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Eidgenössische Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten ESchK
Beschluss vom 8. Oktober 2015 betreffend den Tarif VN Aufnehmen von Musik auf Tonbildträger zur Vorführung, Sendung oder Online-Nutzung
Beschluss vom 8. Oktober 2015 betreffend den Tarif VN 2/35 __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
I. In tatsächlicher Hinsicht hat sich ergeben: 1. Die Gültigkeitsdauer des mit Beschluss vom 19. Oktober 2010 genehmigten Tarifs VN läuft am
31. Dezember 2015 aus. Mit Eingabe vom 17. April 2015 hat die Verwertungsgesellschaft SUISA den Antrag gestellt, einen neuen Tarif VN in der Fassung vom 6. März 2015 mit einer Gültigkeits- dauer vom 1. Januar 2016 bis längstens zum 31. Dezember 2020 zu genehmigen.
2. Die Einnahmen aus diesem Tarif in den Jahren 2011 bis 2014 werden von SUISA mit Fr. 2 145 821.– (2011), Fr. 1 894 493.– (2012), Fr. 1 826 392.– (2013) und Fr. 2 356 852.– (2014) angegeben.
3. Der Tarif VN wurde gemäss dem Gesuch der SUISA mit der Gruppe Autoren, Regisseure, Produ- zenten (GARP), dem Schweizer Verband der FilmproduzentInnen (SFP), der Swissfilm Association (SFA), dem Schweizer Werbeauftraggeberverband (SWA), Telesuisse, dem Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz (ARF/FDS) und der Interessengemeinschaft unabhängige Schweizer Film- produzenten (IG) als Verhandlungspartner in diesem Nutzungsbereich verhandelt. Diese Verbände haben dem neuen Tarif VN in der Fassung vom 6. März 2015 zwischen dem 24. März 2015 und dem 30. März 2015 zugestimmt (vgl. Gesuchsbeilage 13). Die IG hatte die SUISA zusätzlich auf den Verband Groupement Suisse du Film d’Animation (GSFA) als gegebenenfalls weiteren Ver- handlungspartner hingewiesen. Auf entsprechende Anfrage von SUISA teilte GSFA jedoch mit, an den Verhandlungen zum neuen Tarif VN nicht teilnehmen zu wollen (vgl. Gesuchsbeilage 8). Mit IAB Switzerland (IAB) hingegen, die vom SWA ebenfalls als möglicher Verhandlungspartner ge- nannt worden war, hatte SUISA keinen Kontakt aufgenommen, da ihre Recherchen ergeben hat- ten, dass die Mitglieder von IAB keine Nutzungen gemäss Tarif VN vornehmen (vgl. Gesuchsbei- lagen 7 und 9).
4. Bezüglich der Angemessenheit des zur Verlängerung vorgelegten Tarifs verweist SUISA auf die ausdrückliche Zustimmung der beteiligten Verbände. Insbesondere gebe es im vorliegenden Fall keine Umstände, die der Vermutung widersprechen würden, wonach der Tarif einer unter einem Konkurrenzverhältnis zustande gekommenen Einigung gleichkomme. Seien keine entgegenste- henden Indizien erkennbar, nach welchen die Schiedskommission im Übrigen auch nicht suchen müsse, könne sie praxisgemäss davon ausgehen, dass ein Tarif angemessen sei, und ihn geneh- migen. Mit Bezug auf die Vergütung für Tonbildträger mit Werbecharakter (vgl. Ziffer 15.1 des Ta- rifs) macht SUISA geltend, die Ergänzung trage der geänderten Verwendung von Werbespots Rechnung. Online-Werbespots seien heute nicht mehr nur ein «Add-on» zu Kino- oder Fernseh- werbung, sondern im Vergleich zu Werbespots im Kino oder Fernsehen als gleichwertig anzuse- hen. Deshalb sollten für alle Werbespots, unabhängig vom jeweiligen Medium, gleiche Lizenzbe- dingungen gelten. Dabei seien für im Internet verwendete Werbespots von Aufraggebern, die nur lokal oder regional tätig seien, die niedrigsten Ansätze vorgesehen, für alle anderen gelte der glei- che Ansatz wie für TV-Werbespots, die national oder international verwendet würden. Die für die Verwendung im TV und Kino bestehende Kategorie «sprachregional» entfalle für Internet-Werbe- spots, da die Begriffe «sprachregional» und «regional» nicht deckungsgleich seien und eine
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«sprachregionale» Nutzung im Internet ohnehin kaum denkbar sei. Gleichzeitig mit der Aufnahme der Internet-Werbespots sei in Ziffer 15.1.1 eine Tariflücke für Werbespots, die länger als 60 Se- kunden dauern, behoben worden. Die vereinbarten Beträge orientierten sich an denjenigen der Ziffer 15.1.2. In den Ziffern 15.1.2 und 15.1.3 seien analoge Bestimmungen betreffend der Tonbild- träger zur Verwendung im Internet aufgenommen worden. Die Änderungen in den Ziffern 15.1.4 und 15.1.5 seien eine Folge der Änderungen in den Ziffern 15.1.1 bis 15.1.3. Der Titel «Andere Tonbildträger» (Ziffer 15.3) sei vereinfacht worden, so dass klar sei, dass diese Kategorie als «Restkategorie» für alle Filme gelte, die nicht unter die Ziffern 15.1 oder 15.2 fielen. Gleichzeitig seien für Tonbildträger mit Produktionsbudgets von mehr als Fr. 5 000.– zusätzliche Vergütungs- stufen eingefügt worden, die dem Prinzip von Art. 60 URG besser Rechnung tragen würden. SUISA habe dazu auf Basis der ihr vorliegenden Angaben zur Länge der nach dieser Bestimmung lizenzierten Filme entsprechende Berechnungen durchgeführt. Bei diesen Berechnungen habe sie sich bezüglich der Filmdauer in der Kategorie «Produktionsbudget bis Fr. 30 000.–» auf die Daten aus ihrer Lizenzierung in dieser Kategorie gestützt und in den Kategorien «bis Fr. 100‘000.–» sowie «über Fr. 100‘000.–» auf die Angaben der Verbände aus der Verhandlungssitzung vom 2. Februar
2015. Nach der Filmregel halte die ESchK eine Lizenzierung mit 3,3% des Budgets für angemes- sen. Teile man die sich dadurch ergebenden Beträge durch die Dauer der Filme, so ergebe sich der Wert, der einer Minute geschützter Musik entspreche. Durch die grosse Stufung der Kategorien sei die Bandbreite der sich ergebenden Beträge sehr gross, daher sei auch noch ein einfacher Durchschnittswert berechnet worden. Die vorgeschlagenen Tarifansätze lägen in allen Fällen weit unter den berechneten Beträgen und sogar auch unter den rechnerischen Minimalbeträgen. Schliesslich hielt SUISA fest, die Tarifansätze entsprächen mit Ausnahme der Tarifansätze für je weitere 10 Sekunden in Ziffer 15.1.1. sowie den Tarifansätzen in Ziffer 15.3.2, Kategorie c) und d) dem bisherigen Tarif. SUISA verweise auf den Beschluss der Schiedskommission vom 19. Okto- ber 2010 betreffend Tarif VN und beantrage gegebenenfalls den Beizug der Akten.
5. Obwohl die expliziten Zustimmungen der Verhandlungspartner zum neuen Tarif VN vorlagen, gab die Schiedskommission mit Präsidialverfügung vom 4. Juni 2015 den Verhandlungspartnern Gele- genheit, zur Tarifeingabe Stellung zu nehmen.
6. Mit Schreiben vom 28. Mai 2015 bestätigte die SFA ihre Zustimmung zum Tarif VN. Ergänzend fügte sie zwei Anmerkungen zu den Erläuterungen der SUISA in der Tarifeingabe hinzu. Die Fest- stellungen in Randziffer 12 der Tarifeingabe vom 17. April 2015 der SUISA betreffend die geän- derte Verwendung von Werbespots im Online-Bereich seien dahin zu präzisieren, dass eine Ver- gleichbarkeit mit Kino- oder Fernsehwerbung nur dann in Betracht zu ziehen sei, wenn diese Spots im Internet im Rahmen einer eigentlichen Kampagne eingesetzt würden. Zu Randziffer 18 der Ta- rifeingabe vom 17. April 2015 sei anzumerken, dass die SFA die pauschale Regel, wonach der Anteil der Musik mit einem Drittel der gesamten schöpferischen Leistung eines Filmwerks (3,3% der massgeblichen Kosten) zu bewerten wäre, nicht für zutreffend halte, und hierfür von tieferen,
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je nach den Umständen bedeutend tieferen, angemessenen Verhältnissen gegenüber den eigent- lichen Werkbeiträgen der Filmschaffenden ausgehe. Die Tarifansätze stellten aber einen ausge- handelten Kompromiss in diesem Punkt dar.
7. Weitere Stellungnahmen gingen bei der Schiedskommission nicht ein.
8. Mit Stellungnahme vom 23. Juni 2015 verzichtete die Preisüberwachung (PUE) auf die Abgabe einer formellen Empfehlung zum Tarif. Sie begründete dies mit dem Umstand, dass sich SUISA mit den massgeblichen Nutzerverbänden auf einen neuen Tarif VN habe einigen können.
9. Da die betroffenen Nutzerverbände dem Tarif VN in der Fassung vom 6. März 2015 ausdrücklich zugestimmt haben und auch als Reaktion auf eine entsprechende Präsidialverfügung vom
25. Juni 2015 seitens der Mitglieder der Spruchkammer kein Antrag auf Durchführung einer Sit- zung gestellt wurde, erfolgt die Behandlung der Tarifeingabe der Verwertungsgesellschaften auf dem Zirkulationsweg (vgl. Art. 11 der Urheberrechtsverordnung).
10. Der am 23. April 2015 zur Genehmigung unterbreitete Tarif VN in der Fassung vom 6. März 2015 hat in deutscher, französischer und italienischer Sprache folgenden Wortlaut:
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SUISA Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik
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Tarif VN 2016 – 2018, Fassung vom 06.03.2015
Aufnehmen von Musik auf Tonbildträger zur Vorführung, Sendung oder Online-Nutzung
Genehmigt von der Eidgenössischen Schiedskommission für die Verwertung von Urheber- rechten und verwandten Schutzrechten am und veröffentlicht im Schweizerischen Handelsamtsblatt Nr. vom .
Die Bestimmungen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich der Schiedskommission fallen, sind in kursiver Schrift abgedruckt.
SUISA
Bellariastrasse 82, 8038 Zürich, Telefon + 41 44 485 66 66, Fax +41 44 482 43 33 Av. du Grammont 11bis, 1007 Lausanne, Téléphone + 41 21 614 32 32, Fax +41 21 614 32 42 Via Soldino 9, 6900 Lugano, Telefono +41 91 950 08 28, Fax +41 91 950 08 29
http://www.suisa.ch E-Mail: suisa@suisa.ch
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A. Gegenstand des Tarifs I. Verwendung von Musik 1 Der Tarif bezieht sich auf die nachstehend genannten Verwendungen von Musik in Ton- bildträgern, die nicht ans Publikum abgegeben werden:
- auf das Aufnehmen der Musik auf Tonbildträger sowie deren Vervielfältigung,
- auf die Vorführung dieser Tonbildträger in der Schweiz und in Liechtenstein, soweit es sich um Vorführungen gemäss Ziffer 21 handelt, insbesondere
- ohne Eintrittspreise
- die der Hersteller oder sein Auftraggeber selber durchführt.
- auf das Zugänglichmachen dieser Tonbildträger im Internet oder in anderen IP-basierten Netzen unter den Voraussetzungen von Ziffer 23, insbesondere
- unentgeltlich
- durch den Hersteller, seinen Auftraggeber oder weitere an der Produktion Betei- ligte selbst. 2 Als Tonbildträger gelten auch Tonbild-Schauen und ähnliche Produktionen, bei denen Bild und Musik auf verschiedenen Trägern aufgenommen ist, die gemeinsam vorgeführt wer- den. 3 «Musik» ist, wo nichts anderes vermerkt wird, die urheberrechtlich geschützte nichttheat- ralische Musik des Repertoires der SUISA. 4 Der Tarif bezieht sich auf die Herstellung von Tonbildträgern, die zum Zweck der Sen- dung, Vorführung usw. hergestellt werden, und nicht zum Zweck der Abgabe ans Publi- kum für dessen eigenen privaten Gebrauch. Er bleibt jedoch auch anwendbar, wenn einzelne Exemplare (höchstens 200) an ein- zelne ausgewählte Empfänger (z. B. an der Produktion Mitwirkende) unentgeltlich für deren internen Gebrauch abgegeben werden. Sollen Exemplare desselben Tonbildträgers auch ans Publikum zum Privatgebrauch abgegeben werden, sind diese Exemplare nach den Bedingungen des für diese Ver- wendung geltenden Tarifs zu lizenzieren. 5 Wird ein Tonbildträger im Auftrag hergestellt, so haften Auftraggeber und Auftragnehmer in der Regel solidarisch. Die SUISA hält sich in erster Linie an den inländischen Auftragge- ber.
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II. Ausnahmen, Vorbehalte 6 Vorbehalten bleiben die anderen anwendbaren Tarife, insbesondere betreffend
- Herstellung zur Abgabe ans Publikum (Tarife VI, PI)
- Vermietung (Gemeinsamer Tarif 5)
- Vorführung (Gemeinsamer Tarif E)
- Empfang von Sendungen (Gemeinsame Tarife 3a, 3b, 3c)
- Sendung (Tarif A, Gemeinsame Tarife S und Y)
7 Der Tarif gilt sinngemäss auch für die Herstellung bzw. das Einspeichern der Tonbildträger mit Musik auf Datenträger wie beispielsweise Web-Server. 8 Die SUISA verfügt nicht über die Rechte anderer Urheber als derjenigen an der Musik und nicht über die verwandten Schutzrechte der Interpreten, Produzenten oder Sendeunter- nehmen. Die Bewilligungen der SUISA stehen unter dem Vorbehalt, dass alle Rechtsinha- ber der Herstellung zustimmten. Sie kann dafür Belege verlangen.
B. Einholen der Bewilligung 9 Die Bewilligung kann in der Regel nur mit Zustimmung der Rechtsinhaber (Urheber, Ver- leger) erteilt werden. Für nicht von der SUISA vertretene Rechte (z. B. Synchronisations- rechte oder Produzentenrechte) ist die Zustimmung vor der Produktion einzuholen. Die Bewilligung der SUISA umfasst nur die ihr zustehenden Rechte, alle übrigen Rechte blei- ben vorbehalten. 10 Das Gesuch um Bewilligung ist frühzeitig einzureichen. Die Tonbildträger dürfen vor der ausdrücklichen Zustimmung der Rechtsinhaber nicht hergestellt werden. 11 Die SUISA geht davon aus, dass die Zustimmung der Rechtsinhaber vorliegt, wenn alle Musik eigens für den Tonbildträger komponiert wird. Die Zustimmung liegt in jedem Fall vor bei der Verwendung von Musik aus Katalogen, welche die Verleger eigens zur Vertonung anbieten (Mood-Music, Library Music, Ar- chiv-Musik). 12 Das Gesuch um Bewilligung enthält Angaben über
- Titel der Musikwerke
- Vor- und Nachname der Komponisten sowie, falls bekannt, IPI-Nummer
- für jedes aufgenommene Werk die Dauer, mit der es in der Produktion enthalten ist
- bei Überspielung von Musik von im Handel erhältlichen Ton- oder Tonbildträgern: de- ren Label und Katalog-Nummer.
- Art des Tonbildträgers
- geplante Verwendung des Tonbildträgers
- Anzahl Kopien (kann auch nachträglich bekanntgegeben werden)
- handschriftliche oder elektronische Unterschrift
Bei Gesuchen nach Ziffer 15.2 und 15.3 sind zusätzlich die für die Anwendung dieser Ziffer notwendigen Angaben zum Produktionsbudget einzureichen.
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C. Vergütung I. Aufnahme und Vervielfältigung 13 Der Anspruch auf Vergütung entsteht mit der Herstellung des Tonbildträgers. 14 Die Vergütung wird je nach Art der Verwendung des Tonbildträgers pro Zeiteinheit ge- schützte Musik festgelegt, unter Vorbehalt von Ziffer 15.3.1 15 Die Vergütung beträgt 15.1 Tonbildträger mit Werbecharakter zur Sendung im Fernsehen, Vorführung im Kino und/oder zur Verwendung im Internet 15.1.1 Werbespots Verwendung der Tonbildträger Zeiteinheit in Sek. Vervielfältigungsrecht
a) international oder national (inkl. Wer- befenster ausländischer TV-Sender)
- bis zu 60 Sekunden
- je weitere angefangene 10 Sekun- den
1 10
CHF CHF
60.00 15.00
b) nur in einer Sprachregion
- bis zu 60 Sekunden
- je weitere angefangene 10 Sekun- den
1 10
CHF CHF
30.00 7.50
c) lokal
- bis zu 60 Sekunden
1 10
CHF CHF
7.00 7.50
Zusätzlich zu den in diesem Tarif geregelten Vergütungen sind gegebenenfalls weitere Vergütungen zu leisten:
a) für das sogenannte Synchronisationsrecht (das Recht zum Verbinden der Musik mit anderen Werken); die zusätzliche Vergütung dafür beträgt, wenn die Rechtsinhaber (Urheber, Verleger) das Syn- chronisationsrecht nicht selber ausüben und keine anderen Weisungen erteilen:
- 50 % der in Ziffer 15 genannten Beträge.
b) für das Überspielen von Tonträgern; die Zustimmung zur Überspielung von Tonträgern der Mood-Music-Kataloge erteilt die SUISA im Auf- trag der Produzenten die Zustimmung gegen eine zusätzliche Vergütung.
Sie beträgt :
- 50 % der von der SUISA für Urheberrecht (inkl. Synchronisationsrecht) in Rechnung gestellten Ver- gütung, wenn der Tonbildträger ausschliesslich in der Schweiz und in Liechtenstein verwendet wird.
- 100 % wenn der Tonbildträger (auch) im Ausland verwendet wird,
Für die Überspielung anderer Tonträger bedarf es der Zustimmung der Produzenten gegen eine von ihnen festgelegte Vergütung von Fall zu Fall. Die SUISA erhebt die Vergütung im Fall der Zustim- mung im Auftrag des Produzenten.
