Störung des öffentlichen Verkehrs | Strassenverkehrsgesetz
Erwägungen (10 Absätze)
E. 1 Mit Urteil vom 14. September 2005, mitgeteilt am 27. Oktober 2005, erkannte das Bezirksgericht Maloja wie folgt:
E. 2 Es wird gestützt auf Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB eine ambulant-ärztlich- psychiatrische Behandlung im Sinne der Erwägungen angeordnet.
E. 3 Die Adhäsionsklagen werden auf den Zivilweg verwiesen.
E. 4 Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft CHF 1'925.00
- den Barauslagen der Staatsanwaltschaft CHF 7'045.60
- der Gerichtsgebühr CHF 1'000.00
- den Barauslagen des Bezirksgerichts Maloja CHF 25.85 Total CHF 9'996.45 werden vollumfänglich Y. überbunden.
E. 5 T. hat Y. mit CHF 1'271.50 inkl. MWSt. zu entschädigen.
E. 6 X. hat Y. mit CHF 1'271.50 inkl. MWSt. zu entschädigen.
E. 7 M. hat Y. mit CHF 2'457.-- inkl. MWSt. zu entschädigen.
E. 8 (Rechtsmittelbelehrung)
E. 9 (Mitteilung).“ 2. Gegen dieses Urteil erhob X. am 17. November 2005 Berufung beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden mit folgenden Anträgen: „1. Die Ziffern 3, soweit es die Berufungsklägerin betrifft, und 6 des Urteils des Bezirksgerichts Maloja vom 14. September 2005 seien aufzuhe- ben. 2.
1. Herr Y. sei zu verpflichten, der Klägerin eine Genugtuungssumme von CHF 2'000.-- zuzüglich 5 % Zins seit 14. Februar 2004 zu bezah- len. Eventualiter sei die zu leistende Genugtuungssumme gemäss Abs. 1 vom Gericht ermessensweise festzulegen und Herr Y. zu verpflichten, diesen Betrag nebst Verzinsung der Klägerin zu bezahlen.
3 Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Klägerin die Rektifi- kation der Genugtuungssumme während 2 Jahren vom Tage des rechtskräftigen Urteils an vorbehält.
2. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Klägerin weitere Ansprüche gegenüber Herrn Y. ausdrücklich vorbehält. 3. Eventualiter sei die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an das Bezirksgericht Maloja zur Neubeurteilung der Adhäsionsklage zurück- zuweisen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6 % MwSt. zu Lasten Herrn Y. und des Kantons Graubünden.“ Die Staatsanwaltschaft von Graubünden verzichtete mit Schreiben vom 24. November 2005 auf eine Vernehmlassung. 3. Mit Schreiben vom 13. Januar 2006 reichte der Rechtsvertreter der Adhäsionsklägerin und Berufungsklägerin folgenden, zwischen den Parteien sowie der Z. abgeschlossenen Vergleich mit dem Antrag um Aufnahme des Vergleichs in den Abschreibungsbeschluss ein: VERGLEICH zwischen X., vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Metzger, Via Retica 26, 7503 Sa- medan,
- Adhäsionsklägerin und Berufungsklägerin - und Y., vertreten durch Rechtsanwalt Benedikt Landolt, Rosenbergstrasse 22, 9000 St. Gallen,
- Adhäsionsbeklagter und Berufungsbeklagter - sowie der Z., vertreten durch Herrn O. und Frau B., I. FESTSTELLUNG
1. Zur Zeit ist beim Kantonsgerichtsausschuss ein Berufungsverfahren betr. einer Adhäsionsklage der Berufungsklägerin vom 17. Mai 2005 gegen den Berufungsbeklagten unter der Verfahrensnummer SB 05 / 46/47 hän- gig.
