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tarif-y-1991

Tarif Y (Beschluss vom 5. Dezember 1991)

Eschk · 1991-12-05 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

0 EIDGENÖSSISCHE SCHIEDSKOMMISSION FÜR DIE VERWERTUNG VON URHEBERRECHTEN COMMISSION ARBITRALE FEDERALE EN MATllRE DE PERCEPTION DE DROITS D'AUTEUR COMMISSIONE ARBITRALE FEDERLAE PER LA RISCOSSIONE DEI DIRITTI D'AUTORE Beschluss vom 5. Dezember 1991 Besetzung: Präsident: betr. den Tarif Tarif Y (Abonnements-Radio und -Fernsehen) • Dr. Hans Dressler, Riehen Neutrale Beisitzer: • Pierre Greber, Geneve • Dr. Franz Schmid, Luzern Vertreter der Urheber: • Dr. Pierre-Alain Täche, Lausanne • Dr. Eugen David, St. Gallen Vertreter der Werknutzer: • Frau Josi J. Meier, Luzern • Stephan Stadler, Bern Sekretär: • Carlo Govoni, Bern

ESchK 2 In tatsächlicher Hinsicht hat sich ergeben: 1. Die Gültigkeitsdauer des geltenden Tarifs Y, den die Schiedskommission mit Beschluss vom 28. Dezember 1987 genehmigt hat, läuft am 31. Dezember 1991 ab. Am 27. Juni 1991 hat die SUISA der Schiedskommission die Ge­ nehmigung eines neuen Tarifs Y in der Fassung vom 5. Juni 1991 beantragt. Mit Eingabe vom 3. September 1991 hat die SUISA der Schiedskommission einen neuen Tarifentwurf (Fassung vom 19.8.1991) unterbreitet, der einen wesentlich tieferen Mindest-Entschädigungs-Ansatz enthält als die vorherige Fassung. Die Genehmigungsanträge beziehen sich auch auf den allgemei­ nen Teil der Tarifordnung.

2. In ihren beiden Eingaben hat die SUISA auch über die mit den hauptsächli­ chen Nutzerverbänden geführten Verhandlungen Bericht erstattet. Daraus geht hervor, dass sich die SUISA mit Teleclub AG, dem einzigen Pay-TV­ Veranstalter der Schweiz, einigen konnte. 3. Mit Präsidialverfügung vom 9. Juli 1991 wurde die Durchführung eines Ver­ nehmlassungsverfahrens eingeleitet. Gestützt auf Art. 1 Abs. 2 des Regle­ ments der Schiedskommission vom 22. Mai 1958 (GO) wurde der Genehmi­ gungsantrag betreffend den Tarif Y den folgenden Verhandlungsgegnern zugestellt:

- Rechtsanwalt Dr. Martin J. Lutz, Zürich, als Vertreter der Teleclub AG und der Schweiz. Pay-Sat AG

- Rechtsanwältin Dr. C.Bolla, Bern, als Vertreterin des GSK und des VSK

- Schweizerischer Gemeindeverband, Schönbühl

- Schweizerischer Städteverband, Bern

- Association Suisse Concessionnaire pour la Television par Abonnement (ACTA), Renens

- Telecineromandie SA, Lausanne

- SRG Generaldirektion, Bern Es wurde ihnen Frist bis zum 6. August 1991 angesetzt, um zur Tarifvorlage der SUISA Stellung zu nehmen. Schriftliche Vernehmlassungen wurden von der SRG, von Rechtsanwalt Dr. Martin J. Lutz als Vertreter der Teleclub AG und Schweiz. Pay-Sat AG, vom VSGB, Schweiz. Gemeindeverband und von

ESchK 3 Fürsprecherin Dr. C. Bolla im Namen des GSK und des VSK eingereicht. Die SAG hat in ihrer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass sie durch den neuen Tarif Y, der nur das Pay-TV betrifft, nicht direkt betroffen ist und keine Einwände gegen den Tarif zu machen hat. Die übrigen Organisationen und Verbände haben sich mit dem neuen Tarif einverstanden erklärt. Der VSGB hat darüber hinaus die neue Tarifkonzeption sowie die Ankündigung der SUI­ SA, die Mindestentschädigung von Fr. -.20 auf Fr. -.07 pro Teilnehmer und Monat herabzusetzen, ausdrücklich begrüsst. 1. Der neue Tarif Y hat in seiner zur Genehmigung unterbreiteten Fassung in den drei Amtssprachen den folgenden Wortlaut:

4 S U I S A Fassung vom 19.8.1991 Tarif Y Abonnements-Radio und -Fernsehen A. Kundenkreis 1 Dieser Tarif richtet sich an Kunden, die Radio- oder Fern­ sehprogramme senden oder verbreiten, deren Empfänger ein spezifisch auf den Empfang dieser Programme bezogenes Ent­ gelt bezahlen. Diese Art der Programm-Vermittlung wird als "Abonnements-Radio" oder "Abonnements-Fernsehen" bezeichnet, die Empfänger dieser Programme als "Teilnehmer". 2 Er richtet sich ferner an die Kabelnetz-Unternehmen, in deren Netzen Abonnements-Radio oder -Fernsehen verbreitet wird; sie sind im folgenden im Begriff "Kunden" miteinge­ schlossen. B. Verwendung der Musik 3 Dieser Tarif bezieht sich auf die folgenden Verwendungen von Musik im Zusammenhang mit dem Abonnements-Radio oder -Fernsehen

- senden verbreiten in Kabelnetzen

- aufnehmen auf Ton- und Tonbild-Träger; diese Träger dürfen nur filr das im Vertrag mit den Kunden bezeichnete Abonne­ ments-Radio oder -Fernsehen verwendet werden. 4 Dieser Tarif bezieht sich auch auf nicht-codierte Programm­ teile des Abonnements-Radios oder -Fernsehens. C. Entschädigung 5 Die Entschädigung wird berechnet in der Form eines Prozent­ satzes der Einnahmen aus der Sendung und Verbreitung; zu den Einnahmen zählen insbesondere

- die von den Teilnehmern bezahlten Beiträge

- die Einnahmen aus Werbung, Sponsoring etc.

6 7 Radio Der Prozentsatz beträgt Programme mit weniger als 10% Musik 1 % 10% bis weniger als 30% Musik 2% 30% bis weniger als 50% Musik 3% 50% bis weniger als 70% Musik 5% 70% und mehr Musik 7% Fernsehen Der Prozentsatz beträgt

- Programme, in denen zu mehr als 1/3 der Sendezeit Musikfilme, Konzertfilme oder Videoclips gezeigt werden 3,3%

- Programme, in denen fast ausschliesslich Spiel- und Fernsehfilme gezeigt werden 1,2%

- Programme, in denen die Dauer der Musik nicht mehr als 10% der gesamten Sendedauer beträgt, unabhängig davon, ob es sich um Vorder- oder Hintergrundmusik handelt 0,4%

- andere Programme Mindest-Entschädigung 2 % 8 Die Entschädigung beträgt in allen Fällen mindestens pro Programm Fr. -.07 pro Teilnehmer und Monat 5 9 Schweizerische Verbände von Kabelnetz-Unternehmen, die die Entschädigungen von allen ihren Mitgliedern einziehen und ge­ samthaft an die SUISA überweisen und welche die vertraglichen Bestimmungen einhalten, erhalten eine Ermässigung von 5%. D. Abrechnung 10 Die Kunden geben der SUISA jährlich bis Ende März alle Anga­ ben bekannt, die für die Berechnung der Entschädigung erfor­ derlich sind. E. Zahlung 11 Die Kunden entrichten der SUISA Akontozahlungen in der Höhe

6 der voraussichtlichen Entschädigung oder in der Höhe der Vor­ jahres- Entschädigung. Sie werden in der Regel in vier Raten am 1. März, 1. Juni, 1. September und 1. Dezember fällig. 12 Der Saldo der jährlichen Schlussabrechnung ist innert 30 Ta­ gen zu begleichen. F. Verzeichnisse der verwendeten Musik 13 Die Kunden melden der SUISA monatlich alle Tonfilme, die sie verbreiten mit den folgenden Angaben:

- Filmtitel

- Originaltitel, mit welchem der Produzent den Tonfilm in Verkehr brachte

- Name des Filmproduzenten

- Name des Filmverleihers

- Länge des Films in Metern 14 Die Kunden melden der SUISA ferner alle übrigen Musikwerke, die sie verbreiten, sofern in der Erlaubnis nicht ausdrück­ lich ganz oder teilweise darauf verzichtet wird. 15 Verbreiten mehrere Kunden das gleiche Programm, so genügen der SUISA die Verzeichnisse eines dieser Unternehmen. 16 Alle Meldungen sind der SUISA monatlich, jeweils bis zum

20. Tag des folgenden Monats, zuzustellen. Die SUISA stellt dafür Formulare kostenlos zu Verfügung. G. Gültigkeitsdauer 17 Dieser Tarif ist vom 1. Januar 1992 bis 31. Dezember 1994 gültig. 18 Bei wesentlicher Änderung der Verhältnisse kann dieser Tarif vorzeitig revidiert werden.

7 S U I S A Version du 19.8.1991 Tarif Y Radio et television ä peage A. Clients concernes 1 Le present tarif s'adresse aux clients qui diffusent ou transmettent des programmes de radio ou de television, pour la reception desquels les destinataires paient une redevance afferent specifiquernent a la reception de ces programrnes. Ce genre de transmission de programmes est designe comme radio ou television a peage, les destinataires de ces programmes sont designes comme "abonnes". 2 Il s'adresse en outre aux entreprises de cäblodiffusion dans les reseaux desquelles est transrnise la radio ou la televi­ sion a peage; elles sont denommees ci-dessous "clients". B. Utilisation de la musique 3 Le present tarif se rapporte aux utilisations de musique ci­ apres en relation avec la radio ou la television a peage.

- 1 ·emission

- la transmission dans les reseaux cäbles

- l'enregistrement sur supports sonores et supports audio- visuels; ces supports ne peuvent etre utilises que pour la radio ou la television a peage definie dans le contrat avec les clients. 4 Le present tarif se rapporte egalement aux parties non codees des programmes de radio ou de television a peage. C. Redevance 5 La redevance est calculee sous la forme d"un pourcentage des recettes provenant de la diffusion et de la transmission; font en particulier partie de ces recettes:

- les redevances payees par les abonnes les recettes provenant de la publicite, du sponsoring etc.

6 Radio Le pourcentage s·e1eve pour les programmes avec moins de 10% de musique 10% jusqu·a moins de 30% de musique 30% jusqu·a moins de 50% de musique 50% jusqu·a moins de 70% de musique 70% et davantage de musique 7 Television Le pourcentage s·eleve pour a 1% a 2% a 3% a s% a 7%

- les programmes ou l'on montre pendant plus d'un tiers du temps d'emission des film musicaux, 8 des films de concerts ou des videoclips a 3,3%

- les programmes ou 1·on montre presque exclusivement des longs-metrages et des films de television a 1,2%

- les programmes dans lesquels la duree de la musi­ que ne s·e1eve pas N plus de 10% de la duree totale d'emission, independamment du fait qu'il s·agisse de musique de premier plan ou de second plan a 0,4%

- autres programmes Redevance minimale a 2 % 8 Dans tous les cas, la redevance s'eleve par programme au moins a Fr. -.07 par abonne et par mois 9 Les associations suisses de cäblodiffusion, qui encaissent de tous leurs membres les redevances et les transmettent globale­ ment a SUISA tout en respectant les dispositions contractuel­ les, ont droit a un rabais de 5%. D. Decompte 10 Les clients communiquent a SUISA, chaque annee jusqu·a fin mars, toutes les donnees necessaires au calcul de la rede­ vance. E. Paiement 11 Les clients versent a SUISA des acomptes du montant de la

9 redevance probable ou du montant de la redevance de 1·annee precedente. Ils sont generalement payables en quatre fois, le 1er mars, 1er juin, 1er septembre et 1er decembre. 12 Le solde du decompte final annuel est payable dans les 30 jours. F. Releves de la musique utilisee 13 Les clients communiquent mensuellement a SUISA la liste de tous les films qu'ils diffusent, avec les donnees suivantes:

- titre du film titre original sous lequel le producteur a mis le film en circulation

- nom du producteur du film

- nom du distributeur

- longueur du film en metres. 14 Les clients communiquent en outre a SUISA toutes les autres oeuvres musicales qu'ils diffusent, pour autant que dans 1·autorisation on n y renonce pas expressement totalement ou en partie. 15 Si plusieurs clients diffusent le meme programme, SUISA se contente des releves de 1·une de ces entreprises. 16 Toutes les declarations doivent parvenir chaque mois a SUISA, toutefois jusqu·au 20e jour du mois suivant. A cette fin, SUISA met gratuitement des formulaires a dispo­ sition. G. Duree de validite 17 Ce tarif est valable du 1er janvier 1992 au 31 decembre 1994. 18 Il peut etre revise avant son echeance en cas de modification profonde des circonstances.

10 S U I S A Versione del 19.8.1991 Tariffa Y Radio e televisione a pagamento A. Sfera dei clienti La presente tariffa e concepita per quei clienti ehe emettono o diffondono programmi radiofonici o televisivi per la cui ricezione viene richiesto ai destinatari 11 versamento di un contributo specifico. Queste genere di trasmissione dei pro­ grammi e denominato "Radio a pagamento" o "Televisione a pa­ gamento"; i destinatari sono denominati "Utenti paganti". 2 Essa e inoltre concepita per quelle aziende di cavodiffusione ehe diffondono nelle loro reti radio o televisone a pagamen­ to; aziende qui di seguito denominate "clienti". B. Utilizzazione della musica 3 La presente tariffa contempla i seguenti modi di utilizza­ zione di musica in relazione con la radio o la televisione a pagamento:

- l'emissione

- la diffusione tramite reti cavo

- la registrazione su supporti sonori e supporti audiovisivi; supporti da utilizzarsi soltanto per la radio o la televi­ sione a pagamento oggetto specifico del contratto con i clienti. 4 Viene applicata la presente tariffa anche per quelle parti non codificate dei programmi radiofonici o televisivi a pa­ gamento. C. Indennita 5 L'indennita viene calcolata corne percentuale degli introiti provenienti da emissione e diffusione in particolare:

- dei contributi versati dagli utenti paganti

- degli introiti provenienti da pubblicita, sponsoring, ecc ..

6 Radio La percentuale e pari per programmi con meno del 10% di musica dal 10% fino a meno del 30% di musica dal 30% a meno del 50% di musica dal 50% a meno del 70% di musica il 70% e oltre di musica 7 Televisione La percentuale e pari all'1% al 2% al 3% al 5% al 7%

- per programmi nei quali per oltre 1/3 del tempo d'emissione vengono diffusi film musicali, film di concerti o videoclip

- per programmi nei quali vengono diffusi quasi esclu- 11 3,3% sivamente lungometraggi e film per la televisione 1,2%

- per programmi nei quali la durata della musica non eccede il 10% della durata d'emissione complessiva, indipendentemente dal fatto ehe si tratti di musica quale soggetto del programma o di musica di sottofondo 0,4%

- per altri programmi Indennita minima 2 % 8 L'indennita ammonta in tutti i casi per programma ad almeno Fr. -.07 per utente pagante e per mese 9 Le associazioni svizzere di aziende di cavodiffusione ehe riscuotono le indennita di tutti i loro membri versandole poi totalmente alla SUISA e ehe si attengono alle disposi­ zioni contrattuali hanno diritto ad un ribasso pari al 5%. D. Conteggio 10 I clienti trasmettono alla SUISA ogni anno entre la fine di marzo tutte le necessarie indicazioni per il calcolo dell 'in­ dennita. E. Pagamenti 11 I clienti versano alla SUISA degli acconti pari alla proba-

12 bile indennita o pari all"indennita de11·anno precedente. Acconti da versare di norma in quattro rate: il 1· marzo, il 1 • giugno, 1· settembre e il 1· dicembre. 12 Il saldo del conteggio finale annuo va pagato entro 30 giorni. F. Elenchi della musica utilizzata 13 I clienti comunicano ogni mese alla SUISA l"elenco di tutti i film da loro diffusi, fornendo i seguenti dati:

- titolo del film

- titolo originale con il quale il filme stato messo in circolazione dal produttore del film nome del produttore del film

- nome del distributore

- metraggio 1·4 I clienti notificano inoltre alla SUISA tutte le altre opere musicali da loro diffuse, a meno ehe nell"autorizzazione non vi si rinunci espressamente in parte o del tutto. 15 Se parecchi clienti diffondono lo stesso programma, alla SUISA sono sufficienti gli elenchi di una di queste aziende. 16 Tutte le comunicazioni debbono pervenire ogni mese alla SUISA, di volta in volta al piu tardi entro il giorno 20 del mese successivo. 17 La SUISA mette gratuitamente a disposizione degli appositi formulari. G. Periode di validita Il periodo di validita della presente tariffa si estende dal 1· gennaio 1992 fino al 31 dicembre 1994. 18 La tariffa puo essere riveduta prima della sua scadenza qua­ lora le circostanze dovessero subire delle importanti modifi­ che.