Beschluss vom 8. Oktober 2015 betreffend den Tarif VN 9/35 __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
- je weitere angefangene 10 Sekun- den
Inbegriffen sind Vervielfältigungen zur Verwendung in anderen Medien (z. B. ad screens, e-boards). Für Werbespots, die im Internet verwendet werden, gelten die Tarifansätze gemäss vorstehendem Buchstaben a), es sei denn, der Auftraggeber ist nur lokal oder regional tätig. In diesem Fall gelten die Tarifansätze gemäss vorstehendem Buchstaben c). Ein Tonbildträger gilt dann als Werbespot, der im Internet verwendet wird, wenn für die Kampagne, deren Bestandteil er ist, ein Medienbudget besteht. 15.1.2 Publireportagen und Verkaufssendungen Verwendung der Tonbildträger Zeiteinheit in Sek. Vervielfältigungsrecht
a) international, national oder sprachregi- onal (inkl. Werbefenster ausländischer TV-Sender) 10 CHF 15.00
b) lokal 10 CHF 7.50
Inbegriffen sind Vervielfältigungen zur Verwendung in anderen Medien (z. B. ad screens, e-boards). Für Publireportagen und Verkaufssendungen, die im Internet verwendet werden, gelten die Tarifansätze gemäss vorstehendem Buchstaben a), es sei denn, der Auftraggeber ist nur lokal oder regional tätig. In diesem Fall gelten die Tarifansätze gemäss vorste- hendem Buchstaben b). 15.1.3 Billboards (Sponsoring) Verwendung der Tonbildträger Zeiteinheit in Sek. Vervielfältigungsrecht
a) international, national oder sprachregi- onal 10 CHF 200.00
b) lokal, regional, in TV-Spartenprogram- men 10 CHF 100.00 Für Billboards, die im Internet verwendet werden, gelten die Tarifansätze gemäss vor- stehendem Buchstaben a), es sei denn, der Auftraggeber ist nur lokal oder regional tätig. In diesem Fall gelten die Tarifansätze gemäss vorstehendem Buchstaben b). 15.1.4 Die Tarifansätze in den Ziffern 15.1.1 – 15.1.3 gelten für die Herstellung des Werbe- films in der Schweiz. Falls der Tonbildträger im Ausland hergestellt wurde und die Rechte für die Herstellung und Vervielfältigung des Trägers nachweislich bereits im Ausland auch für die Schweiz erworben wurden, ist keine zusätzliche Vergütung ge- schuldet. 15.1.5 Wird für einen bestehenden ausländischen Werbespot eine schweizerische Fassung hergestellt (Postproduktion), beträgt die Vergütung für die ersten 60 Sekunden pro Sekunde Musik CHF 20.-.
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15.2 Tonbildträger ohne Werbecharakter zur Sendung im Fernsehen, Vorführung im Kino und/oder auf Festivals oder Produktionen zur Erstauswertung auf Video- On-Demand-Plattformen Verwendung der Tonbildträger Zeiteinheit in Sek. Vervielfältigungsrecht
a) Spielfilme und Serien: Produktionsbudget bis CHF 0.5 Mio. Produktionsbudget bis CHF 1.0 Mio. Produktionsbudget bis CHF 1.5 Mio. Produktionsbudget über CHF 1.5 Mio.
60 60 60 60
CHF CHF CHF CHF
30.00 70.00 110.00 150.00
b) andere (z. B. Kurzfilme, Dokumentarfilme,) Produktionsbudget bis CHF 0.2 Mio. Produktionsbudget bis CHF 0.4 Mio. Produktionsbudget über CHF 0.4 Mio.
60 60 60
CHF CHF CHF
30.00 45.00 60.00
15.3 Andere Tonbildträger 15.3.1 Tonbildträger mit Produktionsbudgets bis maximal CHF 5'000
Vervielfältigungsrecht
a) Produktionsbudget bis CHF 2'500 CHF 50.00
b) Produktionsbudget bis CHF 5'000 CHF 100.00 Die Vergütungen gelten pauschal, unabhängig von der Dauer der geschützten Musik in der audiovisuellen Produktion. 15.3.2 Tonbildträger mit Produktionsbudgets über CHF 5’000
Zeiteinheit in Sek. Vervielfältigungsrecht
a) Produktionsbudget bis CHF 30'000 60 CHF 50.00
b) Produktionsbudget bis CHF 100‘000 60 CHF 100.00
c) Produktionsbudget bis CHF 200‘000 60 CHF 150.00
d) Produktionsbudget über CHF200‘000 60 CHF 200.00
Eine Mindestvergütung von CHF 100.00 bleibt vorbehalten. 15.4 Massgeblich für das Produktionsbudget in Ziffer 15.2 sowie in Ziffer 15.3 ist das ge- samte Budget der Filmproduktion bei Drehschluss. 16 Bei Konzertfilmen werden die Vergütungen gemäss Ziffer 15 verdoppelt. 17 Die Dauer aller Musik wird für den ganzen Tonbildträger zusammengezählt. Eine angebro- chene Zeiteinheit wird zur Gänze in Rechnung gestellt. 18 Die Vergütung gilt für die Herstellung von 200 Exemplaren des gleichen Tonbildträgers (inklusive der Exemplare für den internen Gebrauch nach Ziffer 4). Für jede weitere Kopie beträgt die Vergütung 1/100 der gemäss Ziffer 15 berechneten Entschädigungen.
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19 Wird bei einem für die Verwendung in der Schweiz produzierten Tonbildträger lediglich der gesprochene oder geschriebene Text in eine andere Sprache übersetzt und/oder einzelne Bilder (Packshot) angepasst, ohne dass die Musik verändert wird, so gilt dies nicht als neue Aufnahme der Musik auf einen Tonbildträger, sondern als das Herstellen einer Kopie. Wird zur Ankündigung eines audiovisuellen Werkes ein Auszug aus demselben herge- stellt (Trailer), so gilt dieser nicht als eigener Tonbildträger, sondern als das Herstellen einer Kopie. Diese Regelung gilt nicht, wenn die Musik nicht gänzlich und die Bilder nicht zu einem wesentlichen Teil aus dem angekündigten audiovisuellen Werk stam- men. 20 Die Bewilligung wird unter der Bedingung erteilt, dass der Tonbildträger nur zu den in der Bewilligung genannten Verwendungen benützt wird. Bei mehreren Verwendungen gilt die höchste der dafür vorgesehenen Vergütungen.
II. Vorführung 21 Der Hersteller kann in folgenden Fällen anlässlich der Herstellung für sich und seinen Auf- traggeber pauschal und auf unbestimmte Zeit die Vorführrechte erwerben: für seine eigenen Vorführungen und diejenigen seines Auftraggebers (dazu zählen auch diejenigen durch Tochterfirmen oder durch vom Auftraggeber mit der Vorführung betraute Kunden), wenn diese
- ohne Eintritt und ausserhalb von Kinos oder kino-ähnlichen Einrichtungen
- in der Schweiz und Liechtenstein
veranstaltet werden. 22 Die pauschale Vergütung beträgt CHF 200.00.
III. Zugänglichmachen 23 Der Hersteller kann ferner für sich und seinen Auftraggeber und weitere an der Produktion Beteiligte pauschal das Recht erwerben, die Tonbildträger auf seiner Website, derjenigen seines Auftraggebers und weiterer an der Produktion Beteiligter mit und ohne Download- möglichkeit zugänglich zu machen, wenn hierfür kein Entgelt erhoben wird. Diese Erlaubnis bezieht sich auf Nutzungshandlungen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein und kann ausschliesslich zusammen mit der Erlaubnis für die Herstellung erteilt werden. Diese Erlaubnis gilt nicht für das Zugänglichmachen von Tonbildträgern im Rahmen einer Wer- bekampagne. 24 Die pauschale Vergütung beträgt einmalig je Webauftritt, innerhalb dem die Tonbildträger zugänglich gemacht werden,
- Streaming CHF 100.00
- Download CHF 200.00 Inhaltsgleiche Websites, die in verschiedenen Sprachversionen existieren, gelten als ein Webauftritt.
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Der Hersteller oder der Auftraggeber melden der SUISA vorgängig die übergeordneten URL-Adressen der Webauftritte, auf welchen die Tonbildträger zugänglich gemacht werden. 25 Die in Ziffer 22 und 24 genannten Pauschalvergütungen für die Vorführung und das Zu- gänglichmachen werden auf Entschädigungen für Vorführungen oder das Zugänglichma- chen ausserhalb des Rahmens von Ziffer 21 bzw. 23 nicht angerechnet.
IV. Mindestvergütung 26 Mit Ausnahme von Produktionen nach Ziffer 15.3.2 beträgt die Vergütung in allen Fällen mindestens CHF 50.00 pro Rechnung.
V. Ermässigung 27 Hersteller, die Mitglieder eines Berufsverbandes der Produzenten oder eines Branchen- verbandes der Auftraggeber sind, der die SUISA in ihren Aufgaben unterstützt, erhalten auf die gemäss Ziffer 15, 22 und 24 berechneten Vergütungen eine Ermässigung von 10 %, sofern sie regelmässig Tonbildträger herstellen und sie sich schriftlich zur Einhaltung der Bedingungen des vorliegenden Tarifs verpflichten. .
VI. Mehrwertsteuer 28 Die in diesem Tarif vorgesehenen Entschädigungsbeträge verstehen sich ohne Mehrwert- steuer. Soweit aufgrund einer zwingenden objektiven Steuerpflicht oder der Ausübung ei- nes Wahlrechtes eine Mehrwertsteuer abzurechnen ist, ist diese vom Kunden zum jeweils anwendbaren Steuersatz (2016: Normalsatz 8 % / reduzierter Satz 2.5 %) zusätzlich ge- schuldet.
VII. Zuschlag im Fall von Rechtsverletzungen 29 Die in diesem Tarif genannten Vergütungen werden verdoppelt, wenn
- Musik ohne die erforderliche Bewilligung der SUISA verwendet wird
- der Hersteller der SUISA absichtlich oder grobfahrlässig keine, unrichtige oder lücken- hafte Angaben liefert.
30 Vorbehalten bleibt eine darüber hinaus gehende Schadenersatzforderung.
VIII. Belege 31 Der Hersteller überlässt der SUISA auf Wunsch von jedem Tonbildträger ein Exemplar vorübergehend zur Einsicht. 32 Zur Prüfung der Angaben des Herstellers und/oder Auftraggebers kann die SUISA Belege (z. B. Rechnungskopien) verlangen.
