fürsorgerische Unterbringung | KES Fürsorgerische Unterbringung
Dispositiv
- Die Beschwerde wird zufolge Gegenstandslosigkeit am Geschäftsverzeich- nis abgeschrieben.
- Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'050.00 (Gerichtsge- bühren von CHF 800.00, Gutachterkosten von CHF 1'250.00) verbleiben beim Kanton Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
- A._____ erhält für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von CHF 494.35 (inkl. Spesen und MwSt.) zu Lasten des Kantons Graubünden.
- Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil- sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.
- Mitteilung an:
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Kantonsgericht von Graubünden Dretgira chantunala dal Grischun Tribunale cantonale dei Grigioni Verfügung vom 28. November 2024 Referenz ZK1 24 211 Instanz I. Zivilkammer Besetzung Cavegn, Vorsitzender Parteien A._____ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Roger Burges Hechtgasse 1, 9000 St. Gallen Gegenstand fürsorgerische Unterbringung Anfechtungsobj. ärztliche Einweisung vom 13.11.2024 Mitteilung
28. November 2024
2 / 4 In Erwägung, – dass A._____ mit ärztlicher Einweisung von Dr. med. B._____ vom
13. November 2024 für sechs Wochen fürsorgerisch in der Klinik C._____ un- tergebracht wurde, – dass A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) dagegen mit Eingabe vom
16. November 2024 (Poststempel 18. November 2024) Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden erhob, – dass der Vorsitzende der I. Zivilkammer die Klinik C._____ am 19. November 2024 aufforderte, sich bis Mittwoch, 20. November 2024, zum Gesundheitszu- stand der Beschwerdeführerin und zur Notwendigkeit der fürsorgerischen Un- terbringung zu äussern, – dass Rechtsanwalt Roger Borger als Rechtsvertreter von A._____ mit Eingabe vom 19. November 2024, eingegangen am 20. November 2024, beim Kan- tonsgericht von Graubünden ebenfalls Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob, – dass die Klinik C._____ mit Schreiben vom 20. November 2024 zur fürsorgeri- schen Unterbringung Stellung nahm, – dass der Vorsitzende der I. Zivilkammer mit Verfügung vom 21. November 2024 Dr. med. D._____ mit der Erstellung eines Gutachtens über A._____ bis
25. November 2024 betraute, – dass mit Verfügung vom 22. November 2024 zur Hauptverhandlung am Kan- tonsgericht auf den 26. November 2024 vorgeladen wurde, – dass die Klinik C._____ A._____ mit Entscheid vom 25. November 2024 aus der Klinik entliess und den Entlassungsentscheid dem Kantonsgericht von Graubünden gleichentags mitteilte, – dass die Beschwerde damit gegenstandslos geworden ist und am Geschäfts- verzeichnis abgeschrieben werden kann, – dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'050.00 (Gerichtsge- bühren CHF 800.00, Gutachterkosten von CHF 1'250.00) beim Kanton Graubünden verbleiben und auf die Gerichtskasse genommen werden, – dass A._____ für ihre anwaltliche Vertretung des Weiteren zu entschädigen ist (Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. Art. 105 Abs. 2 ZPO),
3 / 4 – dass Rechtsanwalt Roger Borges mit Schreiben vom 25. November 2024 eine Honorarnote über CHF 518.56 einreichte, welche sich aus einem Zeitaufwand von 1.85 Stunden zu CHF 250.00 zuzüglich Spesen von CHF 17.20 und Mehrwertsteuer von CHF 38.86 zusammensetzte, – dass Rechtsanwalt Roger Borges zwar eine Vollmacht einreichte, welche aber auf den 3. Juli 2024 datiert war und keine Honorarvereinbarung enthielt, – dass die Entschädigung folglich mangels eingereichter Honorarvereinbarung praxisgemäss zu einem Stundenansatz von CHF 240.00 gemäss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) und einer Abgeltung für die Auslagen von 3% zu bemessen ist, – dass von einem notwendigen Aufwand von 1.85 Stunden auszugehen ist, auch wenn die Einreichung einer erneuten Beschwerde nicht notwendig ge- wesen wäre, weshalb eine Parteientschädigung von CHF 494.35 (1.85 Stun- den à CHF 240.00/h zuzüglich Spesen von 3% und MWSt. von 8.1%) ange- messen erscheint,
4 / 4 wird erkannt: 1. Die Beschwerde wird zufolge Gegenstandslosigkeit am Geschäftsverzeich- nis abgeschrieben. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'050.00 (Gerichtsge- bühren von CHF 800.00, Gutachterkosten von CHF 1'250.00) verbleiben beim Kanton Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen. 3. A._____ erhält für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von CHF 494.35 (inkl. Spesen und MwSt.) zu Lasten des Kantons Graubünden. 4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil- sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG. 5. Mitteilung an: