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No. 11 16 ... 11 n'est pas non plus possible au tribunal militaire de cassation de déférer au vceu de l'auditeur recourant qui, sollicitant un arrêt de principe, · demande que certaines questions d'ordre théorique soient tranchées à titre purement consultatif. La pratique constante du tribunal militaire de cassation est de n'examiner que les arguments destinés à faire ad- mettre ou rejeter le recours présenté. En agissant ainsi, il ne fait que . se conformer à l'art. 192 loi OJM. (9. Dezember 1915, Auditor e. 1'. G. l i. S. lVIorel.) 11. Zum Tatbestand der Veruntreuung (MStGB Art. 150) gel1ort nicht eine zur Zeit der Anhebung (\er Untersuchung bestehende Vei·mõgensscbadigung. Verfügungsrecht des Wehrmannes über gefasste Marschschuhe? Di e Ma1·schschuhe sin d d em W eh1·mann <<anverti·aute» (Art. 151, lit. g) Gegenstãnde., Il n'est pas nécessaire - pour qu'il y ait (lélit de malversation (CPM a1·t. 150) - que le dommage pécuniaire snbsiste encore au moment de l'ouvei·tui·e de l'euquête. Le militaire a-t-il le droit d'aliéner des souliers de 1narche touchés à l'arsenal? I~es souliers de ma1·che sont des objets «confiés» au militaire (CPJ\II art. 151, litt. g). No n e necessario, a costitui1·e la prevaricazione (art. 150 ·CPM), eh e esista ancora un danno al momento delP ape1·tura della inchiesta. Diritto del milite a disporre delle scarpe di marcia conse- iJnategli. Le s~arpe di marcia son o oggetti a Ini affidati (a1·t. 151, lett. g). . A ... lVIassgebend für das Kassationsgerieht jst das vom Divisions- gericht festgestellte Beweisergebnis, wonach der Angeklagte das ilnn zum dienstlichen Gebrauche unentgeltlich überlassene Paar Schuhe verkauft un d de n Erlõs zum Teil in1 eigenen N utzen verVtrendet hat. Da1nit f'allt auch die "\veitere Behauptung, D. habe die Schuhe nur verkauft, u1n aus dem Erlõs ein grõsseres Paar kaufen z-u kõnnen, dahin. B. U nhaltbar ist di e Ansi eh t des KassationskHigers, dass d er Tat- bestand der Veruntreuung einen zur Zeit der Anhebung der Unter- suchung bestehenden Vermõgensschaden voraussetze. Das Delikt ist nach Art. 150 l\1St.G vollendet, sobald der rechtswidrig-e Eingriff in das fren1de Eigentum begangen ist, und die Strafe bemisst sich nach den1 \Vert des U nterschlagenen ohne Rücksicht auf di e l~xistenz o d er di e Fortdauer einer vermõgensrechtlichen Schadigung (Art. 152 und 135 MStG).
17 No. 11 C. Dar Kassationsklager bestreitet, dass die Schuhe eine fremcle bewegliche Sache im Sinne von Art. 150, und insbesondere, dass sie,anverlraute Ausrüstungsstücke im Sinne von Art. 151 g lVIStG seien .. Das ist zu untersuchen. Art. 5 des Bundesbeschlusses vom 21. Dezen1ber 1900 lautet: <<\V er vom Bunde Ordonnanzschuhe zu reduziertem Preise bezogen hat, ist verpflichtet, zu jedem Dienste mit diensttauglichen Ordonnanzschuhen d er betreffenden Art einzurücken. >> D ami t ist d em \Vehr1nann insofern ein Verfügungsrecht an den Schuhen eingerau1nt worden, als er sie in normalen Verhaltnissen ausser Dienst (also zwischen den Instruktionsdiensten) tragen und damit auch verbrauchen darf. Das erklart sich, abgesehen von der teilweisen Bezahlung daraus, dass Schuhe, die lange Zeit ausser Gebrauch stehen, hart und selbst dienst- untauglich werden. Deshalb ist der Maun nur zur Aufbe\vahrung der Schuhe in genere verpflichtet worden: er hat z u jedem Dienst mit dienst- tauglichen Ordonnanzschuhen der betreffenden Arl einzurücken. Da- gegen ist es ihm auch zu Friedenszeiten nicht erlaubt, die von der Militar- verwaltung zu1n V orzugspreise bezogenen Schuhe zu sein em Vorteil z u verkaufen, d. h. ohne für vollwertigen Ersatz besorgt zu sein. - Es ist .al so von vornherein kiar, das s D. über di e Ordonnanzschuhe in ei n er v\r eise verfügt hat, di e selbst dan n ni eh t erlaubt gewesen ware, wenn er die Schuhe im Zeughaus bezahlt und bei Entlassung aus dem Dienst nach Hause genommen hatte. lJm so weniger konnte er unter den ge- gebenen U mstünden über di e Rechtswidrigkeit seines V erhaltens im Zweifel sein. I:~r hatte die Schuhe in1 Dienst auf ausdrücklichen Befehl hin gefasst, und zwar unentgeltlich und lediglich zun1 z,veck des dienst- Iichen Gebrauchs. D. Das Eigenlu1n an den Schuhen kanu nur dann auf D. über- gegangen sein, wenn die l\-filitarverwaltung das Eigentum auf ihn über- tragen wollte. Da die Aushandigung unentgeltlich geschah, so hatte al so di e A bsicht bestehen müssen, d en Angeklagten z u beschenken. Davon kanu aber keine Rede sein. (Das Gegenteil ergibt sich aus de1n Armeebefehl vom 25. September 1914 und aus dem Befehl der 3. Di- ·vision, wonach im Oktober 1915 die gegen Guts.chein bezogenen Schuhe zum Korpsmaterial abgegeben werden Inussten.) E. Der Angeklagte konnte über die rechtliche Bedeutung des Emp- fangs der Schuhe gegen Gutschein auch nicht wohl im z,veifel sein. Denn das gefasste Paar \vurde unter <<Objets délivrés. Equipement de la troupe>> in sein Dienstbüchlein eingetragen, gleich wie die andern Gegenstande seiner persõnlichen Ausrüstung. Damit ist aber auch ent- schieden, dass es sich um anvertraute Gegenstande der persõnlichen Ausrüstung (Kleider) im Sinne des Art. 151 g lVIStG handelt. - <<Anver- traut>>, d. h. nur zu eine1n bestimmten Gebrauch übergeben, waren die lVIarschschuhe auch daun gewesen, wenn angenon1men \verden wollte, 2