Beschluss vom 8. Oktober 2015 betreffend den Tarif VN 13/35 __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
33 Werden die erforderlichen Angaben oder die verlangten Belege auch nach schriftlicher Mahnung nicht innert einer Nachfrist eingereicht, kann die SUISA die erforderlichen Anga- ben schätzen und gestützt darauf die Entschädigung berechnen. Aufgrund geschätzter An- gaben erstellte Rechnungen gelten als vom Kunden anerkannt, wenn er nicht innert 30 Tagen seit Zustellung der Rechnung vollständige und korrekte Angaben nachliefert.
D. Zahlungen 34 Die SUISA kann Akontozahlungen und/oder Sicherheiten verlangen. 35 Rechnungen der SUISA und Saldi der Schlussabrechnungen sind innert 30 Tagen zahlbar.
E. Kennzeichnung 36 Jedem nach diesem Tarif lizenzierten Tonbildträger wird von der SUISA zu Kontrollzwe- cken eine Nummer zugeteilt. Die Tonbildträger sind mit dieser Nummer zu kennzeichnen. Für Tonbildträger, die nach Ziffer 15.2 oder Ziffer 15.3 lizenziert werden, genügt die Angabe der International Standard Audiovisual Number (ISAN). 37 Die Nummer dient zur Identifikation einer Tonbildträger-Produktion. Der Auftraggeber hat sie bei der weiteren Verwendung des Tonbildträgers (z. B. zur Ausstrahlung in der Fern- sehwerbung) dem für die Sendung oder Vorführung des Tonbildträgers verantwortlichen Unternehmen mitzuteilen.
F. Gültigkeitsdauer 38 Dieser Tarif ist vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2018 gültig. 39 Bei wesentlicher Änderung der Verhältnisse kann er vorzeitig revidiert werden. 40 Die Gültigkeitsdauer des Tarifs verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, längstens jedoch bis 31. Dezember 2020, wenn er nicht von einem der Verhandlungspartner durch schriftliche Anzeige an den anderen ein Jahr vor Ablauf gekündigt wird. Eine solche Kün- digung schliesst einen weiteren Verlängerungsantrag an die Eidgenössische Schiedskom- mission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten nicht aus. 41 Ist nach Ablauf dieses Tarifs und trotz eingereichtem Genehmigungsgesuch noch kein Fol- getarif in Kraft, verlängert sich die Gültigkeitsdauer des vorliegenden Tarifs übergangs- weise bis zum Inkrafttreten des Folgetarifs.
Beschluss vom 8. Oktober 2015 betreffend den Tarif VN 14/35 __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
SUISA Coopérative des auteurs et éditeurs de musique
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Tarif VN 2016 – 2018, version du 06.03.2015
Enregistrement de musique sur supports audiovisuels destinés à être projetés, diffusés ou utilisés en ligne
Approuvé par la Commission arbitrale fédérale pour la gestion de droits d’auteur et de droits voisins le et publié dans la Feuille officielle suisse du commerce n° du .
Les dispositions qui ne relèvent pas de la compétence de la Commission arbitrale sont signalées en italique.
SUISA
Av. du Grammont 11bis, 1007 Lausanne, Téléphone +41 21 614 32 32, Fax +41 21 614 32 42 Bellariastrasse 82, 8038 Zürich, Telefon +41 44 485 66 66, Fax +41 44 482 43 33 Via Soldino 9, 6900 Lugano, Telefono +41 91 950 08 28, Fax +41 91 950 08 29
http://www.suisa.ch E-Mail: suisa@suisa.ch
Beschluss vom 8. Oktober 2015 betreffend den Tarif VN 15/35
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A. Objet du tarif I. Utilisation de la musique 1 Le tarif se rapporte aux utilisations de musique mentionnées ci-après pour des supports audiovisuels qui ne sont pas destinés à être distribués au public:
- enregistrement de musique sur supports audiovisuels et duplication de ces sup- ports,
- projection de ces supports audiovisuels en Suisse et au Liechtenstein, dans la me- sure où il s'agit de projections conformes au chiffre 21, en particulier de projections
- sans entrée payante, et
- réalisées par le producteur lui-même ou son mandant.
- mise à disposition de ces supports audiovisuels sur Internet ou d'autres réseaux sur base IP aux conditions mentionnées au chiffre 23, notamment
- à titre gratuit,
- par le producteur, son mandant ou des tiers impliqués dans la production. 2 Sont également considérés comme supports audiovisuels les spectacles audiovisuels et productions analogues où les images et la musique sont enregistrées sur différents sup- ports présentés en même temps. 3 On appelle «musique», lorsque rien d'autre n'est précisé, les œuvres de musique non théâtrale protégées par le droit d’auteur du répertoire de SUISA. 4 Le tarif se rapporte à la production de supports audiovisuels fabriqués à des fins d'émis- sion, de projection etc. et non destinés à être remis au public pour l'usage privé du des- tinataire. Il est cependant applicable également lorsque des exemplaires isolés (200 au maxi- mum) sont remis gratuitement à quelques destinataires choisis (p. ex. à des partici- pants à la production) pour leur usage interne. Si des exemplaires du même support audiovisuel sont également destinés à être remis au public pour une utilisation privée, ces exemplaires doivent être licenciés selon les conditions du tarif valable pour cette utilisation. 5 Si un support audiovisuel est produit sur commande, le mandant et le mandataire sont, en règle générale, responsables solidaires. SUISA traite en premier lieu les mandants domi- ciliés en Suisse.
II. Exceptions, réserves 6 Les autres tarifs applicables demeurent réservés, en particulier ceux qui se rapportent
- à la production de supports destinés à être distribués au public (Tarifs VI, PI)
- à la location (Tarif commun 5)
- à la projection (Tarif commun E)
- à la réception d’émissions (Tarifs communs 3a, 3b, 3c)
- à l’émission (Tarif A, Tarifs communs S et Y)
Beschluss vom 8. Oktober 2015 betreffend den Tarif VN 16/35
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7 Le tarif est également applicable par analogie à la production, respectivement à l'enregis- trement de supports audiovisuels avec musique sur des supports de données tels que, par exemple, les serveurs Web. 8 SUISA ne dispose pas des droits d'autres auteurs que ceux de la musique, pas plus que des droits voisins des interprètes, producteurs ou organismes de diffusion. SUISA octroie ses autorisations de production sous réserve de l'accord de tous les titulaires de droits, et peut exiger des justificatifs.
B. Obtention de l'autorisation 9 En règle générale, l'autorisation ne peut être accordée qu'avec l'assentiment des titulaires de droits (auteurs, éditeurs). Pour les droits qui ne sont pas gérés par SUISA (p.ex. droits de synchronisation et droits du producteur), l’accord doit être obtenu avant la production. L’autorisation de SUISA concerne uniquement les droits qui sont de sa compétence; tous les autres droits sont réservés. 10 La demande d'autorisation doit être envoyée suffisamment à l'avance. Avant l'autorisation expresse des titulaires de droits, les supports audiovisuels ne peuvent être produits. 11 SUISA présume que l'accord des titulaires de droits est donné lorsque toute la musique est composée spécialement pour le support audiovisuel. L’accord est donné dans tous les cas lorsque la musique est tirée de catalogues que les éditeurs mettent spécialement à disposition pour la sonorisation (mood-music, li- brary music, musique d'archives) 12 La demande d'autorisation doit comporter les indications suivantes:
- Titre des œuvres musicales
- Prénom et nom des compositeurs ainsi que, s’ils sont connus, les no IPI
- Pour chaque œuvre enregistrée : durée de l’œuvre dans la production
- Pour la reproduction de musique provenant de supports préexistants disponibles dans le commerce: label et numéro de catalogue
- Type de support audiovisuel
- Utilisation prévue du support audiovisuel
- Nombre d'exemplaires (peut également être indiqué a posteriori)
- Signature manuscrite ou électronique.
En cas de demandes selon chiffres 15.2 et 15.3, les indications concernant le budget de production doivent en outre être envoyées, dans la mesure où elles sont nécessaires à l’application de ces dispositions.
Beschluss vom 8. Oktober 2015 betreffend den Tarif VN 17/35
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C. Redevance I. Enregistrement et duplication 13 La redevance est due à partir de la fabrication du support audiovisuel. 14 Elle est calculée selon le type d'utilisation du support audiovisuel et par unité de temps de musique protégée, sous réserve du chiffre 15.3.1. 15 La redevance s'élève à 15.1 Supports audiovisuels à caractère publicitaire pour diffusion à la télévision, projection au cinéma et/ou utilisation sur Internet 15.1.1 Spots publicitaires
Unité de temps
Utilisation du support audiovisuel en secondes Droits de reproduction
a) utilisation nationale ou internationale (y compris les fenêtres publicitaires d’émetteurs TV étrangers)
- jusqu’à 60 secondes
- pour chaque palier supplémentaire de 10 secondes commencé
1
10
CHF
CHF
60.00
15.00
b) utilisation dans une seule région linguistique
- jusqu’à 60 secondes
- pour chaque palier supplémentaire de 10 secondes commencé
1
10
CHF
CHF
30.00
7.50
c) utilisation locale
1
CHF
7.00
En plus des redevances de ce tarif, il y a le cas échéant d'autres redevances à acquitter:
a) pour le droit de synchronisation (le droit d’associer de la musique avec d'autres œuvres); si le titulaire (auteur, éditeur) n'exerce pas lui-même le droit de synchronisation et n'a pas donné d'autres instructions, la redevance supplémentaire s'élève à :
- 50 % du montant des redevances mentionnées au chiffre 15.
b) pour la reproduction de supports sonores;
SUISA accorde l'autorisation de reproduire des supports sonores de catalogues de mood-music sur mandat des producteurs moyennant une redevance supplémentaire.
