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lndemnité pour un défenseur de choix (art. 151 al. 5 et art. 117 al. 3 PPM} L'indemnité équitable pour les frais d'avocat, à laquelle a droit celui qui a un défenseur de choix, doit être fixée selon un double critere: il faut se fonder d'une part sur le volume du travail lié à la défense et d'autre part sur le tarif des honoraires. Si le juge ne dispose pas des indications suffisantes à ce propos - parce qu'on ne lui a pas remis une note de frais détaillée -, il doit recueillir les éléments nécessaires car il ne peut pas sans autre appliquer le tarif valable pour les défenseurs d'office. lndications générales sur la diffé- rence entre défense d'office et défense de choix. Ripetibili per difensore di fiducia (art. 151 cpv. 5 e art. 117 cpv. 3 PPM} La congrua indennità per le spese d'avvocato, a cui ha diritto chi si avvale di un difensore di fiducia, deve essere fissata in applicazione di un duplice cri- terio: da un lato, tenendo conto degli incombenti della difesa, dall'altro fa- cendo riferimento alia tariffa d'onorario. In mancanza di indicazioni sufficien- ti in merito - perche non gli e stata trasmessa una nota dettagliata -, il giudi- c~ deve acqLiisire queste indicazioni e non puo semplicemente applicare in via suppletiva la tariffa vigente per il difensore d'ufficio. lndicazioni di mas- sima sulla differenza fra difesa d'ufficio e difesa di fiducia. Das Militãrkassationsgericht hat erwogen: 2. Wird der Angeklagte freigesproehen, so hat er Ansprueh auf eine ange- messene Entsehadigung für Anwaltskosten (Art. 151 Abs. 5 i.V.m. Art. 117 Abs. 3 lit. e MStP). Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fali ge- geben. Streitig ist nur die Hõhe der Entsehadigung. Der Verteidiger hat der Vorinstanz eine,angemessene Parteientsehadi- gung" beantragt, ohne diese zu beziffern oder seinen Aufwand zu spezifi- zieren. Das Div Ger 4 setzte die Entsehadigung in der für amtliehe Vertei- diger übliehen Hõhe fest. Der Verteidiger reieht im Rekursverfahren eine spezifizierte Reehnung für das Hauptverfahren ein, in weleher er seinen Zeitaufwand für Bespreehungen mit dem Rekurrenten, für die Teilnahme an einer Einvernahme und der Hauptverhandlung sowie für vorbereitende und begleitende Arbeiten mit 18,5 Stunden bemass und dafür ein Honorar von Fr. 180.- pro Stunde forderte. Der Auditor halt dafür, dass ohne kon- kreten Antrag und ohne besondere Aufwendungen die Entsehadigung naeh Ansatzen für amtliehe Verteidigung festzulegen sei. Einen Ansprueh im Sinne von Art. 117 Abs. 3 lit. e MStP hat nur, wer sieh dureh einen Anwalt seiner Wahl verteidigen lasst. Die Entsehadigung soll ihm seine Auslagen für diesen ersetzen. In quantitativer Hinsieht gibt das Gesetz nur Ansprueh auf angemessene Entsehadigung. Es verlangt also Mass hinsiehtlieh des Honoraranspruehes des Verteidigers, sowohl in be- zug auf die zu honorierenden Bemühungen als aueh auf den Honoraran- satz. Zu entsehadigen ist daher der Aufwand, der naeh den konkreten prozessualen Umstanden und den persõnliehen Verhaltnissen des Man- danten angebraeht ist, zu einem Ansatz, der bei freiberufliehen Anwalten Nr. 9 41
Nr. 9, 10 42 für Mandate dieser Bedeutung üblich ist (MKGE 11 Nr. 29 Erw. 4 und 5). Die Ansatze, welche für amtliche Verteidiger gelten, sind nicht massgeb- lich; denn diese üben ihre Tatigkeit regelmassig als Militardie.nst und nicht im Auftragsverhaltnis zu den von ihnen Vertretenen aus, und sie werden dafür nach militarischen, administrativen Regeln entschadigt (Anhang 3 Ziff. 4 MStV). Sie sind es auch dann nicht, wenn der Verteidiger seinen Aufwand im Hauptverfahren nicht spezifiziert; denn der Richter hat sich in einem solchen Falle Kenntnis über Aufwand und Honoraransatz zu ver- schaffen (MKGE vom 20.3.1992 i.S. T.). lndem die Vorinstanz die Entschadigung nach Ansatzen für amtliche Ver- teidiger festlegte, beruht ihr Urteil im angefochtenen Punkt auf einer Ge- setzesverletzung. Der Rekurs ist deshalb gutzuheissen, und die Sache ist an das Div Ger 4 zu neuer Entscheidung zurückzuweisen (Art. 207 Abs. 1 MStP). (714, 13. Mai 1998, S. e. DG 4) 10. Veranderung der rechtlichen Qualifikation im Appellationsverfahren (Art. 181 Abs. 3 MStP) Art. 181 Abs. 3 MStP verweist nicht ausdrücklich auf Art. 148 Abs. 2 MStP. Dies hãngt damit zusammen, dass sich Art. 148 Abs. 2 MStP auf die Ankla- geschrift bezieht, die vor dem Divisionsgericht Gegenstand des Verfahrens ist. Gegenstand des Verfahrens vor dem Militãrappellationsgericht ist dem- gegenüber das angefochtene Urteil. Die fehlende Verweisung auf Art. 148 Abs. 2 MStP in Art. 181 Abs. 3 MStP befreit das Militarappellationsgericht in- des nicht davon, den Parteien vor einer allfãlligen Verãnderung der rechtli- chen Qualifikation das verfassungsrechtlich gewãhrleistete rechtliche Gehõr zu gewãhren, und zwar unabhãngig davon, in welchem Sinn die rechtliche Qualifikation verandert werden soll. Changement de qualification juridique en procédure d'appel (art. 181 al. 3 PPM) L'art. 181 al. 3 PPM ne renvoie pas expressément à l'art. 148 al. 2 PPM. Cela s'explique par le fait que l'art. 148 al. 2 PPM se rapporte à l'acte d'accusation, qui définit l'objet de la procédure devant le tribunal de divi- sion. L'objet de la procédure devant le tribunal militaire d'appel est en re- vanche délimité par le jugement entrepris. L'absence de renvoi à l'art. 148 al. 2 PPM dans l'art. 181 al. 3 PPM ne dispense donc pas le tribunal militaire d'appel d'offrir aux parties la possibilité d'exercer leur droit d'être entendues en cas de changement de qualification juridique, et cela indépendamment du sens dans lequel la qualification juridique est modifiée.