2. Zwecks abschliessender Regelung der Streitigkeit treffen die Parteien so- wie die Haftpflichtversicherung des Adhäsionsbeklagten, die Z., folgende
4 II. VEREINBARUNG 1. Die Z. verpflichtet sich, innert 10 Tagen nach allseitiger vollständiger Un- terzeichnung vorliegenden Vergleichs der Berufungsklägerin eine Ge- nugtuungssumme von CHF 2'000.-- zuzüglich 5 % Zins seit 14. Februar 2004 zu bezahlen. Die Z. ist mit einem Rektifikationsvorbehalt betreffend eine Erhöhung der Genugtuungssumme bis zum 14. Februar 2007 ausdrücklich einverstan- den. Sie verzichtet gegenüber der Berufungsklägerin und der Opferhilfe- stelle des Kantons Graubünden diesbezüglich unwiderruflich bis zum 14. Februar 2007 auf die Einrede der Verjährung. Ebenfalls nimmt die Z. Kenntnis, dass sich die Berufungsklägerin in der Adhäsionsklage und der Berufung einen Nachklagevorbehalt für Scha- denansprüche aus dem Unfall des Berufungsbeklagten ausdrücklich vor- behalten hat und weiter vorbehält, was auch die Opferhilfestelle des Kan- tons Graubünden tut. Die Z. verzichtet auch diesbezüglich gegenüber der Berufungsklägerin und der Opferhilfestelle bis zum 14. Februar 2007 auf die Einrede der Verjährung. 2. Des Weiteren verpflichtet sich die Z., die in Ziff. 6 des Urteils des Bezirks- gerichts Maloja vom 14. September 2005 festgesetzte Parteientschädi- gung zugunsten des Berufungsbeklagten über CHF 1'271.50 inkl. MwSt. direkt diesem bzw. seinem Rechtsvertreter (Rechtsanwalt Landolt) innert
E. 10 Tagen nach allseitiger vollständiger Unterzeichnung vorliegenden Vergleichs zu bezahlen. Der Berufungsbeklagte verpflichtet sich im Ge- genzug ausdrücklich, den Betrag gemäss Ziff. 6 des Urteils des Bezirks- gerichts Maloja vom 14. September 2005 nicht bei der Berufungsklägerin einzufordern, verzichtet m.a.W. auf die ihm zulasten der Berufungsklä- gerin zugesprochene Forderung. 3. Zudem verpflichtet sich die Z., der Berufungsklägerin für ihre anwaltliche Vertretung und Verbeiständung im Strafuntersuchungsverfahren, im Ver- fahren vor Bezirksgericht Maloja (Proz. Nr. 510-2005-4) und vor Kantons- gerichtsausschuss von Graubünden (Proz. Nr. SB 05 / 46 47) der Adhä- sionsklägerin und Berufungsklägerin total CHF 8'000.-- pauschal inkl. Spesen und MwSt. innert 10 Tagen nach allseitiger und vollständiger Un- terzeichnung des Vergleichs zu bezahlen. 4. Nach allseitiger vollständiger Unterzeichnung des vorliegenden Ver- gleichs zieht die Adhäsionsklägerin ihre Klage vom 17. Mai 2005 und ihre Berufung vom 17. November 2005 beim Kantonsgerichtssausschuss von Graubünden zufolge Vergleichs zurück. Dem Ausschuss wird beantragt, in der Abschreibungsverfügung den Wortlaut des Vergleichs aufzuneh- men. Die Kosten der Abschreibungsverfügung des Kantonsgerichtsausschus- ses von Graubünden übernimmt direkt die Z.. Der Berufungsbeklagte verzichtet auf die Geltendmachung einer Partei- entschädigung im Berufungsverfahren. Betreffend ausseramtliche Ent- schädigungen gelten die Ziff. 2 f. oben. 5. Der vorliegende Vergleich wird in 4-facher Ausführung erstellt, nämlich je ein Exemplar für die Vergleichsparteien sowie für den Kantonsge- richtsausschuss von Graubünden.
5 Samedan, 12. Januar 2006 St. Gallen, 11. Januar 2006 Für die Berufungsklägerin: Für den Berufungsbeklagten: sig. RA Stefan Metzger sig. Benedikt Landolt Für die Z.: sig. O. sig. B.“ 4. Mit dem vorstehend wörtlich wiedergegebenen Vergleich haben sich die Parteien über alle streitigen Punkte des Verfahrens SB 05 45/46 gütlich geeinigt. Mit der Aufnahme des Vergleichs in den vorliegenden Beschluss ist das Verfahren
- dem Willen der Parteien entsprechend - als durch gerichtlichen Vergleich erledigt abzuschreiben. 5. Die Rechtskraftwirkung eines richterlichen Erkenntnisses beschränkt sich grundsätzlich auf das Dispositiv. Die Erwägungen sind jedoch zu dessen Indi- vidualisierung heranzuziehen. Damit erhält der rechtskräftige Abschreibungsbe- schluss in Bezug auf die vergleichsweise getroffenen Regelungen auch ohne Auf- nahme des Vergleichswortlauts ins Dispositiv die Wirkung eines Urteils (vgl. Hau- ser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsgesetz 2002, § 157 N. 59a). 6. Für das Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben.
6
Dispositiv
- Die Adhäsionsklage und die Berufung werden als durch Vergleich erledigt abgeschrieben.
- Für das Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben.
- Mitteilung an: __________ Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc:
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Kantonsgericht von Graubünden Tribunale cantonale dei Grigioni Dretgira chantunala dal Grischun ___________________________________________________________________________________________________ Ref.: Chur, 29. März 2006 Schriftlich mitgeteilt am: SB 05 46 Beschluss Kantonsgerichtsausschuss Vorsitz Vizepräsident Schlenker Richter Vital und Möhr Aktuarin ad hoc Halter —————— In der strafrechtlichen Berufung der X., Adhäsionsklägerin und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger, c/o Lüthi & Lazzarini, Via Retica 26, 7503 Samedan, gegen das Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 14. September 2005, mitgeteilt am 27. Oktober 2005, in Sachen der Adhäsionsklägerin und Berufungsklägerin gegen Y., Adhäsionsbeklagter und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benedikt Landolt, Haus Washington, Rosenbergstrasse 22, 9000 St. Gallen, betreffend Störung des öffentlichen Verkehrs, wird festgestellt und in Erwägung gezogen: 1. Mit Urteil vom 14. September 2005, mitgeteilt am 27. Oktober 2005, erkannte das Bezirksgericht Maloja wie folgt:
2 „1. Das gegen Y. wegen Störung des öffentlichen Verkehrs, Sachbeschä- digung, einfacher Körperverletzung, Fahren in angetrunkenem Zu- stand sowie Drohung geführte Strafverfahren wird wegen Zurechungs- unfähigkeit des Täters eingestellt. 2. Es wird gestützt auf Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB eine ambulant-ärztlich- psychiatrische Behandlung im Sinne der Erwägungen angeordnet. 3. Die Adhäsionsklagen werden auf den Zivilweg verwiesen. 4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft CHF 1'925.00
- den Barauslagen der Staatsanwaltschaft CHF 7'045.60
- der Gerichtsgebühr CHF 1'000.00
- den Barauslagen des Bezirksgerichts Maloja CHF 25.85 Total CHF 9'996.45 werden vollumfänglich Y. überbunden. 5. T. hat Y. mit CHF 1'271.50 inkl. MWSt. zu entschädigen. 6. X. hat Y. mit CHF 1'271.50 inkl. MWSt. zu entschädigen. 7. M. hat Y. mit CHF 2'457.-- inkl. MWSt. zu entschädigen. 8. (Rechtsmittelbelehrung) 9. (Mitteilung).“ 2. Gegen dieses Urteil erhob X. am 17. November 2005 Berufung beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden mit folgenden Anträgen: „1. Die Ziffern 3, soweit es die Berufungsklägerin betrifft, und 6 des Urteils des Bezirksgerichts Maloja vom 14. September 2005 seien aufzuhe- ben. 2.