Elle s'élève à
- 50 % de la redevance facturée par SUISA pour les droits d'auteur (y compris droit de synchronisa- tion), lorsque le support audiovisuel est utilisé uniquement en Suisse et au Liechtenstein
- 100 % lorsque le support audiovisuel est utilisé (également) à l'étranger.
La reproduction d'autres supports sonores est soumise à l'autorisation de leurs producteurs moyen- nant une redevance qu'ils fixent eux-mêmes au cas par cas. SUISA perçoit cette redevance sur mandat du producteur si l'autorisation est accordée.
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- jusqu’à 60 secondes
- pour chaque palier supplémentaire de 10 secondes commencé 10 CHF 7.50 Sont également comprises les reproductions pour une utilisation dans d’autres médias (p. ex. ad screens, e-boards). Pour les spots publicitaires qui sont utilisés sur Internet, les taux tarifaires applicables sont ceux figurant à la lettre a) ci-dessus, à moins que le mandant soit actif uniquement localement ou régionalement. Dans un tel cas, les taux tarifaires applicables sont ceux figurant à la lettre c). Un support audiovisuel est considéré comme spot publicitaire utilisé sur Internet lorsqu’un budget média existe pour la campagne dont il fait partie. 15.1.2 Publireportages et émissions de vente
Unité de temps
Utilisation du support audiovisuel en secondes Droits de reproduction
a) utilisation internationale, nationale ou dans une région linguistique (y compris les fenêtres publicitaires d’émetteurs TV étrangers) 10 CHF 15.00
b) utilisation locale 10 CHF 7.50 Sont également comprises les reproductions pour une utilisation dans d’autres médias (p. ex. ad screens, e-boards). Pour les publireportages et les émissions de vente qui sont utilisées sur Internet, les taux tarifaires applicables sont ceux figurant à la lettre a) ci-dessus, à moins que le mandant soit actif uniquement localement ou régionalement. Dans un tel cas, les taux tarifaires applicables sont ceux figurant à la lettre b). 15.1.3 Billboards (sponsoring)
Unité de temps
Utilisation du support audiovisuel en secondes Droits de reproduction
a) à la télévision internationale, nationale ou d’une région linguistique 10 CHF 200.00
b) localement, régionalement ou dans les programmes de télévision spécialisés 10 CHF 100.00 Pour les billboards qui sont utilisés sur Internet, les taux tarifaires applicables sont ceux figurant à la lettre a) ci-dessus, à moins que le mandant soit actif uniquement locale- ment ou régionalement. Dans un tel cas, les taux tarifaires applicables sont ceux figu- rant à la lettre b). 15.1.4 Les taux tarifaires des chiffres 15.1.1 à 15.1.3 s’appliquent à la fabrication de films publicitaires en Suisse. Si les supports audiovisuels sont fabriqués à l’étranger et qu’il est prouvé que les droits de fabrication et de reproduction du support ont déjà été ac- quis pour la Suisse à l’étranger, il n’y a pas de redevance supplémentaire à payer.
Beschluss vom 8. Oktober 2015 betreffend den Tarif VN 19/35
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15.1.5 Si une version suisse d’un spot publicitaire étranger préexistant est produite (postpro- duction), la redevance s’élève à CHF 20.00 par seconde de musique, pour les 60 pre- mières secondes. 15.2 Supports audiovisuels sans caractère publicitaire pour diffusion à la télévision, projection au cinéma et/ou lors de festivals, ou productions destinées à une ex- ploitation primaire sur des plateformes de vidéo à la demande
Unité de temps
Utilisation du support audiovisuel en secondes Droits de reproduction
a) longs-métrages et séries Budget de production jusqu'à CHF 0.5 million Budget de production jusqu'à CHF 1.0 million Budget de production jusqu'à CHF 1.5 million Budget de production de plus de CHF 1.5 million
60 60 60 60
CHF CHF CHF CHF
30.00 70.00 110.00 150.00
b) autres (p. ex. courts-métrages, documentaires) Budget de production jusqu'à CHF 0.2 million Budget de production jusqu'à CHF 0.4 million Budget de production de plus de CHF 0.4 million
60 60 60
CHF CHF CHF
30.00 45.00 60.00 15.3 Autres supports audiovisuels 15.3.1 Supports audiovisuels avec budget de production jusqu’à CHF 5'000 au maximum
Droits de reproduction
a) Budget de production jusqu’à CHF 2'500 CHF 50.00
b) Budget de production jusqu’à CHF 5'000 CHF 100.00 Les redevances sont forfaitaires et valent indépendamment de la durée de la musique protégée utilisée dans la production audiovisuelle. 15.3.2 Supports audiovisuels avec budget de production supérieur à CHF 5’000
Unité de temps
en secondes Droits de reproduction
a) Budget de production jusqu’à CHF 30'000 60 CHF 50.00
b) Budget de production jusqu’à CHF 100'000 60 CHF 100.00
c) Budget de production jusqu’à CHF 200'000 60 CHF 150.00
d) Budget de production supérieur à CHF 200'000 60 CHF 200.00 Une redevance minimale de CHF 100.00 est réservée. 15.4 On entend par budget de production au sens du chiffre 15.2 et du chiffre 15.3 le bud- get total de production du film à la fin du tournage. 16 Pour les concerts filmés, la redevance du chiffre 15 est doublée. 17 La durée de toute la musique du support audiovisuel est additionnée. Une unité de temps commencée compte comme une unité entière.
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18 La redevance vaut pour la fabrication de 200 exemplaires du même support audiovisuel (y compris les exemplaires pour l'usage interne selon le chiffre 4). Pour chaque copie supplé- mentaire, la redevance s'élève à 1/100 de la redevance calculée selon le chiffre 15. 19 Si, pour un support audiovisuel destiné à l'utilisation en Suisse, seul le texte parlé ou écrit est traduit dans une autre langue et/ou si certaines images (packshot) sont adaptées, sans que la musique soit modifiée, la nouvelle version du support audiovisuel n'est pas considé- rée comme un nouvel enregistrement de la musique sur support audiovisuel, mais simple- ment comme une copie. Si, pour annoncer une œuvre audiovisuelle, on en extrait une partie (trailer), cet extrait n'est pas considéré comme un nouveau support audiovisuel, mais simplement comme une copie. Cette règle ne vaut pas lorsque la musique ne provient pas intégralement de l'œuvre audiovisuelle annoncée ou que les images n’en proviennent pas majoritai- rement. 20 L'autorisation est accordée sous condition que les supports audiovisuels ne soient utilisés que pour les utilisations mentionnées dans celle-ci. En cas d'utilisations multiples, on applique la redevance la plus élevée.
II. Projection 21 Lors de la production, le client peut acquérir forfaitairement et pour une durée indéterminée les droits de projection, pour lui-même et son mandant, dans les cas suivants: pour ses propres projections et celles de son mandant (y compris celles de filiales ou de clients à qui le mandant a confié la projection)
- sans entrée payante et ailleurs que dans les cinémas ou installations analogues
- en Suisse et au Liechtenstein 22 La redevance forfaitaire s'élève à CHF 200.00.
III. Mise à disposition 23 Le producteur peut également acquérir à titre forfaitaire, pour lui-même et son mandant ainsi que des tiers impliqués dans la production, le droit de mettre à disposition les supports audiovisuels sur son site web, celui de son mandant ainsi que ceux des tiers impliqués dans la production, avec et sans possibilité de téléchargement, à condition qu’aucune ré- munération ne soit perçue. Cette autorisation se rapporte aux utilisations en Suisse et dans la Principauté du Liechtenstein et elle peut seulement être octroyée en même temps que l’autorisation de production. Ladite autorisation n’est pas valable pour la mise à disposition de supports audiovisuels dans le cadre d’une campagne publicitaire. 24 La redevance forfaitaire unique s’élève aux montants suivants, pour chaque site web sur lequel les supports audiovisuels sont mis à disposition
- Streaming
CHF 100.00
- Téléchargement (download) CHF 200.00
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Les sites web dont le contenu est identique mais pour lesquels il existe des versions en différentes langues sont considérés comme un seul site. Le producteur ou le mandant annonce à SUISA à l'avance les adresses URL de premier niveau des sites web sur lesquels les supports audiovisuels sont mis à disposition. 25 Les redevances forfaitaires pour la projection et la mise à disposition mentionnées aux chiffres 22 et 24 ne sont pas déduites des redevances facturées pour la projection ou la mise à disposition en dehors du cadre des chiffres 21 ou 23.
IV. Redevance minimale 26 A l’exception des productions selon chiffre 15.3.2, la redevance s'élève dans tous les cas à au moins à CHF 50.00 par facture.
V. Réduction 27 Les producteurs membres d’une association professionnelle de producteurs ou d’une as- sociation professionnelle de la branche du mandant bénéficient d'une réduction de 10 % sur les redevances calculées selon les chiffres 15, 22 et 24, à la condition qu’ils fabriquent régulièrement des supports audiovisuels et qu’ils s’engagent par écrit à respecter les con- ditions du présent tarif et pour autant que cette association soutienne SUISA dans ses tâches.
VI. Taxe sur la valeur ajoutée 28 Les redevances prévues par le présent tarif s'entendent sans la taxe sur la valeur ajoutée. Si celle-ci est à acquitter, en raison d'un assujettissement objectif impératif ou du fait de l'exercice d'un droit d'option, elle est due en plus par le client au taux d'imposition en vigueur (2016: taux normal 8 %, taux réduit 2.5 %)..
VII. Supplément en cas d'infractions au droit 29 Les redevances mentionnées dans ce tarif sont doublées
- lorsque de la musique est utilisée sans autorisation de SUISA
- lorsque le client donne des informations inexactes ou lacunaires intentionnellement ou par négligence grossière. 30 Une prétention à des dommages-intérêts supérieurs est réservée. VIII. Justificatifs 31 Pour autant que SUISA le désire, le producteur lui remet temporairement pour examen un exemplaire de chaque support audiovisuel. 32 Afin de vérifier les indications du producteur et/ou du mandant, SUISA peut demander des justificatifs (p. ex. copies de facture).
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33 Si les indications ou les justificatifs requis ne sont pas fournis même après un rappel écrit, SUISA peut procéder à une estimation des indications requises et s'en servir pour calculer la redevance. Les factures établies sur la base d’estimations sont considérées comme ac- ceptées par le client si celui-ci ne fournit pas, dans les 30 jours après la date de la facture, des indications complètes et correctes.
D. Paiements 34 SUISA peut exiger des acomptes et/ou des garanties. 35 Les factures de SUISA et le solde des décomptes finals sont payables dans les 30 jours.
E. Signe distinctif 36 SUISA attribue un numéro à chacun des supports audiovisuels licenciés selon ce tarif à des fins de contrôle. Ce numéro doit être mentionné sur les supports audiovisuels. Pour les supports audiovisuels licenciés selon chiffre 15.2 ou selon chiffre 15.3, l’indi- cation de l’International Standard Audiovisual Number (ISAN) est suffisante. 37 Le numéro sert à l’identification d’une production audiovisuelle. Le mandant, lorsqu’il utilise le support audiovisuel (par ex. pour le diffuser sous forme de publicité télévisée), doit le communiquer à l’entreprise responsable de la diffusion ou de la projection du support au- diovisuel.
F. Durée de validité 38 Ce tarif est valable du 1er janvier 2016 au 31 décembre 2018. 39 En cas de modification profonde des circonstances, il peut être révisé avant son échéance. 40 La durée de validité de ce tarif se prolonge automatiquement d'année en année, au maxi- mum jusqu’au 31 décembre 2020, sauf si un des partenaires de négociation le dénonce par écrit au moins une année avant son échéance. Une telle dénonciation n’exclut pas une demande de prolongation adressée à la Commission arbitrale pour la gestion de droits d’auteur et de droits voisins. 41 Si aucun nouveau tarif n'est en vigueur après l'échéance de ce tarif, alors même qu'une requête d'approbation a été déposée, la durée de validité du présent tarif est prolongée provisoirement jusqu'à l'entrée en vigueur du nouveau tarif.
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SUISA Cooperativa degli autori ed editori di musica
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Tariffa VN 2016 – 2018, versione del 06.03.2015
Registrazione di musica su supporti audiovisivi destinati alla proiezione, alla diffusione o utilizzati online
Approvata dalla Commissione arbitrale federale per la gestione dei diritti d’autore e dei diritti affini il . Pubblicata nel Foglio ufficiale svizzero di commercio n. del .
Sono riportate in corsivo le disposizioni che non rientrano nelle competenze della Commissione arbitrale.
SUISA
Via Soldino 9, 6900 Lugano, Telefono +41 91 950 08 28, Fax +41 91 950 08 29 Bellariastrasse 82, 8038 Zürich, Telefon +41 44 485 66 66, Fax +41 44 482 43 33 Av. du Grammont 11bis, 1007 Lausanne, Téléphone +41 21 614 32 32, Fax +41 21 614 32 42
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A. Oggetto della tariffa I. Utilizzazione di musica 1 Questa tariffa si riferisce alle utilizzazioni di musica, menzionate qui sotto, in supporti au- diovisivi non destinati ad essere distribuiti al pubblico:
- la registrazione di musica su supporti audiovisivi e la duplicazione di questi sup- porti.
- la proiezione di questi supporti audiovisivi in Svizzera e nel Liechtenstein, nella mi- sura in cui si tratti di proiezioni conformi alla cifra 21, in particolare di proiezioni
- senza entrata a pagamento, e
- effettuate dal produttore stesso o dal suo mandante.
- la messa a disposizione di questi supporti audiovisivi su Internet o in altre reti su base IP, alle condizioni di cui alla cifra 23, in particolare
- a titolo gratuito
- da parte del produttore, del suo mandante o da terzi coinvolti nella produzione. 2 Per supporti audiovisivi si intendono anche le proiezioni audiovisive e le produzioni analo- ghe in cui le immagini e la musica sono registrate su supporti diversi utilizzati insieme. 3 Per «musica» s’intende, quando non precisato altrimenti, le opere non teatrali protette dal diritto d’autore del repertorio della SUISA. 4 La tariffa concerne la produzione di supporti audiovisivi per scopi di emissione, proie- zione, ecc.; e non destinati all’uso privato del destinatario. La tariffa è tuttavia altresì applicabile quando singoli esemplari (massimo 200) vengono consegnati gratuitamente a singoli destinatari scelti (per esempio: partecipanti alla produzione) per il loro uso interno. Se degli esemplari dello stesso supporto audiovisivo sono anche destinati ad essere consegnati al pubblico per uso privato, questi esemplari devono essere licenziati se- condo le condizioni della tariffa valida per tale utilizzazione. 5 Se un supporto audiovisivo viene prodotto su ordinazione, mandante e mandatario sono responsabili di regola solidalmente. La SUISA tratta in primo luogo con i mandanti domici- liati in Svizzera.
II. Eccezioni, riserve 6 Rimangono riservate le altre tariffe applicabili, in particolare quelle relative a:
- produzione di supporti destinati a essere distribuiti al pubblico (tariffe VI, PI)
- noleggio (tariffa comune 5)
- proiezione (tariffa comune E)
- ricezione di emissioni (tariffe comuni 3a, 3b, 3c)
- emissione (tariffa A, tariffe comuni S e Y)
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7 La tariffa è applicabile per analogia anche per la produzione, rispettivamente alla registra- zione di supporti audiovisivi con musica su supporti di dati, come ad esempio su un web server. 8 La SUISA non detiene i diritti di altri autori che non siano quelli della musica né i diritti di protezione affini degli interpreti, dei produttori o delle emittenti. La SUISA concede queste autorizzazioni di produzione sotto riserva del consenso di tutti gli aventi diritto, e può esi- gere i relativi giustificativi.
B. La domanda di autorizzazione 9 L’autorizzazione può di regola essere rilasciata soltanto con il consenso degli aventi diritto (autori, editori). Per i diritti non gestiti dalla SUISA (ad esempio, i diritti di sincronizzazione o i diritti del produttore) l’accordo deve essere ottenuto prima della produzione. L’autoriz- zazione della SUISA concerne unicamente i diritti che le competono, tutti gli altri diritti sono riservati. 10 La domanda di autorizzazione va inoltrata con sufficiente anticipo. I supporti audiovisivi non possono essere prodotti prima dell’espresso consenso degli aventi diritto. 11 La SUISA presuppone che il consenso dell’avente diritto sia “dato” se tutta la musica viene composta appositamente per il supporto audiovisivo. L’accordo è dato in tutti i casi in cui la musica è tratta da cataloghi appositamente messi a disposizione dagli editori per la sonorizzazione (mood-music, library music, musica d’archivio). 12 La domanda d’autorizzazione deve contenere le seguenti indicazioni:
- il titolo delle opere musicali
- nome e cognome dei compositori e, se noto, il n. IPI
- per ogni opera registrata, la durata contenuta nella produzione
- in caso di registrazione di musica da supporti sonori o audiovisivi disponibili in com- mercio: la loro etichetta e il n. di catalogo
- il tipo di supporto audiovisivo
- l’utilizzazione prevista del supporto audiovisivo
- il numero di copie (può essere comunicato anche a posteriori)
- firma autografa o elettronica
Per domande in base alle cifre 15.2 e 15.3, per la loro applicazione devono inoltre essere fornite le indicazioni necessarie sul budget di produzione.
C. Indennità I. Registrazione e riproduzione
Oltre alle indennità previste da questa tariffa, vanno, se del caso, riconosciute altre indennità :
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13 L’indennità è dovuta al momento della produzione del supporto audiovisivo. 14 È calcolata a seconda del genere dell’utilizzazione del supporto audiovisivo per unità di tempo di musica protetta, con riserva della cifra 15.3.1. 15 L’indennità ammonta a: 15.1 Supporti audiovisivi a carattere pubblicitario per l'emissione alla televisione, la proiezione nei cinema e/o per l’utilizzo su Internet 15.1.1 Spot pubblicitari
Unità di tempo
Utilizzazione dei supporti audiovisivi in secondi Diritti di riproduzione
a) a livello internazionale o nazionale (comprese le finestre pubblicitarie di emittenti TV straniere)
- fino a 60 secondi
- ogni 10 secondi supplementari iniziati
1 10
CHF CHF
60.00 15.00
b) uso in una sola regione linguistica
- fino a 60 secondi
- ogni 10 secondi supplementari iniziati
1 10
CHF CHF
30.00 7.50
c) uso a livello locale
- fino a 60 secondi
- ogni 10 secondi supplementari iniziati
1 10
CHF CHF
7.00 7.50
Sono incluse le riproduzioni per l'utilizzazione in altri media (ad esempio ad screens, e-boards). Per gli spot pubblicitari utilizzati su Internet, gli importi tariffari applicabili sono quelli che figurano alla lettera a) qui sopra, a meno che il mandante sia attivo solo a livello
a) per il diritto di sincronizzazione (il diritto di abbinare musica ad altre opere); se gli aventi diritto (autori, editori) non esercitano essi stessi il diritto di sincronizzazione e non hanno dato altre istruzioni, l’indennità supplementare ammonta:
- al 50 % del montante delle indennità previste alla cifra 15
b) per la registrazione di supporti sonori; la SUISA rilascia l’autorizzazione di riprodurre dei supporti sonori dai cataloghi mood-music su man- dato dei produttori contro il pagamento di un’indennità supplementare.
Essa ammonta:
- al 50 % dell’indennità fatturata dalla SUISA per i diritti d’autore (compreso il diritto di sincronizza- zione), se il supporto audiovisivo viene utilizzato esclusivamente in Svizzera e nel Liechtenstein
- 100 % se il supporto audiovisivo viene utilizzato (anche) all’estero.
La riproduzione di altri supporti sonori soggiace all’autorizzazione dei loro produttori contro il paga- mento di un’indennità che è fissata caso per caso da loro stessi. La SUISA riscuote questa indennità su mandato del produttore se l’autorizzazione è accordata.
Beschluss vom 8. Oktober 2015 betreffend den Tarif VN 27/35
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locale o regionale. In questo caso gli importi tariffari applicabili sono quelli che figurano alla lettera c).Un supporto audiovisivo viene considerato come spot pubblicitario utiliz- zato su Internet, quando per la campagna pubblicitaria di cui è parte è previsto un budget media. 15.1.2 Publireportage e televendite
Unità di tempo
Utilizzazione dei supporti audiovisivi in secondi Diritti di riproduzione Sono incluse le riproduzioni per l'utilizzazione in altri mezzi media (ad esempio ad screens, e-boards). Per i publireportage e le televendite utilizzati su Internet, gli importi tariffari applicabili sono quelli che figurano alla lettera a) qui sopra, a meno che il mandante non sia attivo solo a livello locale o regionale. In tal caso gli importi tariffari applicabili sono quelli che figurano alla lettera b). 15.1.3 Billboards (sponsoring)
Unità di tempo
Utilizzazione dei supporti audiovisivi in secondi Diritti di riproduzione
a) a livello internazionale, nazionale o di una regione linguistica 10 CHF 200.00
b) a livello locale, regionale, o in programmi TV specializzati 10 CHF 100.00 Per i billboards utilizzati su Internet, gli importi tariffari applicabili sono quelli che figu- rano alla lettera a), a meno che il mandante sia attivo solo a livello locale o regionale. In tal caso gli importi tariffari applicabili sono quelli che figurano alla lettera b). 15.1.4 I tassi tariffari di cui alle cifre 15.1.1 – 15.1.3 si applicano alla produzione di film pubblicitari in Svizzera. Non è dovuta alcuna indennità nel caso in cui il supporto audiovisivo sia stato prodotto all’estero e sia comprovato che i diritti per la produzione e la riproduzione del supporto sono già stati acquisiti all’estero anche per la Svizzera. 15.1.5 Se viene prodotta una versione svizzera per uno spot pubblicitario straniero esistente (post-produzione), l’indennità per i primi 60 secondi ammonta a CHF 20.00 per ogni secondo di musica. 15.2 Supporti audiovisivi senza carattere pubblicitario per l'emissione alla televi- sione, la proiezione nei cinema e/o a festival o produzioni per la valutazione ini- ziale su piattaforme di video-on-demand
a) a livello internazionale, nazionale o in una regione linguistica (comprese le finestre pubbli- citarie di emittenti TV straniere) 10 CHF 15.00
b) a livello locale 10 CHF 7.50
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Unità di tempo
Utilizzazione dei supporti audiovisivi in secondi Diritti di riproduzione
a) lugometraggi e serie televisive Budget di produzione fino a CHF 0.5 milioni Budget di produzione fino a CHF 1.0 milioni Budget di produzione fino a CHF 1.5 milioni Budget di produzione superiore a CHF 1.5 milioni
60 60 60 60
CHF CHF CHF CHF
30.00 70.00 110.00 150.00
b) altre (per esempio: cortometraggi, documentari) Budget di produzione fino a CHF 0.2 milioni Budget di produzione fino a CHF 0.4 milioni Budget di produzione superiore a CHF 0.4 milioni
60 60 60
CHF CHF CHF
30.00 45.00 60.00
15.3 Altri supporti audiovisivi 15.3.1 Supporti audiovisivi con budget di produzione fino ad un massimo di CHF 5’000
Diritti di riproduzione
a) Budget di produzione fino a CHF 2'500 CHF 50.00
b) Budget di produzione fino a CHF 5'000 CHF 100.00 Le indennità sono forfettarie, e valgono indipendentemente dalla durata della musica protetta nella produzione audiovisiva. 15.3.2 Supporti audiovisivi con budget di produzione superiori a CHF 5’000
Unità di tempo
in secondi Diritti di riproduzione
a) Budget di produzione fino a CHF 30'000 60 CHF 50.00
b) Budget di produzione fino a CHF 100'000 60 CHF 100.00
c) Budget di produzione fino a CHF 200’000 60 CHF 150.00
d) Budget di produzione superiore a CHF 200’000 60 CHF 200.00
Rimane riservata un'indennità minima di CHF 100.00. 15.4 Per il budget di produzione di cui alle cifre 15.2. a) e b) nonché alla cifra 15.3 a) è de- terminante l’intero budget per la produzione del film alla fine delle riprese. 16 Per i concerti filmati, le indennità previste alla cifra 15 raddoppiano. 17 La durata di tutta la musica del supporto audiovisivo è addizionata. Un’unità di tempo non intera viene fatturata come intera. 18 L’indennità vale per la produzione di 200 esemplari dello stesso supporto audiovisivo (in- clusi gli esemplari per l'uso interno in base alla cifra 4). Per ogni copia supplementare l'in- dennità ammonta a 1/100 delle indennità calcolata in base alla cifra 15. 19 Se, per un supporto audiovisivo destinato all’utilizzazione in Svizzera, viene solo tradotto in un’altra lingua il testo parlato o scritto e/o adattate singole immagini (packshot), senza
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che la musica subisca dei cambiamenti, la nuova versione del supporto audiovisivo non è considerata come una nuova registrazione di musica su un supporto audiovisuale, ma semplicemente come una copia. Se per presentare un supporto audiovisivo viene prodotto un estratto dello stesso (trai- ler), questo non viene considerato come supporto audiovisivo a sé stante, bensì come produzione di una copia. Questa regola non vale nel caso in cui la musica non provenga integralmente dall’opera audiovisiva annunciata o se le immagini non ne provengano in maniera prevalente. 20 L'autorizzazione viene rilasciata a condizione che il supporto audiovisivo venga utilizzato soltanto per gli scopi in essa citati. In caso di più utilizzazioni, si applica l’indennità più elevata.
II. Proiezione 21 Nei seguenti casi il produttore può, in occasione della produzione, acquisire forfettaria- mente, per sé e per il suo mandante e a tempo indeterminato i diritti di proiezione: per le sue proprie proiezioni e per quelle del suo mandante (comprese quelle di filiali o di clienti a cui il mandante ha confidato la proiezione), a condizione che queste si svolgano
- senza entrata a pagamento e fuori da cinema o strutture analoghe
- in Svizzera e nel Liechtenstein.
22 L'indennità forfettaria ammonta a CHF 200.00.
III. Messa a disposizione 23 Il produttore può inoltre acquisire forfettariamente per sé ed il suo mandante e anche per terzi coinvolti nella produzione, il diritto di messa a disposizione, con e senza possibilità di download, di supporti audiovisivi sul proprio sito, su quello del suo mandante e degli altri partecipanti alla produzione, a condizione che non venga riscosso alcun compenso. Que- sta autorizzazione concerne le utilizzazioni in Svizzera e nel Principato del Liechtenstein e può essere ottenuta soltanto assieme all’autorizzazione per la produzione. Questa autoriz- zazione non è valida per la messa a disposizione di supporti audiovisivi nell’ambito di una campagna pubblicitaria. 24 L'importo forfettario unico, per ogni sito web sul quale i supporti audiovisivi sono messi a disposizione, ammonta a:
- Streaming CHF 100.00
- Download CHF 200.00 I siti web con identico contenuto, esistenti in diverse versioni linguistiche, vengono con- siderati come un'unica presenza sul web.
Il produttore o il mandante deve comunicare alla SUISA anticipatamente gli indirizzi URL del primo livello dei siti sui quali i supporti audiovisivi vengono messi a disposi- zione.
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25 Gli importi forfettari per la proiezione e la messa a disposizione menzionati alle cifre 22 e 24 non vengono dedotti dalle indennità fatturate per le proiezioni o la messa a disposizione al di fuori dell’ambito delle cifre 21, o 23.
IV. Indennità minima 26 Ad eccezione delle produzioni in base alla cifra 15.3.2, l’indennità ammonta in tutti i casi ad almeno CHF 50.00 per fattura.
V. Riduzione 27 I produttori soci di un’associazione professionale di produttori o di un’associazione di cate- goria dei mandanti beneficiano di una riduzione del 10 % sulle indennità calcolate in base alle cifre 15, 22 e 24, a condizione che producano regolarmente supporti audiovisivi e si impegnino per iscritto a rispettare le condizioni della presente tariffa e per quanto questa associazione sostenga la SUISA nei suoi compiti.
VI. Imposta sul valore aggiunto 28 Le indennità previste dalla presente tariffa si intendono senza l’imposta sul valore aggiunto. Se quest’ultima va versata in virtù di un oggettivo obbligo fiscale cogente o dell’esercizio di un diritto d’opzione, essa è dovuta in aggiunta dal cliente al tasso d’imposta in vigore (2016: tasso normale 8 %, tasso ridotto 2.5 %).
