1ort

nicht eine zur Zeit der Anhebung (\er Untersuchung bestehende

Vei·mõgensscbadigung.

Verfügungsrecht des Wehrmannes über

gefasste Marschschuhe? Di e Ma1·schschuhe sin d d em W eh1·mann

> D ami t ist d em

\Vehr1nann insofern ein Verfügungsrecht an den Schuhen eingerau1nt

worden, als er sie in normalen Verhaltnissen ausser Dienst (also zwischen

den Instruktionsdiensten) tragen und damit auch verbrauchen darf.

Das erklart sich, abgesehen von der teilweisen Bezahlung daraus, dass

Schuhe, die lange Zeit ausser Gebrauch stehen, hart und selbst dienst-

untauglich werden. Deshalb ist der Maun nur zur Aufbe\vahrung der

Schuhe in genere verpflichtet worden: er hat z u jedem Dienst mit dienst-

tauglichen Ordonnanzschuhen der betreffenden Arl einzurücken. Da-

gegen ist es ihm auch zu Friedenszeiten nicht erlaubt, die von der Militar-

verwaltung zu1n V orzugspreise bezogenen Schuhe zu sein em Vorteil z u

verkaufen, d. h. ohne für vollwertigen Ersatz besorgt zu sein. -

Es ist

.al so von vornherein kiar, das s D. über di e Ordonnanzschuhe in ei n er

v\r eise verfügt hat, di e selbst dan n ni eh t erlaubt gewesen ware, wenn

er die Schuhe im Zeughaus bezahlt und bei Entlassung aus dem Dienst

nach Hause genommen hatte. lJm so weniger konnte er unter den ge-

gebenen U mstünden über di e Rechtswidrigkeit seines V erhaltens im

Zweifel sein.

I:~r hatte die Schuhe in1 Dienst auf ausdrücklichen Befehl

hin gefasst, und zwar unentgeltlich und lediglich zun1 z,veck des dienst-

Iichen Gebrauchs.

D. Das Eigenlu1n an den Schuhen kanu nur dann auf D. über-

gegangen sein, wenn die l\-filitarverwaltung das Eigentum auf ihn über-

tragen wollte. Da die Aushandigung unentgeltlich geschah, so hatte

al so di e A bsicht bestehen müssen, d en Angeklagten z u beschenken.

Davon kanu aber keine Rede sein. (Das Gegenteil ergibt sich aus de1n

Armeebefehl vom 25. September 1914 und aus dem Befehl der 3. Di-

·vision, wonach im Oktober 1915 die gegen Guts.chein bezogenen Schuhe

zum Korpsmaterial abgegeben werden Inussten.)

E. Der Angeklagte konnte über die rechtliche Bedeutung des Emp-

fangs der Schuhe gegen Gutschein auch nicht wohl im z,veifel sein.

Denn das gefasste Paar \vurde unter > in sein Dienstbüchlein eingetragen, gleich wie die andern

Gegenstande seiner persõnlichen Ausrüstung. Damit ist aber auch ent-

schieden, dass es sich um anvertraute Gegenstande der persõnlichen

Ausrüstung (Kleider) im Sinne des Art. 151 g lVIStG handelt. -

>, d. h. nur zu eine1n bestimmten Gebrauch übergeben, waren die

lVIarschschuhe auch daun gewesen, wenn angenon1men \verden wollte,

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