1. Herr Y. sei zu verpflichten, der Klägerin eine Genugtuungssumme von CHF 2'000.-- zuzüglich 5 % Zins seit 14. Februar 2004 zu bezah- len. Eventualiter sei die zu leistende Genugtuungssumme gemäss Abs. 1 vom Gericht ermessensweise festzulegen und Herr Y. zu verpflichten, diesen Betrag nebst Verzinsung der Klägerin zu bezahlen.
3 Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Klägerin die Rektifi- kation der Genugtuungssumme während 2 Jahren vom Tage des rechtskräftigen Urteils an vorbehält.
2. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Klägerin weitere Ansprüche gegenüber Herrn Y. ausdrücklich vorbehält. 3. Eventualiter sei die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an das Bezirksgericht Maloja zur Neubeurteilung der Adhäsionsklage zurück- zuweisen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6 % MwSt. zu Lasten Herrn Y. und des Kantons Graubünden.“ Die Staatsanwaltschaft von Graubünden verzichtete mit Schreiben vom 24. November 2005 auf eine Vernehmlassung. 3. Mit Schreiben vom 13. Januar 2006 reichte der Rechtsvertreter der Adhäsionsklägerin und Berufungsklägerin folgenden, zwischen den Parteien sowie der Z. abgeschlossenen Vergleich mit dem Antrag um Aufnahme des Vergleichs in den Abschreibungsbeschluss ein: VERGLEICH zwischen X., vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Metzger, Via Retica 26, 7503 Sa- medan,
- Adhäsionsklägerin und Berufungsklägerin - und Y., vertreten durch Rechtsanwalt Benedikt Landolt, Rosenbergstrasse 22, 9000 St. Gallen,
- Adhäsionsbeklagter und Berufungsbeklagter - sowie der Z., vertreten durch Herrn O. und Frau B., I. FESTSTELLUNG
1. Zur Zeit ist beim Kantonsgerichtsausschuss ein Berufungsverfahren betr. einer Adhäsionsklage der Berufungsklägerin vom 17. Mai 2005 gegen den Berufungsbeklagten unter der Verfahrensnummer SB 05 / 46/47 hän- gig.
2. Zwecks abschliessender Regelung der Streitigkeit treffen die Parteien so- wie die Haftpflichtversicherung des Adhäsionsbeklagten, die Z., folgende
4 II. VEREINBARUNG 1. Die Z. verpflichtet sich, innert 10 Tagen nach allseitiger vollständiger Un- terzeichnung vorliegenden Vergleichs der Berufungsklägerin eine Ge- nugtuungssumme von CHF 2'000.-- zuzüglich 5 % Zins seit 14. Februar 2004 zu bezahlen. Die Z. ist mit einem Rektifikationsvorbehalt betreffend eine Erhöhung der Genugtuungssumme bis zum 14. Februar 2007 ausdrücklich einverstan- den. Sie verzichtet gegenüber der Berufungsklägerin und der Opferhilfe- stelle des Kantons Graubünden diesbezüglich unwiderruflich bis zum 14. Februar 2007 auf die Einrede der Verjährung. Ebenfalls nimmt die Z. Kenntnis, dass sich die Berufungsklägerin in der Adhäsionsklage und der Berufung einen Nachklagevorbehalt für Scha- denansprüche aus dem Unfall des Berufungsbeklagten ausdrücklich vor- behalten hat und weiter vorbehält, was auch die Opferhilfestelle des Kan- tons Graubünden tut. Die Z. verzichtet auch diesbezüglich gegenüber der Berufungsklägerin und der Opferhilfestelle bis zum 14. Februar 2007 auf die Einrede der Verjährung. 