VII. Supplemento in caso di violazione della legge 29 Le indennità menzionate in questa tariffa raddoppiano se
- viene utilizzata musica senza la necessaria autorizzazione della SUISA
- il produttore fornisce informazioni inesatte o lacunose, intenzionalmente o per gros- solana negligenza.
30 Una pretesa per danni e interessi superiori è riservata.
VIII. Giustificativi 31 Se la SUISA lo richiede, il produttore rimette temporaneamente per visione un esemplare di ogni supporto audiovisivo. 32 Per ragioni di verifica delle indicazioni fornite dal produttore e/o mandante, la SUISA può richiedere giustificativi (per esempio copie di fatture). 33 Se le indicazioni o i giustificativi richiesti non vengono forniti entro il termine fissato neanche dopo sollecito per iscritto, la SUISA può procedere alla stima delle indicazioni necessarie e calcolare l’indennità basandosi su questa. Le fatture allestite sulla base di stime vengono considerate accettate dal cliente, se quest'ultimo non fornisce indicazioni complete e cor- rette entro 30 giorni dalla data della fatturazione.
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D. Pagamenti 34 La SUISA può richiedere acconti e/o garanzie. 35 Le fatture della SUISA e i saldi dei conteggi finali devono essere pagati a 30 giorni.
E. Contrassegno 36 La SUISA attribuisce un numero ad ogni supporto audiovisivo licenziato in base alla pre- sente tariffa, a fini di controllo. Questo numero deve essere menzionato sui supporti audi- ovisivi. Per i supporti audiovisivi, licenziati in base alla cifra 15.2 o 15.3, è sufficiente l'indicazione della International Standard Audiovisual Number (ISAN).
37 Il numero SUISA serve ad identificare una produzione audiovisiva. Il mandante, quando usa il supporto audiovisivo (per esempio per la diffusione di una pubblicità televisiva), deve comunicare il numero all’azienda responsabile della diffusione o della proiezione del sup- porto audiovisivo.
F. Periodo di validità 38 La presente tariffa è valida dal 1° gennaio 2016 fino al 31 dicembre 2018. 39 In caso di cambiamento sostanziale delle circostanze, essa può essere rivista prima della scadenza. 40 Il periodo di validità si prolunga automaticamente di anno in anno e al massimo fino al 31 dicembre 2020, a meno che uno dei partner delle trattative non lo disdica per iscritto un anno prima della sua scadenza. La disdetta non esclude una richiesta di proroga indirizzata alla Commissione arbitrale per la gestione dei diritti d’autore e dei diritti affini. 41 Se nessuna nuova tariffa è in vigore dopo la scadenza di questa tariffa, e anche se una richiesta di approvazione sia stata depositata, la durata di validità della presente tariffa è prolungata fino all’entrata in vigore della nuova tariffa.
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II. Die Schiedskommission zieht in Erwägung: 1. Die Verwertungsgesellschaft SUISA hat ihren Antrag auf Genehmigung des Tarifs VN am
17. April 2015 und damit innerhalb der Eingabefrist gemäss Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte vom 26. April 1993 (Urheberrechtsverordnung, URV, SR 231.11) eingereicht. Aus den Gesuchsunterlagen geht zudem hervor, dass die Ver- handlungen im Sinne von Art. 46 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Urheberrecht und ver- wandte Schutzrechte vom 9. Oktober 1992 (Urheberrechtsgesetz, URG, SR 231.1) ordnungs- gemäss durchgeführt worden sind. Die Verhandlungspartner haben dem neuen Tarif ausdrück- lich zugestimmt.
2. Die Schiedskommission genehmigt gemäss Art. 59 Abs. 1 URG einen ihr vorgelegten Tarif, wenn er in seinem Aufbau und in den einzelnen Bestimmungen angemessen ist, wobei sich die Angemessenheit der Entschädigung nach Art. 60 URG richtet.
3. Nach ständiger Rechtsprechung der Schiedskommission wird die Zustimmung der unmittelbar Betroffenen als Indiz für die Angemessenheit und damit für die Genehmigungsfähigkeit eines Tarifs aufgefasst. Im Falle der Zustimmung der hauptsächlichen Nutzerverbände verzichtet sie demnach auf eine eingehende Prüfung gemäss Art. 59 f. URG. Die Schiedskommission stützt ihre diesbezügliche Praxis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach im Falle der Zustimmung der Nutzerseite zu einem Tarif davon ausgegangen werden kann, dass dieser Tarif annähernd einem unter Konkurrenzverhältnissen zustande gekommenen Vertrag entspreche (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 1986, E. 5 b), veröffentlicht in: EIDGENÖSSISCHE SCHIEDSKOMMISSION FÜR DIE VERWERTUNG VON URHEBERRECHTEN (Hrsg.), Entscheide und Gut- achten, 1981–1990, S. 183 ff., S. 190). Das Bundesverwaltungsgericht hat in BVGE 2011/2 E. 6.2., GT 3c, befunden, dass eine solche Vermutung nicht bedeuten kann, dass gewichtige Anzeichen, die gegen eine solche Annahme sprechen, ausser Acht gelassen werden dürfen. Die Zustimmung der Nutzerverbände sei gemäss dem Entscheid des Bundesgerichts nicht als Anlass für eine formelle Kognitionsbeschränkung, sondern als blosses Indiz für die wahr- scheinliche Zustimmung aller massgeblichen Gruppen von Berechtigten unter Konkurrenzver- hältnissen anzusehen. Gewichtige Indizien, die gegen diese Annahme sprechen, dürften da- rum nicht ausgeklammert werden.
4. Unter Berücksichtigung des Einverständnisses der Verhandlungspartner zum vorliegenden Tarif und des Umstands, dass der Schiedskommission keine weiteren Anhaltspunkte vorliegen, die dafür sprechen würden, dass der Tarif nicht annähernd einem unter Konkurrenzverhältnis- sen zustande gekommenen Vertrag entspricht, ist beim Tarif VN von einem Einigungstarif aus- zugehen. Da es zudem keine Indizien für eine Unangemessenheit im Sinne von Art. 59 f. URG gibt, kann die Schiedskommission davon ausgehen, dass der Tarif in seinem Aufbau und in seinen einzelnen Bestimmungen angemessen ist. Dass der Zustimmung der massgebenden Nutzerverbände und -organisationen anlässlich eines Tarifverfahrens ein hoher Stellenwert beizumessen ist, ergibt sich bereits daraus, dass in diesem Fall gemäss Art. 11 URV keine
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Sitzung zur Behandlung der Vorlage einberufen werden muss, sondern eine Genehmigung auf dem Zirkulationsweg erfolgen kann.
5. Da ferner die PUE auf die Abgabe einer Empfehlung verzichtet hat, gibt der Antrag der Verwer- tungsgesellschaften zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Der neue Tarif VN ist somit an- tragsgemäss mit einer Gültigkeitsdauer vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2018, ein- schliesslich der automatischen Verlängerungsmöglichkeit um jeweils ein Jahr (längstens bis zum 31. Dezember 2020), zu genehmigen. Allerdings erfolgt diese Genehmigung nur soweit, als der Tarif der Tarifaufsicht der Schiedskommission unterliegt (vgl. dazu den Beschluss der ESchK vom 10. November 1997, Ziff. II/5).
6. Die Gebühren und Auslagen dieses Verfahrens richten sich nach Art. 16a Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a und d URV und sind gemäss Art. 16b URV von der am Verfahren beteiligten Verwer- tungsgesellschaft zu tragen.
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III. Demnach beschliesst die Schiedskommission: 1. Der Tarif VN wird – soweit dieser Tarif der Kognition der Schiedskommission unterliegt – in der Fassung vom 6. März 2015 mit der vorgesehenen Gültigkeitsdauer vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2018 einschliesslich der automatischen Verlängerungsmöglichkeit gemäss Tarifziffer 40 genehmigt.
2. Der Verwertungsgesellschaft SUISA werden die Verfahrenskosten auferlegt:
– Spruch- und Schreibgebühr Fr. 1500.–
– Ersatz der Auslagen von Fr. 1918.– Total Fr. 3418.–
3. Schriftliche Mitteilung an:
– Mitglieder der Spruchkammer
– SUISA, Zürich (Einschreiben mit Rückschein)
– Gruppe Autoren, Regisseure, Produzenten (GARP), Zürich (Einschreiben mit Rückschein)
– Schweizer Verband der Filmproduzentlnnen (SFP), Bern (Einschreiben mit Rückschein)
– Swissfilm Association (SFA), Zürich (Einschreiben mit Rückschein)
– Schweizer Werbeauftraggeberverband (SWA), Zürich (Einschreiben mit Rückschein)
– TELESUISSE, Bern (Einschreiben mit Rückschein)
– Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz (ARF/FDS), Zürich (Einschreiben mit Rückschein)
– IG unabhängige Schweizer Filmproduzenten, Zürich (Einschreiben mit Rückschein)
– Preisüberwachung PUE, Bern (zur Kenntnis)
Eidgenössische Schiedskommission Armin Knecht Philipp Dannacher Präsident Kommissionssekretär
Die Rechtsmittelbelehrung befindet sich auf der folgenden Seite.
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Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesverwaltungsgericht (Postfach, 9023 St. Gallen) Beschwerde geführt werden.1 Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen.2
1 Art. 74 Abs. 1 URG in Verbindung mit Art. 33 Bst. f und Art. 37 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) sowie Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021). 2 Art. 52 Abs. 1 VwVG.