ESchK II Die Eldg. Schiedskommission zieht in Erwägung 13

1. Die SUISA hat ihren Antrag auf Verlängerung des Tarifs Y fristgerecht einge­ reicht und die Vorverhandlungen mit den Werknutzerverbänden ordnungsge­ mäss durchgeführt. Die Antragstellung erfolgte somit unter Beachtung der einschlägigen Verfahrensvorschriften. 2. Nach ihrer ständigen Praxis prüft die Schiedskommission, ob ein Tarif in sei­ nem Aufbau, seinen Ansätzen und seinen sonstigen Bestimmungen nicht eine missbräuchliche Ausnützung der Monopolstellung der konzessionierten Verwertungsgesellschaften darstellt. Das Bundesgericht hat diese Genehmi­ gungspraxis verschiedentlich gutgeheissen, zuletzt in seinem Urteil vom 11. Mai 1988 i. S. Good News Productions AG c. SUISA (Entscheide und Gut­ achten der Schiedskommission, 1981-1990, S. 201). 3. Ein wichtiges Indiz dafür, dass der Tarif nicht auf einer missbräuchlichen Aus­ nützung des Verwertungsmonopols beruht, hat das Bundesgericht in seinem Urteil vom 7. März 1986 betreffend Genehmigung des gemeinsamen Tarifs 1 (Entscheide und Gutachten der Schiedskommission, 1981-90, S. 190) in der Zustimmung der vom Tarif Betroffenen erkannt. In diesem Fall sei anzuneh­ men, dass der Tarif annähernd dem entspricht, was unter Konkurrenzverhält­ nissen zustande gekommen wäre. 4. Im Unterschied zum geltenden Tarif Y bezieht sich der neue nur noch auf das Pay-TV. Alle anderen Formen der Kabelverbreitung von Musik fallen nun­ mehr unter den gemeinsamen Tarif 1, der ebenfalls revidiert wird. Gegen die­ se neue Abgrenzung zwischen dem Tarif I und dem Tarif Y ist nichts einzu­ wenden, zumal die Nutzerorganisationen damit einverstanden sind. Die Entschädigung ist wie bisher als Prozentsatz der Einnahmen berechnet worden. Die in Ziff. 8 des Tarifs vorgesehene Mindestentschädigung wurde nach dem Bekanntwerden von Projekten für neue Pay-Programme mit sehr bescheidenen Teilnehmergebühren von der SUISA von Fr. -.20 pro Monat und Teilnehmer gestützt auf die zweite Eingabe vom 3. September 1991 auf Fr. -.07 herabgesetzt. Da sich diese Reduktion der Mindestentschädigung zu­ gunsten der Werknutzer auswirkt, wurde auf die Durchführung eines neuen Vernehmlassungsverfahrens verzichtet. Der neue Mindestansatz, mit dem die SUISA der Entwicklung im Bereich der Pay-TV Rechnung getragen hat, ist

ESchK 14 auch nicht zu beanstanden, zumal er nur ca. 1/3 der Mindestentschädigung beträgt, die in den Verhandlungen von den hauptsächlichen Organisationen der Werknutzer akzeptiert worden ist. 5. Auch die übrigen Tarifbestimmungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass.

ESchK 15 III Demnach beschliesst die Eidgenössische Schiedskommission: 1. Der für die Zeit vom 1. Januar 1992 bis 31. Dezember 1994 vorgesehene Ta­ rif Y (Abonnements-Radio und -Fernsehen) wird bezüglich seines besonde­ ren Teils sowie bezüglich seines allgemeinen Teils, soweit dieser Tarifcharak­ ter hat und überhaupt der Kognition der Schiedskommission untersteht, genehmigt. 2. Schriftliche Mitteilung an:

- die SUISA, Zürich

- die Nutzerverbände gemäss Ziffer 1, 3 Rechtsmittel: Eidg. Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten Der Präsident Der Sekretär Dr. H. Dressler C. Govoni Gegen diesen Beschluss kann innerhalb von 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden (Art. 98 lit. c und Art. 106 des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege, Fassung vom 30. Dezember 1968).