2. Des Weiteren verpflichtet sich die Z., die in Ziff. 6 des Urteils des Bezirks- gerichts Maloja vom 14. September 2005 festgesetzte Parteientschädi- gung zugunsten des Berufungsbeklagten über CHF 1'271.50 inkl. MwSt. direkt diesem bzw. seinem Rechtsvertreter (Rechtsanwalt Landolt) innert 10 Tagen nach allseitiger vollständiger Unterzeichnung vorliegenden Vergleichs zu bezahlen. Der Berufungsbeklagte verpflichtet sich im Ge- genzug ausdrücklich, den Betrag gemäss Ziff. 6 des Urteils des Bezirks- gerichts Maloja vom 14. September 2005 nicht bei der Berufungsklägerin einzufordern, verzichtet m.a.W. auf die ihm zulasten der Berufungsklä- gerin zugesprochene Forderung. 3. Zudem verpflichtet sich die Z., der Berufungsklägerin für ihre anwaltliche Vertretung und Verbeiständung im Strafuntersuchungsverfahren, im Ver- fahren vor Bezirksgericht Maloja (Proz. Nr. 510-2005-4) und vor Kantons- gerichtsausschuss von Graubünden (Proz. Nr. SB 05 / 46 47) der Adhä- sionsklägerin und Berufungsklägerin total CHF 8'000.-- pauschal inkl. Spesen und MwSt. innert 10 Tagen nach allseitiger und vollständiger Un- terzeichnung des Vergleichs zu bezahlen. 4. Nach allseitiger vollständiger Unterzeichnung des vorliegenden Ver- gleichs zieht die Adhäsionsklägerin ihre Klage vom 17. Mai 2005 und ihre Berufung vom 17. November 2005 beim Kantonsgerichtssausschuss von Graubünden zufolge Vergleichs zurück. Dem Ausschuss wird beantragt, in der Abschreibungsverfügung den Wortlaut des Vergleichs aufzuneh- men. Die Kosten der Abschreibungsverfügung des Kantonsgerichtsausschus- ses von Graubünden übernimmt direkt die Z.. Der Berufungsbeklagte verzichtet auf die Geltendmachung einer Partei- entschädigung im Berufungsverfahren. Betreffend ausseramtliche Ent- schädigungen gelten die Ziff. 2 f. oben. 5. Der vorliegende Vergleich wird in 4-facher Ausführung erstellt, nämlich je ein Exemplar für die Vergleichsparteien sowie für den Kantonsge- richtsausschuss von Graubünden.
5 Samedan, 12. Januar 2006 St. Gallen, 11. Januar 2006 Für die Berufungsklägerin: Für den Berufungsbeklagten: sig. RA Stefan Metzger sig. Benedikt Landolt Für die Z.: sig. O. sig. B.“ 4. Mit dem vorstehend wörtlich wiedergegebenen Vergleich haben sich die Parteien über alle streitigen Punkte des Verfahrens SB 05 45/46 gütlich geeinigt. Mit der Aufnahme des Vergleichs in den vorliegenden Beschluss ist das Verfahren
- dem Willen der Parteien entsprechend - als durch gerichtlichen Vergleich erledigt abzuschreiben. 5. Die Rechtskraftwirkung eines richterlichen Erkenntnisses beschränkt sich grundsätzlich auf das Dispositiv. Die Erwägungen sind jedoch zu dessen Indi- vidualisierung heranzuziehen. Damit erhält der rechtskräftige Abschreibungsbe- schluss in Bezug auf die vergleichsweise getroffenen Regelungen auch ohne Auf- nahme des Vergleichswortlauts ins Dispositiv die Wirkung eines Urteils (vgl. Hau- ser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsgesetz 2002, § 157 N. 59a). 6. Für das Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben.
6 Demnach beschliesst der Kantonsgerichtsausschuss : 1. Die Adhäsionsklage und die Berufung werden als durch Vergleich erledigt abgeschrieben. 2. Für das Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben. 3. Mitteilung an: __________ Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: